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Jüdisches Volksblatt · 1902-12-26 · 52 (26.12.1902) · p. Seite 2

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Journal
Jüdisches Volksblatt
Volume
4 (1902)
Issue
52 (26.12.1902)
Date
1902-12-26
Page
Seite 2 (sequence 2)
Language
German
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Seite 2 Wien, Freitaf Jüdisches Volksblatt 26. Dezember 1902 Nr. 52 Kräfte bewußtlos) gegen seine Errettung wehrt und den Retter noch mit sich in den Abgrund zu ziehen droht. Und dieser Kampf ist noch nicht zu Ende. Noch sträubt sich der größere Teil des Judentums, seine Pflicht gegen seine Nation zu erfüllen, noch sind gerade diejenigen, die sich eine Macht über ihre „Glaubensgenossen" usurpieren, nicht vollständig zu Bewußtsein gelangt, um beit Freund vorn Feinde unterscheiden zu können. Und der Kampf muß ausgefochten lucrbcit, denn das Leben des jüdischen Volkes steht auf dem Spiele. Die „Menorah" hält wieder allmählich ihren Einzug in die jüdische Familie; die kleinen Flämmchen dürfen wieder den Ruhm des nationalen Geistes der Juden verkünden. In vielen jüdischen Häusern wird schon das brennende Chanuka-Lämpchen geschaut und gesehen und viele wurden gewonnen, diese ewige Flamme des jüdischen Natioualgeistes zu schauen und zu betrachten; sie lassen sie noch nicht sehen. Aber auch das wird kommen und muß kommen, denn. der Geist Juda Makkabis lebt unter uns und kann nimmermehr verscheucht werden. Gesterrerch an der Jahreswende. Ebensowenig als seine Vorgänger, erfüllte das zur Neige gehende Jahr 1902 die Hoffnungen jener, welche von demselben die Klärung der verworrenen Verhältnisse Oesterreichs, die Milderung der nationalen Gegensätze, sowie eine Abschwächung des Antisemitismus erwarteten. Am 18. d. ging das österreichische Abgeordnetenhaus nach mehr als zweimonatlicher Tagung auf Ferien von vorläufig unbekannter Dauer; es hat besonders im letzten Sessionsabschnitte alle in ihn gesetzten diesbezüglichen Erwartungen getäuscht, die parlamentarische Krise verschärft und die allgemeine politische Ungewißheit erhöht. Die Bilanz der parlamentarischen Tätigkeit kommt am deutlichsten darin zum Ausdruck, daß nicht einmal das Budgetprovisorium auf parlamentarischem Wege erledigt wurde und der „berühmte" § 14, der als Damoklesschwert über dem Haupte des Reichsrates schwebt, dem Ministerium K o e r b e r dazu dienen wird, die laufenden Bedürfnisse der Staatsverwaltung zu befriedigen. Charakteristisch aber für diese österreichischen »VolkS"- vertreter, von denen wir für die Juden schon längst nichts mehr hoffen, ist es, daß sie in vollem Bewußtsein nach Hause gehen, die Regierung werde mit Hilfe des Notparagraphen sich selbst bewilligen, was sie ihr nicht bewilligt haben, und alle notwendigen Vorlagen auf dem Verordnungswege zum Gesetze erheben. Die Abgeordneten fühlen sich durch diesen Eingriff in ihr Recht nicht einmal gedemütigt, sie sind keineswegs über den verkappten Absolutismus entrüstet, im Gegenteil, das Ministerium Ko erb er wird mit dem § 14 regieren in stillschweigender Uebereinstimmung mit dem — Parlament!! Kommt darin nicht ebenfalls zum Ausdruck, daß immer mehr die Abgeordneten selbst zur Erkenntnis gelangen, daß sie nicht die Eignung besitzen, jene nationalen und wirtschaftlichen Probleme einer Lösung zuzuführen, die in beiden Hälften des Donaureiches bereis seit vielen Jahren der Lösung harren? Die derzeit brennendste Frage im zisleithanischen Oesterreich ist die deutsch-böhmische Verständigungsfrage. Mit dieser hat die parlamentarische Tagung begonnen und — geendet. Die Verständigung zwischen den deutschen und tschechischen Abgeordneten ist aber um nichts fortgeschritten; der Vergleich zwischen den Vorschlägen der deutschböhmischen Abgeordneten einerseits und der Antwort der Jungtschechen und konservativen Großgrundbesitzer anderseits beweist es. Die deutschböhmischen Deputierten (mit Ausschluß der extremnationalen Alldeutschen) proponlerten: Zuerst nationale Abgrenzung und Kreiseinteilung, dann Regelung der Sprachenfrage und Gewährung der inneren tschechischen Amtssprache. Die jungtschechtschen Abgeordneten dagegen fordern: Zuerst sprachliche Verständigung und dann erst Reform der Verwaltung. Die deutschbürgerlichen Abgeordneten wollen die Sprachenfrage vorläufig nur in Böhmen regeln, die tschechischen wollen von dieser Beschränkung nichts wissen, sondern fordern die gleichzeitige Ordnung der Sprachenverhältnisse in Mähren und Schlesien und betonen auch bei diesem Anlasse ihren staatsrechtlichen Standpunkt der politischen Einheit Böhmens. Mährens und Schlesiens. Die Kluft zwischen den beiderseitigen Standpunkten ist also ziemlich groß und die Furcht ist sehr begründet, daß sie durch die deutschradikalen und tschechischradikalen Treibereien noch — größer werden wird. * Das sind nicht nur vom österreichisch-gesamtstaatlichen, sondern auch vom jüdisch-volklichen Standpunkte aus sehr unerfreuliche Tatsachen. Jedes Fortschreiten des nationalen Radikalismus und Chauvinismus geht nämlich Hand in Hand mit einer Vertiefung des Raffenantisemitismus und fördert auch die Aussichten der Feudalen, Klerikalen und Christlich-Sozialen, die Herrschaft über Gesamtösterreich an sich zu reißen. Es ist kein Zufall, daß bei den letzten Landtagswahlen nicht nur in Niederösterreich, im deutschen Stammlande der österreichischen Monarchie die Christlich-Sozialen glänzend siegten, sondern auch in Mähren, in der tschechischen Bevölkerung der Klerikalismus Fortschritte zu verzeichnen hat. Es sind dies P r o t e st e gegen die hüben und drüben von den »Freisinnigen" geschürte Nationalitätenhehe, gegen die Vernachlässigung der Wirtschaftspolitik. Die Nichtinangnffnahme der sozialen Reformen fühlt in Oesterreich fast niemand so schmerzlich als der jüdische Mittelstand und das jüdische Proletariat, welche unter dem Drucke der wirtschaftlichen Not und des antisemitischen Boykotts doppelt seufzen. Freilich, solche Sozialreformen, wie das neue Hausiergesetz, durch welche das Heer der Elenden und Notleidenden im jüdischen Volke noch mehr vermehrt wird, kennzeichnen deutlich die Qualität der im österreichischen Abgeordnetenhause tonangebenden Sozialreformer und beweisen, daß, wenn »unsere" Parlamentarier schon notgedrungen an die Behandlung wirtschaftlicher Fragen schreiten, sie es nur im Sinne der schlimmsten antisemitischen Demagogie tun. Die Demagogie führt leider in Oesterreich in allen Lagern das große Wort; sie verschärft die Gegensätze zwischen Zis- und Transleithanien, zwischen den einzelnen Nationalitäten, Rassen, Konfessionen und Klassen, sie hindert jede fruchtbringende wirtschaftliche Reform im Interesse der produzierenden Volksschichten und vereitelt den deutsch-tschechischen „Ausgleich" ebenso wie den österreichisch-ungarischen. So sieht es in Oesterreich an der Jahreswende aus. Wohin unser Blick in dieser Monarchie schweift, in die österreichischen Erbländer oder nach Galizien oder endlich jenseits der Leitha nach Ungarn, Siebenbürgen und Kroatien hinüber, überall beobachten wir einen sich steis steigernden Naiionalitätenkampf und einen anwachsenden Antisemitismus. Und dieselbe Zerklüftung, die wir leider in Gesamtösterreich konstatieren müssen, wir finden sie auch in unserem jüdischen Volke. Statt ihr Wissen und Können in dessen Dienst zu stellen, statt an der national-sozialen Regeneration der österreichischen Juden zu arbeiten, gibt es leider taufende Juden in der Habsburger-Monarchie, die dies nicht uur unterlassen, die kein Verständnis für die Notwendigkeit einer »jüdischen Gemeinbürgschaft" besitzen, sondern mit ihrer gesamten Tätigkeit nur den Natioualitätenhader und indirekt den Antisemitismus fördern. Wie viel könnte eine auf einer national-sozialen Basis aufgebaute Gemeinbürgschaft der österreichischen Juden in dem zerklüfteten Oesterreich für s i ch erlangen, wie viel aber auch dem Gesamtreiche und der österreichischen Gesamtbevölkerung nützen durch Betätigung der Grundsätze der nationalen, konfessionellen und sozialen Gleichberechtigung aller Oesterreicher. Das wollen aber die Affimilanten absolut nicht begreifen. Sie sehen nicht ein. daß sie mit ihrer Kultus- und Reichspolitik nicht nur das jüdische Volk schädigen, sondern auch das Reich und alle übrigen österreichischen Völker. Ihre Reichspolitik befindet sich eben auf der Verlängerungslinie ihrer Kultuspolitik. Sowie in der jüdischen Knltusgemeinde nicht das jüdische Volk, sondern nur die oberen Zehntausend durch assimilatorische Kultusvorstände eine Vertretung finden und diese trotz ihrer ^fortschrittlichen^ Phrasen und ihres sozialpolitischen Getues doch nicht im geringsten der national-sozialen Not der jüdischen Volksmassen und der diesbezüglichen Pflichten der jüdischen Kultusgemeinde eingedenk sind, ebensowenig sind es die meisten Mandatare der Juden in Gemeinde, Land und Reich. . . Sie dienen dort fremdnationalen Interessen, keineswegs aber den wirklichen Bedürfnissen der Juden Oesterreichs. Die Juden dieses österreichischen Reiches wollen sich hier als Individualität ausleben und müssen daher eine solche Ordnung der nationalen Verhältnisse wünschen, daß jeder Volksstamm dies- und jenseits der Leitha unbehindert von allen übrigen sich frei entfalte. Das Recht des einen sei begrenzt durch das Recht des anderen, muß die Negierungsmaxime der Staatslenker des Donaureiches werden. Das gleiche österreichische Staatsbürger- Recht. das moderne soziale Recht, das Selbstbest im m u n g s r e ch t der Nationen und Jndiv i d u e n O e st e r r e i ch s dürfen nicht länger verkümmert werden durch historische Rechte, auf Grund welcher die deutschen Chauvinisten die Germanisierung Gesamt-Oesterreichs, die tschechischen Ultras die Tschechisierung der Sudetenländer, die polnischen Exaltados die Polonisierung Galiziens, die magyarischen Intransigenten die Vergewaltigung und Entnationalisierung aller Deutschen, Slaven und Rumänen in der Ländern der ungarischen Krone erstreben. Diesen Tendenzen gegenüber muß die „Jüdische Moderne" sich schroff ablehnend verhalten; das Recht, sich national auszuleben, kann sie im Nationalitätenstaate Oesterreich mit weit mehr Erfolg für sich geltend machen als in Nationalstaaten, besonders wenn sie durch Förderung der national-autonomistischen Prinzipien alle die kleineren Völker der Habsburger Monarchie sich zu Freunden und Bundesgenossen macht. Nicht als Anhängsel vermorschter parlamentarischer Parteien, nicht als Stützen eines sterbenden Parlamentarismus, als assimilatorische Schutzjuden, sondern nur als Vereinigung selbstbewußter, von sozialem Geiste durchwehter Individualitäten, einig in der Liebe zu ihrem Volke, müssen die Juden Oesterreich sich organisieren. .Das Jahr 1902 bedeutet einen weiteren Schritt zur Demolierung des auf der Vorherrschaft von Nationen, Konfessionen und Klassen basierenden Alt-Oesterreich. Schon zeigen sich die Zellen jenes Neubaues, der als eine Union freier, gleichberechtigter Völker, als Ne u-Oesterreich einst an die Stelle des alten treten wird und in welchem jede- Volk den Einfluß haben wird, den eS auf Grund seiner kulturellen und sozialen Arbeit sich erobert haben wird. .Von dem richtigen Verständnisse für die Bedürfnisse der Zeit, von der Fähigkeit, die jüdisch-volklichen Forderungen in Einklang zu bringen mit den Aufgaben Ne u- OeMreichs, hängt die Zukunft der Juden im Donaureiche Ab. Hungarischer Kries. (Fiat Huntfaria pereat justitia.) (Original-Lorrespondenz des „Jüdischen Volköölatt".) Bit d a p e st, Anfang Dezember. Dieser Spruch, der an der Spitze meines Briefes prangt, ist nicht vielleicht von irgendeinem Feind Maghariens ersonnen worden zur Verhöhnung der Länder der heiligen Stcfanskrone; nein, er stand wörtlich in einem führenden Organe, dem „Magyar Hirlap". Dieses edle Blatt führte darin ganz kltzp und klar ans, das/ die Grundsätze, nach denen heute in Budapest regiert werde, vielleicht gegen die Prinzipien verstoßen, die man dort im Westen habe; man nenne sie Gerechtigkeit, Demokratie, nationale Gleichberechtigung; nach diesen Grundsätzen könne man vielleicht in Europa regieren, nicht aber in Ungarn. Die ungarische Nasse sei eine Minorität und könne ihre Herrschaft nur durch ein Militttrrcgiment behaupten. Wir gestehen mm gerne — denn eine Offenheit ist der anderen wert — das« uns für eine solche Herrenmorak nicht jedes Bcrständnis fehlt. Aber um Gotteswitten, diese Magyaren wollen sich ans die superiore Nasse ansspiclen! Da haben wir einen Hochadel, der sich mit allen möglichen Nassen und Nationen vermischt hat, also entartet ist. Der Bauernstand ist grösstenteils wirtschaftlich vollständig am Hund; er denkt nicht an Herrschaftsgelüste, sondern an die Auswanderung; der Mittelstand ist vollkommen fremdrassig, es sind entweder Inden oder eingewanderte Kauflente aller möglichen Nationen, die den Westen oder den Balkan erfüllen, die sich mehr oder minder assimiliert haben. Ja, mt das Wichtigste haben wir aber vergessen, an die Gentry. O, wir kennen diesen Schwamm wohl, der alle Säfte Ungarns in sich nnfsangt, der alle Beaintenstellen gepachtet hat, seine verlorenen Söhne mit ihnen versorgt und sie als Sinekiiren ansieht, aus denen man möglichst viel heranspreffen muss. Sie Hai ganz Ungarn mit einer .Korruption erfüllt, die allmählich auf alle Stände übergreift. Das soll ein Herrengcschlecht sein, dessen ganzes Sinnen und Trachten von Prostitntion erfüllt ist. O nein! Inzwischen rühren sich die Nationalitäten tut Lande. Die Slovaken, ein fleißiges, sparsames Volk, gewinnen im Nordwesten immer mehr Boden; vom Nordosten schieben sich die Ruthenen herein, im Südosten verbreitert sich unanfhallsam die Rumänen, die in Ungarn eine ungleich bessere wirtschaftliche Organisation besitzen, wie im Königreiche Rnmänien, im Südwesten beginnen die Kroaten langsam unbotsam zn werden, und zwischen beiden letzteren erheben die Sachsen und die Schwaben ihr Haupt. Diese sind vielleicht die kulturell Höchststehenden, die Magyaren haben dies halb widerwillig anerkannt und sie, falls sie Renegaten wurden, mit den höchsten Staatsstellen bedacht. Doch die Deusschen in Ungarn fühlen sich allmählich als Volk; sie verschmähen es, ans Grund von 50 Kreuzer-Diplomen Amt und Stellen z» erlangen. Daher ist ein ganzer Rattenkönig von Prozessen gegen die mutigen deutschen Journalisten anhängig, die ihr Volk aus dem Schlafe erwecken wollen. Diese haben endlich die Wiener Presse zur Stellungnahme gezwungen; denn dieselbe Presse, die jede Regung des deutschen Chauvinismus innerhalb der schwarz-gelben Grenzpfähle liebevoll pflegt, sie hatte keine Silbe für den Berzweiflungskampf der Deutschen in Ungarn; dagegen erachteten wir es als Pflicht, ebenso scharf dem wahnsinnigen Chanvinismus in Oesterreich cntgegenzntreten, wie wir als eines der ersten Blätter das Erwachen der Nationalitäten in Ungarn begrüßten. Die schlauen C al v i n i st e n haben einen neuen Streich ausgehcckt. Sie würden eine Confiskation der katholischen Kirchengüter mit Freuden begrüßen; sie wünschen aber, daß andere die Kastanien für sie a u 8 d e m Feuer holet:. Und wer spielt in allen Ländern Vesser diese Rolle, als die Inden, die iirbezug ans politische Unreife immer den Rekord erringen. Wir warnen unsere Stnmmesgenosscn auf das Eindringlichste, solche Dienste zu verrichten, die sie selbst ins Unglück zu stürzen geeignet wären. Ja dieses Kapitel gehört auch die Agitation, die Steuer der Kultusgemcinde in den Staatssäckel zu übergeben, wogegen der Staat die Verpflichtung übernähme, Rabbiner, Lehrer und Beamten zu besolden. Dieser Modus steche manchem Beamten gewaltig in die Angen; würde er doch dadurch Staatsbeamter werden und erhielte er doch — den Gipfel der Seligkeit — eine Uniform mit Schnüren und Sternen. Diese Reform würde aber — und wir können dies nicht laut genug sagen — den Anfang vom Errde, den Untergang der Autonomie der jüdischen Gemeinde bedeuten. Um ein Linsengericht der letzten Rasse unsere ttationale Unabhängigkeit verkaufen, das wäre der Sinn dieses s ch nr ä h l i ch e tl Kuhhandels. D i s c i t e m o n i t i. Die zweite Probepredigt. (Gefühle und Gedanken.) In früheren Zeiten war es anders als heute. Wenn in einer jüdischen Gemeinde die Radbinerkanzel verwaist wurde, da gab es gewöhnlich zwei Modalitäten, um die leergewordene Stelle zu besetzen: entweder der verstorbene Rabbiner hatte einerr der Grelle würdigen Sohn, dem man das hohe Ehrenamt (denn das war früher das Rabbinat) zum Beweise der Ehrung des Andenkens des Dahingeschiedenen übertrug, oder die Gemeinde etrtsendete nach Ablauf des Trauerjahres eine Deputation an einen bedeutenden Rabbiner von Ruf/ dem nnu das „Nabbonus" in allen Ehren airgetragen wurde. Dieser Vorgang wird auch heute noch in vielen jüdischen Gemeinden beobachtet und zwar nie zum Nachteile der wählenden Ge-

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