Jüdisches Volksblatt
- Journal
- Jüdisches Volksblatt
- Volume
- 4 (1902)
- Issue
- 19 (9.5.1902)
- Date
- 1902-05-09
- Page
- Seite 6 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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de 6 Wien, Freitag oUtvitt zu Meistern oder in Fabriken Zu verschaffen. Wenn dies r in manchen Fällen gelingt, so ist es ja des Bleibens nicht lange ans! bekannten Ursachen, die lvir tvolil nicht erst erwähnen Zn iniissen glauben. Der Bericht schliefst mit dem Appell an die Mitglieder j und Gönner, den Berein in seinen lmmanitären civilisatorischen i Bestrebungen auch in Znknnft iverklbatig und ene^isch ZN unterstiitzcn, dem Vereine in der derZeit antisemitischen Strömung mehr denn je nothwendige Beachtung zu ividme», um durch thatkräftige! Mithilfe ntöglieh zu machen, die Vereinszwecke auch lveiterbin voll I und ganz zu erfüllen. Es darf Ivohl der ebenso znversichtliclien als freudigen Erlvartung Raum gegeben werden, dass dieser lvarnre! Appell nicht ivirknngslos verhallen tverde. Möge der Weckruf bis in die eiuferntesten Gane Oesterreichs dringen. Das goldene 1 jüdische Herz, es lebt noch und Ivird einem Vereine, der sieh die schönen Ziele und hehren Zlvecke gestellt hat, arme elternloseKünder durch Erlernung eines Handwerkes eriverbsfähig zu machen, die Mithilfe nicht versagen. •Jüdisches Volksblatt Beschlllssfassunti übet: die BerweiidmiZ des NeinA' wiimeS. Statutenänderung. Anträge der Mitglieder. 0. Mai 1U02 Nr. 19 Erziihlun „ von Eduard K u l k e. (Fortsetzung.) ... .. "Der Haber thnt ihn stechen," bemerkte Schloime Estroigimha.ndler, „das Heist ich „grosterisch" gesprochen; anders thnt er's nit, eine .Rorcneh will er auch schon haben; reicht's dem Htrnd ein' 0'inger, Null er die ganze Hand." >7? ,r"^1 frtU" iI,m zwanzig Gulden heranszahlen." sagte Reb „Exil", Drama aus dem jüdischen Leben von Heinrich Griinan. E. Piersons Verlag, Dresden und Leipzig. Heinrich Griinan hat in diesem Drama mit scharfem Griffel das Elend unseres Voltes im Nahmen der Borvslawer Affaire, die in Miseren Blättern wiederholt besprochen ivnrde, gezeichnet. 2lufruf de^ Comitccs zur Errichtung eines Bureaus für Statistik des Jüdischen Vvlkcs. jüdische Statistik! Unter den vielen Problemen, die mit dem Aufschwung des modernen jüdischen Volkslebens in die Erscheinung gebeten sind, ist lvohl die Herstellung einer genauen wissenschaftlichen Statistik der gesammtcn Entfaltung des jüdischen Enltnrlebens eines der dringendsteil und lvichtigsten. Zwar verr frr . , - . ' ' - .- ist, anfznhellen, . . »kmnt EerfachenEhower," erwiderte Neb Machel, „ich mein. gen veranlasst,! If l-nc i!!!"1’ Rechnnng. Wen» ein Cholver ein Finger gen reraniai.r, ,,„d eme Moreneh d,e ganze Hand, so ist eine Moreneh grad ein ... Zwar versuchten schon viele das Dunkel, in das diese gehüllt ist aber btefe Theorien, von augenblicklichen Zwecksetzungen veranlasst ivnrden oft dementsprechend ivillkürlich constrniert. Machel. „Warum Händler. grad zivanzig Gulden," fragte der Estroigim- . ii »i«.' um ..vtvun Desto ivichtiger erscheint jetzt die Aiifgabe der Statistik deS! ""d uu'ltlt ein Chower fünf GuldenAvstHkost' jüdischen Volkes m einem Augenblick, da die nationale Bewegung A l«»l»noz!va»zig. Könnt Ihr Euch ansrechnen, Ivic Positives leisten soll und Ivill. Wie soll ihr das aber möglich 'sein, „l,n lücmi Uln" 1,011 funfnndzlvanzig sünfe wegwenn sie das Material, mit deiii sie arbeiten muss, liicht keiiiit. i Wie sollen sociale Mastnahmen getroffen werden, so lange! . Schloime," sagte Galvriele, „hört mich an, für Euch die iivrtschaftliche und enltnrelle Strnctnr der Bevölkerung nicht W° ein gut Geschäft. Wenn Ihr mir versprechen thnt, mir ans festgestellt ist, so lange man nicht lvcist, wie das jüdische Volk j lLanbhüttenfest) ein schön „Hazcngel" -- aber ein echten (g.'Unlv'» niM »iah,-! Monomisch und intellectncll beschaffen ist. Anders sind lvir nicht.'».^orsur' tEvrfuer). znsammenznstellen, so kann ich Euch noch heit-aetren heran-aearveitet das "ocalcolorit acwabrt ob e dass die ' "!• bL’r bnS gewaltige Problem der Judenfrage der Lösung j0111 gcbmi su grvs; lvie^bom „Lilvjosten" (Lelviathan). Tdce und - end^n^bee^ Wndenj ,lnr*cc bringen. Wir dürren nicht experimentieren und womög- M'i die,en Worten machte ^chloimele Fresser grostc Augen, stück im bcckten -huu-K K' t,-] w? Inahr iil en n!en,,^lrü>mn r,ril sehlschlagende Versuche anstelle». Wenn wir am Körper des "I'd lven» er es leinals IN ,einem Leben bedauert hat, kein „Estroieiner Stbkf7i.it-: .MrL rirUm, ein TvJe .««HfcmtHümiW' i wiffensebnftlieh cxait bic j nni'Önn&U-r |lcleocbcn|l lew. s» I» cd in diesem An»e,,blick. betreibt, da kann lvohl niemand mit ihm concnrrieren" oder „durch! O rnrirf r rr! möchte und saate de^lnckl,- etlnav sprechen die Vernrtheilnng dieses einzelnen Juden glauben sie den ganzen 1tlf. s Z^ell einer ludgchen Statistik Wir!l ]|^rt(ü' "il’m vliemt, «chlouneh. es hegt Dir Stamm verurtlicilt .!» Heben its iü eben ber nm i>ie j «E die «Me» -elmmr,.,kecken, d... »...deen.d.. d... ,«»..»>«» ««, d>. ganze Nasse, den sie führen, und ein solcher kann lvohl nicht anders, als mit einem -Lchnldsvrtlch enden." Das ^tück ist auch bühnenkräf tig; aber lvir haben zlvar verjndcte lind jndenreine Theater, jedoch U'"' '«SfSttÄi .Seit" (-tmmnrr, Sich' 'Ikcittn) ist selben l stebeiiee^!» newimie,,. diese k?mder„!sse «Me» in «per «eljem t»* :t1. üefr de» 20. 5n!ii'linm,eä erschienen. And dem Jnbnli i "ben'ckt'den. tckts ckdoch. amiendtIi tn mmntm Sh*, bei ieeftei 1, bei, wir derber ielii Islesedese. - Meiientt,eoeien. Ben f' ."s'fT'i,. ’i 's ’e'i fle-ruirnfou nbl-dreckcm „mse. Sinti S mitSfll. Sie Beriindernni im Cbnrncker der Slrifen.! V™«“; ^n.'uu „T'J mu5 «■) T!1 "r “ Stn‘ rsdiluii.) - Remnbiiiiick im!,i,chrber„bnu. Vm Wildeln, Sni *'! f-n 1 ""pm ««Mtrlm»« Mw pnvnten Anfmiste» berderstCsinnivcll. — Die 'ctrikes in Italien in den Jahreil 1900 und 1901.! l- ArfP ... r;, a -v r . s . .. x .. . . r ., «ton '.«eiinnbro Sdhnoi filiom). - 2eciatoe(iii|die IlmfeDra,. «ton! .. . «f* "mf,|tL“ ->«l.wer»n, «Mt die «dinfnma einer emlieik- Emannel W.nrm. — Splitter. — Literarische Üinndschan: Thissen, Dr., Beiträge zur Geschichte des Handwerks in Prensten. — Aotizen: Zehn Jahre Unfallversichertmg in Oesterreich. Tie „Neue Z,cit" crscbeiilt wöcheiltlich einmal und ist durch alle Blichhandlungen, Postallstalten imb Eolporteure zum Preise von Mark 9.25 vroOnarraf zu beziehen. In der Zeitnngsvreisliste der Postanstaltcn ist die „Nene Zeit" unter Nr. Ö9S9 eingetragcn, jedoch kann dieselbe bei der Post nur pro Otiartal abonniert lrerden. Das einzelne Heft kostet 25 Pfennige. Probennmmern stehen jederzeit zur Verfügung. Tie Socialistischen Nionatsliefte lLldntiitistration Berliit W., Lützoivstrastc 85 A) habeil soeben das Maiheft ihres 8. Jahrganges erscheinen lasscit. Ans dem Inhalt dcsselbeit heben lvir hervor: Jeatt Janrcs: Republik ntld Socialismus. — Adolph von Elm: StaatSpflicht tiild Kainpforganisation. — Paul jlampffmehcr: Historisches und Theoretisches zur socinldemokratischen Revisioilsbewegnng. — Mar Schtppel: Ans dem Ol ach lass voit ONarp und Engels. '•— Eduard Bernstein: Polemisches über Polemik. — Dr. Eduard David: Tie tieuere Entwicklung des Agrarproblelns innerhalb der Socialdcinorkatie. — Gertrud Kühl: Ein Jstich vom Leide. — Heinrich Kaufsmann: Die Grosteinkaufsgesellschaft Deutscher Eonsumvereiue im Jahre 1001. — ^iegmuild Kaff: Ein neuer Versllch zur Rettung des .stleiugeiverbcs in Oesterreich. — Rundschau : Politik; von Richard Eallrer. — Wirtschaft; von Map Schippel. — Socialistische Belvegung; von Tr. L. Gtnnplolvicz. — Gewerkschaftsbewcgung; voll Heinrich Bürger. —■ Genossenschaftsbewegung; von ststertrrid David. — Sociale Eommunalpolitik; von Dr. Hugo Lindcmaun lE. Hugo). — Bücher; Volt Ernst Güstrolv. — Okvtizcn; von Eugen Losiilskn. — Der Preis des Heftes beträgt 50 Pf., pro O.uartal 1.50 ORark. Ztt beziehelt durch alle Bltchhandlungcn, Eolporteure und Postaustalten lPostzeituilgs-Katalog Nr. 7188), ferner direct bei der Erpedition der Socialistischeit ORonatsheftc, Berlin W. 85. Lützolvstraste 85 A. lZuseudungen uitier Kreuzband oder in geschlossenem Eouvert.) Probehefte und Verlags-Kataloge gratis und franco. Das Maiheft der voll Eduard Bernsteiil herausgegebenen „Tocumente des Socialismlls" brntgt als Hauptartikel die wichtigsten Stellen einer Rede, welche der französische Philosoph lind Socialist Pierre Lerour in der Otatioitalversallliillung von 1818 für den Otormalarbeitstag gehalten hat. Die überaus eiitdrucksvolle Rede, die weiligstens den Erfolg hatte, dass die dkationalversanlnllung das Princip der gesetzlicbeit Bcgreilzung des Arbeststnges anfreclit erhielt, ist in doppelter Hiilsicht bemerkenswert. In ihr prägt srch ein geschichtsvhilosovhischer Stalldpunkt atlS, der fast dent gesanlintcil französischelt Socialismlls der Epoche eigen ist und daher genauer geivürdigt zu werden verdient, und sie zeigt in ihrem der wirtschaftlichen Begrüildung des Otormnlarbeitstages gelvidmeten Theil. in welcher 'Fornt und mit ivelchen 0-ntzaulvendnngen der französische Socialisnttis der Epoche das Turgot-Ricardchsche^Lohugcsetz und den ONehrlvcrt erörterte. Sie bietet in dieser Hiilsiebt interessailtc VergleichSvtmkte mit einer baragraphierten ^ocialökouomie atis dem Jahre 1881, welche den ziveiteit Artikel des vorliegenden Heftes bildet und dcil englischen socialistischen Demokraten Williain Earpcilter ztim Verfasser hat, einen zu seniler;*,eit sehr ge^ schätzten und mit Unrecht vergcsseiten Schriftsteller. Auch in ihr wird das Lohngesetz in den iNittelpiilikt der Erörterung gestellt, und zlvar mit einer Schärfe, die auf lange hiuatis nicht übertroffen ivorden ist. Bezcichneild ist atich, wie gaitz anders der Engländer die Landfrage ansieht, als der Franzose. Für den letzteren ist sie 1818 noch das?l lind O des socialistischeit Programms, dent englischen Socialislen erscheint sie schon 180,1 im Lichte einer Uuterabtheiluug, eines Specialfalles desselben.?lls „Urkunde des. Socialisinus" :vird bon Dr. L. Glimplolvicz das at>s dem Jahre 1882 herrührcnde Manifest der polnischeit Socialistischen Partei „Proletariat" vorgesührt, aus dem u. a. zu ersehen ist,jitit tvelchen Anschauungen über die Stellung zu den national-polnischen Parteien die moderne svcialistische Beweglntg in Poleit zuerst auf den Plan getreten ist. _. Die „Bibliographie des Socialisnuis" ist in dieser Oklimnter lvieder sehr reichhaltig; besonders eingehend lvird das Buch von Oda Olberg: Das Weib und der Jntellectualismus besprochen. liehen Statistik des jüdischen Volkes im Auge halten. Vorläufig soll eine Eeutralsanlntelstelle für das statistische Material atis atleit voti Juden beivohtiken Ländern gebildet werden. Bei den geringen Mitteln, die uns zur Verfüguttg steheil, sind lvir doch nicht in der Lage, unser Ziel — die Herstellung einer einheitlichen Statistik — aus einmal zu vertvirklicheu. Dlirch die Eeittralsammelstellc soll vielmehr erst der Grundstein hierzu gelegt ivcrden, lind zwar: 1. Durch Sammlling und Sonderntig des bereits von Negieruugeu und Behörden innerhalb ihrer allgcmeiiteu Statistik tntd von audereil .Eorvoratioueu veröffeutlichteu solvic des noefj nicht hcraiisgegcheiieu ONatcrials. 2. Durch Zusammenstellung desselben in lvisseuschaftkicher Uebersicht und 8. seine Herausgabe in zivaugloser Folge. 4. Durch Veranstakttmg von Euglieteil über sociale und lvirtschaftliche Etilturztistäilde im jüdischen Volke. 5. Bikdliitg eines Foitds für das in Allssicht genommene Statistische Bttreau. Ztir Aussührtiug tutserer Aituchten apvellieren wir an die Obferiv'llligkeit der sich für lntsere^Allfgaoeu Juteressiereudcn. Wir bitten dringend, uns dlirch Rathschläge sowie Beiträge jeder Art zu liuterstützeu. Sobald unser Eomitee eingerichtet ist, Zverden wir Ich Ivollt enuiial Schaul Balbierer heisteu, möcht Ihr Euch auleben, lind la,s Dich uich tstören. Tort ist auch uit schlecht, und lveuil Du „daivke" (dlirchatiS) ein Kopfstück lvillst, kauiist Du ihn bekonimeu, aber nit vom Fisch, sondern daheim von Dein „Mmnen" (Mutter)." .'^'^„Bal-Tkee.h" (Blaser) aber sagte spöttisch: „Jetzt konunt er iint ii Zisch; hätlst Du mir lieber lein so heiste Supp gebracht, da>s ich mir schier die ganze Zung daran verbrennt Hab." „Warum habt Ihr uit besser geblaseit't" autivortete Gawriele auf die,en Borirurf, „Ihr seid ja ein „Bal-Tteeh" (Blaser), battet ,Hhr Euch Eureu „Schoiser" (Posaune) luitgebracht." „Was ist ihm gekegen," sagte Reh Schimschele ONazzesbacher, Kveilu es auf ,hu auiäiu, möcht er bei der Ehasseiteh auch noch schoiser blasen lassen. Galvriele, soll ich sageul Er macht Dir, ivenii Du ivillst, jetzt gleich ein „Rasch-Hascyoüeh" (Neujahr) her." „Os inakes" (»vahrhaftig liicht)," eutgeguete Galvriele, „aber „Pestach" (Ostern), .Reb Schimschele, Pestach möcht ist gleich machen. Und es ist doch eigentlich eine groste „Aivle" (Unrecht), dass man ott, einer „Ehesseueh" leine „Mazzes" bacheu thut. WaS siild die feiusteii „Zlvorechdektlech" lind die besten „Mohnrodeschlech" gegen ein Skückel „MazzeS" 0 Das ist ein Essen, nit lvahr, Neb SchnnscheleO" „Mein Gnste ivär so eine „Ehassene", sagte Sch mul Balbierer, „Ivo ich liip zu eessn krieget, lvie Mazzeh." „Weil Ihr nit wisst, ivas sich passen thnt," belehrte ihn der Stnffer. „Wenn Ihr das wisseil ntöcht, so tllöcht Ihr eirnnal die ganze Khille auf die Ehasseneh verbrennen, dass sie da sitzeil thätetl nlit tatiter roihe und „blobe" (blaue) „Püneiner" (Gesichter). ritz P. 6'ittladunll. st Mitsilieder dtzs (5reditiilstitutes für jüdische Gewei'betreibende und Beamte, reg. Gen. m. b. Häftling, Wien, werden zu der am Sainstag den 2-1. Mai 1002 im Sitzungssaale des Institutes, 2., Leapaldsgasse -10 stattfindenden 1. ordentliche n G e n e r a l v e r s a in m l n n g höflichst eingeladen. T a g e s o v b n u n g: 1. Entgegennahnie des P'echnnngsabschltlsses imd Ertheilung des Absolntoriums an die Direetion und den Aufsichtsrath. 2. (Lrgänzungswahl der Direetion und des Anfsichtsrathes. > die genauen Tireetiven für die Sammlung des eiilschtägigell?Na teriats veröffentlichen, jedoch erbitten lvir schon jetzt ziveckdieillichc Jnforntationeil, lind lvenden lins insbesondere an jene, die innerhalb einer jüdischen Genteinde eilte amtliche Stelltnlg bekleiden.! Die Organisatioil unseres Unternehmens lvird bis anf lvei- | teres folgende sein:! Eilt Eoulitee, das ail allen Plätzen, und sei es auch der kleinste Ort, eorresvondierende Mitglieder gelviniieil lvird, die event. ins Eomitee coopnert werdeil (die Eooptation ivird ztir Ocientst'rnilg öffentlich bckannt gemacht). Die Anmeldnitg voii^eorreshoildtereildeit Mitgliedetm, die unter Zlisendling lillserer Statuten zlrgleich über ihre Thätigkeit Pont Eomitee insormiert werdeil. erfolgt für Oesterreicb-Ungarn nach Wien, für alle übrigen Länder nach Berlin. Die Znschristen könneil in jeder Sprache abgefassl sein. AngesichlZ der emiitenten Wichtigkeit tmseres Unternehmens bitten wir um grösttmögkichste Uilterstütznug. Der Arl>ei ts - Au ssch»ss: Mathias Acber, Wieil. Martin Bnber, Wien. Dr. David Farbstein. Zürich. Bcrthvld Feiwel, Berlin. Alepander Hausmann, Wien. Abrahaill .sntstelianSki, Berlin. Jacob Klohan-Bernstcin, Kiichinclv. Dr. Abraham KorkiS. Lemberg. Dr. Signt. Kornfeld, Egon Lederer, Wien. Leo Mozkiu, Dr. Alfred Nossig, Berlin. L. Felip Piitkns, Bern. Davis Trielsch, Berlin. Dr. Ehaim Weitzmann, Genf. Znscbrifteu stnd zu richten an dir Adresse: A. I. Kost.elionSti, Berlin tllW» Klvvstvckstrnste 34. Für Oesterreich-Ungarit: Egvn Lederer, Wien, 1., Wlw.'liugerstrnste 88. G"ldsenduugeu für den zu tzildeudeu Fonds: Lin die Redaciion der Zeitschrift: „Pcilästinn", Berlin-Hnleilsee, Ringtzahnstras/' 135. Berlin-Wien. 2. Avril 1002. Bierpereentige ungarische Anleilie vvn 1003. 'KchiNS Eonvertiernng von fünf älteren -'l'/hperecutigen nngarischen Llnteihen lnird jetzt die Emission von 1087.17 Mitzionen Kroinnt vierpereentigcr ungarischer Rente vorgenommcn. Der Umtausch der Stilcke iiiidet bis l l>. Mai d. I. in 3t'i«'n bei S. M. voll Otothschild, Per Ereditanstalt, bei; Bodi-ncreditanstalt mid dar Unionbank stakk, ferner iit Budapest, Berlin, Frankfurt a. M., Paris und in zalllreichen österreichischen Provinz- und dl'ngchen 4Uätz"n. D-m ütententitcln lrird gegeiilvärtige und lünsiige Stcuerfreiheit^seitens der nngarisclien lliegiernng zngesichert. Die neue Mtente ist als ganz gteichlvertig mit der bereits eristierendeu bierperceiitigen ungarischen Krouenrente anzuseben, lvetche circa!>7'V> notiert. Sie lnird im Umiansch gegen bie zu eonvertierenden U/rpercentigen Anleihen 0auaerechuet, zu-üglich 4 Percenl Z.insen vom 1. December bis 80. Juni, K. 2.88, zusammen mil K. lch.80>. Von den zu einwerlierenden Obligationen werden i» Zalstnng geuomiue» die UJ.prrceniige ungarische Staatseisenbahn-Anleihe von 188!» iu. tstold solvie die sünsvercentigen Schnldverschreibnngen zur Einlösung der Ungarischen Osibahu von 1870 sür je ll>0 Goldgutdeu Capital mit 1 On'/„. Goldgutdeu zuzüglich Zinsen bis 80. Juni zum Um rechuuugscmirse von 288.io K. für 100 Gulden Gold; ferner die I'/chercentige ungarische Eiseiivahn-Llnteihe von 1888 al pari z,mu Umrecknnmgsconrs bon K. 117.00 für 100 Mark, die I'/.perceutige ungarische Staatseiseuhalut-Auleihe von 188!» u, Silber und die 1 Vnbercentigeu uugarischeu Schantregal-Obligatioiieu. Die Coiibersioiisprämie, die die Besitzer der Obligationen veranlasst, die augeliotene Coiiversiou auzuueluueu und nicht ihre Stücke am Muckte zu verkaufen, liegt unserer Berechnung nach ansschtiestlich darin, dass die neue fitente, die, wie erwähnt, mit der bereits existierenden vierpercentigeil nngarischen Kronenrente gteichlvertig ist, ihnen circa ein Percent unter detn Tagesconrs der letzteren beim Unttansch aiigerechnet lvird. Ferner werden allerdings von ihnen zwei der gekündigten Anleheii zu 100'/, Goldgnlden anstatt zu 100 nlieriiommen, Iveil der Deviseitevurs (Goldninrechiinilgsconrs) etwas höher angenommen ist. sehen die „^refeh" (Brand). „Gassenjnng ivärst Du genug dazu," rief die lange Jiitel voril Weibertisch herüber. „lind ivas ivär noch da uiehr?" sagte Gawriele. ' „Ihr lebt jii noch, so lang als Ihr lebt, braucht inan sich bon keincr „ckstakeh" (Wunde) ztt fürchten. Ihr seid doch der Khilledvcter. Weit» ich traut bin, schick ich mir „as oster" (ivahrhajtig) ltach keilt anbern, als ivie liach Euch. Wenn Ihr ntir in mein Stall hiileingeht lind thnt meiner Kuh mir den Schivanz anrühren, bin ich gleich anf der Stell gesund." So gieng das Wortgefecht itoch lange hin und her. Gawriele und Dieb Mackiel snchicii einanber an lustigen Einfällen ztl überbieteii. Endlich kam die Zeit des DroschcschenlaiisrnfenS. Gawriele stieg ans de» Tisch, die Geschenke mit Zetteln versehen, worauf die Namen der Spender geschrieben luaren, wurden ihm übergeben. Er rief die Lalnieil und die (tzesclienke, that dies aber in sehr hpverhol sicher Weise, indeiil er das Geschenk eines jeden» ehe er es den neugierigen Blicken der AiNveseudeu euthstllke, ins Hliudertuild Tausendfache vergröstertc. So z. B. kündigte er ein Hatis in der Gasse, welches Bäck Lederer schenkte, als ein herrschaftliches Gtit init tausend Joch Acker all und so fort in ähnlicher Weise, so dass die Eoutraste desto stärker hervortraten, je tleiuer in Wirklichkeit die manchmal höchst besclicideuc Spende!var. D-achdem er das Droscheschenk attsgeruseu hakte, machte der Ehaseu die „Mischebereeheu", der llioiv sagte hierauf noch, ivie bei jeder ähnlichen ttzclegeiiheit, ein looht „Wörtet", daun „benschte" man „A'eivorech kelohuu" (mit der für die Z,ahl von zehn Personen mäimlicheu (4eschleck>ies vorgeschriebeueu Formel) und jetzt erst ergoss sich der Strom der allgemeinen Lnsligkeit in voller Breite. Die improvisierten Tisclje wurden schnell hiuiveggeschafft, die Gesellschaft irogte durch alle Stubeu hi» und her, die Musik begamr aufzuspieleu und im Nu lvar der srpeisesaal in einen Tauzsaal veriuandelt. Der eigentliche Ehassene-Llbeud gehört zum grössten Theile lveuigsteus den „Balbatim" (Fautilieuväteru). Der Schalksnarr trat aus und vegauu: Tanzen und springen thnn lvir alle, Mestameach') zu sein Ehosten lvekalle.') Dieser Vers ivnrde in vollsiiminigein Chorus unter Begleitung der Musil lvetche sich der Melodie rasch allgeschlossen hatte, iviederlivlt. Es lvar dies der kräftige Ruudreim, der ltach jeder neue» Strophe im vollen Chore gesungen wurde. Der Schalksnarr sang: Ein Estreg,") ein Gnueio') und eine Kalle, Wie reimt sich das zusanmi, znsamm^ Ein Estreg thnt fein schmecken, Ein ltzaueiv thut sich verstecken Und die Kalle lhiil mau bedecken. ^o reimt sich das zusamut. Tanzen und springen ttjnu ivir alle, Rsi'stameach zu sein Ehosten tue falte. Ein Dvctor nn Wasser und ein Ehosten Wie reimt sich das zusanim, jnfamm2 Ein Doctvr ist lang Jittel, Wasser schöpft man in ein Pitiell) Und dem Ehosteit zieht man all eilt' Kittet So reimt sich das znsamin. Tanzen und springen ihn» lvir alle, Mestaiileach zu sein Ehosten lvekalle. Eilt Patient und ei» Viereck und ein Mechnten") Wir reimt sich das znsamni, ztlsauun? Ein Patient, der Null gesund sein, Ein Viereck kamt nit rund sein Ulid ein Mechliten darf kein Huild seilt. So reimt sich das znsantm.