Mannheim
Compact Memory

Jüdisches Volksblatt · 1902-02-14 · 7 (14.2.1902) · p. Seite 2

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdisches Volksblatt
Volume
4 (1902)
Issue
7 (14.2.1902)
Date
1902-02-14
Page
Seite 2 (sequence 2)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
95% known words query
IRI
…/2432763-2432917-2432924--1355-2435103
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

Seite 2 Wien, Freitag Jüdisches Volksblatt 14. Februar 1902 Nr. 7 neten Schönerer gegenüber erklärte, dass er sich der „Deutschen Volkspartei" anschließen werde. Dann nach der Wahl fand dieser neue Arnümus es für vortheilhöfter, sich den Alldeutschen anzuschließen und über Steinwender und Prade, die besten Köpfe, über die die Deutschen hellte verfügen, in der gemeinsten Weise herzufckllen. Fenier soll ein geivisserKarl Hernrann Wolf von: Direktor Melhardt eine Cassette mit 6000 fl. in Zivairzigmark-Stücken erhalten habeil (ivelche za Ae Anfinerksamkett, p r e n ß i s ch evs Geld Zll veriDcrtdeit; wir glauben aber, dass K. H. Wolf auch österreichisches genommen hätte). Also, es gibt Geschäftspolitiker', mir hat es Wolf nicht nöthig, seine Redaction zu verlassen, um solche zll finden. Glaubt die „Ostdeutsche" mit ihren Salbadereien wirklich die beispiellose Selbstaufopferung hinwegwifchen zu können, die die Inden Mährens lmd ^Böhmens täglich an den Ta!g legen? Glaubt die „Ostdeutsche" wirklich, dllrch ihre Verlelunduilgeu die ^Thatsache vertuschen zu können, dass an den Sprachengrenzen Deutsche, Arier, masselihaft und unaufhaltsam zum Nation nalen Gegner übergehen? Glaubt die „Ostdeutsche" nicht, dass durch diese systoinatische Hetze die Juden schließlich und endlich dem K.H.Wolf und anderen Volksvertretern desselben etiles den Gefallen thun werden und ihre fetzigen Lügen in nachträgliche Wahrheiten verwandeln werden. Videant consules . . Uns kann diese selbstmörderische Politik der Deutschen recht sein, denn wir haben uns niemals für Politiker ausgegeben, denen das Wohl der Deutschen am Herzen liegt; aber wir fürchten, dass dieses jeder Logik hohnsprechende Vorgehen der Deutschen in unserem Volke mit der Feit eine solche Erbitterung Hervorrufen wird, dass sie in das Lagen der Slaven massenhaft übertreten iverden. Und das ist nicht unsere Parole. Unsere Parole lautet: Weder für die Deutschen, noch gegen die Deutschen, weder für die Czechen, noch gegen die Czechen, sondern immer und unentwegt für die Jude n. Die Iüdischnationalen außerhalb Gesterreichs. n. Ir: Deutschland. Das Einzelbeispiel Rumänien beweist, dass die vorbereitende politische Thätigkeit auch dort am Platze ist, wo rmsere Volksgenossen aufs äußerste drangsaliert werden, wo man sie als Fremde betrachtet und eine wirkliche politische Action im großen Stile für längere Zeit ausgeschlossen ist. Wie steht es aber nun mit den westlichen Ländern, wo die Juden einerseits in starker Minorität sich befinden, andererseits aber alle formellen Rechte, Politik zu machen, im vollsten Sinne des Wortes besitzen? Sicherlich können die Juden in Deutschland nicht sclavisch das Programm der österreichischen Jüdischen Volkspartei copieren. Mit der nationalen Autonomie wird man in Preußen und Sachsen, Baiern undTöaden verflucht wenig anfangen. In Deutschland ist die Sachlage folgendermaßen: Die Inden sind wohlhabend, ohne übermäßig reich zu sein. Berlin zählt allerdings viele jüdische Millionäre, aber in den mittleren und den meisten Großstädten spielen sie im industriellen Leben kaum eine Rolle, und selbst im Bankfache sind sie lange nicht so dominierend wie ein wenig in der leider zu wenig gekannten Weltgeschichte zu blättern, um diese Redensarten als sinnloses Geschwätz zu erkennen. Die Römer waren vielleicht das religiös duldsamste Volk; sie nahmen die Gottheiten der unterworfenen Stämme zu den ihrigen auf. N u r mit den Juden kamen sie deshalb in einen Conflict. Wenn man die lateinischen Schriftsteller dieser Epoche liest, so merkt man auch, wie unverständlich und deshalb auch unheimlich ihnen dieser zähe, selbst durch Waffen nicht niederzuwerfende Widerstand erschien. Und die gleiche Erscheinung begegnet uns in allen Zeiten, bei allen Völkern; die scheinbaren Ausnahmen haben nur in vorübergehenden materiellen Ursachen ihren Grund. Nicht Dogmen, sondern tiefgehende nationale Gegensätze tragen also an dein Streite die Schuld. Es ist Voraussetzung, jeder ernsten und ehrlichen Besprechung dieses Gegenstandes, dass man den Satz als bewiesen annimmt: Es gibt eine jüdische Nation. Es ist eben etwas durchaus Selbständiges im jüdischen Wesen, das jeder Vermischung und Unterdrückung widersteht. Wenn der Antisemit sagt, etwas Schlechteres, so ist das ein primitiver Rassenhochmuth, jen'e kindische Anmaßung, die allzeit das Erbgut der Herrschenden und Majoritäten war. Man hat dadurch einen Theil der Juden.den untüchtigsten — einschüchtorn können; sie empfinden es glücklich als Schande, sich jüdisch zu benehmen und jüdisch auszusehen und bemühen sich, im Volke aufzugehen. Dadurch stößt das Judenthum seine wertlosen Glieder ab und beinahrt sich eine (Geschlossenheit, die es unbesigbar macht." Alan sieht, Dr. Bauer verleugnet auch hier nicht Math und Wahrheitsliebe; er geht der Sache auf den Grund. Aus einem assimilatorischen Milieu heraus ringt er sich zur Anerkennung des nationalen Gedanken durch. Nur in der Weiterführung begeht er einen leicht erklärlichen Fehlen; er indentificiert die nationale Idee mit einer besondercu, fpciellen Form derselben, mit dem Zionismus. Wir wollen hier nicht entscheiden, ob Bauer darin Recht hat, dass der Jude kein Talent für den Staat hat. Festhalten Ivollen wir alvr, dass eine Kritik des Zionismus iwch nicht eine etwa die Prager, Berliner oder gar Lemberger oder Krakauer Juden. Die meisten Stammesgenossen in Deutschland gehören dem Mittelstände an. Sie sind kleine oder mittlere Kaufleute, Handelsangestelltc, Agenten, Aerzte, Rechtsanwälte, kurzum wohlhabende Leute, ohne gerade reich zu sein. Ein eigentliches Proletariat fehlt fast ganz, und das Handwerk ist selbst in der Provinz Posen nicht sehr stark vertreten. _ Diese ökonomischen Gründe haben die Juden in Preußen-Deutschland mehr wie irgendwo dem Liberalismus in die Arme getrieben. Insbesondere in Preußen scheint ein ewiges Bündnis zwischen den Leuten um Richter und Rickert und unseren Volksgenossen zu bestehen. Wie plausibel scheint dieses Bündnis auf den ersten Blick. Die Juden besitzen keine Güter, sie sind keine Agrarier, sie gehören der eigentlichen Großindustrie nur in beschränktem Maße an. Sollen sie der conservativen oder der nationalliberalen Partei angehören? Selbst wenn der latente oder offene Antiseniitismus dieser Gruppen nicht vorhanden wäre, so wäre kein Grund für eine solche Politik. Sollen sie sich der Socialdemokratie ergeben? Einige und gerade die, die sich stark nationales Empfinden bewahrt haben, ihnen es. Aber nachdem die proletarischen Jnstincte der meisten Juden so wenig entwickelt sind, ist es kein Wunder, dass die Masse vor einem solchen Bündnisse doch zurückschreckt. Was sollen sie dann thun? Was bleibt denn anders übrig als treue, allzu treue Hingabe an den preußischen Liberalismus, der, weiß der Himmel, in den letzten Jahren stark genug abgewirtschaftet hat. Es scheint freilich, dass den Juden kein anderes Aushilfsunttel übrig bleibt. Aber der Schein trügt., wie sowohl im Leben, auch hier. Sie könnten schon eine andere Politik treiben. In Deutschland gibt es aufstrebende sociale Gruppen, die dem Marxismus der Socialdemokratie nicht mehr Heerbann leisten wollen, insbesondere die Nationalsocialen um Naumann herum wollen mit einer weitgehenj den Socialpolitik auch eine Berücksichtigung der vitalsten Staatsinteressen Deutschlands verbinden. Wer da weiß, wie gerade der Kampf der mehr oder minder politisch einflussreichen Juden um die Vermehrung der Flotte, Verstärkung des Heeres den Antisemitismus hat mit heran-: züchten helfen, wer andererseits davon durchdrungen ist, : dass nur die natioualsociale Bethätigung einem Elitevolke wie den Juden würdig ansteht, der wird bei der bloßen Erwähnung der Nationalsocialen in Deutschland verstehen, worauf hier hinausgestrebt wird. Die Juden sollen ihre nationalen Gefühle auch in Deutschland ausbilden, sie sollen; nicht als Deutschnationale, aber als Jüdischnationale die. Poltik der Nationalsocialen, die sicherlich trotz alledem und alledem einc^große Zukunft hat, stärken. In vielen Wirt-; i schriftlichen Forderungen Hanp in Hand -auch mit den So-! cialdemokrateu, in staatlich deutschen Fragen die National-, | socialen unterstützend, so werden auch die Juden inPreußen- > Deutschland eine einflussreiche Gruppe mit der Zeit iverden! müssen. Die Natioualsocialen in eineni Einheitsstaate sind keine chauvinistische Partei. Sie sind gemilderte Imperialisten, die eine synthetische Brücke zwischen den vitalnationalen Interessen eines großen Volkes und den socialen Fori derungen der modernen Zeit gerne schlagen möchten. Die Juden sind die natürlichen Bundesgenossen solcher Bestrebungen. Man sage nicht, das sei eine Politik für eine kleine Gruppe und nicht für eine große Partei. In Preußen- Deutschland sind eben die Verhältnisse anders wie in Oesterreich. Die Juden sind zu gering an Zahl, aber auch ivirtschaftlich der Masse gegenüber zu wenig einflussreich, um eine entscheidende Rolle spielen zu können. Nein und tausendmal nein! Eine entscheidende Nolle können' sie in Preußen-Deutschland nicht spielen, aber eine schöne. Der nationalsociale Gedanke verbietet cs nicht, die Cultur eines anderen Volkes zu lieben, wenn sie echte Culturelenrente und Fermente enthält. Die deutschen Juden trotz oder gerade wegen ihrer nationalen Empfindung können die deutsche Civilisation lieben und achten. Nicht Deutsche jüdischer Confession, sondern nationale Juden mit socialer Gesinnung und Liebe zu deutscher Cultur, so möge die Plattform lauten, wenn man schon unbedingt diesen Gedankengang haben will. Petersburger Srief. (Orig.-Corr. d. „Jüd. Bolksbl.") (Die jüdischen Colonisten. — Schulwesen.) — Jänner 1902. Der bekannte Schriftsteller 9t. Orseucki veröffentlicht; in der Zeitung „Zuzno Obsr." eine Artikelserie über die jüdischen Colonisten ini Chersoner Gouverne-! ment. Nach einer Einleitung, in welcher die Geschichte der . Colonisten kurz dargestellt wird, bringt der Verfasser eine; Anzahl statistischer Daten über die Lage der Colonien und Colonisten in der Gegenwart, ivelche es verdienen, in den l Annalen der jüdischen Geschichte verzeichnet zu werden, j Im Chersoner Gouvernement befinden sich 21 Co- , touren, in welchen 18804 Seelen leben, der größeren Anzahl nach Männer, da auf 1000 Männer 963 Frauen entfallen. Jnsgesainlmt sind es 3194 Familien, indem eine Familie durchschnittlich 6 Seelen enthält, ivährend für geivöhnlich einer Familie 4—5 Seelen beigezählt werden, i Von der Gesammtbevölkerung sind Seelen im Alter von 14—00 Jahren 51 Percent, Kinder bis zu 14 Jahren ca. 44 Percent, eine Zahl, die jene aus der allgemeinen ^Statistik übertrifft, so dass also in den Colonien mehr , Kinder geboren iverden als anderswo. Der Beschäftigung nach vertheilt sich die Bevölkerung ivie folgt: 73 Percent obliegen ausschließlich dem Ackerbau, .19 Percent treiben Ackerbau und Handwerk, 8 Percent beschäftigen sich mit Handwerk oder Handel allein. Die Ackerbautreibenden jedoch leben nicht ausschließlich vom Erträgnis ihres e i g e n e n Bodens, sondern zum Theile auch als Lohnarbeiter bei anderen Grundbesitzern, da auf eine mittelgroße Familie bloß 12 Desjatinen Land entfallen, so dass von dem Nachbarboden wenigstens iwch bis 16 Desjatinen in Pacht genommcm werden müssen'. Hiervon werden 59 Percent zur Aussaat benützt, .der übrige Theil als Weide und Brachfeld gelassen, und das kann für die Lebenserhaltung einer Familie durchaus nicht genügen. In Jahren guter Mittelfechsung ergibt eine Desjatine Land ca. 37 Pud Getreide, im Preise von ca. 70 Kopeken per. Pud, somit entfallen auf eine Familie ca. 288 Rubel jährlich. Der jährliche Bedarf einer Familie stellt sich jedoch auf mindestens 300 Rubel, hierzu müssen noch die schlechten Ernten, Katastrophen usw. in Rechnung gezogen werden, iveshalb die Colonisten genöthigt sind, auch fremde Arbeit anzunehmen. Auch mit den Ackergeräthen ist cs nicht sonderlich gut bestellt. Laut amtlichen Ausweises kommt auf jede Familie ein halbes Ackorgeräth, d. h. die Hälfte der Bauern besitzt keine Ackergeräthe. Ter Verfasser kommt in seinen Darstellungen zum Kritik des Nationalismus ist; auch wir Nationaljuden glauben, dass der Zionismus nie die Lösung des g a uzen Problems sein kann. Es gibt einen Nationalismus, der in der psychischen Zusammengehörigkeit der Stammesgeiwssen wurzelt, und dieser hat seinen Ursprung in der Blutsverwandtschaft. Vielleicht hat auch Dr. Bauer eine Ahnung davon, denn er schreibt: „Nur, wenn man sich vor Augen hält, dass die Rasse als solche untauglich zur Staatsdienerschaft ist, ioird das historische Phänomen begreifbar, dass, während große Völkerschaften mit und ohne Spuren aus der Geschichte schwanden, diese wenigen Menschen sich und ihre Art unverändert erhalten haben. Man möchte beinahe glauben, * dass alle Völker dem Staatsgedankeni ihre beste Kraft. opfern und schließlich, ihres Eigensten beraubt, mit der! von ihnen geschaffenen Stgatsform zugrunde gehen, während jene, die niemals sich zur Knechtschaft zwingen ließen,' damit auch das (Peheim mittel des ewigen Lebens gefunden haben. Es lautet: Persönlichkeit." Jede Nation hat aber nur ein Ziel, das nationale A il s l e b e n. Höflich, aber:, entschieden, müssen wir die Meinung des Dr. Bauer ab-' lehnen, als ob die Juden nach dem Plane der Natur als Störer der Zufriedenheit, als Aufrüttler und Mahner unter den Völkern leben sollen. Ein Volk, das seinen Schwerpunkt außerhalb des nationalen Bannkreises verlegt, ist dem Untergange geweiht; der Plan der Natur scheint uns vielmehr der zu sein, dass die Inden Hüter und Pfleger einer nationalen Cultur sein sollen, sich und der Menschheit zum Heile. Denn, mit Verlaub, Herr Dr. Bauer:, das ist doch schlechterdings unrichtig, dass dem Juden neue eigene Gedanken sehr selten gegeben sind; von der religiösen Losung, die sie dem Aben>dlande gegeben haben, zehren die Völker Europas noch heute. Dem Cavitalismus, Parlamentarismus, Socialismus, Journalismus haben sie ihr Gepräge aufgedrückt; meinen Sie? Wir glauben, sie haben da mehr gethan, sie haben hier schöpferisch gewirkt auf Grund ihrer inneren Volkskraft. Ihre Entwicklung ist noch nicht abgeschlossen; aber! sie kann nur dann eine fruchtbringende sein, wenn sie in der Pflege e i g e n e r Werte, und nicht in der Zersetzung fremder ihre Mission erblicken. Sonst wäre ihr ganzes Treiben eine Don Quixoterie, Herr Dr. Bauer. Leo Sofer. Warum sind die Inden so lange im Exil? Diese Frage wurde vom Rector in Skilgate, Somerset, England als Preisaufgabe gestellt.*) Wir wollen hier, ohne uns um den ausgeschriebenen Preis zu bewerben, diese Frage beantworten. Die Juden sind so lange im Exil, weil sie zu schwach sind und weil sie zu stark sind. Zu schwach, um das Exil verlassen zu können und selbstständig zu werden, zu stark, um untergehen zu können und von anderen Böllern aufgesangt zu werden. Und gerade das Exil selbst, ist die Ursache der Schwäche sowohl, wie auch der Stärke. Lange, lange vor der Zerstörung Jerusalems durch die Römer und der Verbannung des „Ueberrestes" in andere Welttheile haben die Juden in größeren Massen in fremden Ländern gewohnt. Wir sehen hier von der Hypothese ab, obwohl sie große Wahrscheinlichkeit für sich hat, dass die Juden noch zur Zeit des ersten Tempels in Gemeinschaft mit den Phöaiciern weite Meere bereist und die ersten Colonien im heutigen Spanien angelegt haben; auch die abessinische Sage, dass Priester und Leviten zur Zeit Salomos hingekommen sein sollen, sei dahingestellt. Historisch festgestellt aber ist, dass zur Zeit des zweiten Tempels große jüdische Gemeinden in Babylonien, Persien und Aegypten bestanden haben. Die Zustände im Exil waren mehr oder weniger günstig, aber in geistiger Beziehung waren diese Gemeinden alle durch die Lehre verbunden, die von Jerusalem kam- Nach der großen Katastrophe, welche das geistige Centrum der Juden vernichtete, nahm die Religion bestimmte Formen an, welche den Untergang des jüdischen Volkes verhinderten. Die Abwendung, vom irdischen Leben, die Erwartung einer glücklichen Messias- Epoche und eines glänzenden Daseins nach dem Tode machtvden jüdischen Geist stark genug, um jedes Märtyrerthum zu ertragen, vernichtete aber andererseits alle Bestrebungen, die aufs *) Siehe „Hazesircch" 1902, Nr. 6.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.