Jüdisches Volksblatt
- Journal
- Jüdisches Volksblatt
- Volume
- 4 (1902)
- Issue
- 9 (28.2.1902)
- Date
- 1902-02-28
- Page
- Seite 3 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 9 Wien, Freitag Jüdisches Volksblatt 28. Februar 1902 propagieren. Dadurch wird man beweisen, dass unser Nationalismus nicht in ch a u v i n i st i s ch e n Herrschaftsgelüsten, sondern in der Arbeit für unser Volk gipfelt, und man wird zugleich die Brücke schlagen zu den Gleichgesinnten aller übrigen Völker. * * * Die meisten älteren Betrachtungen über die sociale Noth und über ihre Ursachen gehen nun von der Anschauung oitb im Industrialismus, nr der Vorherrschaft des mobilen Capitols die Hauptursachen des fociateu Elends zu. erblicken. Jn-'beiondere von clericaler, christlich-socialer und nationalistischer Seite wird unter dem Kampfe gegen den ausbeuterischen Capitalismus fast immer nur der Kampf gegen das mobile Capital und, insoweit ein Theil desselben in jüdischen Händen sich befindet, der Kampf gegen das jüdische Capital verstanden. Aber auch ein Theil der socialistischen Schulen, besonders die Socialisten marxistischer und eommumstischauarchistischer Observanz — ein Ableger der ersteren — huldigen einer iudnstriecentrischen Auffassung. In seiner Schrift „Die sociale Bedeutung der Genossenschaft" bat Dr. Franz O pp e n h e i nur diesem Gedanken in folgender Weise Ausdruck gegeben: „Ich erkannte den Grundfehler aller national - ökonomischer Theorie seit Adam Smith bis auf Marx einbegriffen, in ihrer — um ein charakteristisches Wort zu prägen — iudustriecentrischen Auffassung. Franz Oppenheimer betrachtet im Großgrundbesitz den Störenfried der socialen Ordnung, das Haupthindernis einer modern-socialen Entwicklung. Er sieht in der Noth der ländlichen Arbeiter die letzte Ursache aller unserer socialen Schäden und kommt daher auch in seinen Werken zu dem Schluffe, dass die landwirtschaftliche Productiv - Genossenschaft, die Siedlungs-Genossenschaft das wichtigste Mittel zur socialen Gesundung sein. Auch eine ganze Reihe anderer Sociologen. auf die wir noch im Laufe unserer Ausführungen zurückkonlmen werden, nicht nur so weit sie der bodenreformerischeu Richtung angehören, sondern auch, so weit sie sich als socialistische Reoisionisten bekennen, vertreten die Anschauung, dass die Agrarfrage den Hauptbestandtheil oder doch mindestens einen ebenso wesentlichen Bestandtheil des socialen Problems bildet, wie die industrielle Arbeiterfrage, und dass ohne eine Bodenreform an keinerlei durchgreifende Verbesserung der wirtschaftlichen Lage der provueierenden Stände möglich ist. Gerade Oesterreich-Ungarn, welches nur theilweise als Industriestaat bezeichnet werden kann, dessen Osthälfte heute noch immer vorwiegend eine von Agricultur lebende Bevölkerung besitzt, und in dessen Westhälfte Kronländer existieren, die jeder Industrie entbehren, Oesterreich- Ungarn mit seinen zahlreichen Latisundien-Besitzern in Böhmen und Galizien, wo jährlich tausende Bauern, von Haus und Hof verjagt, in die Städte wandern, hat alle Ursache, dieser Frage näherzutreten. Oesterreich ist noch immer ein feudaler Staat, in dem der feudale Großgrundbesitz nicht etwa nur eine wirtschaftliche Großmacht bildet, sondern auch eine politische, auf deren Conto sowohl die Verschärfung der nationalen Gegensätze in Böhmen und Galizien zwischen Deutschen und Czechen, Polen und Ruthenen, als auch die Förderung des Antisemitismus, die einseitige Hetze gegen das mobile und besonders gegen das jüdische Capital zurückzuführen ist. Aus Zwei verschiedenen Gründen also ist es nothwendig. der Agrarfrage und der Bodenreform näherzutreten. Erstens weil jede Socialresorm, welche sich nur auf Arbeiterschutz und gewerbliche Reformen bezieht, Stückwerk bleibt und ohne Einbeziehung der Bodenfrage keine wirkliche Abhilfe für das werkthätige Volk möglich ist, und zweitens weil gerade durch das Aufrollen der Landfrage und ihrer Erörterung bewiesen werden würde, wie einseitig und falsch die Anschauungen und Behauptungen sind, dass die Juden die Hauptrepräsentanten des Capitalismus sind, und dass das mobile respective jüdische Capital die Hauptursache jedweder Ausbeutung bilde. .* Ein Beweis, dass die Bodenreform nicht etwa nur, wie manche glauben, der Socialismus der aufgeklärten Industriellen ist, sondern allmählich zur Kernfrage des modernen und thatsächlich wissenschaftlichen Socialismus wird, ist die ansehnliche Anzahl von Büchern, Broschüren, Zeitschriften, Artikeln, die sich mit der Agrarfrage und Bodenreform in jüngster Zeit beschäftigen. Einen äußerst interessanten und für die Verhältnisse und Strömungen in der deutschen Socialdemokratie bezeichueuden Artikel enthält das Februar-Heft der „Socialistischen Monatshefte", betitelt: „Bodenreform und Socialismus" von Sadi Gunter. In dem eben erwähnten Artikel heißt es unter anderem: „Ist nun auch nicht zu! erwarten, dass eine durchgeführre Bodenreform den! Capitalismus so spontan beseitigen werde, so könnte bod)j die Abwertung des Alps, den das Bodenmoncpol auf) unsere Entwicklung legt, die sonstige Arbeit zürn Ziele! genossenschaftlicher Selbstverwalrung erheblich erleichtern. Dieser Gedanke wird ja natürlich! demjenigen Socialisten ein Greuel sein, der noch in der) Dvctrin befangen ist, dass eines schönen Tages nach einer) großen Katastrophe die politische Macht in die Hände des! Proletariats fällt, und dass dann von allen Seiten her^ zugleich die Socialisierung im Sturmschritte vollzogen! wird. Wer dagegen, wie auch wir, derartiger Entwicklungs- I Möglichkeit geringes Vertrauen entgegenbringt, der wird! wohl erwägen dürfen, welche Seite der capitalistischen Festung am wichtigsten, am leichtesten zu bestürmen ist, und wo man am leichtesten Zuzug aus anderen Lagern zu erwarten hat, und wenn diese drei Erwägungen Zusammentreffen sollten, so kann doch wohl über die Angriffsfront kein begründeter Zweifel bestehen." Sadi Gunter setzt nun auseinander, dass diese Jndustrie-Capitalien, wie sehr man ihre Monopolisierung in Privathänden auch anklagen mag, einen Fortschritt in der Production hervorgerufen habe, dass man aber Aehnliches nicht von den Boden-Capitalen behängten kann, „Je mehr das Bodenmonopol an Tributen an sich reißen kann, je mehr es die A r b e i t s st ä t t e n, die Wohnungen vertheuert, umso mehr Wertbeträge entzieht es der productiven Arbeit, und umsomehr vermindert es die Fähigkeit, wirkliche Arbeitsproduete zu cvnsumieren oder zu neuer Production zu verwenden." Sollte es möglich sein, diesen Theil des Capitals in erheblichem Maße unschädlich zu machen, so müsste die Arbeiterschaft ohne weiters im Kampfe um günstige Arbeitsnnd Lebensbedingungen, sowie in ihrer organisatorischen, gewerkschaftlichen und genossenschaftlichen Thätigkeit eine Kräftigung davontragen. Es ist aber technisch möglich, diesen Theil des Capitalismus zu beseitigen, ohne dass die productive Entwicklung dadurch im mindesten gestört würde. Das wäre bei unvermittelter Vergesellschaftung des Jndustriecapitals, wie ich glaube, keineswegs der Fall. Stellen wir uns vor, es sei die politische Macht vorhanden, diese Maßregel zu decretieren. Es will uns scheinen, dass mit dieser Decretur noch keineswegs die Verwandlung der capitalistischen Betriebe in Genossenschaftsbetriebe ohne weiters ermöglicht wäre; denn die Ueberführung so vieler Betriebe erforderte eine Umwandlung der ganzen gesellschaftlichen Organisation, eine Umlegung all der Comites, durch die heute das gesellschaftliche Leben strömt. Ob dazu die nöthige Schulung der Leiter selbst im günstigsten Falle reichen, ob vor allem diejenige Selbstzucht in den Massen, die zu der Durchführung dieser Aenderung erforderlich ist, sich so unvermittelt einstellen würde, darf man billigerweise bezweifeln. Sadi Gunter schließt seinen äußerst bezeichnenden Artikel folgendermaßen: „Das Jndustriecapital ist wesentlich andere Satiren waren volksthinnlich im Inhalte sowohl als irr der Form. Auch A ü r a h n m owicz („Mendele Mocher Sforim") war, wenn auch in der Sprache originell und etwas pathetisch, aber immerhin verständlich und klar. Diese Epoche hielt jedoch nicht lange an. Mail begann von einer großen enormeil Literatur des Jargoir zu träninen. Scholem-Aleichem gab seiir Jahrbuch „Die jüdische Bibliothek" Heralls mit dichterischeil Beiträgen von D. Frischinann, L. Perez und mit seinem eigeneil Roman „Stempenin". Das war echte Kunst, voil dichterischem Schwung und tiefem Gedankeninhalt durchweht, aber doch liicht mehr populär im guten Sinne. Das Volk verstand ganz einfach diese Kunst nicht und die „Jüdische Bibliothek" verschwand vonl Schauplatz. Die j ü d i s ch e I n t e I I i g e n z hat daran Geschmack gefmiden und mail kann, sagen, dass die wenigen Exemplare, welche verkalkst Untuben, ausschließlich in die Hände jener Juden gelaugten, die ihren Geschmack au den europäischen Literaturen bereits gebildet hatten, aber für die war der Jargon überflüssig und es hatte für sie feinen Sinn, eine Sprache zu enltivieren, die sie selbst ungern sprachen uild von ihren Kindern ganz fern hielten!. Und diese Richtung irahinen in letzter Zeit viele der bessereil Schriftsteller. Das, was sie schufen lind schrieben, war liianchiiiak echteste Kunst, die sich mit dein Besten, was in arideren Sprachen geschaffen! Untube, messen durfte, aber das Volk verstand es rricht rmd so Unirbe der gute Zweck verfehlt. „Scholeiu-Aleichem" und nmnchiual Perez verstanden es, liicht zu tief iind nicht allziihoch zu greifen und einfache Ausschnitte aus dem Leben zu geben, daher sie auch Beim Volk am beliebtesten sind. Rechnet man noch zu diesen beideir M. S p e k t o r in seinen zumeist sehr gelungenen Erzählungen, so haben wir damit den belletristischen Theil iil den allgemeinsten Zügen gekelinzeichnet. Das Zeitnngswesell hat sich in mlserer Zeit, besonders iil Amerika, lebhaft entwickelt, Nach denl „Kol Mewascher" entstand in Petersburg das „Indische Volksblatt" mit F r ll g als Hauptmitarbeiter, aber das war oben kein Volk sblatt in ehr, es war bloß für die hohe Intelligenz verständlich lind so musste es bald mit grosteil Verlusten eingehen. Dagegen verstand es Sarahsohn iil New-Pork, sein jüdisches Blatt „Gazellen" zu einem Tagblatt zu erheben und saild in Amerika wie in England viele glückliche Nachahmer und so sehen wir deutlich folgenden Prozess vor sich gehen: Diejenigen, welche es versteheil, ihre Blätter für das Volk verständlich lind zugänglich zu machen, existieren bei der besten „Bnisness"-Macherei, jene aber, lvelche literarische Ambitionen haben, pflegen nach kurzer Zeit kläglich zll scheitern. Iil Russland hat die Gesellschaft „Achiasaf" ein Jargon-Wocheiiblatt „Der Jnd" begründet, das iiach beiden Seiten das Nichtige zu treffen sucht lind in der That findet man hier viele treffliche populäre Aufsätze unb Skizzen- und wenn auch hie und da ein wenig zu hoch gegriffen wird, so wird doch nn grotzenn nd ganzen das „ jiiste milien" ungehalten. Es wäre noch vom jüdischen Theater hier zu sprechen, aber dieses Thema wurde in diesem Blatte bereits genügend behandelt, so dass man bereits Gesagtes unnöihig wiederholen würde. R. A. B. despotisch, aber in seiner reinen Function entwicklungsfördernd; das Bodencapital ist ausschließlich Wuchercapital, es ist in seiner Function noch durchweg ausbeuterisch. Das Jndustriecapital ist nur durch organisatorische Umbildnng zu überwinden, das Bodencapital aber direct durch B e st e u e r u n g." (Fortsetzimg folgt.)! Erzherzog Rainer-Jubiläum Der Vorstand der israelitischen Cultusgemeinde in Wien, welcher anlässlich der goldenen Hochzeit Ihrer kaiserl. und königl. Hoheitcü Herrn Erzherzog Rainer und der Frau Erzherzogin Mar eine Huldigungs- und Glückivunschadresse überreicht hatte, wurde von Gr. kaiserl. und königl. Hoheit dem Herrn Erzherzog deputativ in Audienz empfangen. Die Deputntion bestand aus den Herren: Oberrabbiner Dr. M. Güdemann und den beiden Vicepr äsidenten Dr. Alfred Stern und Dr. Gustav K o h n. Bicepräsident Dr. Alfred Stern hielt die folgende Ansprache: „Eure kaiserl. und königl. Hoheit! Als erster Bicepräsident der israelitischen Cnltusgemeinde iu Wien — unser Präsident weilt seit vielen Wochen krankheitshalber im fernen Süden — erlaube ich mir im Vereine mit unseren: Oberrabbiner Herrn Dr. G ü d e m a n u und mit meinem College« im Präsidio, dem Landesschulrats)?. Dr. Gustav K v h n, die ehrfurchtsvollen herzlichsten Glückwünsche unserer Gemeinde! anlässlich des Jubelfestes der goloenen Hochzeit Eurer kaiserl.! und königl. Hohen und Ihrer durchlauchtigsten Frau Gemahlin sza unterbreiten. Wir haben unseren herzlich innigen Glück- > und Segenswünschen für Eure kaiserl. uild königl. Hoheit und | die durchlauchtigste Freu Erzherzogin in einer Adresse Ausdruck \ gegeben, und wir danken tief ergebenst für deren huldreiche! Annahme und dass cs uns gestattet wurde unsere Glückwünsche jauch mündlich vor Eurer kaiserl. Hoheit vorzutragen. In uni wandelbarer, inniger, unerschütterlicher Treue, Liebe, Hingebung! zil unserem angestammten erhabenen Herrscherhause nehmen wir j stets herzlichsten Antheil an allen freudigen und betrübenden \ Ereignissen im Schoße der allerhöchsten Dynastie. Die freudigen j Ereignisse sind für uns Lichtblicke in mancher dunklen schweren! Stunde, welche wir österreichische Israeliten dermal in unserem j thenren Vaterlande zu durchleben haben. Und so war es für!uns ein wahres Herzensbedürfnis, anlässlich eines nach dem! Ausspruche Se. Majestät unseres allergnädigsten Herrn und! Kaisers in der allerhöchsten Dynastie einzig dastehenden Freuden- ] festes auch unseren Jubel, unsere Festesfreude, unsere heisteu! Glück- und Segenswünsche für Eure kaiserl. Hoheit und Ihre! durchlauchtigste Frau Gemahlin in und mit den Stimmen aller unserer Mitbürger zm.vereinigen. In Eurer kaiserl. Hoheit ver-! ehren wir aber auch den hohen Protector, den erleuchteten j Mann der Wissenschaft. In Eurer kaiserl. Hoheit als einst- < maligem Ministerpräsidenten verehren wir auch den Initiator j jener Gesetze ans damaliger Zeit, mit denen der auf '.ins i Israeliten lastende Bann gebrochen, die staatsbürgerliche Gleichstellung auf dem einen und anderen Gebiete uns gewährt, auf den übrigen Gebieten angebahnt wurden, die staatsbürgerliche Gleichstellung, welche dann in den von Sr. Majestät unserem allergnädigsten Kaiser huldreichst verliehenen Staals-Grundgesetzen ihren gesetzlichen Abschluss gefunden hat. Und so ist es auch pflichtschuldigste Dankbarkeit, welche wir für Eure kaiserl. Hoheit empfinden und nie vergessen werden. In allen unseren Gotteshäusern, in welchen allsabbathlich vor geöffneter Bundeslade wir die Gebete für das Wohl unseres erhabenen Monarchen und die Mitglieder der allerhöchsten Dynastie verrichten, wurde an diesem Sabbath Eurer kaiserl. Hoheit und Ihrer durchlauchtigsten Frau Gemahlin noch insbesonders gedacht, unb haben wir unsere heißen Gebete zu Gott emporgesendet, er! möge das erlauchte Jubelpaar noch lange, lange erhalten; er! möge auf dasselbe alle Segnungen des Himmels noch viele, viele Jahre in reichster Fülle niederströmen lassen." —Anschließend | hieran bat Oberrabbiner Dr. Güdemann um die Erlaubnis, sich behufs des Segensspruches bedecken zu dürfen, und nach huldvoller Gewährung dieser Bitte sprach er den priesterlichen Segeii, welchen der Erzherzog sichtlich gerührt empsivcg. Se. kaiserl. und königl. Hoheit erkundigte sich über die Größe der Gemeinde, über ihre Organisation und bemerkte: „Ja, Sie haben in den letzten Jahren manche schwere Stunde gehabt, wirklich ungerechtfertigt; Wir beten alle zu Einem Gotte, und wir sind alle Oesterreicher, ohne Unterschied der Confession urrd Nation; nur Einigkeit macht stark, und wir Oesterreicher brauchen die Einigkeit." Unter neuerlichen, irr eigenem Namen und namens der Erzherzogin ausgesprochenen warmen Dankesworten umube die Deputation hierauf hnldvollft entlassen. * Bei der Cullusgemeinde war inzwischen vom Overjrhüsmeister des Erzherzogs Rainer nachstehendes Telegramm eingetrvffen: ,Jhre kaiserl. und königl. Hoheiten die durchlanchtigsten Herr Erzherzog und Frau Erzherzogin Rail! er, beauftragen mich Höchstihren wärmsten Dank für freundliche Glückwünsche auszudrücken und Adresse. Obersthosiaeister R v s e nb er g, G.-M." Zur Festfeier für Hernr Erzherzog Raimr. Der Festgottesdienst des Tempel- und Stztmgogenbau-Vüreines für Wieden! uild Margareklheil aillässlich der goldeinil Hochzeit des Herrn Erzherzogs Rainer, welcher am 20. d. Nt. int Vereinstenipel stattfand, gestaltete sich zu einer iniposanteil Feier, welche in Aillvesenheit der beideil Vicepräsidenten der Israelitischen Eultusgelneinde, der Herren Director Alfred Stern rmd Landesschulrath Tr. . Gustav Kahn, unb einer grosteil Anzahl Mitglieder des (Uütiu Vorstandes, unter anderen der Herreil Architekten Fleischer,. Ballrath Stiassny, kaiserl. Rath Alfred Pollak, Hermann. Eltbogen und dem 1. Secretär kaiserl. Rath Dr. Liebelt,.