Jüdisches Volksblatt
- Journal
- Jüdisches Volksblatt
- Volume
- 3 (1901)
- Issue
- 25 (21.6.1901)
- Date
- 1901-06-21
- Page
- Seite 3 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 25 Wien, Freitag Jüdisches Volksblatt 21. Juni 1901 Seite 3 Familie. Er hat 60 fl. Gehalt. Infolge Krankheit in der | Familie war er gezwungen, im Vorjahre einen dreinwnat-! lichcn Gehaltvorschnss zu nehmen, der ihm in monatlichen Raten Non 12,60 fl. abgezogen wird; nun bezahlt er monatlich für Zimmer und Küche (gewiss bescheiden!) 17 fl. Zins, so dass ihm für seine Familie während der Ferienzeit monatlich 21,60 fl. verbleiben! Dazu kommt, dass der Mann am 1. August zu einer 28tägigen Waffenübung einrückcn muss. Das ist ein Beispiel von dcrn großen und namenlosen Elend, das unter den präterierten jüdischen Unterlehrern | herrscht. Sie ertragen es während des Schuljahres, wo' ihneu eilt bescheidenes Nebeneinkommen durch Privatunterj richt winkt, ruhig und geduldig. Aber im Juni, da die Privatstunden aufhören, weil ja die besser situierten Familien, die ihre Kinder privat unterrichten lassen, ihren Ferienaufenthalt am Lande nehmen, tritt der ganze Jammer so recht deutlich zutage. ( | Wir haben den Fall nicht citiert, tun für den Betreffenden ein Almosen zu erbetteln, da derselbe ja ein solches gewiss zurückweisen würde, sondern um zu zeigen, dass das Elend unter den jüdischen Unterlehrern so crass ist, dass uns nur eines wundert — wie diese Männer ein solches „Leben" zu ertragen vermögen. | So also steht die Sache! Wenn nun diese Unter-' drückung und Präterierung jüdischer Unterlehrer noch lange fortdauern sollte, so könnten es thatsächlich der Jammer und das Elend, das unter ihnen herrscht, so weit bringen, dass sie der Versuchung unterliegen und--! So weit aber darf die Macht der christlich-socialen Gewaltherrschaft nicht reichen. Und so wollen wir einen Factor an seine Pflicht erinnern! Die Israelitische Cultusgemeinde könnte, und unserer Ansicht nach ist sie verpflichtet, den jüdischen Unterlehrern| und -Lehrerinnen wenigstens über die Zeit der ärgsten Roth, über die Ferienzeit hinweghelfen. Sie hat auch die Pflicht, an maßgebender Stelle auf das Unhaltbare dieser , Zustände, wie sie heute in Wien inbezug auf die jüdischen j Unterlehrer herrschen, hinzuweisen. i Wir constaticren, dass sie diese Pflicht nicht nur nicht > erfüllt, sondern sich derselben direct entzogen, sich geweigert hat, in dieser Sache etwas zu thun! Erfüllt die Cultusgemeinde ihre Pflicht nicht, dann macht sie sich mitschuldig, wenn jüdische Unterlehrer, getrieben. durch Noth und Elend, zu Renegaten werden. Sollte dieser Fall cintreten, dann werden wir es verstehen, die Herren zur Ncchcnschaft zu ziehen! Die Männer und Frauen, die ihres Glaubens, ihres Volkstums wegen verfolgt, präteriert werden und so mannhaft standhalten, verdienen nicht nur unsere Achtung und Bewunderung, sondern wir müssen sie auch mit allen uns zugebote stehenden Mitteln zu unterstützen. C tr l t u s g e in e i n d e, erfülle deine Pflicht! Die polttischm Judengemeinden in Mähren. (Ein Mahnwort für die Zukunft.) Nichts hat das Judenthunt in den letzten Decennien so' sehr seinem eigenen nationalen Leben entfremdet, als die Idee der Assimilation. Berauscht von denr Gedanken, neben der gesetzlich gewährleisteten Gleichstellung auch die Gleichwertigkeit durch sein Aufgehen unter die anderen Völker Oesterreichs zu erlangen, focht es harte Kämpfe und brachte schwere Opfer für fremde Völker, ohne inehr zu erreichen, als dass dein Rausche ein fürchterlicher Katzenjammer gefolgt ist, in welchem das Judenthunt erst einsehen lernt, dass die einen niemals seine aufrichtigen Freunde gewesen und die anderen nicht aufgehört haben, seine Feinde zu bleiben. Ju dieser Ernüchterung beginnt das schon zu den Todten gezählte Judenthunt langsant zwar, dafür aber mnso sicherer zu neuem Leben zu erwachen und in den zahlreichen Adern und Aederchen des siech gewordenen Körpers fühlt man wieder einen gesunden, kräftigen Pulsschlag, als-ob neue Kraft und frischer Muth ihn beseelte. Welche Schäden und Verwüstungen bat aber die Wahnidee der Assimilation unterdessen unserem Volksthnm zugefügt! Wie vieles und Wichtiges wurde verabsäumt und wie schwere Verluste warten noch unserer! Deshalb rasch ans Werk, rüstig an die Arbeit, ehe es zu spät wird! Groß sind die Sünden, welche speciell an den politischen Judengemeinden in Mähren verbrochen wurden und arg bedroht ist deren Existenz. Was diese mit der Machtfülle österreichischer Gemeinde-Autonomie ausgestatteten öffentlichen Körperschaften für tms Juden in Mähren speciell und für das Judenthunt in Oesterreich im allgemeinen bedeuten, dessen bedarf es lvohl keiner Beweisführung. Es sei bloß darauf Hingelviesen, dass sie uns einen Ersatz für den Mangel einer selbständigen Vertretung im Parlamente und Landtag bieten, indem ihr Eingreifen den Schutz jüdischer Interessen fördern und sie auch sonst vielfach mahnend oder helfend wirken können, wo wie so oft in jüngster Zeit aus Missgunst oder Nebelwollen dein Juden gegenüber das Gesetz gebeugt wird. Mit wenigen Ausnahmen gleichen aber diese Gemeinden halbverfallenen Ruinen, Wahrzeichen verflossener, schönerer Tage, als es noch ein kräftiges, selbstbewusstes Gemeindeleben gegeben hat. An diesem Verfalle trägt aber nicht so sehr die Ungunst der Zeiten, als vielmehr die llnthätigkeit der jüdischen Machthaber die Schuld, welchen die Gemeinde meistens dann erst ein Interesse abgewinnt, wenn ihr Begehr nach der Würde eines Bürgermeisters oder Gemeinderathes rege wird. Höchst selten in der Gemeinde selbst sesshaft, überlassen sie die Bürde der Geschäfte dem Herrn Gemeiudcsecrctär, der je nach seinen Fähigkeiten die Verwaltung gut oder schlecht führt. Unter solchen Umständen war von einer Voraussicht, von einer Fürsorge für die Zukunft nicht die geringste Spur zu entdecken. Aengstlich wachte mau überdies darüber, dass nur ja nicht der Kreis altersschwacher Marionetten ttttb Pagoden, der Ja- und Antcnsager durch den Eintritt eines jungen selbständig denkenden Mitgliedes unterbrochen werde, denn die feierliche Todtenstille in den jüdischen Rathsstuben durfte nicht gestört werden, die Berathungen nicht in die Oeffentlichkeit dringen, damit der Jndifferentismus nur noch mehr anwachse und die reicheren Juden, die, wie Lessing treffend bemerkt, nicht immer die besseren Juden sind, sich weiterhin in aller Gcmüthsruhe auf die Machthaber und Führer aufspielen können. So nur konnte es geschehen, dass die Territorien der politischen Judengemeinden in Bezug auf ihre Baulichkeiten verküminerten, während die benachbarten Stadttheile sich verjüngten. Im Herzen der Städte selbst gelegen, findet man dortselbst noch intmer die alten, baufälligen, dcnt Einsturze nahen Häuschen, heute der Zufluchtsort jener Hefe der Bevölkerung, für die es sonst in der Stadt keine Wohnung gibt und wo sonst in modernen, neuen Häusern mit gesunden Wohnstätten der jüdische wohlhabende Bürgerstand wieder sesshaft geworden und vielleicht manches industrielle Unternehmen seine Betriebsstätte gefunden hätte, haust heute der ärmste der Armen. Die Freude an dem Besitze wurde hiedurch den in die benachbarte Stadtgemeinde übergesiedelten Juden vergällt, weshalb sie auch darnach trachteten, sich ihrer Stammhäuser zu entäußern. In sogenannten Judenhausantheilen bestehend, welche zusaminen wohl ein vollständiges Haus, jeder Theil für sich aber eine separate Einlage des Grundbuches bildet und mit den Rechten eines selbstständigen Hauseigenthumes ausgestattet ist, finden sie wegen ihres verhältnismäßig billigen Kaufpreises sehr leicht Käufer, die sich zumeist aus den Kreisen der kleinen katholischen Gewerbetreibenden recrutieren, welche ihres Erwerbes wegen Wert darauf legen, imnitten der Stadt sich anzusiedeln und mit geringen Mitteln einen Hausbesitz zu erwerben. So vollzieht sich, abgesehen von dein Exodus der wohlhabenderen jüdischen Bewohner, nebenbei noch eine stetige Transformation des jüdischen Besitzes, der successive in katholische Hände übergeht, weshalb es nicht wundernehmen kann, wenn diese politischen Judengemeinden unter derartigen Umständen von Tag zu Tag in eine precärere Lage kommen müssen, tun endlich und schließlich bei ihrem Ende angelangt zu sein. Von den zahlreichen Schlägen, die uns Juden bisher getroffen, würden wir keinen so hart empfinden als diesen und deshalb ist es hoch an der Zeit, wenn die Gemeindevertretungen selbst und deren Machthaber aus iher Lethargie erwachen und ttach Mitteln und Vorkehrungen Ausschau halten würden, um dein drohenden llebel Einhalt zu gebieten. Wir regen in dieser Richtung die Gründung eines Verbandes der politischen Judengemeinden Mährens an, in der festen Ueberzeugung, dass durch einiges Zusammenwirken manche Erfahrung gewonnen, vieles erreicht und insbesondere eine 'Organisation geschaffen würde, die an und für sich schon für die Zukunft einen Schintt auf dem Wege der Besserung in Bezug auf die geschilderten Verhältnisse bedeuten müsste. Die Judenschaft selbst aber muss sich zusammenfinden in der Idee der Gründung von Genossenschaften, die den Zweck haben, deut jüdischen Hausbesitzer auf seinen Hansantheil einen Hypothekencredit zu gewähren, den er derzeit bei keinent Geldinstitute, ja nur sehr schwer bei Privaten findet, damit dein minderbemittelten Juden einerseits die Erhaltung seines Eigenthums, andererseits aber auch eine allfällige Erwerbung eines solchen ermöglicht werde. Hiebei hätte eine derartige Genossenschaft ihr Augenmerk auch darauf zu richten, dass sie gegebenen Falles freiwerdenden Besitz auf jüdischem Territorium selbst erwerbe, um ihn nach Bedarf wieder tmter entsprechenden Cautelen für den Fall des Wiederverkaufes an kauflustige Juden abztlgeben oder auch mittelst des erworbenen Besitzes Baustellen zu schaffen zum Zwecke der Errichtung moderner Neubauten, auf dass es wieder möglich wäre, das bessere jüdische Element zu Nutz und Frommen der Gemeinde dortselbst zu concentrieren. Hand in Hand damit wäre, wie es in anderen Städten der Fall ist, für derartige Assaniernngszweckeit dienende Neubauten eine länger währende Steuerbefreiung anzustreben als ein besonders wichtiges Mittel die Baulust zu Wecken und den Unternehmungsgeist zu heben. Der Bau von Tempeln, Siechenhäusern und Schulen ist jedenfalls eine lobenswerte und Anerkennung verdienende Bethätigung des culturellen Strebens einer Gemeinde, ebenso wichtig ist aber auch für die Zukunft die Sicherung des Bestandes unserer politischen Gemeinden, auf dass nicht in Zeiten kommender Noth und Bedrängnis das Judenthunt eines so Ivichtigen Schutzes entbehre, wie ihn eine autonome Gemeindeverwaltung gewähren kann. Wenn viele unserer Stannnesgenosseu an der Verwirklichung des Planes schaffen, der jüdischen Nation ein Land zu geben, um wie viel mehr haben wir hier unsere Kräfte anzuspauneit, wenn es gilt, alte angestammte jüdische Territorien, welche noch dazu ausgestattet sind mit allen wertvollen Rechten der Gemeinde-Autonomie für das Judenthum zu erhalten. Mögen diese Betrachtungen als ein Mahnwort für die Zukunft ein geneigtes Ohr finden bei all denen, welche derzeit in den jüdischen Gemeindeverwaltungen eine führende Rolle innehaben und sie an die Verantwortung gemahnen, der sie sich aussetzen, wenn sie wie bisher in llnthätigkeit verharren und müßig zusehen, wie Zweig auf Zweig herniederfällt, bis der alte stolze Baum der jüdischen Gemeinde kahl und entblättert von fremder Hand gefällt werden Ivird. L. Für die rumänischen Juden. Der Sommer ist erschienen und die Emigration der Juden in Ruinänien hebt von neuent au. Damit sich solche schreckliche Scenen wie int vorigen Jahr nicht wieder ereignen, hat die Pariser „Alliance Jsraelite" eine Conferenz von jüdischen Vorstehern zusammenberufeu, um über die Lage der rumänischen Juden zu berathen. Die Stellung der englischen Juden zu dieser Confereuz ist besonders auffallend und verdient hervorgehoben zu werden. Auf, dem Meeting der „Anglo-Jewish-Association" ist der Vorschlag, Delegierte zu den Confereuzen zu entsenden, auf starken Widerstand gestoßen. Eine solche Conferenz, hieß es, könnte den Eindruck erwecken, dass eine internationale Verbindung zwischen Juden besteht und folglich würde der heimische Patriotismus angezwcifelt werden. Indes wurde nach vielem Hin- und Herrcden der Beschluss gefasst, au der Conferenz theilzunehmen, denn es wäre zu auffallend, sich gänzlich loszusagen. Man kann ja hingehen und dort noch intmer den gefährdeten Patriotismus iu Schutz nehmen. Her Cohn, der Präsident des „Board of Guardians" nimmt in einer Zuschrift an den „Jewish Chronicle" Anstoß an der Action der Allianz. Herr Cohn fürchtet, dass eine derartige Conferenz die rumänischen Juden glauben ntachen könnte, dass man für sie sorgen will und sie würden aufs neu England überfluten. Wenn die Allianz sich der rumänischen Juden annehinen will, so möge sie sie nach Frankreich bringen und darauf Bedacht nehmen, dass sich beileibe keiner nach England verirre. Herr Cohn bespöttelt die Bemühungen der Allianz, auf die rumänische Regierung einzuwirken, dass sie das Los der Juden bessere, beitn derartige Versuche geben dem Märchen von der internationalen Liga der Juden neue Nahrung .... Weshalb man in England gegen das Zuströmen frentder Inden ist, wissen wir ja. Man will nicht, dass das jüdische Proletariat die Löhne der Arbeiter noch tiefer herunterdrücke. Dass aber Juden selbst sich so weit vergessen, gegen ihre eigenen Brüder und Stannnesgenossen oder, um uns auf ihren Standpunkt zu stellen, gegen ihre Glaubensgenossen zu wüthen, zeigt, wie sehr die Propaganda für den jüdisch-nationalen Gedanken noththut, um derartige Schändlichkeiten zu vermeiden, dass Juden in kannibalischer Gier einander aufzehren. Chronik des Judenthums. Inland. Wien. (Verein zur Wahrung der Interessen des orthodoxen Judenthums.) Die Statuten des „Verein zur Wahrung der Interessen des orthodoxen Judenthums in Wien und Niederösterreich* sind von der hohen k. k. Statthalterei genehmigt worden. Die Constituierung und Wahl des Vorstandes soll demnächst stattfinden. Beitrittserklärungen werden bis 30. Juni erbeten an den provisorischen Vorsitzenden des Conntes, Herrn B. H o f b a u e r, I., Tuchlauben 26. Wie». (Theologischer Verein der Hörer an der i s r. t h e o l. Lehranstalt.) Samstag den 22. Juni um 8 Uhr morgens findet in unserem Betlocale (Beth-Hamidrasch), II., Tempelgasse 3, anlässlich des 70. Geburtstages Sr. Ehrrv. des Herrn Prof. Leetors M. F r i e d m a n n ein Festgottesdienst statt. Die Festrede wird Herr cand. phil. V. Hausner halten. Wien. (V o r tr a g.) Am verflossenen Sabbat den 15. Juni hielt Cantor E. Regner im Bethause „Talmud-Thora" II., Malzgasse 16, über Einladung des dortigen Vereinsvorstandes einen Probevortrag. Herr Regner, der über eine höchst klangvolle und angenehme Coloraturstimme, sowie über ein gediegenes hebräisches und liturgisches Wissen verfügt, erntete mit seinem Vortrage ungetheilten Beifall und hat alle Chancen, mit dem Obereantor-Posten betraut zu werden. D. Sku. Wien. (L e c t o r M. Fried m a n it.) Am 21. d. M. (4. Thamus) feierte der allgemein bekannte und beliebte Gelehrte M. Friedmann das Fest seines 70. Geburtstages. ^ein Name als Forscher auf talmudisch-agadischem Gebiete ist weit über die Grenzen unseres Vaterlandes bekannt und geschätzt. Seine kritischen Bemerkungen zu Siphri, Mechilthe usw. haben großen Beifall in der Gelehrtenwelt hervorgcrufen; in unserer Stadt jedoch hat speciell der M e n s ch Friedmann sich große Sympathie zu erwerben gewusst. Er Ivirkt im Wiener Beth-Hamidrath, seit der Gründung desselben durch I e l l i n e r, (1864) als Lector und in neuerer Zeit als Professor des Rabbiner-Seminars, wo er seine Aufgaben mit Liebe und Sanftmuth und mit jener Bescheidenheit erfüllt, die stets ein Kennzeichen bedeutender Männer gewesen ist. Es ist nicht zu verwundern, wenn ihm an diesem Tage allseits große Ovationen dargeboten werden. Wir gratulieren ihm auf diesem Weg mit dem alljüdischen: '! 21122 Wien. (I n d e n r e i n.) Der Kreisturntag des 16. Kreises der deutschen Turnerschaft bat den Antrag, dass fortan nur „Deutsche arischer Abstammung" als Mitglieder in die Verbandsvereine ausgenommen werden dürfen, dass Inden also ans allen Turnvereinen des 16. Kreises ausgeschlossen sein sollen, mit 120 gegen 16 Stimmen angenommen. Die jüdischen Verine geben eine Erklärung ab, dass sie den Beschluss als nicht rechtsverbindlich ansehen, so lange die Leitung der deutschen Turnerschaft sich nicht geäußert habe. Wien. (C r i m i n a 1 st a t i st i k in O e st e r - reich.) Im Wiener Landesgericht in Strafsachen, im sog. Criminal, hat der Zählungsbogen der am 31. December 1000 daselbst befindlichen Inhaftierten das Resultat ergeben, dass 1160 Häftlinge anwesend waren. Nach der