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Jüdisches Volksblatt · 1900-11-02 · 44 (2.11.1900) · p. Seite 4

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Journal
Jüdisches Volksblatt
Volume
2 (1900)
Issue
44 (2.11.1900)
Date
1900-11-02
Page
Seite 4 (sequence 4)
Language
German
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Seite 4 ■indisches Volkst-inii 2. November J 900 ien. Freitag Nr, 44 Von der Firma M. & r a b s S ö h n e anlässlich des Ablebens des Firmenchefs durch den Herrn Bürgermeister der Stadt Wien für Alrune . . . . - . . Ergebnis einer Sammlung bei einer Briß-Mile im Hause des Herrn Rieß für verschiedene Wotzltbätigkeitszivecke. Von Herrn Tr. Gustav K o h n für verschiedene Wohlthätigkeitsinstitute.. Von Frau Fanny B l it m durch Frau Iiegine Breitner für den Wochnerinnen-Verband .... Von Herrn und Frau Ludwig 9! o s e n z w e i g anstatt einer Kranzspende für den seligen Herrn Isidor Dietrichstein für das Alters-Versorgungshaus . Von Herrn Adimar L i in a c für Arme. Von Herrn Isidor B n ch b i n d e r für Arme . . . Aus den Sammelbiichsen des Leopoldstädter Teinpels für die Armennnstalt -100. 150. >20.- 100.— 20.— 2._ 2.-15 72.25 i Prag. (F r e i t i s ch v e r e i n.) Der Vorstand des isr.! Freitischvereines legt eben den Ausweis über seine Thätigkeit int jll. Vereinsjahre vor. In ersterer Richtung war der Vorstand er-! folgreich bemüht, dem Vereine seine alten Freunde zu erhalten j und neue zu er,verben, danrit die Einnahmen des Vereines trotz ' der schwierigen wirtschaftlichen Verhältnisse auf der bisherigen Höhe erhalten bleiben Im abgelaufenen Vereinsjahre vergrößerte sich das unangreifbare Stammvermögen von 70.075 Gulden ans 71.825 Gulden und überdies erübrigte noch ein disponibler Saldo von 10iS fl. 11'/, kr. (gegen 1198 fl. 6!) kr. im Vorjahre), obgleich auch die Ansgaben für die Verköstigung von 986t fl. 07'/, kr. im Vorjahre auf 10.066 fl. 06'/, kr. gestiegen sind. Die noch nie erreichte Zahl von 55.261 Kostportionen (gegen 51.281 des Vorjahres) konnte infolgedessen verabreicht werden. Außer den Mitgliederbeiträgen und Spenden hatte der Verein auch noch mehr als 8000 fl. jährlicher Interessen des angesammelten Verrnögens zn seiner Verfügung. Den 210 Kostnehmern, welche theils deutsche, theils böhmische Schulen besuchen, wird feit allezeit die größte Sorgfalt auf Neberwachung der Qualität und Quantität der Speisen, auf Ordnung, Lüftung und Beheizung der Speiselocalitäten verwendet. für die Chewra-Kadischa. „ 17.25; ^jaljven (iit beit im 9icft(turaut Ci3tvi), ($Iifnf)ctf)ftrnf3e 9h\ 1216 It., Naturalien für das Alters-Versorgungs-, beziehungsweise Siechen-! Haus spendeten: j Frau Honora Krall im Werte von circa Kr. 120.—, Frau > Cäcilie 'Adle r in, Werte von Kr. 10.—, Herr Moriz B r a m m e r j im Werte von .Kr. 21.—, Herr Jacob K 0 h n im Werte von i Kr. 9.—. " j Im Einlaufe befindet sich auch eine Zuschrift des Herrn i Lucian Brunne r in Wahlangelegenheiten, welche vollinhaltlich zur Verlesung gelaugt. Aus einer Zuschrift des^ auf einer größeren 9iet)e j Junabttnzlatt jO.-C.j (Die Wahlen in die Gelegenheit sucht, die Wohlthätigkeitsanstalten der größeren - l v e r t r e t n n g.) Am 22., 24. und 2o. October haben jüdischen Gemeinden kennen zu lernen, sich überall des besten, die Wahlen in die hiesige Stadtvertretung stattgesnnden. Wie Entgegenkommens erfreut, und die gewonnenen Erfahrungen im! überall, so gibt es auch hier eine gemäßigte und eine radicale Interesse der Wiener Cultusgemeinde zu verwerten gedenkt.! Partei, oder' eine altczechische und eine jungczechische Partei.! vbw.hl die jm,gcz°chisch- Partei sich .liberal, neun.. s° ist die Verwaltung des zur Errichtung und Erhaltung eines Josefine! sie dennoch, wie bekannt, nichts weniger als liberal und der v. K ö n i g s w a r t e r'schen Kinderspitales bestimmten Capitales > Antisemitismus von dieser Partei unzertrennlich. Dass die Juden anlässlich der mit .81. December d. I. ablaufenden Functions- \bd bci( Wahlen mit der geuräßigteu Partei gienqen, ist selbstperwde dieses Euratonmns die Neuwahl von zwei Mitgliedern! „ r./3 . .*T . . ' cO des Cultusvorstandes für das genannte Euratorium vorzunehmen.! ' fie Knuten sich doch Nicht m ihr eigenes fleisch Die bisherigen Mitglieder RegierungSrath Dr. Heinrich S t e g e r! schneiden und für ihre notorischen Feinde ihre Stlinmen ab- und Baurath Wilhelm S t i a ß n y werden einstimmig wieder- - geben. Während die radicale Partei die Stadtvertretung diesgewählt. m ..... , .. ar ,! mal jnde 11 rein wissen wollte, verstand forderung an die Scctions-Obmänner, den Berathungen für das! dazN,^ den ^irocii c-rel Mandate kommenden Jahres das ernsteste Augenmerk zuzu-- räumen. Diese drei den 1. Stock gekegenen Speiselocalitäten) fünf- bis sechsmal ivöcheiitlich Suppe, Rindfleisch und Gemüse, ein- bis zweimal wöchentlich Suppe und Mehlspeise, überdies täglich Brot nach Bedarf, an sämmtlichen Osterfeiertagen und hohen Festtagen ein entsprechendes Frühstück, Mittagmahl und Nachtnial verabreicht und seitens des Vorstandes, sowie der Herren Speiseinspectoren | junge Mann war noch an jenem Sonntag nachmittags gegen das Diplom eines Ehrenmitgliedes derselben überreicht wurde. Dieser Moment gestaltete sich recht feierlich, ja weihevoll. Der Festsitzung präsidierte der neue Cultusvorsteher, Herr Moritz L ö w y. Mit tiefempfundenen, schwungvollen Worten verstand er es, die Gefühle der Anwesenden zu verdolmetschen und der selten opferwilligen Amtsführung seines Vorgängers Gerechtigkeit und Anerkennung widerfahren zn lassen und bei der Schilderung der allseitigen Anhänglichkeit Rührung hervorzurufen. Schliesslich überreichte er das Diplom als sichtbares Zeichen wahrster Hochachtung. Herr Löbl war von den an ihn gerichteten Worten sichtlich ergriffen und drückte seinen Dank für die ihm zngedachte Ehre und Auszeichnung aus. Schließlich richtete auch der Gemeinde-9iabbiner einige Worte an den Scheidenden, womit die Feier ihren Abschluss fand. Segenswünsche begleiteten Herrn Löbl auf seinem Wege, möge der Herr sie der Erfüllung entgegenführen. 1',. Ansland. Kvttih (Ein dunkler Punkt in der Affaire.) Eines der größten Räthsel in der in so vielen Punkten unergründlichen Affaire Winter bildet der Verbleib Ernst inters am 11. März, dem Tage seiner Ermordung. Der 4 Uhr in Begleitung von zwei jungen Männern von verschiedenen Personen gesehen worden. Die Ermittlung dieser beiden jungen Leute ist bis heutigentags nicht möglich gewesen. Trotz zahlloser Aufforderungen und ungeachtet der hohen Belohnungen, die für jeden nennenswerten Nachweis ausgesetzt worden sind, haben dieselben sich nicht gemeldet Es ist unaufgeklärt, wer sie waren und wohin sie oder Winter allein sich begeben hatten. Kameraden gegenüber soll Winter angedentet haben, dass er zu einem ganz besonderen Rendezvous gehe, er soll auch vor dem Weggänge sorgfältig. Toilette gemacht haben. Könitz. Der Staatsanwalt hat die gegen die Freisprechung I s r a e l s k y's eingelegte Revision zurück- Budget des gezogen. — Moritz Levh hat gegen seine Verhaftung sich die gemäßigte! Beschwerde erhoben. >10)611 drei Mandate in derselben einzn-j Charlottenbrrrg, (Verein jüdischer Studenten.) Juden eingeränmten Mandate reizten vorbereitender Ausschuss zur Gründung eines Vereines jüdischer Studenten an der hiesigen Hochschule erlässt an die jüdischen Commilitonen einen Aufruf, in der er Zwecke und Ziele einer derartigen Verbindung darlegt. Es heißt darin unter anderem: Jüdisches Selbstbewusstsein, das in gleicher Weise in der glorreichen jüdischen Geschichte als in der Hoffnung auf eine ihrer würdigen Zukunft wurzelt, soll der nnerwenden und die diesbezüglichen Vorlagen des Bureaus raschest! den Appetit gar mancher Gemerndemitglieder an, die nach in Verhandlung zu ziehen. .....! einem Amte lechzen -- und gar bei der Stadtvertretnng. Aber es um in die hineiuzukom.m.,?. Wählerversammlung in Aussicht genomrnen.! Ganz einfach, durch cine niedrige Agitation. Ein AnsstMss- Sohin beschäftigt sich der Vorstand in längerer Debatte I Mitglied, wahrscheinlich als Abgesandter des Cultnsgemeindemit einer Angelegenheit des Simmeringer Tempelvereines. Eine, Vorstands. giena zu dem angesehensten Parteimanne der ge- ^iterveiition des^Präsident^^der^^ultusgemeind^abzuhaltenden! uiäßigten Partei'hin und legte Verwahrung gegen die Ausj schütterliche Thurm werden, an dem der moderne jüdische Conferenz abhängig gemacht.! stellnng eines Herrn ein, der zn den angesehensten und> Student seinen Halt findet. Unter diesem Banner sollen sich Nach Erledigung von Personalien wird die Sitzung! achtbarsten Inden in der hiesigen Gemeinde zählt, von allen z die jüdischen Studenten zusammenscharen, und die Bande des?or-weseM die Tagesordnung Sonntag den 1. November 1-10.^ Bewohnern der Stadt gleich geschätzt wird und schon seit einer j ^uteg werden ihren Bund erstarken lassen. Es würde dem «U- 0 Meitze von Jahren in der Stadtvertretnng sich befindet. Seiner! Geiste des Judenthums widersprechen, wollten wir uns - ,.^ren. (Ze st abend.) Am Donnerstag den 8. d. M.IVerwabrnngseinlegnttg fügte er noch folgende Worte hinzu: von den anderen abschließeu, wollten wir uns gegen Licht / Uhr abends flndet m bejonders feierlicher Weste die - ^Anstatt der Wahl dieses Herrn, würden wir es weit lieber „„d Luft im Reiche des Geistes versperren. Aber znsammen- Euiwelbuna des! ^c"' iU£m’: Führer dcr .'inugczechischcn Partei -~ der schließen wollen wir Ulis, in edlem Selbstbewusstsein, ohne 5 L' sL/ .Seo^°'rt)g-Öa)1e 49, 2)erfel&en folgt eine j cjrö^te Antisemit der Stadt — hineinkäme." Jener ange-j Dünkel und Furcht zusammenstehen als ein Verein jüdischer große Akademie unter sreundüa)er Mitwirkung von ersten feindete Cundidat war im zweiten Wahlkörper ausgestellt. Da; Studenten, in dem jeder jüdische Studiererlde allezeit Hort und Krascen der Wier-er Theater^ und mit anschließendem! in diesem Wahlkörper eine beträchtliche Anzahl von Inden zu-Heimat findet. Indische Commilitonen! Wir richten an Euch Tanzkranzchen im Z-estiaale des Hotel Central. —- Karten wühlen hat, so wurden diese Wähler von maßgebender Seite-die Aufforderung, mit uns einen Verein jüdischer Studenten und Einladungen imSecretariate dev ^ichifchenBottbver-jbeemfluftl, sich ver Wahl gänzlich zu enthalten. Die Partei!^ der Charlottenburger Hochschule zu gründen. Gleiche emev , II., ^eopoldvgaffe 49, und m der Redactlon d. Bl.! aber, welche besürchteie, dais dieser jüdische Herr, infolge der! Vereine haben dem Akademiker an den Universitäten zu Berlin, Wien. (Versammlung.) Der politische Volksverein! gegen ihn von Seiten seiner Glaubensgenossen eingeleiteten j Leipzig, Breslau und München einen Theil jener Achtung hielt am 31. v. M. im Saale des 9testaurant Khuner eine Ver-! Agitation^ durchsallen könnte, verlegte seine Candidatnr in den j verschafft, die ihm gebürt. Bisher hat kein Verein unser sammlung ab, in welcher der bekannte ötationalökonom Dr. j Wahlkörper, in welchem nur fünf Juden zu wählen! Banner an der Hochschule entfaltet. Wir iverden die ersten Paul W e i s e n g r ü n über „Industrie und Politik in Oester-! hatten. Und welches Ergebnis förderte die Wahl zutage?! > ^in. Rein und unbefleckt soll unser Panier bleiben! Wir reich" sprach. Seine Ausführungen, welche ein tiefes Ver-! Gerade ^dieser Herr wurde gewählt und die beiden anderen - werden niemanden angreifen, durch Selbstachtung allein die ständnis für sie zwilchen beiden bestehenden "ir^chsekwirkimgen i ^^den fielen h. ..;r .Ob letzteres die Folgender j Achtung anderer erringen. Wir werden der Lüge entgegenbekundecen, schlock-u- - Satz-.-, dass c<n: Juoen gleich den .er''..,-V'ir->en F-.gitütion war, wollen wir dahingestellt sein lassen, j tvcteii, aber auch uns selbst nicht belügen. Wir wahren völlige .Jnch----riMe/r i- ^crftanden haben, ihrer ökoiromischc-u ^Machr j okstenfaav h/ft sich a?ich w das ^alte Sprichwort bewährt, i Unparteilichkeit in religiösen oder politischen Fragen unv pouäschenA' /druck zu verleihen. Dr. W e i s e n g r ü n wendet sich j dass alles „Rifchos" vom Inden selbst komme. —z. j werden doch allen jüdischen Angelegenheiten lebendiges Jntergcgen die Worte des Präsidenten Dr. Fiala, rvelcher die Existenz' . Austerlitz. (Todesfall.) Nach kurzem Krankenlager ver-- esse entgegenbringen. Ilnseren Körper wollen wir specifisch jüdischer Jnteresfen im öffentlichen Leben leugnet, und - hier der^ pensionierte Oberlehrer Simon D i a m a n ü Durch ' ^^^,Eca'ft und Gewandtheit uns erwerben, halt den Juden vor, da,s ne eben darum verfolgt und gedruckt j thätig und erfreute sich bei Jung und Alt besonderer Beliebtheit.! studentllchen Jntereffen sollen durch uns ernstc werden, weil sie sich nie als etwas Besonderes fühlten, weil sie! An den hohen Festtagen versah^er mit besonderer Vorliebe das! Vertretung finden. Wir wollen auch die große sich stets in fremde Parteien drängten und deren Interessen zu Amt eines Vorbeters und entzückte durch seine innige Vortragsi unseres Stammes kennen und neue Sfreifte und neue Hoffnung vertreten Vorgaben. Was wir zu thun haben? Wir sind Juden "icise das Ohr seiner Zuhörer. Von der allgemeinen Werstchätzung, - ejjr |ejue Zukunft daraus empsanaen : denn wir wollen das fO cm is rc; t onu , s.- 1 beten sich der Ent chlafene erfreute, legte das am L-onntaa den ch . m o > , . H und als lolche Menschen der Erkenntnis. Wir haben al,o die! c-7, M. nachmittags stattgehabte Leichenbegängnis Zeugnis ab.! I"^enthnm auch kennen lernen, um dessentwilleu wir letden; Lehren, welche die politische Geschichte gibt, für uns zu nützen,! Die Betheiligung der Schuljugend, geführt von ihren Lehrern, - Wir wollen fest znsaittinenstehen als ein einziger Bund von wir müssen modern sein, auch als Juden. Die politische Er-^ sowie kenntnis wendet sich aber durchaus vom alten Liberalismus ab. Jede Gruppe und Classe organisiert sich zum Zwecke der Verj Ehnv. Herr Rabbiner Dr. M. Steif einen tiefempsmidenen! tretung ihrer Interessen. Das sollten die Juden, um ihre Macht j Nachruf, der in markigeu Worten ein Lebensbild des Ent- Eures, unseres Stammes an, und gründet mit uns in nicht zu verpulvern, gleichfalls thuu. Es ist lächerlich, wenn! schlafenen entwarf. Hierauf ergriff Se. Ehrw. Herr 9tabbiner! Charlottenbnrg einen Verein jüdischer Studenten unter der man uns heute einreden will, dass wir dort am besten aufge-! Jerst^Äen^pMorl * um in'beredter'Melle d^n unersetzlichen! Devise: „Freiheit und Judenthnm!" Als Mitglieder hoben sind, wo wir keine Privilegien für uns in Anspruch nehmen. - Verlust zn beklagem den die Familie, wie nicht minder die Ge-! vorbereitenden Ansschttsses zeichnen die Herren: Doetvr Die Juden haben ja die ganze Zeit über nichts anderes gethnn, | meinte erlitten. Am offenen Grabe nahm im Namen der Collegen! Heinrich L 0 e w e, Charlottenbnrg, Kaiser Friedrichstraße 51, Alle jüdisch- und würdige Vergangenheit als die Jntereffen anderer vertreten. Ebendarum ist der Anti semitismns nicht gewichen, vielmehr gewachsen. Es hat den Juden gar nichts genützt, dass sie in ihrer Toleranz so weit gierigen, sich ihres Judenthums zu schämen, und Vereine gründeten, die sich politisch nennen und jüdisch sind. Wir wollen kein „I u d e n t h u m auf Kündig it n g" wie der Vorsitzende Herr Dr. Fiala, der den Tag segnen will, an welchem Oberlehrer G a n s e l aus Butschowitz Abschied von dem Dahmgegaugeneu. Er ruhe in Frieden. i. 1. Budapest (O.-E). Die israelitische Gemeinde zu Ofen, in welcher das 9iabbinat seit einhalb Jahre verwaist ist, gedenkt dieses Amt wieder zu besetzen. Die Gemeindevorstehung hat den seit Jahren in der Gemeinde Szegszard amtierenden 9tnbbiner Herrn Dr. Simon Ungar (Zögling des hiesigen 9tabbiner- Seminars) für den verflossenen Samstag zur Probepredigt be- ■v-, „ ......, 1Y1 . r . ■ rv s prüfen. Der Redner hat durch seine aehalt- und schwungvolle Rede sich alle ludstchen Vereine auflosen, sondern em „I u d e n t h u m bci§ zuhörende Publicum sehr ergriffen, so dass diese es für eine, in Permanenz." Deshalb muss eine kräftige jüdische 9tealgroße Errungenschaft hielten, wenn dieser gelehrte lliabbiner den Nnteruelimern Politik geschaffen werden!" Es folgte eine Discussion, an welcher ' 9iabbinatss1tz einnebmen min-hp. p.v bat bei ffiue.u imehtmfine« - sich die Herren Dr. Kore f, Dr. Jakob K 0 h n, Dr. K a d i s ch Dr. Bloch rc. betheiligten. und Max B e r l 0 w i tz, sind. rer. techu, Berlin, Neue Königstraße 83. London. (Jüdische Schneider- U n i v n.) Seit einem Jahre existiert in London eine j ü d i s ch e Schneide rll 11 i 0 n, welche sich unter anderem die Erkämpfnng der S a b b a t h r u h e zum Ziele gesetzt hat. Nebenbei bemerkt ist dieses Ziel angesichts des Umstandes, dass die Confeetions- Jndnstrie in England von jüdischen Arbeitern und jüdischen Wien. (Oesterr. israel. Union.) Am 3. d. M. 8 Uhr abends findet eine Plenarversammlung in der Restauration Khuner statt, auf deren Tagesordnung die Cnltuswahleri und die Stellungnahme zn den Reichsrathswahlen steht. Wien. Wie wir vernehmen, ist dieser Tage bei der L s r a e l i t i s ch e 11 A l l i a n z z u W i e n" seitens fünfzig ihrer Nabbinatssih eiimehmeu würde. «, hat dii sei»«. , (“"7,"T'T i-r Beruf«* wl.rd- und ihnen be- Reden — erstere Freitag abends in deutscher und Samstag in | Ocrxlcyt iutxb, durch stramme Organisation leicht zu erreichen, j ungarischer Sprache — die Neigung seiner zahlreichen Zuhörer j Trotz ihrer Jugend zählt die Schneider-Union bereits über gewonnen. .. . Wv! 500 Mitglieder und ist bis jetzt die stärkste jüdische Arbeiter--! Budapest. (I u d l 1 ch e C 0 r v i n a.) Wir iverden ersucht.! J t 1 nachzutragen, dass in dem besprochenen Gebetbnche alles Hand- - '! schrift ist, nicht Druck. Es ist Elgenthum derFirma Brüder E g g e rZ Jassy. Der anbrechende Winter erfüllt uns mit Sorgen.! Budap-!,. Wa.hnergasie, Mid «MN dort b-„cht!g! w«rd-u.! «a, W-hlthäligk-itsv-reinl-id°n «n -iurr «Ichreckenden Fliianzebbe. Fast in all seinen Festreden hat unser Rabbiner Dr. Nie miro wer zur Unterstütznng der Volksküche, des Podersam. (O.-C.) Der bisherige Cultusvorsteher, Herr Karl Löbl, übersiedelte am 29. v. M. nach Teplitz. Jedes einzelne hrer! Mitglied der Eultnsgemeinde sah ihn nur ungern scheiden, denn vc 1 emrr 0 we r zur Uttlerililtznng ver Mitglieder der Antrag auf Einberufung einer a u ß e r o'r d e n t-! abgesehen davon, dass er durch mehr als 21 Jahre mit wahrer Krankenhauses, des Asyls, der Schicken und Talmud Thora lichen General-Versammlung innerhalb drei Wochen. Hingebung die Gemeinde leitete, hat er es verstanden, sich die - angeeifert. Der Kranke selbst, der rumänische Jude, kann sich gestellt worden nnt folgender Tagesvrdmmg : 1. Die Behandlung Freundschaft und Zuneigung aller zu verschaffen, was bei einem j büd) menin fiercen Nm'i R^itbnp^McbVst Z,,,b m. »oUT oer rumäniichen Emigranten durch einzelne Vorstandsmitglieder, solchen Ehrenamte nicht leicht ist. Welcher Wertschätzung der * ~ 2. .0»- . 'r e 2; K,!. BnthgefeUschaft ttnd an ihrer der „Israelitischen Allianz" und 2. Einsetzung eines Untersuchungs-, Scheidende sich erfreute, das zeigte sich bei jeder Gelegenheit,! Spitze der Präsident A. S. Goldenthal, geben sich alle Ausschusses. Lanz besonders aber am 21. v. M., wo ihm von der Gemeinde Mühe, die vom Auslände kommenden Spenden den Aermsten

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