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Jüdisches Volksblatt · 1902-02-07 · 6 (7.2.1902) · p. Seite 2

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Journal
Jüdisches Volksblatt
Volume
4 (1902)
Issue
6 (7.2.1902)
Date
1902-02-07
Page
Seite 2 (sequence 2)
Language
German
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Seite 2 Wien, Freitag Jüdisches Volksblatt 7. Februar 1902 Nr. 6 hüzy am 4. d. M. in Angelegenheit der Einwanderung der galizischen Juden nach Ungarn im Magnatenhanse einbrachte. Es ist dies ein sehr trauriges Capitel im Leben der Juden im östlichen und nordöstlichen Theile Ungarns. Wir können unsere Volksgenossen in Galizien gar nicht genug warnen, sich ja nicht der Illusion hinzugeben, dass sie die Lösung ihrer Nothfrage in Ungarn finden könnten. Die Bevölkerung jener Gegend ist sehr arm, und die Juden daselbst haben nicht uur gegen den herrschenden Antisemitismus, sondern auch mit der größten materiellen Noth zu kämpfen. Die aus Galizien dahin einwandernden Juden steigern nicht nur den bereits arge Dimensionen angenommenen Hass gegen die bereits dort wohnenden Inden, sondern gehen vom Regen in die Traufe, von der Noth inS Elend. Der edle Graf wand sich bei der Begründung seiner Interpellation mit Mühe und Noth durch den offenkundigen Antisemitismus, von dem sie geleitet war, hindurch. Er kann mit der ihm gewordenen Antwort seitens der Regierung zufrieden sein. Seine Gesinnungsfreunde, der Ackrrbaumimster Daran hi und der Justizminister Plüsz, sind mit der „Regelung" der Frage betraut. Freuet Euch, Ihr armen, hungernden Juden Ostungarns! Zum Schluffe will ich noch folgende Episode aus dem Budapester Leben erwähnen: Der akademische Agrarier Club an der Budapester Universität beschloss am 4. d. M. der reactionären akademischen Nationalpartei (Kuruczeu- oder Kecskemethy-Gruppe genannt) zu ihrem siegreichen Auftreten gegen den Abgeordneten Dr. Väzsonyi zu beglückwünschen und gleichzeitig dem Führer der Agrarpartei, Grafen Alexander Kärolyi, eine Äertrauenskundgebuttg zukommen zu lassen. Die Jugend hat doch ein feineres Kameradschaftsgefühl als die alten Diplomaten, sie weiß, wer der Ihrige ist. Koloman v. T i s z a, Du bist gerächt! Airchen und Synagogen. In der am 31. Jänner d. I. stattgefundenen Sitzung des Wiener Gemeinderathes gelangte ein Erlass des Statthalters von Niederösterreich, Grafen Kielmannsegg, zur Verlesung, der an die Actioir anknüpft, die im Jahre 1893 Zur Steuerung des in Wien herrschenden Mangels an katholischen Gotteshäusern seitens des Statthalters eingelötet worden ist. Damals wäre ein vollständiges Programm über die zu erbauenden Kirchen entworfen worden. „Diche Action Wen. nach mehrjährigen.' Verhandtlungen einer gedeihlichen Lösung entgegenzugehen, da über die wesentlichsten Punkte zwischen . den betheiligten Factoren im großen und ganzen eine Einigung erzielt worden ist. Im Jahre 1899 kam jedoch diese ganze Angelegenheit aus bekannten Gründen zu einem gewissen Stillstände. Schon gelegentlich der cornmissionellen Verhandlungen wurde die Erbauung einer Kirche in Neumargarethest in erster Linie ms Auge gefasst; nunmehr sind aber die Verhältnisse ist diesem Theile des 5. Genreinebezirkes' derartige geworden, dass diese Frage keinen weiteren Aufschub duldet und zu einer Lösung drängt. Ich sehe mich daher veranlasst, unter Bezugnahme auf mein Schreiben vom 10. Deoember 1898, betreffend die Erbauung neuer Kirchen und Pfarrhöfe in Wien, nochmals dringend zu ersuchen, dahill zu wirken, dass seitens der Gemeindevertretung diese Angelegenheit namentlich hinsichtlich der finanziellen Betheiligung ehestens in Erwägung gezogen und hieriiber mit thunlichster Beschleunigung Beschlüsse gefasst werden." Der Erlass betont nochmals die Unauffchiebbarkeit des erwähnten Baues und erwartet, dass der Bürgermeister „sich die endliche Erledigung dieser Angelegenheit aufs wärmste angelegen lassen und mit allem Nachdrucke auf eine baldige befriedigende Lösung derselben hinwirken werde." Wir haben uns mit der vorstehenden Enunciation deshalb des Ausführlichen beschäftigt, weil ihr in vielfacher Beziehung ein hohes Interesse innewohnt und weil sie eine über das gewöhnliche Maß hinausgehende Bedeutung besitzt. Die erwähnte Kundgebung ist nicht nur interessant wegen ihres Inhaltes, sondern auch wegen ihres Absenders mit) des Adressaten. Wir wollen im vorhinein des Umstandes erwähnen, dass wir uns ausnahmsweise diesmal mit Seiner Excellenz dem Herrn Statthalter von Niederösterreich tot vollständiger Uebereinstimmung befinden. Graf Kielmannsegg wünscht für Wien die Errichtung neuer katholischer Kirchen, weil sie angeblich einem besonderen unleugbaren Bedürfnisse entsprechen. Wir wollen nicht untersuchen, ob die Angaben des Statthalters auf Nichtigkeit beruhen. Das ist durchaus nicht unsere Sache. Wir von unserem Standpunkte aus können es nur gut heißen, dass, wenn irgend eine Confession Mangel an Gotteshäusern besitzt, dieselben beigestellt werden, müssen. Denn jeder wahrhaftGläubige hat dasRecht, zu fordern, dass ihm Gelegenheit geboten werde, seiner gläubigen! Pflicht, lvozu auch der Besuch von Gotteshäusern zu zählen ist, nach Herzenslust zu genügen. Was uns recht, muss auch den anderen billig sein. Wir Juden schätzen bei Jedermann, fei er Christ oder Mohamedaner, wahre, aufrichtige Frömmigkeit, was aber nicht. hindert, dass wir Mit aller! Entschiedenheit jeder Frömmelei perhorrescieren. Pretät i ist eine schöne Tugend, die allsei tige Förderung verdient, sein, und dagegen müssen wir mit aller Entschiedenheit protestieren. Es steht uns kein Mittel zu Gebote, dein Grafen Kielmannsegg das Kokettieren mit der antisemitischen Wiener Gemeinderathsmehrheit und nnt den antisemitischen Parteien überhaupt zu verwehren, allein das Recht steht uns 31t, den Statthalter von Niederösterreich an seine schuldige Pflicht 31t mahnen, die dahin geht, gleiches Recht und gleiches Maß für alle Staatsbürger walten zu lassen. Graf Kielmannsegg, auf den feinen Antecedenzien nach das Dictum passt: „Zwei Seelen, ach, wohnen in feiner Brust," muss sich endlich abgewöhnen, die Juden als nicht gleichwertige Staatsbürger 31t behandeln. Dem Grafen Kielmannsegg wird als Chef der politischen Landesbehövde, der auch die Staats- und Civilpolizei untersteht, sehr Wohl bekannt sein, dass die Juden vom Scheitel bis zur Sohle loyal, patriotisch unb dynastisch sind. Es wird ihm weiters bekannt sein, dass namentlich die Juden Wiens es an Aufopferungsfähigkeit niemals fehlen lassen, wenn ein Appell an ihr mjenschliches Mit ge? fühl, an ihren sprichwörtlichen Wohlthätigkeitssinn ergeht und dass sie dabei keinem Unterschied in der Confession machen. Dem Grafen Kielmannsegg wird -es schließlich auch bekannt sein, dass die Wiener Juden, trotzdem neun Zehntel derselben verarmt sind und mit Noth un Elend zu kämpfen haben, durch ihre Steuerkräftigkeit und Steuerfähigkeit ein gewichtiger Factor sind, und demnach Anspruch darauf haben, zumindest derselben Behandlung Ivie ihre arischen Mitbürger sich eifrcitirn 31t dürfen. Wir werden nach wi!e vor alle Actionen des Grafen Kielmannsegg begrüßen, die ad majorem Dei gloriam erwogegen der heuchlerische Pietismus nicht genug zu vor-. r _ Vrr, .... , . dämmen ist; denn er bildet in der Regel den Deckmantel für! folgen, allem wir verlangen ganz entschieden dass auch den frivoles Streberthum " j jüdischen Bürgern Wiens Gelegenheit geboten werde. Aber eines .betmiffen wir in dem Erlasse deS Statt-'j ihre» «Mar PMm »» «-niigm, und dass hie« Halters. Graf Kielmannsegg ist Statthalter des ganzen, cm<: -'-tffflcn3 unseren llnguni m mcht Kronlandes Nieder-Oesterreich und hat die Jnterrchen der! Kemacht werde. gesannntcu Bevölkerung der seiner Veavaltnng anver.! M Wahle!'. iN die Wien« Steuer-SchiitzUNgrtrauten Pwvmzen wahrzunehmeu. Wir lenken die Auf- »«*«?*»*** merksamkeit des niederösterreichischen Statthalters darauf, i , dass auch die 160 000 Seelen zählende Judenschast Mens! Die Wahlen in dis Schätzungs-Commissionen, an eim .. boriert lauben . rum er nicht auch diesen Mangel an Synagogen seiner Be- Wiens boten. achtung würdigt. Denn dieser Mangel muss ihm ja nicht Dre Gegner des christlich-locialen Regimes im Wiener wiwwiwtWffMwaMwwMii-tMWiiiiuiriiiiriw». statieren tvir die Thatsache, dass das Judenvolk ungeheure Schätze, deren Eigner -es ist, und die die Besten ihrer mühselig gesammelt, achtlos fortwirft, verschenkt, vergeudet., Und die Gründe? Sie liegen zum größten Theile in der' ganz eigenartigen geistigen und socialethischen Veran-' lagung einer bestimmten Classe von Juden, die kritisch zu' beleuchten, nicht ohne Interesse sein mag.; Da ist der jüdische Millionenfürst, der sein Judenthum nicht zu stark betonen darf, wenn er es nicht riskieren will, dass die ihm „intim" befreundeten Cavaliere es eines Tages unter ihrer Würde halten, gelegentliche Anleihen bei ihm zu machen, um sich dann, wenn sie unter sich sind, gegenseitig die Versicherung zu geben, dass „so ein Jud' doch nicht ganz zu verachten ist." Und daim — liebevolle Pflege des Nationalbewusstseins bietet keine sicheren Garantien für die Erlangung eines Ordens, wenigstens nicht in dem Maße, wie etwa die finanzielle Förderung von allerhand öffentlichen Institutionen, die unter hohen Protectoraten stehen. - Da ist der wohlhabende jüdische Phililler, dessen nur nach HundeAtausendeu zählenes Vermögen ihm .strar keine so kostspieligen Passionen gestattet, ihn aber immerhin in die Lage setzt, sei:: Haus in modernem Stile 31t führen und feinen Töchtern von arischen Vürgersöhncn den Hof machen zu lassen. Gediegene -Küche, ein erlesener Keller und gute Cigarren im. Vereine mit anregender Unterhaltung nnt ein paar riesig sich geschmeichelt fühlekkden Judenfräuleius sind Dinge, die manchem arischen Jüngling über alle Nassenvorurtheite hinweghelfeir, und wenn das Souper vorüber. ist, mag er. mit voller Berechtigung Madame die .Hand küsstm: „Gnädige Frau, ich habe schon lange keinen so angenehmen .Nachrnittag verbracht, wie heute." Unten da vor. dem Hausthore schüttelt inan der, Staub von der, Schuhen und spuckt erleichtert -- gewissernwßen sich selbst entschuldigend —- ans: „Bei den Inden iist man eigentlich ganz gut." Wer wird den entzückten Hausvater darob tadeln wollen, loerm er unter solchen Umständen sein Haus nicht, dass uns seitens der Comnume oder eines anderen : So wenig wir begreiflicherweise es als unsere Auföffentlichen Fonds die SyNagogen gebaut werden, ' wir / gab« birtrachten.können,Erfolge der christl.ich-soeialeu Partei, wollen sie aus eigenen MitÄn errichten. Allein, wir 'be-! wo sie glicht vorhanden sind, der Bevölkerung einzureden, gegnen dabei amtlicherseits dem heftigsten Widerstande aus ebenso sehr gebietet es uns unsere Pflicht, der systematischen ganz nichtige Gründen, die nur einer gehässigen Chikane Täuschung der jüdischen Bevölkerung entgegenzutreten, entsprechen. Cs Muss doch dem Grafen Kielmannsegg in ' wenn man Niederlagen der Liberalen oder Socraldemokraten seiner Eigenschaft als Statthalter bekannt sein, dass die i in Niederlagen der Christlich-Socwlen umzuwandeln sucht, jüdischen'Bewohner des Josefstädter Beziickes jahrelang! . Die Christlich-Socialen haben gegen bie Wahl vor den heftigsten Kampf wegen Errichtung eines Gotteshauses zwei Jahren circa 7000 Stimmen gewonnen die Lrbernlen zu bestehen haben, der in allen Instanzen wohl zu ihren >'und Socialdemokraten circa 3000 verloren, sichre 1900 Gunsten entschieden worden ist, aber von . dem inseiner. behaupteten die Liberalen noch den ganzen I. und IX. Bezirk, Mehrheit aritisemitischenGeme'mderathe aus purerNaucuue i heute, im Jahre 1902, besitzen sie kaum die Hälfte des ad infinitum fortgesetzt wird. Bei denr Kampfe, ben* die. l« Bezirkes und nur ein Mandant von den drei Mun- Wiencir Juden um Errichllmg von Gotteshäusern ft'chren,! baten des IX. Bezirkes. Den Socur.oemokraten gemng es, steht ihnen das Wohlwollen' und die Gnade des Grasen ' allerdings mit Hilfe der jüdischen ^Uminen, ermn SchatznngS- Kielmannsegg nicht zirr Seite. Für den Statthalter von i der Leopoldstadt zu erobern, den die Christllch- Niederösterreich scheinen die Juden in allen Angelegen-!- Bwcralen im Jahre 1900 mit einer gernigen ^stunmenheiten, wo es sich nicht um Bezahlung von Stenerm oder'Mehrheit erlangt hatten; ebeuio ist m cut um einen Appell an die Whlthätigkat handelt, Lust zu j wesentliches Anwachsen der wcialdemokratrschen Summen,! sie in einer Reihe von vorzüglichen Romanen, Novellem,! dramati'scheir und lyrischeii Dichtungen ein ganz bestimmtes,! wenig ausgeschöpstes imd weiiig bekanntes Milieii schil-! dert, als Bild einer Cultrir unter Ciilturen Interesse er- \ wecken müsste — nicht nur bei Juden, sondern bä Jeder- | mann, der für cultiirelle, theils durch sociale Verhältnisse, \ theils durch völkerpsychologische Besonderheiten bedingte : Eigenartigkeiten empfänglich ist. j " Es ist nicht nröglich, für die seltsame und, so weit mir bekannt ist, einzig dastehende Thatsache, dass ein Volk gleichnrüthig seine moderne Nationalliteratrlr ewiger Vergessenheit preisgibt, auch mrr den Schatten einer Entschrrldigurrg zu finden. Künstlerische Rückständigkeit in der Auffassmrg oder Behandlung dichterischer Stoffe kann es zur Noth begreiflich erscheinen lassen, dass der modern erzogelre Mensch fernem Geschmacke nicht zumuthen kann, was — nennen wir es Pietät — von ihm verlangt. Aber die Ghettoliteratnr hat es nicht nothwenidig, an etwaige Pi-etätsgefühle zu appellieren, um Leser zu werben. Sie zählt Dichter 31t den ihren, die die strenge Klassik Goethescher Prosa erreicht, die lvunderbare Erzählungskmüt Stifters oder Kleists übertrosfeu haben. Man könnte annehmen, dass die znm-eist aus dem Leben des sirnplen Dorfjuden geholten Motive dem Verständnisse des mifgeklärten, mit aller Wissenschaft einer lichtvollen Zeit getränkten Großstadtjuden 31t entlegen sind. Man könnte sagen, dass großartigere, zur Verbreitung und zur Verschmelzung mit fremden Elementen treibende Lebensverhältnisst' das verständnisvolle Jirteresse für kleinlichere und innerhalb ihrer selbst begrenzte Lebensverhältnisse nicht leicht allfkonwwl, lassen. Aber damit bleibe noch immer die Frage offen, wieso es denn kommt, dass Gogols 0derSieukie)viez' Schifboriuigerl des kleinrussischen Bauernwilieus überall gelesen werden, wo es Leute von künstlerischer Empfi'ndungssäyigkeit gibt. .... c Nein, es gibt keine Möglichkeit, muh nur bm Schatten, einer Entschuldiglm-g für den Leichtsinn einer mit ängstlicher Sorgfalt vor allen jüdischen Einflüssen zu bewahren sucht! — Kein Billigdenkender wird das Gegentheil ern.stlich von dein Manne Verlangen, der mit dem charakteristischen freudigen Stolz, des harmlosen Idioten einem jüdischen Bekamrterr,' mit dem ihn- Geschäfte zusmn men führen, von der neuesten Auszeichnung Kmrde gibt, die ihm widerfahren ist: „Wissen Sie, teer der Herr war, mit dem ich gegangen bin? Einer der größten Antiseiniten Wiens." Einige wesentliche Erläuterungen sind nach dieser hochwichtigen Mittheilung unerlässlich: „Bei mir verkehren alle diese Leute, trotzdem sie wissen, dass ich ein Jude bin und haben die größte Hochachtung vor mir, weil ich eben nicht so -ein Jud' bin wie die anderen." Zahllos sind die Spielarten des Ansnahmsjud-en. Der anskmwkfarne Beobachter begegnet ihnen auf Schritt und Tritt. Airs dem Ringstraßen-Corso, wo der „smarte" Jüngling, der nur bei dem vornehmsten Schneider Wiens seine Garderobe schuldig bleibt, die Erwägung, ob er morgen den T-Ball besuchen soll oder nicht, summarisch abschließt: „Ah, .cs beißt nichts, sind^ lauter Juden dort." Ihm verwandt und ähnlich ist der iitdisthe Bergnügungsreisende, der im Coupee zwei polnische Juden trifft, und, von ihrem in galizischem Jargon geführten Gespräche angeekelt, ills Neebncoupee flüchtet, ivas ihn aber nicht hindert, das liebliche Jdionr des Liechtenthaler Strizzis entzückend ,3U finden. Es ist immer dieselbe Krankheit, dasselbe Gebreste. Der Jude, den Umgebung oder materielle Verhältnisse eniporbriugen, und der tu trauriger Verirnlng seines socialen Ehrgeizes sich seiner Nationalität zu schämen und seine Kweise m meiden braunst, um sich in unglanblicber Berblenduna in eine Gesellschaft einzndrängen, die ihn — dessen möge er sicher sein - - nieimils als ebenbürtia aucr'kennen. sondern stets mir in ihrer Mitte gnkmi'lthig und verackstcnd dulden Ivird . . . Kehren ivrr zn dem Ausga"gsvwrkte dieser dsteira-btnngen zurück. Das Volk der Juden besitzt ein.' reiche moderne Literatur, eine Literatur, die schon deshalb, weil

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