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Jüdisches Volksblatt · 1902-09-12 · 37 (12.9.1902) · p. Seite 2

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Journal
Jüdisches Volksblatt
Volume
4 (1902)
Issue
37 (12.9.1902)
Date
1902-09-12
Page
Seite 2 (sequence 2)
Language
German
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Seite 2 Jüdisches Volksblatt 12. September 1902 Nr. 37 Wien, Freitag Hilfe der ocrboit Kroatien und benutzt andererseits wieder die Stimmen der kroatischen inapparonischen Deputierten im ungarischen Reichstage zur Beherrschung der ungarischen Derben und aller Nichtmagyaren. Der Konflikt ztvischen Derben und Kroaten ist den magparischen Machthabern sehr erwünscht, er ermöglicht ja die Atifrechterhaltnug der magyarischen Herrschaft in Ungarn und Kroatien, die Fortdauer des — Dualismus. Ja noch mehr, angesichts der Erneuerung des österreich-ungarischen Ausgleiches und der Kofsuth-Feier der lt n a b h ä n g i g k e i t s p a r t e i b e f ü r ch 't e t e n d i e m a g t) a r i s ch e n M a ch t h a b e r e i m e G ege n. d e m o n st r a t i o n i it A g r a m u n d so w u rd e n di e K r o a t e n und Serben gegene i n a n d e r g e h e tz t. Das Resultat ist das S t a n d r c ch t übe r A g r a m — und die Moralpredigten der magyarischen Machthaber. Wo tvaren aber diese, ltitb was taten der Banns und die Drduungswächter in Agram, als demoliert, geplündert und geprügelt wurde? Man komme uns nicht damit, das; Kroatien autonom ist, sondern überzeuge sich erst in Kroatien davon, wie weit dies der Fall ist. Dal sachlich gehört derzeit nicht de jure, aber de facto Kroatien zum ungarischen Staate. Die ungarische Regierung und deren Kreaturen in Agram, vor allem den Banns Khuen, den präsumtiven ungarischen Ministers- Präsidenten, machen wir für das Blutvergießen in Agram verantwortlich. Warum sahen denn die Herren so lange den Erzessen zu, bevor Polizei ltnb Militär energisch Angriff? Sonst ist man ja sehr energisch, wenn in dem „freiheitlichen" Ungarn und seinen „Nebenländern" es sich um Unterdrückung und Vergewaltigung der Slaven. Deutschen oder Rumänen handelt; aber' diesmal paßten die Krawalle den Buda Vetter Machthabern. Was das. die I u d e n kümmert? Sehr viel! Erstens leben in Kroatien, Slavonien und Bosnien-Herzegovina eine ansehnliche Anzahl jüdischer Volksgenossen — auch viele Nationaljuden — und es ist nicht ausgeschlossen, daß, wie so oft, so auch diesmal bei chauvinistischen Eczessen die Juden die Zeche zahlen und die Sünden einzelner assimilierter Juden und die Borniertheit der Wiener, Pester usw. sogenannten „Juden"-Presse bitter büyen. In Sisiek hat Herr T u s k a n bereits nach Schneider'scher Manier zu I u d e n e r z e s s e n ausgefordert rmd ähnliches tat die „Novi List" in Fiume. Andsrerseits sucht die „Ostd. Rundschau" d i e S e rb.e n gegen d i e Juden au f z u h e b e n, indem sie für die Erzesse in Agram die Jesuiten und — Iud e n verantwortlich macht! Auch die liberale „Judenpresse" mit der „Neuen frechen Presse" an der Spitze gießt Del ins Feuer. Aus den Agramer Erzessen wird die Richtigkeit und Notwendigkeit (!!) der dualistischen Dezeinberversassung gefolgert^ gegen die Autonomie der slavischen Völker der Monarchie deshalb (!) Stellung genommen, weil die Serben und Kroaten sich untereinander nicht vertragen, daher (!) van Deutschen und Magyaren und von der ölterreichisch-unganschen Armee niedergehalten werden müssen. Das ist deutsch-„liberale" und nnigyavisch-liberale Logik! Tie Südslaven sind auch darum Gegner des Dualismus und verwerfe n ferner die von den Kossuthianern itnb Teutschltationalesr geforderte Persoualtlinon, d. h. eilte noch weitergehende Unabhängigkeit llngarns. ttltd soittit eitte itoch ärgere magyarische Gewaltherrschaft. Nein, den südslavischen Attgelegenheitett gegenüber versagt der deutsch-liberale, alldeutsche, magyarisch-liberale, klerikalaittisentitische, antikrvatische und antiserbische „Standpunkt" vollständig. Eittjt gielbelmiyte!, auf dem Badest der nationale n A u i o tt o nt i e basierende g r o ß ö st e r - r e i ch i s ch c P o l i t i k, die über alle diese „Standpunkte" zur Tagesordnung übergeht, führt allein! zum Ziele! Jawohl, nur eine moderne österreichische, jedem Volke seine nationale Autonomie verbürgende Politik ist am Platze in Galizien, in Kroatien, in der ganzen Mam archie. Sie allein führt zur Gesundung des Reiches, zum Frieden und zur Freiheit aller seiner Völker. Ein starkes, auf der Autonomie aller seiner Völker aufgebautes Oesterreich allein vermag auch den Serben und Kroaten das zu bieten, was sie vergebens von Graß-Serbien und Graß- Kroatien erhoffen, die Einigung und Freiheit der Südslaven, die Lösung der Orientfrage. Und nur eine diesen Zielen zusteuernde österreichische Politik, die nicht auf Unterdrückung ausgebaut ist, können die Juden dieser Monarchie, besonders in Galizien und den südslavischen Ländern, fördern. Sukarester Srief. (Orig.-Korrespondenz des „Jüd. Volksblatt".) So eigentümlich es klingt, das eigentliche rumänische Volk ist den Inden gar nicht so gehässig, als es die Presse und die leitende Klique, die sich ans naturalisierten Griechen, Bulgaren, Armeniern und Italienern zusammensetzt, glauben machen wollen. Für diese ist aber die Existenz des Antisemitismus eine Lebensfrage, und sie läßt keine Gelegenheit vorübergehen, ohne die leicht erregbaren Gemüter aufzureizen. Das zeigt sich bei den Wahlen in die legislativen Körperschaften. Wodurch suchen die Kandidaten der sich bekämpfenden Parteien die Wähler zu ködern? Nationale Streitfragen gibt es hier nicht, der Mangel an Industrie verhindert den Sprecher, sich auf diesem Felde zu bewegen — was bleibt da noch übrig? O, der rumänische Wahlredner kommt nicht in Verlegenheit, der Handel, die Agrikultur ist noch da, und um diesen Themen recht packende Momente zu geben, um einen auf seine Wählerwichtigkeit stolzen, ignoranten Haufen noch mehr aufzustacheln, um ihn desto leichter zu gewinnen, muß der Jude her halten. Die jüdische Konkurrenz wird in den grellsten und abschreckendsten Farben geschildert. Der Jude diskreditiere das Land im Ausland, wären die Juden nicht da, würde das Land von Milch und Honig überfließen . . . Wohlweislich wird aber verschwiegen, daß das Land nur den Juden seinen ausgebreiteien Handel verdankt, daß nur durch die Vermittlung der Juden der Export der Rohprodukte und besonders der landwirschaftlichen Erzeugnisse auf die heutige Höhe gebracht worden ist. Und kommen unsere Kandidaten für Kammer und Senat auf die Agrikultur zu sprechen, so übersprudeln sie von Warnungen vor der Gleichberechtigung der Juden, welche sonst alle Dörfer und Felder sich aneignen und dem armen ruw.ünischen Bauer nicht eimnal inehr sein Maisbrot lassen würden. Der Ausspruch Bratianus, daß er die I u ö e tt nicht mit Feuer u n d S ch w e r t, sondert: mit b c m Gesetze i tt der Hand viel n a ch d r ü ck l i ch e r verfolgen werde, findet in den Tatsachen eine traurige Bestätigung. Der Premierminister Kanadas, Sir Wilfrid L a u r i e r, bereiste jüngst sein Mutterland Frankreich und forderte die jungen Franzosen zur Auswanderttng nach Kanada auf, ein Betveis, daß Kanada noch viele Emigranten aufnehmen kann. Dies ist ein wichtiger Wink für die rumänischen Juden, denn wenn sie auch nicht so willkommen sittd wie die Franzosen, so wurden ihnen bisher keine Schwierigkeitett in den Weg gelegt. Wie Herr Marco M e n d l aus Galatz dementiert, ergibt sich aus folgender Mitteilitng des „Bnkarester Tagblattes" vom 0. August: „Audienz. Wir lesen im „Galatzii": Letzten Dienstag wurde Herr Marco M e n d l von Sr. Majestät dem Könige in Sinaia in Audienz empfangen. Se. Majestät erwies Herrn M ende! die hohe Ehre, ihn zu bitten, das er alles tue, was in seinen Kräften steht, um die in unserer Stadt bestehende Ausw a n d e r u n g s st r ö m u n g zu v e r r i n g e r n. Herr M e n d l versprach, das Verlängert des Souveräns zu erfüllen. G l e i ch z e i t i g b e r i ch t e t e H e r r M e n d l dem Souv e r ä n auch über die k o m m e r z i e l l e Situation unserer Stadt, und Se. Majestät hörte seine Ausführungen mit großer Aufmerksamkeit an. Das „Berliner Tageblatt" bemerkt dazu: „Also wohlgemerkt: Dieser Bericht über die Audienz des Herrn Marco Men dl stammt aus einem in Galatz, dem Wohnort des Herrn Mendl, erscheinenden Blatte. Die Audienz muß also doch wohl ftattgefunden und den in dem Blatte angegebenen Verlaus genominen haben. Angesichts dieser Tatsache hat Herr Marco Mendl — sagen wir: den Mut, an die „Neue Freie Presse" zu telegraphieren, der Bericht des „B e r l i n e r Tageblatt" über seine Audienz bei König Carol sei „vollständig erfunden und entbehre jeglicher positiven Grundlage". Wir müssen gestehen, daß es uns an der erforderlichen Dialektik fehlt, um diesen ungeheuren Widerspruch ztvischen den von unserem absolut zuverlässigen Gewährsmanne berichteten Tatsachen und der durch Herrn Marco Mendl aus Galatz gewagten Ableugnung derselben auch nur einigermaßen zu mildern." Rumänische Zeitungen melden übrigens, daß Herr Marco M e n d l an einer Broscküre über die wahren Gründe der jüdischen Auswanderung arbeite, die er dem Könige nach dessen Rückkehr aus Gastein vorlegen wolle. Er hat zu diesem Zwecke auch schon verschiedene Beratungen mit dem Rabbiner und angesehenen jüdischen Persönlichkeiten in Galatz gehabt. Nach den Erfahrungen mit den Dementis läßt sich voraussehen, was man von dieser Broschüre zu erwarten haben wird. Es ist von jeher ein Kniff der rumänischen Regierung gewesen, daß sie ein paar reiche Juden mit allerlei Mitteln zu gewinnen suchte, um sie als Kronzeugen dafür zu gebrauchen, daß die Juden eigentlich gar nichts in Rumänien zu leiden haben würden. Die italienische Kolonie in Bukarest hat eine Versammlung abgehalten, um gegen den Artikel 95 des vielbesprochenen Handwerkergesetzes Protest einzulegen. Der Artikel bestimtnt bekanntlich, daß bei Submissionen unter 30.000 Francs rumänische Unternehmer bei allen Vergebungen öffentlicher Arbeiten auch dann bevorzugt werden sollen, wenn ihre Offerten fünf Perzent höher sind, als die von Ausländern. Die italienische Kolonie behauptet mit Recht, das; diese Bestimmung eine Verletzung der ztvischen Italien und Rumänien abgeschlossenen Verträge sei. Der Protest wurde darauf dem italienischen Gesandten übergeben, der bei der rumänischen Regierung vorstellig geworden „Gerade an diesem Abend so ganz allein in der schwülen Tachmibe sitzen müssett — gerade an diesem Abend .... Ich bin in meiner kleinen, kleinen Stube angelangt . . Da lieqt für mich ein Brief. Von wem der nur sein map! Eine warme Einladung für den Sedernbend von meiner Eousine-Was ist das! Wie der Mund, der zum Pfeifen gespitzt war, sich znsammenzieht, und die Finger, die aus den Tisch paukten, schlaff werden! Meine ganze Haltung verliere ich und sinke immer mehr zusammen. Mein Kopf fällt schwer auf die Tischkante und ich kann keinen Gedanken mehr fassen . . . _ Meinen ganzen .Körper durchzittert es und ich weine — krampfhaft — immer stärker und leidenschaftlicher. Vor meinen Allgen wird es wirr-—- G, Pfui über dich, du mein ärgster Feind: „Güte der Menschheit" .... iMNs. Der gefeierte Kulttirtsistoriker Wolsgang Kirchbach schreibt in der letzten Nummer der Wochenschrift „Tie Nation": „Wer jemals ans dem alten Judenfriedhof in Prag verlveitt hat, rvird nicht ohne ernstes Nachsinneit diese Stätte des Todes und der Geschichte der lauen haben. Auch nachdem das alte Ghetto don Prag weggerissen ist und neue Stadtteile über diesem Platze sich erheben', wird der alte ,^riedhof selbst, soivie die alte Shnagoge in der Nähe erhalteir bleiben,'D tun Zeugnis abzulegen don der Art, ivie das ^ndentlim im Osten das Mittelalter überdauert hat als eine Kultur für sich, eine Welt für sich, der lvir noch sehr diel Aufinerksamkeit lverden zuwenden müssen, wenn!vir so manches Rätsel der Gesthichte, der Entwicklung des Christentums selbst, der Weiterbildung humanistischer Ideen und mit ihr des modernen Geistes werden verstehen ivollen. In den letzte» zwei Jahrzehnten hat die große Masse des Volkes don den Juden int Osieit eigeiltlich iinrner nur daitu erfahren, iveun Inden-Unterdrückungen —■ ivie augenblicklich in Rnmänien — zu berchilen waren, oder ivenn don aittisemiti- *) Leider ist dies nicht der Fall, ivie lvir berichteten. Red.. scher Seite irgendivelche sogenannten Nttnalmorde zur Tagesfrage gemacht wurden. Der Streit, der bet solchen Gelegenheiten etltbrennt, zeigt immer wieder, ivie dunkel rmd unklar die Vorstellungen sind, die man über die Verhältnisse jenseits des Vöhmerwaldes hat, insbesondere aber über die Stellung des Judentmns in Ländern, wie Böhmen, Galizien, Ungarn. Manche glauben zivar, daß das Judenttint ztir Zeit sich dort eine Machtstellung errutigen habe, die in alle Verhältnisse hineinreicht; solche Kenner der Verhältnisse wird inan aber meist in antisemitischen Lagern findeit. Philosemitisinus ivie Anrisemnismus aber trüben immer deit Einblick in die Realität der Verhältnisse, ivie alle vorgefaßten politischen Kampfmeinnnge». Wären nicht dttrch Karl Emil Franzos tind einige österreichische Schriftsteller so rnancherlet treffliche Schilderungen aus diesein Esten Verbreiter, so ivürden iuir wohl nur geivtsse allgeinetn-polittsche Vorstelltmgen von avstrakt-potitischein Beigeschlnack haben, ohne die Möglichkeit durch anschauliche Bilder vorn Tun und Treiüeit der Juden ein objektives Bild zu geivinnen. Konunen gar zil den politischen noch religiöse Vorurteile, so ist vollends die Unkenntnis über dieses Volt fast so groß, ivie inan im hetitigen Deutschland die lvechselseilige Unkenntnis der Klassen Don einander findet, denn das ist richtig: ein Staatsbürger im heutigen Deutschland Iveiß vorn Lehen des Landjnnters kaum inehr, als von einent polnischen Juden; der Adel, das wohlhabendere Bürgertum aber ist ohne alte Vorstellung, tote man etwa im Arbeiterstande lebt, tvelcher Umsatz von geistigen Kräften da herrscht, ivelche Getnütssprache man da spricht oder nicht spricht. Es sind eigentlich nur einige realistische Schriftsteller, die im humanen Interesse in alle Sphären tauchen und über die Scheidelväitde der Stände!veg eilt anfklärendes W!ort sagen. Wie sehr gab es uns zu denken, als ivir, unter solchen allgemeinen Erfahrungen, die Abertatlsende von Grabsteinen des alten Prager Judenfriedhofes betrachteteit, die närttlich ein Kulinrl'ild besonderer Art darstellen. Dicht aiteinander gedrängt, Ivie die Standen auf einem Maisfelde, sind die viereckigen Grabsteine in die Erde gepflanzt; an nmnchen Stellen ist tnnm eilt Zoll Entfernung zivischen den Steinen mit ihren hebräischen Inschriften. Da liegt ein berühnlter Rabbiner nuö dem zwölften oder dreizehnten Jahrhtmdcrt, nm ihn hertim feine Schüler. Aber alles ist zusammengedräagl ans den kleinsten Raum, denn mehr Boden znm Begräbnis der Ihrigen gab man den Jadeit nicht her. So find hier über zwülstansend historisch gelvordene Grabsteine!vie ei» wogendes. Haferseld, deittt die Steitie spicken mich da den Boden, ivo er hügelförmig geivölbt ist. Man mag sich nicht vorstellen, ivie auf diesem tleiaeit Raume die rauhen Totenkisten, in denett bekanntlich der Tote ttnr itt einem Linnen eingeschlagen ruht nach dem alten Ritus, anfeinattder, übereiltander, gner dtircheinander anfgestapelt ivordeit sind in der Erde rmd was für eilt Dtlrcheinaltder von Gebeilten znm Vorschein kommen würde, ivetin »mit unter den Grabsteinen ansgrabeit ivürde. Man denkt an das alte Wort des Koheleth: „Denn der Staub muß lvieder ztl der Erde kommelt, lute er gewesen ist", des Ezechiel: „Ihre Gräber sind tief in der Grube und feilt Volk liegt allenthalben umher begraben". Auf den Grabsteinen aber sind noch überall die symbolischen Zeichen der Stände tind Familien oben eiilgetneißelt zu sehen. Eine Tratlbe in den Stein geschnitten zeigt den Stand des Rabbiners ait. Ans mehreren Steinen sieht turnt einen Karpfen dargestellt, das ist die Familie Karpeles, die noch bis zum hetitigen Tage gerade von Prag ans manche angesehene Vertreter in die Welt gesendet hat. An anderert Steinen sind init notdürftiger.Knust zlvet erhobene Hände: das ist der Stainm tind die Fainilie Aaron. Aitdere lute Fisch, Löwe, Bär, ein Hirsch oder Hirschgelveih charakterisierelt die entsprecheltden auch sonst üblichen N'nmen jitdischer Fniitilien; die Lebt) sind dagegen durch einen Krug charatterisiert. Kenner der Bibel tlitd altjüdischer Poesie lverden die sylnbolisch-bildliche Beziehtmg dieser Zeichen sich leicht anslegen. Die Traube als Symbol der Rabbiner ist jedenfalls sehr sinnig. Wir sehen hier, das; übrigens eine Reihe charakteristischer Jlldeiiltatnen keinestvegs auf mittelalterlicher oder neuzeitlich-absolutistischer Oktroyiernlig bertihen, sondertt Erben ans uralten Zeiten sind, schon im Althebräischeli als Nantett gebränchlich und dann nur später ins Deutsche übersetzt. So findett wir aus Zetten, die lveit vor den Nantens-Oktroyierutigen liegen, bereits die symbolischen Zeichen von Tieren als Nameitszeichett bei der hebräischen Inschrift. Um sich Lölve ztt ttennen tmd gar einen Löwen als synibolischeS Nautenszeicheit ztt führen, konnte einer von Hans aus z. B. Ariel heißen, das bedeutet „Lölve Gottes". Selbst der Name Hirschfeld ist ntir eine Uebersetzung von Ajalon, jenes berühmte „Tat Hirschfeld", lvo (laut Jostia 10, 12) der Mottd soll stillgestanden haben. Da die Jubelt von Osieit gekotnntett sind, so ist es natürlich, daß wir, je lveiter lvir nach dent Osieit Etlropas reisen, sie tintsotliehr im lebendigen Zusammenhang mit ihrer Ktllrttr sehen, um dem, was ihnen Vvlt Haus aus natürlich war, so-

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