Jüdisches Volksblatt
- Journal
- Jüdisches Volksblatt
- Volume
- 4 (1902)
- Issue
- 52 (26.12.1902)
- Date
- 1902-12-26
- Page
- Seite 6 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 6 Wien, Freitag Jüdisches Volksblatt 26. Dezember 1902 Nr. 52 liche und 809 weibliche. 1664 kamen aus Rußland, 102 auS Galizien, 80 aus Ungar«. 68 aus Rumänien, 1 aus Deutschland und einer erblickte auf hoher See daS Licht der Welt. Vierhundert und stebennndvierzig der Einwanderer reisten mit voransbezahlten Reisekarten, welche ihnen von ihren bereits in Amerika lebenden Verwandten nach Europa gesandt wurden. Unter den männlichen Einwanderern befanden sich 405 selbständig arbeitende Mechaniker. 10 305 von den Einwanderern ließen sich in Philadelphia nieder, fünfen wurde das Landen untersagt und die restlichen 606 zerstreuten sich nach 75 verschiedenen Städten Amerikas und Kanadas. Die richtige Bedeutung des Warles „Makkabäer". Viele Jahre schon beobachte ich mit Aufmerksamkeit, wie die jüdischen Zeitschriften die veranstalteten Festversammlungen des „Lichtweihfestes" registrieren, wo stets die angeführten Festredner die Behauptung aufstellen, daß das Wort „Makkabäer" die Abbreviatur des Satzes: ^'S83 ,13123 '2 wäre. Diese Behauptung ist einfach falsch, indem der berühmte kritische Forscher Asarja de Rosst (geboren 5272/1512, gestorben 5339/1573) in seinem berühmten Werke auf zwei Stellen den Irrtum widerlegt. Ich führe hier die Stellen nach der ersten Ausgabe dieses Werkes vom Jahre 5334(1568) an, die noch beim Leben des Verfassers in Mantua erschienen ist. Die erste Stelle (Seite 20a) lautet: »ib'dv’.'I'i j2 108 nvnp j.tdo uyS« ,17 m 3,13 vö 120 omi.i'S oi3V238 '2'3 mw .131 '33 2M8 rn Stv 2.T38 ,im Dirnen O"21lSl 2''2;1 122 22^ 81.1 8'30^ 123 ,2L>.1 OL>1ip Sy *2 si> pt^Sa 121S nant? '3"38382 'i xipi ini'2 1223 .'3MXS21 Die zweite Stelle (Seite 89a) lautet: ^"'2122 'i3iS 13'lSx2 'pSa'83 .1211021 0'31' XM 18"332 0S2 pia;3 12D 1211.1 ''332 lSl1 Sy 303 HP83 1180 .17 Ol'.l '0*;2tP 0’1i1X2 3tP'0' xS 07 V112S *[8 ,'.1 D'S83 .13123 '2 : 013'0 '2*813 .11,11 17yS8 '112' 303 13 1tP8 D"21lS p2'21M 122 8ip.1 32'.1 .D'8'3832 '1 : D‘8i12tP,1.1 0'3 V110.1 212 OM 12>8 0'33 .T>'3tP1 .2*23 '1133 IM 2.1 232' 8,1'J p2*81 IPIiaS S28 Jetzt will ich mich bestreben, in Kürze in wortgetreuer Uebersetzung die angeführten Stellen folgen zu lassen. „Der Verfasser des Josipin (III. 6.) berichtet, daß der Priester Eleasar, der zu den Uebersetzern der Thora für Ptolemüus Philadelphus gehörte, der Vater der sieben Söhne der Chana war, die unter Antiochus Epiphanes den Märtyrertod starben, und so berichtet dieser Verfasser auch (IV. 19.) in einer besonderen Abhandlung, wo er diese die „Makkabini" nennt, das griechische Wort „Makkabini" sei mit dem italienischen Ausdrucke: „Palladini" identisch." Ferner schreibt der Verfasser: Nach Smutiu (II. 10.) ist das Wort „Makkabiu" griechischen Ursprunges, identisch dem italienischen Ausdrucke: „Palladini". Andere wollen behaupten, daß das Wort „Makkabi" eine Abbreviatur des Satzes ^83 .13123 '2 wäre, die Erklärung stimmt jedoch mit der Aufzeichnung des Josipin nicht überein, indem er begründet nachweist, daß das Ereignis des Eleasar, Chanas und ihre sieben Söhne früher sich zutrug, bevor der Befreiungskrieg der „Hasmonäer" stattfand, die man auch die Makkabäer nannte. Jedoch nach der ersten Erklärung ist die Bedeutung begründet, denn auch die letzteren waren glaubenstreue Helden." Da ich nun die Bedeutung des Wortes „Makkabäer" richtigstellte, so will ich mir erlauben, das Wort „Hasmonäer" sowie es Aben-Esra erklärte, hier mitzuteilen. Es ist allbekannt, daß im Stamme Juda ein Ort mit dem Namen ,122M Genannt wurde (Josua 15, 27.), der aber keine Priesterstadt war. Ferner, wie es bekannt ist, hatte Mattathias seinen Stammsitz in Modiin einen Priesterstädtchen nahe bei Jerusalem. Jedoch seine Stelle in den Psalmen (68, 32.) d'322M 108' gibt uns die Erklärung des Wortes „Hasmonäer", indem der Aben-Esra in seinem geistreichen Lapidarstil das Wort erläutert '83122M3 D'332 d. h. Fürsten, wie die „Hasmonäer"! Mithin übersetzen auch wir richtig die Stelle in den „Psalmen: „Die^ Fürsten kommen!" In dem Dankgebete p,D3ri Sy, welches, wie ich weiter Nachweisen werde, in der Zeit der Tanaim verfaßt wurde, wird das Wort ^3122M nur in diesem Sinne gebraucht. Wahrlich, es wundert mich und ich will mich mit dieser Anerkennung auch nicht überhasten — denn das ist meine Gewohnheit nicht— daß weder Jost „Geschichte des Judentums und seiner Sekten" (I., Seite 115) wie auch Grätz zur Stelle, beide Worte unerklärt lassen. Göttlicher Wille, Verständnis der Kriegführung und unüberwindlicher Heldenmut krönten den Kampf des Mattathias und seiner Söhne, die begeisterte Liebe und Anhänglichkeit an die geoffenbarte, vererbte Väterreligion, ferner die warme Anhänglichkeit an die nationale Selbständigkeit, wirkten Wunder, die Juden kämpften unerschrocken wie die Löwen, die den Befreiungskrieg so glorreich zum Siege führten. Jedoch die Nachkonimen der ersten „Hasmonäer" verfolgten eine entgegengesetzte Richtung, sie warfen sich leichtsinnig der Assimilation in die Arme, heidnische Sitten und die griechi^ sche Sprache wurden von den Königen in Juda selbst verbreiten, dadurch entstanden die Sekten, der nationale Staat wurde allrnählich zerklüftet und sein Zerfall war nicht mehr aufzuhalten, darum ist es erklärlich daß die Mischua-Lehrer, dem „Lichtweihfeste" keinen Traktat widmeten, so wie bei dem Ereignisse zu „Purim". Der Name kommt nur ein einzigesmal nebensächlich in der letzten Mischna „Baba-Kama" (VI.8.) vor. T128 Der Gaon Rabbiner S.L. Rapoport behauptet in seiner Antrittsrede zu Taruopol (1828), daß IRabbiner Jehuda H a n a s s i mit Absicht solche Thesen, die mit der Nationalität und deren Selbständigkeit im Zusammenhänge stehen, keinen Raum in der Mischna gegeben. (Siehe daselbst Anmerkung 51.) Der große unsterbliche „Chatham Sofer" erklärt wieder, die Ursache wäre, indem Rabbi Jehuda Hanassi ein Sprößling der Dynastie Davids war, konnte er es den Hasmonäern nicht verzeihen, daß sie nächst der Hohenpriesterwürde auch die königliche Macht mit Gewalt usurpierten. Das Ereignis des „Lichtweihfestes" kommt im Talmud Traktat Sabbat (21. 6.) nur einmal vor. Die Stelle in wortgetreuer Uebersetzung lantet: „Die Rabbiner lehren: Am 25. Kislev sind die acht Tage Chanuka, an welchen keine Trauerreden gehalten werden und an denen man auch nicht fastet. Als die Griechen, d. h. die Syrier, in das Heiligtum gedrungen sind, verunreinigtensiedasdaselbstvorbereitete Oel.Wie dann durch die Siege die „Hasmonäer" die Oberhand gewonnen haben, untersuchten sie die noch vorhandenen Oelkrüge und sie fanden, daß nur ein Krug mit dem Siegel des Hohenpriesters versehen war, dessen Inhalt nur für die Dauer eines Tages genügte; allein es geschah ein Wunder, sie versahen damit den Dienst volle acht Tage. Im nächsten Jahre bestimmte man, daß dieses Ereignis für alle Zeiten gefeiert werden soll mit Einschaltung des Halle! und 2^3,1 by" (ibid. 21. 6); 24a. Außer dieser Stelle wird nur noch im Traktat Joma (29a) uns mitgeteilt, daß die Rabbiner es gestatteten, das Ereignis von Chanuka in der „Fastenrolle" aufzuzeichnen. Im jerusalemischen Talmud Sukka (III. Halacha 4.) spricht sich Rabba-Aricha über die Benediktion der „Lichtweihe" aus, sonst sind mir keine Stellen mehr bekannt. Der Ausdruck „Makkabäer" kommt in beiden Talmuden nicht vor, dieser wird nur von Josephus FlaviuS gebraucht. Aus Rumänien. (Wieder eine Lösung. — Was sagt die Opposition?) „Epo ca", früher die bitterste und heftigste Gegnerin unserer Sache, jetzt das offizielle Organ der konservativen Gruppierung, deren Haupt der gewesene Ministerpräsident P. P. Carp ist, bringt einen Artikel, welchem ich folgendes entnehme: „Wir erfahren, daß vom Beginne der ökonomischen Krisis bis jetzt 36.000 Juden ausgewandert sind, von denen ungefähr 6000 am Anfänge der Emigration zurückkehrten. Die Auswanderung ist systematisch organisiert, so daß wenigstens 10.000 befördert werden können. Eine Agence, deren Residenz sich in Ploesti befindet, unterwirft die Emigranten einigen Formalitäten und einer ärztlichen Untersuchung und streckt jedem Reisenden zirka 200 Lei vor. Man vermutet, daß außer den 30.000 bereits ausgewanderten, noch 100.000 Juden das Land verlassen werden Wir haben diese Angaben von einer jüdischen Quelle, welche sich sehr viel mit der Auswanderung befaßt. Diese Daten müssen wir mit den Ergebnissen der staatlichen Zusammenstellung vergleichen, um die Zahlen zu kontrollieren. Falls sich diese Nachrichten bewahrheiten sollen, würde die Judenfrage einen großen Schritt nach vorwärts gemacht haben. Da der Knoten dieser Frage sich in der zur rumänischen Bevölkerung in großem Mißverhältnis stehenden Zahl der Juden befindet, die unsere ethnische Zusammensetzung bedrohen, ist es leicht einzusehen, daß sich die Lage der Juden mit dem Maße der Verringerung der jüdischen Bevölkerung verbessern könne. In diesem Falle würde unsere Pflicht sein, die Grenzen gegen die Auswanderung zu verteidigen. Wir glauben, daß man in den Kreisen, wo man sich für die Judenfrage interessiert und einsieht, daß die jetzige Zahl der Juden eine unzulässige ist, unsere Tendenz als Anbahnung zu einer Lösung betrachten wird, die beiderseits zu erwünschen wäre. Eine solche Lösung würde nicht eine Konzession unsererseits sein, sondern ein Mittel zur nationalen Selbsterhaltuug. Denn wir werden suchen, nachdem die Zahl der Juden vermindert sein wird, einen Teil zu assimilieren." Die Leser wollen bedenken, daß dieselbe Zeitung vor 2—3 Jahren ununterbrochen behauptete, es sei unwahr, daß die Juden auswandern, sie schlagen nur Lärm, um Rumänien vor dem Auslande zu kompromittieren. Es ist freilich nicht zu glauben, daß die „Epoca" die „Lösung der Judenfrage" ernst nimmt; jedoch ist es möglich, daß die vernünftige Persönlichkeit Carps seiner Umgebung die Augen auf die fürs Land bestehende Gefahr im Falle einer zu großen Judenemigrariou öffnet. Anderseits erklärt ein hervorragender, unabhängiger, als Judenfreund geltender Kammer-Abgeordneter: „Man sagt, die Negierung möchte die In de «frage zur Erörterung bringen, um sich gegen die in der ausländischen Presse vorgebrachten Beschuldigungen zu verteidigen. Die Opposition wünscht — aus Patriotismus — eine solche Erörterung, die neue Konflikte Hervorrufen kann, nicht. Jedenfalls wird die Opposition die genannte Frage nicht bringen." b. 1. Emgesendet. Löbliche Redaktion! Ich bitte, mir tut Fmgekasten Ihres geschätzten, einzig ' ü d i s ch - p 0 l i t i s ch e n Blattes zu erklären, wie so es kommt, daß in der a l l e r j ü n g st e n, erst im November l. I. misgegebencn Wählerliste für die israelitische Kultusgemeinde Wiens Getaufte (!) ausgenommen erscheinen, und ob die Stimmeber Getauften bei dem Skrutinium am 26. November 1002 als ungiltig erklärt worden sind. Als Beispiel für viele diene Ihnen z. B. Seite 18 der Wählerliste: Da erscheint als „jüdischer" Wähler Herr kais. Rat Bernhard P 0 l l a k (Bruder des in der jüdischen Oeffentlichkeit durch sein gegenüber dem jüdischen Baumeister Melcher beliebtes Verhalten bei der Vergebung einer Bannrbeit für das Gremium bekannten Kommerzialrates und ehemaligen israelitischen (l) Kultusrates Herrn Leopold Pollak), Webereibesitzer, 1. Vcz., Vor-- lanfstraßc, der aber — getauft ist. Der Advokat Herr M. Peters ist mindestens 12 Jahre lang getauft und dürfte höchst überrascht sein, wüßte er, er erscheine in der jüdischen Wählerliste, u. a. m. Läßt sich wirklich nichts machen, damit ein ehrlicher Jude in seinem privaten Verkehre davor geschützt wird, Renegaten als Glaubensgenossen zu behandeln? ll. A. w. g. Dr. Justus. (Die Beantwortung dieser Frage müssen wir dem hochlöblichen Sekretariat der Wiener israelitischen Knltusgemeinde überlassen. Es wäre hierbei auch interessant zu erfahren, ob die obengenannten Herren anläßlich der Kultuswahlen auch eine jener fcnnoscn Visitkarten des Herrn Präsidenten Klinger erhalten haben, und was sie sich dabei gedacht haben mögen!) Weihnachtsbanm n«d Chanuka-Abend. Der erste Ehanuka-Abend fällt Heuer mit dem christlichen Weihnachts-Abend zusammen und dieser Umstand regt zu Betrachtungen au, wie es au diesem Abend in den jüdischen Familien eigentlich aussieht. Wenn auch die jüdisch-nationale Bewegung in dem lebten Jahre sehr viele jüdische Familien zur Erkenntnis der schönen Bedeutung unseres MakknbäcrfesteS gebracht hat, so finden wir dennoch viel häufiger den Ehristbaum als die Chanukalichter in jüdischen Häusern und wie so manchen bis an die Zimmerdecke reichenden Ehristbaum habe ich in meinem Berufe als Elektrotechniker in jüdischen Familien mit zahllosen elektrischen Glühlampen versehen. In dieser Erscheinung erblickt man zu allererst den bei uns Juden leider bereits stark entwickelten Trieb, alles Fremde und Unjüdische nachznnffen; aber geradeso, wie wir bei anderen Dingen durch das Bestreben, unsere jüdische Rationalität nicht merken zu lassen, nur den Spott der Arier heransfordern, so in diesem Falle umsomehr, als große Ausgaben nicht gescheut werden, um ein fremdes Fest zu schmücken. — Ja, kennt denn nicht jeder Jude diesen Umstand und denkt denn der sonst so nüchterne jüdische Vater nicht an das Unheil, welches er in der Seele seines .Kindes anrichtet, indenc er es vor ein Dilemma stellt? Dieses jüdische Kind, dem eS trotz des weniger als mangelhaften Religionsunterrichtes in der Schule doch beigebracht wird, daß es für uns Juden kein Christ kindl gibt, dieses Kind läßt man allen Ernstes ängstlich warten, bis das Christkindl läutet. Gewiß, der jüdische Vater weiß dies alles und er weiß es auch, daß er dem Kinde einen Keim eingcpflanzt, der sich fortentwickeln kann und es ihm leicht macht, wenn es später auch die anderen Zeremonien mit Zuhilfenahme von ein wenig Wasser annimmt, und dennoch haben selbst Inden, welche diesen Erfolg nicht wünschen (cs gibt selbst unter den Assimilationsjuden nnch solche noch), die Schwäche, diesen Brauch mitzumachen. Im allgemeinen werden da zweierlei Ausflüchte gebraucht: ad 1: Das Weihnachtsfest wäre eigentlich kein christliches Fest, weil ja schon die alten Germanen die längste Nacht im Familienkreise festlich begingen. Aber das Fest hat unzweifelhaft einen ausgesprochen christlichen Charakter angenommen und wir Nationaljuden wissen recht wohl, daß wir, abgesehen von allem Vorhergesagten, alle Ursache haben, Mittel und Wege zu suchen, um diesen Brauch im Judentum abznstellen. Zum Cinwnlld ad 2 möchte ich eine kleine Episode erzählen: Von einem mir als musterhaft charaktervollen, wenn auch assimilatorischen Juden wurde ich dieser Tage nnfgefordert, dem Verein „W'eihnnchtsbaum" beizutrcten. (Dieser Titel wurde tatsächlich gewählt, um leichter von Juden Beitrüge zu erhalten.) 'Aha, dachte ich, auch einer. Sic machen also gewiß in Ihrer Familie auch diesen Brauch mit? Nun mitmnchen nicht, weis ich es für beschämend fände, mich an fremde Gebräuche heranzudrängen, aber ich würde wünschen, meinen Kindern ein ähnliches Fest bieten zu können. Also vor allem zugegeben, daß es nicht bloß dunnn ist, sondern mit dem Manneschnraktcr überhaupt rriibereinbar ist, mitztttun, was aber den Einwnnd betrifft, man wolle den Kindern ein schönes Familienfest bieten, da könnte ich wohl darauf Hinweisen, daß bei uns Juden alle Feste auch Familienfeste sind, man muß sie nur halten: diese haben ja unfern regen Familiensinn geschaffen; übrigens, weshalb denn in die Ferne schweifen, wenn daö Gute liegt so nah'. Wir besitzen ein unbegreiflicherweise sehr vernachlässigtes Fest, ein Fest, welches ,licht nur feiner jüdisch-historischen Denkwürdigkeit halber festlich begangen werden sollte, sondern auch ein Fest, welches den äußeren Anlaß dazu geben soll, in unseren Kindern eine begeisterte Anhänglichkeit znnr Jndentlim zu wecken nnd ihnen jenes Muster von Mnnnesstolz, Tapferkeit, Biederkeit und Gewissenhaftigkeit recht lebhaft vor Augen zu führen durch feierliche Begehnllg des Makkabtterfestes. Wäre es da nicht eine schöne Idee, einen der Ehanuka- Abend e als Makkabtternbend festlich anszugestaltelt? Cs würden auch die Arier um die Bedeut,lug des Festes fragen und auch ihr Volk würde erfahren, welcher Taten die von ihnen alö feige aus-- gernfene Nation fähig ist. Cs müßte nur die geeignete Form gefnndell werdelt nild die Verwirklichung wäre leicht, denn die Nativ-» nnlen werden sofort begreifen, daß dieser Modus wirksamer wäre, als die Veranstaltung von Makkabnerkranzchen, die Orthodoxen würden sich gewiß nnschließen «nt» viele der anderen würden eS als eine Erleichternilg empfiirdeil, nicht der Kinder wegen den Christbnnnl mit,nachelt zu müsse,,, wenn wir ungefähr dieselbe Zeit ein ähnliches Fest haben, jene aber, die es trotzdem taten, wären gebrniidmarkt. Statt an dem wenig Sinn bergeliden Purimfeste, hätten wir da Gelegenheit, uns zu freuen und einander mit Geschenkeil zu erfreuen. Null, geehrte Glanbeus- und Gesinnungs-