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Jüdisches Volksblatt · 1901-01-11 · 2 (11.1.1901) · p. Seite 6

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Journal
Jüdisches Volksblatt
Volume
3 (1901)
Issue
2 (11.1.1901)
Date
1901-01-11
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German
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Seite 6 Jüdisches Vol ks 1 )1 at.t 11. Jfinner 1901?;i Wie!'. Ffeitn? Ijcutc Früchte. Herr ©mini n tmt durch diese Arbeit unseren Glauben an seine Fätzuzleiten gestärkt und das beste Lab, dass wir ibm zollen, wird webl das sein, dass er es versiebt, sein Bild so darznstellen, dass wir oft im Studium derselben versui len, den Avisier vergessen. Zum Labe Prainins muss nach das hinzugesügt werden, dass, er ivie liebevoll ertdiavu behandelk und ciewiffcrniaßen Liebe sür seinen Gegenltand wirbt, der strengen Objeetivität nichts vergibt. Apotaevse gehört eben nicht zu Brainin's besten Tugenden. C. Klin^lioffci1. Die Seuche der Assimilation sängt bei den Taebtern an. Jin Hause berrschen oft noey die alten Sitten, Baker und Ntutter haben sich erst tzalb und halb assimiliert u;iD Oirasnniltter erzäblt vielleicht nach van der alten guten Zeit des Gbetta-Lebens. Die Töchter sangen aber an, nie Christen zu schtvärmen, weil sie durch Romane verblendet, Christen als oeu Ausbund des Edelsinnes und der Ritterlichkeit hallen, van dein Inden als Geldmenschen aber iiur Herzensleere und Gemütblaugkeit voraussehen. Während in der glorreiche,. Zeit unseres früheren Me.rrvriuins die Stammes'- liebe van unseren Frauen und Töchter gepflegt wurde, sind eS heute gerade unsere Frauen und Tächter, welche den Judenhass inmitten des. jüdischen Hauses heimlich nähren. Solche Peeräther waren bislang dem Jntunttziime frenrd. Wie Shakespeare mit der Figur des Shhlak den Juden verkannte, so hat er mit dessen Tochter Jessika die Jüdin verkannt. Den entsetzlichen Frevel der schonen Jessika, die'gemeinschaftliche Sache nur den Feinden ihres Stammes nchchte/'hatle sich keine Jüdin van da>nals zu Schulden kommen lassen. Dieser Frevel ist erst eine Begleiterscheinung der modernen Bildung, eine Frucht der Leclüre unserer Mädchen. Aber die heutigen jüdischen Väter sind nicht so stark w e Shylok, sondern/lassen sich von ihren Töchtern verleiten und entfernen sich mit^ihntzKchvm Judenthum. Wenn wir gegen die Seuche der Assimilation'Mit einigem Erfolg käittpfen wollen, müssen ivir ihr daher bebnnjeIeN'. Frauen und Tächter cnlgegentreten. Der Herd der Seuche-Wihre schöngeistige Leraratur, woraus sie sich ihre Männerideale holen, natürlich sind es Christen, denn die Gesellschaft, in welche-die Romane ihre Leserinnen einführen, und die ihnen so gleißnerisch erhaben scheint, ist immer eine christliche. Manchmal Tommen/drin zivar auch Juden vor, dann sind sie aber immer Harlekins..oder Samiels der Erzählung, während der Christ immer der Heros oder Engel ist. Solche Romane haben die Äorurtheile, chie Verachtung und den Haß gegen die Juden nicht nur in christlichen sondern selbst in jüdischen Kreisen gezüchtet. Dem Unheil tonnen wir nur begegnen, wenn wir unsere Frauenwelt von dieser Romanlectüre befreien, indem wir ihr eine jüdische, schöngeistige Literatur schaffen. Wohl besitzen wir einige vortreffliche Romanschriftsteller und Novellisten, die die Lichtseiten des altjüdischen Lebens schildern, aber bei dem Heißhunger der Romanlectüre sind, ihrer noch zu wenig, und wir begrüßen mit Freuden jeden Adepten auf diesem Literaturgebiete. Einen solchen finden wir in Dr. M. Lehmann. Die Erzählungen, die er uns in den vorliegenden sechszehn Bänden liefert, sind auf historischer Unterlage aufgebaut, die Charaktere brillant gezeichnet und die Handlung spannend, so daß unsere Frauen und Mädchen sie mit Interesse lesen müssen. Dabei sind die Bücher so billig (50 Pfg.), daß es auch Minderbemittelten möglich ist, sie anzuschaffen. Es wäre zu wünschen, daß sie in jedem jüdischen Hause angeschafft und zu einer jüdischen Bücherei gesammelt würden. Zu beziehen sind die Werke in Mainz bei der Johann Wirt (fischen Hofbuchdruckerei A.-G. Krtrfkttstrn. Sprechstunde» der Redactio» täglich (mit Ausnahme des Samstag und Sonntag) von 4 bis 6 Ahr nachmittags. Wir ersuchen alle auswärtigen Leser unseres Blattes, uns Nachrichten aus dem Gemeinde- und Vereinsleben der dortigen Judenschaft zu geben. Besonders erwünscht ist die Einsendung antisemitischer Localblätter, welche Angriffe gegen die Juden enthalten. L. R. iu Ung.-Brod. Leider nicht verwendbar. P. in Lemberg. Die von Ihnen berichteten Wahlgeschichten waren uns bereits von anderer Seite zugegungen Dr. I. in Ung.-Brod. Soll geschehen. F. Leb in Prag. Bitte über die Nummern nach Belieben zu verfügen. Für die Verbreitung Ihrer Zeitschrift thun wir das Möglichste. Für häufigere Berichte wären wir dankbar. Besten Gruß! Schw. in Wien. Nicht verwendbar. Ungarische Wochenschrift. Zur Zeit, als Ihre Bitte einlangte, befand sich eine bezügliche Notiz unseres Budapester Correspondenten bereits im Drucke. S. in Brody. Leider nicht verwendbar. C. Ul. in Szczerzec. Wir bemerken Ihnen nochmals, dass Ihre Besprechung in der nächsten Bücherschau eischeinen wird. D. L. iu Proßnitz. Nichts erhalten. E. G. in Czernowitz. Ist nicht verwenbar. Weiteren Einsendungen ..steht nichts im Wege. Nur bitten wir dringend, diese sreundlichst frankieren zu wollen. M. iu Ostrau. Im nächsten Monat. I. I., Oberlehrer in Kar. a. S. Wir bedauern, Ihnen den Namen des Einsenders nicht nennen zu können. N. F. in Stauislau. Tde Gresham, I., Giselastraße 1. Filialen, in alletz größeren Städten. I. H , Comptoiristin, XX. Diese höchst sonderbare Bezeichnung.'dürften Ihnen nicht einmal die Vorstandsmitglieder des genannten Vereines deuten köni,en. Unkiltskitlilhe L'tlllkMmittlilW des Handelsangestellten Vereines „Emunah" in Brünn. (Den F. T. Chefs steht diese Rubrik unentgeltlich zur Verfügung. Ueurstr Daranzen-Kistr: (Sämmtliche Offerte sind an den Verein zu richten.) M e hr e r e j ü d i s ch e M ä d ch e n werden als Kindermädchen und Dienstboten gesucht. Mehrere jüdische Lehrburschen für verschiedene Handwerker gesucht. Mehrere jüdische Goldarbeiter werden gesucht. C o m p t o i r i st, deutsch, böhmisch, Stenograph, für Mähren. Comptoirist, deutsch, böhmisch, Stenograph, für Böhmen. C o m p t o i r - P r a k t i k a n t, absolvierter Handelsschüler, mit schöner Schrift, Stenograph, Brünn. Commis, Spezerei, nach.der Auslehre, Ung.-Hradisch. Commis, Spezerei, deutsch, böhmisch, mit L0 Gulden Ansangsgehalt und freier Station, Mistel. Uhrmacher, mit 00 Gulden Monatsgehalt, selbständiger Arbeiter und Verkäufer, Mistet. , Praktikant, Uhrengeschäft, Mistek. Commis, Spezerei, Hullein. Commis, Manufuctur, Wagstadt. . . C o m p.t o ir i st, deutsch, böhmisch, Wischau. . . M a s ch i ne n s ch l o s s e r sindel in einer Maschinen- und Eisenconstruclions?Wertstälte in Prag Ausnahme. Offerte unter „A. N.", Prag. i M e h rere S ch u h m a ch e r g e h i l fe n werden für Brünn gesucht. C o m in i s, Manufactur, Lundenburg. C o m p t o i r i st, Stenograph, Mahren. 4t ii s l a g e - 41 r r a n g c ii r, Mode, Manufactur, Bielitz. Ni e h r e r e Co m p t o i r i st i n n e n, beut ch, böhmisch. C o m m i S der Leder-, Eisen-, Kurz- und Specereibranche wird für Luhatsehowitz gesucht. C o m m i s, Spezerei, Pardubitz. Comptoiri st, deutsch, ungarisch, Neutra. SteUen-Gc suche. C o m m i s der Spezereibranche, deutsch, böhmisch, sucht Posten. Gütige 4lutrüge unter „Lindler". Commis der Spezerei-, Eisen-, Colonial- und Färb« ivarevbranche, 17'/, Jahre alt, deutsch, böhmisch, mit schöner Handschrift, in sämmtlichen Comptoir-Arbeiten versiert, sucht passenden Posten. Gütige 4Inlräge unter „Schön". Commis, 1S ’/a Jahre alt, der Galanterie- und Wirkwarenbranche, beider Landessprachen mächtig, wünscht seinen Posten zu verändern. 4lntrüge unter „Bondy . Commis der Spezereibranche, >9 Jahre alt, deutsch, böhmisch, sucht Stelle. 4lnträge unter „Kohn"' C o m m i s der Manufactur- und Kurzwarenbranche, beider Landessprachen mächtig. Gütige Antiäge unter „Tandler". C o m in i s der Wirkwarenbranche, sucht Posten. 4lnträge unter Friedmann". C o in m i s der Manufacturbranche, sucht L-telle. Anträge unter „Tsehnßny". B u ch h a l t e r oder C o m p t o i r i st unter „I. F." C o m p t o i r i st, junger Mann mit schöner Handschrift, sucht Posten in beliebiger Branche in dieser Eigenschaft unter „B. S." C o tu m i § der Lederbranchc, int Lederausschnitte besonders tüchtig, deutsch, ungarisch, sucht Posten. Anfragen unter „Adolf Donnath." C o m p t o i r i st der Mehlbranche sucht Posten. Anfragen unter „Israel Quartner". B u ch Halter, der viele Jahre in einer größeren Petroleum-Raffinerie und Dampfmühle thätig ist, wünscht seinen Posten zu verändern. Geneigte Anträge unter „Moritz Haber". , E o in p t o i r i st, deutsch und böhmisch in Wort und Schrift, Stenograph, sucht passenden Posten. 4lnsrage unter „Johann Lampet". Tüchtiger Goldarbeiter sucht Posten. Gefällige Anträge unter „I. Kleinmann". C o m m i s der Colonial-, Eisen- und Liqueurbranche sucht Stellung. Gütige Anträge unter „Pollack". Tüchtiger Spengler, der in der Montage von elektrischen Leitungen und in der Eindeckung complicierterer 4lrt (Kirchendächer, Thurmdächer, Kuppeln) bewandert ist, sucht Posten. Geneigte Anträge unter „Zausner". Junger Mann mit schöner Handschrift, sucht als Comptoirist Stellung. Anträge unter „Seidenstem". C o m p t o i r i st, deutsch, böhmisch? 17 Jahre alt, sucht Posten. Anträge unter „Löwenthal." Commis der Lederbranche, 19 Jahre alt, der deutschen und böhmischen Sprache in Wort und Schrift mächtig, in der zweifachen Buchführung bewandert, wünscht seinen Posten zu verändern. Gütige Anträge unter „Baumgarten". Comptoirist, absolvierter Handelsschüler, sprachenkundig, Stenograph, guter Korrespondent, mit vorzüglichen Referenzen, sucht per sofort Stelle bei bescheidenen Ansprüchen. Anträge unter „selbständiger Arheztex".. .. . Tüchtiger K e l l n e r mit mehrjähriger Praxis sucht in einem größeren Restaurant oder Kaffeehaus unterzukommen. Anträge unter „Schneider". Commis, 18 Jahre alt, deutsch, böhmisch, der Tuch- und Modewarenbranche sucht Posten. Anträge unter „Eugen Weiner". C o m p t o i r i st, 23 Jahre alt, beider Landessprachen mächtig, Stenograph, sucht Stelle. Anträge unter „Pollak". Mkttlil nt inen. Der „Jüdische Volksverein" hat den Zweck, überall dort, wo die politischen und wirtschaftlichen Interessen der Juden geschädigt werden, helfend und schützend einzugreifen, den Geist der Zusammengehörigkeit unter den Juden zu fördern und zu heben und alle Theile zu einem festen Ganzen zu vereinigen. Wer nur einen Funken Gefühl für die politische Drangsalierung, wirtschaftlichen Boycotts und gesellschaftlicher Missachtung, unter denen wir Juden zu leiden haben, hat, muss einsehen, dass unser Verein nur dann Ersprießliches zu leisten vermag, wenn in unseren Reihen das gesammte jüdische Volk steht. Es ist daher nothwendig, dass ein jeder Jude dem jüdischen Volksvereine als Mitglied beitrete. Die Höhe des Mitgliedsbeitrages wird dem eigenen Ermessen jedes Einzelnen anheimgestellt. Anmeldungen werden im Vereinslocal II., Leopoldsgasse 49 entgegengenommen. Der Schlüssel. Erzählung von Eduard Kulke. (Fortsetzung.) Die beiden Männer unterhielten sich noch eine geraume Weile miteinander; nachdem aber Löb Frank sich verabschiedet hatte, konnte sich der Gutspächter erst recht vor Freude nicht fassen. Wie ein muthwiüiger Knabe lief er im Zimmer hin und her, bis endlich sein Blick auf das Papter fiel, aus das er die Stelle von den Sünden der Väter und Kinder hingeschriebeu hatte. Nr. Run blieb er ruhig stehen, nahm das Papier in die Hand und überlas nochmals die Bibelstelle: Es sollen nicht sterben die Väter wegen der Kinder, und die Kinder tollen nicht sterben wegen der Bäter; denn nur jedermann für seine eigenen Sünden soll sterben! „Könnte ich mir," rief er laut im Uebermas; der Wonne seines Heizens, „einen besseren Anfang denken, als diesen da? Der Vetter wird mich freilich für einen mächtigen Gottesgelahrten halt-n, wenn er den Brief lesen wird, 'aber was thut das auch? Wird er sich mir darum mehr entziehet! können? Passt es nicht ganz genau auf unseren Fall? Und ist es nicht, als. ob eine höhere Macht, als die des blinden Zufalles diese so ergreifenden Worte mir in den Weg sandte?" Und nun setzte er sich hin und schrieb den Brief an den weit abwesenden Vetter, den er im Leben nie gesehen hatte. Der Anfang mar gefunden und die Fortsetzung fand sich von selbst dazu. Roch tönten in seiner Seele die schö"en, herrlichen Worte nach, die der neugewonnene Freund vor kurzer Zeit hier gesprochen hatte, wie die Mettschen mit ihren Missverständnissen sich durch das wirre Leben schleppen, während sie so leicht sich verständigen könnten. Die Begeisterung, mit der er sich der neuen Freundschaft hingegeben, fand ihren lebhaftesten Reflex in dem Briefe. Er suchte einen Freund, weil er sich so einsam fühlte, und er hatte soeben erst einen Freund gewonnen. Er schrieb warm und eindringlich; er schrieb so, dass, wenn der Letter nicht jeder edleren Regung unzugänglich mar, ein schönes Verhältnis zwischen beiden mit Gewissheit sich entwickeln musste. Roch hatte er den Brief kaum beendigt, als seine Gattin, der man inzwischen berichtet hatte, dass der Herr Frank bereits weggegangen sei, neugierig zu ihm ins Zimmer trat, um zu vernehmen, wie er es angestellt habe, sich aus der Verlegenheit, in die ihn der Besuch des Gläubigers versetzt haben musste, zu ziehen. Aber wie groß war ihre Ueberraschung, da sie erfuhr, was sich hier vor Kurzem zugetragen. „Denke Dir Frauchen," sagte der gute Mann, „das ist ja über ein Märchen! Ich kann es mir fast selber noch nicht glauben! Ich weiß immer noch nicht recht, ob ich wache oder ob ich träume! Denke Dir nur! Aller der Sorgen auf einmal los. Die Hälfte der Summe lässt er mir gänzlich nach, und die andere Hälfte kann ich ihm in jährlichen Ratenzahlungen nach und nach abtragen, und er lässt mir das Geld zu fünf Procent! Denke Dir nur, Kind! Ich bin wieder ein gemachter Mann und nicht ruiniert! Wer hätte sich das von dem Manne vorstellen sollen!" Der Gutspächter fand kein Ende, seiner Frau zu schildern, was der Löb Frank für ein merkwürdiger Mann, was für ein seltener Charakter er sei, und während er dies mit großer Berßdtsamkeit that, antwortete Löb Frank seinem Weibe Jentel auf die Frage, wie die Sache abgelaufen sei, ganz einfach: „Wie soll es ausgefallen sein? Es ist ausgefallen, wie ich Dir vorher gesagt Hab'. Ich Hab' dem guten Mann nur gewiesen, dass ich kein Unmensch bin, weiter gar nichts." Kurze Zeit hernach lief für den Gutspächter ein Brief ein, der auf dem Maierhofe alles in eine angenehme Aufregung versetzte. Der Vetter schrieb, wie sehr ihn der Brief gefreut habe und wie tief auch er seinerseits das Unrecht fühle, das sie gegenseitig einander abzubitten haben. Doch anstatt aller Vorwürfe über die Vergangenheit, die nun einmal vorüber sei, wolle er lieber seine guten Vorsätze aussprechen, die er für die Zukunft gefasst habe. Er beabsichtigte nämlich schon seit längerer Zeit eine größere Reise durch Deutschland nach Italien. Er habe dieselbe noch immer verschoben, weil er Aurelien noch nicht genug entwickelt hielt, um sie auf eine so große Reise mitzunehmen, und sie, da ihr die Mutter fehle, zuhause zurückzulassen, dazu könne er sich keineswegs entschließen,' nun aber sei das Kind acht Jahre alt, für ihr Alter kräftig genug und auch in Bezug auf die Gaben des Geistes nicht eben vernachlässigt. Er werde die Ausführung seines Reiseprojectes jetzt nur umsomehr beschleunigen und bei dieser Gelegenheit das Vergnügen haben, seinen geliebten Vetter und dessen Familte, in dem reizenden Stillleben, wie er sich dasselbe in der Phantasie bereits ausmale, aufzusuchen. — Man kann sich leicht denken, was diese Nachricht auf einen Mann, wie unser Gutspächter, für einen Eindruck macht. Als sich nach längerer Zeit das Vorhaben des Vetters verwirklichte, da bestanden zwischen den beiden Familien im Hause Frank und auf dem Meierhofe bereits die freundschaftlichsten Beziehungen. Jentel Frank war mit der Frau des Gutspächters mittlerweile eben so intim geworden, wie das Band war, welches ihren Mann an den Gutspächter knüpfte. Man machte einander gegenseitig häufig Besuche, bald war das Frank'sche Ehepaar von der Gutspächterfamilie zu einer interessanten Partie in die herrschaftlichen Waldungen eingeladen, bald wieder nahmen diese ihr Abendbrot in der „Gasse", im Hause von Löb Frank und alles staunte und verwunderte sich nur darüber, was denn doch auf dieser Erde alles möglich sei; denn was niemand auch nur ahnen gewagt hätte, das war jetzt eingetroffen. Löb Frank und der Gutspächter, die hartnäckigsten Gegner, die jemals miteinander Process geführt, waren nicht nur versöhnt, sie waren — wie man sich im Orte nusdrückte — die dicksten Freunde geworden. Diese neu entstandene Freundschaft, die sich so wunderlich aus einer früheren Gegnerschaft — und inan kann sagen Feindschaft — erzeugt hatte, fand denn nun auch, begreiflicherweise sehr bald in und außer der „Gasse" ihre Beurtheilung. Einige freuten sich darüber, dass der lMgw obien rühei lvar t?ob i zewor iünim nur a bin du jyamil fanati Alu ul stellen der jr lind 2 teuten Wenn er dc nicht selber Drob selber ausge das ( möcht sich u oder reden hattet liebe endlic fast Meie sag'3 näher die n pächt> Stirr eine sagen nicht Oska ihn i gieng Will! geint Freu währ nahn trat einer Haft, Kurv fühlt Jent kein' lass' schüt voll und sie i des Röst Frm und und Röh Bat, essm mch wie« Kiff dutz mal dase sie s des alle auf Beti Her den zu i sich Vgt lidji

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