Jüdisches Volksblatt
- Journal
- Jüdisches Volksblatt
- Volume
- 3 (1901)
- Issue
- 43 (25.10.1901)
- Date
- 1901-10-25
- Page
- Seite 5 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 43 Wien, Freitag Jüdisches Volksblatt 25. October 1901 i.'veite 5 die geistlichen Genossenschaften an der Arbeit gesehen hat, weiß, dass jede Schule eine Quelle der Verbreitung französischen Einflusses ist. Bei derNeise des deutschen Kaiserpaares nach Palästina erhob sich in der französischen Patriotenpresse ein gewaltiger Lärm über die Pläne, die Deutschland gegen die französische Vorinachtstellung habe, dagegen verschloss man sich dort gegen die Vorstellungen, dass nicht das protestantische Vordringen zu fürchten wäre, sondern vielmehr die unausgesetzte Arbeit der r ns fischen P a - l ä st i n a g e s e l l s ch a f t, die von höchster Seite geschützt und vorn Staate mit ungeheuren Mitteln ausgerüstet wird. An allen Orten, die aus der biblischen Geschichte bekannt sind, erheben sich „R n s s e n b a u t e it", gewaltige Anlagen, von hohen Mauern umzogen wie Festungen, auf deren Spitäler, Schulen, Fremdcnhäuser und K l ö st e r ragende Glockenthürme niederschanen. So geht es von Hebron bis zrr den Hängen des H e r m a n. Damit ist die Thätigkeit nicht begrenzt, auch nördlich in Syrien setzt sie ein und hier gewinnt sie einen durchaus politischen Charakter. Zwischen den Angehörigen der griechisch-orthodoxen Kirche in diesen Gegenden und der Geistlichkeit herrscht eine tiefe Spaltung. Nationale Ziele verfolgen die arabischen Orthodoxen, sie wollen keinen Clerus fremder Herkunft u. Sprache, sondern Eingeborene, u.ihnen lieh die russische Diplomatie geneigtes Ohr, um den Einfluss des Constantinopeler Patriarchen und der Griechen zu brechen. Antiochien und Jerusalem sind Patriarchate mit dem Sitze in Damaskus und der heiligen Stadt, die in geistlicher Hinsicht Selbständigkeit gewinnen, um ihre Besetzung ringen die syrischen Orthodoxen mit den Griechen. Sie sehen auf ihrer Seite den russischen Einfluss, und es ist nur eine Frage der Zeit, wann sie ihr Ziel erreichen. Zu schwach, um sich allein zu halten, werfen sie sich in die offenen rnssischen Arme und vergessen über der Betonung des nationalen Gedankens, dass sie selbst die Aufsaugung durch das Russenthum heraufbeschwören. Vor drei Jahren hatte die russische Palästina-Gesellschaft bereits 04 Anstalten, in denen 6739 Schüler unterrichtet wurden, die 218 Lehrer und Lehrerinnen kommen aus den Seminarien von B e t h D s ch a l a und Nazareth, sind lauter Einheimische und ihre Zahl steigt fortwährend, die deutschen katholischen bnd protestantischen Schulen, die den Franzosen ein Dorn im Auge sind, machen den französischen Anstalten lange keinen solchen Wettbewerb. Ilm das Gebäude zu krönen, denkt man in Petersburg daran, eine Hochschule in Beirut zu gründen, um auch in die höheren Schichten Eingang zu gewinnen. Attö dem Reichstage. Aus Kopenhagen wird gemeldet: Wie Sie bereits kurz berichteten, wurde der hiesige Stadtdrrordneteiworsteher und frühere zweite Vicepräsident des dänischen Reichstages, Hermann Trier, nahezu einstiminig zum Präsidenten desselben gewählt. Es geschieht das erstemal in unserem Lande, dass die zwei höchsten Ehrenstellen, welche Stadtrepräsentenz und Volksvertrctung zu vergeben haben, in einer Hand vereint sind, und es ist ein ehrendes Zeugnis sowohl für den gerechten,, nüchternen Sinn -es dänischen Volkes als auch für' die persönlichen Verdienste des Mannes, dass dessen jüdisches Glaubensbekenntnis nicht das geringste Hindernis für diese Ehrenerweisung bildete. Der Giftstoff -es modernen Antisemitismus konnte in unserem gradsinmgen und politisch reifen Volke keinerlei Boden fiirden, obschon es an einigen schüchternen Versuchen, denselben zu importieren, nicht gefehlt hat. ' Von der Petersburger Universität. In dev philosophischen Facultät ist eine besondere Kanzel für Arabisch- Hebräisch. Infolge Beschränkung der jüdischen Studentenschaft blieb diese Kanzel, da sich gar kein Nicht-Jude gemeldet hat, ohne Hörer. Der Senat der Facultät wandte sich deshalb an das Ministerium mit dem Ersuchen, es möge bei dieser Kanzel eine Ausnahme gemacht und die 6 Juden, die sich gemeldet haben, zugelassen werden. Das Ministerium willfahrte dieser Bitte. Aus Prag. (Origiual-Correspondeng des „Jüdischen Volksblatt".) Der böhmische Landtag judenrein; diese Thatsgche Mein spricht Bände. 93 000 Juden, die in jeder Beziehung hervorragenden Antheil an den Lasten des Reiches und Landes tragen, haben es nicht auf einen Abgeordneten gebracht. Allein viel interessanter gestaltete sich die Art der Ausschließung derselben, welche hier skizziert lverden möge. Die sattsam bekannten Führer der C. Z. I. Waren stets voll des Rühmens deö Liberalismus der jungczechisch-en Parteigänger. Sie haben auch seinerzeit der Judenstadt Prags eine böhmische Vertretung gegeben und der Herr Magistratssecrctür S. hat sich um die Depossedierung der Juden in diesem Stadttheile unvergängliche Verdienste erworben. Nun höre man, wie. die Liberalsten der Liberalen mit dem Juden Dr. Zalnd und dem 9toch- oder Auch- Juden Dr. Scharf umgegangen sind. Diese beiden waren nämlich seit Jahren die Vertreter der Inden im Landtage. Wie schwach und lahm diese Vertretung )vcrr, beweist das Schicksal einer von 3000 Juden und zahlreichen Cultusgemeinden unterschriebene Petition, nach der nach der Neberreichung kein Hahn gekräht hat. Es waren daher die beiden Juden gewissermaßen nur zur Markierung der jüdischen Bevölkerung im Lande vorüanben. Allein sie tvaren da und das war demr doch etwas. K n a p p vor den Wahlen nmrde Lieben als achter Stadithcil dem Stadtgebiete angeschlossen. . Und da hieß es, jetzt sei Raum bloß für einen Juden, weil Lieben und die Judenstadt Prags als einziger Wahlbezirk absichtlich erklärt wurde. Nun sollte ein Jude mit einem notorischen Antisemiten sich um das Mandat bewerben. Zu diesem war natürlich nur einer der Herren fäbig und zwar Herr Dr. Scharf. Er besitzt Routine in Poussiotaiiifl antisemitischer Abgeordneten. Sein Intimus, der Handschuhmacher undJudenfresserBrzezrwvsky, weiß davon zu erzählen. Nun dieser Noch-Jude setzte sich mit aller Kraft dafür ein, gemeinsam mit den Antisemiten in das ersehnte Landtagsparadies sich einzuschmuggeln. Und wirklich, es wäre bald geschehen. Allein, die Freisinnigsten der Freisinnigen haben selber eingesehen, welche Schmach es für das Judenthum wäre, wenn es einen solchen Vertreter im Landtag hätte, und haben einen Ausweg gefunden, die Juden vor der Unbill zu bewahren; im letzten Augenblick nämlich, als Herr Doctor sich genügend für eine Wahl echauffiert hatte, trat ein selbständiger Candidat, der, nebenbei bemerkt, ein bisher unbekannter Mann, der Buchhalter einer Fabrik ist, hervor und wurde gewählt. Der langjährige Bahnbrecher für die Entjudung, der Zerstörer einer Anzahl von Religionsschulen und Volksschulen, der böse G e i st der Juden Bö h m e u s, der Mann, der den Czcchen unschätzbare Dienste geleistet hat, erhielt 0 S t i m m e tt, sage und schreibe sechs Stimnien. Das ist der Lohn der bösen That. Und nun reichen sich Deutsche und Czechen freundlich die Hand, denn beide treten in die Landcsstube, frei von dem jüdischen Ballast, ein beide sind judenrein! Maseltoff! Brief aus Lemberg. Der jüdische Studententag in Lemberg und die Assimilation. Verloren scheint das alte Geschlecht; kein Glücksstern will mehr der einst so hochgeehrten Assimilation leuchten. Politisch zurückgedräugt, findet man nur ein kleines, kleinlautes Häuflein von Männern, welche ihre gekrümmten Rücken den Schlägen aller nationaler Gruppen preisgeben, mit einem eisernen Maulkorbe geziert — alles in allem ein Bild politischen Jammers, der Rath- und Thatlosigkeit und der Verzweiflung — Alle christlichen Völkerfamilien entwickeln sich im Sonnenscheine varlamentarischer Freiheit — Juda, das alte Juda liegt getheilt, in Stücke zerrissen, von allen Nationalitäten mit Hohn zurückgewresen und verschmäht. Forschen wir nun nach der Ursache dieses Elends, dieser Zerstörung und Verwüstung. Will man Rechenschaft von den Führern verlangen, wird man gewahr, dass alles ans biologisch-ethische Momenteen basiert. Legen wir zu unserer Herzenserleichterung eine sreimüthige Beichte in das allhorchende Ohr, nicht etwa unserer falschen Priester und Falschlehrer, sondern in das der Zeitgeschichte. Wir haben da ein Verbrechen ersten Ranges (crimen laesae majestatis nalionis) begangen durch Hinwegleu gnung unseres nationalen Seins. Wir haben ein Capitalverbrechen an unseren geistigen Nationalschätzen durch Bernachlästignng und trotzige Hintansetzung der nationalen Sprache (der hebräischen), der nationalen Lehren an der Geschichte, an der Literstur begangen. Wir hpben gesündigt,gegen das Princip der n a t i o n a l e n S e l b st'äph a l t u n g. Wir haben fremde Thorheiten in blindwüthigfter Weise uachgeäfft, wir sündigten gegen die jüdischen Grundsätze der Bescheidenheit, gegen das jüdische Solidaritätsgefühl, wir dienten nicht mehr dem einig, einzig ewigen Gott Israels, sondern dem goldenen Kalbe Mammon. Für all. diese Verbrechen gericthen wir in eben das moderne Elend, das wir früher schilderten. Und wie ich alle diese Quälgeister vorüberziehen lehe, gelange ich in den Versammlungssaal, in dem der ganze saftgrüne, junge und blühende Nachwuchs der jüdisch-akademischen Jugend ragt, welcher von der einzigen jüdischen schlagenden Verbindung „Einunah* auf den 1. Marcheschwan einberufen wurde. Wahrlich ein Ereignis eminenter Art! Wie Zollte denn die noch schmächtige jüdische Jugend daS ihren Ellern bereits verlöreng^gangeue Gemeingefühl in sich gefunden haben'? Soll diese Jugend selbst thätig an ihre.nationale Selbstzucht gehen und Euch znrufeu: „Fürwahr, Ihr Väter.habt gesündigt, und wir Löhne haben es gutzumachen i'st Und was die Hauptsache daran, wir finden noch lebende jüdische Kräfte, um es gutzumachen Die akademische „Emunah^, gewappnet nicht bloß mit dom blanken Schwerte, sondern vertraut mit den modernen Waffen des Geistes, fordert ihre fernab vom jüdischen Lager stehenden akadenlischen Zeitgenoflen zu einem geistigen Wettkampfe. Alle Argumente pro und contra sollten da zu Worte kommen, und sie kamen auch. Eine derartige Erörterung unter Lemberger Studenten über daS Judenthum und die Erfolge, welche unsere national-jüdische» Studenten errangen, verdienen in die Annalen der jüdischen Geschichte mit goldenen Lettern eingetragen zu werden. Wir wollen es vorläufig in die Blätter unstres Volkes eiuzeichnen, dem Geschichtsschreiber ein reiches Material zur Erforschung des Ganges der Renaissance unseres für verloren gehalteuen Israel. Ans der Tagesordnung standen fünf Referate: 1. .Giündmlg eines Vereines „Jüdisches Wissen". Res.: Jakob Thon. 2. Jüdischer Turn- und Sportclub. Res.: Jacob Selzer Jakob H e s ch e l e s. 3. Ein jüdisches Studentenheim in Lemberg. Res., Gustav Bromberz. 4. Die Lage der jüdischen Jugend. Res.: Heinrich L ö w e n h e r z. 6. Das Verhältnis der jüdischen Studenten zu deren College» anderer Nationalität. Res.: M. Bohrer. Von Eröffnungsfestlichkeiten sah man ab, »nd das Ganze trug ein ernstes, für die Jugend fast zu ernsteS Gepräge. Es i-chlten die Sp tzen der Gemeinde und de- Lehrkörpers, die Rabbiner und Tirectoren der Schule. — Unsere schaulustige Frauei Welt, mit «ll den sonst bei allen polnischen Vorlesungen und Theatern sehr geschäftig thrrende» Mädchen, glänzte durch tbve Abwesenheit und ergieng sich — am Cvrs». Eine Eollegin namens Wein wurm, Hörerin der philosophischen Facultät in Lemberg, saß am Secretärtische. In den hinteren Bänken lauschten die alten Häuser der Zionisten mit sichtlichem Wohlgefallen den Ausführungen der nationalen Jugend. Wohlthncnd machte sich der Takt des Auditoriums bemerkbar, den man schon aus dessen Haltung erkannte. Die Referate waren das Resultat einer Gedankenarbeit von in langjähriger Zucht herangewachsenen jungen Männern, alle dachten mit der Rcdnerin. Ebenso verstanden die Akademiker, ihr Missfallen durch ein ebenso beredtes Schweigen kundzuthun. Dass auch in dieser Versammlung eine Meinung die andere ablöste, versteht sich wohl von selbst. In dieser Versammlung konnte sich der Berichterstatter wohl fühlen — selbst der gegnerische. Wir wollen hier heute nur erwähnen, dass die „Emunah"' einen großen Sieg davontrug, dass es ihr gelungen ist, jüdisch-nationales Denken in weitere Collegenkreise zu bringen und dass ihre Anträge insgesammt durchberathen und acceptiert wurden. Freilich gibt es noch gar viele Akademiker, die, wie es scheint, mit dem Katholicismus auf besserem Fuße stehen als mit dem Mvsaismus und Hebraismus; allein ein anerkannter Schritt nach vorwärts ist gethan, und wir wollen hoffen, dass das Datum 1. Marcheschwan ein glückbringendes, epochales im Leben der Intelligenz bilden wird. Wir wollen in einem folgenden Artikel über die Resolutionen besonders berichten und unsere Ansichten äußern. Schomer Israel. Petersburger Srief. Neue, iuteressonte Mittheilungen kommen uns ans Warschau zu. Wenn es noch eines Beweises bedurfte, dass die jüdisch-nationale Idee im Sinne des Erkennens, Hochhaltens und Verbreitens unserer geistigen und künstlerischen Eigenheiten, sich immer mehr Bahn bricht und fast unbewusst in die Herzen der Assimilanten alten Schlages eindringt, so kann dies aus den letzten Warschauer Berichten entnommen werden. In Warschau haben sich bis jetzt die Urwarschaner Juden, die Reichen und Inteiigenten, quasi als eine AA jüdischer S ch l a ch t a gefühlt. Sie hielten sich der Nationalität nach für waschechte Polen und behandelten die jüdischen Angelegenheiten im Cnltusvorstande in rein religiösem Sinne. Die aus Lithauen und Wolhynien Zugewanderten (und deren Zahl ist durchaus nicht gering) betrachteten die erbgesessenen Warschauer Juden als Fremde und wollten von der Art, wie diese die religiösen Angelegenheiten behandelten, durchaus nichts wissen. Und nun vernimmt man, dass in Warschau eine jüdische Verlags- Gesellschaft begründet wurde (Spolka Nakladowa), die sich zur Aufgabe stellt, alle Gebiete der jüdischen Kunst zu pflegen. Aus dem diesbezüglichen Programm entnehmen wir das Folgende: . „Alle jüdischen Gemälde, alte und neue, heilige und profane, alle jüdischen Gebete und Lieder und überhaupt alles, was den jüdischen Geist offenbart, alles, was Bezug hat auf jüdisches Leben und jüdische Geschichte, auf die schöne Literatur, nehmen wir in unser Programm auf." /, ' Der Zweck des Unternehmens ist, wie die Gesellschaft erklärt, ein doppelter: bei jenem intelligenten Th eile der Juden, bei dem das Kunstgefühl und das Verständnis für Kunst genügend entwickelt ist, die jedoch nicht wissen, dass es eine jüdische K u n st gibt, soll es den jüdischen Sinn erwecken und ihnen zeigen, dass auch wir unsere künstlerische Eigenart haben und es nicht nöthig haben, auf fremden Gebieten herumznlungern, für den anderen Theil der Juden wieder, welche genug Judenthum besitzen, bei denen jedoch Sinn und Geschmack für Kunst brach liegen, soll dieser Vertag wieder eine Art gedrucktes C o n - s e r v a t o r i u m werden, sie in alle Gebiete wahrer Kunst einführen. . Der geschilderte Zweck soll erreicht werden: durch billige Notenausgabe mit oder ohne Texte, durch Reproductionen von Bildern und Kunstwerken. Nach Thnnlichkeit sollen auch Männer- und Frauen-Gesangvereine gegründet werden. Wie man sieht, besteht von der einen Seite die 5£cik denz der Aufklärung im Sinne des allgemein Menschlichen, und andererseits den jüdischen Sinn bei den intelligenten, der Assimilation verfallenen Schichten des Judenthums zu erwecken. Je mehr Reprodnctionen jüdischer Kunst und Geistesprodncte verbreitet werden, desto mehr wird dies die Gleichgiltigkeit dieser Massen nnfrürteln. Allenfalls muss dieses Unternehmen wännstens begrüßt werden, nicht zum wenigsten deshalb, weil es — aus Warschau kommt. Hazofe. V»Ns«,irtsch«stIichtS. Wie«, am 25. October. Die Wiedereröffnung des Reichsrathes hat zwei für die Volkswirtschaft hochbedentsame Reden des Ministerpräsidenten und des Handels Ministers gebracht. Beide beschäftigten sich mit der allgemeinen wirtschaftlichen Lage und kamen beide zu dem Schlüsse, dass sich unsere Volkswirtschaft auf absteigender Linie bewege. Wohl erklärte der Ministerpräsident, dass die Regierung es als ihre Pflicht ansehe, Jirdustrie und Handel den größtmöglichsten Schutz angedeihen zu lassen, wohl fand der Handelsminister, dass die allgemeinen Conrfe niedriger sind, als sie sein sollten, dass also der Handel auf solider Basis ruhe, doch trotz alledem muss man mit dieser Depression rechnen und es ist