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Jüdisches Volksblatt · 1902-03-28 · 13 (28.3.1902) · p. Seite 4

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Journal
Jüdisches Volksblatt
Volume
4 (1902)
Issue
13 (28.3.1902)
Date
1902-03-28
Page
Seite 4 (sequence 4)
Language
German
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Seil« 4 Wien, Freitag Jüdisches Volksblatt 28. März 1902 Nr. 13 richten über revolutionäre Bewegungen einträfen. In Tula hätten Soldaten sich flclueiflert, auf streikende Arbeiter der Waffenfabrik zu feuern, und als der commandiereude Ofsüier, um sich (gehorsam zu erzwingein einen ttnterossicier niedergeschlagen habe, hätten die Soldaten genreutert. Eines der Grenadier-Regimenter sei aus Moskau entfernt lvorden, weil man glaubte, dass es im Noth falle nicht auf das Volk feuern würde. In Poltalva habe vor 14 Tagen während der Aufführung der „Macht der Finsternis" (Tolstoi) in: Theater eine .Kundgebung stattgefcmden, wobei revolutionäre Proclmuationen vertheilt worden. Es seien viele Verhaftungen vorgenonnnen lvorden, aber im Gefängnis hätten sich die früheren Gefangenen mit den Neuangekommenen vereinigt, die Wachen überwältigt und alle seien ausgebrochen. Für die Inden sind diese Vorgänge höchst beachtenswert; denn bricht der Ezarismus zusammen, so schlägt für sie die Stunde der Freiheit. Fern sei es von uns, eitle Hoffnungen zu erwecken, aber zwei Thatsachen stehen fest. In den Reihen der Freiheitskämpfer und Märtyrer stehen viele Juden, und sie sind wahrlich nicht die schlechtesten Streiter.. Das russische Volk wird ihrer am Tage seines Sieges nicht vergessen. Ferner wird in den Proclaina der Pscirnrsitzmta des Vorstandes der israelitischen Cultusgemcinde in Wien vom 23. März 1902, unter dem Vorsitze des Präsidenten kniserl. Rath Klinger. Beginn halb 11 Uhr vormittags. Der Präsident eröffnet die Sitzung und gibt der Befried!- gling Ausdruck, dass, von seinem Urlaube zurückgekehrt, es ihm Ivieder gegönnt ist, eine zahlreich besliehtc Plenarversammlung zu leiten. Im Einlaufe werden bekanntgegcbcn, an Spenden: Von Herrn Ignaz Eisler Edler von Terrarnare, Legat von K. 1000.— Zur Bcrtheilung an Arme israelitischer Confession. Von Frau Rosalie Goldschliridt, zur Vcrtheiluug in Beträgen von je Kr. 100.— : An die israelitische Kindcrbcwahraustalt, das israelitische Tailbstnnnncu-Institut, den Verein „Ferienheim", den Theresien- Kreuzerverein, Kr. 4OO.—. Von Herrn Dr. Alfred Stern an die israelitische Allianz für unsere verfolgten Glaubensbrüder iil Rumänien: „zufolge der von Herrn Oberrabbiner Dr. Güdemann am Freitag, den 21. ds., beim Abcudgottesdicnste gehaltenen Predigt" Kr. 400.—. Von Herrn kais. Rath Jonas W.eil, ans Anlass der Bar-Mizwah seines Sohnes, und zwar: für den There sien-Kreuzcrverein K. tv0.—, für den Stndentcn-Unterstühnngsvereiu K. 60.—, für das Blindeninstitut St 25.—, für den Wöchnerinnen-Verband K. 25.—. K. 200.—. Von Herrn Michael Wieländer, zur Vcrtheilnng an zehn würdige arnie Realschule mosaischer Confession der 6. Realschulclasse K. 200.—. Von Herr, Adolf Pichler, zur Verthcilnng in Beträgen von je K. 20.— a. frei werden; die russischen Studenten protestieren ausdrücklich gegen die schmachvollen P e r c e n t f ä tz e, in die mau den Wissensdurst die jüdischen Jugend zwangen will. Das ist eben eine Jugend, die sich nicht für oder gegen Cillt begeistert, sondern für die Freiheit kämpft. .Nicht ausgeschlossen ist es, dass die Regierung angesichts der wachsenden Erregung Concessionen machen wird. Man traue sich nicht, gegen Tolstoi radical aufzntretcm der Kaiser. traute sich nicht, alle Schuldigen (sic) nach Sibirien zu schicken, wie man es scrupellos noch vor 10 Jahren gethan hätte. Der Oiroszfürstgouverneur von Moskau hielt selbst trotz des Polizeilichen Verbotes vor 40 000 Bürgern, Arbeitern und Studenten die Gedenkrede vor dem Monumente Alexanders des Zweiten am Jahrestage der Aufhebung der Leibeigenschaft. Dies sind alles. Anzeichen, dass man es am höchster Stelle nicht auf Strahenkämpfe und Füsiladen ankommen lassen will. Für uns Juden ergibt sich daraus eine Hoffnung und eine Lehre. Es scheint fast ein Gesetz zu sein, dass schließlich und endlich jedes Volk die Juden emancipiert; lang war die Leidenszeit unserer russischen Brüder und unverdient; denn sie enthalten den besten Theil und das stärkste Mark unseres Volkes; aber die Leidenszeit neigt sich dem Ende zu; der Becher des Elends ist bis zur Neige geleert und das Morgenroth einer besseren Zeit bricht an. Das wird auch den rumänischen Juden, die im Lande bleiben, die Kraft geben, auf die Stunde der Befreiung zu harren. Michael r cm, ... — .. . .--- -. - cm nachbcnannte Wohlthätigwits-,Institute: Blindeninstitrit, Taubstum menHistitut, Handwerkerverein, Volkst'iichenverein, Speiseanstalt, Arme.naii,'ta^t, Chewra-Kadischa, Stridewten-Uiiterstützungsverein, Israelitische Allianz, Ferienheim K. 200.—. Von Herrn S. Kohnberger, zur Verköstigung armer israelitischer Schulkinder in der Brigittenau K. 100.—. Von Herrn Dr. Alfred Stern für Arme K. 80.—. _ Von Herrn Dr. Ignaz Altschul für den Erhaltnngsfonds der israelitischen Versorgnngsanstalt K. 50.—. Von Herrn Rlldickk .CSi'rvmrrmi fiir fllrrm* zur M,'rfsi,>is,,ii^> intv Rudolf Herrmanu für Anne, zur Vertheilnng durch das Präsidium K. 50.—. Von Herrn Mar Stern für Insassen des israelitischen Versorgungshauses K. 20.—. Von Erni Brandt, Schüler der 2. Volkssehnlelasse, für Waisenkinder K. 20.—. (Die Zuschrift dieses Kindes, welches die von seinen Eltern zur Belohnung für ein gutes Zeugnis empfangenen K. 20.— für Waisenkinder einsendete, ward beifällig aufgenommen.) Von Herrn Nathan Pisk für den Erhaltungsfonds der israelitischen Vcrsorgungsanstalt K. 0.12. Von; .'vlowet keinen Anssibnb Jennv Weis; und Fritzr Blumenkranz für arme Kinder K. ß.-.l™ uu,ll0u ru,Kn ^Ussaplv. Von N. N. zur Verköstigung von armen Schulkindern in der Brigittenau K. 2.—. Der Präsident bezeichnet den ersten Gegenstand der Tagesordnung: „Anträge betreffend die Berufung von zlvei Predigern" im Hinblick auf die obivaltenden Verhältnisse als ebenso wichtig 'Ichl^ll'kt Mar Fleischer'sche W'ohlthätigkeits-Stiftuug für nuttellose, Ivürdige Handel- oder gclverbetreibendc Bewohner der Gemeiudebczirke Mariahilf und Neubau; diese Stiftung wurde von Mitgliedern des israelitischen Teinpelvereins für die Bezirke Marialstlf und Neubau aus Anlass des 00. Geburtstages des Herrn Architekten Mar Fleischer errichtet. Viee-Präsident Dr. Kühn referiert namens des Vertreter- Collegiums über Subventionsangelegenheiten: Der Talmud-Thora-Vereinsschule im 0. Bez., Stnmpergasse 42, ivird fiir das Jahr 11)02, mit Rücksicht auf die bedeutenden Leistlinge» der Schule, eine Erhöhung der Subvention auf den Betrag von Kr. 800.—; da israelitischen „Tohnbee-Halle", deren ersprießliches Wirken von mehreren Rednern, ivie insbesondere vom Präsidenten, von den Vorstehern Gelvitsch, Dr. Grünfeld, Eltbogen und Direetor Simon in besonders lvarmer Weise betont wird, eine Subvention im Betrage von K. 500.—, und dem von der israelitischen Cnltnsgelneinde in Karlsbad neu errichteten Hospitale fiir arme Israeliten pro 1002 eine Subvention von K. 200.— bewilligt. ill'ber Ansuchen des israelitischen Aethausvcrcines „Beth Hachneteth" in» drin,',, rr.-.. und Synagoge „ „ Studien an der Wiener israel.-theol. Lehranstalt beendet hat, zum Gemeinde-Rabbiner im Sinne der Paragraphen 44 und 50 des Eultnsgemeinde-Statuts bestellt. Zu Vcrificatoren des Protokolls iverocn über Vorschlag des Präsidenten die Herren Vorsteher Oberbaurath Taussig und Gelvitsch berufen. Nach Erledigung von Personalien ivird die Sitzung nur halb 2 Uhr nachmittags geschlossen. Zur Nabbinerfrage. Es ist wohl noch in oller Erinnerung, dass der Vorstand der Wiener Cnltusgemeindo dev. Beschluss gefasst hot, für den Ober-RaLbmer, Herrn Dr. Güdemann einen Substituten zu bestellen. Es durfte weiter noch unvergessen sein, dass der Cultusvorstand hiebei eine Taktik befolgt hat, die einen günstigen Erfolg ausschloss. Die Suhstitutionsfrage ist jedoch eilte brennende Der Herr Ober-Rabbiner Dr. Güdenmnn verbringt die Sommermonate auf dem Lande unb interveniert nur bei' denjenigen synagogalen Functionen, die ein besonderes Interesse für ihn besitzen. Den ganzen Sommer über entbehrt diesermaßen der TemuimT vuiiiinjcii oes riraeriklicyen wetharisvcrcmes „Beth netcth" im dritten Bezirke ivird auf Antrag der Commission 1. des Vertreter-Collegiums der Rabbiner dieser Vereius- Rlvge Herr Dr. Armin Abelcs, lvelcher vor einigen Jahren seine wie dringend: denn wenn auch nicht darau gedacht lvird, bei den pel in der Seitenstettengasse eines sunctlioniereniden Seelin glänzender und gediegener Weise besetzten Kanzeln der Gemeinde, eine Veränderung vorzunehmen, so stelle sich doch eine Vermehrung der als Prediger wirkenden Rabbiner angesichts der Ausdehnung der Gemeinde lind zur Hebung des culturellen Interesses in derselben gebieterisch als eine Nothwcndigheit dar. Er habe darum .sofort ilach seiiler Rückkehr vom Urlaube diesen Gegeilstaild zur Berathung und Antragstellung im Vertreter-Collegium gebracht, i r-r r r r *j. r-roi . - . rr . ., „ - .- Referent Vertreter Dr. Steine r begründet sodann in ein-! 0b sich hwbcl leiten lasst, wie Wollen Weiters vermeldm, ZN sorgers, ein Uebolstand, der von den andächtigen Besuchern dieses Gotteshauses tief empfunden wird. Herr Obev- Rabbinev Dr. Güdemann nimmt unter anderein auch die Trauungen der untersten Taxclassen nicht vor. Wir wollen davon Abstand nehmen, zu erörtern, von welchen Motiven Inland. Jüdische Realpolitik. Heber die Broschüre Dr. Rosemanns: „Jüdische Realpolitik" hielt Hof- und Gerichtsadvocat Dr. Jcikob Kohn im Festsaale des Volksvercines einen sehr anregenden Vortrag. Die Broschüre entstand zil einer Zeit, in der inan auf die Betonung des nationalen Judenthums Vorwürfe erntete, ivie Volksverräther, jüdischer Antisemit usw. Besonders die Rabbinen nahmen eine abweisende Stellung ein. Ta erregte der Floridsdorser Bczirksrabbiner Dr. Rvsenmann allgemeines Aufsehen durch seine Broschüre. Sie beginnt mit seiner Stellungnahme zu dem Zionismus. Die Zurückbleibenden müssen einen Kampf um ihre Eristenz führen. Der Kampf könne nun verschiedene Formen annehmen. Die höchstentwickelte Form sei die dauernde Organisation für jede Situation. Ist möglich, i n n e r h a l b einer Partei jüdische Jnteress zu vertreten? Einst, als die Verfasfungsparte Oesterreich beherrschte, hatten alle Juden, sowohl Sudetenländern, als auch in Wien, Galizien und Bukowina Platz in ihr; seitdem nicht. Seitdem ab Partei ihr eigener Schatten geworden ist, Juden die Frage heran, welcher Partei sie Dr. .R'oscnmann meint mm, keinesfalls eine nal-chauvinistifchen oder ant.ßleligiös-socialdeniotvcktijhen, vielmehr bleibe ihnen nichts übrig, als eine eigene jüdischpolitische Partei mit zwei Seiten, Erzielnmg und moderne Wirtschaftsformen im Innern, und Erreichung der Gleichwertigkeit auf Grund der nationalen Autonomie nach Schlüsse stellt der Verfasser folgende concrete gehender Weise die Ikothlvendigkcit dieser Neubestellungen und führt' tlntersuchen, was dein Cultusvorstand bestimint, diese Dnwlp die Bedingungen und Boraussetzilugeu an, welchen die Candidaten brechuug des demokratischen Princips, oitf welchem das Kmei- A„„ch nach «.Mn. I Judmthum «ufflcBmrf ist. zu qchatt«,. Wir th.m dies schon Der Antrag des Vertreter-Collegnims geht dalun: das .. ./o L Plenum beschlieste die Berufung zlvcier Rabbiner, deren Wirklingsoeshalb, Wal cme so ivichtlgc jssragc Nliht Ucbcnhcr bekreis jeweilig nach dem Bedür'finsse der (Gemeinde festzusetzen sein handelt Werden darf. wird, und ermächtige das Vertreter-Collegium, die Abhaltung von! Es Werden ans dem Kreise der EültnsgenM'nde Probe-Predigten zu vcraulasscu, zu dereic Anhörung im ^2inne de^i i§jsu7nieir laut die niebt nur aeaen die Siuliftiitniernna Statutes selbstverständlich die Vertrauensmänner einznladen sein Z-rlMMtN mur, oic incyr nur gegen oie ^twMitNiernng, werden. I sondern auch gegen die ^ubstltutea, die zur Noch Aushilfe Herr Dr. Spitzer tritt in erster Linie dafür ein, dass die! leisten müssen, Klage führen. Wir wollen die für die A" su bernfendcn Männer Prediger ersten Ranges seren, nachdenr Wiener Enlkusgenreliinde so wichtige und vitale Frage im für Wrcn das Allerbeste erst gut genug rer. Das fnranzrclle Moment - .t y n sei in dieser Richtung von rnrtergeordneter Bedeutrnrg, irachdem der Ü^^!reu Mid gailoen Mld ginndsätzllch behandeln, kknd da Cultusvorstand berufen ist, für die Verherrlichung des Gottes-' müssen wir schon darauf hinwelsew, dass, Wenn die Bedienstes ^Svrge^ zu tragen, und ein erhebender Gottesdienst ohne swllllNg eknier Aushilfe für den Ober-Rabbiner Dr. GÜde- Uttdeuwar^wär^^ l"tc^ci,&c ^'^elrcde rn der Jetztzeit sich als eine Nothwendigkeit he'ransstellt, die Sub- Herr Vorsteher Theodor Ritter von Taussig hält die BestiktltivN lintcr den gebotenen Cailtclen so bald als möglich rufiing der Persönlichkeit, welche die Aufgabe hat, zur Gemciirde erfolge lind vafs die Wohl auf einen der Gemeinde Wien zu sprecherr, für eine der allerwichtigsterr Llugelegenhekten, mit denen Würdigen fallen möge. sich der Vorstarid zu beschäftigen hat. Hier handle cs sich um ein arischer Socinlpolitiker. Es gibt in Wien ein Dutzend emmentes untere je der Gemernde. welches, unabhanmg von allen Männer, denen nichts zur Partei fehlt außer - der rröthigcu ^u,n . ^ue 1!' lwivahrt ive^cu muste. Er stimme rnwr- ^on Auhängerir. Sie besitzen Geist, Capital mrd Energie pudere deru Vorrei.iier zri, ca;^ die zri. berufendeu Rabburer auch ^.otzdeur reicht ihre Partei nicht über ihren Stammtisch; es ,rir erster Reihe al^ Redner beioneern gilallfielert seur nrusKen. C» ^,hlt ihireir nämlich jeder Funke voir Volksthümlichkeit. Ich hatte handle nch darum, Rabbrirer zri betommeir, welche der Oemcnree Verguügeir, einen Repräseutauten dieser Gruppe kewreir zri ui jeder Beziehung zur Ehre gereichen. Noch lvichtiger als die Er- , s (S l,wi dbärtia bocb mit stbarf aesclmittcbauuug eines ueueii schöucu Tempels sei die gichtige Auswahl der intelligentem Gesichte und liebenswürdigen Manieren. Wir Männer, ivelche, m dem ^empcl zur Gemeinde sprechen jolleu. 1,fmibri.h,ll O.>,. bnS |ms;C11C§ lins üb,.,-als fravvierte er durch WinischenSwert fei es, dass die Vorstandsmitglleder möglichst allen offeueu, vorurthcilsloscn Ansichten. Wir kamen dann auf die n 'u,.a 11 Ouuuc eigener Wahrnehmung Da lvurdeu auf eiumal seine Anssagen reserviert «ais'RÄ schlicht sich Ä ^2%^" Ült“"«! L Modus bc> der Auswahl Uild lueitii, odjoffai Sic cin SlcfiiTtat#- Er zuckte LU o Igtcii ^u Juniimut. , mit den Achseln. Schliesslich rückte er mit der Sprache heraus durch ÄncV mld Icicu. . 9!ocl, dcurSchtusÄuurt dcs Rcfcrcutcu fasst der Burj.uud ciu- »Au zu. hellig folgende Bcschluste: iihrers so lauge über seine jüdischen Collegen im Gymuasiilm stmpfte, bis ihn sein Vater beiseite nahm, und ihm erzählte, iss er selbst ein getaufter Jude sei. „Es gibt aber, lvnrf ich der MWn Lchruustalt m «c». Drr Schtuurz. suwic ciui„rr «VwZÄ. K^L"ich l°- «uw.«, uud ritucllc Auuc-cocu. -Uud ^rt^uc.c »tu "'Der Präsident erklärt, dass er diese Berathung bereits für Jüdischer Bvlksverem für de« XVl. «ud einen der nächsten Tage anberamnen iverde.! XVII. Bezirk. Montag den 24. fand eine Versammlung des Des Weiteren lverden iiachsolgende Stiftnilgsangelegenheiteii a - .. .- - - erledigt: Entsprechend dem Anträge des Vertrctercolleginms lvird über das Referat des Herrn Banrathes Stiastnh nach einer längeren Debatte, an ivelcherch'ich die Herren Commercialrath Leopold Pollack, außen. Zum Focdc'iungeil aus: Sabbattzrllhe, Ucbccnahmc des Ellltnsbudgcts in das staatliche Budget, Aufnahme der jüdischen Wissenschaft in die " "‘"L "”r der den Notes Actiollsprogramm, meinte der Referent zum Schluss, | Ersnllniig des Stiftnugszweckes erübrigten Erträgnisse zur Indem nur die starke Färbung durch die natioualcnlturelle' standhnltnng des Währinger israelitischen Friedhofes unter beson- ' - - - - ' derer Berückslchtigmig der Denkmäler hervorragender Männer, solvie zur Berasniig und 1'lnpflanznng auf den. (stratisgräber- Gruppen der israelitisechn Abtheililng des Centralfriedhofes zu verlvenden seien. Zur Annahme gelangen unter den boni Vertretereolleginm beantragten Modificationen: Die Leopold und Betti KönigsteinZche Seelengedächtnis- Widmiing; die Fanny Glasschcib'sche Wohlthätigkeitsstiftnng für arme Frauen und Idee fehle. An der Debatte betheiligten sich die Herren Dr. Fink nnd Pred. Burbaum. (Verein für jüdische Geschichte und Literatur.) Sonntag den 30. März, 3 Uhr abends, im Festsaale des „Jüd. Volksvereines", 2., Leopoldsgasse 49, Vortrag des Herrn M.?!. Fürst: „Samson Wertheimer nnd die österreichischen Jlideillll Gäste willkommen. „Jüdischen Volksvereines" für den XVI. nnd XVIl. Bezirk unter dem Vorsitze des Herrn Kornmetzl statt. In Berhinderung des Dr. Lifczis sprach Dr. Soser als Referent und Dr. Weis en grü n als Correferent über „Jüdische Politik". Dr. Sofer skizzierte die gegenwärtige politische Lage mit besonderem Bezug auf die letzten Gemeinderathswählen und zeigte, wie die Juden auf allerlei Um- und Abwegen schließlich doch zur Erkenntnis kommen, dass der einzige Ausweg aus ihrer Noth eine jüdische Politik ist. Dr.Weisengrün führte den Gedanken aus, dass eine wirtschaftliche Bethätigung des jüdischen Volkes, wie sie von keiner Seite bestritten wird, nicht möglich ist ohne eine richtige Politik; selbst das „Nichtpolitikum jeden Preis sei Politik" schlimmster Sorte, nämlich Abstinenzpolitik. Unter allgemeinen Beifall führte er nun die Stellung der Jüdischen Bslkspartei zu den brennenden Tagesfragen ans. An der darauffolgenden Debatte

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