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Jüdisches Volksblatt · 1901-01-04 · 1 (4.1.1901) · p. Seite 4

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Journal
Jüdisches Volksblatt
Volume
3 (1901)
Issue
1 (4.1.1901)
Date
1901-01-04
Page
Seite 4 (sequence 4)
Language
German
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Seite 4 Wien, Freitag Jüdisches Volksblatt 4. Jänner 1901 Nr. 1 tution hat sich der Nestor der jüdischen Literatur Salamon B u b e r wahrhaft verdient gemacht. Er hat auch der nächster Tage zu eröffnenden Bibliothek eine reichhaltige Collection ans seinem Bücherschatze zugewiesen. Ueberdies kommt der Bibliothek eine reiche Bücherschenknng seitens des Herrn v. H o r o w i tz zu statten. Ferner wird derselben der Nachlass nach dem seligen Rabbiner L ö w e» st e i n sowie nach dem Vereine „ Schomer Israel" einverlcibt. Die Gemeinde stellte ein entsprechend adaptirtes Local für die Bibliothek (Schulgebäude, Stanislawagasse 5 Parterre) zur Verfügung, das Jedermann zur Benützung offen stehen wird. P. Lemberg. (Zur Volkszählung.) Zu diesem hoch wichtigen Ereignisse haben die Führer der galizischen Judenheit bisher gar keine Stellung genommen. Die Ursache liegt auf der Hand. Die Herren vom Kahal haben mit der Durchführung der Reichsrathswahlen „vollen Kopf'' und finden es nicht der Mühe Werth, sich mit solchen „ jüdisch-volklichen Lapalien" abzugeben Hiebei denken sie sich einfach, dass die Juden Galizien-!doch sicherlich seit Erbauung und Einweihung des neuen Gemeindepalais gewiss Polen von Schrott und Korn geworden find. Unsererbreiten jüdischen Bevölkerung fehlt daher äugen blicklich jede Direktive. Wenn sie ehrlich sein wollten, müßten sie in der Rubrik 13 Umgangssprache „Jüdisch' hineinsetzen und hiebei es auf einen Jnstanzenprocess bis zur Entscheidung des Obersten Gerichtshofes ankommen lassen, wenn Jüdisch seitens der Behörde beanstandet werden sollte. Sonst empfiehlt sich zu declariren Deutsch-Polnisch oder Polnisch-Nnthenisch, keineswegs einen der erwähnten Idiome. P. Berlin, (A chtung, Antisemiten!) Der gD e u t s ch e F so t t e n v e r e i n" hat das höchste Missfallen der Herren Antisemiten erregt. Die „Deutsche Wacht" schreibt: „Achtung, Autisermlenll Uns liegt ein Kalender des deutschen Flottenvereius für 1901 vor, von Contreadmiral z. D. M. P lüde mann. Auf Seite 163 lesen wir da folgende Zeilen: „Dass Secteri in China entstanden sind, die Langmesser, später Boxer " gekannt, welche die Vertreibung der Fremden auf ihre Fahne schreiben, kann nicht besonderverwundern; haben doch andere hochentwickelte Culturft a a t e n in der a n t i s e m i t i s ch e n Bewegung analoge Vorgänge". Wir bedauern, dass der Flotteurrerein geschmacklos genug ist, national empfindende Männer durch einen hohen Officicr anrempeln zu lassen. Der Flottenvereül selbst sowohl wie der Verfasser jenes Pamphlets haben der nationalen Aufgabe einen schlechten Dienst erwiesen. Wir Andern als Antwort unsere Anhänger auf, beut Flottenvercin den Rücke» zu wenden. LoS von dem sogenannten deutschen Flottenverein!" Berlin. (Jüdisch-nationale Frauenverernigung.) Die Jüdisch-nationale Frauenvereinigung begieng in dieser Woche in den Königssälen eine starkbesuchte Makkabäerfeier. Frl. Tauber, die erste Vorsitzende erössnete sie mit den Worten: „Juden sind wir und wollen eS bleiben bis in »Ne Ewigkeit", und wies dann in gemüthvollen Worten auf die Bedeutung des Tages hin. Darauf gab Herr Doctor Bleich rode, der hochverehrte Leiter der hebräischen Sprachkurse der Vereinigung, der Feier die rechte Weihe, indem er mit dem üblichen Segensspruche das Chanukalicht anzündete. — Herr Martin Bju b e r führte dann in seiner Festrede aus, wie. unsere jetzige Zeit eine gewisse Aehnlichkeit mit den Tagen des Matisjahu besitze; die gleichen Strömungen machen sich hier wie dort bemerkbar und der Redner appellierte zugleich die jüdische Frau, ihre Söhne in dem Sinne der Kämpfer »on Modim zu erziehen, damit auch sie einst sprechen: „Sieg »der Tod! doch niemgiZ feige Ucbergabe!" Im Laufe des Abends wechselten Msikalisch-declamatorische Vorträge und Tanz miteinander ab.. Man gieng mit dem Bewusstsein heim, einen genussreichen Abend verlebt zu haben. (Juden als Bodenpächter.) Dir Verpachtung - fiscaltscher Terrains an einen Juden hat in Taganrvg zm-esttem interessanten Conflict zwischen der Militär- »nd der Mvilbehörde geführt. Erstcre forderte die Staatsanwaltschaft auf, einen Juden in den Anklagezustand zu setzen, weil dieser'- es- „gewagt" hat, von beni Eiscnbahnsiscus ein Terrain zueinerw Kohlenlager zu pachten, obgleich er als Jude in dem unter militärischer Verwaltung stehenden Territorium der DoniMeu Kosaken kein Aufenthaltsrecht habe. Da der Staatsanwalt sich weigerte, diesem Ansinnen der Militärbehörde Aatrzugebim) tvandtesich dieselbe an das Verwaltungsgericht. Inzwischen hat aber das Verkehrsministerinm Veranlassung genommen, diese Frage auf gesetzgeberischem Wege zu regeln, indem cs sie zunächst der Entscheidung des Grsanimtministeriums unterbreitete^ PeW^sHnrg. (Die Juden in S i b i r i e n.) Seit Anleguug'der transsibirischen Eisenbahn bemüht sich die russische Regierung, 'fite Jnoen aus Sibirien zu entfernen. Im Anfang des Jahres 1900 erging ein Erlaß, der das Aufenthalrsrecht der jüdischen Bevölkerung Sibiriens feststellte; seit der Zeit And mehrere Erlasse hierüber veröffentlicht worden. Im Augenblick haben mehrere tausend Israeliten den Befehl erhalten, die Städte zu verlassen, die sie seit zehn Jahren bewohnen und Ach in den Gegenden niederziilaffen, ans denen ihre Großeltern relegiert waren. Der Befehl ist gegeben, ihre Häuser zu demoliereu, falls sie nicht zur festgesetzte« Frist die Städte »erließen; es ist nicht immer leicht, solchen Befehlen zu gehorchen in einem Lande, wo die Entfcrnunge» sich auf 1000 Werst belaufen und wo jegliche Verkehrsmittel fehlen. Außerdem haben die Inden Sibiriens nicht das Recht, veil Flecken zu »erlassen, der rite ihr Ausenthi ltsvrt festgesetzt ist. Während in Rußland die Verwaltung den Juden Pässe bewilligt, die ihnen für ihre Angelegenheiten den Aufenthalt gestatten, geschieht dies in Sibirien nicht. Die Verordnungen sind hänfiig auf besitzen, oäsgedehnt worden, die doch im allgemeinen im ganzen Reiche wohnen dürfen. Wie man sieht, herrscht hier die reinste Willküci Wiltta. (R i t u a l m o r d p r o c e s S.) Der RitualmordprottfS David Blondes in Wilna, welcher feit März vorigen Jahres die jüdische Gemeinde in Athem hält, gelangt am 28. d. M. vor dem dortigen Schwurgerichte zur Verhandlung. Bekanntlich wird Blondes von seinem Dienstmädchen beschuldigt, am 16. März im Vereine mit einem zweiten „unbekannten Inden" einen Mordversuch gegen sie verübt zu haben, „mit ihr Blut zum Osterfeste zu verwenden." Die Aussagen der Zeugen widersprechen sich derart, dass man wedtr tveiß, zu welchem Zwecke Blondes das Attentat versucht hat, noch ob Blondes der Attentäter war, noch endlich, ob überhaupt ein Mordversuch vorliegt. Da die dem polnischen Dienstmädchen beigebrachten Verletzungen ganz minimaler Natur waren, so ist es sehr wahrscheinlich, dass es sich um einen nächtlichen Streit zwischen einem Libeespaare handelte, dessen Folgen von dem rachsüchtigen und von den Antisemiten gut abgerichteten Dienstmädchen zu einer großen Affaire aufgebauscht worden ist. Leider ist aber das Wort „Nitnalmord" in die Masse gefallen, und die Erfahrungen in Polna wie in Könitz haben gelehrt, wie sehr dieses ominöse Wort geeignet ist, die Gemüther zu verwirren und Polizei nnd Gerichte auf eine falsche Fährte zu lenken. Es muss daher jetzt schon mit aller Entschiedenheit darauf hingcwiesen werden, dass die bisherige Untersuchung auch nicht den geringsten Anhalt dafür aufzubringen vermocht hat, dass andere als persönliche Motive dem Attentat zugrunde gelegen haben. Warschau. (Ein Te n d e n z d r am a.) In den Theatern wird gegenwärtig ein neues Drama von Tschechow mit großem Erfolg gegeben. Die Tendenz des' Stückes ist zu beweisen, dass die in letzter Zeit so häufig vorkommrnden Ent- 'ührungen jüdischer Mädchen seitens christlicher Adeligen weder ür den Entführer noch für die Entführte von Segen sind. Der Hauptheld „Iwanow" ein hoher Beamter in einer russischen Kreisstadt, dem die schöne Sarah die erwartete Mitgift nicht mitgebracht hat, weil die Eltern in die Taufe ihrer Tochter nicht einwilligten und sie ganz enterbten, fängt an kurze Zeit nach der Hochzeit Abneigung gegen die „Jüdin" zu hegen, er kämpft mit seinem Gewissen, die Gegenwart der gekränkten Frau wird ihm unerträglich, er bedauert sie, gebt jedoch jedem intimen Gespräche geflissentlich aus dem Wege, knüpft aus Langweile neue Bekanntschaften an, vertiert endlich den Kopf, gerät in Schulden und verliebt sich in die Tochter seines Gläubigers, eines reichen einfältigen Bürgers. Indessen wird die arme Sarah von Eifersucht und Langweile furchtbar gepeinigt, sie bekommt Schwindsucht und stirbt. Iwanow will nun die Tochter seines Gläubigers heiraten, der ihm seine Schuld „streicht" und noch einige Tausend Rubel seiner Tochter mitgiebt. Während der HochzeitSceremonie erklärt Iwanow.plötzlich seiner Braut, dass er von der Heirat zurücktritt. Sein Gewissen sträube sich dagegen; sie werde bei ihm nie ilW' Glück finden. Nach einer ergreifenden Scene zieht Iwanow-den Revolver und erschießt ich. Wer das Leben der Moskauer und -sonstiger großstädtischer Gesellschaften kennt, muss zugeben, dass dies ein richtiges Bild, eine wahre Copie der modernen russischen Gesellschaft ist, woraus die jüdischen Grvßcapitalisten, die geheime Sehnsucht nach adeligen Schwiegersöhnen hegen, eine Lehre ziehen mögen. Paris. Alfred Dreyfus hat an den Minister- ^räsidententen folgenden Brief gerichtet: die zu Ungunsten des Socialdemokraten ansfallen dürfte, da die Deutsch-Radicalen und die Czechew für den Christlich- Socialen stimmen werden. Zum III. Verliandstage der Rrlisiouslthm (ttt de« Sflrrr. Miilelschulen. In Ergänzung Ihres vorwöchentlichen Berichtes, mag es einem objectiv Urthcilenden gestattet sein, Folgendes nachzntragen: Wenn es im ganzen und großen zweierlei Arten von Vereinen gibt, solcher, die ihr Entstehen einer Art Gegenströmung zur herrschenden Richtung verdanken, und solcher, deren Bildung ohne sichtliche äußere Ursache durch einen engeren Zusammenschluss Gleichgesinnter und Gleichstrebender behufs Erreichung besonderer Ziele und Zwecke erfolgt ist, so würde man sich vergeblich bemühen, den Verband der Religionslehrer an den österr. Mittelschulen, nach seinem gegenwärtigen Zustande beurtheilt, in eine der beiden genannten Kategorien einzureihen. Mag auch bei dessen Gründung der löblichste Eifer an den Tag gelegt worden sein, der in der Aufstellung hochfliegender Pläne und Programme eS sich nicht genug fein lassen konnte, die Thatfache, dass schon beim 3. Berbandstag eine solch' beschämende Theilnahmslosigkeit der Mitglieder sich herausstellte, so dass in einem Punkte der Tagesordnung die eventuelle Auflösung des Verbandes in Rücksicht gezogen werden konnte, spricht mehr als alles Andere für die geringe Lebenskraft dieses Verbandes und zeigt wieder einmal, dass die einseitige Wahrung von Standesinteressen unmöglich den festen Kitt abzugebeu imstande ist, der den Zusammenhalt eines Vereines für die Dauer verbürgen kann. Damit wäre zugleich auch eine der Ursachen der Lockerung dieses „Verbandes" hervorgehoben. Es fehlt dem Vereine die höhere geistige Interessengemeinschaft, die eine Stagnation in demselben nicht platzgreifen ließe. Man vergleiche einmal die Berichte über ähnliche Vereine in Deutschland, um sich des gewaltigen Unterschiedes so recht bewusst zu werden, der zwischen jenen und dem in Wien bestehenden vorhanden ist. Dort ein thätiges Mitarbeiten aller Mitglieder, die durch wohldurchdachte Vorträge und sachliche Discussionen einen hohen Ernst und opferwillige Hingebung für die Sache, die vertreten werden soll, bekunden, hier eme Tagesordnung, die in einer Stunde erschöpft wäre, eine Discussion, die sich über kleinliche Dinge in kleinlicher Weise verbreitet, und um doch auf etwas Positives hinzuweisen, die Abhaltung zweier Vorträge in letzter Minute, von denen der eine längst Bekanntes wiederholte, der zweite, weil bereits in einer Zeitschrift zum Abdrucke gelangt, nicht mehr den Reiz der Neuheit nusweisen konnte. — Ein weiterer Uebelstand des Verbandes ist der Mangel an Selbständigkeit. So wünschenswert die materielle Förderung seitens höhergestelltcr, einflußreicher Persönlichkeiten für das Gedeihen eines Vereines sein mag, denselben auch eine direcre Beeinflussung auf seine geistige. Interessensphäre einzuräumen, scheint besonders für einen Verband, dessen Mitglieder ihre Unabhängigkeit nach jeder Richtung hin wahren sollten, wenig thunlich. Und wenn Herr Oberrabbiner Dr. Güdemann das Bedürfnis empfunden haben mag, seine in letzter Zeit etwas wacklig gewordene Popularität wieder aufzufrischen, so dürften die schönen, salbungsvollen Worte über den Berus des jungen Rabbiners schwerlich zur Widerlegung desselben beigelragen haben, mag er auch mit diesen den Religionslehrern etwas Schmeichelhaftes haben sagen wollen. Die etwas allzurege Betheiligung von Nichtmitgliedern bei der Debatte ließen bei dem unparteiischen Zuhörer das Gefühl nicht zurückdrängeu, als ob die Versammlung sich jeder selbständigen Regung begeben hätte und es gleichsam als Erlösung empfände, dass ihr die schwere Bürde des Beschließens und Selbsthandelns von anderen abgenomnren wurde. Und doch wäre gerade dieser Verband berufen. Ersprießliches für die Judenheit zu leisten! Um mir ein Moment hervorzuheben, wären z. B. Mittel und Wege zu suchen, wie ein systematischer Unterricht in der hebräischen Sprache zu erreichen, wie der Religiousuiuorrichl. im allgsmeinen ans ein höheres Niveau zu bringen wäre re. — Die "Liebe zur jüdischen Wissenschaft, zur jüdischen Geschichte in der Jugend wachzurufen, treue opfermuthige Anhänger fürs Judeutiium heranzuziehett, das soll die Perspective sein, die uns ein Verein von 'Jteligionslehrern in Aussicht stellen soll.^ In diesem Sinne darf auch aus sie in Der Juden bluioü. „Ich werde von einer gewissen Presse beschuldigt, im Jahre 88t an den K a i s e r v o n D e u s ch l a n d einen schändlichen! ucxrüertcr Form das Dichterivort Anwendung finden : Brief gerichtet^zu haben, der, von diesem Herrscher mit Randist in Eure Hand gegeben, bewahre: sie!" bemercungen verletzen, in einer Gesandtschaft entwendet worden * wäre und ein formeller Beweis des Verbrechens sein! würde, rvegen dessen ich zweimal ungerecht verurtheilt ivorden! bin. Das Bordereau, das in den Processen von 1894, 1898 und j 1899 vorgezeigt wurde, würde eine Abschrift sein. Diese neue Lüge kann auf Grund ihres Ursprunges nicht mit Verachtung behandelt werden. Der Journalist, der sie verbreitet, der sie trotz zehn officieller Dementis wiederholt, hat sie iiicht erfunden, sie ist nach diesem Journalisten nur das Echo der vertraulichen j Mittheilungen, die ihm mit unverschämten Fälschungen von einem Abgesandten des Generals Boisdesfre überbracht wurden. Die Photographien der gefälschten Briefe deS Kaisers von Deutschland und des mit Randbemerkungen versehenen Bordereaus sind zu miederholtenmalen gezeigt worden. Morgen würde für viele getäuschte Geister diese alberne Legende die Wahrheit bedeuten. Meine Unschuld ist vollständig. Bis zu meinem letzten Athemzuge werde ich die r e ch tl i ch e A n e r k e n n u n g meiner U u s chuld d u r ch die Revision verfolgen. Ich bin ebensotvenig der Verfasser des Der ist. RkWmsuslkMljjt aufdm Die letzten Decennien Kieses Jahrhunderts der Aufklärung Mid Volksbildung bieten em gegenuieiliges Bild. Das Licht wird von der Finsternis verdrängt, die Verdummung hat kaum glaubliche Fortschritte gemacht, statt des gleiche» Rechtes und der Nächsieuliebe sehen wir Hintansetzung und Hass, statt Wahrheit herrscht Lüge und Verleumdung, namentlich gegen uns Israeliten lvüthet das Gift der Verdächtigung und grundloser Verfolgung, der Jude wird überall hintangesetzt, scheint recht- und schutzlos dazusteheu und die reinen lauteren Lehren seines Bekeniitnisses tvcrden entstellt und verumglimpft, der menschenelltwürdigende Antisemitismus zeitigt vom deutschen Kaiser mit Anmeiluugen vergebenen GorbereausJ Frischte, die das allgenuine Wohl der Gegenwart schäbigen uub das nichts als eme Fal chung i)t, uuc des nutuotut dien g i II»l l> 0 r d e r e a II *, imsViMi »».,»««, ist. WfHm, du Ptziift ui »»|tm gattot ««» l»« von Henry sind alle hauptsächlichen Urhtder meiner ungerechreu! ^Lobldenkeuseu Mit Schmerz und Zangen Ul die kommenden Veruritzcilung noch am Leben. Ich bui niehr aller meiner Reehre: Tage blicken lässt. Doch a. ch ihr Gutes haben diese verdamberaubl; ich behalte das Recht.. seine Ehre Untersuch'ün g'zu bstren,"und ich y.rbeHe^hVe^darum'nach-! startz geichwuiiven schien, ist nen gekcäsligt, und die Einsicht .yeiiung non) am veven. vi» mau «uw meiner mrawe -tilge vtiurn ni]i?i. Jt'uui a, cy ujt cgiiires yaveu uie]e veroamit; ich bestalle das Recht jedes Menichen, da? oarai besteht, j meusiverlen Ericheittttttgen gewidert: das jüdische Bewusstseitl lljve su verlbeibigen und die Wahrlwu, oertnndea ,yu lagen.'; fl.. .... '■> ■ , , . lervt mir also das Recht. Sie, Herr Präsident, um eine j da» ütiJitu du. Zusamnlu.gchvt.gki ii, va» fast schon zusuchen. Genehmigen Sie die Hochachtung von Alfred D r e y f u s." Die Wahlen in der v. Curie. bricht allerorten sich Bahn, dass nur dadurch dauernde Wandlung geschaffen werden ciinn. Diese kaun jedoch mir dadurch hei beigefuhrt werden, wenn wir nicht nur für die Jetztzeit wirken, svuder» — uuö tnes hauptsächlich — die spätere Zeit vor Augen haben mib unsere ^ugeuo zu watzren Juden ec-!zleben, die das weiterführeu und festhalteu. was wir erstreben Der gestrige Wahltag brachte den Socialdemokraten eine i nud aubalmett. Diese hcil>ge Ausgabe haben die Rellgionsschwere Niederlage. I» Böhmen haben sie 0, in Mähren 1, \ teurer, diesen hehren Zweck muss der Religivusnnterricht anin Steiermark 1 Mandat verloren. Damit schetdril die bisj str.-b-'.'r mio vei svlgeil. Unsere Jugend muss jüdisch denken, herige» Abgeordneten Dr. Lev Verkauf, I. S t e ine r,jüdisch sniiieu lernen, mit B->gi'iueruug für den Glauben er- Zeller, Schrammel, Kiesewetler, B r a t n y, 'füll:, im Dem Gefühle der Zus. miwmgehorigkelt gewappnet Berner und R e s e l aus dem Parlamente. Ihre Plätze j ivei oen. besetzen Deutsch-Radicale uub Dkutsch-Ncuioiuue. Der Wal!,'-! So wichtig diese Aufgabe ist, so schwer ist sie zu erfüllen kampf in Niederösterreich brachte drei überraschende Siege: die! die Ar-lgaoe, von oeren L''-ttrrg unser-- ^uaud.s, o.-r Lestaud des Socialdemokraten Dr. W. Ellen bogen, Fr. S ch n sti Jndwu.mmes zum e.rbz.leu T.-e.lle b.dingt ist. Fast taymgelegt meier und Engelbert P er » e r st o r f e r wurden gewählt, j ist das W'.cin ai.m des gewissi-üda-restni Retup.oaslrhrers, ist die Christlichsocialen Bie lvhlawek, Men der und Landes- > er doll» nur auf sich c.ugew'.i'se", und das .p.ms nnterstützt ihn ansschnss L. Steiner unterlagen. Zwillichen Julius s Nicht; sein Won verhallt wirtuugslds. bas Kllttd hört es wohl, Jaufleute 1. Gilde und auf Personen, die ein Uluversitätsdiplom ' P r o ch a zk a und Dr. Victor Ad l er findet eine Stichwahl statt/sieht es aber in seinem eüeriul;en Heim nicht veihütigl und

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