Jüdisches Volksblatt
- Journal
- Jüdisches Volksblatt
- Volume
- 3 (1901)
- Issue
- 1 (4.1.1901)
- Date
- 1901-01-04
- Page
- Seite 2 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 2 Wi Freitag Jüdisches Volksblatt L Jänner 1901 Nr, 1 reichen. Demselben sind anzuschließen Heimatsschein der bisherigen Gemeinde, ferner das Wobnungszeugnis des Meldeamtes. Für die Judenschaft ist das Gesetz von kolossaler Bedeutung. Die Juden waren in antisemitischen Gemeinden den größten Chicanen ausgesetzt. Das Damoklesschwert der Ausweisung und der mit der Abwehr gegen dieselbe verbundenen Mühseligkeiten und Sorgen schwebte stets über dem Haupte dejüdischen Dorfgehers, Haustrers und Kleinkaufmannes. So versuchte eine Gemeinde einen Juden, welcher wegen Verletzung der Sonntagsruhe zu 1 fl. Geldstrafe verurtheilt wurde, auszuweisen. Biele jüdische Existenzen wurden durch das alte Heimatsgesetz vernichtet. Es muss daher jeder Jude darauf bedacht siüt, sein Heimatsrecht zu erwerben. Wir, sowie der jüdische LoÜsverein werden eine Action einleiten. welche die Erlangung de- Heimatsrechtes für die Judenschaft bezweckt. An den Juden ist e-, zu folgen. Wir schließen daher mit dem Rufe: »Juden macht Euer Heimatsrecht geltend." Das Faeit der galizischen Reichsrathswajlen. Lemberg, Ende December 1900. Mit dm Wahlen in der fünften, vierten und dritten T«rie sind die Reichsrathsahlen in Galizien de kacto abgeschlossen. Der Großgrundbesitz wird ganz nach dem Dictat der Schlachta wählen und aus den drei Handelskammern werden drei polnische Abgeordnete „mosaischer Confession" hervorgehen. Mit dm bisher gewählten zwei Juden, wird somit der Polenclub fünf „jüdische" Mitglieder zählen. Das Facit der Wahlen bleibt also der Verlust einejüdischen Mandates, ganz so, wie es der clericale Statthalter P i n i n S k i, dem sechs Mandate für die galizischen Juden allzuviel schienen, wünschte. Dr. Ko lisch er ist in Przemysl unterlegen, Dr. Geinfeld wurde in Kolomea gewählt. Alle drei waren sie Tandidaten des Lentralwahlcomites und des Statthalters, somit der Bezirkshauptleute und der Gendarmerie — warum musste also Dr. K o l i s ch e r unterliegen? Wollten wir die Art und Weise, wie die Wahlen in Brody und Kolomea „gemacht" wurden mit allen ibren haarsträubenden Einzelheiten schildern, so würde dazu nicht einmal diese ganze Zeitschrift, von der ersten bis zur letzten Seite genügen. Die Erpressungen, welche auf die Anhänger des Dr. S ch o r r in Kolomea und des Dr. L a n d a u in Brody ausgeübt worden sind, wobei man den ruthenischen Beamten mit Transferierungen, den jüdischen Wählern, fei es mit Steuererhöhung, mit Assentierung ihrer Söhne, Entziehung von Concessionen drohte — in Brody wurde beispielswelse dem Obmann des Vereines „Zion" in Aussicht gestellt, dass der unter seinem Jnspectorate stehenden jüdischen Schule die Jahressubvention des Laudesausschusses per 4000 fl. im Falle seiner Agitation für Dr. Landau entzogen werden würde — beweisen, was für Verhältniffe in Galizien herrschen. Angesichts dieses Missbrauches der Amtsgewalt seitenpolitischer Amtsleiter können die anderen Vorgänge anlässlich der Wahl nicht Wunder nehmen, wie z. B. dass in Kolomea und Brody denjenigen Wählern, welche im Verdachte standen, für die oppositionellen Candidaten zu stimmen, seitens verlotterter Existenzen, die im Solde der Schlachzizencandidaten standen, unter den Augen der Gendarmen die Stimmzettel ans. den Händen gerissen und ihnen dafür andere StintttiMel mit den Namen der Schlachzizen- Da wankten Mauer und Thürme, Ä?richö Zeigte sich Ihm, Und'die' Posaunen brüllten : ,K!pTehu Schema, eiohira!“ Weit offen standen die Thore, Hoch looerte Rauch und Brand, Und Juda zog in die Thore, Fackel, und Schwert in der Hand. — Im Abend ruhten die Hörner, Rings schwieg Samaria, Da suchte,. der Liebsten Schwelle, Der braune Jojada. Verflog'oer Duft der Palmen her von irgendwo, Dodt. hieng am rothen Seile Rahab von Jericho. Jüdische Künstler. Von Dr. Leo Loser. Die Seele des Kunstwerks stammt aus dem schöpferischen Jnstinct des Künstlers; sein schaffender Verstand gibt ihm nur die Form, der schöpferische Jnstmct ist der Ausdruck der unerfüllte» Sehnsüchte der ganzen Geschlechtsreihe, deren Schluss «nd Krönung eben der schaffende Künstler ist. Welche unerschöpfllche Fundgrube bietet sich dennoch für den jüdischen Künstler in der Geschichte seiner Ahnen; welche Fülle von Leidenschaften, Tugenden, Entschlüssen, Entsagungen, Kämpfen aller Art! Alle diese Sehnsucht, welche tue Juden auf ihren langen Wanderungen im Staube der Landstraße bald und bald 'i« Gewühle der Siädte beim Berlaffen ihrer Schätze und ihrer Häuser, beim Anblick der Freiheit und der Freude der fremden Nationen, beim Lesen ihrer Gebete und bei der Erinnerung an ihre ruhmvolle Vergangenheit in sich einsogen, verhöhnt und verspottet, dann wieder gerufen und beschützt, — alle diese Sehnsucht, welche in das Ghetto gebannt ist und an die Thore des Ghetto mit lauten vernehmlichen Schlägen pocht, candidaten nebst 2—5 fl. in die Hände gedrückt wurden, oder aber falls sie diese Stimmzettel nicht annehmen wollten, ihnen überhaupt der Zugang zum Wahllocal verwehrt wurde. In Zloczow wurde den Anhängern des Dr. Landau seitens des Bezirkshauptmannes, der sie zu sich vorlud, mit Verhaften gedroht; in Kolomea wurden hunderte von Wählern, die für Dr. Schorr ihre Stimmen abgeben wollten, mittelst einer Feuerspritze bei 6" Kälte vom Wahllocal davongejagt. So kam es, dass in Brody—Zloczow von 1600 Wählern 650, in Kolomea allein mehr als 1000 Wähler durch allerlei Mittel terrorisiert zuhause blieben, und, nicht imstande ihre Stimme für ihre Candidaten abzugeben, ihr Wahlrecht gar nicht auSübten. Fügen wir noch hinzu, dass in der Krakauer Handelskammer Dr. v. R a p p a p o r t, in der Lemberger Handelskammer Dr. K o l i f ch e r, — zwei Herren, die im Vorhinein erklären, sich um jüdische Angelegenheiten nicht zu bekümmern und dass das Mandat der Brodyer demjenigen zufallen wird, — der im offenen Handel um das Mandat den höchsten Geldpreis niederlegen wird, so haben wir ein Bild der Vertreter der Million galizischer Juden im nächsten Reichsrath. Für Andere scheint allerdings noch nicht die Zeit gekommen zu sein. Denn solange auf der einen Seite die breiteren Schichten -er Bevölkerung unter dem Drucke maßlosen Elends, in einem Zustande tiefster moralischer Depravation, den Stimmzettel an den Meistbietenden verkaufen, um davon leben zu können, und auf der anderen Seite die aus politischen Strebern, die um die Gunst der Landesbehörde buhlen oder aus Wucherern und Speculanten, die auf die Schonung der Staatsbehörde angewiesen sind, bestehenden Kahals Zutreiber der Schlachzizen sind, so lange ist eine Befferuug der jüdischen Verhältnisse in Galizien nicht zu erwarten. Wenn wir nur erwähnen, dass in Brody jüdische Wahlmänner in der 5. Curie für den a n t i s e m i t s ch e n Fürsten S a P i e h a, dass in Chrzanow die jüdischen Wahlmänner über Auftrag des Rabbiners für den antisemitischen Volksschullehrer W o j 1 y g a, dass schließlich in Lemberg der Rabbiner öffentlich mittelst Placate für die clericalen Candidaten P i e n t a k und D u l e m b a gegen die bekannten judenfreundlichen Demokraten Romanowicz und Rutowski eingetreten sind und all dies, in Brody, in Chrzanow und in Lemberg deshalb geschehen ist, weil die unterstützten Candidaten vom Centralwahlcomite ernannt waren, so haben wir ein Bild des tiefen moralischen Niveaus der galizischen Juden. Allerdings hat eine große aus zahlreichen Mitgliedern der jüdischen Intelligenz bestehenden Versammlung in Lemberg dem Präsidenten des Cultusvorstandes Dr. Byk ihre Entrüstung ausgesprochen, weil er angeblich nicht nur persönlich, sondern unter Missbrauch seines Amtes Agitatorendienste für Doctor P i e n t a I leistete, weil angeblich im Local der Cnltusgemeinde Stimmzettel für Dr. P i e n c ä k 'gekauft wurden und schließlich Beamte des Cultusvorstandes Zutreiberdienste für Dr. P i e n t a k leisteten, aber derartige Enunciationen post festum haben sehr wenig A^erth. Eine jahrelange Arbeit, nicht bloß cultureller, sondern auch ökonomischer Natur, durch welche die galizische Judenschaft sowohl wirthschaftlich unabhängig als politisch reif werden würde, ist hier nöthig. Doch wer soll sich dieser Arbeit unterziehen? Als vor zwei Jahren Judenexceffe epidemisch an allen Ecken und Enden au»brachen, da wurde es den „Führern" der Judengemeinden angst und bange, sie steckten ihre Köpft zusammen und klügelten verschiedene Hilfsactionen, Wanderprediger, Flugschriften u. s. f. aus. Heute ist dies Alles vergessen und verschollen. Die galizischen Vereine haben bisher kein Lebenszeichen welche sich in der Hoffnung auf den Meffias verkörpert und verewigt hat, sollte sich in großen Werken, von michelangelesker Kühnheit und in geistigen Menschen voll sittlichem Ernst und unbeugsamer Energie ausstcöme»; Lebensfreude und Lebensbejahung sollte ihr entspringen. Wie wenig gleicht dem aber das wirkliche Bild d;S jüdischen Künstlers. Gemeinsam ist ihnen ein melancholisches und verschleiertes Wesen; sie sind mit sich und mit der Welt zerfallen, uneins, zerrissen, bald tüftelnd und grübelnd und bald ausgelassen und frivol. Die Welt hat sich an diese Züge so gewöhnt, dass sie dieselben für typische, aus der Eigenart der Juden entspringende hält. Mit Nichten. Sie sind eine Folge davon, dass die meisten jüdischen Künstler ihren Jnstincten entfremdet sind. Fremd sind sie dem Fühlen ihrer Ahnen, daher wurden sie fremd ihrer Aufgabe und ihrem Ziele; die Kcone des Schaffens bleibt ihnen versagt. Sie verachten und verhöhnen das Blut, das in ihren Adern rollt; sie vergiften selbst die Brunnen, aus denen sie schöpfen sollten. Beim Studium ihrer Werke sieht man förmlich den Kampf zwischen Jnstinct und Vernunft. Die Vernunft rächt sich an dem Jnstinct, indem es seine Schöpfungen mit der ätzenden Lauge der Satire und des Hohnes übergießt. Diejenigen, die sich dunkel ihres Zustandes bewusst sind, suchen sich zu retten, dadurch, dass sie sich ängstlich an das Detail, an die Kleinmalrrei halten und jedem großen, tiefen Problem vorsichtig aus dem Wege gehen, sie fliehen ihre Gedanken; andere, indem sie förmlich in ihrem krattkhaften Zustande schwelgen und auder Noth eine Tugend machen, das sind die „W tzigen". (Der »jüdische Witz" ist ein directes Product der Seelenhalbheit und Seelenblindheit der modernen Juden, dem alten Judenthume ist er absolut fremd) andere, indem sie gleichsam ihren Jnstinct dem Jnsttnct des Wirtsvolkes affimilieren wollen; aber so wenig sie Treue hielten dem eigenen, so wenig halten sie Treue dem fremden Jnstinct. Das ist auch die Lösung de- Räthsels „Heines Auf die schönste germanische Herzensergießung kommt plötzlich ein frecher, kalter W.tz. Heine ist nur groß, wenn er als Jude zu Juden spricht, sonst ist der Schauspieler bewundernswerter als der Dichter. Ein Künstler, der tief und vielleicht unheilbar an diesem Confliet leidet, ist auch Jakob Wassermann: doppelt von sich gegeben, dass sie diese „innere Arbeit" in Angriff nehmen wollten. So harrt denn diese mühsame Volksarbeit der »Jüdischen Bolkspartei". Mächtiger denn je ergibt sich auch in Galizien die Nothwendigkeit — einer »Jüdischen Bolkspartei". Brünner Wahlbilder. (Compromisse, Männergesang- und Volksgesangverein und jüdische Advocatev. — Jnternaticnale, Deutsche und Juden. — Die umstrittene V. Curie. — „Gehen sie nach Galizien". — Dre Nachkommen der Makkabäer.) Wir haben jetzt wirklich und wahrhaftig eine Wahlbewegung. hier, in dieser sonst so stillen Stadt der Compromisse. Die Wogen des politischen Lebens gehen nun auch bei unS, ohne Redensart gesprochen, hoch. Und wie rührend ist in diesem Wahlsturme die brüderliche Vereinigung von jungen jüdischen Advocatchen, mit mehr oder weniger ausgewachsenen Antisemiten, deutsch »fortschrittlichen" und stramm- „nationalen" Genres! Jaakob und Esan haben sich umarmt und weinen compromissliche Krokodilsthränen der Versöhnung. Was man heute nicht alles erleben kann! Der hiesige Mannergesangverein feiert sein -Ojähriges Jubiläum. Warum soll er kein Jubiläum feiern, wo alles jubiliert? Auch einige Ehrenjuden sitzen und singen in seiner Mitte, Ehrenjuden, welche wacker »Heil" schreien, und sich aus dem bisschen Antisemitismus nichts machen; man kann sich doch nicht ausschalten lassen aus dem politischen und gesellschaftlichen Leben der Stadt, man wünscht doch nicht, dass die Germanen, dieses edle Volk der Judenfresserei, über uns zur Tagesordnung übergehe, so etwa hat ja in der jüngsten großen jüdischen Wahlversammlung, der jüdische Advocat mit dem czechischen wohlklingenden Namen, und der stramm germanischen Gesinnung. süßlich geflötet. Und ein anderer jüdischer Advocat, dessen Name schon mehr ans Judenthum erinnert, ein „Friedensmann" secundiert ihm »heilkräftig" bei seinem Friedensconeert. Die Friedensschalmeien dieser Herren Rechtsvertreter hindern aber nicht, dass einige germanische Gymnasiallehrer, von denen der Eine übrigens einen Namen führt, welcher zeigt, dass auch seine Urahnen eher im Reiche Przemysl's als unter den Cheruskern des Arminius wohnten, einen neuen „Bolksgesangverein" gründen, denn ihnen scheint der Mannergesangverein, doch schon etwas „verjudet" zu sein. Und so mögen sich die Herren Advocaten und mit ihnen noch einige „teutsche Gesinnungsgenossen" drehen und wenden, wie sie wollen, »Perücken von Millionen Locken" sich aufsetzen, die Juden zur Wahl von Antisemiten treiben, die „Bolksgesangvereinler" verzeihen ihnen den „Juden" nicht, so sehr ihnen dies auch leid thun mag. Man konnte also hier in voriger Woche das rührende Schauspiel sehen, wie die jüdischen Wahlschäflein Hingiengen, und die stramm Nationalen in den Gemeindeausschuss wählten — es geht doch nichts über eine ehrliche, mannhafte Gesinnung. Die jetzigen Makkabäer, das sind jüdische Adoocaten, welche mit „ihrem Lichte", den Weg unseres Volkes erhellen, und die Blinden und Tauben, sie folgen dem Lichte und sind ganz berauscht von den „Heilrufen" begeisterter jüdischer Rechtsvertreter und in rednerischen Blüten schwelgender Schafwollwarenfabrikanten. Und der Fabrikant von Schafwollwaren wurde in Gemeinschaft mit deutsch-nationalen Racevantisemiten zum Gemeindeausschussmitglied gewählt, der jüdische Rechtsanwalt aber vorläufig nur zum Bezirksausschuss. Ec wird intereffant, weil er in seinem Romane »Dir Juden von Zirndorf" diesen Confbet zu schUoeru unternimmt. Er geht aber von falschen Voraussetzungen aus und kommt daher zu falschen Schlüssen. Der Roman besteht aus zwei Theilen, dem Vorspiele und dem Stücke. Die Vorfahren der Actenre des zweiten TheileS treten im ersten Theile auf; zwischen ihnen liegen aber drei Jahrhunderte. Der angedentetr Groanke der Seelenwandernng bildet eine Brücke zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Der erste Theil spiegelt in lebhaften Farben den Reflex wieder, den das Auftreten Srbatai Zewis ans die Inden in einem Fleckchen Baierns bei Nürnberg warf. Die Sprache ist gewählt biblisch, manchmal wörtlich an die Prophezeiungen des JesaiaS anklmgend. Die Bauern halten gerade lustig Kirchweih, als plötzlich unter sie ein hagerer Jude tritt, fremd und unbekannt mit merkwürdigen Angen. »Es waren die Augen der Juden, voll Hast, voll Unfrieden, voll von unbestimmtem Flehen, von einer gedrückten Innigkeit, bald in Leidenschaft flackernd, bald in Schwermut alle Glut verlierend, die Augen des gehetzten Thieres, das angstvoll und kraftlos die Blicke dem Verfolger znwendet, oder in bebender Sehnsucht hinausstarrt in dareiche ferne Land der Freiheit. Unter den Linde» tanzt ein Zigeimermädchen eine» berückenden Tanz. Es war ein Jndenkind, dem Vater, Mutter und Geschwister gestorben waren. Sie erzählt: Ich bin i« Kloster gewesen, die Nonnen haben mich gelehrt, an Jesus Christus zu glauben. Was ich als Kind war, ist vergangen gewesen, denn das war in Polen. Die Christen, soviel eS gab im ganzen Land, sind hergefallen über uns, uni» die Gaffen waren voll von Blut. Unser weißes Tischzeug war voll Blut und die Betten. Mein Vater und meine Mutter, die zwei Brüder und die zwei Schwestern sind alle todtgeschlagen worden. In der Nicht haben sie die Häuser verbrannt. Viele, viele Frauen und junge Mädchen haben sie in den Tempel gesperrt und Feuer daran gelegt. Ach, was für ein Wimmern und Schreien! Und überall in Polen war es so. Ich habe mich versteckt in einen Stall, wo lauter Schweine und Schafe waren. Dann haben sie mich in ein Kloster ausgenommen. Aber, wen«