Jüdisches Volksblatt
- Journal
- Jüdisches Volksblatt
- Volume
- 3 (1901)
- Issue
- 44 (1.11.1901)
- Date
- 1901-11-01
- Page
- Seite 6 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 90% known words query
- IRI
…/2432763-2432864-2432908--1221-2434955- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
Seite 6 Wien, Freitag Jüdisches Volksblatt 1. November 1901 Nr. 44 ivraacn 'olt weiter: 3\Kc utdc 0)emeindeärzte und Echu>-^a^ stellt der Magistrat au, unter Denen wie viele jü-? Mangelt es etwa au polnisch redenden jüdischen Aerzicn? Weshalb dieseHinümstellung, einzig und allein damit die Vollblutpolen das arme jüdische Volk ohne rituelle Schlachtung ansbeuten können? Ziehen wir weiter und fragen wir: Nach welchem Schlüssel werden die Unterstützimgsgnoten des jüdischen Waisenhauses, des Altersversorgungshauses hont Magistrat bestimmt? Tie städtischen Wohlthätigkeitsiustitute werden zn einem Drittel von den Stenergelderu der Juden erhalten. llnd wenn schon der jetzige Magistrat irgendeinen kleinen Zuschuss dem jüdischen Waisenhause gewährt — dann wird die Munifieenz des Stadtpräsidiunw urbi et orbi verkündet. Kein Wunder, dass unsere jüdisäze Gemeinde bei ihrer starken Jntelligenzelasse in stetem Niedergange begriffen ist, rein aus Entwertung ihres eisernen Fonds, ihres geistigen Capitals. Dieser Elasse schließt sich der jüdische Gewcrbesrand an, welcher, wie wir früher mitgetheilt haben, seit Jahrzehnten zu keiner Arbeit zugelassen wird. Dieses vorangeschickt, kommen wir zu in eigentlichen Thema, den Gemeinderathswahlen in Lemberg. Wie wird es gehen? Die einfache Antwort ist wohl die, wie die berufenen Elemente dieselbe führen werden! Die berufenen Elemente aber sind in Lemberg schier Verrufene, da 51t ihnen zumeist nur einige Ehrgeizlinge und Streber zählen. Während das ganze Gros der Gemeinde tunt jeder praktischen Aetion weggeekelt wurde, hat der Verein „Schomer Israel" die galizischeu Juden int allgemeinen und die Lemberger insbesondere von der immensen Wichtigkeit und Tragweite aller parlamentarischen Körperschaften zu überzeugen gesucht, da in jenen Körperschaften das Selfgovernutent zunt Ausdrucke gelangt, in das die Juden als coustitutionelle Bürger ihre Männer 31t entsenden als heilige Pflicht und noch eher als unantastbares Recht zu betrachten haben. Die trostlose Lage der galizischen Juden scheint den „Factoren" das größte Contingeut Verzweifelter und Verzagter zuzuführen.. Die Wahlmacherei ruht bisher in schmutzigen geldgierigen Händen schlimmster Sorte. Wer aber zur Passivität räth, befindet sich in einent Labyrinth von falschen Voraussetzungen und Trugschlüssen, welche sich ungefähr folgeitdermtaßen darstellen: Tie Krankheit verdirbt den menschlichen Organismus, daher überlassen wir diesen Organismus dent Verderben, jede Arbeit an diesem müsse aufgegeben werden. Wer also urtheilt, hat auf die Logik verzichtet und die Krankheit seines Jchs manifestiert. Ein geistesgesunder Mensch trachtete wohl, die krank machenden Schädlichkeiten abzuhalteit und dann alle seine Kräfte, wie die der Aerzte daranzusetzen, dem Kranken rettend beizustehen und Heilmaterial in überschüssiger Menge herbeizuschaffen. Dieses auf die Lemberger jüdische Gemeinde übertragen, müsste heißen: Auf, Ihr Lemberger Gemeindemitglieder — alle ehrlichen Elentente ohne Unterschied der religiösen Schattiertmg, tretet zur Wiederaufrichtung des politischen Centrums, des Vereins „Schomer Israel" zusammen! Gibt es im Lemberger Israel, das 40 000 Seelen zählt, nicht fimfzig Gerechte, welche ideal genug wären, um für die jüdischen Interessen, die Interessen der Gesammtheit, ohne Eigennutz und sonstige Hintergedanken einzutreten? Diese würden mit Recht als Wiederhersteller des verloreit gegangenen Prestige begrüßt werden. Konnten wir' vor 33 Jahren Hunderte unter der Fahne des. Vereins „Schomer Israel" sammeln, weshalb nicht ein gleiches im gegenwärtigen Zeitmomente, welcher über Lausende Genteindcmitglieder, mit dem nöthigert Wissen ausgerüstet, verfügt? Schomer Israel. * Mitglied des Vereins kann jeder österreichische Jude sein, der die Aufnahme in den Verein verlangt. Anmeldungen zum Verein „schomer Israel" nehmen entgegen Dr. Rüben Vierer, Smolkaplatz 5, Dr. I. Feld, Advocat, Julius Hochseld, sämmtlich in Lemberg. Ter Industricllen-Clnb har im Verein mit der landwirtschaftlichen Centralstelle letzthin einen „Amerika-Abend" veranstaltet, Dessen Zweck es war, gegen die übermächtig anwachsende Concurrenz Amerikas in beiden Produetionszweigcn Stellung zu nehmen. Aus allen Reden tönre der Resrain „Amerika, Du hast cs besser" und alle Redner waren darüber einig, dass Abhilfe geschasfeu werden müsse. Schließlich gelangte eine Resolution zur Annahme, die im wesentlichen eine gänzliche ll m g e st a l t u n g ds ö st e r r . - u n g.- Zolltariss auf Grundlage eines gleichmäßigen, ausreichenden Schutzes für Industrie und Landwirtschaft; ein möglichst erweitertes C 0 n c e s s i 0 n s m a t e r i a l; das Iattenlassen der Nteistbegünstigungsclausel dagegen Ausnahme von Clmiseln für Gegenseitigkeit und Gleichwertigkeit; möglichst kurzfristige Handelsverträge mit Amerika und schließlich den Zusammenschluss der mitteleuropäischen Länder zu gemeinsamer Abivehr des überseeischen Wettbewerbes empfahl. Ob diese Mittel geeignet sind, die amerikanische Concurrenz abzuwehren oder gar zu schwächen, steht dahin urid kamt erst die Zeit lehren. 6kurze Zeit itach dem „Amerika-Abend" kommt aus Chicago die bedeutsame Meldung von einer lvichtigeit Schtvenkuug in der amerikanischen Handelspolitik, ftn s s 0 n, der frühere Vertreter beim Abschlüsse von Reciprocitälsverträgen, erklärte in einer Versammlung des Fabrikantenvereins von Illinois, dass für Amerika der Augenblick gekommen sei, sich die auswärtigen Märkte für die heimischen Producte zu sichern, nur eine schädliche llcbcrproduction zu vermeiden. Cs .sei deshalb nöthig, dass den anderen Nationen Vortbeile gewährt tverden, tvcnn man Vortheile erlangen wolle. Es sei nun, namentlich da bereits seitens der anderen Nationen Repressalien vorbereitet werden, dringend nöthig, durch V e r - t r ä g e der schlvierigeu Lage 31t begegnen. Man müsse den Weg der Rceivroeikät und so der industriellen Expansion betreten. Ein so bedeutsames Wort aus so eilen Expansion betreten. Ein so bedeutsames Wort aus so offieicllcm Mlludc dürfte nicht verfehlen, deit Amerikanismus ettvaS zu unterdrücken. Die Prager Cisenindustriegcsellschaft, das bedeutendste Eiseulvcrk unserer Monarchie, hielt vor einigen Tagen ihre Generalversainmluug ab. Sehr traurige Dinge bekam inan da im Geschäftsberichte zu lesen. Wenn das so weitergeht, dann haben tvir bald tvieder einen furchtbaren .Urach. Feierschichten gehen nicht ohne Arbcitereutlassnugeu ab und Arbcitercntlnssnngcn bringen große Nolh mit sich, denn auch die Entlassenen wollen essen. Trotzdem muss man der Vertvalkung das Lob spenden, dass sie nach Möglichkeit trachtet, sich auf dem Laufenden zu halten. Herr Ccnkraldirector K e st r a n e k hat tvieder einmal seine diplomatische Kunst spielen lassen, näntlich in der Erklärung bezüglich der Auflösung des Eisencartells und der Lösung der Verkäufergemeinschaft mit der Witkowitzer Geivcrkschaft. Als Grund für die letztere Lösung lvird das Interesse der Prager Gesellschaft au der österr.-alpinen Montangesellschaft angegeben, tvelches schließlich durch die Wahl des Generaldireetors in den Verwaltungsrath der Prager Eisenindustriegcsellschaft manifestiert lvird. Vorläufig erhalten die Actionäre noch eine recht hübsche Dividende (2iV/- pCt.), wie das später ausfnllen lvird, weiß nur Gott — und der Herr Centraldirector. Es scheint, dass die nicdcröstcrr. Escoinptcgescllschaft mit ihren Gründungen recht viel Glück hat. Das zeigt die letzthin abgehaltene Generalversammlung der Vereinigten Electricitätsgescllscyaft» die ein sehr annehmbares Erträgnis für die Actionäre (0 Pcrcent) lieferte. Die junge, frische Hand des Herrn GeneraldirectorS (Rechnitzcr) scheint Glück im Anpacken zu haben, und in aller Stille, ohne in der Außcmvclt viel von sich reden zu machen, füllen sich die Kassen der Escomptegescllschaft uild die Taschen ihrer Actionäre. Erklärung. Ich erkläre hiermit vorbehaltlos, dass ich in dem in der Nr. 10, 2. Jahrgang, der „Jüdischen Volksstimme" vont 15. Juni 1001 S. 5 mtter der Ueberschrift: „Discussiou über die Judeufrage: Volkspartei oder Zionismus" erschienenen Artikel, welcher bedaiterlicherweise 31t Missverständnissen Anlass geben konnte, der persönlichen Ehrenhaftigkeit des Herrn Dr. Leo Soser nicht nahetreteit wollte und hiezu auch gar keine Veranlassung hatte. Rudolf Nassau. -* Erklärung. Mit Rücksicht auf obige Erklärung des Herrn Rudolf Nassau bedcmre ich, infolge einer missverständlichen Auffassung des oberwähnteit Artikels durch meine in der Nr. 26, 3. Jahrgang, des „Jüdischen Volksblattes" vom 29. Juni 1901 S. 6 erschienene Erklärung Herrn Rudolf Nassau persönlich beleidigt 31t haben, und ziehe diese Erklärung mit Bedauern vollinhaltlich und vorbehaltlos zurück. D r. Leo S 0 se r. * Löbliche Redaetion! Der Gefertigte ist überzeugt, im Sinne zahlreicher Mitglieder hiesiger Cultusgememde zu handeln, wenn er Ihnen hiermit öffentlich seine Anerkennung ansdriickt für die mannhafte Art, mit welcher Sie über die Vorgänge in der Cultusgemeindestube Bericht erstatten. Unsere Gemeindettlitglieder->wären vollständig irregeführt, wenn sie auf die diesbezüglichen Auslassungen der officiellen, von der Gemeindekrippe reichlich gespeisten Presse angewiesen wären. Eilt wahres Mttsterstück solcher Entstellungsarbeit, Verbundelt mit erstaunlicher Schön färbe tun st, war der Bericht über die am 20. d. M. einberufene Vertrauenutänner-Versammlung. Außer dem Verzeichnisse der aufgetreteitert Redner blieb an der ganzen Sache nichts, das nicht im falscheil Lichte dargestellt wäre. Solche Urtheile wurden von Mänltcrtt laut, die selbst an jener dettkwürdigm Versammlung theilgmonmtett hatten. Ist es nicht höchst llierkwürdig, dass die Berichterstatter genall auf denselben Wortlaut bei der Wiedergabe jener Vorgänge verfallen siild? Hier liegt es doch auf der Hand, dass ihre gemeinschaftliche Inspiration in der Kanzlei der Cultusgememde zu suchen ist. Wenn auch die Aufgabe, die ihr gestellt, etwas delicater Art war, so hätte sie dennoch auf etwas Abwechslung für die einzelnen Redactionstische bedacht sein sollen. Am interessantesten ist jedoch das Dementi, welches das löbliche Secretariat hinallsgegeben, noch bevor voll irgend einer Seite ein Angriff erfolgt war. So etwas lässt ninlals mlf ein besonders gutes Gewissell schließen. Hier muss es sogar sehr schlecht mit demselben bestellt gewesen sein. Ist es doch in der ganzen Gemeinde bekannt, dass Herr Dr. Güdemanil schon int Sommer vorigen Jahres den Herrn Dr. Fenchtwang dlirch eine Art Staatsstreich der Gemeinde ausnöthigcn wollte. In Anbetracht der bevorstehenden Wahlen war der Vorstaild dalilals dafür nicht 31t haben. Er glaubte es auf regulärem Wege durch Ankündigmlg einer Minister- — Pardon ein Dr. Güdeiilcmn-Krise 31t erreichen, — doch hier ist nmn an beides scholl so sehr gewöhnt, dass man dalilit gar keinen Eindruck mehr macht. Filldet sich denn gar kein Eultusvorfteher, der diese officiäse Berichterstattlings-Weise und officielle Berichtigungs-Methode Zlir Sprache bringt? Für die Veröffentlichtulg dieser Zeilen bestens dankend zeichnet Hochachttulgsvoll L. W. Advocat Dr. ADOLF RARES ln Lemberg wird seine Advocaturskanzlei gemeinschaftlich mit Herrn Dr. SIGMUND GRÜNSTEIN, Advocat in Lemberg, führen. Bücher-Emlauf. Soeveu ist das „Bcrcittslicdcrbuch für Jung-Juda", heransgegeben vom Iüdischeit Turnverein „Bar Kochba" in Berlin, erschienen. Wir lenken die Aufmerksamkeit unserer Leser auf dieses Toemnent nationalen Geistes in unserer Jugend. Das Liederbuch und das dazugehörige Nokenheft (letzteres erscheint in kurzer Zcitl ist nur vom Jüdischen Turnverein „Bar Kochba", Berlin, Schönhauser Allee 182a, und zwar nur gegen Voreinsendung des' betreffenden Betrages, Bestellgeldes und Porti, zu beziehen. (Deutsche und österreichische Briefmarken gelten als Zahlungsmittel.) Versandt per Nachnahme erfolgt nur bei größeren Aufträgen und auch dann nur für Deutschland und Oesterreich-Ungarn. Der Preis deS Liederbuchs stellt sich auf 40 Pfennige. Bei Bestellung von 50 Liederbüchern gewähren wir 26 Percent Rabatt. — Probeexemplare werden nicht gratis verschickt. Neelamakionen lverden nur innerhalb acht Tagen nach Abfindung berücksichtigt. Jnng-Ittdn, Zeitschrift für unsere Jugend. Redaetion Smcckagassc 7, 1. St. Administration Mhslikgasse 14. Inhalt: Tie Enizel bei Abraham. Der Waldkönig. Die Judenstadt von: Prag, «hylok und Nathan. Gideon. Jom Kippur. Vermischtes. Perlen ans dem Talmud. Räthsel. Räthselauflösungcn. UebersetzungSanfgabcn. Briefkasten. iü NM Wvchen-Programm der „Jüdischen Toyrrbee- Halle. Sonntag den 3. November: Dr. Marvn Weißnrann: Arnold Toynbee. — Montag den 4. Nmember: Dr. Martin Engländer: Aus dem Gebiete der Nunrtmsfiuschaften. — Dienstag den 5. November: Adolf Steinschneider : Die jüdischen Wohlthatsanstalten in Wien. il. Das israelitische Blindeninstitut.— M ittwvch den 6. November: Architekt O. Marmorek: lieber Menschenrassen. — Donnerstag den 7. November: Dr. Siegmnnd Kornfeld: Aus der Seelenlehre. — Freitag den 8. November: Dr. Grüll: Bibel, Erklärung der Sedra. — Samstag den 9. November : Coneert: Musik, Gesang. — Anmeldungen zu Vorträgen sind zu richten an Tr. Leopold K a h n, 7. Bezirk, Lindengasse Nr. 11. Wien. (Ak a d e m i s ch eV e r b i n d u ng „H a s m 0 n e a".> Die am 20. v. M. vorgenommene Chargenwahl für das Winter- Semester 1901/2 ergab folgendes Resultat: cand. jur. M. Stroh X, Ltnd. .für. Schützer XX, cand. jur. Sang? Hans XXX- M. Str 0 h, dzt. X. L a n g h a n s, dzt. XXX- Wien. („T heologischer Verein der Hörer an der israel.- theologischen Lehranstalt.") Die Wahl für daö XVII. Vereins-Semester ergab folgendes Resultat: Herr R. F e d e r, Präses; Herr A. Z. Schwarz, Vicepräses; Herr A. Beck, Cafsier; Herr I. S. S t ö s s l e r, 1. Schriftführer; Herr V. Kur rein, 2. Schriftführer; die Herren S. A r j e, Dr. B. Margulies, S. Sicher, Ausschussnütglieder. Samstag den 2. November a. c. wird Herr E. Krakauer in unserem Betlocale (Beth Hamidrasch) II., Tempelgasse 3, zum laufenden Thora-Abschnitte predigen. Beginn des Gottesdienstes um 8 Uhr morgens. Für den Verein.° I. S. Stössler. R. Feder. Wien. („Jüdischer Verein jugendlicher Arbeite r". XX., T r a u e n f e l s g a s s e 1.) Sonntag den H. November d. I. findet im Vereinslocale die M 0 n a t s v e r f a m ml un g statt. Hierauf hält Herr Dr. Armin Fisch l einen Vortrag über „Socialismus und Juden frage". Beginn 7 Uhr abends. Samstag den 9. November veranstaltet dieser Verein zugunsten der Vereinsbibliothek im Prachtsaale „Weilandh 0 f", XX., K l 0 st e r n e u b u r g e r st r a ß e 33, eine Akadernie, unter gefälliger Mitwirkung des Herrn Prof. Jacques Ander (Violine), Frau Prof. A u b e r (Clavier), des Fräuleins Regine Gärtner (Mitglied des Theaters in der Josefstadt), des Gesangshumoristen Arthur Bochner (ehem. Rtitglied des Jantsch-Theaters) rc. Nach Schluss der Vorträge T a u z k r ä n zch en. Beginn des Festes präcise 9 Uhr abends. Karren k 50 H. (an der Cassa 80 H.) sind noch zu haben in der Papierhandlung Dora Böhm, II., Große Pfarrgasse 2, in der Administration der „Welt", IX., Türkenstraße 9, m der Tabaktrafik XX., Klosterneuburgerstraße 1, in der Jüdischen Toynbee-Halle, XX., Karajangasse 20, im Vereinslocale XX., Traunfelsgasse 1 (täglich von 8 bis 9 Uhr abends), sowie bei allen Llusschussrtnd Conntemitgliedern. Spenden für den Juxbazar werden gegen vorherige Anmeldung abgeholt. Wien. (Verein „A h a v a t h S ch u l 0 m", unter beut Protektorate des Cultusvorstehers Herrn Hermann Eltboge n.) Sonntag den 13. d. M. 5 Uhr nachmittags hat die feierliche Eröffnung der Talmud-Thora-Schnle slattgcfanden, bei welchem Anlässe ein von den Ottakringer jüdischen Frauen gespendetes Sefer Thora eingeweiht wurde. Der Obmann Herr Samuel Reifs begrüßte in seiner Ansprache die zur Feier erschienenen Gäste und dankte in besonderem den Frauen Pepi Spielberg, Anna Werter und Knie, die sich durch verdienstliche Thaiigkeit und Spenden außerordentlich hervorgethan hatten. Hierauf hielt Herr Lector M. Fried mann eine schwungvolle Rede, in der er seiner Freude Ausdruck gab, dass eine neue hebräische Bildungsstätte geschaffen wurde. Obercantor Herr M. Seifert versah mit seinem vorzüglich geschulten Chore die cantoralen Functionen in erhebender Weise. Herr Seifert erntete außerordentlichen Beifall für seine Leistungen.. Briefkasten. Rabbiner A. U., H. Senden Sie an bewicsstes Blatt eine Berichtigung nach 8 19 des Pressgesetzes. Wir selbst lönnen Ihre Erklärung unmöglich aufnehmen; sie befasst sich mit einer Angelegenheit, die nicht in unserent Blatte staitd, ist daher unverständlich für unsere Leser. S. H., Äolomea. Wir haben leider kein jüdisches Gymnasium, und wir können daher Ihnen nur rathen, den Sohti das dortige Gymnasium besuchen zu lassen; von dem Schreiben am Samstag wird er wahrscheinlich aus Ihre Verwendung dtspensiert werden'