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Jüdisches Volksblatt · 1901-11-01 · 44 (1.11.1901) · p. Seite 3

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Journal
Jüdisches Volksblatt
Volume
3 (1901)
Issue
44 (1.11.1901)
Date
1901-11-01
Page
Seite 3 (sequence 3)
Language
German
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Nr. 44 Wien, Freitag Jüdisches Volksblatt 1. November 1901 Seite 3 bcinofratic, Aller, lucflcn gewisser germanischer Grundeigeiischasteil seines Wesens anzurempeln. Taktloser zu sein hält wohl schwer an, denn solche Sprache muss selbst innerhalb der marxistischen Arbeiterschaft t Befremdnilg, Verwunderung lind znillindest geliilde Entrüstung erregen. Nur schlechte Judeil unb nationale Decadenz köllnen sich zu solchen, nicht einnlal geschickt vorgebrachten Angriffell anfs Tentschthnm alifrassen. Wir freuten uns ob solcher Vorgänge sicherlich lücht. Welches Volk trauert lücht nur feine verlorenen Söhne? Wir bedauern solche VorkolllMllisse tiu Namen des Judeilthnins, aber es lväre sehr verfehlt, daraus nicht eine »übliche Lehre zu ziehen. Haben bisher die Vertreter der bürgerlichen politischen Parteieil, infoforne sie Jilden waren, inehr durch politische DllMllcheit llnelldlich viel Schaden allgestiftet, so thlul dies die socialdemokratischeu Judeil mehr durch ein tiefes Unverständnis nationalen Empfindens, obivohl auch ihnen eine gehörige Portion politischeil Unvermögens nicht versagt ist. Wir müffeu aus diesen Vorgängen lernen, dass das Respectieren nationaler Empfindungen, die Betolruiig eigener .N'assenbediiigtheit die uueiltbehrlichell Grundlagen social-schöpferischer Arbeit silld mld stets bleiben werden. Tie österreichischeil Socialdemokraten, die mit jüdischen Elementen noch »lehr durchsetzt sind, iilögeil sich nicht pharisäisch in die Brust schlagen liild ausrufeil: „Sehet da, mir sind besser als die Reichsdeutschen!" Von ihnen gilt dasselbe, wir rufen ihnen vielmehr zu: „du te tabula narratur!" — im Gegentheile, lvenii die Socialdemokratie Testerreichs unter dem Drucke nlächtiger realpolitischer Factoren auch ein halbwegs vernünftiges Nationalitätenprogranun theoretisch Allstande gebracht hat, so ist sie darum um'fern Haar besser in der Praxis als die deutsche jüdische Socialdemokratie (einige lvenige Ansnahmeu selbstredend nicht eingerechnet); im Gegentheile, im großen und ganzen ist sie schlimmer, lveil das geistige Niveau noch niedriger, der Hintergrund des frisch pulsierenden proletarischen Lebens ein schwächerer, die socialistische Schulung an sich gering ist. In Oesterreich steht die Sache so: Wohl zwingen die politischen Umstände zu keinem relativ vernünftigen theoretischen Standpunkte, aber in der Praxis sind die österreichischen Genossen noch ärger wie die deutschen. Einen alten Ausspruch variierend, können wir sagen: „Tie Socialdemokratie eines jeden Landes hat die Juden, die cs verdient." i Herr Rector der Wiener Universität! In feierlicher Weise ist Ihnen vor einigen Tagen die Würde des Oberhauptes der ersten Universität des Reiches übertragen worden. Sie schwingen nun das Scepter über diese große Gelehrtenrepublik, die ja infolge ihrer Autonomie immerhin ein Stück Staat im Staate bildet. Mit dem Begriffe eines Rectors der Wiener Universität lvar aber auch seit jeher die Vorstellung eines Schirmherrn der akademischen Freiheit, eines Schützers der Rechte dieser Gemeinschaft verbunden. Ueberall aber, loo irgendlvie Gemeinwesen ein selbstgekürtes Oberhaupt hatte, bestanden in diesem Gemeinwesen Einrichtungen, welche die Gleichheit aller seiner Glieder untereinander festsetzten. Wo keine Herrschaft von außenher geduldet wurde, ließ man auch im Innern nicht den einen ohne seine Schuld im Range hinter dem anderen zurückstehen. Sie haben ja auch in Ihrer Antrittsrede nicht bloß der akademischen Freiheit ein Loblied gesungen, sondern der Gegenstand Ihres Vortrages veranlasste Sie auch, aus die mit der Freiheit begrifflich verbundene Gleichheit zu sprechen zu kommen. Sie sprachen freilich von England — und für die Bewunderung englischer Zustände und englischer Einrichtungen sind Sie ja vermöge des Lehrstuhles, . den Sie innehaben, gleichsam amtlich pnnziert. Aber Sie haben ein klebriges gethan und dies muss man daher wohl als ein G l a u b e n sbekenntni s von Ihnen ansehen: Sie rühmten von dem Land, dass daselbst ickwn vor achthundert Jahren eine f r e i h e i t l i ch e, d i e R echte der einzelnen Stände f e st s e tzend e V e r f a ff it n g e n t ft an d, und wie das Reich d a s M u st e r c o n st i t u t i o n e l l e r R e g i e r u n g s - f o r m wurde. Zwar: manche von Ihren heutigen Zuhörern werden höchst erstaunt gewesen sein, als Sie just aus Ihrem Munde dieses Lob der constitutionellen Gleichheit, der verfassungsmäßigen Wahrung der Rechte aller Stände hörten. Denn Sie mochten lvohl an jene andere Versammlung von Gelehrten denken, in der gleichfalls Sie, Herr Rector, das große Wort führten und in der Sie dieses große Wort dazu benützten, ein Loblied nicht auf die Gleichheit, nicht auf die Freiheit, sondern -^anf Dr. L n e g e r zu singen. Boshafte Schüler haben Ihnen ja schon des Oesteren vorgeworfen, dass Sie zu Ende eines Collegs oft das Gegentheil von dem behaupten, tvas sie zu dessen Anfang als Ihre Meinung hingestellt haben. Das soll Ihnen freilich nur dann passieren, wenn sie unerwarteterweise einmal von dem Wortlaute Ihres Cottegienheftes abwichen und wenn auf diese Weise nicht der Schipper von vor 25 Jahren dem Schipper von heute das Wort in den Mund legt. Sie haben jcp sonst diesen schönen Respect vor dem Gelehrtenwort, dass Sie seit Tecennien stets dasselbe sagen. Aber um Gotteslvilleu: tvas ist min Ihr Ernst? Ihre Bewundej runa für die englische Freiheit oder Ihre Bewunderung für die Wiener Luegerei? Wenn freilich jemand bei Ihnen interpretieren gelernt hat, tvird er bald einen Ausweg finden: Für Engl a n d bewundern Sie das eine und für Wien das andere. Ihre Principien zeigen auf diese Art eine gewisse geographische Beschränkung. Ihr Geltungsbereich ist gleichsam von den Farben im Atlas abhängig. Und so kann es nicht lvundernehmen, dass Sie bei uns gewissermaßen die ortsübliche Eouleur angenommen haben, lvas ja nur recht angemessen ist bei einem Manne, den seine Umgebung für einen zukünftigen Sectionschef und der sich selbst für den zukünftigen Unterrichtsminister hält. Also: Wiener C o u l e u r. Für Ihr .künftiges Wirken als Vollzugsorgan unserer Verfassung haben Sie sich ja in unübertrefflicher Weise vorbereitet. Die B e - w u n d c r im (i f ü r England u n d f ü r Luege r z u glei ch: i st das nicht d c r ch i m m e l, n a ch d e m in O e st e r r e i ch Der w a L t e t lv i r d? Im Princip: England; in der Praxis: Lueger. So verhält sich ja lvohl das Staatsgrundgesetz zu dessen —- Umgehung. Von rechts- und gesetzeslvegen sind Sie ja lvohl jetzt der Hort der akademischen Bürger. Und Ihr Vorgänger hat so schön von der Anhänglichkeit der ehemaligen Hochschüler an die Alma mater zu sprechen gelvusst. Da ist lvohl das Gefühl ein gegenseitiges: Und wer eher als S i e wird sich daher zu einein entrüsteten Protest gegen jenen vor einigen Tagen bekannt gewordenen Ausspruch des Präsidenten des Wiener Gerichtsspreugels erheben, der in bewusster Missachtung der von Ihnen so bewunderten verfassungsmäßigen Gleichheit die Rechte . eines großen Theiles der akademischen Bürger vergewaltigt und erklärt: W i r st e l l e n keine Juden an! Glauben Sie nicht, Herr Rector: Man sollte doch den jungen Leuten sagen: „Ihr bringt's zu nichts — wir stellen Euch nicht an — also gebt Euch keine unnütze MtzVeHVerschwendet Euer Gehirnschmalz nicht für unnütze .Hoffnungen, die sich nie erfüllen!" — Glauben Sie nicht, Herr Rector, dass das ehrlich wäre? Und halten Sie das Gegentheil nicht für eine hinterhältige und unwürdige Komödie? „Der studentenfreundliche Gelehrte" — das ist ja wohl das officiöse Epitheton jedes Rectors — wird doch wohl nicht einen Theil der studentischen Jugend offenen Auges dem Elend in die Arme treiben? Und deshalb wird er wohl auch dort reinen Tisch machen, wo etwa sein Amtsvorgänger nicht die volle Kraft oder den rechten Willen aufwandte, Ordnung in bestimmte' Affairen zu bringen, die des großen Besens bedürfen. Hören Sie, Herr Rector, lvas unter Ihrem Amtsvorgänger sich ereignet hat: Der Prüfungscommissär einer bestimmten Gruppe von Candidaten für das Lehrfach an Mittelschulen sagte einem jungen Doctor, der sich bei ihm zur Prüfung für das Lehramt meldete: Sie werden b e i m i r n i e ni a l s die P r ü fung m a chen! S ch a u e n S i e d o ch, w i e h ä s s l i ch S i e s i n d. Der Prüfer ließ den Candidaten wirklich zweimal durchfallen — einmal entsprach ihm sein Wissen bei der schriftlichen Prüfung nicht, ein zweitesmal wieder bei der mündlichen. Und doch hatte der Candidat ein paar Jahre in dein Lande gelebt und in Verantwortlicher Stellung g e lv i r k t, über dessen Sprache er nun seine praktischen Kenntnisse erweitern sollte. Und doch hatte der junge Mann bei j e n em P r o f e s s o r s e l b st die Doctorsprüfung aus dem gleichen Gegenstand bestanden und sich so auch in wissenschaftlicher Hinsicht für das Amt legitimiert. Aber das war's: für das A m t sah der junge Mann zu hässlich aus. Andere behaupten: zu jüdisch. Und deshalb jene grausame Prophezeiung. Der junge Mann lvollte sein Recht suchen. In diesen j Blättern lvurde der Fall schon einmal erzählt.*) Er! lvaudte sich an den akademischen Senat, an den Rector! und an das Unterrichtsministerium. Er wollte seine Aus-! sagen sogar vor Gericht erhärten. Und nun staunen Sie: > D e rakade in i s ch e B ü r g c r h atandi e T höre Salier dies c r Insta nz en vergebt! ch g e - klopft. Der Schrei eines Unterdrückten lvurde nicht gehört und man gieng über die Sache einfach zur Tagesordnung über.! Wir sind gewiss, dass die in Ihrer Studentenf r e n d l i ch Feit, Sie in Ihrer Begeisterung fiir freiheitliche Verfassung s m ü ß i g e Zustände solch einen Vorgang nicht gutheißen können. Zum mindesten hätten Sie doch dem Manne zu seinem Rechte verholfeu: und wenn dieses Recht auch die Verurtheilung lväre. Sie hätten sich gewiss nicht damit genügen lassen, dass der betreffende Prüfer — er ist übrigens ganz allein „die Commission"; der Beisitzer sagt selbst, dass er von der Sache nichts versteht — auf die öffentlichen Vorwürfe einfach k e i n e A ntwort gibt. Sie hätten die Ehre der Universität besser gewahrt, selbst meint derjenige, dem dieses Vorgehen vorgeworfen wird, ein so mächtiger Herr gewesen wäre wie — H o f r a t h D r. I a c o b S ch i p p e r. Sie, Herr Rector, lvären der Mann gewesen, der den betreffenden Prüfer ganz energisch auf den Widerspruch in seinen Urtheilen hingewiesen hätte. Sie wären derjenige gewesen, der auch in dieser Sache das Wort zur Wahrheit gemacht hätte, das er in seiner Antrittsrede an die jungen Leute richtete: sich von dem ruhigen Strome des akademischen Lebens heben und tragen, nicht aber du r ch Einflüsse, d i e der Stätte der Wissens ch a f t f e r n b l e i b e n sollen, sich f o r t r e i ß e n z u l a s s e n. *) Nr. 44-, 1900. Es handelt sich um den Fall des Dr. D. S. Margulies, der für diese Angaben mit seiner Unterschrift einstand. , Ihre Macht reicht lveit, und Sie haben nicht nur! s e l b st auf die e h r e n r ü h r i g e n V o r würfe, dieI h n enge m a ch t w u r d e n, n i ch t r e a g i e r t, sondern Sie haben es auch zu verhindern gelvusst, dass sich das Collegium der R i ch t e r I h r es S i a n d e s —- der Senat — und die Ihnen Vorgesetzte Behörde mit der Sache ernsthaft beschäftigen. Wie schön wäre es gewesen, wenn jene Männer von Ruf hätten feststellen können, dass an den Vorwürfen kein lvahres Wort sei! Wie schon, lvenn nicht ein Drittel der akademischen Bürger fürchten müssten, dass ein auf die (Gerechtigkeit vereidigter Prüfer möglicherweise anstatt des g l e i ch e n M a ß e s die „fremden Einflüsse" das entscheidende Wort sprechen lässt, wenn es sich um ein Urtheil über ihr ferneres ^eiu oder Nichtsein handelt. Wir, Herr Rector, sind die letzten, die es beklagen würden, lvenn man diesem Drittel, dem j ü d i s ch e n Drittel, Gelegenheit geben würde, a u ß e r h a l b derZZHucn unterstehenden Anstalt deren Ziele zu erreichen, ^o lange aber ein Jude die Wiener Universität besucht, geben ihm die geltenden Gesetze ein Recht, als pur intcr pures behandelt All werden. Bor allem aber haben wir das R e ch t auf Wahrheit. Allerdings: Nach dem, was wir von Ihnen wissen, könnte diese Wahrheit auch doppelzüngig sein. Sie sind —- um Ihr Wort zu gebrauchen — so sehr „wissenschaftlich und sittlich in sich gefestigt", dass Sie gleichzeitig England und Lueger bewundern. Auf diese Art beherzigen ^ie für Ihr ganzes Leben den schönen Ausspruch des größten Dichters der englischen Nation, womit ich schließen lvill: Dies über alles: Sei Dir selber treu! Und daraus folgt, so wie die Nacht dem Tage: Du kannst nicht falsch sein gegen irgendwen. HnLirud. Jüdischcr Schulvercin für den 9. Bezirk in Wien. Die Gründling eines Schulvereines im 9. Bezirke gestaltete sich schon höchst dringend. Nach mannigfachen Bemühungen konnte endlich dieser Verein ins Leben gerufen werden. Am 28. October d. I. fand die constitnierende Versammlung dieses Vereines statt. — Der Proponent Herr Mar Pappenheim begrüßte die Versammlung, berichtete, dass die Statuten von der ^tatthalterci genehmigt und der Schulplan von der Enltusgemeinde bestätigt lvurde: die Genehmiglmg des Laiidc'sschulrathc's wird demnächst erfolgen. Nach Erstattung des Referates wurde Herr Max Pappenheim znm Vorsitzenden der Versammlung einstimmig gewählt. In die Bereiusleitung dieses neuen Schulvereines wurden folgende Herren per Äcclamation gewählt: F. Alimamt, Dr. H. P. Ehestes, Albert Kahane, Dr. Sig. Kornfeld, Dr. Will). Klein, Sig. Kornmehl, I. Löwenstein, Mar Pappenheim und Dr. Jacob Weiß. Die Constituierung des Vorstandes findet demnächst statt. Indische Probleme. (V o r t r a g d e s D r. Jakob K o h n.) Am 30. d. M. hielt Dr. Jakob Kohn im Festsaale des jüdischen Volksvereines einen Vortrag über das Thema: Jüdische Probleme. Im Eingänge setzte er auseinander, dass die glücklichen und satten Völker keine Probleme haben; wohl aber das jüdische Volk, dessen Lage problematisch sei. Diese Probleme beziehen sich erstens ans die Gesellschaft, tnd deren Mitte die Juden leben und zweitens ans denStaat. Unser Benehmen der Gesellschaft gegenüber muss würdig und klug sein, frei von Aufdringlichkeit wie van Kriecherei. Dem Staate gegenüber dürfen wir nicht müde werden, auf die Erfüllung unserer staatsbürgerlichen Rechte zu dringen. Keinesfalls dürfe sich aber unsere Thätigkeit in bloßer A b w e h r erschöpfen; das sei noch keine Existenzberechtigung für ein Volk. Wir müssten im Gegentheil uns positive Aufgabe stellen, nämlich die wirtschaftliche und cnlturelle Kräftigung unseres Volkes. Reicher Beifall lohnte die Ausführungen des bewährten Redners. Gleichzeitig machen wir unsere Leser aufmerksam, dass jeden Mittwoch Vortragsabend im Festsaale des jüdischen Volksvereines ist. Die Bluthunde an der Arbeit. Das blatt" schreibt am 25. d. M.: (Ein mysteriöser Mord.) Zu der weiblichen Leichenthcile ans dein Friedhöfe bürg, die sehr an den grauenhaften Fund der lleberreste des unglücklichen Gymnasiasten Winter in Könitz erinnert, erfährt das „Neue Münchener Tagblatt": Die Leichentheile, ein Schädel, eine linke HanH und ein linker Fnß^ waren in Seidenpapier und grobe Sackleinwand eingewickelt, mit Spagaten umwickelt und mit einein Siegelabdrncke, welcher die Worte T. Greiger, W. Krakowic enthielt, versehen. Ter Schädel trägt noch ein Stück von der Halswirbelsäule an sich. An der linken Schädeldecke war ein Loch und die innere Masse erscheint ausgetrocknet. Die Hand erscheint von der Handwurzel und der Fuß vom Gelenke abgetrennt. Alle Theile sind mit Earbol präpariert und sind dadurch schon etwas verkohlt. Das grauenhafte Paket wurde dem Landesgerichte Salzburg behufs ärztlichen Gutachtens übersendet. Nach vorläufigen ärztlichen Gutachten sollen die Körpertheile von einem 15 bis 18 Jahre alten Rcädchen hcrrühren. Da in. Anis und Umgebung kein Mädchen abgebt, so ist es sehr Ivahrscheinlich, dass der Mord andersivo verübt wurde, und dass, um alle Spuren deS Verbrechens leichter zu verwischen und die Behörden irrezufübren, die Leichentheile in die Gegend von Salzburg gebracht wurden. Die erschreckliche Häufung derartiger Morde, welche alle die gleichen Merkmale an sich tragen, und bei denen kein Tbäter ermittelt lvird, ist sehr, sehr auffallend. Noch ans- ,Deutsche Volks- Anfsindllng der it Anis bei Salz-

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