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Jüdisches Volksblatt · 1900-09-01 · 35 (1.9.1900) · p. Seite 4

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Journal
Jüdisches Volksblatt
Volume
2 (1900)
Issue
35 (1.9.1900)
Date
1900-09-01
Page
Seite 4 (sequence 4)
Language
German
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Seile 4 Wien. Samstag Jüdisches Volltsblal? 1. September 1900 Nr. 35 Nr. worauf die Anzeige bei den competenten Behörden erstattet wurde. AVaitzeri. (Der neue Bischof v o n W a i tz e n und die Jude».) Gestern Freitag fand sich bei dem Grafen Karl Eniannel Csük t) eine Deputation der Waitzencr israelitischen Gemeinde ein, die den neuen Bischof zu seinem Amts antritte beglückwünschte. Auf die Ansprache des Führers dieser Deputation erwiderte der Bischof: „Die christliche Religion ist die Religion der Liebe, sie stößt die gleicher: Empfindungen gegen alle Mitmenschen jeder Confessio« ein. Wann immer Sie sich an mich wenden sollten, so oft von Ihnen die Rede sein sollte, werde ich stets mein Herz um Rath fragen. Wenn jemand, so bin ich es, der die glaubenseifrigen Juden liebt und schätzt." Anstand. Berlin, Die jüdischen Cvlonien in Palästina dürfen -abermals auf einen glänzenden Triumph, ja, den glänzendsten, den sie bisher errungen haben, verweisen: wie uns ein Privat- Telegramm aus Paris mittheilt, hat die Prcisjury der Weltausstellung die Weine der Cvlonien mit der goldenen Medaille, die von denselben ausgestellten verschiedenen Früchtearten mit der silbernen Medaille ausgezeichnet. Diese Annerkennung seitens eines Collcgiurns der berufensten, sicherlich völlig unbefangenen Bcurtheiler ist ein wahrhaft großartiger Erfolg, der nicht hoch genug angeschlagen werden kann. Gestaltet sie sich zunächst zu einem Ehrenzeugnis für die Tüchtigkeit der jüdischen Bauern und für die hervorragende landwirtschaftliche Eignung des Heiligen Landes, so bildet sie zugleich einen Ansporn und eine Ermuthiguug zur kräftigen Fortsetzung der ans die Colouisation Palästinas gerichteten Bestrebungen, deren Erfolgen und darum Unterstützungswürdigkeit Voreingenommenheit und Skepsis in gewissen Kreisen noch immer nörgelnde Zweifel entgegenstellen. Berücksichtigt man, unter wie tvenig günstigen Voraussetzungen die Colonien in den Welt-Wettbewerb eingetreten sind, dass die jungen, kaum mehr als eineinhalb Jahrzehnte alten Culturen mit längsterprobten, durch tvohlbegründeteu Ruf bevorzugten den Vergleich aufnahmen, so wird die ihnen trotzdem zuthcil gewordene Ehrung als vollgiltiger Beweis dafür gelten dürfen, dass die Erzeugnisse der jüdischen Dörfer Palästinas jede Concurrenz erfolgreich aushalten können. Schon einmal ist denselben bekanntlich die Anerkennung der fachmännischen Beurtheiler zutheil geworben, indem sie vor drei Jahren aus der Internationalen Ausstellung in Hamburg mit der großen bronzenen Medaille bedacht wurden. Zn diesem Erfolge ist nunmehr ein fernerer, ungleich bedeutsamerer hinzugekommen, den man, ohne zu übertreiben, als einen Kidclusch Haschern wird bezeichnen dürfen. Aber sicherlich werden auch die wünschenswerten materiellen Wirkungen dieser Auszeichnung nicht ausbleiben. Die Obstfrüchte, welche nur in conserviertem Zustande exportiert werden können, haben bisher nur in sehr beschränktem Umfange in Europa einen Markt gefunden, was zum Theile seinen Grund in der relativ geringen Production und vor allem in der nicht fabrikmäßigen Herstellung der Conserven gehabt hat. Die jetzige Prämiierung dieser Erzeugnisse der Colonien bildet die t eredteste Rechtfertigung und Unterstützung des Beschlusses der Frankfurter Palästina-Conferenz, der Jewish Colonization Association die Errichtung von Conserven-Fabriken in Palästina zu empfehlen. Handelt es sich hierbei um Exportartikel, die erst in Zukunft den Weltmarkt werden aufsucheu können, so ist dies bekanntlich ulit dem Hauptproduct der Dörfer, mit den verschiedenen Weinsorten, bereits seit Jahren durch die zu diesem Zwecke gebildeten Verkaufs-Gesellschaften (in Deutschland durch die hier domicilierende „Import-Gesellschaft Palästina") auf das wirksamste geschehen. Nun, wo sie die Probe so glänzend bestanden und die höchste Auszeichnung, welche für diese Ausstellungs-Objecte überhaupt gewährt wird, erhalten haben, bedarf die jeden Vergleich aushaltende Vorzüglichkeit der Weine keiner weiteren ruhmrederischen Empfehlung mehr: das Votum der Preisjury der Pariser Welt-Ausstellung, dieses internationalen Areopags der erprobtesten Sachkenner, sichert ihnen einen namhafte Erweiterung des Käuferkreises. Da das Gedeihen und der Ausbau der Colonien selbstverständlich von dem Absatz ihrer Erzeugnisse abhängt, wird die den letzteren zutheil gewordene Auszeichnung auch auf die Colonisation überhaupt ihre Segenswirkungeu äußern: doppelter Grund, sie mit freudiger Genugthuung zu begrüßen. Mtüllchen. (Rumänische A u s w a u b e r e v in Münch e n.) Die jüngsten Ereignisse in Rumänien haben bekanntlich viele Hunderte von jüdischen Familien zur Auswanderung veranlasst. Infolge der von der ungarischen und deutschen Regierung getroffenen Maßnahmen gelangen nur verhältnisrnäßig wenige über die deutsche Grenze. Vorgestern traf ein Trupp solcher Auswanderer in München ein. Das orientalische Exterieur der Leute erregte vielfach Aufsehen. Die Auswanderer werden bis aus Weiteres durch den Unterstütziuigsoereill für durchreisende Israeliten versorgt. Frankfurt a. M. Sehr häufig hat man Sitten und Gebräuche der Juden als semitische Stammeseigenthümlichkeiten verketzert und verhöhnt, von denen im Laufe der Zeit vergessen worden ist, dass sie Folgen der seit Jahrhunderten erlittenen antisemitischen Zwangserziehung gewesen sind. So scheint es sich trotz der humoristischen, dem Rabbi Juda in den Mund gelegten jüdischen Dogmatik Hernes auch mit der Abneigung der Juden vor dem Glockengeläuts zu verhalten. Als Beleg mag das bayrische Religionsedict vom 26. Mai 1818, „Beilage 11 zu Titel IV § ü der Bersassungsurkunde des Reiches" in seinen tj§ 35 und 103 angerufen werden, das nur den im Staatebestehen den o f s e n t l i ch e n R e l i g i o n s - G e s e l l s ch n f t e n, zu denen die der Juden nicht gehört, erlaubt, „sich derGlockenzubeoiene n". Könitz. (F e r i e n - S t r a s k a m in e r zu Könitz vom 28. A u g u st.) „H e p - H e p - M a ch o l!" hatte die Frau des Arbeiters Joseph Krajetzki aus Melanenhof dem jüdischen Handelsmann Joseph Landecker aus Cammin nachgerufen, als dieser am 13. Juni d. I. frühmorgens gleich nach 6 Uhr aus dem Gutsgehöste Melanenhof erschien, um Felle zu kaufen. Durch den Hep-Hep-Nus gereizt, erhob Landecker seinen Stock und drohte damit. Doch schon nahte auch Josevh Krajetzki mit einer Forke und hieb damit ans Landecker ein. Nach den Zeugenangaben hat Landecker drei Hiebe über den Rücken und einen Hieb über den Kopf erhalten, sodasS derselbe fast besinnungslos zu Boden siel. Bei dem letzten Hiebe über den Kopf ist sogar die Forke zerbrochen. Der hinzugekommene Gutsbesitzer Herr Lück rief dem Krajetzki zu, er möchte den Juden gehen lassen, ließ durch seinen Schäfer dem blutüberströmten Landecker den Kopf abwaschen und ihn mit Fuhriverk nach Cannnin zum prakt. Arzt Dr. Eschner, von dort nach dem katholischen Borromäus-Stifte in Könitz schaffen. Am 19. Juni kam Landecker aus dem Krankenhause zur Entlassung. Rachträglich zeigten sich Spuren von Geisteskrankheit. Da aber Landecker bereits früher schwachsinnig gewesen ist, die Familie Landecker auch mit Geisteskrankheit erblich belastet ist (ein Bruder des Joseph Landecker befindet sich in der Irrenanstalt), hat sich nicht feststellen lassen, dass diese Krankheit eine Folge der erlittenen 'Misshandlungen ist. Wegen vorsätzlicher Körperverletzung wurde Krajetzki zu vier Jahren Gefängnis verurtheilt. Ans Westfalen In der „Bochumer Ztg." lesen wir Kommt unlängst der B ü r g e r m e i st er von B. im Kreise W. in das Casino, in dem ein jüdischer Assessor mit Herren vom Gerichte Karten spielte. Da der Assessor der Thüre den Rücken znwandte, glaubte der eintretende Bürgermeister, einige billige Scherze in Form von Jndengriinassen mit Hinweis auf den Assessor machen zu dürfen. Zufällig aber sieht der Assessor in dem gegenüberhängenden Spiegel das bürgermeisterliche Gebaren, sieht auf und verweist dem Spassmacher sein Benehmen energisch als taktlos und jungenhaft. Jetzt spielte der »Herr Bürgermeister" den hohen Beleidigten und forderte den Assessor. Die Forderung gieng auf Pistolen. Zur verabredeten Zeit war der Assessor allein auf den: Kampfplatze, während der „Herr Bürgermeister" und Reservelieutenant die Vorsicht und die hinreichende Entfernung ans der Schussweite für den nützlicheren Theil der Tapferkeit erachtete. Das Officiers-Ehrengerickfl jedoch rvar anderer Ansicht in der Beurtheilung der Ungleichheit des muthigen Vorgehens bei frevelhafter Heraufbeschwörung eines Duells einerseits und dem späteren tapferen Ausiveichen vor des Gegners Kugel andererseits. Sofia. Die „Agence Telegraphiqne Bulgare" meldet: Die bulgarische Presse verurtheilt iu scharfer Weise die heftige und ungerechte Sprache der meisten rumänischen Blätter und weist die gegen das bulgarische Volk und gegen die bulgarische Regierung wegen der Ernwrdung Mihaileanus erhobenen Vorwürfe zurück. Das osficiöse Organ „Narodni Prava" wirft die Frage auf, ob nicht all dieser Lärm und diese Verunglimpfungen ern Scheinmauöver von Seite Rumäniens seien, um die Aufmerksamkeit Europas von der schlechten Behandlung abzulenkeu, welcher die in Rumänien lebenden Juden ausgesetzr sind, oder ob sie nicht etwa der Eifersucht auf die außerordentlichen Fortschritte entspringen, welche Bulgarien in den letzten zwanzig Jahren, namentlich auf dem Gebiete der Volksbildung, aufzuweisen hat. St. Petersburg. Anlässlich des heldenmüthigen Todes des Eisenbahn-Ingenieurs Ignaz Bernstein ans dem Kriegsschauplätze in der Mandschurei wurde in der Petersburger Stadt- Synagoge ein feierlicher Gottesdienst abgehalten, zu welchem sich eine Deputation von hohen Staatsbeamten einfand. Unter letzteren befand sich auch der Eisenbahnminister geheimer Rath Fürst C h i l k o s f. Nach den entsprechenden Gebeten hielt der Rabbiner Dr. Drabkin eine rührende Ansprache, wobei er auch folgende für Russland bedentende Bemerkung machte: „Der heldemnüthige Tod des Betrauerten ist wieder ein schlagender Beweis dafür, dass die Liebe zum Vaterlands und die Bereitwilligkeit, sich für dasselbe zu opfern, nicht das? ausschließliche Eigenthum der Anhänger eines gewissen Glaubensbekenntnisses ist. Die Juden waren sich stets ihrer Pflicht gegen das Vaterland bewusst, vergossen und werden fernerhin ihr Blut fürs Vaterland vergießen. Die Juden sind stolz auf diejenigen unter ihnen, denen das Glück beschieden war, fürs Vaterland zu fallen. Das Blut, das unsere Glaubensgenossen auf dem Schlachtfelde vergießen, möge ein dauerhaftes Band zwischen uns und unseren Mitbürgern bilden!„ Bukarest. (Ausschluss der I n d e n k i n d e r aus den Schulen.) Der Ausschluss der Iudenkiuder aus den Schulen, um ihnen die Erlangung jeder höheren Bildung, ja selbst ordentlicher Volksschulkenntiiisse, so viel wie möglich zu erschweren, ist vielleicht die schlimmste judeufe'ndliche Maßregel des Landes, das neuerdings durch die Massenanswanderung seiner Juden eine traurige Berühmtheit erlangt hat. Wie raffiniert der rumänische Antisemitismus es treibt, zeigt die Thatsache, dass man auch die Gründung guter jüdischer Confessionsschulen dadurch verhindert, dass man sich gegen die Bildung jüdischer, zu Schul- und Kirchensteuern berechtigter Cultusgemeinden ablehnend verhielt. Die meisten jüdischen Kinder sind daher ans den Besuch von Winkelschulen angewiesen, wo grausiger Aberglaube den kläglichen Unterricht beherrscht. Für Zöglinge solcher Schulen ist die Aufnahme in eine höhere Uiiterrichtsattstalt des Auslandes oder in eine bessere Werkstätte oder ein größeres Geschäft, ausgeschlossen. So bleibt die große Menge der rumänischen Inden unwissend und arm. Orgjejew. (Zur H u n g e r s n o t h i n B e s s a r a b i e n.) Auf die erste Partie von 125 Personen, die, wie >vir seinerzeit berichtet haben, auf dem dem Baron Günzburg im Kreise Balta gelegenen Gute Mogilnaj als Landarbeiter Beschäftigung fanden, ist jetzt eine zweite, 100 Personen starke Partie gefolgt. Die Juden haben sich als fleißig?, gewissenhafte und zuverlässige Arbeiter so bewährt, dass gegenwärtig der Juspeetor des Gutes in Orgjejew weilt, um eine aus Männern, Frauen und Knaben bestehende dritte Partie zu organisieren. Die Leute erhalten 25 Kopeken Tagtohn nebst freier Station und werden bei der Rübenernte beschäftigt. Constantiriopel. (Verleihung d e S P a s ch a-Ti t e l s.) Der Sultan verlieh dem Dvclvr Faun B e y den Titel eines Paschas. Mit ihm besitzen nun 5 Juden in der Türkei diesen hohen Rang. Constatttinopel. Für die Feier des 25jährigen Jubiläums der Thronbesteigung des Sultans Abdul Hamid El., welches am l. September stnltsindet, treffen auch die türkischen Juden ihre Vorbereitungen. Eine in hebräischer und türkischer Sprache verfasste Adresse in Versen, die den bekannten Orientalisten Rabbi Abraham Davon, Direktor des Constantinopeler Rabbiner-Seminars, zum Autor hat, wird im Namen der türkischen Judenheit vom Vorstände der Constantinopeler jüdischen Gemeinde bem Sultan überreicht werden. Die ans Velin geschriebene Adresse wird die Form einer Megillah haben und in rverthvolle Steine gefasst sein. Zu den Kosten dieser Adresse haben alle jüdischen Ge- »neinden des türkischen Reiches beigesteuert. — 9lm 2. September findet im Stadttheile Valuta zu Ehren des hohen Jubilars die feierliche Eröffnung des großen jüdischen Krankenhauses ,,Orach- Chaim" statt, dessen Bau einen Kostenaufwand von 300.000 Fres. erfordert hat. Marokko. Am 2. Juli brachten die politischen Zeitungen eine telegraphische Nachricht von Tanger, in der sie mittheilten, dass eine Jude, amerikanischer Unterthan, getödtet und von der fanatischen Bevölkerung von Fez verbrannt worden sei; das Judenviertel sei schwer bedroht. Die Mittheilung, die das Central- Eoinitü der „Alliance" über dies traurige Ereignis aus Fez erhalten hat, lautet: Marcu? E z a g u i begab sich Donnerstag den 28. Juni seiner Gewohnheit gemäß zu Pferd vorn Mell ah nach Midian (einer arabischen Stadt), um nach seinem Geschäfte zu konnnen. An dem Bogengänge emes Thores, das sich nach dem Marktplätze hin öffnet, insultierte ihn ein Araber, der behanplet, von seinem Pferde gestoßen worden zu sein. Ezagui erwiderte seine Insulten, eine lebhafte Discussion entspann sich, bei welcher der Araber seinen Stock aufhob und seinem Gegner damit ans den Kopf schlug. Ezagui sprang vom Pferde, um sich zu vertheidigen; alsbald umgaben ihn eine ganze Anzahl Araber, die herbeigeeilt waren. Da der Araber immer nach Marokko kam, und besonders in die Städten des Innern, so nahmen sie sofort Partei für ihren Glaubensgenossen gegen den Nisrani (Christ. Europäer). Als nun der Israelit bei dein Streite keinen anderen Ausweg mehr sah als die Flucht, zog er seinen Revolver, mn sich Bahn zu brechen. Er brach sich iu der That Bahn infolge des Erstaunens beim Losknallen. Allein er hatte, wie es schernt, einen Araber ins Bein getroffen. Die Menge ward wild und verfolgte ihn; er flüchtete sich schnell in ein Magazin, dessen Eigenthümer hinter ihm die Thüre verschloss, um ihn dem tragischen Ende zu entziehen, doch umsonst. Die Menge verlangte ihre Beute, sie beleidigte den Eigenthümer und forderte in auf, ihr den Europäer auszuliefern, sonst würden sie das Magazin zerstören. Bei einer ähnlichen Drohung warf der Araber den Schlüssel der Menge zu und machte sich davon. Die Tht'cren wurden alsbald geöffnet. Der unglückliche E z a g u i ivollte sich vertheidigen, aber ein Neger sprang vor und versetzte ihm rnit einer Keule einen Schlag auf den Schädel, der Unglückliche fiel in Ohnmacht, die anderen stürzten sich wie hungerige Hunde auf ihn, schlugen ihm die Hand ab und versetzten ihm noch mehrere Schläge, bedeckten ihn dann mit Stroh, dein man dann Feuer zuführte, das man verbrennen ließ. Während der unglückliche Ezagui in den Flanunen kämpfte, ergaben sich die arabischen Frauen, die auf der Terrasse standen, aller Art von Freude. Die Araber behaupteten, es genüge schon einem Christen den Tod zu geben, um ins Paradis (Ezzeua) zu kommen. Wenn dies Verbrechen straflos bleibt, ist cs leicht zu verstehen, dass viele unter ihnen diese Gunst werden genießen wollen. Freitag den 29. Juni begab sich ein Israelit namens Barch uba nach der Stadt, mn Einkäufe zu machen, als er von einer Menge 'Araber umgeben wurde, die Petroleum iiber ihn ausgossen und sich anschickten, es anzuzünden. Er fand sein Heil in der Flucht. Ein anderer Jiraelit mit Namen Beja kehrte Freitag nach Fez zurück, als er drei Stunden vor der Stadt von 14 Arabern überrascht wurde, die ihn ermorden wollten. Dank dem Pascha Adelczim, der vom Felde zurückkehrte, konnte er gerettet werden. Gkimllj-Kersmmlims der ColmMuk". Am 17. August fand in London die (2.) ordentliche General-Versammlung des Jewish Colonial Trust Ltd. in Anwesenheit von ca. 600 Actionären statt. Dem von dem Vorsitzenden Herrn D. W o l f f s o h n erstatteten Berichte des Directoriums entnehmen wir Folgendes: Am 31. December betrug das eingezahlte Actiencapital E',91.273, am 31. Juli d. I. über & 150.000. Im December 1899 waren die Depots in London und bei den autorisierten Zahlstellen (£ 78.667, am 3 t. Juli betrugen sie 132.000. Die Anzahl der registrierten Actien betrug 288.077, heute sind es 317.610. D i e Anzahl der vollgezahlten A c t ie n beträgt 65.893. Der Durchschnittszinsfuß ist gegenwärtig 3:,/8%. Die lausenden Spesen bis 1. August 1900 betragen $ 5.168, die Gesammtzinsen bis 1. August 1900 A 3.368. Der Vorsitzende spricht die Hoffnung aus, dass die Bank bald in dem Besitze der vorgeschriebenen Summe von j£ 250.000 sein werde und dass sie in kurzer Zeit daran gehen könne, mit der Verwirklichung ihrer Ziele und Zwecke zu beginnen. Betrachtungen über die späteren Geschäftsabsichten anzustellen, wäre verfrüht. Nachdem der Vorsitzende seinen Bericht geendet hatte, wurde aus der Mitte der Versammlung der Antrag gestellt, dass ein aus den Actionären zu wählendes Comite in separater Sitzung dem Directorinm die Wünsche und Beschwerden derselben vorbringe. Dem Anträge wurde stattgegeben und hierauf dem Directorinm das Absolutorium ertheilt. Nach Schluss der Versammlung tral das Comite zusammen, welches nach drei ständiger Sitzung dem Directorium den Dank und das Vertrauen ansdrückte. Die Juden iu Indien. Heber die Beni Israel in Bombay machte deren geistiges Operhaupt Mc. Joseph Ezekiel einem Vertreter der „Jewish Chrvnicle" gegenüber eine Reihe von illteressanten Mittheilungen. Die erste Synagoge der Beni Israel wurde in Bombay 1796 von einem Mr. Samuel Ezekiel, einem Osficier der ostindischen Compagnie, gebaut. Derselbe wurde im Kampfe gegen die Maharatten unter Tippu-Sahib gefangen genommen und that ein Gelübde, eine Synagoge zu bauen, wenn er heil und gesund ans den Klauen des „indischen Tigers" entkommen sollte. Zu dieser Zeit standen die Beni Israel noch auf sehr niedriger eultureller und ökonomischer Stufe. Die ganze Gemeinde bestand ans Maurern, Handwerkern und Soldaten; ihr jüdisches Wissen war gleich Null, und sie hatten weder Lehrer noch Schulen. Die Berührung mit europäischen Inden flößte ihnen neues jüdisches Leben ein, und jetzt haben sie mehrere Synagogen, einige Schulen, in denen Hebräisch, Arabisch und Englisch gelehrt wird, sieben wohlthätige Vereine und Institutionen, sowie ein in englischer und mnharattischer Sprache erscheinendesWochenblatt. Die Einwanderung der Inden in Indien datiert Mr. Ezekiel um 1000 Jahre zurück. Eine Anzahl au der Westküste von Indien schiffbrüchig gewordener arabischer Inden ließ sich in Chaul und Alibagh nieder, wo heute noch Neberreste alter Gemein ein Na! und da zweifelt! und un dass zu in seine als Chc 2 Rachkou arabisch aas Z Mohami um hic brachten mit, das Beni I nichtung T ihre Gk Ehen zl wvhulicl welche ' Sic hat Israel i auch die scligmm Beni I des Jud Taufen in der Stadt, eine gec Diesem mag es heil keil Kälholii Classe, erklärt, Katholi! Anschau hessische Luthe berühmt zu mein familie, storbene zu sich < einen ti wurde i und auc besten? durch b Bühne < ein vere meinen marck vc und der Schuldst Rustkam den bied da tauch utib neb persönltt England und gei D i § r a interessa bedeuten die The Augelsa« Weliheri Welt sei gelangen falls me logenen der söge Und nie! mehr F h e l d e i einen C w oh lüge kämpf d Kämpfe iu welch CHarald nicht dae Rüsizeu, englische Hunderte Ende de und au Makkc durch il Verbot gezwune künstlich der lehr der Mel Nemesis 5118

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