Jüdisches Volksblatt
- Journal
- Jüdisches Volksblatt
- Volume
- 3 (1901)
- Issue
- 34 (23.8.1901)
- Date
- 1901-08-23
- Page
- Seite 2 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 91% known words query
- IRI
…/2432763-2432864-2432898--1125-2434849- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
Seite 2 Wien, Freitag Jüdisches Volksblatt 23. August 1901 Nr. 34 Seite alle positiven Vorschläge der „Deutschen Volksparteiler" und deutschen Fortschrittler zur Schlichtung des Nationalitätenhnders in den gemischtsprachigen Ländern als Verratli am Deutschtlnnn an den Pranger stellt, dass man alle national-nüchternen Politiker als „schwarz-gelbe Regierungsknechte" hinstellt und alle Feinde des „rüdest! Antiseinitismtls" und seiner Auswüchse-zn „Judenknechten" stempelt, Aber das ist die Vergeltung der rächenden Nemesis für jene verbündeten arischen und „jüdisch"-deutscheir Kreise, die so lange die deutsch-national-chauvinistische und rassenautisentitische Politik förderten, oder mindestens mit ihr kokettierten, bis sie ihnen über die Köpfe gewachsen ist. Mit dieser Politik hat man die alte Demokratie zertrünunert, im Jahre 1882 die Bildung einer österreichischen Volkspartei verhindert nnb statt dessen die Bildung einer christlich-socialen Partei gefördert, indem man Fischihaf meuchelte uiib Lueger in das gegnerische Lager trieb. Dieselbe Politik hat es auch so weit gebracht, dass aus der ehemaligen großen „Liberalen österreichischeil Staatspartei" nur noch schnlähliche deutsch-fortschrittliche Trümmer übrig blieben und heute wie Jeremias auf den Trümmern Jerusalems ein Theil der Jlwen ihre einzige Hoffnung darauf setzt, dass diese deutsch-fortschrittlichen Trümmer im Bunde mit der „Deutschen Volkspartei" das Vordringen der Alldeutschen, dieser Jncarnation des radicalsten Rasseuantisenütisnius aufhalten. Hic Rodus, hic salta! Nun mögen, die geehrten Führer des „deutschell" Judenthluns sich gültigst entscheiden, bei welcher deutschen Fraction sie Schutz finben werden, gegenüber dein alldeutschen Ansturm, der auf Entrechtung der Juden, wie aller übrigen nichtdeutschen Völker Oesterreichs gerichtet ist! Etwa bei ben Socialdemokraten, die in vieleil Kronländerll, abgesehen von denl hohenWohlcensus für dieLandtage, gar nicht inbetracht kominen und in Böhvlen bei den letzten Reichsrathswahlell so w-uchtige Niederlageil erlitten'? Diejenigen jüdischen Kreise, lvelche die Ueberwüldnng des Antisemitismus durch die Socialdemokratie erwarten und in der Socialdemokratie die Partei der Zukunft erblicken, verwechseln Den Socialismns mit der marxistischen Socialdemokratie. __ In Oesterreich mit seinen zahlreichen Nationen und Confefsionen kann allerdings nur einer solchen Partei die Zukunft gehören, die dem österreichischen Staatsgedanken kein nationales oder confcssionelles, sondern ein sociales Gepräge geben will, lvelche aber zugleich auf die monarchische Staatsform Oesterreichs und auf die Gesammtheit der producierenden Volksschichten Rücksicht nimmt und die sprachliche Gleichberechtigung aller Oesterreicher programmatisch vertritt. Es ist nun allerdings wahr, dass eine solche Partei in ^Oesterreich derzeit nicht existiert, aber ebenso wahr ist es. dass die Hauptschuld an dein Mangel einer solchen Partei das assimilatorische Judenthum trägt. Es hat im Bunde mit Herrn Schönerer vor 20 Jahren die Bildung einer österreichischen Volkspartei verhindert und verhindert sie noch iininer, dadurch, dass es sich feindlich einer südifch-volklichen Organisation gegenüber verhält und durch Maneilzuströmungen in im Entstehen begriffene, moderne christliche Organisationen dieselben „versndet", allmählich arier-rein und dadilrch unmöglich macht, und so die Bildung cinci: modernen socialen österreichischen Partei iin Keime erstickt. ^Tie Ansätze zu einer solchen Partei sind sowohl unter den Slaven wie unter den Deutschen vorhanden. Auf deutschem Boden gibt es unter der Intelligenz, im Kleinbürgerthum und unter der Arbeiterschaft Elemente genug, die entweder^ „Wilde" sind oder nur mit halbein Herzen einer der bestehenden Parteien angehören nnb die zürn guten Theile rrur drrrch die „Judenfrage" verhindert sind,. sich zu einer neuen Partei Zusammenzuschließen. Speciell in Wien haben die verschiedenen Wahlen deutlich bewiesen, dass die Zahl jener Elerncnte, die weder.liberal noch christlich-social noch socialdcmokratisch sind, keineswegs allzu gering ist, ganz abgesehen von jener großen Anzahl er selbst aufzog, nach und nach nach Amerika giengen. Das Lenrberger Theater begann um seine Existenz zu kämpfen, machte Ausflüge in die Provirrz, aber außerhalb der Grenzen Galiziens konnte er rrirgcnds Boden fassen. Als wir kürzlich die großen Placate lasen: Gimpel a u s L e m b e r g k o in m t!" vermeinten wir zuerst, dass die belvährtc jüdische Truppe aus Lemberg ihren Wirkungskreis für einige Zeit in Wien anfschlagen lvird, es zeigre sich aber, dass bloß ein Theil seiner Truppe, die kein Gau'cs mehr ist, sondern bloß ein „Variete", ein Ensemble erschienen ist. Ganze Theaterstücke dürfen nicht aufgeführt werden, sondern bloß einzelne Theile, „Nummern". ,Flm Schatteil erkenirt man den Vaum", besagt ein altes Sprichwort und auch an den Bruchstücken, die!vir jetzt zll sehen bekommen, vermögen wir noch das jüdische Theater zii erkennen. Scenen aus den großen Operetten: „Bar-Kochba", „Judith" und „die Opferung Isaaks" werden anfgeführt und auch die Darstelluilgskräfte sind nicht nlehr als die letzte geborstene Säule, die den einstigen Glanz andeuten. Wünschenswert lväre, dass es Herrn Gimpel gelingen soll, ganze Stücke mit seiner ganzen Truppe hier mlfführen zu können. Eiiizelne Stücke sind auch in liebersetzungen in Budapest und in anderen großen Städten anfgeführt ivordeil. Vielleicht wird es auch für Wien einmal gelingen! R. A. B. vor: Personen, die für die Candidaten der einen oder der anderen bestehenden Parteien stinllnten, nicht weil sie sich mit dein politischen Progrannlle derselben vollständig identificierten, sondern lveil ihnen die Wahl dieses Candidaten als das geriilgere Uebel erschien, im Vergleiche zur Wahl des gegnerischen Candidaten. So wie früher die Unzufriedenheit mit dem sogenannten judenliberalen Regime in der Wahl voll Christlich-Socialen zum Ausdrucke kam, ohne dass etwa bamit die gesammte Wählerschaft mit extrem clericalen, judenfressenden Terldenzeil sich identificiereil lvollte, so docuiilentiert heute lvieder ein Theil der Wiener Wählerschaft ihre Uilzufriedellheilit mit der christlich-socialen Genleindeverivaltlmg Wiens, indenl sic in Ermanglung anderer Candidaten socialdeluokratisch wählt, ohlle aber dadurch mit ben letzten Zielen der lnaxistischeil Socialdemokratic einverstanden zll fein. Aber immer, bei den Niederlageil der Liberalen, bei ben Siegen der Christlich-Socialen und Socialdeiilokraten hat iiiehr, als es für die Gesammtheit uiid für die Jilden nützlich war, die „I ll d e n f r a g e" im schlechten Sinne, eine Rolle gespielt; die Juden waren passiv uild actib daran betheiligt und zwar wieder zu ihre ul Schaden uild zu bent der ö st erreich is ch e n V o l k s g e s a m ui thei t. Wie ganz anders würde sich das Verhältnis der Parteien in Deutsch-Oesterreich zu einander und zu den Juden gestalten, lvenn die Juden das Geld und die Arbeitskraft, die sie zur Förderung der verschiedenen deutschen Fractionem verwendet haben, in e r st e r Linie für den Aufbau einer m o d e r u e n j ü d i s ch e n B o l k s o r g a n i s a t i o n verwenden würden! Sie würden damit nicht nur eine Organisation ihrer Volksgenossen zum Zwecke der Vertretung ihrer politischen und wirtschaftlichen Interessen in Oesterreich, zur Vertheidigung aller Angriffe, von welcher Seite sie auch imrner kommen mögen, besitzen, sondern sie würden dadurch den bedeutsamen Schritt zur Umgestaltung des gesammten Parteiwesens Oesterreichs unternehmen, zum Vortheile der Juden und zum Vortheile Gesammtösterrcichs. Bei einer Sonderorganisation der Juden, die sich in den Kampf der verschiedenen deutsch-bürgerlichen Fractionen nicht einmischt, ebensowenig als in den Nationalitätenkampf, würde der I u d e n p n n k t in dem Programme der meisten Fraetionen aufhören, parteibildend und partcizersetzend zu sein. Die national-sociale Organisation der österreichischen Inden wäre nicht nur nicht, wie in der Gegenwart die einzelnen Juden, ein Ballast für alle Parteien, sondern sie wäre ein begehrenswerter Bundesgenosse. Allerdings würde nach all den Erfahrungen der Vergangenheit und Gegenwart eine national-sociale Organisation der österreichischen Juden nur s o l ch e n Gruppen die Hand zu bieten in der Lage sein, die unbeugsam das gleiche nationale und sociale Recht der Juden, wie aller übrigen Bewohner Oesterreichs, ohne Rücksicht auf Stamm, Religion und Besitz, vertreten würde. Dr. H. K. Kolek rolnicze. uiiin Wen rührt nicht die Fürsorglichkeit, mit welcher das hohe Kriegsministerium die clerical-feudale Asemiterei — in der Gestalt der Kolek rolniezych in Galizien beglückt. Hart vor dem Geburtstage des obersten Kriegsherrn und Kaisers Franz Josef I. holt die Lemberger Militär-Intendanz einen in ihren Fascikcln ruhenden Erlass heraus, demgemäß die Einkäufe von Korn und Hafer nicht mehr bei Lieferanten, nicht bei Mittelspersonen, sondern bei den Producenten — aus der Hand des Kleingrundbesihers gemacht werden müssen. Obenan haben die Kolek rolnicnio das Recht der Getreideverläufe an das Aerar, neben ihnen wiederum andere Gesellschaften, welche waggonweise ihr Getreide direct der Militärstelle anbieten können. Wer vermag einen Einblick zn thun in die Dunkelkammer hochgeborener Creaturcn'? Jüdische Bürger mit beschränktem Unterthanenverstande müssen verzichten, Herz und Nieren zu prüfen, wie die Herren der Heerscharen. Wir würden sonst rnancherlei entdecken, was mit den gewöhnlichen Wahrnehmungs- Werkzeugen nicht möglich ist. Volklich gesprochen: Polens Größen verlangen ein j n d e nreines Galizien. Diesem Verlangen kommt die hohe Negierung auf Schritt und Tritt entgegen. Tie Mittelsperson, das heißt der Jude, muss ans dem Kleinhandel hinausgeworfen werden. Dieses Männchen mit dem gekrümmten Rücken, welches gar oft das Mitleid verstockter beschnittener und mibeschnittener Herzen erregt, dieses Männchen, welches noch soundsoviele Mitesser daheim besitzt, denen es jedem ein Stück Brot in den Mund zu stopfen hat, dieses Bild des Jammers und des Elends muss von der Oberrfläche der galizischen Erdscholle verschwinden — es bricht sonst der hochgeborenen Schlachta das Herz. Erü die superklagen Agentenjüdchen, welche ausländische Waren in das so gewerbereiche Piastenland bringen — fort mit ihnen! Um aber nicht erst zu warten, bis das hoho Herrenhaus diesem aseptischen Asemitismus, wie er von dem Unterhaus«: bereits beschlossen wurde, seine Zustimmung erthcilt, fährt die machtbewusste Intendanz wie ein Donnergott aus heiterem Himmel mit seinem Donnerkeil in ihre Machtsphäre nieder und treibt alle die Jüdchen aus ihrem Bereiche heraus. Mit diesem Einbrüche in die Ernährungssphäre einer ziemlich wohlhabenden jüdischen Elasse soll der Assanierungsplan durch Judenreinheit durchgeführt werden, rascher als man klaubt. Aber auch die I u st i t i a möchte gerne ihre inneren Organe, so gut es geht, judenrein erhalten. Die Justitia galiciensisnnrb nicht mit Unrecht als blind dargestellt. Denn sie sieht nicht die große Zahl der fähigen Gerichtspraktikanten, welche sich vorzüglich für den Staatsdienst, gualificieren würden. Galizien, das 800.000 jüdische Bürger und tausende Juristen zählt,, darf wohl nur christlichen Richtern anvertraut werden. Wie beschämend für unser Volk mit der ältesten Rechtsverfassung muss das Verbiet eiües Oberrichters sein, wenn derselbe so arg dem Judenthum und der ÄähtkM ins Gesicht schlägt. Der Cynismus des betreffenden Oberrichters ist beispielslos. „Er stelle deshalb keine Juden an, weil sie ja nach Palästina auswandern wollen und sie könnten das Gericht ohne Richter lassen." Man müsste mit ägyptischer Blindheit geschlagen sein, um nicht einzusehen, dass das pöbelhafte „Kauft nicht bei Juden — Mo kupuji u rrycla"zur Staatsraison erhoben zu werden, alle Aussicht hat. Kauft bei Juden kein Stroh, kein Heu, keinen Hafer, kauft nicht koschere Zündhölzchen, kauft nicht bei Juden ihre geistigen Ware — hingegen könnt Ihr, da Juden als Kriegsgefangene noch immer als Sclaven gelten, die Mädchen aus ihrer Mitte, die Euch gefallen, Euch als Sclavinnen nehmen rauben, stehlen — car tel est mon plaisir. Wir müssen bei den gegebenen Verhältnissen geradezu in den altägyptischen Ruf ausbrechen pK pfi 'a> 7natom a^aia anay mm ub anai« '(TI maiP Stroh gibt man uns Knechten nicht und Ziegel zu machen wird von uns verlangt. Alle Ernährungszweige schneidet man uns ab, alle, selbst die trübsten und spärlichsten Quellen, verstopft man uns — hingegen tritt an unS der Staat heran mit dem Rufe In bourse ou ln vie — Du Jude, gib uns Deinen Beutel und lass' Dein Blut in Strömen fließen für die Staatsraison, wie zur Erfüllung und Züchtung von Todfeinden. Nehmen wir alle Verordnungen der Negierung inj ihren obersten Spitzen als den Ausfluss weiser fürsorglicher Maßnahmen für den bäuerlichen kleinen Mann, den kleinen Mann, dessen Hände das Land benöthigt, da derselbe sonst dem Lande den Rücken kehren würde. Weshalb vermissen wir gleicherweise Vor- und Fürsorge auch für unsere Brüder?! Hat die Negierung niemals darüber nachgedacht, was ein etwaiger Exodus der Juden, selbst der armen Juden, für einen g e w a l t i g e n Rückschlag auf Galizien ausüben würde! Israel, das Mittlervolk zwischen Himmel und Erde, zwischen Mensch und Gott, wirkt seit Jahrhunderten in dieser seiner antiken Eigenschaft in heilsanister Weise auf seine Mitmenschen ein. Wer störend in diese ökonomische, ja sociale Arbeit eingreift, hat sich eines Eingriffes in die Architektonik der menschlichen G e s e l l. s ch a f t s ch u l d i g g e m a ch t, e i n e s Verbrechens gegen d i e N a tur g eschichte der Menschh e i t. Verharren wir einen Moment bei der bona üäo8 unserer Regierung, welche jeden verursachten Schaden aus Staatsraison gutzumachen sucht. Von den alltäglichen Ereignissen möchten wir die Propinationsablösung hervorheben, welche Millionen den Propinationsbesitzern als Ablösung einbrachte. Anschließend an diese Thatsachen, müssen wir die Frage an die competenten Factoren richten, welcher Schadenersatz wird den e n t e r b t e n H a u s i e r e r n, den A g e n t e n, denk. k. Lieferanten geboten, für die von Staatswegen ihnen entzogener Rechte des Erwerbes? Sollen denn gar so verschiedene Maße im österreichischen Staate bei Bürgern angewendet werden V Logischer und human er weise müsste der Staat jenen Ständen, welche er aufhebt, eine lebenslängliche Rente auswerfen, um hunderttausende Menschen vom Hungertode zu schützen oder aber diese Erwerbsquellen nur für die Inhaber belassen und die anderen ans den Aussterbeetat setzen. Die betreffenden Elassen, unter denen neun Zehntel Juden sich befinden, dürfen ihr giues Recht nicht preisgeben und müssen eine Sturmflut von Perionen an das Herrenhaus richten. Sobald da kein Erfolg erzielt wird, möchten sie sich an den obersten Helfer und Wächter für das Wohl aller seiner Unterthanen wenden. * Da wir nun einmal die Schädigung der Existenz unserer Brüder in den Kreis unserer Besprechung ziehem, müssen wir in aller Enlschiedenheit gegen den Mnthwillen und die antisemirisch-asemitische Ungerechtigkeit protestieren, welche allein das Dietat bei Besetzung von Remtern in so crasser Weise führt. Es bessert an dem Verbrechen gegen die Menschlichkeit, gegen die Moral nicht das geringste, so man uns ans gewisse Staaten außerhalb der schwarzgelben Pfähle hinweist. Unsere jüdische Jnteligenz, bildet nicht bloß unsere nationale Blüte, nein noch mehr: sie bildet das Kopsende unseres Volkes, ans welchem die Todtengräber der Menschenrechte herumtreten, um diese in den Staub zu treten. Dieses mittelalterliche Princip, dass eben der Schlüssel zur Verleihung von Aemtern und Würden, von Tod und Leben nicht im Staate, sondern im Batican lag, soll doch schon längst vorüber und abgethan sein. Der Geist der Erleuchtung, der Geist der Gesittung erstrahlt nicht von Rom, sondern von Zion den abendländischen Nationen — weshalb soll aber jenes Gottesvolk von Zion heute dem Rom unterliegen, welches die Machthaber in ihren Herzen und Nieren aufgebaut haben. — Jedem das Seine . . .! Das Israel Oesterreichs ist nicht mehr der Kammerknecht des heiligen römisch-deutschen Kaisers, sondern Bürger des österreichischen freiheitlich constitutionellen Staates, dem es in allem und jedem untersteht und demgemäß gleichgestellt werden sollte. Wenn heute in Galizien gewisse Machthaber einen Inden, und einen der befähigtesten, nicht avancieren lassen, weil er einen biblischen Namen trägt, den anderen, weil ihm noch ein Stück