Jüdisches Volksblatt
- Journal
- Jüdisches Volksblatt
- Volume
- 4 (1902)
- Issue
- 25 (20.6.1902)
- Date
- 1902-06-20
- Page
- Seite 2 (sequence 2)
- Language
- German
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Seite 2 Nr. 25 Wimi, Frt'ib'e ■I ü; li sch es VolksblaÜ 20. Juni 1002 Der Pseudo coweromivisirins der ü l t österreichischen Fraktionen null ii bei lebte Bersassungsfonnen und Parteigebilde erhalte,', die ein Hindernis für die Gesundung des Reiches bilden, sein Antipode, der Pseudoradicalismus nationalistischer Exaltados will Oesterreich vernichten, das r a d i c a l r e s o r m i c v t iu e r b e it m u s s. So zeitigt die altösterreichische Politik das Anti- Oesterreicherthum, und dieses, weil eurer Utopie nachjagend, stützt nur das Alte, Morsche, Bestehende. Aus diesem Zirkels kommen wir so lange in Oesterreich nüchi heraus, als nicht die Gesammtbevölkeruug mir dein Pseudoconservativismus und Pseudoradicalismus aufräuml. An deren Stelle muss eine neuösterretchische. eine social-österreichische Politik treten, die umhüll an dein österreichischen Neichsgedanken, aber r a d i c a l a n f r ä it in t mit a l l e m i n dieser M o n a r ch i e, was der c u l t u r e l l e n u n d s o c i a l e n E n t w i ck! u n g s e r n e r V ö l k e r h i n d e rl i ch i st, es muss — und da geben wir wieder bem „Pester Lloyd" recht — bem öffentlichen Leben Oesterreichs ein anderer Inhalt gegeben werden, als derjenige, der i n f o l g e" d e r inferioren Nationalität e n z rv i st i g ke i t e n in i h m r u m o v t; e s m u s s a >r f eine Ges u n düng der politischen G e i st e r, auf eine Weckung der idealen Neigungen, auf die Wiederbelebung des Vaterland s g e f ü h l e s hingearbeitet werden. Da die österreichischen Juden in ihrer nationalen und wirtschaftlich - politischen Entwicklung mit den Gesammtirueressen des Reiches verquickt sind, so muffen auch sie dazu beitragen, dass — neue Bahnen in Oesterreich eiageschlagen werden. Dann hätte d i e R e i ch s r a t h s s e s s i o n ein wertvolles Ergebnis g e z e i t r g t. —m. —n. Der Entwurf bei Pressgesetzet, wi-lchen die Regierung auf den Tisch des Abgeordnetenhauses gelegt hat, ist zweifellos ein bedeutender Fortschritt gegen das geltende Gesetz. Nichtsdestoweniger ist das Gesetz nicht einwandfrei. Es sind theils Bestimmungen in demselben, die als reactionär unbedingt zu beseitigen sein werden, theils fehlen Bestimmungen, die nach dem heutigen Stande der Rechtswissenschaft in ein Gesetz, das wie kein anderes von modernem Geiste erfüllt sein soll, hineingehören. In erster Linie sei lediglich ein Beispiel erwähnt: Der Entwurf gibt bekanntlich die Colportage frei. Unter den Personen, die vom Straßenverkaufe ausgeschlossen sind, nennt das Gesetz unter anderen diesenigen, die unter Polizeiaufsicht stehen, und solche, die wegen gewinnsüchtiger oder Sittlichkeitsdelicte zu einer Freiheitsstrafe von mindestens 6 Monaten verurtheilt wurden, wenn seit der Verbüßung der Strafe noch nicht 2 Jahre verflossen sind; nur falls ein solcher Unglücklicher erwiesenermaßen der Ernährer einer Familie ist, kann die Sicherheitsbehörde von diesen Beschränkungen absehen. Diese Bestimmungen wären durchwegs z'.r streichen. Wer da weiß, dass dre Polizeiaufsicht selbst den Besserungsfähigen, der einmal gestrauchelt ist, au der Erlangung von Arbeit hindert, wild das Schicksal dieser Leute nicht noch erschwert wissen, am allerwenigste,ls es der Gnade der Sicherheitsbehörde anheimgeben wollen, ob sie Familienhänptern die Legitimation zum Straßenverlaufe ertbeilen will. Einer erdeblichen Ergäizung bedürfen die Bestimmungen über das Berichtigungevrifadren. Es ist mättn,glich bekannt, dass sowohl in Wien als auch in der Provinz eine Banditenpresse blüht, deren Existenz zumeist ans Nitnalmnrdgeschichtett beruht. Hat so ein Zeitungsberausgeber oder Redacteur Banken, Bahnen und Großindustrielle genügend gerupft, die erpressten Gelder aber voransgabt und tritt Ebbe in seinem Beutel ein, so erfindet er ein Märchen, tvonach an irgend einem Orte, der oft nicht existiert, durch irgendwelche Personen, deren Namen natürlich nicht genannt werden, ein Christenmädcheit verschwunden ist. Da die Dummen nicht alle werden, so stndet so ein Blatt reißenden Absatz. Dass sich die Wirkungen dieser Presslumpereien in Mord, Raub und Plünderungen an wehrlosen, in einsamen Dörfern hausenden Menschen äußern, ist dem gewissenlosen Zeitungsrnenschen natürlich glerchgiltig. Der 8 25 des Entwurfes verpflichte! nun eine periodische Druckschrift zur Berichtigung von unwahren Tholsachen auf Verlangen einer Behörde oder einer betheckigten Privatperson. Bleibt das Gesetz in dieser Fassung, so werden die Ritnalmordfabeln nach wie vor üppig in die Halme schießen und die Cassen antisemitischer Piessrünber füllen. Denn wo ist derjenige, der diese Erfindungen berichtigen könnte! Man muss also unbedingt daraus dringen, dass eme Instanz geschaffen werde, welche zur Berichtigung jener Fabeln legitimiert werde. Wir schlagen vor, nach dem ersten Absätze des 8 25 des Entwurfes einzuschalten: „Wenn in einer periodischen Druckschrift Anhänger einer der im Staate anerkannten Religionsgesellschafteu strafbarer Handlungen geziehen werden und aus der Beschaffenheit der Mittheilimgen oder aus den obwaltenden Umstände» erkennbar ist. dass eine Hetze gegen die Religionsgescllschaft selbst beabsichtigt ist, so sind neben den betheiligten Personen auch die Vorstände der bezüglicben Religionsgesellschaften des den, u> der Mittheilnng bezeichneten oder ihm zunächst gelegenen Ortes berechtigt, die im Absätze 1 erwähnte Berichtigung zu begehren. Ist ein Ort nicht genannt oder ist derselbe nicht ernierbar oder liegt er in, Auslande, so steht das Recht, die Berichtigung zu begehren, dem am Erscheinungsorte der betreffenden Druckschrift fungierenden Vorstände oer Neligionsgesellschaft zu. Befindet sich an den im Absätze 1 und 2 erwähnten Orten eine Repräsentanz der bezüglichen Neligionsgesellschaft nicht, so ist die nt der Landeshauptstadt des bezüglichen Kconlandes befindliche Vorstellung zur Berichtigung legitimiert/' Allein auch nach einer anderen Richtung ist dieser Berichtigungs-Paragraphzu vervollständigen, um Erfindungen tendenziöser Natur, die man nach de:u bestehenden Strafgesetze nicht verfolgen kann, zu ahnden. Nach den bisherigen Vorschriften konnten aufhetzerische Zeitungsruittheilungen durch Confiscarion wenigstens theilwcise unschädlich gemacht werden. Mck Reche Hut der Entwurf die Beschlagnahme, welche nur zu sehr den Eharalter einer Willkürmaßregel an sich trägt, nahezu beseitigt. Allein es ist zu befürchten, dass die antisemitische Hetzpresse gerade diese Reform dazu missbrauchen wird, die Brunnenvergiftmtg eifriger denn je zu betreiben. Da kann Abhilfe in folgender Weise geschaffen werdeir: Der Entwurf normiert für den Berichtiget:, welcher sein Recht durch wissentliche Anführung falscher Angaben missbraucht hat, eine Mnthwillensstrafe von 10 bis 1000 Kr. In analoger Weise sollte ein Redacteur, der die Ausnahme der Berichtigung verweigert, falls sich im Zuge der Verhandlung herausstellt, dass die verhetzende Mittheilung erfunden ist, bestraft werden. Demgemäß wäre in den § 25 nach den oben bereits vorgeschlagenen Zusatzbestimmungen noch folgender Satz einzuschalten : „Zeigt sich im Verlaitfe der Verhandlung gegen den die Berichtigung verweigernden Redacteur rc., dass die berichtigte Nachricht erfunden ist, so ist derselbe wegen Uebertretnng mck Arrest von 3 Tagen bis zu 3 Monaten zu vernrtheilen." Damit die Urheber solcher Hetzartikel dingfest gemacht werden können, ist dem Angeklagten nach Analogie des Schlusssatzes des § 31 Entwurf Straflosigkeit zuznslchern, wenn er den Verfasser oder Einsender dcr erfnndenkn Nachricht namhaft macht. Noch einige Worte über die neuen Strafbestimmungen, welche der Entivurf eiuführt: Es sind vier Delicte (§§ 33 bis 36), von welchen zwei sehr nvthwenbig, zwei ebenso überflüssig sind, nämlich der § 34, welcher ein angeblich neues Sittlichkeitsdelict creiert, gegen welches aber das bestehende Strafgesetz vollständig ausreicht, urid der § 35, der die Ankündigung verbotener Heilmittel mW Lose unter Strafe stellt. Für den letzterwähnten Fäll wird sich wohl in der Gewerbe-Ordnung, deren 8 131 einen ganzen Blumenstrauß von Strafen bietet, eine Bestimmung finden. Jedenfalls kann man aber gegen Delicte, wie die des 8 34 und 8 35 Entwurf, mit dem ß 7 der famosen kaiserlichen Verordnung vom 20. April 1854, R.-G.-Bl. dir. 96, das Anslangen finden. Dcr Umstand, dass der Uebertreter nach dieser Gesetzesstelle erst durch ein Verbot gewissermaßen zu warnen ist, dürfte wohl besonders empfehlenswert sein. Sehr heilsam sind dagegen die beiden anderen Strafbestimmungen, von denen der 8 33 die Besudelung des Privat¬ oder Familienlebens, der 8 36 die Aufforderung zum geschäftlicheu Boykott betreffen. Diese Normen entspringen einem wahren Bedürfnisse. Dank unseren nationalen und confessionellen Zwistigkeiten hat sich bei uns, wie sonst nirgends auf der Welt, der insbesondere von der öfter erwähnten Hetzpresse betriebene Unfug eingebürgert, das Privatleben politischer Gegner in infamster Weise zu durchwühlen, dasselbe der Sensationsgier und dem Hasse des Lesepöbels preiszugeben und endlich den Andersdenkenden auch wirtschaftlich zu ruinieren. Zn tadeln ist bloß, dass der 8 33 dem Beschädigten nur de» Anspruch auf Ersatz des nachweisbar zugefügteu Schadens, also nnr des Vermögensschadens, znspricht. Das moderne Schüoenrecht hat längst festgestellt, dass nicht nnr für materiellen Schaden, sondern auch für seelische Kränkungen Geungthuung zu gewähren ist. Letztere sind für den Betroffenen weit empfindlicher als Heilung ji’iv. sich, Schaffenslust und Kraft zu erlangen, verlässt sie ihn, damit er sein Ideal ruhig verwirkliche. Nun las ich jüngst das jugendliche Drama wieder. Nachdem ich aber gleichzeitig Nordaus „Entartung" studierte, fand ich an den „Müttern" nicht den Gefallen von ehemals. Ich suchte nach den Fehlern und Schattenseiten, was mir die Wirkung und Stimmung tüchtig verdarb. Es war eben kein Frühling mehr in der Welt draußen. Wiener Mauern starrten mich so winterlich grau an. Dennoch kann ich nicht umhin zu gestehen, dass ich mich heimlich an dm Frühling von dazumal erinnerte. Es ist eine Poesie und eine Stimmung im Stück wie in einem stillen Tag des Lenzes, wo man mit geschlossenen Angen lauter Zauber und Wunder sieht und cs einem aus verborgenen Tiefen der Erde entgegentönt, laut und doch leise, klar und doch wirr, als wäre dort tvo tief ein großes Gähren und Gebären, ein Drängen und Sprengen, ein Schäumen, und Keimen. . . Nordau würde da keine Entartung konstatieren können. Sehen wir zu! .Keine Entartung? Bestimmt? Wie ist denn gleich der .Held beschaffen? Halt! Die Sonde des Gelehrten senkt sich bis auf den Grund hinab und erschauert, als tväre sie ein fühlendes Wesen. Der Held ist im Grunde entartet. Nervös, zerrüttet, schwächlich, egoistisch, reizbar, unklar, treulos, weich und Gott weiß, welche guten Eigenschaften noch der .Held anfzuweisen hat. Tie Entartung könnte darin bestehen, dass Robert im Grunde gut ist und doch nichts Gutes schafft, dass er in feinen Träumen ein Mann, in: Handeln, ein Kind, ün Wollen ein Greis ist, dass er mit Widersprüchen vollgespickt ist imd trotz des allgemein sympathischen Zuges oft recht kläglich anmnthen kann. Wie sind die anderen auftvetendeu Personen? Alle mehr oder weniger nervös. Das soll die Treue der Schilderung sein. _ „Wie das Zeitalter, so das Abbild", posauuten die Kritiker und Verkünder der neuen Richtungen. Vom grauen Grunde hebt sich manche Ausnahme licht'ab. Rolf z. B. ist eine starke Individualität, ein aufrechter Stamm. Zwar wallfahrtet er nach Bayreuth und bildet Robert zu einem Zukunftsniusiker heran, aber er. ist doch noch der normalste in der Gesellschaft. Findet mau nicht in Hauptmanns „Vor Sonnenaufgang-Menagerie" ebenfalls eine Species von der Gattung: Normal? Hirschfeld las aber auch seinen Ibsen und andere Modernen. Daher! die Selbstaufopferung Maries, daher das Hinterhausartige im zweiten Acte. Das arme Mädel opfert sich für | Robert, indem sie aus Liebe von ihm weggeht. Er ninunt l das Opfer an, indem er sie nnr schwach zurückhält. Musste sie ihn aber wirklich verlassen? .Konnte er unbedingt kein Künstler werden, wenn sie, die ihm Liebe und Leben gegeben, bei chm bliebe? Er, der doch schon beim BAreten des Hauses seiner Mutter fühlt, dass etwas .Neues und Freies über sie, seitdem dcr. Vater tobt ist, gekommen sei, dass alles Schöne, was in ihr geknechtet war, aufblühe, und dass eine Kraft sich in ihm selbst löse, eine Kraft, die da ahnt: Schaffen ist Seligkeit! Er lässt seine verständnisinnige, liebevolle, nüt Rath und That stets behilfliche Marie fort, trotzdem er erfährt, dass sie sein Kind unter denn Herzen trage?! Und wagt auch noch zu ihr zu sagen: Sehaffen ist Seligkeit. Alan wird erst M e n s ch dadurch! Mau fühlt, dass einem langsam alles entgegenkommt, was man für unerreichbar hielt. Durch einsame und tiefe unerbittliche Arbeit wird man's erreichen. Was soll das ihr gegenüber bedeuten? Eine bessere Pflege und den richtigeren Umgang i fand er zuhause und durfte auch sie an diesen „Gütern" theilnehmen lassen. Sie will nicht bleiben, trotzdem Hete zu ihr wie eine Schwester ist, trotzdem mau ihr verziehen,. Wo ist der Grund? Ist die Kluft zwischen den zwei geschilderten Welten eine so große? Der Gegensatz fühlt sich heraus, schroff und hart, wiewohl er nur zart vom Dichter angedeutet wird. Es ist der Gegensatz zwischen Christ und Jud, es ist eine unüberbrückbare Kluft, die uns Hirschfeld entgegenstarren lässt, wenn Um: die Blumen der Schilderuug weggeräumt haben. Nirgends findeil Um die Bezeichnung „Jud", uiid Wir haben doch die Empfindung, dass sich uiis die jüdische Seele hier offenbart. Jiide ist der alte Frey, Jiide ist Robert. Der alte mit seinem praktischen Sinn uiid seinem Eigensiim, der au die Zeit der patria Potestas erinnert. Der junge mit seiner inneren Zerspaltung, seiner. Ueberspanntheit, die das Ergebnis der problnuatischen Verhältnisse ist. Ich meine das Ganze, die. Verhältnisse und dann wieder die Leute, die man achten soll, die Respektspersonen Vater und Mutter nämlich. Wehe, wenn inan an diesen zu zweifeln begilint, beginnen muss! Das ist das Traurige, Tragische, dass sich hier am Theuerstcm.was Um* besitzen, etwas abznbröckeln anfängt, wenn sich die Quadern unseres Fundamentes, des violgerühmten jüdischen Familienlebens, zu. lockern scheinen. Ein Riss geht dann durch junge Herzen, lind heiße Seelen . bluten. Es entstehen Werke, wie „Zu Hause", Agnes! Jordan" von Hirschfeld und „Verlöbnis" von, Ephraim ähnlich: schwach, geduldig, ohne selbständigen Willen, nicht j offen, nicht aufrichtig trotz aller Güte, llmö die Kinder? i Voic ihnen gilt Hetes Ausspruch: „Wenn man nicht mehr j weiß, ob mau lieben soll, was man liebt, ob man achten 'darf, was man achtet, bann ist alles leer um einen her lind doch so dumpfig voll. Man will athmen und kann nicht, frei sein will man und wehrt sich gegen die Freiheit." Doch hier heißt's stark sein, oder wenigstens vor sich selbst Respeet haben! Stark und treu, liebevoll, aufrichtig und gut! Nicht reizbar und schwach, wie Robert. Er ist j eben „überfeinert" durch die fremde neue Cultur, die ihn , überrumpelt. Sagt er doch, selber: „Wagner ist ein > Vampyr!" Das Bliit saugt ihm diese fremde ttebercultur, j an die er sich voll rmd ganz hingibt, aus allen Venen und , macht ihn schlaff, halb, unfruchtbar. j Robert ist nicht normal, fühlt viel migelmhnte Weg? j und Jungfräulichkeit in sich, kann aber nicht greifen, rvas! er innig gefühlt. Er hat keine Macht über seinen. Willen. Auch schafft er wie ein etiisamer.Kerl, doch ohne es nieder schreiben zu können, da ihm alles in der Br,ist reifst. Immer und immer empfindet er Angst svide: „Sonne" in den „Gespenstern") uiid steht vor einem Abgrund; das Vertrauen zu sich selber fehlt ihm, ihm fehlt die Liebe, die nicht quält. > Nur geordnete Verhältnisse können ihm .Halt und! Heilung bringen. Geordnete Verhältnisse! Das spürt « seine Geliebte, das arme Ehristeinnädchen, instinktiv und lässt ihn. im mütterlichen Hanse bei guter Pflege und richtigem Umgänge zurück. Er sagt ihr zwar: „Es gibt noch was Höheres als das bisschen Zukunft! Der Lebensinhalt., das, was heilig ist am ganzen« Leben. -- Du musst glück lich werden. Mein Armer!!" Mer der Selftsterhaltnngs «tmeb ist bu mächtig in ihm erwacht, der Erhaltnngsdrang des Künstlers, der etwas Gransameres, .Rücksichtsloseres als sonst welcher Lebens trieft enthält. Er wähnt, er müsste und könnte als Künstler zur Geltung kommen, tvo