Jüdisches Volksblatt
- Journal
- Jüdisches Volksblatt
- Volume
- 4 (1902)
- Issue
- 2 (10.1.1902)
- Date
- 1902-01-10
- Page
- Seite 2 (sequence 2)
- Language
- German
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Seite 2 Wien, Freitag Jüdisches Volksbiatt 10. Jänner 1902 Nr. 2 Da die psychischen 0) o n i ei n fct n i Fei tö m er fr» i a lo es in erster.X?iiiic sind, welche die verschiedensten Judividualitäteir desselben Blutes zusammen ketten, da eine gewisse Gemeinsamkeit der Imuircte und Wertungen sich den zersetzenden Tendenzen klimatischer und materieller,sJuihtr gegenüber als das stärkste Bindeglied rassengleicher Meuseheiigruppeii erwiesen hat, so kann das Territorium nicht als die alleinige volksbildende M'raft angesehen werden. Die jüdische Bolkspartei kann sich daher mit denjenigen Bestrebungen, welche in der Begründung einer Palästinensischen Heimstätte die Lösung der Indenfrage erblicken, nicht ideutisicieren. Die tritt hingegen für die Hinüberleitung der Judemuasseu, welche in verschiedeneil Ländern als wirtschaftlich überschüssige Elemente gelten, in unser geliebtes altehrwürdiges Land ein, da eine Kolonisation im großen Maßstabe ebenso dem Principe der historischen Eoutimiität wie dem Gesetze wirtschaftlicher Nothwendigkeit gerecht wiirde. Mit diesem Programm glaubt die jüdische Volkspartei eine Platform geschaffen zu haben, auf der sich alle Schichten des jüdischen Volkes vereinigen können. * Dieses Programm wurde von der am 5. Jänner abgehaltenen Eoufereirz der Wiener Vertrauensmänner einhellig angenommen und wird hiermit den Parteigenossen in der Provinz zur Diseussiou gestellt. Zur Vorgeschichte der jüdischen Volkspartei. Inmitten der allgemeinen nationalen Erhebung voll- Zieht sich langsam ein aufsehenerregendes Ereignis: Die Wiedergeburt de s j ii dischen V o l k e s. Halb rustiuctw schöpft es feine Mmft aus seiner tausendjährigen Geschichte, aus seiner Geschichte, voll des furchtbarsten Leidens, voll des tiefsten Jammers, doch nicht minder reich an höchster geistiger Erhebung und iutet- Icctuelleu Triumphen. Halb unbewusst fühlt der Jude die Grüße feines Geschickes, die Größe der Aufgabe, die ihm eine Vorsehung zugewieseu. Und mit einem mächtigen Aufbäumen seines befreiten Menscheuthums tritt er wieder in die Weltgeschichte, und verlangt die Anerkennung, Mensch zu sein, nicht als unliebsam Geduldeter eines fremden M a ch t h a b e r s , oder einer fremden N a t i o n , sondern lediglich als Jude. Damit haben wir zugleich drei Etappen unserer Emaucipatiou gekennzeichnet. Im Ghetto suchten die Juden den engsten Anschluss an den L a n d e s h e r r. n, ein kluges Verfahren, da derselbe gewöhnlich einen weiteren geistigen Horizont hatte als das in bigotter Stumpfheit hiulebende Volk; er hatte an dem Untergang der Juden kein Interesse, da die Juden gut zahlten und nie feine Pläne durchkreuzten. Daher brechen sich immer die Wellen des Pöbels, die die Juden zu vernichten drohten, an den Mauern der landesfürstlichen Soldtruppeu, wenn auch nur zu oft diese Wellen Judenleichen und Judenrcichthümer triumphierend davontrugen. Mit der französischen Revolution, mit der Proclamienmg der Menschenrechte, suchte und fand der Jude den Anschluss an den aufstrebenden dritten Stand, die B ü r g e r, die damals auch der Inbegriff der Nation waren. Biit dem unmotivierten Enthusiasmus, dem Erb theil unseres Blutes, warfen sich die Inden auf die liberalen Ideen und bildeten überall ihre Phalanx, zumal in der Presse. Diese blinde Hingabe der ganzeil Volksinteressen an einen gar nicht ivurzelständigen, bald in eine leere Phraseologie ansartenden Liberalismus feierte nirgeus solche Orgien wie in O e st e r r e i ch. Alle Ansätze einer zielbewussten jüdischen Politik, wie sie in Galizien in den 70er Jahren aufblühten, wurden schonungslos niedergetreten lind mit einem Eifer, der uns heute ebenso lächerlich als traurig erscheint, wurde das Heil der Juden in ihrer vollständigen A t o m isie r n n g gesehen; man konnte für billiges Geld überall in den schwarzgelben Pfählen das Schauspiel mitansehen, wie sich mosaische Ezechen und mosaische Deutsche mit einem Fanatismus bekämpften, der sie gar nicht den lachenden Dritten sehen ließ, und der umso widerlicher wirkte, je mehr er durch seine Schrankenlosigkeit seine llnechtheit zn verdecken suchte. Besonders böse Früchte trug uns unsere Ehe mit den D e u t s ch e n und den P o l e u ein. Langsam aber sicher vollzieht sich der schon seit einem Jahrzehnt währende Abbröckeluugtzprocess, dessen Schlusseffcct der Zusammenbruch der deutschen. Vorherrschaft ist. Die unnatürliche Hegemonie der Deutschen muss einem natürlichen Politischen Uebergewichte der Slaven Platz machen, weil dieses mit der Bevölkerungsziffer der aufstrebenden slaven im Einklänge steht. Die Eintheilung nahezu in allen gemischtsprachigen Bezirken, besonders Mährens, ist so getroffen, dass die Stimmen der Juden ausschlaggebend sind und deshalb sindes die Juden, welche durch ihre Haltung im Wahlkampfe für die eine oder die andere Partei die Entscheidung herbeifiihren können. Das Svstem des deutschen Pseudoliberalismus eutivickelte sich immer mehr. Eifrig tvurde darüber gewacht, dass die jüdischen Stimmen gesichert bleiben. Die Parteigrößen der deritschliberalen Partei wussten durch persönliche Beziehungen die jüdischen Führer zu bestimmen, ihren Einfluss bei ihren. Glaubensgenossen geltend zu machen, dass sie für die Deutschen an der Wahlurne stimmten. Tie geistuzeii Vater dieser Iudeuvolitik waren Plener, Provtber und Schmeykal. In ihren Personen verkörpert sich das Priucip, das sie zeitlebens meisterhaft prackicierten, die idealen liberalen Principien zu verleugnen, demoralisierend auf die Juden einzuwirkeu, ihnen politische Corruptwip und lluehrlichkeit förmlich anzuerziehen. Unter devt Einflüsse dieser drei leuchtenden Sterne lernten die Juden ihre nationale Selbstverleugnung bis zur Lächerlichkeit Zti treiben. Sie ließen es sich ruhig bieten, wenn hinter ihrem Bücken unwürdiger Schacher mit ihren vitalsten Interessen getrieben wurde, wenn dem nationalen Antisemitismus Eoncesfiouen alleLArt gemacht wurden. Sie lernten alle politischen Ehrbegriffe gewaltsam, zu erfticken und degradierten sich damit selber zum gefügigere Stiurmvieh mrd willenlosen Objecte politischer (Geschäfte. Dabei gierigen sie in dem Gedanken „deutscher Gemembürgerschaft" mit einer Begeisterung auf, der fast an Wahre sinn grenzte. So begeistert waren gewiss Promber, Pteuer, Schmeykal ri. Eo. nie, die so ganz den Typus der pseudoliberaleir Judeircändidaten verkörperten; zur Zeit der Wahl voll überströrnender Judeitfrenndlichkeit, nach der Wahl voll nobler Lässigkeit antisemitischen •— Pardon — asemitischen Anstrich zur Schau tragend. 'Die Versprechungen, die von dieser Seite gemacht wurden, siird nie venvirklicht worden. Aehnlich steht unser Verhältnis zn den Polen. Diese pichen ihre Hegemonie über ganz Galizien auszndehnen, und haben es mit Hilfe aller Mittel und Mittelchen durch llnterstützrmg der Clericalen und Feudalen dazu gebracht. Ihnen stehen die Einnahmequellen von. gan.z Oesterreich zur Verfügung; irr Galizieir regiert in Wirklichkeit nicht der Statthalter Seiner Majestät, sondern das voir der Schlachta eingesetzte Comitee. Die ergebensten Werkzeuge dieser Adelsrepublik sind die Jrrden, oder besser gesagt, die Wahlmacher unter den Jrrden., deiren die Masse, rvie. die Schäfleiu dem Metzger, gehorsam zur Schlachtbank folgt. Denn der Dank für diese Helfershelferdienste, für. die Majorisiernng der Rnthenen, besteht in derrr rücksichtslosesten, ans dem Landessäckel genährten Boycott des jüdischen Volkes, irr derrr Ausschlüsse aus der Landesbeamtenschaft. Hier >vie dort mrd überall dasselbe Lied. Aus dem bisherigen politischen Verhalten der Juden haben nur diejenigen gewissenlosen jüdischen Führer einen Vor theil gezogen, die etrva irr einem Wahlausschüsse oder Bezirksvereine eine Stelle ergatterten; der wirtschaftliche Boycott, der. gegen die armen und ärmsten Juden gepredigt wurde, ließ sie ruhig schlafen. Wirtschaftlicher Niedergang rmd moralische Krebsschäden waren die. Erfolge der bisherigen uirjüdischen Iudeirpolitik. In tiefer Erkenntnis der bisherigen Fehler haben die Gründer der jüdischen Volkspartei vor vier Jahren den Auf an das jüdische Volk ergehen, lasseir, z u r W and - l rr ir g ri u d S a irr m l u n g. Langsam brach sich dieser Allif Bahn, viel Hohn, viel Lüge, viel Unverständnis mussten diese Männer über sich ergehen lassen, bis sich ein immer größerer Kreis von Gesinnungsgenossen um sie scharte. .Die Iudennoth hat uns organisieren gelehrt. Aber unsere Thätigkeit verliert sich nicht in einer A b lv e h r -- p o ln k i k, wie nothweudig auch eine solche sein mag, wir sind.und bleiben Juden, auch weuu wir nicht verfolgt werden.-. Denn wir haben specielle Ziele und specifische Anfgaben auf crilturelleur und politischem Gebiete. Wir empfinden n a t i o n a l , ohne in Chauvinismus zu verfallen. Die P o l i t i s ch e u Zionisten betonen, ebenso wie wir die nationale Seite der Judenfrage. Jedoch identifieieren sie zu sehr den Begriff der „jüdischen Nation" mit dem Begriffe des „jüdischen Landes". Sie verkennen die ungeheure Tragiveite der. psychischen Zusanrmengehörigkeitsmerktualc, die aus der Blutsverwalrdschaft-derHStamm.esgeuosserr entspringen. Der Mensch ist dem Menschen näher als der. Scholle. Das w i r t s ch a f t l i ch e P r o g r a m m , das wir seit Jahren vertreten, wird kaum mehr bestritten; dagegen flößt das Wörtchen „Politik" unseren liberalen rmdd zionistischen Gegnern ein Grauen ein. llnd dennoch müssen wir Juden Politik treiben, ans zwei sehr einfachen Gründen. Der erste Grund ist, dass man einfach Politik treiben m u s. s, ob mau will oder nicht. Mau hat nur die Wahl zwischen einer u n jüdi s ch e u , wie. sie von unseren Gegnern zum Schaden des Volkes betrieben lvird, oder einer j ii d i s ch n a t i o n a l e n, die lvir inaugurieren wollen; und zweitens kann keine wirtschaftliche Thätigkeit für sich isoliert betrachtet werden. Sie hängt zusammen mit der geistigen Kraft des ganzen Volkes. Was ist aber die Pogeprieseu. Au die Stelle aller anderen im Staatsleben gepflegten Eulturbestrebuugeu tritt die Wissenschaft; sie zieht alle besten .Strafte der Gesammtheit au; sie, die hier fast nirgends der Nützlichkeit dient, sie allein gibt dem Leben eine höhere Weihe und Befriedigung. Die Wissenschaft wAd als das Allgemeine, als das' ideale Gut der Gefamurtheit, durch lvelches diese geistig geeinigt und belebt Üt, betrieben. Das zweite ist dann der Nachdruck, welcher jetzt mehr als zuvor auf das Wohlwollen und die Wohlthätigkeit, auf die Liebe der Menschen zueinander gelegt wird. Die ordnungslosen Zustände, die durch den Verlust der politischen Verfassung und die Unterdrückung der römischen Machthaber herbeigeführt sind, erheischen zu einem gedeihlichen Zusammenleben viel mehr Wohlwollen, Hingebung, Nachsicht, Liebe, als innerhalb des freien und eige-' nen Staates nothweudig gewesen. Ausdrücklich wird die Liebesthätigkeit als das ideale Element bezeichnet, lvelches Ersatz pricht bloß für die zertrümmerte Politische Lebensform, sondern auch für den zerstörten Tempel, für die Einheit des religiösen Eultns bieten soll. Das dritte, lvelches in dieser Zeit der Stellung des Judenthums auf neue Grundlagen angestrebt wird, ist der Ausbau und die Feststellung des Gesetzes überhaupt und der religiösen und der Eeremonialgesetze im besonderen. (11. a. vergl. S. 15.) Dazu trat nun noch als mächtiger Hebel der Entwicklung das blutige Martyrium, mit welchem nicht wenige Glaubenshelden ihre Ueberzeugung den römischen Wütherichen gegenüberauf dem Blutgerüst oder dem Scheiterhaufen besiegelten. Suchen lvir uns einige besonders wichtige Grundsätze der jüdischen Ethik zu Vergegenlvärtigen, so weit das in einer flüchtigen Skizze überhaupt möglich ist. Kants rigorose Formel des kategorischen Imperativs, der nur durch eigene sittliche Gesinuung und Reinheit Wert und Bedeutung erhält: Handle so, dass du wollen kannst, dass die Maxime deines Handelns zum Gesetz für alle wird, findet sich ihrem Sinne nach auch bei den Illabbinern wieder, nicht minder wie bei den großen Propheten, die sich durch Tiefe der sittlichen Auffassung anszeichnen. Während alles äußere Thun ohne rechte innere Herzensbetheiligung | verurtheilt wird, erhält die reine Liebe zum Guten als i dem alleinigen Ziel und Zweck jedes sittlichen. Handelns die -Krone. Dagegen bildet es keinen. Eiuwand, wenn gelegent- - lich aus pädagogischen Gründen mit Lohn und Strafe! gerechnet wird, wie das ja auch noch in unserer heutigen Erziehung geschieht. Lazarus erklärt: Nicht auf einzelne Aussprüche kommt es au, sondern darauf, dass aus der gesammten Lebensauschauung des rabbinischen Gebietes sich noch der Hauptgedanke ergibt: nicht äußere, sinnliche oder sonst natürliche Erfolge sind der wahrhafte Lohn der guten Thal, sondern der Lohn einer guten Handlung, weil der uothwendige Erfolg derselben, ist eine weitere gute Handlung; denn'wie die Schuld, die nicht gebüßt, gesühnt oder vergeben ist, fortzeugend Böses muss gebären, so ist auch der wahrhafte, der glückliche und der Würde der Sittlichkeit allein entsprechende Erfolg einer guten That, dass sie in ihrem Urheber oder in anderen wieder lautes aus mancherlei verschiedenen vsychologischen Gründen erzeugt. Als der Gipfelpunkt der Betrachtung über die Belohnung des Guten und die Bestrafung des Bösen sei deshalb der Ansspruch des Ben Asai angeführt: Eine gute Handlung zieht eine andere nach, wie eine llebertretung die andere; denn der Lohn einer guten That ist eine gute Thal und der Lohn einer Sünde die Sünde'iS. IO!)). Im klebrigen ist aber auch hier, wie überall, nicht Erfolg mit Zweck und' noch weniger der socialethische Standpunkt mit der individuellen Auffassung zu Verlvechseln. Jede gute That erzeugt von selbst eine innere Befriedigung und Freude, die aber selbstredend nicht als das eigentliche Ziel des Handelns betrachtet werden darf. Andererseits lvird für den Einzelnen, das Jenseits und damit die Anwartschaft auf' eine überirdische Seligkeit rinmer eine gewisse Rolle spielen: ohne dass damit der eigentliche Grund und Körn des echt sittlichen Thuns berührt würde, das eben nur in der Lauterkeit und llnverletzlichkeit der Gesinnung bestehen sollt Diese Anschauung wird vortrefflich mit folgendem Vergleich, den Rabbi Jacob zwischen diesen beiden Anschauungen zieht, veranschaulicht: Besser ist eine einzige Stunde der Seligkeit in der zukünftigen Welt., als alles Leben irr, dieser Welt; aber besser ist eine einzige Stunde der Rückkehr.und guten Thaten in diesem Leben, als alle Seligkeit des zukünftigen Lebens. Lazarus sagt: Niemals steht der Mensch, der einzelne, allein; immer findet er sich in Gesellschaft mit anderen, mit seinesgleichen. Als sittliches Wesen kann und soll er nichl allein stehen. Was innner die Sittlichkeil. von ihm fordert, sie fordert es im Siime, im Dienste und zum Zlveeke der meirschlicheu Gesellschaft. Die. Idee der Sittlichkeit ist in der Thar die Idee der sittlichen Gesellschaft. Alle Ethik pst iiruechalb des Judeuthurus Socialethik tS. 115). Dadurch bestimmt sich auch ein anderes Moment, nämlich dass trotz aller theologischen Ernkleidung doch der Mensch selbst in sich das Wesen der Sittlichkeit findet, itnö zwar in der alles beherrschenden Idee des (Bitten, die fein ganzes geistiges Dasein erst wahrhaft adelt. Ans alledem folgt, heißt'es hier, als die wesentliche Anschauung des Judenthnins: Die Sittlichkeit ist Grund und Ziel il)irvc selbst; sie ist des Menschen und aller geistigen Weseip Beruf. Nicht irgendrvelchem Zloeck außer ihr selbst soll, sie dienen, sondern sie ist sich selbst Zweck und allen anderen^ Zwecken, die der Äcensch erstrebt, gibt sie den Wert und bestimmt sie das Maß. Die sittliche Natur des Menschen^ ist die Völlendnng alles Iltaturduseins, und die Krone aller geistigen^ Thätigkeit ist die Schöpfung der Sittlichkeit; alle geistige Wirksamkeit, alles Forschen und Erkemieu, alle N'aturbeherrschung, alle Eriltnrschöpfrmg ruid freie Kunstgeslaltnng mündeir im. Geiste der Sittlichkeit, „alle Ströme gehen ins Meer und das Meer wird nicht Volt" «;S. l ldp. Durch die Begründung und die Prineipien wird selbstverständlich in zlveiter Linie auch der Eharakter der jüdischen Ethik bestimmt. Dieselbe ist freilich zunächst eine nationale, der Eigenart des jirdischen Volkes angepasst rmd aus ihr entsprungen, aber andererseits, wie bereits angedentet, doch von einer zweiterr und rmifasserrderar Perspective rmd Geltrurg, weil sie eben Gedanken, und Ideen ausspricht, die a l l g e m e i ri menschlicher Natur sind. (Schluss folgt.)