Jüdisches Volksblatt
- Journal
- Jüdisches Volksblatt
- Volume
- 3 (1901)
- Issue
- 36 (6.9.1901)
- Date
- 1901-09-06
- Page
- Seite 2 (sequence 2)
- Language
- German
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Sß&£; 2 Wien, Freitag Jüdisches Volksblatt 6. September 1901 Nr. 36 gegen den Antisemitis m u s S t e l l u it g nah m, w i e es n i e v o r- und n a ch h c v. imösterreichif ch e u A b g e o r d n et e n Haus e g e s ch e h e n i st. Doch Graf Coronini war nicht nur ein Gegner des Antisemitismus in den: Sinne, wie es deren viele gibt, er scheute nicht' davor zurück, auf positive Weise zu bethätigen, dass bei ihm die allgemeine Menschenliebe nicht bei den Juden aufhöre. Als vor mehr als einem Jahrzehnt russische Juden gezwungen waren, zum Wanderstabe zu greifen, ihre Heimat zu verlassen und ein Contingent von ihnen obdachlos und hungernd in Wien umherirrte, da war es Graf Coronini, der an die Sammlung von Geldern für die russischen Juden herantrat, unbekümmert um den Spott der Antisemiten, der in der drastischsten Weise zun: Ausdruck kam. So verliert also an dem Grafen Coronini nicht nur Oesterreich einen ebenso talentierten wie ehrlichen Politiker, j sondern auch unser jüdisches Volk einen hingebungsvollen! Freund.! Vlutmarchen aus Angarn Der Jude war und bleibt immer noch ein Mittel zu einem bestimmten Zweck. In früheren Zeiten war er ein Mittel zur Ausbreitung von Handel und Industrie, heute dient er zur Erweckung politischer Parteikämpfe. Wenn die ungarische Volkspartei die liberale Regierungspartei bekämpfen will, nimmt sie unbedenklich zu einem bisschen Judenhetze Zuflucht und scheut sich nicht, Ritualmordmärchen in allen Ecken zu verbreiten, und so fand man jetzt heraus, dass die Juden christliches Blut nicht bloß zu den Mazzoth benöthigen, sondern auch zur Einweihung von Synagogen nud zu ähnlichen Zwecken. Es kann durchaus kein Zufall sein, wenn zu gleicher Zeit in mehreren Städten Gleiches sich ereignete. In den verschiedensten Gegenden begann sich plötzlich das Volk zu erzählen, dass mehrere Juden auf Reisen sind, um christliches Blut für bestimmte Zwecke zu gewinnen. Interessant ist die Mittheilung eines ungarischen Blattes über ein Gespräch, das kürzlich zwischen einem Bischof und einem Rabbiner stattfand. Beim griechisch-katholischen Erzbischof in Blasendorf (Siebenbürgen) hat anlässlich des Geburtstages des Kaisers ein Empfang stattgefunden, zu welchem unter den übrigen Honorationen auch Rabbiner Ch. I. G r ü n b a u m geladen war und erschienen ist. Seine Eminenz erkundigte sich vorerst um sein Befinden, worauf er nach entsprechenden Dankesworten für die Aufmerksamkeit beiläufig Folgendes erwiderte: „Ich befinde mich gottlob gut, aber im Befinden meiner Glaubensgenossen bleibt noch vieles zu wünschen übrig." Erzbischof: „Sie meinen offenbar die bedauerlichen Ereignisse von Kronstadt?" Rabbiner: „Ja, Eminenz! Aber auch in meinem Rabbinatssprengel scheint das Volk bethört zu sein nud fängt an, eine drohende Haltung gegen die Juden einzunehmen." Erzbischof: „Davon hatte ich keine Kenntnis." Rabbiner: „Meine Glaubensgenossen wären EurerEminenz zu tiefstem Danke verpflichtet, wenn Eure Eminenz gerrchen würden, in einem Hirtenbrief den Umtrieben gewissenloser Volksverführer (denn nur solche konnten es sein, die das gutmüthige Volk dermaßen aufhetzten) wirkungsvoll entgegenzutreten." Erzbischof: „Ist denn eine Gefahr vorhanden?" Rabbiner: „Ich war so frei, den Schutz Eurer Eminenz anzurufen, bevor eine acute Gefahr zu constatieren ist, denn Eure Eminenz sind in erster Reihe in der Lage, die Verbreitung solcher Irrlehren im Volke noch im Keime zu ersticken." Erzbischof: „Ich werde mit meinem Domcapitel Rücksprache nehmen und sobald dazu Anlass vorhanden, werde ich eingreifen." Für diese beruhigende Antwort sprach Seine Ehrwürden dein Erzbischof seinen innigsten Dank aus, womit das Gespräch zu Ende war. Nationale Autonomie. Einer der wichtigsten Programmpunkte der jüdischen Volkspartei ist die nationale Autonomie der Völker Oesterreich-Ungarns. Die einzelnen Nationen sollen frei in Schule, Kirche und Haus sein, unbehindert nach ihren alten Sitten und Gebräuchen leben und ihre nationale Sprache pflegen, in die Centralparlamente sollen die Abgeordneten nach der Kopfzahl und Steuerkraft der einzelnen Nationen gesendet werden, ohne dass durch eine natürliche oder künstliche Wahlgeometrie das eine Volk das andere majorisiert. Diese Forderung wurde von der jüdischen Volkspartei seit ihrem Bestehen erhoben, weil durch sie nicht nur der Nationalitätenstreit in Oesterreich bcigelcgt würde, sondern auch die Judenfrage ihre ganze Schärfe verlöre. Anfangs verhallte unser Ruf unerwidert; mit Befriedigung können wir aber constatieren, dass dieser Unverstand unaufhaltsam bei allen denkenden Köpfen Oesterreichs der Erkenntnis Platz macht, dass die Autonomie der Nationalitäten der einzige Ausweg aus der Sackgasse ist, in der Oesterreich steckt. Politiker von rechts und links erheben die Forderung, von den Conservativen strengster lind feudalster Observanz upd schwärzester Couleur angefangen bis zu den rothesten Socialdemokraten. Wir verweisen auf die Interviews, die in unserem Blatte veröffentlicht waren, mit den Abgeordneten Graf Harrach, Klosac, Dr. Perek, Graf Herberstein, Romanowicz, Dr. Lupu, Dr^Couci, Dr. Kondela; über die Gegner wird man bald zur Tagesordnung übergehen können. Wohl mögen die Schwärmer für die „Landeseinheiten", die alten rmd die neuen Ritter der Königreiche und Länder, manche Schlacht noch gewinnen: in der Thatsache, dass sich die Kämpfe nicht mehr unter den obsolet gewordenen Schlagworten des Centralismus oder Föderalismus abwickeln, sondern das lebendige Bedürfnis der Völker gegen das erstarrte Schema der Ueberlieferung streitet, in der schon liegt ein unendlicher Fortschritt. Wer hätte es erwarten können, dass binnen so kurzer Zeit zwei fertige, bis ins Detail ausgearbeitete Autonomieprojecte vorliegen werden! Wohl ist der Grabmayr'sche Entwurf zur Theilung Tirols vorläufig begraben, und die Entwürfe der Abgeordneten d'Elvert und Stransky für die nationale Trennung in Mähren haben nicht allzuvieb Aussicht, in der nächsten Zeit angenommen zu werden. AbÄ verschwinden wird keiner von ihnen, denn sie verkörpern das lebendige Bedürfnis der Völker auf Selbständigkeit, das Recht der Nation auf nationale Unabhängigkeit. Dieses Recht kann erstickt werden, so lange das kämpfende Volk schwach und unentwickelt ist; sein culturelles Wachsthum mehrt seine Stärke und macht fein Streben nach nationaler Autonomie unwiderstehlich. Denn Recht ist Macht; so viel an Recht erlangt ein Volk, als es Macht besitzt. Die Wälschtiroler werden die Autonomie ihres Gebietes erreichen, wenn die Kraft, die sie für ihre Erreichung in die Wagschale werfen können, stark genug sein wird, das ihre Selbständigkeit hemmende Gebilde, den Tiroler Landtag, zu zerbrechen. Nicht mehr als eine hohle Phrase ist die Behauptung, die Errichtung eines selbständigen Trentino würde die Interessen des Deutschthums gefährden. Der Zusammenhang der österreichischen Deutschen wird durch die Thatsache eines selbständigen Trentino so wenig berührt, wie er etwa durch das selbständige Küstenland berührt ist; dass die nationale, gesellschaftliche unb wirtschaftliche Entwicklungsfähigkeit der Deutschen davon abhängig wäre, dass nicht die Italiener zu entscheiden haben, welche Schulen in Wälschtirol errichtet werden sollen, sondern die Deutschen — das zu begreifen ist unser Verstand nicht verdorben genug. Wohl ist es ein Interesse der Deutschen, dass in Oesterreich nicht gegen sie regiert werde, dass man den an Zahl größten, an Cultur reichsten Stanun mindestens als das zu betrachten sich gewöhne, was er ist: als den ersten unter gleichen aber dieses Interesse bedingt es nicht, dass Wälschtirol von Innsbruck aus verwaltet werde. Die Autonomie der Nationen ist der große Gedanke, dass der Staat so eingerichtet werden muss, wie ihn die Völker brauchen, nickt dass die Völker so leben müssen, wie es der „Staat" braucht. Jenes „Bedürfnis des Gesammtstaates" — das jetzt mit Bedürfnissen des Deutschthums kunstvoll aufgeputzt wird — dem sich die lebendigsten Bedürfnisse der Völker widerspruchslos zu fügen haben, das hat eine verteufelte Aehnlichkeit mit dem berüchtigten „österreichischen Staatsgedanken", der selten etwas anderes war als der Wahn der „Großmacht": jene grundverkehrte Politik, die Oesterreich mit der Verstoßung aus Deutschland, mit dem Verluste der italienischen Besitzungen theuer genug bezahlt hat, um von ihr gründlich curiext sein zu können. Der Staat ist kein Abstractum, keine Größe außerhalb Raum und Zeit, sondern ist nicht mehr und nichts mehr als die Summe der Kräfte seiner Völker. Nun soll das jemand verstehen, dass es ein Interesse, ein Bedürfnis Oesterreichs sei, seine Völker, und zwar die zahlenmäßige Mehrheit seiner Völker, an der Entwicklung zu hindern, dass es ein staatliches Lebensgebot sei, den culturellen Aufstieg seiner Völker zu heinmen! Die nationale Entwicklung ist die Summe, der gleichsam bildliche Ausdruck für die gesammte culturelle, sociale, wirtschaftliche und eben auch politische Entwicklung eines Volkes, und diejenigen, die sich vor der nationalen Entwicklung der Slovenen — die sind nämlich in allen diesen Erwägungen der Prügelknabe — so lebhaft bekreuzigen, sagen nichts anderes, als dass es für Oesterreich ein eminenter Schaden wäre, wenn ztvei Millionen seiner Bürger sich culturell entwickeln, ihre sociale Wertgröße steigern würden. Welch ein bodenloser Unsinn! Wohl ist es richtig, dass die nationale Entwicklung der jungen Nationen zu schmerzlichen Frictionen mit der ältesten führt, aber das beweist nur, dass in dem Mechanismus des Staates etwas falsch eingerichtet ist. Dieses Falsche sind aber die Königreiche und Länder, die dem Stande her Entwicklung widersprechenden Gebilde, in denen das Princip der nationalen Herrschaft und Botmäßigkeit verkörpert ist. Die Länder Widerstreiten dem Bedürfnisse jeder Nation. Es sind nicht bloß die Italiener in Tirol, die Slovenen in Steiermark, die Ruthenen in Galizien, die darüber murren, sondern ebenso die Deutschere in Böhmen, die Polen in Schlesien, die Czechen in Mähren. Das Bedürfnis nach Arrtonomie, die Flucht der unterjochten Nationen aus den Landtagen in Form der Abstinenz, das beweist deutlich, dass die Verkehrtheit dieser überlebten Einrichtungerr keine theoretische Erklügelung ist, sondern von den Betroffenerr allezeit schmerzlich empfunden wurde. Unter den Unsinnigkeiten, mit denen die Historisch-politischen Individualitäten von den Eentralisten ver- Armen und fiel unter allgemeinem Gelächter. Selmann war ein reicher Bauunternehmer. Ich hatte ihn früher oft gesehen, doch das, was ich jetzt erblickte, sah weder einem Bauunternehmer noch einem Menschen überhaupt ähnlich. Durch alles, was um mich geschah, betäubt, im Staubwirbel fast erstickend, vom Pöbel hin und her geschleudert, blickte ich auf alles wie auf einen fürchterlichen Traum. Hier hängt hoch über dem Boden an einer Wasserrinne ein weißer Unterrock; eine alte Frau hebt sich auf den Fußspitzen und bemüht sich, ihn mit ihren langen knochigen Händen herunter zu holen. Neben ihr drückt ein bärtiger Lastträger eine Lmmmetmütze auf seine zerzausten Haare. Knaben rennen zwischen den Füßen Erwachsener, sie heben die Spiegelsplitter auf, und einer von ihnen springt in die Höhe, um eine in der Luft wirbelnde Feder zu erhaschen. Den in der Schneide steckenden Säbel schwingend, rennt ein Wachmann. Die Menge lacht über ihn, johlt ihm nach: „Aufhalten!" „Fangt den Dieb!" Jemand wirft dem laufenden Polizeiorgane eine Kiste vor die Füße, und dieser fliegt kopfüber zil Boden. Ein homerisches Gelächter erdröhnt durch die Luft. Ich erblicke plötzlich mir zu Füßen einen blutigen Hautlappen mit einein Haarbüschel . . . „Hierher! Br—rüder hierher!" Das Geschrei kommt aus einein Hofe und die Menge wälzt sich wie eine dichte Welle buircf) das Thor. Die Menschen grunzen, heulen, bmllen. „Haut sie zusanmieii! Schlagt sie nieder!" ertönt es in der Luft. Im zweiten Stockwerke des Hauses arbeitet von irmon jemand mit einem Stemmeisen und zertrümmert die Wand zwischen ztvei Fenstern. Ziegel und Mörtel rollen herunter, ein weißer Staub erfüllt die Luft. Aus einem Fenster fliegt ein Tablett, es kreist zuerst in der Luft und fällt dann auf den Kopf einer dicken Frau, welche sich quietschend zusammenduckt. „Kosaken kommen!" „Rettet Euch!" „Die Kosakm!" In der Mündung des Gässchens zeigen sich Pferdeschnauzen und die blauen Kosakenmützen. Die Nagajkas (Kosakenpeitschen) schwirren in der Luft, und eine laute melodische Stimme commandiert: „Zil drei, im Trab — M—arrsch!" Ein Haufen, Ziegel fällt' auf das Trottoir, die Zwischenwand ill durchgebrochen — und jetzt wird durch das widerwärtige Loch in der Wand langsam und mit Mühe ein ungeheurer Kasten geschoben, holpernd und gleichsam gegen seinen Willen rutscht er die Wand des Hauses entlang, hakt sich an einem Vorsprung ein, inacht eine Drehung und zerschlägt sich dröhnend auf dem Trottoir. Die Luft ist von einem ununterbrochenen Getöse erfüllt, es scheint, als würde ein unsichtbarer stürmischer Strom durch dieselbe fließen, und in wilder Wuth, eitel Schaum und Zorn, den Boden in seinem Laufe aufwühlen . . . Unter bell Schlägen der Nagajkas und den Pferdehufen stiebt die Menge auseinander, sie rennt wie eine Herde Schafe blindlings, blöde. Man könnte sich in den Höfen verstecken, über Zäune springen, doch alle reimen unbewusst wohin, das Gässchen entlang, ihre Köpfe, Rücken und Schulten: den scharfen Peitschenhieben preisgebend. Der rothwangige Lastträger mit dem Lockenkopfe dreht sich plötzlich mn, lässt seine geballte Faust mit Wucht auf eine Pferdeschnauze niedersausen und verschwindet in der dichten Reihe der Kosaken. Und auf jener Stelle, wo er verschwunden ist, heben und senken sich lange die Luft durchschneidend die Kosakeupeitschen. Die Kosaken reiten voNvärts, in dichter Reihe, Steigbügel an Steigbügel, die Marge aber reimt vor ihnen verworren, einander stoßend . . . „Halit Ziegel auf die Kosaken!" ruft jemand von oben. Eine halbnackte blutüberströmte Frau wirft sich vor die Füße der Pferde. Sie ist plötzlich aufgetaucht, als wäre sie der Erde entsprungeil. Sie klammert sich an den Fliß des ersten Kosaken mld drückt sich janlmernd au ihn . . . „Lallfe!" „Stehen bleiben!" „Hallt die Kosaken!" Die Menge heult imb — rennt unaufhaltsam, lvie ein Gebirgsbach. Das dunlpfe Stampfen der Füße erfüllt die Luft, das Aufschlagen der Hllfeisen auf das Pflaster bildet den Wiederhall. Die Pferde können sich nur mit Mühe zwischen den zertrümnlerten Möbeln und Kleidungsstücken, die den Boden bedecken, fortbewegen. Die Pferde stellen sich auf die Hinterbeine . . . Die Menge bleibt alich stehen, das Gesicht gegen die Kosakeir gewendet .... „Fünfzig Mann sollen sich beeilen!" . . . Die Menge brüllt und wartet. Doch jetzt erscheinen ihr im Rücken aln entgegengesetzten Ende des Gässchens Polizeiniänner und Kosaken zu Fuß . . . Jetzt erst fangen die Menschen an über Zäune zll springen, sich in deir Höfen zu versteckell, die Kosaken aber laufen ihnen nach und fangen sie ein . . . . Einige Minuten zuvor waren diese Menschen wilde Thiere, welche ohne Erbarmen unb ohne Ueberlegung solche Unglückliche wie sie selbst vernichteten, jetzt aber sind diese reißenden Thiere nichts anderes als Feiglinge; auch sie werden jetzt ohne Erbarmen und ohne Ueberlegllng verfolgt, lind sie fliehen feige und schmählich vor den Schlägen . . . Als ich am Abend dieses Tages durch den Hauptsatz der Vorstadt bei einer Kosakenabtheilung vorübergieilg, hörte ich, wie einer den: andern sagte: „Vierzehn Jllderl sollen umgebracht lvorden feilt..." Der zweite rauchte feine Pfeife und gab keine Antwort. Jüdische Volksweisheit. Das Sprichwort ist die Philosophie des Volkes. Seine ganze Weltanschauung, alle seine Begriffe von Moral, Sitte und Leben drückt das Volk in kurz zusammengefassten Sätzen aus, die, von Mund zu Mund wandernd und sich von Geschlecht zu Geschlecht forterbend, Eigenthum des Volkes werden. Eine Sanuulung von Sprichwörtern stellt daher ein Stück Inventar des Volkscharakters dar und dient als Quelle zur Erkenntnis seiner Lebensanschauung und seiner Denkungsart. Interessanter noch ist eine Sammlung alter Sprichwörter von alten Völkern. Sie versehen uns in eine graue Vorzeit und vor unseren Augen entrollt sich ein Stück