Jüdisches Volksblatt
- Journal
- Jüdisches Volksblatt
- Volume
- 4 (1902)
- Issue
- 13 (28.3.1902)
- Date
- 1902-03-28
- Page
- Seite 5 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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Ni. 13 Wien, Freitag Jüdisches Voiksblatt 28. März 1302 Seite 5 betheilgten sich von Seiten der Jüdischen Volkspartei die Herren Dr. Kadisch, Schickler, Stern, während Herr Mütter erklärte, dass er das Programm der Jüdischen Volkspartki ccceptiere, nur die Betonung des jüdisch-nationalen Gedankens finde er einerseits nicht gerechtfertigt, andererseits gefährlich, eine Ansicht, der die Referenten Dr. W e i s e n g r ü n und Dr. S o f e r entschieden entgegentraten. Unter herzlichem Dank an alle Redner schloss der Vorsitzende die Versammlung. Borträge. Das Vortrags-Comitö gibt bekannt, dass die W i r t e r s a i s o n mit dem letzten Vorträge zu Ende ist. Der Beginn der S o m m e r s a i s o n wird rechtzeitig bekanntgegeben. Zur Genealogie der Socialdemokraten. Die „Arbeiter- Zeitung" brachte vor einigen Tagen die epochale Entdeckung, dass Liebknecht von Luther abstamiut. Wir tvallen uns nicht lange bei .der Erlväzuug aufhalten, dass etwa diese Nachricht beweist, dass Liebknecht kein Proletarier war, sondern einer alten Professorenfamilie entstammt; weiß doch jeder Eingeweihte, dass an der Spitze der Socialdemokratie fast dnrchlvegs Leute stehen, die alles Mögliche, nur keine Proletarier sind; wir Ivollen der Verlockung widerstehen, wie dieser Ahnencultus sich mit dem Hohn verträgt, den die Socialdemokraten sonst im Gefühle ihrer Ueberlcgenheit für jede Art von Genealogie haben. Im Gegentheil, wir vermissen nur die Nahrung des Priucipcs der religiösen Gleichberechtigung, das die „ll.-Z." sonst immer predigt; lvir ivollen daher ihre Arbeit besorgen. Fangen lvir mit Dr. Adler an, sein Vater Ivar — kein Prolrtarier, und lieh sich in Nom als alter Mann vom Papste taufen. Victor Adler ist ncit dem Hause derer von Halben verschwägert; seine Frau ist heute noch eine überzeugte Jüdin. Achnlich liegt Ke Sache bei Karl Marx. Karl Marx wurde als Jude geboren, seine Mutter war eine geborene Prcssburg und entstammte einer alten Pressburger Nabbinerfamilie. Wie man sieht, reicht also der Stammbaum dieser socialdemokratischen Führer viel weiter zurück als bis Luther. Wir sind daher überzeugt, dass die „A.-Z." diese Bercichcnmg ihrer Ahnengallerie in ihrer nächsten Nummer veröffentlichen lvird. Gegur Dr. Wahrmund. In seiner bekannten Rede hat Prof. Dr. Wührrrund, der jüngste Liebling der liberalen Presse, auch von der furchtbaren Intoleranz gesprochen, welche die katholische Kirche als unseliges Erbstück des mütterlichen Judenthums den arischen Völkern des Abendlandes überliefert habe. Gegen diesen Satz richtete der Laudesrabbiuer von Tirol- und Voralberg, Dr. A. Tänzer, in der „Meraner Zeitung" einen offenen Brief, in dem er dagegen prctestiert, dass die mit Scheiterhaufen und Folterkammern arbeitende Intoleranz der katholischen Kirche auf das Judenthum, „dieser unerreichten Lehre erhabenster Ethik und Toleranz", zuxiickgeführt werde; er fordert Wahrmund auf, nicht Fälschern vom Schlage eines Eisenmenger und Rohling nachzusprcchen, sondern für die behauptete Intoleranz des Judenthums, worrmter nicht Personen und Parteien, sondern nur die Lehre zu verstehen ist, Beweise zu erbringen, und führt dann Stellen aus der Bibel an, in welchen vorgcschricbcn lvird, die Fremden nicht zu bedrücken, ja nicht einmal zu kränken (Exodus 22, 20, Leviticus 16, 33, Numeri 15,. 15). Alle an diesen Stellen erwähnten Fremden waren Heiden, nicht etwa Träger einer Culturreligion, wie z. B. das Christenthum, das heute seine eigene Mutter, das Judenthum, misshandelt. Die Juden hatten Ivirklich gleiches Recht für alle. Toynbee-Halle in Wiem. Am 22. März d. I. veranstaltete ein aus Besuchern der „Jüdischen Tohnbee-Halle" bestehendes Comitee in den Sälen des Hotel Central eine Purimfeier, deren Neinerträgnis der erwähnten Halle gewidmet wurde. Das rührige Comitee, welches bestrebt war, den Besuchern dieser Veranstaltung das Beste zu bieten, kann auch mit Stolz auf den Erfolg derselben Hinweisen. Eingeleitet wurde die Feier mit einer vom Architekten Herrn Oskar Mlarmorek gehaltenen Festrede, die auf die sehr zahlreich erschienenen Besucher großen Eindruck ausübte. Die hierauf folgenden Gesangsvorträge der bestbekannten Opernsängerin Frau Elizza Ellischar sowie jene des Herrn Dr. Eugen Lamberti — beide von. Frau Rosa Pollak am Clavier meisterhaft begleitet — fanden großen und tvohlverdienten Beifall. Auch das von Fräulein Else Sternbach mit bewundernslverter Technik borgetragene Clavierconcert sowie das Violiusolo des Herrn Josef Scharr fanden beifälligste Aufnahme. Den Glanzpunkt des Festes bildete ein Pnriinspiel „Hamans Sturz", welches sensationellen Erfolg erzielte. Die Darsteller und zwar die Herren Decrasseau, Frankl, Manot, Kessler, Tanz und Schorr sowie Fräulein Frieda Groand, die die Rolle der Esther innehatte, lieferten Beweise großer, schauspielerischer Begabung und ernteten für ihre Darbietungen reichen Applaus. Nach Beendigung der Vorträge trat der Tanz in seine Rechte. Eröffnet wurde derselbe von Herrn S. Wertheim mit Fräulein Rcgine Fischer — einer reizenden Brünette —, Herrn Th. D. Schorr mit Fräulein Sidonie Hirschler, Herrn Stickgold mit Gemahlin, Herrn Freuder mit Fräulein Felicie Haberfeld und den übrigen Mitgliedern des Comitees. Erst als der Morgen graute, endete das schöne Fest, das allen Besuchern sicherlich in angenehmer Erinnerung bleiben wird. W. Der Prager Deutsche Turnverein. Man schreibt uns aus Prag: Der Deutsche Turnverein feierte dieser Tage das Fest des vierzigjährigen Bestandes lind zugleich seines einjährigen Hinauswurfes aus der deutschen Turnerei. Bekanntlich nehmen die stnmmesdeutschen Turnvereine, welche zum österreichischen „Gau" gehören, grundsätzlich keine „Nichtarier" auf und gleichzeitig wurden alle Vereine, welche weiter dem Gau augehören wollen, angewiesen, alle Nichtarier auszuschließen. Bei den deutschen Turnvereinen in Prag, Brünn, Pilsen, Olmütz und Prossnitz, wo das Deutschthum durch „deutschfreundliche Israeliten" repräsentiert wird, gieng das beim besten Willen nicht, denn da wären nur einige Nenommierchristen übrig geblieben. So blieben sie weiter beisammen, und damit es nicht zu einsam werde, haben sich die ausgeschlossenen Turnvereine zu einem neuen Verbände zusammengethan, welcher den stolzen Namen: „Verband der deutschfreiheitlichen Turnvereine in Oesterreich" führt. Näan wird also in Zukunft zweierlei Turnvereine unterscheiden: Freiheitliche sinddiejenigen, welche durch den Arierparagraphen die Freiheit erlangt haben, von der Gnade der deutschfreiheitlichen Israeliten weiter zu bestehen, und die unfreitzeitlichen, welche sich die Freiheit ihres Antisernitismus gestattcm dürfen. Liberalismus und Judenthum. Aus Lemberg wird uns gemeldet: Jüngst ereignete sich hier ein Vorfall, welcher an sich ganz unbedeutend ist. Durch den Verlauf, den er durch die hiesi- §en polnischen Zeitungen nahm, verdient er auch in diesem Blatte erichtet zu werden. Ein christliches Mädchen mit Namen Eugenie Duda übertrat aus heißer Liebe zu einem jüdischen Friseurgehilfen zum jüdischen Glauben. Darob weinten viele Blätter hier bittere Thränen. Besonders auffallend ist das Benehmen des als liberal geltenden und die Volrspartei vertretenden „Kurz or I w o w s k i“. Er berichtet schon zum zweitenmale in einem weinerlichen Tone — und die Art desselben verdient hier reproduciert zu werden: „Wir brachten neulich die Nachricht von dem Ueberitte zürn ^jüdischen Glauben einer gewissen Eugenie D u d a, eines jungen und schönen Mädchens, das aus Liebe zu einem Friseurgehilfen sogar diesen natürlichen und großen Widerwillen zum Judaismus zu überwinden vermochte* u. s. w. So berichtet ein liberales Blatt. «J. R. Jüd. -nat. akademische Verbindung „Zephirah" in Czeruvwitr. Die am 23. d. M. vorgenom,nene Chargenwahl für das Sommersemester 1902 ergab folgendes Resultat: Land. pfcil. Mendel Herbst X, ermci. jur. Isidor Pottlar XX, cand. }>hil. Israel Schleger XXX- Ausland. Die Emwarrderrmgs-Frage in England. Aus London wird geschrieben: Die Agitation gegen die schranke n lose Einwanderungs-Freiheit hat zur Ernennung einer königlichen Commission geführt, die Folgendes zu untersuchen haben wird: 1. Natur und Maß der N a ch t h e i l e der unbeschränkten Einwanderung, namentlich in Lon do n; 2. Berichterstattung über Einschränkung und C o n t r o l e der Einwanderung in fremden Ländern und über eventuelle Maßregeln de lege ferenda für England. Der „Standard^ erklärt, da die Juden besonders betroffen würden, so sei die Ernennung von Lord Rothschild und Mr. Nathaniel Mayer zu Mitgliedern äußerst angemessen. Die Commission habe unbestimmt gefasste Klagen auf die bescheidenen Dimensionen wirklicher Thatsachen zurückzuführen. Ohne Zweifel bestehe eine Einwanderung unerfreulichen Charakters, der gegenüber das Gesetz ohnmächtig sei wegen Mangel an jeder Art Befugnissen zur Ausweisung von Fremden. Eine Folge dieser Sachlage sei, dass London nahezu zur Cloake aller mit Anarchisten und Nihilisten gesegneten Nationen geworden. Dagegen sei die Einwanderung fremden jüdischen Proletariats nicht so bedenklich. Zwar lebten diese Elemente zunächst in Ghettos und unterbieten die englischen Arbeiter, aber viele arbeiten sich empor. Jedenfalls thun dies ihre Kinder, und niemand wolle nach dem Vorbilde Amerikas die fremden Arbeiter a u s s ch 1 i e ß e n, die, wie die vlämischen Protestanten und die Hugenotten, mit neuen Fertigkeiten kamen und damit neue Industrien ins Leben rufen könnten recht solle verleihen. Als Zweck dcs Seminars ist in dem Gesetzentwürfe angegeben: Die Erhaltung der jüdischen Religion, die Pflege der hebräischen Literatur, Ausführung archäologischer Forschungen und Heranbildung von Rabbinern. Delatyn. Bekanntlich hat der jüdische Abgeordnete Doctor Benno Strauch er in der Sitzung des Abgeordnetenhauses vom 6. März eine sehr schwungvolle Rede gehalten, in welcher er eine scharfe Anklage gegen die moderne Strömung erhob. Anlässlich dieser würdigen Thatsache haben die Herren Aba Bloch, Gemeinde- und Cultusrath und dessen Sohn Herr Chaim Bloch ein Glückwunschschreiben an Herrn Dr. Straucher gerichtet und erhielten von ihm folgende Erwiderung: Wien, 17. März 1902. Sehr geehrter Herr und Glaubensbruder! Empfangen Sie, wie auch Herr Chaim Bloch, für die so warme und schmeichelhafte Beglückwünschung zu meiner letzten Parlamentsrede meinen aufrichtigen und tiefempfundenen Dank mit der Versicherung, dass ich iinmerfort für die Rechte unseres so vielfach bedrückten Volkes arbeiten werde. Wollen Sie erhalten Ihre wohlwollenden Gesinnungen Ihrem ergebenen Dr. Straucher. Dr. Benno Straucher ist der einzige Abgeordnete im jetzigen Parlamente, dem ein Platz in unserer Volksgeschichte gebürt. I o ch - C h a i m. iudenfrage und Sodenreform. In (Forschung.) einem früheren Aufsätze wurde darauf hingewiesen, dass die Judennoth sich vorwiegend als wirtschaftliche Noth äußere und dass ohne Lösung der socialen Frage auch keine endgiltige Lösung der Judenfrage möglich sei. rufen könnten. Nicht das Asyl-'Es tmirde weiters an der Hand eines Artikels der Socibe schränkt, sondern bloß der v e r b r e ch e-! alistischen Monatshefte" gezeigt, dass selbst im Lager der rische Emigrant ausgeschlossen werden, der nicht'jreichsdeutschcn (allerdings nicht der österreichischen) Socteinwandert, um zu arbeiten, sondern um die Gesellschaft zu | aldemokratie es Männer gibt, die sich von den marxistischen bekämpfen. i Dogmen zu emanzipieren beginnen, den Unterschied zwi- Zulassung fremdländischer Auswanderer. Nach! X'! T6ifan Ts imnuMmt Capital emzuschm im B°- -ine- Vereinbarung der königliche» Eisenbahn-Tireetlen ,u! »btt ***??* s« K-ttbwitz mit dem Norddeutschen Lloyd und der HamburgjBodmroform für dm sociale Umgestaltung zu erfaffm bc- Amerika-Linie «erden Auswanderer ans Oesterreich-Ungarn nach 8tac,t' DwBodmreformcr erblicken ,m Gegensätze zu erfolgter Registrierung mit einfür allemal bestimmten Sügen i ©ttndbtmofi-atcn bic afam-3cl ba imj obne Unterbrechung bis zur Einichisinngsstation befördert Diese! chastlichen Missstaiüie Nicht „1 der PwductiM, von Mchr- AnSwanderer erhalten ErkennnngSmarlen hin roth-weiß), die sie, ^' ^1' idndem in der Art nnb -stzcifc ihrer Anhäufung, sichlbar trogen sollen, und wenn sie, was in der Regel geschieht, Eiegeiisatze zu dem conimunistischen Cndzielc der Soin größeren Gesellschaften reisen, Gesellschastskarten dritter Masse.! ^^"^atlichuiig. lespectivc die V«r- Es ist nun in der letzte» Zeit vargekommen, dass über MySlowitz! ilcftlllchaftlichimq aller Procuctwn, Mittel erstrebt, evnach Preußen gekommene russische Answanderer mit de» vorbl-cken bw Bobmveformer emz,g m,b allem.nur ,m Pr,- st-h-nd -rw-ihnten ErkennnngSmarlen und G-sellschasts,arten! v»to!Mnthmn an Grund und Loben dir stmbmnentale Uiiter österreichische» Auswanderern vorgesunden wurden, weshalb' Crnnducsache bc^ socialen Nebels, die Bodmreformek sammtliche Auswanderer der Controlstation Ruhleben zngesnhrt, («^«1i daher■ b.c Abschaffung desselben, das gleiche Awwerden mussten. Hierdurch entstand für die österreichischen! öfterem]f bell (Jrunb imb pöbelt imb crffrdjcit btefe Auswanderer ein Zeitverlust, was Beschwerden der eingangs' Deform durch die Vefteuarnug der Grunblwrte alseurerwähnten Rhedereien in Bremen und Hamburg zur Folge hatte, oM Steuer durch den. Staat, die „Slngle Tax . Es sind nun zwischen der Eisenbahndirection und dem Regierungspräsidenten zu Oppeln für die Zulassung fremdländischer Auswanderer zum preußischen Staatsgebiete folgende Bestimmungen vereinbart und den in Betracht kommenden Dienststellen zur Kenntnis gebracht worden: Die Bodenbesitzreform ist also SocialPmus; abür nicht im Sinne des marxistischen Staatssocialismus, resp. autoritären Communismus der Soctaldempsiratte. D-»e Verwirklichung des socialdemokratischeu Endzieles würde die Pr-oductionsnüttei und deren Ausnützung in eiiuelr Hand vereinigen, in der Hand der Gesellschaft unter einer Central lei lung. Die Bodmreformeiv aber wollen, dass die Ausnützung dem freien Wettbewerbe offen stehe; sie bestreiten auch die Nichtigkeit des Schlagwortes von der anarchischen Prodnctionsweise und halten Nachfrage und Aus Russland kommende Auswanderer sollen vom Eintritt in das preußsch» Staatsgebiet unbedingt ausgeschlossen werden, wenn sie nicht im Besitze a) eines ordnungsmäßigen Passes, b) einer Kajütenfahrkarte nach Amerika und o) von Barmitteln sind, die bei gesunden und nicht gebrechlichen Personen im Alter von mehr als 10 Jahren mindestens 400 Mk., bei jüngeren Per- Osnnwot firn imrnfMrndiip Nem,latm-,'n her' ßWi+er-GFrsonen mindestens 100 Mk. betragen müssen. Von dem Nach-; ^"gevot >uu unemoeyrua)c Regulatoren oer weise des Besitzes ausreichender Barmittel sind nur diejenigen! Zeugung und Guter-^ertheiiung. russischen Auswanderer befreit, welche die Kajütenfahrkarle einer Die Bodeurefoxmev halten bei dev gegenwärtigen! Bedentschen Rheederei zur Ueberfahrt nach Amerika und directe sitzordmmg, so lange der Büdemnangel besteht, die freie Etsenbahnfahrkarten nach dem Ernschcffungshafen vorwecsen! M>^1s^wenb her kniffe allordinas können. Der Besitz der Kajütenfahrkarte einer ausländischen; pen freien ^erwewerv oer iviajic. oueioings Rhederei genügt nicht zum Ersätze des Vermögensnachweises, j >ur eiin Unding; IM! ^taate nut Gümelneigenthum an 2. Aus oder durch Oesterreich-Ungarn kommende Aus-! Grund und Boden, im Staate mit Grundzinsgemeinscha-st Wanderer sollen von der Zulassung nach Preußen ausgeschlossen«iobod) für einen Segen sein, wenn sie nicht besitzen a) die bei 1 näher bezeichnten Bavrj mNroaranuis W Bodonresarmer bloibt im mittelsummen oder b) Schiffahrt starten einer deutschen Rhederei! ^^n Progrannn o.r Dooenresorlncr meior im zur Ueberfahrt nach Amerika und Elsenbahnfahrkarten nach dem ’ Gegensatz zu dem der Socialdemokvatle auch ferner die Einschiffungshafen oder e) Eisenbahnfahrkarten nach dem Ein- Ausnützung von Grund und Boden dem freien Bewerbe; mtt das Entgelt fällt dem Staate Zil. Während bei den marxistischen Socialdemokraten Grund und Boden und die übrigen Productionsmittel als etwas Zusammengehöriges und Aehnliches, in einem ausgesprochen und als ungefähr gleichwertig boschiffungshafen und eine Legitimationskorte des Norddeutschen Lloyd oder der Hamburg-Amerikanischen Paketfahrt-Actien-Gesellschast über ihre^ erfolgte Registrierung in einem der für die beiden Gesellschaften in Myslowitz und Ratibor geführten Beförderungs-Register. - Es verdient bemerkt zu werden, dass die Auswanderung seit kurzem einen ungemeinen Aufschwung genommen hat. Alle * handelt zu werden pflegen, trennen die Lodenreformer verfügbaren Schiffsräume sind besetzt und der Norddeutsche Lloyd! sehr scharf den nichtproducierten, unproducierbaren> und in Bremen hat sogar noch fremde Schiffe chartern müssen, um! unzerstörbaren Grund und Boden, als Vorbedingung aller denr Bedarf zu genügen. j Production von den Capital heißenden, producirrten, fco Todesfälle. Aus Berlin wird gemeldet: Am 16. März! Kcfcilg kurzer 3cii. bei Zerstörung wurde hier unter großer Theilnahme Herr Eugen R 0 fe n fti e l' anheimfallendeu, übrigen Productlonsmitteln. zu Grabe getragen. Seit mehr als 20 Jahren widmete selber dem | F lürs ch e i m s Verdienst ist es, nachgelviesen zu Wohle unserer Volksgenossen Mühe, Zeit und Geld in reichstem>h^g^n, dass ohne das Sondereigenthum 'an Grund Maße. Auf ferne Anregung wurde der „Arbertsnachwers" beri ' c ' .r, rr,,'ij -, r „Bne Brith"-Logen gegründet, dem er lange Vorstand und den! ^odcu auch dao Capital m scmpl Heutigen, hauftgstcn er fast begründete. Den „Ferien-Colonien", „Arbeiter-Colonie": Bedeutung nicht vorhanden Ware, jeiles Capital, welches und „Fttrforge-Erziehungs-Anstalt für Knaben" widmete er große Summen und hingebungsvolle Arbeit. Zahlreiche Freunde und alle Bedürftigen werden ihm stets ein warmes Andenken bewahren. — Dr. Bernard Fried mann, Rabbiner der vereinten ,Echochare Tob" und „Bne Brith"-Gemeinde starb am 12. März im 60. Jahre. Selber wurde im 21. Jahre Rabbiner in Szentes, sodann in Trietsch (Mähren) und sodann Nachfolger des berühmten Rabbiner Elia G u t m a ch e r in Grätz. Seine hervorragenden Eigenschaften — schon Michael Sachs feierte den damals zwanzigjährigen Jüngling als Meister — machen seinen Verlust sehr empfindlich für seine Gemeinde. Frankfurt a. M. Die Erben des Freiherrn W. v. N 0 t hs ch i l d haben einen Theil der früheren Geschäftsräume der „Jüdischen Hanshaltungsschule" auf zehn Jahr gratis überlassen. Dieser Verein bildet jüdische Mädchen zu tüchtigen Hausfrauen aus, und bietet solchen auch ein angenehmes Heim zu billigen Preisen. Für Wien wäre eine solche Schöpfung sehr nothwendig. New-Pork. Senator Elsberg von Albany hat im Parlamente einen Antrag eingebracht, dem jüdisch-theologischen die Menschheit in ihnen. Massen sich tributpflichtig erhält. 9cach den Anschauungen der Bodenireform'er nmss man nämlich uilterscheideu zlvischen echtem lmd falschem Capital. Echtes Capital sind producierte Güter, P>rvducte menschlicher Arbeit, als solche aber dem Untergange gelveiht. Das falsche Capital, das in zinstragenden Werten. ailgelegt ist, geht nicht lmter. Der Grund und Boden ist nun der Halt des falschen Capitals. Das Privateigenthum au Grlurd und Boden, die Grundreute Ist die Näh-Vmntter des Zinses, des arbeitslosen Einkommeils, sowie die Ursache unserer wachsenden Verschuldigmlg ilnd des immer schwerer drirckeliden wirtschaftlichen Nothstandcs. Schlviildet die Grlilldreilte, d. i. der Tribut, der für diiie Benütztulg von Gnind und Boden erhoben und illimer höherwertig lvird, dann fällt auch der Zills. Der Grund und Boden ist die Quelle des arbeitslosen Seminar' an dessen Spitze d^Se GelehL W Sch?ch't e r Eigenthllllis, lveil sein Werth stets in Zunahme begriffen aus Cambridge berufen wurde — das Oeffentlichkeitsrecht zu ist, solvohl wegen der UllveNllehrbarkeit des Grund und