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Jüdisches Volksblatt · 1901-11-01 · 44 (1.11.1901) · p. Seite 5

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Journal
Jüdisches Volksblatt
Volume
3 (1901)
Issue
44 (1.11.1901)
Date
1901-11-01
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
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Jüdisches Volksblatt 1. November 1901 Nr. 44 Wien, Freitag Seite 5 darin die Absicht, dass ihnen dies Emporium als Muster zur Nachahmung diene, nämlich dass sie mit der alten Ghettopolitik und der Schablone endgiltig brechen und alles aiifbieteu, das jüdische Volk, das zum größeren Theile durch jene Vogel Straußpolitik in tiefes Elend versunken ist, wieder auf eine menschenwürdige Stufe zu bringen. Pbg. Excesse gegen Juden. Aus Lemberg wird geschrieben: In Brzezauy hat der Erkenntnissenat des ^Preisgerichtes von 68 des Verbrechens der öffentlichen Gewaltthätigkeit angeklagten Bauern, welche in Strzeliska in Häusern der jüdischen Bevölkerung Fensterscheiben zertrümmerten und auch auf Juden und Gendarmen losschlugeu, 47 schuldig erkannt und zu schweren Kerkerstraseu in der Dauer von drei Wochen bis zu vier Monaten verurtheilt. Hilfsvercin der deutschen Juden. Aus Berlin lvird geschrieben: Im Saale der Ressource von 1794 fand die erste ordentliche Sitzung des Ceutral-Eomitees des ueugegründeten Hilfsvereines der deutschen Juden statt. Die Versammlung erledigte zunächst die nöthigen Formalitäten, um die Eintragung in das Vereiusregister zu bewirken und dadurch die R'echte als juristische Person zu erhalten, und lvählte au Stelle des Generalconsuls Eugen Landall, der den Vorsitz niederzulegen wünschte, lveil er zur Zeit sich dem Verein llicht genügend widmen kann, Herrn James Simon zun: ersten Vorsitzenden. Hierauf lvurde der Bericht des Geschäftsführers, des Herrn Dr. P. Nathan, zlir Kenntnis genommen, aus der wir das Wichtigste hervorhebeu. Der Hilfsverein ist zur Zeit mit Vorarbeiten für feine spätere Thätigkeit beschäftigt. Die bedeutsamste darunter ist eine Zusammenstellung des gesummten Materials über die Lage der Juden im Orient, zu der sowohl die amtlichen türkischen Quellen, wie die zahlreichen Reisewerke und sonstigen Quellen benützt werden. Diese Zusammenstellung lvird erst die Information für die weitere Thätigkeit des Hilfsvereins in größerem Stile bieten. Sodann lvurde die Gründung von Schulen in Aussicht genommen: als die geeignetsten Plätze dafür und als solche Orte, in denen gerade für Schulei: des Hilfsvereines das dringendste Bedürfnis ist, wurden iirs Auge gefasst: Jaffa, eine der palästinensischen Kolonien und die rumänischen Eolonieu in Anatolien. Die schulen auf den Eolonieu. sollen durchaus den Charakter der Dorfschule erhalten, lvähreud der Schule in Jaffa ein höheres Lehrziel gestellt lvird. Mit der Ausarbeitung der Lehrpläne, die nicht nur nach dem Lehrziele, sondern auch nach den örtlichen Bedürfnissen verschieden gestaltet lverden müssen, ist eine Commission von vier Berliner Lehrern beschäftigt. Die Entlvürfe werden dam: zunächst einigen Fachleuten in: Orient zur Begutachtung vorgelegt nnb das gesammte, auf diese Weise geschaffene Material einer Commission überwiesen werden, lvelche aus den fachmännisch gebildeten Mitgliedern des Central-Conritees zusammengesetzt irird. Diese gründliche Durchberathung lvird, wie man hofft, Lehrpläne schaffen, die nicht nur für die im Augenblicke in Aussicht genommenen Schuten ihre Bedeutung haben sollen, sondern auch zugleich für die Zukunft verbindlich werden können. Ferner hat der Hilfsverein sich mit dem gegenwärtigen Stande der jüdischen Verhältnisse in Rumänien beschäftigt lmd Gelegenheit gehabt, sich an den Verhandlungen zwecks Durchführung der rumänischen Auswanderung zu betheiligen. An der dernuächst in Breslau stattfindenden Coufereuz zur Regelung der Durchreisendenfrage wird sich der Hilfsverein betheiligen und ebenso sich mit der Lage der Juden in Galizien beschäftigen. .Natürlich wird von der Unterstützung, welche der Hilfsverein bei den deutsche:: Juden in materieller Beziehung findet, viel abhäugen. denn die Verwirklichung größerer Pläne kostet Geld und zum Theil viel Geld. Erfreulicherweise ist nach dieser Richtung zu berichten, dass bereits in einer Peinlich großen Zahl von deutschen Groß- und Mittelgemeinden sich Comitees für den Hilfsverein gebildet haben. Indische Bauern. Man schreibt uns: Am Sonntag den I 8. October fand eine Vorstandssitzung des „Vereines zur Förderung der Bodenkultur unter den Juden Deutschlands" statt, die von einschneidender Bedeutung für die socialen Bestrebungen dieses Vereines sein wird. Es wurde beschlösse,:, von der bisher hauptsächlich betriebene,: theoretischen und propagandistischen Thätigkeit zur Praxis überzugehen. Der Verein, der heute weit über tausend Mitglieder zählt und über ganz Deutschland in inehr als dreißig Ortsgruppen vertrete,: ist, hat sich die Sympathie weiter jüdischer .Kreise erworben. Mit Ungeduld erwartete man die Inangriffnahme seines Projektes. Schon in seinem im Mai d. I. herausgegeben Berichte hieß es, dass das HauptaugemneA darauf gerichtet werden müsse, ein für die Zwecke des Vereins passendes Gut zu erwerben, und es lvurde schon dort die Hoffnung ausgesprochen, dass man im Laufe des Sonnners zum Ankauf würde schreiten können. Dank der rastlosen und unermüdlichen Arbeit der fite die nothlvendigen Vorarbeiten eingesetzten Commission ist es gelungen, ein angemessenes Object zu finden. Besonders hervorzuheben ist hierbei die Thätigkeit der beiden Posener Mitglieder der Commission, der Herren Rosenthal und Wernen Nach eingehender und unpassender Besichtigung und Prüfung durch verschiedene Fachleute, unter anderen durch den Herrn Oberamtinann Cohn, den Vorsitzenden des Vereines, und Herrn Ritergutsbesitzer Rohr auf Langguhle, lvurde das Gut „Neuhof bei Posen" als in jeder Hinsicht zur Ausbildung der späteren Ansiedler vorzüglich geeignet und als preiswert erkannt. Auf die Darlegungen der Commission hin lvurde von: Vorstaude beschlossen, Neuhof zu erwerben. Dieser Beschluss war möglich, da ein hochherziger Freund der Bestrebungen des Bereiirs diesem 60 000 Mark für diesen Zweck vorgestreckt hat. Eine interessante Debatte entspamr sich über die Forn:, in lvelcher am zweckmäßigsten der Gutsankauf zu bewerkstelligen sei. Nach gründlicher Durchberathung, an welcher außer zwei Juristen, Herr Rechtsanwalt Bab aus Pose:: und Herr Justizrath Schneider-Berlin, vor allen: Gustav Tuch-Hamburg und Dr. Franz Oppenheimer theiluahmen, kam man zu den: Entschlüsse, eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung zu begründen, die das Gut zu erwerben und in: Sinne des Bodeuculturvereius zu verwalten und zu bewirtschaften habe. Man lvird sich demnächst an die größere Oeffentlichkeit lvenden, um sie aufzufordern, sich au diesen: Unternehmen durch Zeichnung von Antheilscheiuen zu betheiligen. Nachdem in der Vorstandssitzung selbst bereits eine gewisse Anzahl übernonnnen worden ist, zweifelt inan nicht, dass der Rest leicht lvird untergebracht lverden können. So wird dem: binnen kurzen: der Bodenculturverein an. die Verwirklichung seiner Ideen herantreten. Es ist dies eine Thatsache von gar nicht hoch genug einzuschätzender Bedeutung. Sollte der Versuch gelingen — und es liegt nicht die geringste Veranlassung vor, das Gegentheil anzunehmen — so ist damit der Grund gelegt zu einem Cnlturlverk ersten Ranges. In allmählicher, aber steter Entlvickluug lvird dann ein starker, gefestigter, jüdischer Bauernstand in Deutschland emporblühen. Das Ziel ist groß und erstrebenswert. Möge es den: Verein gelingen, in diesen: Mustergut ein leuchtendes Vorbild zu schaffen: er lvird. des können lvir heute schon sicher sein, bei diesen: Werke die gesummte deutsche Judeuheit hinter sich haben. Diejenigen, lvelche sich für diese eminent bedeutungsvolle Angelegenheit näher interessieren, verlreifen lvir an den Vorsitzenden des Vereines: Oberamtmann L. Cohn, Berlin, N'ürnbergerstraße 40 (Tel. XI 25<S(>), sowie an den Generalsecretär Dr. Ernst Tuch, Charlottenburg, Knesebeckstraße 1.0 (Tel.-Amt Charlotten-' bürg Nr. 729), lvelche jederzeit bereit sind, genaue Auskunft zu ertheilen. \ Volkszählung in Breslau, Nach dem uuuuiehr vorliegeiweu endgiltigen Hauptergebuis der. Volkszählung von:!. December 1900 für die Stadt Breslau hat die jüdische Bevölkerung zwar eine Zuuahrne, aber die allergeringste nnter allen Consessivnen erfahren. Während die Gesammt- Bevölkeruug seit 1896 von .878 260 ans 422 701 gestiegen ist, also mn 11,8 Percent zugenonnnen hat, ist die jüdische Bevölkerung von 18 490 auf 19 748, also nur um 0,8 Perceut gewachsen. Die evangelische ist von 216 766 auf 244 11.7, also tun 12,0 Perceut, die katholische vor: 141 496 auf 1.67 078, also un: 11 Percent gestiegen, mithin hat die jüdische nur etwa die Hälfte des percentualen Zuwachses der andere:: Confessioner: erfahren. Congress. Mau meldet uns aus Breslau: Behufs Schaffung einer festen Organisation zur Unterstützung für überaus hilfsbedürftige jüdische Rückwanderer und zur Berathung der ganzen Auswandererfrage ist ein Congress der israelitischen Genreinden und Hilfsconntees zum 4. November nach Breslau cinberufeu worden. Judenausweisungeu. Die Nachricht der „Poseuer Zeitung" von den Ausweisungen ausländischer Jude:: wurde von:. „Posener Tageblatt" als völlig unzutreffend bezeichnet. Die „Posener Zeitung" stellt dieser: Dementierung gegenüber fest, dass außer einigen Handluugsreisende:: und anderen Personen auch jüdische Schüler Auslveistmgsordre erhalten haben. Die „Posener Zeitung" veröffentlicht eine Zuschrift von: Rechtsauwalt Placzek, worin es heißt: „Vor mir liegt eine Verfügung des Polizeipräsidenten, worin zwei Knaben eines jüdischen Kaufmaunes, von denen der eine die Quinta, der andere die Secunda des Gymnasiums besucht, aufgefordert werden, bis zunr 1. November Prerlsten zu verlassen. Ein jüdischer Reisender, der. zehn Jahre in eiuenr hiesigerr großen Geschäft thätig ist, muss fort: harrulose jüdische Handelsleute, die seit Jahren hier ansässig sind, haben den Ausweisungsbefehl erhalten. Selbst ein bei der Stadt beschäftigter Ingenieur ruik^ausgezeichneten Leistungen, dessen definitive Anstellung in: städtischen Dienste in Aussicht genommen war, ist ausgewieseu worden. Ich erwähne absichtlich die jüdischen Fälle, lveil man doch hier von einer Polonisieruug nicht gut lvird reden können. Ein hiesiger Kaufmann, Oesterreicher, der seit vielen Jahren hier lebt, ein Geschäft erworben hat und es redlich führt, hat den Ausweistmgsbefelil erhalten. Derselbe theilt mir mit, dass auch andere österreichische Unterthailen Ausweisungsbefehle erhalten haben. Auf alle Bitten:, lvird den armen Leuten der Bescheid, dass sich Herr v. Bitter selbst die Entscheidung in alle:: Au.slveisuugssache:: Vorbehalte:: hat, und alles Bitten umsonst sei." Eine neue antisemitische Gründung. Aus Paris lvird gemeldet: Edouard Drumout hat in: Hinblick auf die bevorstehenden Abgeordnetenwahlcu ein „Comite national jintijiiif“ gegründet, woraus seine Gegner den Schluss ziehen, die Libre Parole :nache weniger glänzende Geschäfte wie früher und Drumout lvolle sich alp diese Weise den: streitmüdeu Publicum in Eriunernug bringen. Er selbst ist Präsident des Comikees, den: außerdcnu zwei andere Abgeordnete, Charles Bernard aus Bordeaux und Finnin Faure aus Orau, drei Pariser Gemeinderäthe und fünf llatioualistisch-autisemitische Publicisteu augchören. In dem Aufrufe, den die Genannten veröffentlichen, lverden die Franzosen, die ihr Land retten wollen, ermahnt, die Oberleitung desselben den Juden abzunehnien, denen weder die Ideen, noch die Ueberlieferuug, weder die Anschauuugslveise, noch der Jnstiuct der echter: Franzosen eigen sei. Tempcleinweihung in Alexandrien. Der Donnerstag des 12. Septeinber d. I., lvelcher den: jüdisck-en Neujahrsfeste vorangieug, lvar eil: religiöser Festtag für die Juden in Alexandrien. zr.?„'sche (%memo. au diese::: Tage eine:: neuen Tempel, den Grecn-Tempel nannt nach den: Narnen des fronnnen und hoan----:igm Glaubensgenossen, lvelcher das Gotteshaus auf seine Koste»» erbauen ließ. Diese Synagoge ist ein Juwel der Architektl:r. Eilpach, freundlich und sehr hell, steht das Gebäude imnitteu eines schönen, frische Kühlung speildenden Gartens. In regelrnäßigei: Abständen erheben sich an den Wänden die Gesetztafelu, von lvelche:: sich die Zehn Gebote in Goldbmhstaben abhebcn. Die Mitglieder des Rathes lvaren vollzählig erschienen, und umgeben vom Personal des österreichischen Consulates als Vertreter der österreichisch-ungarischen Regierung, lvelche das Protectorat der Israelitischen Gemeinden in Aegypten ausübt. Nach den von: Chor augestimmten Einweihungs-Hymnen feierte der. Grand-Rabbiner Hazzan in beredten Worten den Act der Wohlthätigkeit, lvelcher den Namen des Adolphe Green, neben vielen anderen Wohlthäteru der Gerneiude, der: Menasce, den Aghiou usw., verewigen lvird. Russisch. Ein schrecklicher Vorfall hat sich in der Nacht zun: 14. October an der russischen Grenze bei Eydtkuhnen ereignet. Zwei jüdische Auswanderer, auf der Rückreise von Amerika nach Russland begriffen, wurden bei Kallueitschei: beim Uebeffchreitcu der Grenze von einem Grenzsoldaten angehalteu. Dem einen Auswanderer, einen: jungen Manne, gelang es, zu eutkouuuen, aber den: anderen, einen: Greise vor: mehr als 60 Jahren, der über 1600 Rubel und eine goldene Uhr und Kette bei sich führte, wurde von den: Soldatei: ein .Knebel in den Mund gesteckt: dann beraubte ihn der Soldat seiner Habe und hängte ihn aus dem jüdischen Friedhofe in Mystiken auf. Der Soldat entfloh. (Lrigiaal-Correspondenz des „Jüdischen Volksblatt".) (Die Genremderathslvahlen vor der Thür.) Dte heilsame Lehre, lvelche die letzten Landtagswahlen den Juden Galiziens gegeben, dürste in Lemberg sich bald zu erproben haben. Mit Jahreswende geht das erste Triemnum des Gemeinderathes zu Ende. Die Auslosung von 60 Gemeinderätheu und die Ausschreibung von Neuwahlen kommen nun auf die Tagesordnung. Was soll geschehen? Abermals steht die Lemberger Judengemeinde vor einem politischen Act von eminenter Wichtigkeit. Er heißt: dte Mitverwaltung u:rd die Mitarbeit au dem Haushalte der zu einer Grotzgemeinde sich ausbauenden Hauptstadt. Die traurigen Erfahrungen, welche unsere Lemberger Im denschaft mit dieser Millionen verzehrenden Körperschaft machte, brachte noch niemanden zur Ueberzengung, welche Ungerechtigkeiten gegen unsere jüdischen Millionen zahlenden Brüden: von der: Commune verübt werden. Von dm intinreren Machenschaften wollen wir absehen. Es kann aber einer Verwaltung, welche Millionei: einnimmt und noch urehr verausgabt, die. Frage offen rutd ehrlich gestellt werden: Wie groß ist die Einnahmsziffer aus den jüdischen Steuern und welches Aequivalent an Ausgaben erhält die jüdische Gemeinde und ihre Mitglieder? Freilich wird jeder Vernünftige erlvidern: Wer von den jüdischen Gemeinderäthm ev. welcher Nichtangehörige dieser Körperschaft hat den Bürgemnith besessen, . eine deraAige Forderung zu stellen? Die ergrauten jüdischen Gemeinderäthe befolgen längst die alte gute Tradition, die da laute: Hören, sehen und schweigen. Unsere jüdischen Gemeinderäthe wollm „a Ruh" haben, deswegen ziehen sie das Gold des Schweigens vor — aber auch das Hören und Sehen kann einem beschnittenen Gemeinderäthe übel vermerkt werden, deswegm erscheinen als Ergänzung folgende, zwei größere Tugenden am Platze: Nichts hören, nichts sehen und nur nichts reden und behüte Gott uns vor Schreiben. Man :nuss freilich hier wieder, einen kleinm Gedankenstrich hiusctzm. Zwei jüdische Gemeinderäthe, Dr. Nathan Löwenstein und L. -—-gerietheu ans der Art. Diese sahen, hörte:: und schrien sogar über die Misswirtschaft und die Hinterhältigkeit der Geineindeoberr:.^ Lchterer schrieb sogar den: Bürgerineister ein Meinento ins Antlitz bei einer, abfälligen Kritik. Aber auch diese beiden inuthigen Gen:ei::deräthe, Polen nwsaischer Excoufessiou, thaten ihren eifervollm Mund :md die. nicht nnuder hastige Hand ans für Dinge, die das Judenthmu als solches nicht direct tangieAm. Wo aber steckte:: unsere Muthigeu, als es galt, die öffentlichen Arbeitm zu vergeben — und nachzusehen und nachzufrageu, wie viel Arbeit der löbliche Lemberger: Magistrat jüdischen Arbeiten: zu übertragen sich anheischig machte? Wie viele jüdische Kräfte beim Bau des Lemberger Theaters beschäftigt wurde::?! Weshalb darf da geschehen, dass Jahrzehnte jüdische Millionen in gut polnische Taschen und Mägm wandern, ohne lvelche. Reciproeität? Der Leinberger Gemeinderath kann uns mcht mit der falschen Ausrede kommen, die Juden kennm die Landessprache nicht, deshalb benehmen sie sich selbst der Fähigkeit, ei>: autonomes Amt zu leiten. Die jchige Generation ist mit polnischen Geschossen des Geistes gerüstet, wie ein Piast von Blut und Fleisch, ja noch n:ehr, unsere Jlstelligenz hat bmeits die deutsche Weltsprache verlernt, sich abgewohnt, dm: La::desn:oloch ein Braudvpfer zu bereitere Weshalb uinmst der löbliche Magistmt die Polonisierm:g der Jude:: so ernst und wein: das, lveshalb stellt er keine jüdischen Lehrkräfte in den Stadtschulm an?

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