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Jüdisches Volksblatt · 1900-09-14 · 37 (14.9.1900) · p. Seite 6

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Journal
Jüdisches Volksblatt
Volume
2 (1900)
Issue
37 (14.9.1900)
Date
1900-09-14
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German
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Seite 6 Wien, Freitag Jüdisches Volksblatt M. Seplember i '.>00 Nr. 37 noch ein leerer Wal,n war, gab es schon hervorragende Cultnrträger in Israel, die sich nm die Wissenschaft, Literatur, Kunst, Philosophie, den Welthandel, das Geiverbe und die Industrie, nur Sitte und Moral unverwelklichc Verdienste erwarben. Das Werk soll nun in umfassender und erschöpfender Weise zeigen, wie grob diese Culturarbeit ivar, welche die hervorragendsten Söhne und Töchter Israels im Laufe der Jahrhunderte vollbracht haben. Mit Erstaunen wird der Leser daraus entnehmen, dass auf den verschiedensten Gebieten der menschlichen Thätigkeit und Intelligenz gerade Angehörige oder Abkömmlinge des jüdischen Stammes es waren, die durch ihre Fähigkeiten, Leistungen und gemeinnützige Wirksamkeit, theils in Reih und Glied mit ihren einem anderen Stamme und einer anderen Eonfession angehörigen Mitmenschen, theils durch eigene Thaltraft und eigenes Genie der Wahrheit, der Freiheit, dem Rechte und der Humanität eine Gasse gebahnt haben. Das eben erschitnene I. Heft enthält in prachtvoller Ausstattung Porträts, Biographien und Faesimiles der namhaftesten jüdischen Vertreter der Tonkunst. Romanirae Res. I. C a r p und die Indem frage. Bon Spar tarn s. Wen, 1!)00. Bnchdruckerei „ Industrie". Dies der Titel einer Flugschrift, welche beabsichtigt, ein Compendiuin der Lage der Juden in Rumänien 31t liefern. Es wird in derselben in nicht ganz zusammenhängender Weise die juridische und ökonomische Lage der Inden besprochen, ein Bild des Herrn Carp und seiner Ministerial-Collegen gezeichnet und bewiesen, dass er eigentlich Gefangener in der antisemitischen Eitadelle ist. Die Ausführungen über die ökonomische Bedeutung der jüdischen Bevölkerung für Rumänien sind viel zu knapp gehalten und weit davon entfernt, das richtige Bild der Verhältnisse wiederzugeben. Aber auch so unvollständig, wie sie sind — eine ernste und genaue Darstellung würde einen dickleibigen Band füllen und die eigentliche Geschichte der Nationalökonomie Rumäniens sein — geben die Ausführungen der Flugschrift dem Laien die Möglichkeit, sich einen Begriff zu bilden, welch ein Unglück es für Rumänien wäre, wenn die Juden die Parole der Antisemiten wahr machen und in Massen das Land verlassen wollten. Die Leser unseres Blattes sind über rumänische Verhältnisse in detaillierter Meise informiert worden. Auch über die ökonomische Bedeutung der jüdischen Bevölkerung, welche trotz aller Ausnahmsgesetze die eigentliche Repräsentantin des Handels und der Industrie ist, haben wir verschiedene Artikel gebracht. Nichtsdestoweniger wird jeder mit Interesse und Nutzen die erwähnte Broschüre lesen, da deren Verfasser — er nennt sich ^partacus — ein genauer Kenner des politischen Getriebes Rumäniens ist. Leider hat die Broschüre nicht den Anklang gefunden, den sie verdient hätte. Die Auswanderungsbewegung hat sich gelegt, das Elend ist wie ein böser Traum vorübergezogen, und die aus ihrer Ruhe gerüttelten maßgebenden Juden können abrrmals ihre Siesta beginnen, was sie denn auch weidlich thun. Möge sie die hier besprochene Flugschrift an ihre Pflicht gemahnen. Nicht mit Almosenspenden wird die rumänische Judenfrage gelöst. So lange man sich daraus beschränkt, werden periodische Ausbrüche von der Art der diesjährigen Auswanderungsbewegung unvermeidlich sein. Ja, sie werden an Ausdehnung und Intensität immer zunehmen. Eine große Hilfsaction zum Zwecke der Beseitigung dcs berüchtigten Artikels VII der rumänischen Verfassung, welcher die Ausnahmsstellung der Juden festlegt — dies thut noth und dies fordert mit Recht auch Spartaeus in seiner Flugschrift. Vielleicht wird er doch der Glückliche sein, welcher erhörr werden wird. —yz. Des Flavins Josephus jüdische Alterthrimer, übersetzt und mit Einleitung und Anmerkungen versehen von Dr. Heinrich C l e m e u tz. I. Band. Buch 1—X (Nr. 1320 bis 1339 der Bibliothek der Gesammtliteratur des In- und Auslandes. Verlag von Otto Hendel in Halle a. S. (Geh. Mk. 2-75, geb. Mk. 3.) Diese Uebersetzung ist nach der Textausgabe von Dindorf (Paris, Didot 1805) unter vergleichsweiser Heranziehung der kritischen Ausgabe von Havereamp (Amsterdam 1720) angesertigt, die neueste, jetzt allein maßgebende Ausgabe von Niese noch nicht berücksichtigt. Die den einzelnen Büchern vorausgeschickten Inhaltsübersichten folgen der Turdorf'schen Ausgabe, während die Ueberschrifren der einzelnen Eapirel sich im allgemeinen an die Capitelüberschriften der Haverkamp'schen anlehnen (der Dindorf'sche Text hat keine Capitelüberschrifteu). Diesem Bande sind als Illustrationen 8 Darstellungen auf 2 Tafeln beigegeben. Der Uebersetzer unternimmt zunächst die llebertragung der „Alterthümer" und des „Jüdischen Krieges", will aber, wenn sich das nöthige Interesse für die Uebersetzungen kundgibt, später auch die übrigen kleineren Schriften des Josephus (gegen Apion, Selbstbiographie) folgen lassen und so die „Gesammtausgabe der Werke des Flavins Josephus" in guter deutscher Uebertragung vollständig machen. Diese Uebersetzung kommt einem längst gefühlten Bedürfnisse entgegen, die nicht nur für die Geschichte des jüdischen Volkes, sondern auch für die Erklärung der Heiligen Schrift äußerst wichtigen Schriften des alten jüdischen Historikers Josephus in einer modernen, vollständigen und möglichst wortgetreuen deutschen Uebersetzung erscheinen zu lassen, da die bisher erschienenen Uebersetzungen theils im l7. und 18. Jahrhundert entstanden und in einem für unsere Zeit wenig verständlichen Stile geschrieben, theils wegen anderer Mängel wenig brauchbar sind. Wir können deshalb die vorliegende, mit Sorgfalt gearbeitete Uebersetzung mit Freuden begrüßen und derselben die wohlverdiente allgemeine günstige Aufnahme wünschen. Süchereinlanf. Illustrierter israelitischer BolkSkaleudrr. Verlag von Josef Schlesinger, Wien, I., Seitenstettengasse Nr. 5. Berühmte Israel. Männer und Frauen in der Cnlturgeschichte der Menschheit. Lebens- und Charakterbilder aus der Vergangenheit und Gegenwart. Bon Dr. A. Ko Hut. Complet in >8 Heften. Preis per Heft 80 Pfg. Alle 14 Tage 1 Heft. Leipzig löoo. A. H. Payne. Dokumente der Frauen. September 1000. Herausgegeben von Marie Lang, Wien, VI., Magdalenenstrnße 12. MLttheilnngerr aus dem UnMcmn. (Eine kleine Aufmerksamkeit) ist es doch, wenn man — so wie unser strebsamer Glaubensgenosse Herr A. Stein feld, Schuhivarenhändler, V., Schönbrunnerstraße 38 (Krpstallpalast) — die für den bevorstehenden Versöhnungstag (Jom Kipur) üblichen Pantoffel vorzüglicher Qualität seinen verehrten Kunden schon von heute an ganz unentgeltlich zu deren Verfügung stellt. Wir verweisen die Aufmerksamkeit unserer Leser auf das in unserer Nummer enthaltene Inserat der Kaffee- und The e-V e r s a n d t-F i r m a Karl P e r l e s, W i e n, l0.Be z., G r u n d ft e i n g a s s e ti>, welche die feinsten Kaffeesorten zu den billigsten Preisen offeriert. In der elegant eingerichteten, elekrisch beleuchteten Garten- Restauration dcs H o te l Ce n. tral, II., Taborstraße 8 (Restauratenr Sandor Gcldner), findet man zu jeder Tageszeit exquisite Küche bei civilen Preisen und vorzüglichsten Bieren aus den renommiertesten Brauereien. Für Vereine, Hochzeiten rc. stehen große Saallocalitäten sowie kleinere Clnbzimmer zur Verfügung. (Preissteigerung in der Cartonnage-Brauche.) Infolge der anhaltenden Preissteigerung sämmtlicher Rohmaterialien hat sich auch in der Cartonnage-Branche die Nothwendigkeit heransgestellt, die Preise zu erhöhen, und wurde demzufolge in der letzten Vollversammlung der einstimmige Beschluss gefasst, vom 20. September d. I. dieselben entsprechend höher zu stellen, worauf wir die P. T> Consumenten hiermit höflichst aufmerksam machen. Briefkasten. Jude 33, Ihr wirklich hübsches Gedicht können wir leider nicht bringen. Es ist zu kurz und zu wenig satirisch. S. R. in Dobromil. Leider nicht verwendbar. M. Sch. in Prag. Ein Jahresbericht des genannten Vereines ist noch nicht erschienen. Die Adresse des anderen Vereines ist: Wien, I., Gonzagagasse. Herrn A. D. Th. in Lemberg. Es giengen in den letzten Wochen drei Briefe an Sie ab. Wollen Sie uns doch Ihre deutlich geschriebene Adresse mittheilen. E. H. 125. Für Federn: Samuel Gansl & Cie., 2. Bez., Taborstraße 17; für Cotonialwaren: I. Freund, IV., Goldegggasse 17. Herrn H. Ph. II. Nicht verwendbar. Der Roman einer Nacht. (Erzählung aus d e m r n s s i s ch e n Ghetto.) Von Fabins Schach. (Schluss.) Plötzlich geschah etwas Unerhörtes in Pundelowe. Pinches, der Schneider, der Vater Lens, setzte sich in den Kopf, er müsse den Talmudbocher Rüben Pickeler zum Schwiegersohn bekommen. Ob die kluge Len ihr dazu ermunterte oder andere, das wird ein ewiges Geheimnis bleiben. Aber er muss den Rüben bekommen, sagte er sich. Anfangs erschrak er selbst vor der Kühnheit dieses Wunsches, aber er klammerte sich mit der Leidenschaft eines Verzweifelnden an diesen Gedanken und ließ nicht davon ab. Sein Bruder, dem er es erzählte, lachte ihn herzlich aus und rieth ihm, sich nicht zu blamieren. Er aber schreckte vor nichts zurück, und eines Tages gieng er geraden Weges zu Schloime, dem Schadchen.") Zuin Schadchen? Nun, natürlich! Wenn mau krank ist, geht man zum Doetor, wenn man einen Process hat, geht man zum Advocaten, und wenn man ein Heiratsgeschäft hat, geht man zum Schadchen. Das ist ja sein Beruf, und nie ist in Pundelowe ohne Schloimes Hilfe eine Partie zustande gekommen. Sogar nahe Verwandte bedienten sich, wenn sie sich miteinander verschwägerten, seiner Vermittlung, und man würde es in Pundelowe als ein großes Unrecht und eine hässliche Neuerung betrachten, wenn jemand ohne Schloime seinen Sohn oder seine Tochter verheiraten wollte. Man muss niemand sein Gewerbe verkümmern und jeden leben lassen, war der Grundsatz aller Pundelower. Den Schadchonim ist eine gar hohe und wichtige Aufgabe zugefallen, deren sie sich wohl bewusst sind. Der Talmud sagt, dass vierzig Tage vor der Geburt eines Menschen ihm vom lieben Gott der ergänzende Ehetheil bestimmt wird. Diese Schadchonim, die gewissermaßen Helfer Gottes bei diesem schwierigen Paarungsproeesse sind, haben also nur die vor der Geburt für einander Bestimmten zusammenzuführen. Die meisten Schadchonim führen genaue Register über die Mädchen und Jünglinge ihrer Stadt und Umgegend. Darin sind die Preise und die Qualitäten genau angegeben. Die Clienten brauchen sich also nur zu fügen und den Befehl Gottes durch die Hand des Schadchens entgegenzunehmen. Schloime war eine Zierde seines Standes. Er war, besser als irgend ein Standesbeamter, über Geburt und Lebensalterfeiner Gemeindekinder genau orientirt. Er konnte durch die Macht seiner Beredtsamkeit jeden Buckel glatt schwätzen und jede Hässlichkeit in eine Venus verwandeln. „Welch ein Stuss,"") pflegte er zu sagen, „ein Buckel? Was das für dumme neue Ausdrücke sind! Wo steht denn in der Thora geschrieben, dass der Rücken gerade sein müsse? Kann sie darum nicht ein ausgezeichnetes Mädchen sein?' Aber sie hinkt ja! „Hinkt? Geht mir mit Euren Dummheiten? Was heißt hinkt? Sie hat ein Bein etwas kürzer, das will ich als ehrlicher Mann zugeben, dafür aber ist das andere Bein umso länger. Wer **) Heiratsvermittler. sieht überhaupt auf solche Kleinigkeiten, wenn das Mädchen so schön und so tüchtig ist?" Und ihre Schwerhörigkeit? „Schwerhörigkeit! Wie gebildet! Wenn Sie ihr „Hare ath""> sagen, wird sie sofort hören." Aber ihre Blindheit? „Heißt eine Chuzpe?") Eine Tochter Israels zu verleumden! Sie sieht mit einem Auge mehr, als die anderen mit zwei. Sie ist ein Prachtmävchen und für Ihren Sohn wie geschaffen." In Schloimes Collection gab es überhaupt nur Mädchen, schön wie die Sonne, klug und fromm wie die Patriarchinnen, und Jünglinge, voller Männlichkeit, weise wie Salomo, gelehrt wie ©nomut* * 3") und fromm wie die Zadikim.3') Es war eine Galleric berühmter Jungfrauen und Jünglinge, wie man sie in dieser prosaischen Welt kaum findet. Als Pinches Schneider zu Schloime ins Zimmer trat, fand er ihn über sein Notizbuch gebeugt, die Stirne in Falten gelegt und mit sich selbst laut verhandelnd. „Guten Morgen, Reb Schloime!" „A gut Jahr, Reb Pinches!" „Wisst Ihr, Reb Schloime? Ich komme zu Euch wegen eines Schiddoch33) für meine Tochter." „Len, achtzehn Jahre alt, Baß-Jechideh33), sehr hübsches Mädchen, gute Mischpoche"), aber nur 300 Rubel Nedan33),.... Seite 02," brununte Schloime in seinen Bart hinein. „Nun, ich habe ganz was Passendes, einen Bocher aus Linkewe, großer Jachßen3"), feiner Lamden33) .. ." „Reb Schloime," unterbrach Pinches seinen zügellosen Redestrom, den Choßen33) — habe ich mir selbst schon ausgesucht." „Was? Aus-ge-sucht? Das hätte noch gefehlt, dass man anfienge, hinter meinem Rücken Partien zu machen. Noch lebe ich, versteht I hr?" „Soll Euer Schaden nicht sein." Erleichtert nahm Schloime seinen langen Bart, ließ ihn langsam durch die Finger gleiten, und fragte: „Und wie heißt der Bocher, den Ihr ausgesucht habt?" „Rüben Pickeler!" Hätte man dem Schloime erzählt, dass sämmtliche Mädchen und Jünglinge in Pundelowe einen Ehestrike hatten, er wäre nicht mehr erschreckt, als über das, was er eben hörte. Er wollte laut auflachen, bezwang sich aber und erwiderte in ruhigem, belehrendem Tone: „Hört, Reb Pinches, machen wir keine Witze. Ihr könnt ebensogut Rothschild zum Schwiegersohn verlangen." „Ihr bekommt zwanzig Rubel anfgezählt." „Aber es ist f a st unmöglich." Er betonte das Wort „fast" eigenthümlich. Denn Unmögliches gab es eigentlich für Schloime überhaupt nicht. „Ihr sollt dreißig Rubel haben." „Aber die Sache ist sehr schwer. Ueberhanpt müsste ich mindestens fünfzig Rubel verlangen, wenn die Sache gienge." „Ihr bekommt vierzig Rubel, Reb Schloime." „9hm?. Bein: lieben Gott ist alles möglich..... Und warum nicht? Aber!." Reb Schloime machte beim letzten Worte eine vielsagende Bewegung, als wollte er damit die Schwierigkeit dieses Problems andeuten. „Ich gebe Euch die ganzen fünfzig Rubel, wenn die Sache schnell geht, so wahr ich Pinches heiße." „Ihr sollt ihn haben, den Bocher. Ihr sollt sehen, daß ich der alte Schloime bin." Voller Zuversicht, wie eben ein Mann, der seinen Process dem besten Rechtsanwalt übergeben hat, verließ der Schneider die Wohnung des Heiratsvermittlers. Nicht so ganz seiner Sache sicher aber war Schloime selber. „Hm . .." brmnmte er vor sich in der Melodie des Gebetes, „fünfzig Rubel ist ein schöner Rewach3''), und der reiche Jossel würde mir kaum soviel geben, wenn ich seine mieße") Tochter verschadchene") .. Aber wie? Pinches ist ein bloßer Schneider, und der Pickeler ist der beste Bocher, also — ein doppeltes Hindernis. Ja, wenn er noch einen Fehler hätte, dieser Bocher, dann allenfalls, aber er hat zum Unglück keinen Fehler, also wie?" Er gieng im Zimmer auf und ab und nahm seine ganze Diplomatie zuhilfe. So ein schwieriger Fall ist ihm, dem Schadchen Schloime, noch nicht vorgekommen. Soviel stand bei ihm fest, hier musste schnell und energisch gehandelt werden, wenn es zum Ziel führen soll. Der Feind musste überlistet, überrumpelt werden. „Ich hab's," rief er nach langem 9tachdenken aus, „So wird's wohl gehen." Am Abend des folgenden Tages, als die Talmudschüler ihre Schlaflager bereits ausgerichtet hatten, trat plötzlich Schloime Schadchen ins Lehrhaus. Die jungen Leute waren erschrocken und überrascht, denn das Herz klopfte ihnen immer, wenn sie dieses Werkzeug des ewigen Glückes sahen. Schloime aber gieng direct ans den Rüben zu. „Pickeler, Ihr wollt doch nicht schon schlafen gehen?" „Eigentlich ja." „Ach was, an solchem schönen Abend kann man noch spazieren gehen. Kommt, wir wollen ein wenig plaudern." 3') Thorheit. 3") Du seiest mir angetrraut. (Jüdisch-religiöse Traunngsformel.) 3") Frechheit. 3") Talmndgrößen. 31) Gerechten. **) Heirat. 33) Einzige Tochter. ") Familie. »•') Mitgift. ■’*) von guter Abkunft. ”) Gelehrter. 3H) Bräutigam. 3“) Verdienst. *u) hässlich. “) verheirate.

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