Jüdisches Volksblatt
- Journal
- Jüdisches Volksblatt
- Volume
- 4 (1902)
- Issue
- 30 (25.7.1902)
- Date
- 1902-07-25
- Page
- Seite 2 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 92% known words query
- IRI
…/2432763-2432917-2432947--1564-2435335- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
Seite 2 Wien, Freitag Jüdisches Volksblatt 25. Juli 1902 Nr. 3 „Die „Ostdeutsche Rundschau" bringt in ihrer helitigen Nummer folgende Notiz: Die Inden in der Sozialdemokratie. Das „Indische Volksblatt" schreibt über das Verhältnis des Inden tnins zur Sozialdemokratie: Fördern wir die Sozialdemokratie, wo es angeht, aber seien wir hierbei vorsichtig, d a m i t die breiten Massen es nicht merken, daß die Sozialdemokratie nur eine Judenschntztruppe ist, und damit für die Gegner kein Anlaß vorhanden sei, die betreffende Partei als Jndenknechte, und wie dergleichen liebenswürdige Ansdrücke auch lauten, zu bezeichnen. Die Stelle, welche die „Ostdeutsche Rundschau" in ganz gemeiner Weise gefälscht hat, ist dem Artikel: „Sozialdemokratie und Judentum" in Nr. 13 unseres Blattes entnommen und lautet wörtlich: „Nein, im Gegenteile, wir fördern die Sozialdemokratie, wo es nur angeht, aber exponieren wir uns nicht derart für sie, daß wir in ihr aufgehen oder gar — was für beide noch schlimmer wäre — fie in uns anfgeht. Denn — täuschen wir uns darüber nicht — die Juden werden in jeder Bewegung, der sie sich rückhaltlos anschlteßen, durch ihre über das durchschnittliche Mittelmaß hinausreichenden geistigen Fähigkeiten eine hervorragende Rolle spielen. Es ist dies eine Naturnotwendigkeit wie die, daß Oel auf dem Wasser schwimmt. Und das wird für die Gegner stets der willkommene Anlaß sein, eben wegen dieser Präpotenz des jüdischen Elementes dibetreffende Partei als Judenknechte und wie dergleichen liebenswürdige Ausdrücke noch lauten, zu bezeichnen. Darum erhitzen wir uns nicht zu sehr für die Lehren u. s. w." Wir haben diesen Tatsachen nichts hinzuzufügen. Es ist gut, einmal schwarz auf weiß konstatieren zu können, wie diese „Ostdeutsche Rundschau", die sich als Verfechterin aller urteutonischen Tugenden aufspielt, unter denen angeblich auch die Wahrheitsliebe enthalten sein soll, in der allerperfidesten Weise bewußt lügt und fälscht." Die „Ostdeutsche Rundschau" hat damals den Vorwurf der Fälschung ruhig eingesteckt, und das „Deutsche Volksblatt" entblödet sich nicht, nach drei Jahren nicht nur dieselbe, i h m vollkommen bewußte Fälschung von neuem zu begehen, sondern sie auch noch in perfider Weise in unseren vorwöchentlichen Artikel hineinzuschmuggeln. Die christlich-soziale Partei liefert bereits auf Schritt und Tritt untrügliche Beweise ihres inneren Verfalles, aber nichts beweist so sehr, wie schwach sie auf dem Lande sind, als diese politische Falschmünzerei ihrer Organe, die da glauben, dadurch den verblassenden Nimbus ihrer Partei auffrischen zu können. täten auf Grundlage der Völkerfreiheit m it; Judenknechten gehört, was man ja auch in der „Ostdeutschen Spott und Hohn, durch Skandale und Tumulte iNnnd schau", den „Unverfälschte deutsche Worte" rc. verhinderte." Wahrlich, wäre Adolf Fi sch Hofs Prodes öfteren lesen kann. gramm in Oesterreich zum Durchbruche gelangt, Dr. Luegerj Das sind ja die österreichischen Juden gewöhnt, daß die wäre — noch heute Demokrat, das „Deutsche Volksblatt" - verschiedenen antisemitischen Fraktionen sich gegenseitig als und die „Ostdeutsche Rundschau", Vergani, W o l f,! „verjudet" hinstellen, zu „Jude« und Judenkncchten" einander Schönerer, Kaiser rc., kurzum die christlich-sozialen,! stempeln, sich aber in der P r a x i s e b e n s o i m A n t identschvolklichen, alldeutschen und ostdeutschen Größen samt A e m i t i s m u s übertrumpfen, wie im nationalen und sonders wären entweder überhaupt nicht ans der Bild- Ch au v in ismu s gegen alle Nicht-Deutschen der Habsstäche des öffentlichen Lebens erschienen, im eventuellen FalleIburger-Monarchie. sehr bald verschwunden. Alle diese Cliquen, die jedes | Antisemitismus u n d n a ti o n a l er C h a u v irealisierbaren nationalen und wirtschaftlichen Programmes ent-§ n i s in n s hängen aber miteinander ebenso zub hren, von der N a t i o n a l i t ä t e n h e tz e und d e m' s a m m e n, wie Ursache und Wirkung. Das hat bereits Antisemitismus ihre Existenz f r i st e n, sie Adolf F i s ch h o f im Gegensätze zu den Pseudoliberalen vor wie j 20 Jahren erkannt, die „Neue Freie Presse", die assimilatorischen I jüdischen Führer und deren Presse begreifen es heute immer noch nicht und sind selbst heute noch Bundesgenossen jener chauvinistischen deutschen Nationalpolitik! D i e zum fürchten schon den Namen A d o l f F i s ch h o s die Eulen das Licht. Was Adolf Fi sch Hof in seinem Buche: , Garantien des Bestandes Oe st erreich s" Ausdruck gebracht und als sein Te st am ent h i n t e r l a s s e n, ist ein flammender Protest gegen die gesamte, von den scheinliberalen, alldeutschen, deutschvolklichen und christlich-sozialen Reaktionären seit 20 Jahren in Oesterreich betriebene, ebenso demagogische wie reichsverderbe n d e Politik. Wohin aber die m 11 ihrer Politik Bundesgenossen st e u e r n, zeigt schau" über jüdischen Assimilanten gebracht haben, wohin der „Neuen Freien Presse" ein Artikel der „Ostdeutschen Rund- „die sozialen Verhält nisse in Wie richtig unser Gedankeugang in unserem jüngsten Artikel über die „fortschrittlichen" Assimilanten und Adolf F i s ch h o f vom Standpunkte einer wahrhaft jüdischen Volkspolitik und wie notwendig die Bekämpfung der von der „Neuen Freien Presse" und Konsorten so eifrig vertretenen, angeblich „freisinnigen" Liga ist, beweisen unter anderem die täglich gemeiner werdenden antisemitischen Provokationen der „Ostdeutschen Rundschau", verschiedener anderer alldeutscher und deutschvolklicher Hetzblätter, sowie die vollständig entstellte Wiedergabe unseres früher erwähnten Artikels im — „D e u t s ch e n V o l k s b l a t t", natürlich wieder mit Hinweglassung der markantesten, Adolf F i s ch h o f und sein Programm betreffenden Stelle, in der gesagt wurde: „Diese Politik der Liberalen und D e u ts ch n a t i o n ale n hat Lueger dadurch den Weg znrMacht gebahnt und dieBildung einer christlich-sozialen Partei ermöglicht, indem iie Adolf Fischhofs Progamm der Völkerversöhnung der österreichischen National i- Preußen und im Reich. „Unser Feldzug gegen die Ueberschwemmung germanischen Heimatsbodens durch orientalische Fremdlinge hat mit der religiösen Ueberzeugnng dieses Parasiten Volkes gar nichts zu tun. Wir bekämpfen die uns Ariern schädlichenRasseneinflüsse der Semiten, das ist des Pudels Kern und da hilft kein Taufwasser und keine Mischehe! Nur die Betonung des Grundsatzes: „Im Deutschen Reiche darf nur der Germane vollberechtigter Bürger sein" kann die Polen- und I u d e n f r a g e lösen. Es wird und es muß die Stunde für die germanischen Länder kommen, die uns Ariern schützende Gesetze gegen die Ueberflutung durch semitische Fremdlinge bringt. Ausschluß der Juden von allen öffentlichen Aemtern und vom Militärdienste, strenges Verbot der Judeneinwanderung und Untersagung der Mischehen sind die ersten Forderungen." Und eine Partei, deren Organ dafür eintritt, gehört zu den „freisinnigen" Verbündeten der — „Neuen Freien Presse" und der Assimilanten. ist nicht antisemitisch in den Augen des „Deutschen Volksblatt". Das „DeutscheVolksblatt" neuntes nämlich in einem „Aus dem politischen Wurstkessel" betitelten Artikel, der angeblich „allerlei Kulissengeheimniffe" enthüllt und Fragmente aus unserem Artikel — wie bereits früher erwähnt — zitiert, „grundlos, daß die Judenliberalen „antisemitische Bundesgenossen geworben", und behauptet, daß „unsere Gesinnungsgenossen voni Wahne (!) befangen sind, daß die Deutsche Volkspartei und die Alldeutschen tatsächlich Antisemiten sind." Mit Verlaub, über die Echtheit des Antisemitismus einer Fraktion zu urteilen, sind wir mindestens so kompetent, wie die Herren vom „Deutschen Volksblatt", für die mit Ausnahme der Herren Schneider, G r e g o r i g, ja alle Welt verjudet ist, in deren Augen ja zeitweise sogar — Dr. Lueger zu den I welche alle nichtdeutschen Völker Oesterreichs, Slaven wie Juden, zu Parias machen will. So wie die I u d e n durch ihre antitschechische Politik die Wiener Tschechen ins christlich-soziale Lager getrieben, zum Danke den antisemitischen Deutschnationalismus dafür geerntet haben, daß sie in Böhmen und Mähren deutsche Positionen e s } retteten, so können umgekehrt wieder die Wiener Tschechen d i e' s i ch überzeugen, daß die Christlich-Sozialen mit der Judenhetze begannen und mit dem S l a v e n h a ß enden. Die christlich-soziale Presse buhlt vergebens um die Gunst der Slaven, das Nationalitätenprogramm des Juden Dr. F i s ch h o f in rührender Uebereinstimmnng mit den deutsch-liberalen und deutsch - nationalen Blättern totschweigend, welche esenso vergebens die jüdische Wählerschaft noch länger an den deutsch-chauvinistischen Wagen anzuspannen hoffen. Die Juden Oesterreichs sind gewiß nicht antideutsch, sie schätzen hoch die deutsche Kultur und den Wert der deutschen Verständigungssprache für alle Völker dieses Donaureiches, aber der derzeitigen chauvinistischenundantisemitischenPolitikder Mehrheit der deutschen Abgeordneten können sie nimmer Heeresfolge leisten. Je chauvinistischer gegen die Slawen, je antisemitischer gegen die Juden man von deutschbürgerlicherSeite au stritt, umso früher werden alle Juden zum Bewußtsein gelangen, daß es für sie nur eine mögliche, eine jüdische Nationalpolitik gibt, die es ihnen gebietet, auf G r u n d l a g e des F i s chh o f'schen P r o g r a m m e s nur mit solchen Gruppen Bündnisse zu schließen, welche die Juden als gleichberechtigtes Volk unter übrigen gl e^ch berechtigten Völkern anerkennt. Keine deutsche, keine tschechische, keine italienische, keine magyarische Herrschaft! Oesterreich national und sozial g ere cht-.g eg e n alle s eine Bewohner! das muß die Parole bilden für das ganze jüdische Volk Oesterreichs. In diesem Zeichen allein kann das Reich gesunden und mit dieser Parole werden wir auch den deutsch-nationalen und christlich-sozialen Hexensabbat überwinden. ie kann dem jüdischen Kleine gewerbe geholfen werden? Von Oberbuchhalter E. P o l l a k. 3. sucht, wissen, was sie von ihm zu halten haben. Und so muß die Sorte mit der Zeit aussterben. Sie sprechen von Wunden, die an dem Innern des Judentums fressen. Wohl, der Organismus unseres Volkstums birgt innerliche Krankhcitscrscheinnngen von furchtbarer Gefährlichkeit ----- das Ueberläufertum ist der harmlosesten eine. Ich will Ihnen die Wühlarbeit eines Wurmes zeigen, dessen emsige Tätigkeit umso unheilvollere Früchte zeitigt, als sie nicht etwa klug berechneter Bosheit, sondern einer Art falschen, irregeleiteten jüdischen Nationalftolzes entspringt. Das i]t der.wie soll ich es nur recht charakteristisch benennen? — Volksbe wu ß t e A u t o *Rasse n ha ß d e r Juden untereinander. Gibt es ein einiges, starkes Judentum? Der erbärmliche Wicht, dessen verderbte Rasseninstiirkte ihn als ein wertloses, faules Stück Fallobst vom Batime tinseres Volksttmts abscillen lassen, kommt unter den Elementen, die unsere Einigkeit stören, nicht in Betracht. Er gehört uns mit seinen ertranationalen Ehrgefühlen nicht an, und wir zählen ihn einfach nicht zri den unseren. Nein, diese zerstörenden Elemente sind dort zri finden, wo der Jude sich stolz und freudig zu seinen: Judentum bekennt — aber dieses Judentum in sich selbst oder in bcm kleinen Kteise, dem er angehört, abgegrenzt glaubt. Da ist - um nur von unserer Monarchie zrr sprechen -- der ungarische Jude, der galizische Jude, der Jude der westlickieu Grönländer. Wolleir Sie für den sozialen Kamps, zri welchen: uns die Verhältnisse rufen, eine Armee schaffen, su lvcrden Sie irr jedem einzelnen eirrierr brauchbaren, tüchtigen .Stampfer finden. Die Armee aber tvird nie zustande kommen, denn ihre einzelnen Trnppentörper tverden sieh gegeirseitig arrffressen. Wenn Sie einmal Gelegenheit fanden, zri beobachten, mit welcher Verachlrmg, mit welchem Haß Ihre Landsleute von ihren Brüdern in Galizierr mrd irr Ungarn sprechen, bann machen Sie der: Versuch, sich ein wenig in diesen beiden Ländern nmznschanen. rmd Sie tverden ein rührendes Gegeuseitigkeits- Mit den bisher besprochenen Gcnossenschaftsformen ist jedoch noch lange nicht alles erreicht; cs bleibt vielmehr an dem krankenden Körper eine Wnnde offen, so klaffend, das; sie keinesfalls übersehen iverden darf. Das „Kredit-Institut für jüdische Gewerbetreibende und Beamte" gewährt wohl Darlehen an seine Mitglieder, jedoch nur in dem Falle, als selbe nach kaufmännischen Begriffen kreditfähig und dabei in der Lage sind, einen ebensolchen Bürgen beiznbringen. Es ist das auch nicht anders möglich, denn so lange der Reservefonds nicht genügend angesammelt erscheint, muß so vorsichtig als möglich vorgegangen iverden. Aber für den n r m e r e n j ü d i s ch e n H a n d tv e r k e r, also gerade für denjenigen, der oft Hilfe am nötigsten hätte, wäre er auch noch so anständig und fleißig — für den bestehtd a.s e rtv ä y n t e I n st i t n t so g n t to i e gar n ich t. Beträgt ja bei dieser Genossenschaft der Anteilschein allein schon lOQ Kronen, solcher kleiner a.Hndiverker unter den heutigen sparen nicht die mindeste Aussicht hat. Die hätte für ihr: wohl auch einigen Wert, aber müßte da für bares Geld kmifen können und das ist ihm eben nur selten möglich. In dieser Richtung könnte, bei nur eiiüger Teilnahme besser situierter Inden, dadurch Abhilfe geschaffen tverden, daß eine 3 lu c i t c Kr e d i t g e n o s s e n s ch a f t g e g r ü u b c t tvird, welche gleichfalls nur an jüdische Handwerker oder Arbeiter Darlehen bis etiva zur Maximnlhöhe bon 200 Kronen bewilligt. Natürlich müßte die Rückzahlung in kleinen Raten zulässig sein. Ein des Nassenhnsses, der volksbewußte Auto-Nassenbaß seine : engerer Anschluß an das bereits bestehende Kredit-Institut wäre bis Verderblichen Einflüsse gegen lrrrs geltend macht. Nicht bk-*11 """ «c,ü^cn nmUd} mb fuv blc mntc ®cr= Verhältnis konstatieren können. „Ein polnischer Jud!" Der mährische, wie der böhmische und der ungarische Jrrde glaubt bamit alles gesagt zu haben, tvas sich schlechtes nur sagen läßt —• und umgekehrt! Es ist mit normalem Verstände einfach nicht zu fassen, daß derselbe Mensch, der sich in seinen heiligsten Natinaolegfühlen verletzt fühlt, wenn ein Christ die gehässige Wendung: „So was ist nur ein Jstd' imstand" gebraucht, bei sich bietender Gelegenheit sofort den analog formulierten Gefühlsansbrrich: „Das sieht so einem polnischen (resp. ungarischen, resp. mährifchen) Juden ganz ähnlich," zur Hand hat. Es ist, als ob aber lieh brachen wäre, eines Eigendünkels, der jedem einzelnen znrnft: „Du bist ein Jude, wie der und jener, aber du bist aus einem besseren Stoffe wie deinBrnder hinter denGrenzpfählen . . . ." Unv nun frage ich Sie nochmals: Gibt cs ein starkes, artiges Judentum? — .Nein, es gibt keines und es tvird keines geben, so lange die gefährlichste Abart enngnng nur vorteilhaft. Auch mit Rücksicht ans den llrnstand, daß in absehbarer Zeit eine Unzahl jüdischer Hausierer auf neuen Erwerb angewiesen sein iverden, Iväre die Gründling einer solchen Genossenschaft in Erivägnng ,;u ziehen. Dns; es h u m a n i t ä r e Vereine gibt, die ebeic auch kleinere Beträge an schwächer sitliierte Kleingeiverbe- , treibende und dergl. leihen, ist ganz richtig; aber es dürfte für viele Aber der wahnsinnige, völlig! nicht dasselbe sein, ob sie im Bedarfsfälle erst wochenlang von einem um* über hie <Ormhtfc;rm,n'i'n Funktionär eines solchen Vereines zum arideren protektioiissllchend hernintaiifen, oder ob sie in genossenschaftlichem Sinne eiir tleineces oder größeres Darlehen beanspruchen. Wie viele jüdische Hausierer gibt es liicht, die im Laiife eines gaiizeii Tages etiva 2—3 Kronen Losung znsnmmenhringen — beträgt doch ihre ganze feilhabende Ware oft kaum mehr als tO Kronen — aber die Erfahrung bestätigt es, daß so mancher uiiter ihnen, ob er auch voii de»i targlichen Verdiensle eine Familie zu erhalten hat, sich dennoch nicht entschließen konnte, Ellmosen anznnehnien. Solche Leute gehen auch erst im Mon'.ente der größten Rot zu einem Hnmanitätsverein. Nicht gerade politischen Parieiungen unserer Organisation sind es, die unsere Kräfte irntzlos anfzehreni. Denn sie alte haben das gleiche Ziel einer Verbesserung der Lage aller Inden, und ihre Bestrebungen, mögen sie mit den verschiedensten, mit der: gegensätzlichsten Mitteln arbeiten, ninfassen wahllos oas g e s a irr t e Volk. rnotivenlose Arnderkampf, der uver me Laiw-kögrenz bin über selbstmörderisch wütet, lähmt uns lind dlirchkren alle unsere Sammlungs- und Organisierungspläne. Wie dem Nebel abzuhelfen ist, fragen Sie? - Mein Lieber, das ist eines von den Rätseln der menschlichen Gesellschaft, denen d<r Soziologe ratlos gegenübersteht. Kellner, zahlen!"