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Jüdisches Volksblatt · 1902-05-09 · 19 (9.5.1902) · p. Seite 2

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Journal
Jüdisches Volksblatt
Volume
4 (1902)
Issue
19 (9.5.1902)
Date
1902-05-09
Page
Seite 2 (sequence 2)
Language
German
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Seite L Wien, Kreit ne iiv "'kshlall 0. INTai 1 ' Nr. 10 gibt, dass bei* jüdische Volksstamm in Oesterreich geknechtet und verfolgt wird? Antwort hierüber könnten Uni* freilich mir von autoritativer Seite erfahren. Wir haben zu unserem lebhaften Bedauern in der letzten Zeit wiederholt Veranlassung nehmen müssen, uns mit Ihnen, Herr Justizminister, in der Judeufrage zn beschäftigen. Sie stehen in unserem Schuldbuche roth angeschriebeu, da Sie auf alles, lvas Nur in bekannter Dichtung Nutzer Sie vorbrachten, Nieder direct noch mdirect reagierten. Glauben Sie ja nicht, Herr Justizminister, dass Nur uns mit dieser negativen Haltung zufrieden geben werden! Im Gegentheil, wir fordern nach wie vor eine entscheidende Antwort auf alle unsere Gravamina, denn lvir fühlen uns kräftig genug, dieselben von Ihnen etwa zu erzwingen. II. Mährische Streiflichter. Die Verhältnisse in Mähren entwickeln sich in der Weise, wie lvir es längst vorausgesagt haben. Der nationale Nadicalismus dringt in immer weitere Volkskreise (besonders auf deutscher Seite), und mit der Verschärfung der Gegensätze zwischenDeutschen undCzechen parallel macht der Antisemitismus gewaltige Fortschritte. Wie weit derselbe bereits gediehen ist, beweist der Umstand, dass demnächst eine Versammlung des Nordimährerbundes stattfinden wird, in welcher die Entscheidung fallen soll, ob in Zukunft ein Jude als Mitglied dieses Bundes ausgenommen tverdeu kann. Und das geschieht nahezu zn demselben Zeitpunkte, wo man um die jüdischen Stimmen anlässlich der Handelskammerwahlen wirbt, wenige Monate vor den Landtagswahlen. Diese freche Provocation, die einerseits die Inden als „deutsche Wähler" neuerlich anlässlich der Handelskammerwahlen für Olmütz reclamiert und zur „strammen Parteidisciplin" auffordert, andererseits aber ihnen das Verbleiben in einer der bedeutendsten Organisationen, dem Nordmährerbunde, unmöglich macht, ist ein neuerlicher Beweis für die Unhaltbarkeit der von einem bedeutenden Theile der mährischen Juden bisher noch immer verfochtenen Politik. Zu welcher bodenlosen Frechheit die scheinliberale Clique sich bereits gegen die mährischen Juden versteigt, beweist ein Artikel des deutsch-nationalliberalen „Mährischen Tagblatt", dessen Inspirator aller Wahrscheinlichkeit nach der Wortführer der Prossnitzer Assimilanten, Dr. Bri'ill, sein dürfte. Das erwähnte in Olmütz erscheinende Blatt brachte in seiner Nummer vom 3. Mai unter dein Titel „Allgemeines und Besonderes" einen Artikel, der sich mit den Handelskammerwahlen im Allgemeinen und dem verdienstvollen Obmanne des „Jüdischen Volksvereines" in Prossnitz, Herrn Sigmund Reiner im Besonderen in einer unqualificierbaren Weise beschäftigt, ganz in der Tonart der antisemitischen Presse. Herr Reiner hatte sich nämlich dem Drängen seiner engeren Parteifreunde und dem Anrathen auch zahlreicher unabhängiger Bürger folgend, zur selbstständigen Candidatur für die Handelskammer entschlossen, war jedoch vorwiegend aus privaten Gründen, am 3. Mai zurückgetreten. An demselben Tage erschien der erwähnte Schmähartikel, welcher Herrn Reiner die Berechtigung zu candidieren abzusprechen versucht und seine kaufmännische Ehre angreift. lich beachtet. Als aber noch zwei Jahre vergangen waren, und ^chlema, Jtzigs jüngerer Bruder, sich neben den Vater gesetzt hatte und die Reihenfolge somit übersprungen worden war^ hatte Jtzig noch immer kein Verständnis für das Geschäft seines Vaters und für seinen eigenen Nutzen. Seine Lieblingsbeschäftigung war, in die große schlittenähnliche Wanne zu kriechen und dort mit ansgestreckten Füßen, den Rücken an die Wand gelehnt, zu sitzen. Er brachte dort mit Gedanken, die niemand kannte, beschäftigt feine ganze Zeit zu und kroch aus seinein Versteck nur dann hervor, wenn er zum Essen gerufen wurde; manchmal wurde er ganz übersehen, und dann schlief er ruhig bis zum nächsten Morgen in seiner Einsiedler-Wohnung. Trotz allem Grübeln und Nachdenken aber hatte Jtzig noch immer kein Verständnis für seinen eigenen Nutzen. Eines Tages aber ereignete sich etwas, das Jossel und allen den eigenen Nutzen wohlbegreifenden Schwulen viel Freude machte und gleichzeitig eine tiefe Wirkung auf das fernere Schicksal von Jtzig Hervorruf. Ein dicker Herr trat in die Werkitätte und kaufte die schlittenähnliche Badewanne um zwölf Rubel, und es ist leicht begreiflich, dass Jossel an diesem Tage in der rosigsten Laune war, scherzte und lachte, denn, aufrichtig gesagt, hatte er läng't jede Hoffnung verloren, sich dieses Ungethüms zu entledige», und keiner wunderte sich so sehr über den Käufer, als Jossel selbst. „Hm!" sagte Jossel schelmisch lächelnd, „wohin wird sich jetzt unser Jtzig verstecken?" Alle lachten außer Jtzig. Jossel hatte gut lachen! Jtzig aber schien es, dass ihm mit der Wanne alles geraubt wurde, was er befaß. Auf dem Boden dieser Wanne hatte er seine ganze Kindheit verlebt. .Niemals hatte er dort Langeweile empfunden. Wenn er in der Wanne sitzend das Klopfen derHäimner und denLärm seiner Geschwister hörte, dann schien es ihm, als schwimme er im tiefen Kähne auf dem Meere. Er hörte das Rauschen der Wogen, welche ihn in die Höhe warfen, er sah in der Feme grüne Ufer*, hohe Berge und klare Bäche; Schmetterlinge flogen von Blume zu Blume, und die Vögel sangen .... Er wusste l Das Organ des capitalistischen Protzenthums, das niemals ein Herz fiir jene kleinen Juden zeigte, die unter der wirtschaftlichen Noth, dem wirtschaftlicher Boycott von czcchischer und auch von deutscher Seite leiden (besonders seit dem Bestände des „Deutschen Volksrathes", in welchem alle deutschen Parteien beisammen sitzen, die Alldeutschen aber die tonangebenden sind), dasselbe Organ ruft Herrn Reiner pathetisch zu: „Also nicht deutsch, 1 nicht czechisch, wer ihm die Stimmen gibt, der ist sein! Wähler, der hat ihn, den will er vertreten uslv." j Wahrlich, das „Mährische Tagblatt" und seine Hintermänner sind die letzten, welche das Recht besitzen, den mährischen Juden zu octroyicren, welche Candidatcu sie für die einzelnen Vertretungskörper aufstellen sollen, und sich zu Richtern aufspielen über die Qualification und die Integrität von Männern, wie es Herr Reiner ist. Der- ( selbe ist seit 30 Jahren Handelstreibender in Prossnitz — ' heute der größte — seit 25 Jahren Angehöriger des Vor j standes der Cultusgemeinde, seit 16 Jahren im Vorstande; der Siechenhausstiftung, seit 6 Jahren in der Personal-Ein-! kommensteuer- und Erwerbssteuer-Commission; ferner ist; Herr Reiner Obmann des Jüdischen Volksvereines und Obmann des Vereines reisender Kaufleule. Dies nur als Antwort den edlen Herren des „Mährischen Tagblattes" auf die Frage, „was Herr Reiner" ist. Ein Mann, der in allen seinen bisherigen Functionen sich bewährt hat, dem kann wohl nicht das Recht und die Befähigung abgesprochen werden, sich um ein Handelskammermandat zu bewerben, lieber seine kaufmännische Ehre zu urtheilen, sind jedenfalls jene Prossnitzer Kaufleute competentcr, welche Herrn Reiner zur Ehrenstelle eines Handelskammerrath es berufen wollten, als die anmaßenden Herren des „Mährischen Tagblatt" oder die Inspiratoren des Artikels. Der unerhörte Angriff des erwähnten Blattes auf Herrn Reiner ist umso perfider und verdient umso schärfere Brandmarkung, als Herr Reiner nicht auf eigene Faust candidierte, sondern von dem Ortswahlcomitee einstimmig als Candidat nominiert wurde. Zur U eberrasch ring und Entrüstung der Prossnitzer Judenschaft wurde aber die Candidatur Herrn Reiners ebensowenig als die mit großem Beifall aufgenommene Candidatur des Herrn Siegmund Back von den maßgebenden Olmützer „Größen" acceptiert, vielmehr die derzeitige officielle Candidatur des „echten Deutschen" Robert Pollak der jüdischen Wählerschaft octroyiert. Dieses Vorgehen zeigt deutlich, dass ein Compromiss mit den derzeitigen Machthabern unmöglich ist und der Jüdische Volksverein recht hatte, Herrn Reiner selbständig als Candidatcn anfzustellen. Wenn auch diesmal Herr Reiner von seiner Candidatur zurückgetreten ist, so> mögen sich gewisse Herren in Olmütz und Prossnitz ja nicht einbildcn, daraus für die Zukunft auf die Haltung der national fühlenden Juden irgendwelchen Schluss ziehen zu dürfen. Zum Zwecke „der Herstellung der Einigkeit der deutschen Wählerschaft" sind die Juden Mährens keineswegs mehr bereit, ihre Lebensinteressen zu opfern den uüt antisemitischen Deutschnationalen verkuppelten Scheinliberalen. Solche Artikel, wie sie das „Mährische „Tagblatt" brachte, können uns in keiner Richtung imponieren, sie können nur das eine erreichen, dass man solche Schandblätter aus den Häusern alter sich selbst achtenden Juden hinauswirft und den Parteigenossen. des „Mährischen Tagblatt" bei den kommenden zukünftigen Wählen von nicht recht, wer ihm von solchen Wundern erzählt, vielleicht war es der alte Onkel Chaim gewesen, der manchmal auf ein Stündchen kam und mit ihm schäkerte. Jawohl, Onkel Chaim, der alte Synagogendiener, hatte alle diese schönen Sachen erdichtet und dadurch die Phantasie des Knaben erweckt .... Während also alle lachten, ließ Jtzig traurig und nachdenklich den Kopf hängen. Jetzt, da die Wanne nicht mehr da war, konnte er sich nirgends verstecken, und Jossel wurde bei seinein Anblicke beständig daran erinnert, dass Jtzig noch immer seinen eigenen Nutzen nicht begriff. Das beunruhigte ihn schließlich. „Höre mal, Jtzig, bist Du dumm?" fragte ihn Jossel. Jtzig schüttelte verneinend den Kopf. „Du meinst also, dass Du nicht dumm bist," fuhr Jossel fort, „was soll aber aus Dir werde»'? Jetzt hast Du Vater und Mutter, die Dich ernähren, lvas wirst DU aber thun, wenn sie gestorben sein tverdeu? Du kannst nicht arbeiten, und wer nicht arbeitet, kann auch nicht essen. Weißt Du denn das nicht, Jtzig?" Jtzig aber lächelte bloß. Vielleicht sah er in seiner Phantasie Menschen, die, trotzdem sie nicht arbeiteten, zu essen hatten. Weiß Gott, warmn Jtzig lächelte, die Unterredung aber führte zu nichts. Jossel war um Jtzigs Zukunft sehr besorgt und so beschloss er, energische Maßregeln zu treffen. „Komm, Jtzig, setz' Dich her und arbeite!" sagte er einmal streng. Jtzig gehorchte ohne Widerrede. Einige Monate saß er neben seinem Vater und wurde von ihm und seinen Brüdern unterrichtet. Trotz aller Bemühungen aber machte Jtzig gar keine Fortschritte, er hörte zu und dachte au anderes. Eigentlich dachte er au gar nichts und hatte nur die Empfindung, dass das Gewerbe seines Vaters rmd seiner Brüder ihn> gar nichts angehe, und dass er eine andere Beschäftigung brauche. „Nein," sagte endlich Jossel, „aus diesem Jtzig wird niemals etwas werden. Was soll ich mit Dir aufangeu, Jtzig?" den jüdischen Wählern die Thüre gewiesen wird. Die mährischen Juden brauchen reine Männer, freilich nicht solche, welche als rein der Tagblatt-Clique gelten und sie den Alldeutschen auslieferu. Die Juden Mährens und ganz Oesterreichs haben es satt, als Kanonenfutter für chauvinistische Cliquen zu dienen, die selbst in den Handcls- und Gelverbekämmern, statt die gemeinsamen wirtschaftlichen Interessen der producierendeu Stände zu fördern, die Nationalitäten- und Rassenhetze hineintragen wollen. Das „heiße nationale Ringen", das auf unserem Rücken stattfindet, verurtheilen wir Juden in schärfster Tonart, eine solche „deutsche" oder solche „czechischc" Politik, die nicht auf Frieden und Gleichberechtigung zwischen Deutschen, Czecheu und Juden hinzielt, hat von Seiten der selbstbewussten Juden auf keine Unterstützung zu rechnen. Mit jenem nationalen Renegatenthum aber, das die national-socialen Lebeusinteresscn des jüdischen Volkes seinen Gegnern preisgibt, sich zu Mitschuldigen an dem das gesummte Reich und alle seine Völker schädigenden Nationalitätenhader macht, werden in absehbarer Zeit die volksbewussten Juden aufräumen. Die Juden Oesterreichs und speciell die Mährens Dürfen keineswegs mehr die Gewaltherrschaft einer Nation über die andere stützen und bei der Spaltung der Deutschen und Czechen untereinander, in sich gegenseitig befehdende Fractionen, wovon jede der anderen „Verrath am Deutschthum" oder „Berrath am Czechenthmu" vorwirft, sich in deren Kämpfe einmischen. Bei allen Wahlen können die Juden in erster Linie nur solche Volksgenossen fördern, die ihre nationalen und socialen Forderungen vertreten, in zweiter Linie aber bloß Männer anderer.Nationen, welche Bürgschaft dafür bieten, dass sie das gleiche nationale und sociale Recht der Juden init den beiden anderen Mähren bewohnenden Volksstämmen, den culturelleui und wirtschaftlichen Fortschritt höher stellen, als die Sonderinteressen der einen oder anderen Fraction. Nur wenn die Juden Mährens und Gesammt-Oefterveichs unserer Fahne folgen und die hier verfochtene jüdische Volkspolitik zu ihrer machen, ist eine Verbesserung ihrer Lage und eine Gesundung der gesamrntstaatlichen! Verhältnisse möglich. Das galyifch-böhmische Spiritus- Kartell. Lemberg, Ende April. Die nothleidende jüdische Bevölkerung Galiziens, die vermöge verschiedentlichen langjährigen Druckes mit den Nahrungssorgen ohnehin stets bitter zu kämpfen hat, steht gegenwärtig neuerdings vor einer ökonomischen Calamität, die geeignet ist, eine durchgreifende Jntercssenverschiebung auf Kosten der jüdischen Handelskreise im allgemeinen herveizusühren und im besonderen die Existenzen vieler tausender minderbemittelter jüdischer Gewerbetreibeirder geradezu direct zu vernichten. Zwei hiesige Advocaten haben hier nämlich eine auf umfangreicher Basis angelegte Action eingeleitet, behufs Gründung eines sog. Spirituskartells, das zum Zweck hätte, die galizischen Spiritusbrenner mit den ungarisch-böhmischen Spiritusraffineuren zu vereinigen bezw. beide Gruppen, nämlich Erzeuger und Fabrikanten, unter eine Haube zu bringen. Die speculativen Advocaten, die bereits einen ansehnlichen Kreis maßgebender adeliger Spiritusbrenner für ihr Projekt gewonnen haben, streben den Anschluss von ca. 600 Brennern mit einem Minimalguantum von jährlich 400 000 Hektolitern Rohspiritus an, deren Beitritt zum geplanten Kartell sie sich durch Eautionen vergewissern wollen, um hierauf mit den für das llebereinkommen nicht begeisterten böhmisch-ungarischen Raffineuren behufs llebernnhme des erivähnten Sviritusguantums in feste Hände und zum Abschlüsse eines sechsjährigen Vertrages zu schreiten. Jtzig konnte diese Frage nicht beantworten, wusste er doch selbst nicht, was mit ihm. anzufangen sei. Man ließ ihn nun mili den „Kupfer- und Blecharbeiten" in Ruhe, und alte Verwandten, insbesondere Jossel, begannen mm nachzudenken, was mit Jtzig anzufangen sei. Die diversen. Onkel und Tanten, die, um Jossel nicht zn kränken, sich dcn Anschein gaben, als interessiere sie Jtzig, waren für sich längst der Meinung, dass der Knabe ganz bmmu sei, doch keiner wollte es Jossel sagen. Sie konnten auch gar nicht begreifen, dass ein» so gescheiter Mann lind tüchtiger Handwerker wie Jossel einen dnnnnen Sohn haben könne. Alich hatte es niemals im ganzen Geschlechte der Schimule einen Dmnmkopf oder Tangenichts gegeben, alle waren gute Knpferschmiede, Bleche arbeiter und „Zinkfabrikanten" gewesen. Selbst Jossel kam öfters der Gedanke, dass Jtzig dumm sei. Dann betrachtete er alifmerksam das bleiche Gesicht des -Knaben mit den. dunklen glänzendeil Augen, die stets träumerisch oder! nachdenklich in die Ferne blickten. Dann sagte er sich, dass Jtzig gewiss nicht dumm sei. Und trotzdem lvnsste er sich keinen Rath mit dem Knaben. Manchmal fragte er ihn: „Sag' mir doch eiirmal, Jtziq, was möchtest Dli lernen, lvas möchtest Du werden?" Jtzig blickte träumerisch durchs Fenster lind schwieg, ivnsste er doch selbst nicht, was er lverden wollte. Wie hatte der kleine Jtzig es auch wissen sollen, da es ihm gänzlich unbekannt war, dass es ans der Welt noch anderes gebe als Knpserschniiede, Blecharbeiter, Synagogendiener nnd etwa noch die Wunder, von denen der alte Chaim erzählte. „Möchtest Du vielleicht Kaufmann lverden? Was?" fragte Jossel. „Ich lveiß nicht," antwortete Jtzig. „Hm .... Es ist wohl gut, Kaufmann zu sein,, doch braucht mau dazu viel Geld .... Die Schmule aber haben niemals Geld gehabt. Oder möchtest Du Vielleicht Minister werden, lvas? He, he, ich sehe, Du lveißt gar nicht, lvas ein Minister ist! Ein Minister, das ist die wich

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