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Jüdisches Volksblatt · 1902-04-18 · 16 (18.4.1902) · p. Seite 3

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Journal
Jüdisches Volksblatt
Volume
4 (1902)
Issue
16 (18.4.1902)
Date
1902-04-18
Page
Seite 3 (sequence 3)
Language
German
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Nr. 16 Wien, Freitag Jüdisches Volksblatt 18. April 1902 Seite 3 Volksblatt" in eonfessionellen Angelegenheiten einnimmt, haben wir den Glanbenseifer des niederösterroichischen Statthalters nicht \mt vollständig gebilligt, sondern auch mit unserem Lobe für den Grafen Kielinansegg nicht hinter dem Berge gehalten. Gleicherzeit haben wir dem Grafen Kielinansegg wärinstens ans Herz gelegt, and) gegenüber den Juden in Men eine gleich warme Fürsorge walten zu lassen, die derselben bisher schmerzlich entrathen mussten. Wir haben darauf hingelviesen, dass es den über 160 000 Seelen zählenden jüdischen Einwohnern Wiens ebenfalls an Gotteshäusern mangelt, nur mit dem gewiss tief in die Wagschale fallenden Unterschiede, dass die katholischen Kirchen aus den Mitteln der Commune Wien erbaut lverden sollen, während die Juden ihre Synagogen aus eigener Tasche errichten wollen. Trotzdem nun die Juden für die Grüuduug neuer Gotteshäuser eommunale Mittel nicht in Anspruch zu nehmen beabsichtigen, vielmehr die verhältnismäßig enormen Kosten aus Eigenein zur Verfügung stellen, werden ihnen in jedweder Weise tendenziöse, im Antisemitismus begründete Schwierigkeiten bereitet, die trotz aller Anstrengungen zu überlvinden bisher noch nickst gelungen ist. Als Exempel haben wir angeführt, dass die Absicht besteht, im 8. Bezirke einen Tempel zu errichten. Schon vor einem Lustrum wurde in der Neudeggergasse ein entsprechender Bauplatz angckauft, die von Meisterhand entworfenen Pläne der Bailbehörde überreicht, ohne irgendwelche Erfolge zu erzielen. Es darf dies freilich nicht lvundernehmen, denn, die erwähiite Bailbehörde ist die unter dern zlvcifelhaften Regime Dr. Luegers steheiide (ionunnne Wien. Es ist eine förmliche Leidensgeschichte, welche der projcetierte Tempelbau im 8. Bezirke durchgemacht hat. Während die Gemeiilde Wien als Bailbehörde 1. Jnstaiiz hartnäckig bei ihrer Negation verharrt, haben sich die oberen Behördeii bis in die letzte Instanz im günstigen Sinne für die Bewilligung des Tempelbaues entschieden. »Nicht weniger als zweimal hat die strittige Bauangelegenheit den Berlvaltungsgerichtshof passiert, und noch immer verficht die couinumale Bailbehörde mit einer, einer besseren Sache würdigen Zähigkeit beni Standpunkt, dass den Jirden der Bau eines Tempels in der Josefstadt nicht bewilligt iverden dürfe. Derzeit hat sich dieser Gericht Hof wieder mit der Angelegenheit zu befassen, daher wir es als unsere Pflicht erachten, auf die Angelegenheit wieder zurückzukommen imd das Augenmerk der maßgebenden Factoren auf die Gewaltthätigkeit und Briitalität der Wiener conrnmnalen Baubehörde zu lenken. Nachdem sich die Wiener Baudeputation als zlveite und das Ministerium des Innern als oberste Jnstaiiz in Bnuangelegenheiten, schließlich auch der Verwaltungsgerichtshof für die anstandslose Bewilligung des crlvähuten Tempelbaues ausgesprochen haben, so ist es , ein bei den Haaren herbeigezogener Ereess, wenn die Wiener; Conulne als Baubehörde erster Instanz nach wie vor in ihrer Opposition gegen den Bail eines Tempels beharrt,! und cs ist ein noch größerer Skandal, wenn die in Betracht kmustnende landesfürstliche Behörde diese Opposition lisch weiter duldet. Der an abderitische Zustände mahnende Conflict zwischen^ dein Tempelbauverein in der Josefstadt, der Wiener Statthaltevei, dem Ministerium des Jnnerii und deni VeiMaltilngsgerichtshofc einerseits und der eommitimfen Baubehörde Wiens, dereil oberster Chef Bürgernreister Dr. Lueger ist, andererseits ist wohl ein Fingerzeig, dass wir unerbittlich zii aiiarchischen Zuständen gelangen, weim inan nicht Wohl oder übel stantepede mit dem Antisemitismus tabula rasa machen wird. Alleii außerhalb des Wiener Weichbildes Wohnenden dürfte es freilich gaiiz unglaublich erscheineli, dass sich ein einfacher, ganz und gar nicht eomplieierter Streit in einer Vauangelegenheit durch 6 Jahre lstuzuziehen veriliag und wieder ab ovo angefangen lverdcn niuss. Wo ist da der einerseits vielgerühinte, andererfeits der iloch mehr angefeindete Einfluss der Juden, nmnentlich des Wiener Cultusvorstandes. Es muss denn doch etlvas faiil fein im Staate Dänemark, wenn derartige Erccsse in der Haupt- und Nesidenzstadt Wien, die auf das Epitheton einer Weltstadt Anspruch macht, die 160 000 jüdische Einwohner zählt und die der Sitz aller Centralbehörden ist, sich zii ereigneii vermögen. Wir wollen unserem Unmuth und Schmerz Einhalt gebieten, um an gelvissen Stelleii, wo nian so empfindlich thut — ob mit Recht, das zu untersucheli, wollen wir heilte unterlassen —, dass der wackeren Judenschaft des achten Bezirkes die unter Bringung namhafter iütellectueller nnb materieller Opfer einen entsprechenden Bausands gesainuielt hat, der Bau eines Teiiipels aus nichtigen Vorwänden unmöglich gemacht wird. Sapienti sat. Wir ziveifeln nicht, dass unser avis anr lecteiirs an betreffender Stelle volles Verständnis finden imd dass man darnach handeln wird. Stipendien ohne Was lvir schon vor langer Zeit imd lviederholt vorhergesagt, es trifft nun ein. Die Früchte der nahezu zwei Jahrzehnte aichaltenden Jiidenhetze beginnen üppig in. die Halme zu schießen. Ter Antisemitismus erweist sich nicht nur dadurch als eine Landplage, dass lvir Juden ii eil erlich zu Parias der Gesellschaft geworden siiid, er gestaltet sich auch zii einer Calamität, indem er sich zii einer Brotfrage für die Jildenschaft herausgebildet hat. Das „Jüdische Bolksblatt" kann für sich das Zeugnis beanspruchen, dass es sich in jeder Nummer als Echo der Nothschreie aus der jüdischen Bevölkerung qnalUftcürt und diesermaßen die .Kreise und Factoren, die zur Wahrung der Interessen des Judenthums berufen sind, auf die großen Gefahren aufinerksam macht, die unserem Volksstarnme ails der gegenwärtigen, den Inden feindlichen Strömung erwachsen. Wenn wir hiebei bisher einen Erfolg noch nicht zu erzielen vermochten, so ist es wahrlich nicht unsere Schuld. Wir gestehell es ja gerne ein, dass es uns bisher nicht gelungen ist, den lethargischen Zustand, der sich bei den Juden so tief eingefresseil hat, ganz zu beseitigeil. Rwli ist nicht an einem Tage erstanden und ein lnächtiger Bannlstailun kann mit einem Axthieb nicht gefällt werdeil. Es wird iloch langwährender Arbeit bedürfen, um die schwächlichen Gemüther unseres Volksstammes aufzurütteln, die Juden; zum Bewusstsein zu wecken und sie zur Mitarbeiteifchaft; au dem großen Werke zu captivieren, das aufzubauen lvir uns zum höheren Ziele gesteckt haben, nämlich die ^Organisation des Judenthums auf national-jüdischer Grundlage. Dass eine derartige Organisation als ein Gebot der j Nothwendigkeit erscheint, lehren uns die Vorkommnisse Gravitätsgesetzes: sie sind alle einfache Aeußerungen der .Naitür deir ungezählten Geheimnissen der menschlichen Seele gegenüber. Nie habe ich die Seele des Menschen einer so eingehenden Prüfung iniiterzogen, als im Verlaufe des großen. Processes, und nie hatte ich Gelegenheit, so viel an Schätzen der Erfahrung zu sammeln, als Hier. Aber nicht nur die Seele des einzelnen Menschen stand da vor mir, sondern auch diejenige der zu einer einzigen Leidenschaft vereinigten Masse. Der ttnterschied zlvischen beiden ist du großer. Die Seele der Masse lvird im gewöhnlichen Leben „das Gemeingefühl oder die öffentliche Meinung" genannt, aber lvas ist die öffentliche Meinung in Wahrheit? Me entsteht die öffentliche Meinung? Diese Frage ist sehr wichtig, hauptsächlich, lveun es sich um eine Ritualmordklage handelt. In ruhigen Zeitläuften kann man mit jedem Atenschen über die Ritualmordfrage sprechen. Jedermann lvird den Glauben an einen solchen von sich lveisen, nnb findet sich dennoch einer, der ihn nicht zurückweist, so ist es sicherlich einer, auf dessen Meinung auch sonst niemand etwas gibt. Aber in aufgeregten Zeiteil functiouiert das Hirn> ganz anders. Zehn Leute rotten sich zusammen. Alte diese zehn: Alenschon sind einzeln ruhig denkende, bedachte Männer, die gewohnt sind, die Sachen auf ihren lvahren Grund zil Prüfen. Aber in. dem Augenblicke, lvo sie beisammen sind, bemächtigt sich ihrer irgend ein Gedanke, der niemals der ihrige tvar, der sich aber auch km Gehirn ihrer Genossen mittheilt, bis endlich die ganze Masse eines Sinnes ist, auf eine und dieselbe Anschauung schvört und sein Gemüth einer und derselben. Leidenschaft überlässt. Bald vollzieht sich diese Mittheilung eines Gedankens mir sehr langsam, bald aber schnell wie dev Blitz. Die langsame Wänden mg oder das blitzschnelle Durchzuckeir spielen sich sozusagen vor unseren Angen ab, imd der ans diese Weise entstehende Jdmigang oder" die so hervorgernfeire Leidenschaft nennt nmn die öffentlnhe Meimmg. Aber lvie lvird der Gedanke so pfeilschirell von, einem Hirn auf das aildew übertmgen? Welches Nakn'vgesetz wirkt hierbei mit? Ist dieser Process das Symptom der Gesundheit oder der Krankhaftigkeit? Es gibt Fälle, wo die öffeuTiche Meinung und die Keiderrschaft der Massen der Wahrheit mMtrebeir und lviederrnn solche, lvo dies nicht der Fall ist. Mer ihre Gewalt ist nicht größer, wemr sie die Wahrheit sucht, als lvenn sie nngevecht ist. Im Gagentheile, sic ist migestümer, wenn sie nicht im Rechte ist, demr iir diesem Falle bemüht sich aiui) die rohe Gewalt ihres Masseirbelvusstseins, zur Geltlmg zu gelailgen. Der Terrorismus und die Herrsdisnd)t der Majorität ist rmversöhnlicherer Natur, als die der Minorität oder des Einzelindividnums. Gegen die Gelvalt der öffentlichen Meinung oder der allgemeinen LAdenschast sind auch die Richter nicht genügend gefeit." Interessant ist auch die Stelle, lvo E ö t v ö s von seiner Ailfgabe und ihren Schwierigkeiten spricht. „Die Unschlüssigkeit lräre in diesem^ Falle ein. Eharaklerfehler gewesen. Habe ick) den Verfolgten für nnschnsdig gebalten, so tven seine Bertheidigling die Pflicht aller Pflichten. Aber lvenn ich ihn auch iricht für unschuldig gehalten hätte, so müsste ick) darauf achten, dass nur d e r R i ch t e r d a s Ur t h e i l fälle, n u r da s s i ch s ei ne r be - ur ä ch t i g e u u d n i dz t d i e Ac a s s e, n i ch t die' leidmschjaftlüche öfftnÄiche Acei.nung. Und ich imstste and) bedacht sein, dass das Urtheil n. n. r d e n S ch n l d i g e n und nicht auch diejenigen treffe, lvelch? im S t a m. m e s - b e lv u s s t s e i ii it n d i n d e i* H e il i g k e i t d e r R e l i g i o u i h m. v e r. lv a u d t s i n d." Zum Schlüsse fei uoch eines Citates D e a k S erlvähui, tvelches sich im Vorwolite E ö t v ö s' befiudet uud auch heute uoch vou seiuer Wahrheit! nnb Aetualität nichts eingebüßt hat. „Religionskrieg! Ein unzeitgemäß klingendes Wort in nnserem Zeitalter. Ich habe seine Definitioiil von Franz Denk gehöA. Am 28. Juni des Jahres 1878 sagte er im ungarischen Geschgebmigskörper folgende Worte: „Nicht nur mit Waffen können die Religionskriege gesiihrt lverden sehr verderblich) sind auch jene, lvelche mit der Feder und in den Berxlthlmgssälen ansgesochtbn lverden. E i n dt e - ligio it) s k a m P f, der o h n c { e b e n (ü l a u b e n u n d religiös e n E i f e r a u s P ri v a t i n t e r - esse oder zu p o l i t i s ch e n Z lv e ck e n g e f ü h r t lv i r d , ist noch) g e f ä h x l i d) e r nnb o b c n - b r e i ii verabs ch e n u n g s w ü r d i g." Wann lvew den das die österreichischen Ritnalnrordfobriko \ikli bereifen fernen? Jak o b K r a u ß. eines jeden Tages. Es kann niä)t oft genug darauf hinget viesen lverden - auch auf die Gefahr hin, geziehen zu lverden, dass wir Allbekanntes lvieder auflvännen — dass wir Inden in Oesterreich) einer gefahrdrohenden Zuknnst entgegengehen, lvenn lvir das uns zngefügte sd)lvere Unheil nid)t mit aller Machst und Entschiedenheit und in aller Bälde abzulvenden bemüht sein werden. Ter Judenhass greift in alle Sphären ein, bedrängt uns ans allenSeiiett; er nimmt uns die Möglichkeit, das tägliche Brot zu erlangen und die gcsellschaftllche Position zu behaupten, die lvir kraft des Jntelleetes unseres Volksstammes einzunehmen berechtigt wären. Ans dem Gebiete des Handels, lvo wir uns sogar in vorniärzlicher Zeit noch vollauf und llnbeschrüllkt zu bethätigen vermochten, lvird uns das Terrain im Gesetzgebungswege solvohl, als auch durch chieauöse Verationen eingeschränkt. Der Weg zu öffentlichen Stellungen und Aemtern ist uns versperrt. Von schwächlichen Seelen, die leider noch immer stark vertreten sind und bei uns zulande eine große RBlle spielen, lvird uns gelviss der Vorlvurf bereitet lverden, dass lvir zu stark austragen und mit dem Pinsel des Höllenbreughel malen. Allein jeder Tag liefert zahllose Belveise dafür, dass der gefahrdrohende Zustand noch lveit intensiver und extensiver sich herausivächst, als ihn die Feder zu schildern vermöchte. Tausende lvirtschaftliche Existenzen lverden vernichtet, tveil sie sich durch Handel und Gewerbe das tägliche Brot nicht zu erwerben vermögen. Wir verlieren die Blüte und die Intelligenz unserer Jugend, weil sie ent auf Umwegen über das Taufbecken zu einer Stellung gelangen können. Wie lveit biefe einem eivilisierten Staate unwürdigen Zustände gediehen sind, davon gibt.Nachstehendes ein kleines Beispiel: Der M ä h r i s ch - j ü d i s ch e L a n d e s m a f s af o n d s in Brünn, dessen hervorragendes Wirken auf humanitärem Gebiete allgemein bekannt und gewürdigt ist, gibt in seinem jüngst erschieilenen Jahresberichte die ebenso symptomatische als charakterisUsche Thatsache, dass die von demselbeil c r e i e r t e n, t i p e n b i c n nicht beansprucht lvorden sind, lveil für diese Stipendien keine Bewerber vorhanden lvaren. Als Blotiv für diese ganz unglaubliche Erschelnung lvird angeführt, dass schon seit Jahren die Lehrerbildungsanstalt von südischen Zöglingen wegen der geringen Aussicht, an öffentlichen Schulen angestellt zu lverden, gemieden lvird. Wir hätten es demnach so lveit gebracht, dass die Inden es nicht einmal zu der karg dotierten, mühe vollen Stellung eines Volksschnllehrers bringen können. Nicht einmal in Mähren, bekanntlich dem Kronlande, das noch immer einen Hort dev Deutschen Fortschrittspartei bildet, dessen Landesausschuss< sich in fortschrittlichen Händen befindet und dessen Hauptstadt Brünn von einer Gemeindevertretlmg verwaltet wird, die als der Ur'typns des Liberalisinus hingestellt lvird. Zn dieser Asfaire, die ja nickst episodenhaft ist, sondern sich als eine Consequenz des psendoliberalen Systems wiederspiegelt, einen Commentar zu geben, finden wir deshakli für überflüssig, lveil derselbe in jeder Spalte unseres Blattes zu finden ist. Allein lvir müssen, lvie stets, auch diesmal zu de mSchlnssrefrain gelangen: Organisieren lvir uns auf Basis einer jüdlischnationalen Richtung, einigen lvir uns, indem lvir alle für eilwn und einer für alle einstehen lind lvir lverden nlächtia genug sein, allen Unbilden zu begegnen, die dazu angethan sind, uns in unserem' Erwerbe zu schädigen und aus der gesellschaftlichen Position^ zu verdrängen, die lvir in Hinblick auf die hohe Enltnr unseres Volkes einzunehüien das volle Recht besitzen. Zu den Handelskannnerwahlen in Czeruvwitz. Das Ergebnis der auf Grund der vom Handelsministerium mit Erlass vom 6. Deeember 1901 genehnngten neuen Kanlmertvahlordnllng dnrchgeführten Nümtvahlen in die Handels- und Gewerbekainmer ist nach der „.Buk. Post" das nachstehende: Abgegeben lvnrden! km ganzen 7982 giftige Stbnmzettel. Hievon entfielen ans die elfte Wahlkategorie der Handelsseetion 119, die zlveite der HandAsseetivn 8399, die erste der Gelverbesection 106, die zlveite der Golverbeseetion -1858. Für nngiltig llwrden erklärt inl ganzen 889 Stimmzettel, und zwar: 1 Stimmzettel der ersten Wahlkategorie der Handelsseetion, 2-12 der zlveiten der Handelsseetion, 1 der ersten der Gelverbefeetion, 145 der zweiten der Gelverbefeetion. Gelvählt eifchänen: 1. In der Handelsseetion, erste Kategorie: Dr. Aloritz Paschk i s, Czernolvitz, mit 111, Wilhelm T i t t i n g e r , Czernowitz mit 110, Samuel Kraus, Czernolvitz, mit 103 Stimjmen. 2. In der Handelsseetion, zlveite Kategorie: Wenzel Font! n, Ezernowitz, mit 8084, Wilhelm B a - b i a n, Czernolvitz, mit 2968, Michael 8t e ch e" n, Czenio- Witz, mit 2957 Naftali T i t t i n g e r, Czernolvitz, mit 2945, Heinrich G o l d l u st, Czernolvitz, mit 2941, Leon R o s e n z lv e i g, (!tCzernolvitz, mit 2987, Monz B e - r a l, Czernolvitz, mit 2911, Moriz S i l b e x. b u s ch, NolvosieUtza, mit 2900 Stimmen. 8. In der Gelverbeseetion elfter Kategorie: Josef Fischer, Toporontz, mit 95, Emannel A x e l r a d, Radantz, mit 98, Hersch T r i ch - t e v , Czernolvitz, mit 89 Stimmen. 4. In der Gelverbesection zlveiter Kategorie: Moses vel Moritz P i cke r, Ezernowitz, mit 41 16, Josef G r e g o r , Czernolvitz, mit 4081, Friedlich E. L a n g e n h a n, Ezernowitz, mit 8954, Samuel Salier, Kamena, mit 8949, Moritz Z e n t n e r, Czernolvitz, mit 3871, Josef Siei n e r, Czernolvitz, mit 3867, Georg Frank, Czeiiiolvitz, mit 8866, Salomon

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