Jüdisches Volksblatt
- Journal
- Jüdisches Volksblatt
- Volume
- 3 (1901)
- Issue
- 39 (27.9.1901)
- Date
- 1901-09-27
- Page
- Seite 2 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 94% known words query
- IRI
…/2432763-2432864-2432903--1170-2434899- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Seite 2 Wien, Freitag Jüdisches Volksblatt 27. September 1901 Nr. 39 Die Gesinnungslumperei der „Arbeiter-Zeitung". Wie bekannt, hat vor einigen Tagen unter bem Vorsitze des Magistrats-DirectorL im Magistrats-Gremium eine außerordentliche Sitzung stattgefnnden, in welcher da.s Schächterversahren im allgemeinen und die Schlichtung der Thiere im besonderen einer Berathung unterzogen wurde. Wir besprechen das Thema des Schlichtens cm anderer Stelle und wollen uns hier nur mit der. Gesinnung.slmnperei der „Arbeiter-Zeitung" beschäftigen, die die Beschlüsse des Stadtrathes betreffs des rituellen Schächtens mit nachstehender Glosse begleitet: „ . . . Wir meinen, dass dieser umständliche Apparat gar nicht nothwendig wäre. Das Schächten der Thiere ist unstreitig eine durch gar nichts gerechtfertigte, empörende Roheit und konnte wohl ohne lange Berathung einfach verboten tverden. Hoffentlich macht der Stadtraih kurzen Proeeis." Die Wiener „Arbeiter-Zeitung" posiert den Cato unter allen Journalen nicht nur Wiens und Oesterreichs, sondern auch der ganzen Welt, ^ie hat die Geüunungstüchtigkeit ausschließlich in Pacht genommen, kennt keine Corruption, ist voll Sittenreinheit und lebt ausschließlich von Nektar und Ambrosia. In eonfessionellen Tragen huldigt sie dein Principe der vollsten Toleranz und jeder kann — der Wiener „Arbeiter-Zeitung" wegen — nach seiner Fa?on selig tverden. Alles dies selbstverständlich — in der Theorie. Ganz anders gestaltet sich aber die Praxis bei dieser, unter den gesinnungslumpigen Zeitungen, deren tvir in Wien genügend besitzen, gesinnungstüchtigsten Zeitung. — Wir wollen davon absehen, dass die „Arbeiter- Zeitung" nicht nur hie und da und gelegentlich, sondern kontinuierlich, Banken, Bahngesellschaften. Jttdustrielle usw. unflätig beschintpft, bereit Abonnements und Inserate trotzdem nicht verschmäht. Cs ist das eine Sache, die;j.e sich mit den Betreffenden selbst aus.zumachen hat. Die niederträchtigste Gesinnungslumperei cultiviert aber die „Arbeiter-Zeitung" in eonfessionellen Fragen. Antisemitisch darf und will sie nich tsein, weil das ja gegen ihre angeblichen Grundsätze verstoßen würde, aber das Gros ihrer Leser und die Mehrheit ihres Redactionspersonals ist im Grunde des Herzens antisemitisch durchseucht, und man muss daher von Zeit zu Zeit in die „Arbeiter-Zeitung" einen _ antisemitischen Brocken hineinschmuggeln. 'iPhilosemitisch aber will und kann sie auch nicht fein, denn sie würde den größten Theil ihrer Leser verlieren und die Rolle, die sie sich usurpiert, bald ausgespielt Haben. Das hindert aber die „Arbeiter-Zeitung" nicht, von Zeit zu Zeit die Christlich-Socialen als ihre schlimmsten Widersacher anzurempeln.) Wir Juden stehen nicht um die Liebe und Freundschaft der „Arbeiter-Zeitung". Wenn sie aber in confessionellen Angelegenheiten mit den Juden anbinden wird, so wird sie uns als ihren erbittertsten Gegner auf dem Wege treffen. Was ficht denn eigentlich die „Arbeiter- Zeitung" an, sich in der Schächtfrage auf Seite des antisemitischen Magistratsgremiums zu stellen? Die Schächtfrage ist zumindest controvers. Es haben sich die größten Veterinär-Autoritäten für das Schächten — wie es seitens der Juden cultiviert wird — als eine der praktischesten Tödtungsmethoden ausgesprochen. Erst jüngst hat sich ein zahlreich beschickter arischer F l e i s ch h a u e rt a g nahezu einstimmig für das rituelle Schächten als die beste Tödtungsmethode ausgesprochen. In Preußen lassen einige Armeecorps die für die Approoisionierung der Militärmannschaft bestimmten Thiere speciell rituell schächten, weil diese Methode für die Conservierung, den Nährwert und die Hygiene des Fleisches nach dem Ausspruche von Fachautoritäten am vortheikhafteiten ist. Dies alles ist ja der „Arbeiter-Zeitung" bekannt — und warum dennoch diese Gesinnungslumperei? Wir haben die Motive, die die „Arbeiter-Zeitung" bei ihrein Vorgehen in der Schächtfrage leiten dürften, im allgenieinen angedeutet, ohne uns in Einzelheiten einzu- Er pocht an der Thür und neugierig ist er, wen er zuerst zu sehen bekommen, wer ihm öffnen lvird. Stärker Pocht er, vergebens, niemand öffnet, er begibt sich ans Fenster, doch die Scheiben sind zerschmettert, weit öffnen sich seine Augen, um das Innere zu übersehen, doch loüst und leer ist alles, keine Seele regt sich drin . . . Er erblasst, seine Glieder tverden starr, wild blicken seine Augen und unwillkürlich hatte er sich dein Hause des Nachbars Abraham genähert, aber auch dieses Haus lag leer und öde . . . Den Kopf au die Wand gelehnt stand er eine lange Weile gedankenlos und Vertvirrt, als plötzlich der Uradnik (Dorfpolizist) mit einer kleinen Laterne in der Hand ihn mit einem barschen „Wer da?" aus der Betäubung ertveckte. „Ich — ich . . ." Die Sprache versagte ihm fast. Mechanisch suchte er in der Tasche nach seinen Papieren und reicht sie dem Polizisten. „Schon recht!" erwiderte dieser hart, „aber im Dorfe darfst Du nicht bleiben, Du bist ein Jude." „Und mein Vater?" „Weißt Du nicht, dass die Juden in den Dörfern nicht mehr tvohnen dürfen? Deinen Vater und den Abramku haben wir von hier fortgctrieben . . . auch Du darfst hier nicht sein ..." * Am nächsten Tag, zu früher Morgenstunde bemerkte man wieder denselben Fußgeher, der gestern Mischen Flur und Wald dem Dorfe zuschritt. Aber keine Freude leuchtete mehr aus seinem Antlitz, der Kopf tvar gebeugt und der Schritt so müde ... ♦** lassen. Zollte jedoch die „Arbeiter-Zeitung" in der Schächtfrage ihre Gesinnungslumperei nach wie vor ausschroten, ■ so werden wir nicht anstehen, mit weiteren Details aufzMvarten. Es geht nicht an, Wasser zu predigen und Wein zu trinken, wie es die „Arbeiter-Zeitung" thut, die vorne hui und hinten Pfui ist. Wir Juden waren schon vor 6000 Jahren socialistisch; das beweist die Sabbathruhe und eine Unzahl anderer, durch die jüdischen Gebote geheiligte Gebräuche, und gerade das Gebot des rituellen Schächtens entspringt zweifellos der Absicht, bei der Tödtung der Thiere die größtmöglichste Schonung obwalten zu lassen. Eine Erklärung. SiVidj-SmtöiHiljgcoviiitelcv Dr. Strauch-)»' schreibt f»i[« geuden Brief: Sehr verehrte Nedaction! Die unter der „Ueberschrift „Die Deutschen und die Juden" erschienenen drei Artikel, insbesondere aber der Artikel 3 vom 19. September d. I., fordern wir zu einer kurzen Erwiderung heraus. Ich gestehe, dass ich nur mit tiefem Widerstreben zur Feder greife; ich bin stets ein Freund der Reinlichkeit gewesen, das Gemeine ist mir fremd, und ich verachte aus tiefster Seele die Hetzer und die Berläumder, namentlich aber verabscheue ich die antisemitische Sippe. Der vorerwähnte Artikel 111., trieft aber von Verdächtigungen und Gehässigkeiten sowie von Entstellungen, und der feige anonyme Schreiber hat das zweifelhafte Verdienst, einer bei uns zu Lande bisher unerhörten antisemitischen Hetze Engang verschafft, unverblümt zu einem Kceuzzuge der Christlich-Deutschen gegen die Juden aufgekordert zu haben. Der Mann verdient die Pfisterer-Medaille, fein Ehrenplatz ist neben einem Schneider, Gregorig und Vergani. •- Die „Bukominer Nachrichten" aber sind von heute ab das Filialblatt des antisemitischen „Deutschen Volksblattcs" in Wien, es bleibt ihnen der herostratische Ruhm die wüste antijüdischc Hetze in unser öffentliches Leben getragen zu haben. Was die gegen mich gerichteten Angriffe und Verdächtigungen betrifft, will ich auf dieselben nicht reagieren; ich weise sie gebärend zurück.' Der anonyme .Held verfolgt einen zloeifachen Zweck, einerseits durch Entstellungen und Verdächtigungen mich bei den Deutschen zu diskreditieren, andererseits die Judenschaft zu spalten und gegenseitig zu verhetzen. — Ich will nicht untersuchen, und überlasse getrost die Beantwortung meinen Glaubens- und Volksgenossen, ob ich berechtigt bin, in ihrem dünnen zu sprechen. Davon aber bin ich tief 'Überzeugt, dass die „Bukow. Nachrichten" unmöglich das getreue Sprachrohr der Mehrheit der Buwowiner Deutschen sind. Die gehässigen und verdächtigen Angriffe der „Nachrichten" und einiger ihrer christlich-deutschen Hintermänner werden mich nicht abhalten, unentwegt ein -Anhänger und Bewunderer der gigantischen deutschen Cultur zu bleiben, die hohe politische Bedeutung des deutschen Volkes für Oesterreich und die Bukowina zu würdigen und an der Seite seiner lvahrhaft freisinnigen Vertreter zu stehen, die auch den anderen Nationalitäten Volksstämmen und Religionsgcsellschaften bürderliche, politische mW sociale Gleichstellung im öffentlichen Leben gönnen. Meine objective und vorurtheilsfreie Haltung jagt mir,dass die brutalen, verhetzenden Ausschreitungen eines kleinen ehrsüchtigen Häufleins von Strebern nicht der wahre Ausdruck unserer friedliebenden e i n h e i m is d) e n deutschen Bevölkerung ist. —Die genaue Kenntnis der Eigenschaften meiner Stammesgenossen rechtfertigt meine Erwartung, dass die schlaue Speculation der Christlich-Deutschen auf eine Spaltung der Judenschaft eine trügerische ist; sie wissen, wer Capital aus unserer Spaltung ziehen würde. Die Juden werden sich die verhetzenden Artikel der „Bukowiner Nachrichten", hinter denen nur die Christlich- Deutschen stehen, Wohl merken, auf ihrer Hut sein — denn sie wissen, dass im Hintergründe der Wolf lauert. Die von den „Nachrichten" aufgetischte Erzählung über die vorjährige Landtagswahl in Czernowitz ist einfach entstellt, und hat der Artikelschreiber die tvahre Sachlage verschwiegen; nur aus Discretion auf gewisse Kreise und Personen will ich vorläufig schweigen; Herr Br. Fürth wird mich Wohl verstehen. Im übrigen haben sich die „Buk. Nachrichten" durch ihre verhetzende Artikel und ihren offenen Antisemitismus ausgeschaltet, fernerhin beachtet zu werden! Herr Baron Fürtb, der Sie der Eigenthümer und Ivahrtw ft verantwortl.che Redacteur Ihrer „Bukowiner Nachrichten" sind: die gekennzeichnete Artikelserie war keine rühmliche That; sie; Alt Ihrem „Fortschritte" ein sehr trauriges Zeugnis aus; — meine Enkelkinder tverden mich und mein Andenken segnen, tveil ich unerschrocken für meine gedrückten Volksind Stammesgenossen. für ihre Freiheit mW staatsbürgerlichen Rechte eintrete und ihre boshaften und verhetzenden Gegner offen und rücksichtslos bekänipfe. Wie aber Ihre Enkelkinder der Manen ihres Großvaters gedenken werden —- will ich nicht Vorhersagen; es bedarf dessen auch nicht! I h r e i g e n e s G e w i s s e n wird Ihnen sagen, dass confessionelle Verhetzung. Undankbarkeit, Vergetvaltigung anderer an das Wecken niederer Jnstincte nich t ch r i st l i ch und am weniglüen darnach geartet ist, den Hetzern ein gesegnetes Andenken zu sichern! Czernowitz, den 19. September 1901. Abgeordneter Dr. Straucher. Das jüdische Moment in der socinie» Kemegnng. .(Schluss.), Wir haben in unserem letzten Artikel an der Hand des Buches Benedikt Friedländers „Die vier Hauptrichtnngen der modernen socialen Bewegung" bereits theilweise auseinandergesetzt, dass in den Kämpfen der socialistischen Gruppen untereinander die „Judenfrage" eine gewisse Rolle spielt, und dass die Taktik und Kampfesweise der marxistischen „Judensocis" eine Art latenten Antisemitismus im proletarischen Lager und in der socialen Bewegung gezeitigt hat, der eine gewisse Aehnlichkeit mit dem Bourgeois-Antisemitismus besitzt, in jenem Stadium, wo er noch nicht parteimäßig organisiert war. So wie seinerzeit der sogenannte Judenliberalismus nach außen hin noch mächtig dastand, obwohl bereits die Krise sich vorbereitete, und die liberalen Reihen nur noch darum zusammenhiengen, weil die eiserne Parteidisciplin sie zusammenhielt und weil die antiliberale Liga noch fehlte, ebenso bereitet sich, und zwar nicht nur nach der Auffassung Friedländers, sondern auch Masaryks und anderer hervorragender Sociologen, eine Krise in der marxistischen und gesammten socialistischen Bewegung vor, die eine verstärkte antisemitische Strömung im proletarischen Lager zeitigen wird, wenn die marxistischen „Judensocis" auch in Zukunft sich in dem Kampfe gegen die Antimarxisten derjenigen Kampfesweise bedienen werden, die sie bisher nicht etwa nur gegen die sogenannten Bourgeois- Fractionen. sondern auch gegen alle Socialisten anwendeten, die sich gegen das marxistische Dogma auflehnten, angefangen von Dühring bis Bernstein. Friedländer schreibt darüber: »Die latente Dühring'sche Opposition wird durch Fortsetzung der Verschweigung eher gestärkt als geschwächt und nimmt gerade dadurch immer mehr antisemitische Färbung an, weil jene Unterdrückung u. a. aus Furcht vor dem Antisemiten Dühring missdeutet, werden kann." In satyrischer Weise stellt nun B. Friedländer die Anfrage an die Socialdemokratie und „internationale Berühmtheits-Commission". ob eine Aufhebung der Sperre gegen Dühring nicht zeitgemäß wäre. Auf die etwaige Antwort der llnthunlichkeit dieses Schrittes mit Rücksicht auf Dührings Judenfeindschaft antwortet Friedländer: „Der Antisemitismus wird umso ung.fährlicher, je weniger man sich vor ihm fürchtet und je ungenierter man darüber verhandelt." »Allermindestens zwei Hauptsätze des Dühring'schen Socialismus sind und bleiben für alle Zeiten haltbar: Erstens führt der Weg zu einer ravicalen Verbesserung, ja vielleicht schließlich zu dem Ideale einer ausbeutungslosen und auch sonst freien Gesellschaft, nicht über den Weg einer zunehmenden Verelendung, sondern im Gegentheile über den einer fortschreitenden Verbesserung, aber weniger einer solchen im Sinne staatlichen Arbeiterschutzes (der nur ein zeitweiliger Nothbehelf sein kann), als in demjenigen eiuer coalitionsmäßigen Selbsthilfe der Arbeiter. Zweitens aber ist eine ausbeutungsfreie Gesellschaft nicht nur nicht nothwendig verbunden mit einer industriellen Staatsallmacht, sondern mit dieser sogar unverträglich." Benedikt Friedländer trennt eben scharf den Sociologen Dühring vom Antisemiten Dühring, verweist darauf, dass in dem letzten Stadium bei Dühring nicht mehr von einer Art Socialismus, sondern nur von einer Species eines excessiven Antisemitismus die Rede sein kann, und dass „der Judenhass Dührings einzig deutlicher Compass geworden ist". Dieser Antisemitismus ist und nicht nur mit vollstem Rechte den Angehörigen der von Dühring so maßlos angegriffenen Judenrasse, sondern auch glücklicherweise sehr vielen Nicht-Juden anstößig, so dass er natürlicher-, ja sogar gewissermaßen berechtigterweise dazu beiträgt, die noch immer bestehende, ganz unglaubliche Unterschätzung, Unterdrückung und Secretierung des Schriftstellers aufrecht zn erhalten." Benedikt Friedländer bedauert nun aufs lebhafteste, dass unter diesen Umständen auch die Kritik der mit der Rassenfrage an sich ganz und gar nicht zusammenhängenden Lehren erschwert wird, und dass es eine objective Kritik über die nationalökonomischen Schriften Dührings nicht gegeben hat. * Denselben Vorwurf, den Friedländer den Marxisten betreffs ihrer Haltung gegenüber Dühring «acht, erhebt er andererseits übrigens auch gegen Dühring wegen seiner Stellung gegen Henry Georges. Friedländer verurtheilt es, dass Dühring selbst von dem Hauptwerke Henry Georges, welches berufen sei die ganze Nationalökonomie uwzugestalten, nicht einmal erwähnt habe, trotzdem Dühring selbst einmal zu den dort vertretenen Ansichten hätte kommen m ü s s e «, hätte er sich vorwärts als Socialist und nicht rückwärts als Antisemit entwickelt. Friedländer selbst, ebenso wie Franz Oppenheimer, beide Juden, bilden eine Art Brücke von Dühring zu Henry Georges, und beide beweisen durch ihre Stellungnahme, dass selbst der Rassenantisemitismus Dührings zahlreiche jüdische, nicht-marxistische Sociologen nicht abhält, Dühring als Nationalökonomen dort recht zu geben, wo er recht hat. So nennt noch im Jahre 1895 Franz Oppenheimer in seinem Buche »Freiland in Deutschland" Eugen Dühring einen der erleuchtetsten Geister der deutschen Nation, der der Menschheit den Barren gediegensten Goldes geschenkt hat, welchen Theodor Hertzka zn vollwichtigen, wohlgeprägten Goldstücken für den täglichen Gebrauch ausgemünzt hat. Aber Dühring ist nach der Auffassung B. Friedländers in einem Hauptpunkte und nach seiner Meinung in dem gegenwärtig entscheidenden von Henry Georges überholt worden. Bekanntlich hält Henry Georges das Bodenmonopol für die einzige Form des Gewalteigenthums, und in seinem Buche ..Fortschritt und Armut" setzt er auseinander, dass der Privatbodenbesitz die einzige Quelle aller Uebel ist und dass Dessen Beseitigung die Voraussetzung einer gesunden Volks-