Jüdisches Volksblatt
- Journal
- Jüdisches Volksblatt
- Volume
- 2 (1900)
- Issue
- 52 (28.12.1900)
- Date
- 1900-12-28
- Page
- Seite 5 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 52 Wien, Freitag Jüdisches Volksblatt 28 Deccmber 1900 Seite für alle Fälle aber erst an 5. Stelle der Tagesordnung seinen Platz gefunden hätte, als ersten Punkt der Tagesordnung forcieren sollen. Den Antrag nämlich, dass der Verbandstag eine Resolution fasse, das Curatorium der Jsr. theol. Lehranstalt in Wien möge einen Lehrstuhl für systematische Religionsphilosophie creieren um der praktisch-pädagogischen Ausbildung der Zöglinge mehr Spielraum einzuräumen. Ueber diesen Antrag entspann sich eine lebhafte Debatte, an der sich besonders die anwesenden Gäste Herr Cultusvorsteher, Dr. Gustav Kohn, k. k. Landesschnlrath, der sich den Verbandsverhanolungen überhaupt mit sehr großem Wohlwollen und unermüdlicher Ausdauer widmete, Herr Docent Dr. Grünfeld und Herr Dr. Bloch betheiligten. Zum Schlüsse ergriff der Herr Oberrabbiner Dr. Güdemann das Wort zu einer längeren Auseinandersetzung. Im Laufe seiner Ausführungen ließ der Herr Oberrabbiner eine Bemerkung fallen, die besonders die jüngeren Rabbiner aus der Wiener Schule, die stark vertreten war, sehr schmerzlich berührte. Er meinte: „Die jungen Leute von heute haben die Ambition, auf der Kanzel zu schauspielern, gleich den jungen Mädchen, die sich nach den Brettern sehnen, die die Welt ^bedeuten". Einen solchen Ausspruch aus autoritativem Munde zu hören, ist sehr schmerzlich, umso schmerzlicher, als es der Wahrheit durchaus nicht entspricht. Die jungen Leute, die nach dem Abiturieutenexamen sich den Rabbinatsstudien zuwenden, sind in den weitaus meisten Fällen von nur idealen Motiven geleitet. Freilich, die Schule und noch mehr die verehrten Cultusvorstände der diversen Gemeinden treiben ihnen diese Ideale gründlich aus. Der Herr Oberrabbiuer wünschte jenen Zustand wieder hierbei, wo der Rabbiner in erster Reihe der Vertreter der jüdischen Wissenschaft seiner Zeit war. In diesem Wunsche fühlen sich sehr viele Herzen eins mit dem Herrn Oberrabbiner. Nun, dem Herrn Oberrabbiner hat es wahrlich nicht an Gelegeutheil gefehlt, dem wirklichen Können und Wissen Geltung zu verschaffen. Ob er es gethau hat? Der Herr Oberrabbiner weiß es am Besten . . . Herr Prof. Büchler war bei dieser Aeußeruug zugegen, ebenso Herr Lector Friedmann. Hatten die Herren nichts dagegen zu sagen gehabt? Aus den Verhandlungen des Verbandstages verdienen noch hervorgehoben zu werden: Die Exhorten-Nemunerationsfrage, die Einführung zweistündigen Religionsunterrichtes wöchentlich in allen galizischen Mittelschulen und Andere. Von dem Nesolutionsantrag ist nllr der zweite Theil zum Beschlüsse erhoben worden. Der alte Ausschuss wurde per Acclamation wiedergewählt. Etwas lebhafter gestaltete sich noch die Debatte über die i Gefahr, welche die Baubewilligung ausschließe, denn das von der - respectiert jede nationale Individualität, jede religiöseUeber- Feuerwehr und der Polizei Vorgebrachte treffe bei jedem Baue! zeugung, fordert aber voll und ganz dasselbe Recht für sich. zu. Im Gegentheile entspreche der Plan den st r e n g st e n A nforderungen der Sicherheit, gerade wie bei Theatergebäuden. Der Erperte Herr Hans Kautz, k. f. Hof-Gebäudeinspector, gab sein fachmännisches 'Urtheil als Ingenieur dahin ab, der projeetirte Tempelbau als solcher bilde kein Verkehrshindernis und keine Feuersgefahr. Trotzdem verweigerte der Stadtrath im Mai 1809 den Bau zum zw eiten male, wogegen über neuerlichen Recurs die Statthalterei die B a u b e w i ll i g u n g e r t h e i l t e. Der Stadtrath ergriff den Recurs an das Ministerium des Innern, dieses verwarf diesmal den Recurs unter Hinweis auf die erste Verwaltungsgerichtshof-Entscheidung, jedoch unter Auftrag einiger geringfügiger Bedingungen bei Ausführung des Baues Wenn Herr Silbe rer sich dies stets vor Augen hält, dann soll er für sein österreichisches und wirtschaftliches Programm an uns — keinerlei Gegner finden. Ein Wähler. An die Adresse der CultuSgemeinde- Repräfentanz in Prag. Ein Denkmal ans alter jüdischer Zeit, ein Jnwe l, desgleichen sich ganz Mitteleuropa nicht rühmen kann, besitzt die Stadt Prag an der Altneusynagoge; es sollte doch angenommen werden, dass eine Gemeinde, wie es P-°» ist. -»für dl. vornehmste Pflicht hatten wird. Die Beschwerde machte mangelhaftes Verfahren, sowie unj dleses einzig dastehende Denkmal zu hegen und zu pflegen, richtige Interpretation des ersten Verwaltungsgerichtshofs-Er-«oder wenigstens in Stand zu halten, kenntnisses geltend und behauptete, die Gemeinde wolle den Bau Poch weit gefehlt! Die Synagoge macht von außen nicht prmciplell hindern, vielmehr muffe pe pflichtmaßlg für bte b h ' ” W : Maneranmnrs ftnh nV Sicherheit aller Ortsbewohner bedacht sein und halte trotzdem! oeil ^wiouta; .nUllie. öiiicte JJcaueranmurj Jtttö aD' und alledem den Bau für eine Feuersgefahr. — Dr. Goldberger ' gefallen, Fensterscheiben zerschlagen und dre hebratschen verwies auf die klaren Gutachten des Stadtbauamres und des! Aufschriften, welche die Aufgabe hatten, die Gedanken Hof-Gebäudeinspeetors K autz. j unserer Vorfahren uns und unseren Nachkommen zu über- WbÄKT dem Verderben pr-i-g-g-bm und sind publicieren zu können, kündet werden. dasselbe wer de erst am 8. Februar ver- Emgesekdet. (Für diese Rubrik übernimmt die Redaetion keine Berantwortuug.) Eine Wählerverfammlimg Victor Silberers.*) Dieser Tage fand unter dem Vorsitze des christlich-socialen Gemeinderathes Bielohlavek eine Wählerversammlung statt, in welcher Herr Victor Sil derer sein Programm als Reichsrathscandidär für den ersten Bezirk entwickelte, viese Wählerversammlung gewinnt sowohl durch die Personen des Präsidenten und Referenten, wie durch die dort gehaltenen Reden und zum nicht geringsten Theile durch die, Haltung derjenigen Herren, die auch diesmal wieder sich als Repräsentanten der gesummten Judenschaft aufspielten, eine über die Reichscathswahl hinausreichende symptomatische und principielle Bedeutung. Was vor allem das von Herrn Silber er entwickelte Programm anbelangt, so kann es am besten in die Worte zusammengefasst werden: „Oesterreichisch, gemäßigt-demokratisch und soeialreformatorisch." unleserlich; doch alles Innere. das ist noch nichts gegen das Licht und zwei Verbandsorgan-Frage. Der Redacteur der „Oesterreichischeii Wochenschrift" machte dem Verbände das Anerbieten, die Mitthcilungen des Verbandes als eilieu Anhang zur „Oesterr. Wochenschrift" gratis erscheinen zu lassen. Gegen dieses Anerbieten wurden von jüdisch-nationaler Seite gewichtige Bedenken erhoben und der Antrag gestellt, die Angelegenheit möge zu einem anderen Zeitpunkte vom Berbandsausschusse in neuerliche Berathung gezogen werden. Dieser Antrag ist auch, besonders durch bas Eingreifen des Herrn Landesschnlrath Dr. Kohn in die Debatte, angenommen worden. Ein anderer Antrag, der Verbandsausschnss möge zu dieser Berathung noch die Herren k. k. Landesschnlrath Dr. Kohn lind Cultusvorsteher Hermann Eltbogen cooptieren, wurde nach den Ausführungen des Herrn Dr. Kohn, vom Antragsteller zurück gezogen. Herr Silber er will im Falle seiner Wahl sich keinem parlamentarischen Club anschließen, sondern „Wilder" bleiben, leer. Dort, die peinlichste Reinlichkeit, jedoch in wirtschaftlichen Fragen mit der christlich-socialen Partei! fcen Hinterbänken aufqefpeidjert. gehen. In der Nationalitäten- und Judenfrage erklärte er sich' ---- Einige russiqe Lampen sollen rauchende O fen Wärme verbreiten. Dem Eintretenden bietet sich der Anblick einer Spelunke; noch vielmehr aber muss einem für die Sache sich Interessierenden der nachlässige und in allen seinen Phasen schleuderhafte Gottesdienst befremden. In einer Synagoge, in welcher schon vor mehr als 600 Jahren jüdische Gebete erklangen, in einer Synagoge, deren Wände von Märtyrerblut bespritzt sind, darf ein Custos nicht Herr im Hause sein. Der Gottesdienst darf nicht von einem Manne, dessen Gelehrsamkeit über allen Zweifel erhaben ist, der aber seinen Stolz dreinsetzt, eine ganze Sidra in fünf Minuten herunterzuleiern, celebriert werden. Alle Würde, alle Verständlichkeit, geht dabei verloren. Der Schreiber dieses hat in Amsterdam die portugiesische Synagoge besucht, die an Bedeutung der Altneusynagoge beiweitem nachsteht. Welcher Unterschied aber von außen und innen! Dort, voll von Betern, hier fast hier Heizmaterial l als Manu der Versöhnung und gab die prä^.se Erklärung ab, ' dass er niemals irgendeiner Einschränkung der politischen Rechte der Juden zustimmen würde. Herr Silber er brachte ganz decidiert zum Ausdrucke, dass die Nationalitätenhetze, wie Judenhetze in gleichem Maße zum Ruine Oesterreichs und Wiens führe, und wendete sich speciell auch dagegen auf das entschiedenste, dass von Seiten mancher Lehrer der Antisemitismus in die Schule hineingetragen werde. Herr Silberer ist also nach landläufigem Sinne kein Antisemit und verwahrt sich auch dagegen. Allerdings will er auch durchaus nicht als Philosemit gelten. Ec bekennt sich als Gegner „jüdischer Anmaßung und jüdischer Vorrechte, als Gegner der „liberalen" Partei, welche Alles deutet darauf hin, dass die maßgebenden Factoren es auf den Niedergang abgesehen haben, sonst wäre der Sitz, den der Herr Oberrabbiner hier hat und welchen nebenbei gesagt Männer, wie der hohe Rabbi L ö w, Hesekiel Landau u. s. w. einnahmen, nicht immer leer. Auch eine Predigt hören die Besucher nie, und wären nicht die zwei Pflichtpredigen an „Schabbis Hagodol" und „Schabbis Teschuwa", so würden sie selbst die Mauern nicht hören. Wäre dieses Gebäude Eigenthum einer anderen als Einer, dem es nahe geht. * * * Zur Volkszählung Am 31. December 1900 findet in ganz Oesterreich eme gegen andere Meinungen unduldsame Coterie sei und den »Religionsaenossenschaft, möchte sie es sich als Sünde an- Antisemitismus so gezüchtet habe." Seme Allianz mit den! , ,, A Christlich-Socialen könne von den judenliberalen Anhängern der rechnen, es so zu vernachlässigen, und wird in Balde eme „Neuen Freien Presse" umsoweniger verdammt werden, als diese! andere Ordnung nicht eintreten, so ist das allmähliche! selbst, trotz ihrer principiellen Differenzen, sich so oft mit den Verschwinden des Besuches unausweichlich. Schönererianern verbinden. Die Wählerschaft der inneren Stadt! hat nach dieser Candidatenrede des Herrn Silberer nun aller-! dings keine Ursache, sich für seine Wahl allzusehr zu echauffieren, j aber sie hat ebenso wenig Grund, sich von der deutschforlschritt-! lichen Presse und den Scheinliberalen in einen Wahlkampf gegen! j Herrn Silberer hlneinhetzen zu lassen, was einer dieser! j „deutsch"fortschrittlichen Herren, der „berühmte" Herr H o fj - j bau er, der sich überall, wo er auftritt, lächerlich macht, auläss-'die Volkszählung statt, und die Juden, die von Deutschen, Wohl noch nie ist es vorgekommen, dass dem Baue eines! sich dieser Wählerversammlung versuchte. Wir können es natüc- Polen und Czechrn als nicht zu ihrer Nation gehörig Gotteshauses derartige Schwierigkeiten entgegengesetzt wurden, wie! lich Herrn Ho fbaner, dem orthodoxen Juden und Bundesmeaaellaöpn morden oder die ück seit ^cabr und Tan dies seil drei Jahren bei dem vom „Tempelverein für den! genossen der - Schönererianer, nicht verbieten, lächerlich: Jäterwegge,roßen w.coen vver oie ,icy ,^ii ^ayr uno ^ag 8. Bezirk" projectierten Baue eines israelitischen Tempels in der, pellationen zu stellen und sich zu blamieren, aber dagegen müssen j wehren, einer anderen Nation als dv.r jil!.lschen zugezahlt Neudeggergasse Nr. 12 der Fall ist. Neben dem den Bau hindernden! wir uns doch verwahren, dass dieser Herr durch sein Aufdrängen zu werden, werden bei der Vatkszahliing sich selbst Sladlrath und dem B ez irk s v o r st e h e r der Josefstadt hat als sogeuanuler Anwalt der Juden, die g e s a m m t e jüdische Lügen strafen, sich als Deutsche, Polen und CzechöN auch die Wiener P v liz e id i r e c t i o u und das Feuerwehr-i Wählerschaft blamiert.! bekonnen und diesen Völkern nationale Dienste leisten commando gegen dieses Vauprojeet ein Veto eingelegt. Vor 1 Die Wiener Juden sind genug gestraft, dass sie diesen Herrn f (Kftfiftmhtvh<Stmmr* Fmt r-, l,;« «TiJonft einigen Tagen nun hat der Verwaltuugsgerichtshof zum zweiten-! H o f b a u e r immer und immer wieder in den verschiedensten Abgesehen von där S.lbftvNlwUi.dlgung, hat so em Dienst male über die Baubewilligung, respective Bauuntecsagung zu entj ü d i s ch e n Versammlungen hören müssen, ihn, den Vertreter immer ein Ddppelgesicht Dadurch, dass wir uns zu der scheiden, diesmal aber erfolgt ein endgiltiges Erkenntnis. | jener verbohrten Deutschthümelei, die unser Volk schon genug geeinen Nation bekennen, machen wir uns die zweite zum Die Verhandlung begann um ' Mr nachmittags mtter i schädigt hat. So oft Herr Hofbauer in einer.irischen Verc^nbe, die mit ihr im Kampfe UM den nationalen Besitz- Vorsitz des ersten Präsidenten Dr. Grafen Sch ünb orn. Die sammlung dav Wort ergreift, kann man gefasst sein, dass es geiTWUnM» „a von der Geineiilde Wien gegen die Baubewllligung erhobene Bei schiebt, um der mächtig aufstcebenden jüdischen Volksst-llld lebt, wao tu -oohM.U, M 1 )i^.u UNO IN rnzien o-U schwerde wird von Dr. Pattai vertreten, während Miuisterial-! bewegung Prügel zwischen die Füße zu werfen. Aber JudöN besonders schädlich ist und neuen Judenhass ansecrekär v. N a g y das Ministerium des Innern, Dr. Goldberger! die „Lorbeeren", die Herr Hofbauer in jüdischen Versammfacht. Um der doppelten Gefahr der Selbstaecleu zaung den hegeichneleu Telupelbauvereiu vertritt. Die vom Referenten! luugeu erntet, genügen ihm nicht, auch in u ich t juoischen Verder Sck)ädigll>ig zu entgehen und dabei die jüdische Nationalität klar zu äußern, schlügt die Unterzeichnete jüdisch-nationale akademische Verbindung vor, dass jeder Jude die Rubrik „U m g a n g s s p r a ch e" im Volkszählungsbogen mit allen Sprachen aussülle, die er im Umgänge gebraucht, als etwa in Mähren czechisch und deutsch, in Galizien polnisch und ruthenisch. Wir thun damit wohl keiner Nation recht, weichen aber jeder Gehässigkeit aus und sprechen es auch klar aus, dass wir keine eigene Sprache sprechen, sondern die Sprache der Völker annehmen, in deren Mitte wir uns befinden, womit wir uns aber specifisch als Juden bezeichnen. Aka d. V erb ind ung „Zephirah" in Cz ern o w i tz. Der Präses cand. iur. Kinsbrunner. ulissiouelle Verhandlung statt, bei welcher die Sachverständigen! wehmüthiges Gewinsel, aus welchem man auf die Furcht der keinen Eiuwand erhoben, allein der Bezirlsvorsteher machte gel-i österreichischen Juden vor Austreibung und politischer Entrechtung lcud, für die wenigen Juden der Josefftadt sei ein monumentales! ü'rthümlich schließen könnte, dem Herrn Bielohlavek die ge- Gotleshaus nicht nothwendig. Der Stadtrath verweigerte sodann! wünschte Gelegenheit, sich dagegen zu verwahren, als ob die ini Juni 1807 die Baubewillianua ohne Auciabe der 6;ründt> > d.i-1 christlich-sociale Partei eine Partei der Judenfresser sei. — In dem vollen Brusttöne der Ueberzeuguug rief Herr Bielohlavek Juni 1807 die Baubewllliguug ohne Angabe der Gründe; da-!legen reeurrierte der Verein und die Baudeputation bewilligte deuselbeu. Ätuu reeurrierte die Gemeinde ans Ministerium des Innern, welches im Februar 1808 die Entscheidung des Stadtralhes wieder herstellte, und zwar aus Rücksichten des öffentlichen -Verkehrs und der Feuersgefahr. Das besorgte Fenerwehrcommando und die Polizeidireetion hatten nämlich angeführt, es könnte ein Brand und infolge desselben eine Panik entstehen. Dagegen er-, lttM der Tempelbanverein Beschwerde und der Verwaltungs-! S ch n e i d e r über die Judenfrage seien seine (des S ch n e i d e r) ger:chtshvf erkannte damals auf Aufhebung der Miuisterialvntindividuelle. Mit Verlaub, Herr B i e l o h l a v e k, u n s e r jüdisches Volk, das sich energisch dagegen wehrt, mit Herrn H v f b a u o r und Consorten oder der „judenliberalen" Presse identificiert zu werden, hegt keinerlei Furcht, seiner geringen Rechte beraubt zu werden, und verzichtet auf allerlei Specialauwälte unter den anderen Völkern. In seiner eigenen Organisation, die auf in die Versammlung hinein: „Nur gegen die Judeuherrschaft, nicht gegen die Gleichberechtigung kämpfen wir an; wir sind weder Reactiouäre, noch Pfaffeukuechte." „Die politisch gewährleistete Gleichberechtigung der Juden können und werden wir nicht verletzen, sonst würden unsere Vertretuugskörper aufgelöst werden." Die Ansichten des Herrn scheidung wegen mangelhaften Verfahrens, da die Möglichkeit eines Brandes oder einer Panik eigentlich unvermeidlich und für sich allein kein Baubewilligungshi'ndernis im Sinne der Bauordnung sei. ,. Nunmehr trug das Ministerimn des Innern den unteren Behörden eine neuerliche iustanzenmäßige Entscheiduiig auf und es wiederholte sich der ganze Jnstauzenzug. Zunächst' fand eine dem festen Fundamente volklicher Solidarität aufgebaut ist, erneue Commiffionierung statt, bei welcher die städtische Feuerwehr blickt es seine Sicherheit und die Garantie, dass die Utopien des durch ihr Commando die Einwendung machte, es könnte im > — <.w -^ " ' ' '! ‘ " -^cmpel ein Brand oder eine Explosion entstehen und die Löschuogsactioii wäre dann dort eine schwierige. Der Bezirksvorstand und Herrn Schneider und Gregorig nicht realisiert werden. Unser Volk, das nicht identisch ist mit den pseudoliberalen Herren, die j^achbain schlvßen sich diesem Gutachten an und selbst die- Von einem Wähler der inneren Stadt erhalten wir die folgende «i ll?u. S.egen den Bau ans, indem i Mittheilung, die uns beachtenswert dünkt, wenn wir uns auch >ic pch ausdrücklich gleichfalls den Einwendungen des Feuerwehrj nicht vollständig mit ihr identisicieren können. Es scheint, dass commandos anschloss; dagegen blieb der Vertreter des Wiener! die Juden wieder aus dem besten Wege sind, Antisemiten zu S k ad tbauamtes nach wie vordabei, es bestehe keine solche^ machen. 0 MitthellnnMt rms dem UtrirUcam. (Wichtig für Bäcker, Zuckerbäcker und Haushaltungen.) Mit der Erzeugung des „Laureol", eines garantiert naturechten Pflanzenfettes aus der Pflanzenfettfabrik Hermann Finck, Wien, XIX/2, Bosch straße 12, ist ein Fortschritt von höchster wirtschaftlicher Bedeutung geschaffen. „Laureol", welches Butter, sowie alle bisherigen Fettstoffe ersetzt, repräsentiert das beste und billigste Fett der Gegenwart und ist von ärztlichen Autoritäten infolge seiner Vorzüge, wie Reinheit, feinster Geschmack und Wohlgeruch sowie ungemein leichte Verdaulichkeit, glänzend begutachtet. Die Ausgiebigkeit des „Laureol" und die damit verbundene Billigkeit sichern demselben allgemeinste Einbürgerung.