Jüdisches Volksblatt
- Journal
- Jüdisches Volksblatt
- Volume
- 4 (1902)
- Issue
- 45 (7.11.1902)
- Date
- 1902-11-07
- Page
- Seite 2 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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7. November 1902 Wien, Jüdisches Volksblatt Nr. 45 österreiM' sind noch rascher verflogen c\H der Irmnn der Wiedererobernng von Wien. Die heiligsten CshUov der Menschheit, die angeblich nach Ausspruch vonberufener Seite in Gefahr waren, sind nach diesen Aussprüchen verloren. Die liberale Partei liegt tot am Boden. Die Sozialdemokratie fängt an, die Inden als Ballast abzustoßen i siehe Alsergrund, ivobei sie allerdings bei ihrer Führerschaft den Anfang nmchen sollten), kurz, alle Gäben, zu denen die Mehrheit der Inden bisher gebetet haben, sind von ihrem Piedestal geworfen. I n d i e s e m M o m e n t e ergreife n io i r I it d i s ch n atio n a l e it b t e F a h n e d e s Indent n in s : w i r ha b e n b e n Mut, i'l b e r d i e K o r r npti o n> der L i b e r a l e n u n d n b e r d i e B e x l c it nt d tt n cj eit d e r S o z i a ld e m o k r a t e n h i n w eg an die Zukunft des i it d i s ch en Volk e s z n g l a n b e n. W i e -w i r i ni A u gttst sagten, „ w i r I u d e n h a b c it v o n den f o nt m c n d e n Wahl e n n i ch t s zu hoff e it und tt i ch t s z u b e f ü r ch t e n ". N e i n , w i v f ü r ch t e n n n s v o r e i tt c r ch x i st l i ch -soziale rt Majorität nicht, lt»c tt n nurnnse r e S t a m - rn e s g e tt o s s e n e n d l i ch a tt s ihre itt S eh lafe erwachen und sich ans national-sozialer Basis organisieren w o l l e n. D e tt n dies ist nicht n u r d a s e i n z i g e H e i l f ü r unser B o l k , s o n d e r n a u ch d i e e i n z i g e B r ü ck e z u r V e r st ä n d i g u n g m i 4 u tt s e r e n arische n Nachbarn. Wiener Patrizier. II. Der am 8. April v. I. verstorbene Millionär Philipp v. S ch e y bestimmte im Testamente, daß jeder der bedachten Erben, der vom Judentum abfalle, der Erbschaft verlustig werde. Unter anderen Verwandten hatte er auch seinen beiden Neffen Viktor, und Paul v. Schey je 100.000 Gulden vermacht und drei Personen zu Teftamentsexekutoren bestimmt. Viktor der viele Schulden kontrahiert batte, l i e ß s i ch nun zwei Tage nach de nt Tode des Oheims in Köln taufen und schickte den Taufschein, nach welchem er znm Protestantismus übergetreten war, nach Wien. Auf Grund des Taufscheines ließen sich einige Gläubiger zu einem vierzig- bis sünszigperzentigen Ausgleich bewegen, sieben andere aber, die zusammen an 100.000 Kr. zu fordern haben, erachteten den ganzen Vorgang für zivilrechtlich fraudulos und unstatthaft, weil die Taufe nur in der Absicht vollzogen worden sei, sie zu schädigen. Sechs Gläubiger klagten gemeinsam durch Dr. Siegfried Popper dte Testamentsexekntoren auf Feststellung, die Taufe sei unsittlich, daher nicht rechtswirksam; eventuell sei die Taufe nach dem Ansech tun gsgesetze ungültig. Das Landesgericht entschied bezüglich der ersten Klage, die Taufe des Viktor Scher) sei den Gläubigern gegenüber r e ch t s u n w i r k s a m, da sie eine u n s i t iliche Handlung bilde und die betreffende Teüamentsklausel einen mit den S t a at s g r un dg e s etz e n im Widerspruche stehenden Gewissenszwang bilde; hiemit entfalle die Beurteilung des Evennialantrageö. — Anlangend die zweite Klage, erkannte die erste Instanz auf Stattgebung; die Teftamentsexekutoren seien nach dem Anfechtungsgesetze trotz des Religionswecbsels zum Erläge des Betrages verpflichtet. — Gegen diese beiden Urteile ergriffen die Exekutoren Berufung, die von Dr. B u m vertreten wurde. „Es gibt eine Koexistenz aller Dinge," sagt der Dichter an einer Stelle seines ideenreichen: Buches. „Das Alte . muß nicht mit einem Ruck untergehen, damit das Nette entstehe." An diese Bemerkung will ich anknüpfen. Do. Herzl ist in seinen Arbeitsstunden kein Träumer, er ist ein nüchterner, klar denkender Mensch; es mag gewiß von agitatorischem Werte sein, die Erfüllung möglichst nahe zu verheißen. Hätte Moses seinen Juden gesagt, daß er sie vorerst 40 Jahre in der Wüste herumführen will, bis kein Knochen von dem alten, nichtsnutzigen Geschlechte da war, sie hätten ihn mit dem Manna allein, gelassen und wären zu den Fleischtöpfen! Egyptens zurückgelaufen. Aber er war gescheitster als die Weisen seittes Volkes. Darum versprach er ihnen das Land Kanaan von Sttinde zu Stunde. Ich glaube daher auch nicht, daß Dr. Herzl sich einen Augenblick der Täuschung hingibt, als könnte ein kurzer Zeitraum von 20 Jahren genügen, um ein Volk zu befreien und speziell das jüdische Volk in Palästina in so kurzer Zeit zu einer ungeahnten Höhe der Kültur zu bringen. Es gibt eine Koeristenz der Dinge. Die allen jämmerlichen Zustände werden noch lange anhalten, bis sich da auf dieser heiligsten Stelle unseres Planeten ein neues, glücklicheres Leben zu entwickeln beginnen wird. Das Alte kann eben nicht mit einem Ruck nntergehen, damit das Nette entstehe. Ich glaube an ein langsames Werden der Dinge, wenn auch die Ereignisse, die wir Zionisten täglich herbeiwünschen, uns glückverheißend überraschen werden. Die Besiedelung Palästinas, die Schaffung einer neuen Kultur auf dem alten Boden, das sind selbst im Zeitalter der Elektrizität Dinge, die langsam reifen wollen, weil unsere Kulturmittel' zwar gewaltig fortschreiten, die menschliche Natur aber zu allen historischen Zeiten dieselbe war, ist und sein wird. Deswegen wird der Erfolg des Zionismus erst nur der Anfang der radikalsten Lösung der Judenfmge sein. Das Ende liegt im unabsehbarer Zeit. Das ist die ketzerische Ansicht eines glaubensstarken Zionisten. Da ich nun diesen Standpunkt mit vielen Gleich? I Der Berufmigsstnat beschloß bezüglich der ersten j Klage, das Urteil der ersten Instanz a ufzuh eb en und >' t u e tt e u e V erhandln n g a nzuordne n. Das Oberlandesgerrcht sei der Ansicht, daß die Klausel im Testanreute, wonach jemand im Falle des Religionswechsels der Erbschaft verltistig werde, keine unerlaubte oder unsittliche Bestimmung ist, denn d e r T e st at o r w o l l t e einen Abfall verhindern unb aussprechen, der vom Glauben abfallende Erbe sei nicht eibsfähig. Hierin liege auch kein Gewissenszwang, da ja die gleiche Bestimmung in den Fid eikomm ißg e setzen vorkomme und die Staatsgrundgesetze nur die Stellung der Staatsbürger gegenüber den Behörden regeln. Die Absicht, die Viktor Schey mit der Taufe hatte, sei dem Erblasser keineswegs zugrunde gelegen und seine Klausel sei zulässig gewesen. Da dieser Grund der Klageabweistmg wegfällt, hat das Landesgericht jedoch jetzt den Eventualantrag bezüglich der Anfechtung zu prüfen. — Anlaugend die zweite Klage wird die Berufung verworfen und die Entscheidung des Landesgerichtes bestätigt. Auch das Oberlandesgericht ist der Ueberzeugung, es stehe außer allem Zweifel, Viktor Schey habe sich nur deshalb taufen lassen, um seine Gläubiger zu verkürzen, weshalb die Anwendung des Anfechtungsgesetzes zutrifft und die Teftamentsexekutoren trotz des Religionsrvechsels zunr Erläge der Erbschaft verpflichtet sind. Ein kleines Genrebild aus der Großstadt und zugleich ein docu/nent humum für unsere These, daß eine ganze Schichte der reichen jüdischen Bourgeoisie ihr Judentum nur als Ballast empfindet, den sie bei passender Gelegenheit in der frivolsten Weise ausschisft. Im Jahre 1810 wurde dem Bankier Heinrich Pereira der österreichische Adel und der Fre.iherrnstand verlieben. Sein Enkel Viktor Freiherr von Pereira- Arnstein starb im 64. Lebensjahre in geistiger Umnachtung. Er war Vizepräsident des oberösterreichischen Landes-Kulturrates und Landeshauptmann und selbstverständlich Katholik; vermählt war er mit einer Gräsin Fries. In einer Generation wurde aus einer jüdischen Bankiersfamilie ein katholisches Grnnbbesitzergeschlecht; ein glänzendes Zeugnis für die Verwandlnngsfähigkeit unserer „Oberen Achthundert". Herr Michael E p h r u s s i, ein Verwandter der Rothschilds, ein nach Frankreich ausgewanderter russischer Jude, war mit einer Nichte von M e y e r b e e r vermählt. Seine Tochter vermählte er mit dem Prinzen Ferdinand de L u c i n g e. Die Prinzessin von L u c i n g e ist eine hervorragende Kämpferin für das Nonnen- und Mönchstum. Der Prinz von Lu ein ge war in erster Ehe mit Raphaela Cahen d'Anvers vermählt. Diese war die Tochter von Raphael Cahen d'Anv ers, eines belgischen Juden aus Antwerpen. und der Baronin Irene Morpurgo, einer getauften Jüdin aus Triest. Nach dem am 5. Dezember 1899 erfolgten Ableben seiner jungen Frau, gedorrten Cahen, vermählte sich Prinz L u c i ti g e bereits sieben Monate später, am 2. Juli 1901, mit Fräulein Raphaela Ephrussi, welche nun die frommen Landleute des Norddepartements von ihren Fähigkeiten als geprüfte Lehrerin profitieren taffen will, um das Werk der Klosterschwestern fortzusetzen. Solche Tatsachen sind so kraß, daß selbst die j u d e n l i b e r a l e n Taaesblürter von ihnen Notiz nehmen und sie geißeln; sie vergessen dabei, daß diese Blüten der Assimilation nur aus dem Erdreiche gedeihen, das von ihnen selbst gedüngt^' wird; sie sind die wahren Helfershelfer des Kler Zarismus. Sie ziehen dieses M a x x a ri e n t u nt g r o ß, das schließlich mit gesinnten teile, so ist innerhalb der zionistischen Partei eine Richtung entstanden, die über die Zukunft nicht an die Gegenwart vergessen will. In c totem kleinen galizischen Dorfe haben die Bauern beschlossen, die Kuh des Juden von der Gemeindeweide auszuschließen. Das war nicht einmal Antisemitismus. Der Jude hat' kein Grtmdeigentnm, folglich kann er tticht für die abwechselnde Kommassierung einer Gemeindeweide beitragen. Daher muß seine Kuh zugrunde gehen und die arme Familie Hungers sterben. Kann! ich da den Juden auf die Heimstätte in Palästina vertrösten? Ihm muß gleich, wenigstens bald! geholfen! werden. Freilich sind wir noch unendlich arm an Mitteln. Aber wir könnetr viel, wenn wir nur wollten. Der frömmste Jude sagt mit ehrlicher Andacht: „Int kommenden Jahre in Jerusalem" — und kauft verbriefte bücherliche Rechte an liegendem Gute außerhalb Palästinas. Die Gegenwart halt eben ihre Rechte, die Zukunft hat nur Hoffnungen. Wenn cs nach denen ginge, die den Zionismus und seine Zukunft nicht verstehen oder nicht versteheit wollen, müßten wir hier dte Hände in den Schoß legen und ruhig alles Leid und Elend i'tber uns ergehen lassen, bis die große Erlösung kommt. Gemach! Die Verblendung einzelner soll uns nicht alle als blind erscheinen lassen. Es steckt ein tieferer Sinn, wenn sich unsere Stammesgenossen in den größeren jüdischen Zentren die politischen Rechte tticht wollen verkümmern lassen, wenn sie es versuchen, die politische Konjunktur in den verschiedenen Ländern möglichst zu ihren Gunsten auszuimtzen. Es ist uns nicht gleichgiltig, ob beispielsweise in enter Gemeindevertretung gar keine, oder zwei oder zwanzig Juden sitzett. Das gange Wirtschaftsleben der ohnedies unglücklichen jüdischen Bevölkerung hängt mit den lokalen Fragen der Gemeindetertretung zusammen. Dr. Mayer-Ebner. seinen G e l d s ä ck e n i nt Hafen der alleinseligmachende n Kirche landet und ihr die Mittel verschafft, um gegen die In den liberalen jjt kämpfe u. Das ist der Humor davon, würde Shakespeare sagen. Diese Mischlinge aus allen Kulturen. Rahen und Klaffen flüchten ihre entnervten Instinkte schließlich in den Weihrauchnebel der Kirche und werden ihre fanatischen Verfechter. Nichts ist deshalb komischer, als die Herren Judenliberalen, die mit wahrhaftem Feuereifer für die wahre interkonfessionelle Schule eintreten, denen selbst die heutige Schule noch nicht dieses Ideal verkörpert — und die die Kanzleien der PP. Prasste n . und Schotten belagern, um die Ausnahme ihrer Kinder in die Schulett dieser „Pfaffen" (um im liberalen Jargon zu sprechen) zu erbitten. Diele Schwachköpfe begeistern sich in einem Atem für den Kanrpf gegen die Klerikalen und — s ü r die Taufe, gerade so wie die Wiener Führer der Sozialdemo k r a t i e. In der Redaktion der Wiener „Arbeiter- Z e i t u n g" sitzen nicht Konfessionslose, sondern lauter g e t a u f t e I u d e n. W i n t e r, der große Durchforschet: bei' Wiener Kanäle, Austerlitz, der weiseste aller Sterblichen, Stefan Groß mann, der Anarchist a. D., sind zu Kreuze gekrochen. Lueger in der Seiienstettengafle. Die Wiener Landtagswahlen sind vorüber. Terrorismus und Wahlmachinationen haben, vereint mit allen Nachteilen, welche eine Koalition der heterogensteu Elemente ■ Sozialdemokraten itmb Liberale — in sich birgt, den aiitisemllischein Parteien zum Siege verholsen. Die liberalen Wahlmacher der Kulitusgemeinde hatten vollauf zu tun, sie mußteit große Brandreden halten gegen Vorenthaltnng^der Wählerlisten, Terrorismus der Machthaber, Volksfeiudlichkeit der Christlich-Sozialen und gegen verschiedene andere Unttlgeuden, welche bekämpft werden inüßten, um eiuer neuen (oder vielleicht lieber der alten) Aera der Freiheit und des Fortschrüttes platzzumachen und einer Volkswohlfahrt den Weg zu ebn,en, tvelche weder unter den früherem nock> unter den jetzigen Majoritätsparteien zu verspüren war, aber jetzt, wenn die sogenannten Fortschrittsparteien wieder ans Ruder kämen, gewiß begründet würde. Die Hilfe, welche die offiziellett"Juden den Halb- und Droiviertel-Ftpisiningeit angedeihep! liefen, haben wohl weder den letzteren noch den Juden selbst etwas genützt, aber man hat die Hetz' dochj nicht untsonst mitgemacht, nt,an hat aus diesem Wahlkampfe einige Lehren im die Seitenstettengasse mitgebracht, welche nunmehr bei den Kultuswahlen ihre praktische Anwendung finden sollen. Da sind zunächst die Wählerlisten! Es war geradezu rührend, wie in der Landtagswähler-Versammlung der „Union" die Offiziellen und Offiziösen donnerten und wetterten, daß es eine Vergewaltigtmg der einzelnen Parteien: bedeute, wenn man ihnen eine Äbschrift der Wählerlisten vorenthält, daß diese Versügtmg bloß von der Angst diktiert wurde, man, könnte Einblick in die Mache der Wählerlisten gewinnen und durch rechtzeitige Reklaruarion nicht vorhandener oder Beanständung vorhandener Wähler die künstlich gemachte Bilanz der Wählerstimmen rektifizieren und zu nngtinsten der hevrscheitden Partei gestaltmi. Und was tat die herrschende Partei in der Kultnsgcmeittde in dem Momente, wo sie Zeit, fand, sich mit dort astisschließlich jüdischen) Jutzeresfen zu, beschäftigen"? Sie verpslanzte alle die kleinen und großen, plumpen und geistreich sein wollenden Wahlpraktiken der Christlich-Sozialen in ihre eigene Machtsphäre — in die Kultusgemeinde. Gestützt ans die selbstgemachten, die Interessen und Bedürfnisse des Volkes ganz außeracht lassenden Statuten und rechnend aus die Juteresselostgkei't, mit welcher die jüdischen Steuerzahler den Kultuswahlett in der Regel gegettuberstehen, läßt sie an den Anküudigungstaseln der einzelnen Tempel, gewissermaßen! verstohlen, eine „Knndmachuitg" nnbringen, welchje besagt, daß die Wählerliste für die bevorstehenden Knltnsivahlen in dev Kanzlei! der Kttlttisgemeinde aufliege, und daß daselbst Rek l a m a 11 o n c n w c ge tt _ A u § tja ff it n g a u s d e r W ä h l e r l i st e mnerhalb vierzehn Tagen vom Tage der Kundmachung (12. Oktober) entgegengenommen werden. Heißt eine solche Kundntachnng tucht eine Publikation mit Atisschlnß der Oeffenilichkeit?! Grenzt es nicht an Größenwahn, wenn die Herren von. der Seitenstettengasse etwa attnehmett, daß auf d i e s e W e i s e eine Publikation einem nennenswertett Teile der Kuliuswähler Zugänglich gentacht wird? Es ist allbekamtii daß, dank dem Geiste, der gegettwärtig mit geringen Ausnahnten die Kanzel beherrscht, und bei aller Attstrengung, loelche unsere Katttoren entfalten, das Publikum ins Gotteshatis zu ziehen, die Tempel leer sind und daß es nicht zu den Seltenheiten gehört, daß sogar au Sahbaten das obligate Minjait utir durch die bezahlten Batlonim ztisammeugiebracht werden kann!. Irr den Bezftkstempeln, sieht die Sache vielleicht etwas besser; aber zufolge der Verfügung, daß die Reklamationen nur in der Seitettstetttzngasse nach Einsichtnahme in die dort mtfliegeichc Wählerliste angemeldät werden können, unb da ferner die in den äußeren Bezirken wohnenden Wähler zumeist kleiiw Geschäftsleute oder Gewerbetreibende sind, die die Existenz einer Kttltusgenteiitde nur von den, Slenevexekutionen her kennen, ist es tticht zu! Verlvnndern, daß diese Steuerzahler und Wahlberechtigten^ es nicht der Mühe lohnend finden, wegm FesEtiellnng ihrcH Wahlrechtes^ für eiinie Zwangsgemeinschaft, in welcher nur der Reiche das Wort