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Jüdisches Volksblatt · 1902-09-26 · 39 (26.9.1902) · p. Seite 6

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Journal
Jüdisches Volksblatt
Volume
4 (1902)
Issue
39 (26.9.1902)
Date
1902-09-26
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German
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Seite 6 Wien, Freitag Jüdisches Volksblatt 26. September 1902 Nr. 39 Sukarester Brief. Es ist, als ob sich an die Worte „Rom" und „römisch" das nationale Unglück des jüdischen Stammes knüpfen tvürde, als wenn diese Laute nicht aufhoren wollten, von böser Vorbedeutung für die Geschicke des hebräischen Volkes zu sein. Das große Rom des Altertums war es zuerst, lvclchcs seine verderbenschwangere Hand mit eiserner Wncht ans das hilflose Juda legte und es mitleidlos zermalmte. Das heilige Rom des Mittelalters setzte die übernommene Rolle fort, indem es durch die Gluten der angezündeten Scheiterhaufen und durch die Eiscnspitzeu der Folterwerkzeuge mit den Ueberresten der zerstreuten Ration fertig zu werden suchte. Aber auch die Gegeulvart soll uns zeigen, das; der „römische" Name noch nichts von seiner verhängnisvollen Bedeutung für den jüdischen Stamm verloren hat. Es gibt ein Volk, das in seiner Sprache sich selbst Römer, sein Land „Romania", Römer l a n d, nennt, tatsächlich aber mit den alten Römern nichts anderes gemein hat, als bloß den Namen und die Wut gegen die Juden. Die rumänische Nation mit ihrer dunklen Herkunft, welche eine geschichtliche Ueberliefcrung auf gewisse altrömische Strafkolonien zurückführt, dieses Mischvolk, in dessen Adern das Blut der verschiedensten Rassen unvereinbar brodelt und Geschwüre zeitigt, hat die Macht, nach Willkür und Gutdünken über das Schicksal eines großen Teiles jenes Volkes zu verfügen, das rein ist seiner Abstammung und Gesittung nach, das trotz seines Elends ricseuhoch den verkümmerten Schemen der alten Römer, die heutigen Rumänen überragt. Ein Schrei der Entrüstung durch- Hittert jedesmal die gesamte Judenheit, wenn sie von den rumänischen Ausnahmsgesetzen hört, aber nicht nur diese, sondern einen großen Teil der europäischen Völker, der nicht so glücklich ist, von römischen Sträflingen abzustammen, ja sogar den besseren Teil des Stammes selbst. -'j Die Note der amerikanischen Negierung wirkte hier wie eine Bombe. Sie hat folgenden Wortlaut: Staatssekretär Hah richtete eine gleichlautende Note an die diplomatischen Vertreter der Vereinigten Staaten bei allen denjenigen Mächten, die den Berliner Vertrag vom Jahre 1878, durch den die unabhängigen Balkanstaaten geschaffen wurden und nach welchem keine Unterscheidung bei den Bewohnern Rumäniens hinsichtlich ihres Religionsbekenntnisses zu machen ist, unterzeichnet haben. Die Note der Vereinigten Staaten sagt, Amerika habe den Vertrag zwar nicht mit unterschrieben, sehe sich aber gezwungen, die Mächte zu bitten, auf die Beobachtung der in den Artikeln des Vertrages gewährten Religionsfreiheit zu dringen, da Rumänien, dem Ersuchen, die Mißstände zu beseitigen, die so manchen Juden gczwuiigen hätten, auszuwandcru, nicht entsprochen habe. Die Note sagt weiters, der Präsident der Vereinigten Staaten halte es für erforderlich, daß die Mächte dieser Angelegenheit ihre Aufmerksamkeit schenkeii, und hoffe, daß, falls diese Vorstellungen Billigung fänden, passende Maßregeln ergriffen würden, um die rumänische Regierung zu bewegen, die in Frage kommenden Uebelstände in Erwägung zu ziehen. Den Vereinigten Staaten sei jetzt wie immer die freiwillige Einwanderung aller derjenigen Fremden angenehm, die geeignet wären, sich mit dem politischen Staatskörper zu verschmelzen. Die Gesetze Amerikas sorgen für ihre Einverleibung in die Maste der Bürger, ohne einen Unterschied zu machen, dadurch, daß sie ihnen ganz dieselben Zugeständnisse gewähren, wie sie die Eingeborenen genießen. Gleiche bürgerliche Rechte seien im Jnlande und gleicher Schutz im Auslande allen verbürgt. Fast niemand sei von der Einwanderung ausgeschlossen, nur ganz Mittellose, Verbrecher und solche Personen, die an ansteckenden oder unheilbaren Krankheiten leiden. Der freiwillige Charakter der Einwanderung sei das Wesentliche, daher würden solche Einwanderungslustige, deren Auswanderung aus anderen Staaten unterstützt oder erzwungen werde, ferngehalten. Der Zweck der großmütigen Behandlung des fremden Einwanderers sei, in gleicher Weise ihm und den Vereinigten Staaten zu nützen und andererseits einem anderen Staate nicht eine Zufluchtsstätte fürfeine unerwünschten Bevölkerungs-Elemente zu schaffen. Die Lage der rumänischen Juden, die 400 000 Personen zählen, sei seit vielen Jahren ein Gegenstand ernster Beobachtung seitens der Pereinigten Staaten. Die Verfolgung dieser Rasse unter der türkischen Herrschaft habe im Jahre 1872 scharfe Gegenvorstellungen der Vereinigten Staaten veranlaßt. Der Berliner Vertrag sei von Amerika deshalb als für das begangene Unrecht Abhilfe bringend begrüßt worden, weil er ausdrücklich bestimmte, daß wegen der Religion unter der Bevölkerung Rumäniens kein Unterschied gemacht werden solle. Im Laufe der Zeit habe Rumänien einen großen Teil dieser durchaus gerechten Bestimmungen illusorisch gemacht. Die Juden Rumäniens seien ausgeschlossen vom Staatsdienste und dem Gelehrtenberufe, vom Landerwerbe und sogar davon, das Land als gewöhnliche Arbeiter zu bebauen. Ferner sei rhnen verwehrt, in ländlichen Bezirken zu wohnen. Viele Zweige des Kleinhandels und des Handwerkes seien ihnen verschlossen. In den Städten, wo sie als gewöhnliche Handwerker oder gemietete Arbeiter zu leben gezwungen seien, dürfen sie von je einem Arbeitgeber nur in der Weise beschäftigt werden, daß auf einen jüdischen Arbeiter zwei rumänische kommen. Ausgeschlossen von fast jedem Zugänge zu den Erwerbsmitteln, seien sie unfähig, sich aus der ihnen aufgezwungencn Erniedrigung, die sie erdulden, herauszuhelfen, und sie hätten keine andere Wahl, als sich nach anderen Ländern zu flüchten. Die Lehren der Geschichte und die Erfahrung des amerikanischen Volkes hätten gezeigt, daß die Juden in hohem Maße die geistigen und sittlichen Eigenschaften eines guten Bürgers besäßen und keine Klasse sei in Nordamerika mehr willkommen, wenn sie nach Körper und Geist geeignet sei, amerikanische Mitbürgr zu werden. Aber die Regierung könne zu einem internationalen Unrecht nicht schweigen. Sie müsse durchaus gegen die Behandlung, der die Juden in Rumänien unterworfen seien, Widerspruch erheben, nicht allein deshalb, weil sie einen unanfechtbaren Grund habe, gegen das daraus entspringendeUnrecht gegen die Vereinigten Staaten selbst Einspruch zu erheben, sondern im Namen der Menschlichkeit. Die Vereinigten Staaten könnten nicht in autoritativer Form an die Abmachungen des Berliner Vertrages appellieren, bei dem sie keine unterzeichnende Macht waren rind nicht hätten werden können, aber sie berufen sich ernstlich auf die Grundsätze, die im Vertrage ausgestellt seien, weil es die Grundsätze des internationalen Rechtes der ewigen Gerechtigkeit seien und weil sie bte_ weitumfassende Duldung, die jener feierliche Pakt verhieß, verfechten und bereit seien, ihre moralische Unterstützung zu dessen Ausführung durch ihre Unterzeichner zu leihen; denn das Vorgehen Rumäniens selbst habe die Vereinigten Staaten den Unterzeichneten Mächten als eine in dieser Hinsicht interessierte Partei tatsächlich zugesellt. Bücher-Einlaus. Die Sozialistischen Monatshefte lAdministratiou Berlin W., Lützowstraße 80a) haben soeben das Septcmberheft ihres achteil Jahrganges erscheinen lassen. Dasselbe ist Vortviegend den Verhandlringsgegenständen des Mincheuer Parteitages der deutschen Sozialdemokratie gewidmet. Aus dem Inhalt desselben heben tvir hervor: Ignaz Auer: Zum sozialdemokratischen Parteitag in München. Eduard Bernstein: Der Üamvs um die Zollpolitik im Reich und das Dreiklasseuwahlsystem in Preußen. Julius Bruns: Obstruktion bei den preußischen Landtagswahlen? Dr. Conrad Schmidt: Sombarts Buch über den modernen Kapitalismus. Paul Kampffmeher: Die Arbeiterversicherung und die Sozialdemokratie. Johannes Timm, Arbeitersekretär in M'mcheu: Die Bedeutung und die Aufgaben der Arbeitersekretariate bei der Ausführung der Versicherungsgesetze. Carl Legien: Der Einfluß der Krise auf die Gewerkschaften. Paul Müller, Vorsitzender des Seemannsverbandes: Die neue Seemanusordnuug, ihre Geschichte und ihre Bedeutung. Adolph von Elm: Auf der Suche nach Gerechtigkeit. Dr. Ladislaus Gumplowicz: Emile Vairdervelde. Jgnach Daszynski: Nationalität und Sozialismus. Rundschau: Politik; von Richard Calwcr. Wirtschaft; von Max Schippcl. Sozialistische Bewegung; von Dr. Ladislaus Gumplowicz. Gewerkschaftsbewegung; von Ernst Deinhardt. Genossenschaftsbewegung; von Gertrud David. Sozialpolitik; von Paul Kampffmeher. Soziale Kommunalpolitik; von Dr. Hugo Lludemanu (C. Hugo). Rechtswissenschaft; von Wolfgang Heine. Bücher von Dr. Ch. Schitlowskh und Friedrich Stampfer. Revuen; von Dr. CH. Schitlowskh. Notizen; von Theodor Schulz und Dr. H. B. Adams-Lehmann. Dem Heft ist ferner ein Porträt des Führers der belgischen Sozialisten Emile Vandervelde bcigegebeu. Der Preis des Heftes beträgt 60 Pfg., pro Quartal 1.60 Mk. Zu beziehen durch alle Buchhandlungen, Kolporteure und Postanstalten (Postzcitungskatalog Nr. 7138), ferner direkt durch den Verlag der Sozialistischen Monatshefte, Berlin W., 36 Lützowstr. 86a. (Zusendung unter Kreuzband oder in geschlossenem Kuvert.) Probehefte stehen jederzeit kostenlos zur Verfügung. Offene Antwort an die Landtagsabgeordneten Johann Lupul, Dr. Johann Ritter v. Wolczhnski und Genossen. Eine Abwehr vom Reichsratsabgcordneten Dr. Florian Lupu. Czopp. Czcrnowitz. Das österreichische Parlament von Dr. Fritz Winter. Wen, Wiener Volksbuchhandlung Ignaz Brand. Ernstes Wollen, Verlag Gose und Tetzlaff, Berlin W. 36. Eigentümer Rcgine Deutsch und Heinrich Driesmans. Deutschland, Monatsschrift für die gesamte Kultur, herausgegcben von Graf von Hoensbroech, Verlag C. A. Schwetschke und Sohn. Aberglaube und Mystik im 19. 'Jahrhundert. Von Julius Becker. (Am Anfang des Jahrhunderts, 14. °Heft.) 1902. Verlag Aufklärung. Berlin W. 35. Preis 30 Pf. In diesem Büchlein haben wir auf knappstem Raume eine vollständige Darstellung der sogenannten Geheimwissenschaften des „Okkultismus" im 19. Jahrhundert. Von jeder seiner vielen Seiten wird er hier gepackt und so dem Leser ein Ueberblick über das Gesamtgebiet alles dessen gegeben, was wir unter Aberglauben und Mystik verstehen. f Mitteilungen des Vereines für unentgeltlichen Arbeitsnachweis. Der Verein für unentgeltlichen Arbeitsnachweis, Wien, II., Taborstrasse 59 (Telephon Nr. 13.920) bietet den P. T. Arbeitgebern seine kostenfreien Dienste an.. Brieflicher oder telephonischer Auftrag genügt, um männliche und weibliche qualifizierte Arbeitskräfte, sowie Hilfsarbeiter, ferner kaufmännische Angestellte und Lehrkräfte beiderlei Geschlechtes zugewiesen zu erhalten. Vorgemerkt sind: I. Klasse: Manuelle Arbeiter. 6 Aufpapper, 4 Bäcker, 7 Buchbinder, 2 Buchdrucker, 1 Kartonnngearbeiter, 1 Destillateur, lFleischhauer, 3 Friseure, 2 Goldarbeitcr, 1 Gürtler, 31 Hausknechte, Geschäfts- und Bureaudiener, 43 Hilfsarbeiter, 1 Kellerarbeiter, 6 Kellner, 2 Kürschner, 5 Kutscher, 6 Laufburschen, 22 Lehrlinge, 3 Magazineure, 4 Maschinisten und Heizer, 4 Mechaniker, 0 Metallarbeiter, 4 Monteure, 34 Schlosser, 18 Schneider, 2 Schriftsetzer, 2 Schuhmacher, 4 Selcher, 8 Spengler, 6 Taschner und Riemer, 6 Tischler, 4 Uhrmacher, 1 Zeichner, 1 'Zimmermaler. II. Klasse: Kaufmännische Angestellte. 8 Branntweinversclileisser, 21 Buchhalter und Korrespondenten, 108 Kommis diverser Branchen, 45 Kontoristen und Strazzisten, 4 Inkassanten, 8 Kanzlisten und Schreiber, 2 Manipulanten und Expedienten, 8 Platz-Agenten und -Vertreter, 50 Praktikanten, 2 Reisende. Weibliche Abtheilung. 4 Bonnen und Kindergärtnerinnen, 67 Kontoristinnen und Kanzlistinnen, 7 Expedientinnen und Manipulantinnen, 4 Hilfsarbeiterinnen, 2 Kassafräulein, 2 Miederflickerinnen, 30 Praktikantinnen, 4 Schneiderinnen, 38 Verkäuferinnen, 1 Versehleisserin, 2 Stützen der Hausfrau. III. Klasse: Geistige Arbeit. 10 Hauslehrer u. Hofmeister (meistens Hochschüler, welche Gymnasiasten und Realschüler unterrichten), 5 Lehrerinnen und Erzieherinnen. Offene Stellen. Gesucht werden von männlichem Personal: Drechsler, Tapezierer, Schuhmacher, Schneider, I Buchhalter (mit böhm. Korrespondenz), Kommis (nur von der Nürnberger und Galanteriebranche). MitteUimgen aus dem Publikum Allen Freunden und Bekannten wünsche auf diesem Wege zum Jahreswechsel "naia HÜTHTl rQTD«. Josef u. Sofie Perlberger. Der Vorstand des Bethausvereines „Montefiore" macht hiermit bekannt, daß die Vermietung der noch verfügbaren Sitze im Bethause II., Taborstraße 38 an Wochentagen von 7—8 Uhr vormittags und von 6—9 Uhr abends in der Vereinskanzlei erfolgt. Die Vermietung der Plätze für den Filialgottesdienst im Prachtsaale II., Stefaniestraße 6i findet zur selben Zeit im genannten Saale statt. » Delatyn. Uuser Gesinnungsgenosse Herr Chaim Bloch verlobte sich mit Fräulein Gusti Landmann aus Narajow. Maseltow! Das Beth-hamidrasch „Ohel Abraham" im IX. Bezirke, Grüne Thorgasse 28, hat den rühmlichst bekannten Herrn Abr. Freud er aus Zeutsch-Kreutz als Vorbeter für die Jomim Nauroi'm engagiert. Der genannte Chasan fungierte bereits Samstag vormittags den 20. d. M. als Vorbeter. Festgottesdienst für die Jugend. Der Verein „Tefillas Haneorim" veranstaltet, wie im Vorjahre, auch heuer anläßlich der hohen Feiertage einen Festgottcsdienst für die Jugend, wobei hauptsächlich die Armen und Verwaisten berücksichtigt werden. Ein solcher Festgottcsdienst wird im 2. Bezirk, Leopoldsgasse 49 und einer im 6. Bezirk, Schmalzhofgasse 10, abgehalten werden. Briefkasten. Max Eisler. Wir bitten um Ihre neue Adresse. Jonrnalist. In dem Prospekte der Wiener Tageszeitung „Die Zeit", deren erste Nummer Ende d. M. oder anfangs Oktober erscheinen soll, wird unter anderem gesagt: „Bisher schien es, als ob es in Oesterreichs Hauptstadt nur zwei Spielarten von Tageszeitungen geben könne: reiche Blätter, die von ihrer Bestechlichkeit leben, und ehrliche Blätter, die an ihrer Armut zugrunde gehen. Die dritte Spielart der korrupten Blätter, die so talentlos geleitet werden, daß sie bei aller Unehrlichkeit auf keinen grünen Zweig kommen können, ist kaum einer besonderen Beachtung wert. In anderen Länder«, in Deutschland, in England, in Amerika, ja auch in den österreichischen Kronländern existiert schon längst ein anderer Typus: das anständige Blatt, das über ausreichende Geldmittel verfügt, um leben und gedeihen zu können. Diesen Typus wollen wir nun auch in Wien schaffen." — Wir sind neugierig, was die Tageszeimugen in Oesterreichs Hauptstadt darauf antworten werden. Lekundarius. Sie haben recht, es ist Zeit, das köstliche Histörchen zu erzählen. Lebte in Wien ein junger streb—samer Arzt, der ungefähr Sch. hieß und als Jude geboren wurde. Das Judentum ist ein Faktor, der der Karriere hinderlich sein kann. Kurz und gut, unser lieber Sch. wurde Christ und P r i v a t d o z e n t für Medizin. Als Privatdozent suchte er. sich nun eine reiche Braut und fand sie unter den Töchtern Judas. Die Mitgift fand Wohlgefallen in seinen Augen, aber ein Hindernis war vorhanden. Der Schwiegervater wollte seine Tochter nicht taufen lassen und der strebsame Schlesinger war Christ seit einigen Jahren. „Wegen dem Bissel", dachte sich S ch.und trat wieder zum Judentum über und Dr. Güdemann segnete das junge Liebespaar ein. War es dieser Umstand, wie die einen behaupten, oder fürchtete unser lieber Gemüts- und Ueberzeugungsjongleur, daß bei der Erlangung der Professur das Judentum ihm nichts — nützen könne — wir wissen es nicht. Zwei Jahre darauf wurde dieser Mann mit der Changantüberzeuguna wieder Christ und Professor. Das einzig Traurige an dieser lustigen Geschichte ist, daß der Judenchrist Sch.nicht einmal ein Original ist, sondern daß solche Ueberzeugungs- und Nückgratsmenschen geradezu typisch sind für eine Schichte der reichen Wiener jüdischen Bourgeoisie. Salcin. Die Adresse des Dr. S. ist 8. Bez., Lederergasse Nr. II, Tür 13. Ä8 vöMj mmt WL° li Kathreiners Kneipp- — HalzKaffee. Keine Hausfrau säume länger, dies gesunde u. schmackhafte Kaffeegetränk einzuführen. .SHKBÖl pKO D'jnns myt D’mns p yany sh 11 nii? ddst jjnrps jjdds^v ,»rx p?SbsöyjDvis »nyttt ll. 3 ra 2 pw 12 sv yoD’pn 3 .u dhbh owns n 4 3 5 » 4 4 » 3 12 » » 2 » » » 12 ii » 1 » » » 6 » pö DHttH DHMlö » h 5 » » " 6 » p'D po » nnnaieatp „ ♦Sö io ra .*>:> 2 fso p'vir> söhdunh s^taopy D'jmniö nwan nna amn n'v “in fwp -pix dv .jironya paai aarnaai anaan ‘uwHin fyjjyp kh ,jj7tD-iKD tk .pnnyn töjMajnw "ij^td - ♦Sa-ntf'’ pK&i rmy anxaö paa^a aia pn wn tik ödst ,pT Tis pap ybm pi “iwwa dwidspk p7nto'ij7ii BinrPK |yajntor,,K aaa’io^a tk DDKn 'P jkd psp xi.sp-iivii fjnspnx mina ytoarw “ipSSx -jjik ,pOTn -lyrSTn , , ♦yruni Petras ja s^pn x'M nwaa antw jwi? yr-i: □^Siira ümn ,np &o p*w nya yaSnynw » ra 6 swntasns ♦d,dx-i: d^d' pabiS .np 50 ioo .D'i.-i'MD'ix DOToin 3 |«a pn-ijm t v D D y m s JACOB lüFT JACOB LUFT Triest, Poste restante. Tarnöw. 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