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Jüdisches Volksblatt · 1901-08-02 · 31 (2.8.1901) · p. Seite 3

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Journal
Jüdisches Volksblatt
Volume
3 (1901)
Issue
31 (2.8.1901)
Date
1901-08-02
Page
Seite 3 (sequence 3)
Language
German
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Nr. 31 Wien, Freitag Jüdisches Volksblatt 2. August 1901 Seite 3 gebrochenes Unglück und bemerkten gar nicht den antisemitischen Charkter des ganzen Feldzuges; sie sauden daher auch, ebensowenig wie Dreyfus selbst, einen Rückhalt in dein Gedaicken, dass Dreyfus ein Märtyrer des Judenthums sei. So kann es uns daher auch nicht ivundernehmen, dass ein Zweig der Familie Dreyfus, die Madame Dreyfus- Gouzales und ihr Sohn, heute getauft ist und zu den gefügigsten Werkzeugen des Katholicismus gehört, jenes streitbaren Katholicismus, dem Dreyfus zum Opfer fiel. Fürwahr die Geschichte ist reich an Satiren und Tragikomödien. Die Lorbeern der Madame Porges lassen wahrscheinlich Madame Dreyfus nicht schlafen. Czcchischc Logik. Wir hatten Gelegenheit, in unserem Blatte eine Reihe von Interviews mit czechischen Abgeordnete,! zu veröffentlichen, in denen sich diese als moderne Menschen geben, so dass sich die Perspective einer Verständigung der böhmischen und der jüdischen Nation auf der Grundlage der nationalen Gleichberechtigung und der nationalen Autonomie ergab. Leider schrillen in dieses Concert grelle, disharmonische Töne, diesmal aus Pilsen. Dafür, dass in KarlsbadDeutschradicale den czechischen Gesangsvercin „Hlahol" attaquierten, werfen die Czechen in Pilsen nicht etwa den Deutschen, sondern den — Juden die Fenster ein. Die erwähnten ehrenwerten böhmischen Abgeordneten mögen dafür Sorge tragen, dass solche Zwischenfälle in der Zukunft veruüeden werden müssen, wenn wir an den Ernst ihrer Deductionen glauben sollen. Antisemitische Wahlkämpfe in Ungarn. Privigye ist ein kleiner Ort im N e u t r a e r Eornitat in Ungarn. Es entsendet einen Abgeordneten ins Parlament, und da der frühere Vertreter'Jurisz starb, wurde am 23. Juli zum Nachfolger das Mitglied der antisemitischen Volkspartei Dr. A. Ern st mit 109 Stimmen Majorität gegen den Liberalen M a r k o t gewählt. An sich wäre der Ausgang dieser Wahl von geringer Bedeutung, da auch der frühere Abgeordnete derselben Partei angehört hat. Interessant ist bloß, wie die Wahl dort „gemacht" wurde und welcher Agitationsmittel nran sich hierzu bedient hat. Dass die ungarische Volkspartei antisemitische Schlagwörter a la Schneider nicht verschmäht, ist ja nicht mehr neu. Wer die directe Aufforderung: „Nieder mit den Juden! Plündern wir sie!" haben wir in Ungarn schon lange nicht vernommen, und bei der Wahl in Privigye hat man die „A u f t h e i l u n g d e r I u d e n g ü t e r" versprochen ... Wie die Zeitungen berichten, hat die Geistlichkeit schon seit Wochen vorher von der Kanzel herab gegen Juden und Freimaurer gepredigt. Der Candidat selbst verlangt einen förnrlichen Kreuzzug gegen alles „Nnchristliche", so dass sich die Dorfjuden jener Gegend an Leben und Eigenthunr bedroht fühlten und in die Marktflecken des Neutraer Comitats flüchteten, um^dort während der Zeit des Wahlkampfes ein provisorisches Heim aufzuschlagen. Zur Arrfrechthaltung der Ruhe mussten 350 Soldaten und 1.00 Gendarnren auf den Schauplay der Wahl geschickt werden, was jedoch nicht verhinderte, dass viele liberale Wähler durchgeprügelt und unzählige Fensterscheiben eingeschlagen wurden. Etwa 100 Geistliche aus den umliegenden Dörfern befanden sich im Lager der Volkspartei und verstärkten die Agitation. Der Pfarrer Klein in Satsz verweigerte die Einsegnung eines verstorbenen Bauers, bis sännntliche Verwandten angesichts der Leiche schwören wieder verfangen, und von dem wir uns nur dann dauernd befreien können, wenn wir in voller ernster Selbsterkenntnis ihr entschlossen den Rücken wenden und wieder in gesunder, ehrlicher Arbeit die verloren gegangene Fühlung mit der Natur suchen. Auch diese Auferstehung, wie sie der unerbittliche Bußprediger nennt, können wir nur. mit slüchti'gen Zügen streifen und zur näheren Charakteristik den Leser auf die wissenschaftliche Schilderung verweisen, die uns der letzte große Roman „Auferstehung" bietet In erster Lune ist es die Flucht aus dem Raffinement der großen Städte, die Aufnahme der körperlichen Arbeit auf dem Laude, der Verzicht sodann auf die vielen sinnlichen Genüsse, an die wir uns meist nur allzu sehr gewöhnt haben, kenn Trinken alkoholhaltiger Getränke, kein Fleischessen, die Enthaltsamkeit von geschlechtlichen Vergehungen, endlich auch das Verabscheuen völlig geistloser, jede persönliche Willensrichtung abstumpfender Verufssiande, wie z. B. des Beamten, des Officiers. Das sind aber alles erst Vorstufen für die eigentliche innere Erneuerung und Wiedergeburt eines Menschen, die ebenso wohl ein Act tiefer und gründlicher Erkenntnis ist. als auch ernster Einkehr bei sich selbst und unentlvegter Selbstprüfnng und steten Ringens. Diese Erfüllung mit dem wahren Geiste christlicher Liebe und Barmherzigkeit, die sich sofort nach dem Erwachen aus dem bisherigen dumpfen thierischen Begetieren ei »stellt, diese Auferstehung vollzieht sich an und ' in uns schon jetzt, nnd sie bedarf hierzu keines Hinweises! auf ein jenseitiges Dasein; vielmehr ist die Vereinigung * unseres Willens mit denr göttlichen das ewige Leben,' das' uns somit eine innnerwährende Fortdauer verbürgt. j Haben wir uns im Vorstehenden bemüht, in großen Zügen die eigenartige Weltanschauung Tolstois zu entwerfen, so werden lvir lvohl nicht umhin können, ebenso knapp ein persönliches Portrait des großen Mannes 311 zeichnen; erst dann gewinnt die Theorie concrete Färlning, und unmittelbares Leben. ' > (Schluss folgt.) mussten, für den antisemitischen Candidaten zu stimnren. Der Kooser Pfarrer wieder hat die liberalen Wähler einfach in Acht und Bann erklärt. Charakteristisch für diesen Wahlkampf ist, dass viele Bauernweiber ihre Männer mit Tüchern und Säcken zur Stadt begleiteten, um das geraubte Gut gleich aufheben zrr können. Mehr als 200 Bauernlveiber mussten von den Behörden mit Gewalt aus der Stadt vertrieben werden. Diese Zustände an sich ivären noch imurer nicht so traurig, lvcnn nicht aus ihnen eine aar bittere Lehre für die Zukunft fließen ivürde. Ungarn steht jetzt vor den allgemeinen Neuwahlen und die Wahl von Privigye ezigt bereits, wessen sich die Juden in manchen Orten zu versehen haben. Es hieß imurer, dass unter dem Regime der liberalen Partei, oiu Antisemitismus in Ungarn nicht aufkommerr könnte. Die Wahl von Privigye aber belehrt uns eines besseren. Die Juden Ungarrrs schlafen noch unter dem schützenden Obdach der liberalen Regierrnrg. Hoffentlich lvird das Beispiel von Privigye sie zum Erwachen bringen, dass sie einseherr, wie sehr auch ihnen eine jüdische Organisation noththäte, in welcher alle Inden sich zusammenschließen, rmr die Bedrohung ihrer Rechte und ihrer Interessen mit kräftiger Hand abzuwehren. Das einseitige Eintreterr für die Liberalen führt zunr i Boycott der Juden; darin ähneln sich Oesterreich und Ungarn. Nur eine selbständige Organisation kann die Juden aus ihrer tristen Lage befreien. Eine gräfliche Eseamotage. Von Dr. Vierer. I. j Auf den zwei steinernen Tafeln, der zerbrochenen sowohl! wie der unversehrten, wor das lakonische Gesetz menschlicher ' Natur, aber vom Lichterglanz der Gottewigkeit umflossen : „Du! sollst nicht stehlen." Im Strafcodex der jüdischen Gesetzgebung -findet man ND nSÖl 22)1 so jemand einen! Menschen (einerlei wess Namens und Religion immer) stiehlt und ihn verkauft, wird der Menschendiebstahl mit dem Tode bestraft. Dieses für den Bestand der menschlichen Gesellschaft so eminent wichtige Gesetz fristet ihr Dasein über dreitausend Jahre.; Die Heiden haben unsere Staaten erobert, haben unsere geistigen j Schätze sich zu eigen gemacht. Nun gibt es hunderte Millionen ’ Arier, Christen, welche Anspruch erheben, im Geiste jener wenig unwandelbaren Sinai-Gesetze zu leben und zu handeln. Ja noch 1 mehr, diese sogenannten „Neu-Jsraeliten" übernahmen es sogar, diesen Gesetzesschatz mit der Schärfe des Schwertes vor Antastung zu bewahren nnd zu beschützen, f Nach den Vorgängen des ehemaligen Fin de XIX siede und dem Commencement de' XX siede will uns scheinen, oder richtiger, muss es den Anschein gewinnen, dass die Sinai- Lehre unter einem sehr schlimmen Himmelsstriche gerietb, ein Himmelsstrich, der eine eisige Kälte auf die arische Menschheit ausstrahlt, welche selbst die einigen Gluten der göttlichen Gesetzgebung am Sinai zum Auslöschen bringt. Man darf nach heutigen Vegrissen Menschen stehlen, ja selbst rauben, sowohl in einzelnen Exemplaren, wie etwa der Montenegriner, der Arnaute die Hammel seines mohannuedanischen Nachbars — die Gestohlenen oder Geraubten in einem ^'-beliebigen Heiligthume absetzen. — Aber die so sporadische Dieberei nnd Menschenrüuberei ist wohl der neueste Sport der so sportsuchenden eleganten Weibchen und Männchen blaublütiger Kaste — natürlich unter Beistand niedrig geborener Helfershelfer. — Das geht noch an; es geschieht ad majorem Dei gloriam, und da zahlt es sich ja aus. Bietet ja der neuste Gott heutzutage gar keine Zerstreuung, gar keine Erlusiigung für seine MO Millionen Bekennen:. Werden ja heutzutage : nicht einmal mehr im heiligen apostolischen Spanien Autodafes ' angezündet, kein Wohlgernch entsteigt aus geschmortem Menschen- ' fette mehr zum Firmamem empor.! Soll denn die Stierermordung und die Darmheraus- , reißerei ans unschuldigen dununen Pferden jene Herrlichkeiten der Seclenwascl,erei in stockhohen frommen Burgen ersetzen? Das wohl niemals. Also müsste einfach infolge diese Abkehr von dem Verehrungssysteme Torquemadas den neu-israelitischen Deus der schrecklichste Spleen befallen.! Das darf nicht zugetussen werden! Abwechslung, reichliche Abwechslung muss geboten werden. Ja, es ist schon vielseitig gesorgt, ui:: den bösen Spleen zu verscheuchen.; Wie nun das geschieht?!! Da wird eine großartige Eseamotage begangen, eine! Escanioiage h Salto mortale. Die galizischen Juden, etwa! 800.000 an der Zahl, werden weggeputzt von Excellenzens Munde. * Die ganze Bande da, die Rotte KorachS, stirbt eines großen > theatralischen Todes beim Scheine unzähliger elektrischer Glüh- ' lampen. I Dieses Autodafe entwickelt zwar keinen Fleisch- und Fettdampsschmorerei-Gernch, kann darum auch nicht den natürlichen Weg von der Landtagsstnbe im Centrum Lembergs bis zur Himmelscentrums-Residenz empvrsteigen. Aber das Wunder ist geschehen, vollzog sich sogar ohne Zeichen. Wohin diese 8OU.O0O Juden abgedampst sind oder wohin sie erst abzudampfen gedenken, das theilen dre Exeellcnzlippen nicht mit. Indes gibt es geschichtliche Eckensteher . AuSkuudschafter — im unermesslichen Reiche der Zeit, welche fragen, wohin mit den Jüdchen. Auf welche Weise wollt Ihr, hochansehnliche Blaublütigkeiten, diese noch immer Lebensschnen besitzenden Anchinenscheu ans dem Gleiche der Lebendigen schaffen?! Ja, wir wissen es, Ihr hohen Herren. Ihr seid ja Meister dieses Haman'schen Berufes. Ihr habt Euch unsterblich gemacht, als Ihr diese Jüdchen zunächst auf den Aushungerungsetat gesetzt, ihnen alle möglichen und unmöglichen Daseinsmittel genommen. Bon dem Erstgeborenen der Wissenschaft und der Beamtenearriere bis zum Wozny-(Kanzlei-)Diener. Bei alldem wollen sie noch nicht sterben. Selbst Herr Nutke Eselmann ist noch immer ein Ableger aus jüdischem Predigerblute, jener Landtags - juden, welche den Juden die Lebensflamme mit einemmale ausblasen möchten, um alle Inden unter das Präputium der Grande et noble nation zu bringen. Also gibt es nach der wohlunterrichteten und belegten Anschauung der Exeellenz Badeni in Galizien keine dritte Nation, nur — man höre und staune — zwei Nationen, die herrschende polnische und die beherrschte rnthenische Nation, welche am grünen Tische und an einer reichbesetzten Festtafel die naturhistorischen Merkmale gleicher Kauwerkzeuge besitzen — was von da angefangen bis in die feinste Verästelung des gonvernementalen Lebens liegt, von da ab geht jede der Nationen auseinander. Die Nuthenen, die nicht Besänftigten durch gewisse Concessionen und Concessiönchen ad honorem, tragen das goldene Joch ihrer polnischen Stammesgenossen mit verbissenem Ingrimm, vergessen nicht einen Augenblick an das biblische JO T1SH/ trenne Dich doch, Brüderchen Esaus, geh' und blick' Du, Polonius, westlich, und ich ziehe und blicke östlich, dann können wir recht miteinander zufrieden sein. Wie verhält es sich mit den 800.000 jüdischen Seelen, sind diese Connationalen der Polen, oder können sie (die Juden) wirklich der großen Ehre theilhaftig werden, von den Polen verdaut und ausgespien zu werden — richtiger abgesetzt zu werden? Ist dieser Verdauungsproeess ganz und gar so einfach? Gewiss nicht! Wohl wahr! Die Polen setzen alles daran, um der jüdischen Jugend zur Assimilation zum Katholicismus und dem literarischen Polenthmn so rasch und gründlich als möglich zu verhelfen. Die Polonisierung der Schulen, die Katholisierung aller Lehranstalten, die Auslieferung der jüdischen Kinder in polnisch-asemitische Hände — alles das übt eine gefährliche Propaganda für die Schlachta und führt Vernichtungsschläge gegen das Jndenthum. Es ist nicht minder wahr, dass der Kampf gegen das Judenthum von jüdischen Judenfressern mit Nachdruck geführt wird, dass ferner die wenigen Landtags-Polen mosaischer Consession die Inden an die Polen ausliefern. Diese Inden-Polen warfen der Polonisierung selbst den Tempel in den Nachen der polnischen Hegemonen. Herr Dr. Nathan Löwen stein, jener landbekannte Tugendheld, . welcher nichts besser versteht, als gegen Nationaljuden mit blinder Wulh im Kreise von hochangesehenen Nichtjuden zu zetern, wird wohl selbst die optische Täuschung nicht verkennen. Er wüsste sonst, dass der akademische Asemitismus Graf T a r n 0 w s k i s jeden: Polen ein Vademecum, ein Evangelium ist. Nach Tarnowski kann man nur Pole aus Mutterleibs und aus dem Schoße der alleinseligmachenden katholischen Religion, nicht aber Pole mosaischer Confession sein. Nur dieser im Fleische und Blute eingeprägte Asemitismus erklärt zur Genüge die Handlungsweise der Polen selbst an den Polonisierten nnd den polnisch-jüdischen wissenschaftlichen Ständen mit ihrem Uebergangenwerden allerorts nnd zu jeder Zeit. Die ganze polnische Nation, ob Aristokrat, ob Denwkrat, kennt nur ein Streben: die Juden zu politisch-ökonomisch-soeialen Leibeigenen zu machen, deren Dasein in den Händen ihrer Todfeinde zu liegen hat — den Strick um die abgemagerte Gurgel. Die Aufnahme einiger Muster- und Doctor-Juden in den Landtag und in den Reichsrath geschieht gerade aus dem bekannten Verfahren des Schäfers, welcher einige Leithammel der Schafherde beigibt, um sie rascher der Schlachtbank auszuliefern. Wie lange noch wird diese Unglücks-Politik der 800.000 galizischen Inden dauern, wie lange noch werden die Inden ihre Mandate gegen ein Linsengericht Esau an Amalek ausliesern, wie lange noch wird man znsehen, wie die Juden zu den stlunpfesten Leibeigenen des neuen christlichen Jahrhunderts gehören? Es wäre traurig, wem: nicht ein lichter Strahl von Osten einfallen würde, eine neue Aera meldet sich an, die Parole ist gegeben: die Juden fürs Judenthnm. Zionisten und Nationalpoliliker werden einander die Fackel reichen, um die Wege zu zeigen, die Israel zu wandeln hat, in den Landen, wo sie treue Altbürgerschast mit ihrem Blute erkaufen, und dort, wo sie ihr historisch merkwürdiges Ahnenland zurückzuerhalter: streben. Das nationaljüdische Judenthnm in Galizien ist wohl noch schwach, aber das Gefühl herrscht vor, dass ein Schritt gethan werden muss, um aus der Todesunckiammernng der herrschenden Nation, der Franzosen des Ostens, uns so bald als inöglich zu retten, auf die Gefahr hin, auf die zwei Polacy mojzeszowego wyznania zu verzichten. 800.000 Inder: sind mehr als vier Polen-Juden, denn ein derartiger Jdealmensch muss ein Auserkorener sein aus seinem Volke, ein Geist der Geister. Wir haben aber gelernt in der großen Schicke in Galizien unter strenger, harter Zucht, nämlich „Schulen" genannt, dass es für uns am richtigsten gehandelt ist, die Arbeit an unserer:: Geschick in eigene Regie zu nehmen. Stets schwebt uns das „Mene, Tdcd, Upharsin“ vor Augen. Lange genug hat das galizische Israel der Gegenwart seine Hoffnung ans Treue nnd Glauben arischer Nebermenschen gesetzt, um das Pönale an Gut nnd Blut zu bezahlen, Israel für sich oder mit dem Stammvater Jakob gesprochen: irroS Q2 HE* Wann wird Israel einmal auch für fein Haus arbeiten? Chronik des Judenthnms. An! and. Wien. Das Creditrirstiillt für jüdische Gewerbetreibende und Bamte (r. G. nr. b. H.), 2. Bezirk, Leopoldsgasse 10, hat seine Thätigkeit begonnen und sind die Ein-

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