Jüdisches Volksblatt
- Journal
- Jüdisches Volksblatt
- Volume
- 2 (1900)
- Issue
- 34 (24.8.1900)
- Date
- 1900-08-24
- Page
- Seite 6 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 6 Wien, Freitag Jüdisches Volksblatt 24. August 1900 Nr. 34 Täuschen wir uns nicht, anfangs gibt man Inden als Köder eine oder die andere mitleitende Stellung, allmählich aber verdrängt man sie, bis mau ihnen ruhig ins Gesicht sagt, sie hätten die Partei geschädigt, müssten daher vorläufig (?) in den Hintergrund treten. So war es in der liberalen Partei, deren erste und tüchtigste Führer Inden waren, so wird es allmählich in der Socialdemokratie und so wird und muss es in allen Parteien bleiben, denen Inden helfend zur Seite stehen. Drum fort mit aller Opportunitäts- und Vogel Strauß- Politik. Was Jude ist, sei Jude und hefte sich als Parteimann nicht anderen fremden Parteien, mögen sie sich liberal, freisinnig, tolerant oder sonst wie nennen, an die Sohlen. Eine reinjndische Partei ans nationaler Basis i't die einzig mögliche Interessenvertretung der Juden im Lande. Dr. Carl Grenzer. Eingesendet. (Für diese Rubrik übernimmt die Redaction keine Verantwortung.) Jüdische Arbeitervereine in Wien. I ü d i s ch e A r b e i t e r! Immer offener und schärfer, immer gefährlicher und verderblicher wird das Wüthen des Antisemitismus. Es gibt keinen unter Euch, keinen, der es nicht zu fühlen bekommt. Jüdische Arbeiter und Angestellte, sie sind es, die physisch und seelisch dem Judenhasse am meisten ausgeliefert sind. Nicht ihre j ü d i s ch e, i h r e M e n s ch e n e h r e, ihr S t ü Brot müssen sie dem Antisemitismus gegenüber vertheidigen. Die jüdischen Proletarier leiden nicht allein, weil sie wirtschaftlich schwächer sind, sie leiden in erster Linie, weil sie Juden sind. Nicht dem Proletarier, dem Juden sperrt man den Eingang zu den öffentlichen Unternehmungen, nicht den Arbeiter, den jüdischen Arbeiter stößt der jüdische und nichtjüdische Fabriksherr und Gewerbsmann zurück. Nicht die Arbeit, der Jude wird boycottiert. Nun denn, Ihr jüdischen Arbeiter und Angestellte! Wenn Ihr als Juden angegriffen, wenn Ihr als Juden getroffen werdet, so vertheidigt Euch auch als Juden! Heraus, jüdische Arbeiter und Angestellte, aus Eurer Lethargie, heraus aus den Parteien, die Euch fremd sind, aus Vereinen, die Eure eigentliche Noth, die Judennoth, nicht kennen wollen. Als jüdische Arbeiter und Angestellte schließt Euch zusammen, organisiert Euch als Juden zur Vertretung Eurer wirtschaftlichen und nationalen Interessen! Es nützt nichts, über die traurige Zeitzu klagen und müßig dreinzuschauen. Wer sich damit begnügt, der begeht ein Unrecht ansich, eine Sünde an feinen Berufsgenossen, ein Verbrechen an seinem Volke. Es nützt nichts, fremdnationalen Parteien nachzurennen und sie um Hilfe anzuwinseln. Ebensowenig hilft es Euch, wenn Ihr Euch an Parteien anschließt, die Euch wohl angeblich wirtschaftlich helfen wollen, die aber vergessen müssen, dass Ihr Juden seid. Der jüdische Arbeiter und Angestellte, der verständigen Auges die wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Verhältnisse Oesterreichs betrachtet, der sich noch etwas Liebe zu unserem jüdischen Volke bewahrt hat und dessen Noth mitlindern will, der jüdische Arbeiter, der sich sein Selbstbewusstsein, seine Ehre erhalten möchte, der im schweren -Kampfe als wirtschaftlich schwächerer und als Jude zugleich brüderliche Unterstützung und Kräftigung sucht, muss unserer Organisation heitreren. In Wien bestehen bis jetzt oder sind in Bildnng begriffen : 1. Ein Verein der jüdischen H a n d e l s a n gestellten und Beamten „Jordania"; 2. ein „Verein zionistischer jugendlicher Arbeiter" (bisher 55 Mitglieder); 3. „Verein der jüdischen Verkehrsbedienst e t e n" (Angestellte der Omnibus-Gesellschaft, Tramway rc. Bisher 30 Mitglieder angemeldet); 4. „Allgemeiner jüdischer Arbeiter- Verein" (gemischte Gewerkschaft). Beitrittsanmeldungen für die erwähnten Arbeiter-Vereine (auf national-socialer Basis), Anfragen hierüber, sowie G e l du n d B ü ch e r s p e n d e n behufs Errichtung einer entsprechenden Bibliothek sind zu senden an: Bernhard G r ü n h u t, VII., Nenbangasse 11. David Hasterlik, VI., Mariahilferstraße 25. Max Strauß, II., Nembrandtstraße 30, 3. Stiege. Ukttins- und NechumluiWberWk. Wien. Der humanitäre Geselligkeitsverein Freundschaftsbund zur Bekleidung armer Schulkinder ohne Unterschied' der Confessio» feierte Sonntag den 10. d. M. in seinen Vereinslocalitäten (Prater, „Schwarzer Bär") das Fest des A. h. Geburtstages Sr. Majestät des Kaisers, und nahm'der Festabend dank der vortrefflichen Leitung des Obmannes Leopold Weiß, sowie des 2. Obmannes und artistischen Leiters Herrn Jacob Süß einen äußerst erhebenden Verlaus. An den zündenden Prolog, gesprochen von Professor N a s ch 6 r, reihten sich ausgezeichnete musikalische und declamatorische Darbietungen. Mit der Absendung eines Huldigungs-Telegrarmnes an das A. h. Hoflager nach Ischl schloss die denkwürdige Feier. Wien. (Leopold st ädter Bethaus-Verein „M o n t e f i o r e".) Anlässlich des 70. Geburtstages Sr. Majestät des Kaisers Franz Joseph I. wurde am >8. d. M. im Bethaus- Vereine „Montefiore", II., Taborstraße!N>, ein feierlicher Gottesdienst abgehalten. Den gesanglichen Theil leitete Herr Cantor H. G r o ß. Die Festrede hielt Herr Dr. I. R o s e n f e l d in wahrhaft würdiger und künstlerischer Ausführung, die sich bei den zaylreichen Besuchern des größten Beifalles erfreute, und wurde ihm hierflir auch voin Gesammtvorstande die beste Anerkennung ausgesprochen. Von den zur Thorn Gerufenen hat Herr Jacob Weiß, Obmann des Vereines, beim offenen Sefer einen Mischeberach für Se. Majestät machen lassen und spendete bei diesem Anlasse 100 Kronen für wohlthätige Anstalten. Ebenso spendeten Herr Armenrath Josef Pollak, Präses des Krankenvereines, Herr I. A. W a s s e r v o g e l, Obmann-Stellvertreter, und noch andere Herren namhafte Beträge für verschiedene Wohlthätigkeitszwecke. " f. r. Olmiih. (Geulla h i n O l in ü tz.) Bei der letzten Chargenwahl des „Ferialverbandes jüdischer Akademiker Genllah in Olmütz" wurden gewählt: Zum >< ing. Bruno Ripper, zum XX rnell. Bertbold Spitzer, zum XXX ing- Otto K u l k a, zu Ersatzmännern mecli. Leo Ehrenfeld und inech. Ferdinand Rot h. Miltheilrmgerr ans dem NitMcmrr. Eine kleine Aufmerksamkeit ist es doch, wenn nmn — so wie unser strebsamer Glaubensgenosse Herr A. Steinfeld, Schuhwarenhändler, V., Schönbrunnerstraße 08 (Krystallpalast) — die für den bevorstehenden Versöhnungstag (Jom-Kipur) üblichen Pantoffel vorzüglicher Qualität seinen verehrten Kunden schon von heute an ganz unentgeltlich zu deren Verfügung stellt. Jakob Tirado. Geschichtlicher Roman von Ludwig Philippsohn. (Fortsetzung.) Er ergriff den Arm des Fürsten und rief mit Donnerstimme: „Rettet Euch, Herr — eine Pulverschwörung in der Kirche — folget mir, Ihr seid in höchster Gefahr — ich bin Tirado, Ihr müsst mich kennen ..." Und ob der Prinz auch zögerte, Tirado riss ihn unwiderstehlich von dem gefährlichen Platze hinweg, nach dem Ausgange der Kirche zu. Wie er vorwärts schritt, sagte der Prinz: „Ihr seid Tirado, ich vertraue Euch." — Der Ausruf Tirados hatte in der ganzen Kirche wiedergehallt, und tausend Stimmen riefen voll Entsetzens: „Eine Pulververschwörung in der Kirche!" Ein ungeheurer Tumult enstand; alles erhob sich stürzte, drängte sich nach den Ausgängen, kletterte über die Kirchenstühle, warf die Bänke um; Jammergeschrei ertönte. Da, als der Prinz mit Tirado nahe vor den großen Eingang gelangt war und die Gardisten sich müheten, sich Raum zu schaffen durch die zusammengekeilte Masse brach ein fürchterlicher Knall aus, dem ein donnerähnliches Geröll folgte; wie ein Blitz fuhr auf und erstickte schnell in der dichten Rauchwolke, welche die ganze Kirche füllte. Der Boden schwankte, die Mauern bebten, aus den Wölbungen der Kirche polterte Kalk und Stuccatur herab. Aber das Getöse gieng unter in einem, scharfen, entsetzlichen Wehgeschrei, das durch die Räume scholl ... Wilhelm von Oranien war ins Freie gelangt, er war gerettet. Tirado übermannt von Gefühlen und Erschöpfung war in die Kniee gesunken. Aus den Pforten der Kirche quoll die Menge heraus und umwogte den Fürsten und seinen Retter. „Oranien lebt! Oranien hoch!" schrie die Menge wie im trunkenen Jubel. Aber das Echo, das aus der Kirche drang, klang anders. Die Rauchwolken hatten sich verzogen und ließen den Blick über die inneren Räume wieder frei. Die Kathedrale stand fest und unerschüttert in ihrem heiligen Schmuck. Keine Quader war aus ihren Fugen, kein Stein aus seinem Mörtel gefallen. Aber drinnen lagen verstümmelte Leichen, zertretene und gequetschte Menschen. Der Prinz ordnete sofort mit seiner gewohnten Geistesgegenwart die nöthigen Maßregeln an, um den Verwundeten Hilfe zu bereiten und die traurigen Reste einiger Umgekommenen aus den geweihten Räumen zu schaffen. Die Zahl derselben fand sich glücklicherweise geringer, als das entsetzliche Schauspiel hatte vermuthen lassen. Tirado hatte nnt gedrängten Worten dem Prinzen den ganzen Hergang berichtet, den Verbrecher genannt, die Anstifter namhaft gemacht. Hierauf gab Wilhelm Befehle, um den Thäter zu ereilen und die Untersuchung einzuleiten. Dann erst begab er sich mit seinem Gefolge und von einer unübersehbaren Menschenmenge und vön Freudenrufen begleitet, nach seinem Hause. Er hatte Tirado mit wenigen, aber innigen Worten des Dankes entlassen und ihn auf den folgenden Tag zu sich beschieden. Dieser bedurfte der Ruhe, so hochfein Herz auch schlug ob der gelungenen That und des Dankes voll gegen den gnädigen Lenker der Geschicke. Hanns Hannszoon war im Augenblicke, wo sich seine Unthat entwickeln sollte, entflohen. Aber seine Verfolger waren rascher als er, und schon am Nachmittage ward er eingebracht. Er bekannte seine Schuld; er nannte die Anstifter und Mitwisser, die Priester, die seine Beichte gehört und ihm Absolution ertheilt hatten. Ihre Namen sind im Buche der Geschichte verzeichnet. XXII. Wilhelm von Oranien hatte zu Vlissingen sein Quartier in dem gastlichen Hause eines reichen Bürgers genommen. Hierher begab sich Tirado am folgenden Tage, und wurde, als er sich gemeldet, sofort in das Cabinet des Prinzen eingeführt. In einem aufs reichste ausgestatteten Gemache saß Wilhelm vor einem Schreibtische, der mit Schriften und Dokumenten überladen war. Er war bereits wie zum Ausritt gekleidet, und die Einfachheit seines Anzuges stach von dem Reichthum seiner Umgebung auffällig ab, und zwar zu einer Zeit, wo in allen europäischen Ländern die größte Verschwendung in der Kleidung zur Sitte geworden. Ebenso einfach war die Erscheinung dieses bedeutungsvollen Mannes, der, mit geringer Macht ausgerüstet, durch die Entschlossenheit, die Ausdauer und den unerschöpflichen Reichthum seines Geistes an Hilfsmitteln auf die Entwicklung von ganz Europa einen so mächtigen Einfluss übte. Er war von kaum mehr als mittlerer Größe, sein Kopf, rund und groß, mit nach damaliger Sitte kurz abgeschorenem Haupthaar, seine Wangen viel durchfurcht, seine Nase länglich und etwas gebogen, sein Bart gespalten; aber die aufrechte und würdevolle Haltung, die er stets zu bewahren wusste, und der Blitz der großen, blauen Augen, die stark aus ihren Höhlen hervortraten, sowie die Unbeweglichkeit seiner Züge machten auf jeden, der ihm gegenübertrat, einen tiefen Eindruck und ließen seine Gestalt größer, majestätiser erscheinen, als sie in Wirklichkeit war. Bei dem Eintritte Tirados erhob sich der Prinz und kam ihm einige Schritte entgegen. Auf die ehrfurchtsvolle Verbeugung Tirados streckte er ihm die Hand entgegen, in seinen Augen leuchtete es vor Freundlichkeit, und um den Mund spielte ihm ein gefälliges Lächeln. Es war schön in diesem Augenblicke, das sonst unschöne Haupt des Ocaniers. „Euch meinen Dank, Herr, für die außerordentliche That auszusprechen, die Ihr zu meiner Rettung ausgeführt habt, vermag ich nicht; noch weniger sie würdig zu belohnen. Ihr wisset, ich bin arm an Glücksgütern, und was ich besitze, gehört dem großen Kampfe, den wir durchfechten. Aber ich weiß, Ihr wollet weder Wort noch That zum Lohne für Euch, und nur der Sieg der guten Sache des Rechtes und der Freiheit ist Euer Ziel wie das meinige. Wir beide sind völlig gleich darin, und was wir für einander thun, das verpflichtet zwar die Person, gehört aber noch mehr der Sache an." Dies sprach er, und was seine klangvolle Stimme mit dem ganzen Nachdrucke innerster Wahrhaftigkeit sprach, war stets des tiefsten Eindruckes gewiss. Er sprach es und schüttelte dabei kräftig die Rechte des Ankömmlings. Dieser erwiderte mit unverkennbarer Bewegung: „Prinz, diese Worte aus Eurem Munde sind eine Belohnung, der keine Ehren und Schätze gleichkommen." „Lasset mich aber doch noch meine besondere Bewunderung Eurer gestrigen Fahrt aussprechen. Das war ein Ritt und eine Bootsfahrt, wie sie Euch in beiden Stücken zugleich kein anderer so leicht nachahmen kann. Ihr seid ebenso ein Mann von Stahl wie von Herz; doch was sage ich, zu solchem Vollbringen gehört eine Begeisterung, eine Hingebung, eine Selbstaufopferung, wie sie selten unter den Menschen. Durch alles dies und die Verpflichtungen, die Ihr früher mir auserlegtet, habt Ihr Ansprüche erlangt, die befriedigt werden müssen, und ich sage Euch, sie sollen befriedigt werden. Doch vor allem, setzen wir uns, und gebet mir einen genauen Bericht von dem, was Euch begegnet ist, seitdem ich Euch zum letzenmale gesehen habe. Ich weiß, es wird mir daraus manches von den Verhältnissen auswärtiger Staaten ersichtlich werden." Tirado genügte dem Verlangen des Prinzen und fand nirgends eine Stelle in seiner jüngsten Vergangeheit, die er jenem zu verschweigen Veranlassung gehabt hätte. Seine Rettung Antonios und der versammelten Schar der Seinigen, seine Aufnahme in London und den Zug nach Cadix und den Azoren, seine Entlassung aus England und die Fahrt nach Emden führte er dem verehrten Fürsten, der ihm mit großer Aufmerksamkeit folgte, in kurzen Zügen vorüber. Als er geendet, blickte ihn Wilhelm befriedigt an und sprach: „Gut, Tirado. Wir sind unterdes ein gutes Stück vorwärts gekommen, aber auch Ihr. Ihr habt recht gethan, Eure eigene Sache niemals von der der Freiheit zu trennen. Ihr seid solange nicht am Ziele, solange es auch diese noch nicht ist. Ja, ich begreife es. dass Elisabeth Euch wieder fortgesandt hat. In England liegen die Stoffe noch roh nebeneinander. Vielleicht dauert es noch lange, bevor sie in Gährung geratheu. Aber kommen wird es und muss es. Wir Niederländer aber sind bereits mitten darin. Wenn England seinen Process wird zu Ende geführt haben, wird es eben dahin gelangen, wo die Niederlande vor ihm waren. Wohlan, Tirado, seid Ihr bereit, uns noch einige Dienste, einige wichtige Dienste zu leisten?" Tirados Antlitz erglühte, und mit freudigem Nachdrucke erwiderte er: „Mit allen meinen, wenn auch schwachen Kräften, Hoheit!" „Ich wusste dies. Ein Mann wie Ihr bleibt nicht vor dem Ziele stehen. Allein, ich würde mich in meine Seele schämen, wenn ich Eure Kräfte in Anspruch nähme, ohne dass zugleich Eure eigene Wohlfahrt und der besondere Zweck, dem Ihr nachstrebet, nicht zugleich mit gefördert würde." „Auch hieran zweifelte ich niemals, mein Prinz." »So höret. In der Zeit Eurer Abwesenheit hat sich vieles verändert, weil sich vieles geklärt. Es hat sich gezeigt, dass leider die südlichen und die nördlichen Staaten der Niederlande unter den obwaltenden Umständen nicht Zusammengehen werden. Die religiöse Unverträglichkeit zwischen den Anhängern der alten und der neuen Kirche hat den Bruch offengelegt und immer weiter gemacht. Die südlichen Staaten werden der Fahne des Spaniers lieber treu bleiben, als mit den Reformierten zu pactieren. So sehr ich auch zögerte, solange ich mich auch widersetzte,, es ist dennoch geschehen, und die nördlichen Provinzen sind in Utrecht zur Bildung eines unauflöslichen, aber besonderen Bundes zusammengetreten. Der Kampf wird dadurch länger, erbitterter werden, aber allerdings ist sein Erfolg umso gesicherter. Die verbündeten Staaten wollen nun desto offener gänzlich mit der spanischen Krone brechen und vorläufig die Obergewalt mir übertragen. Glücklicherweise, Freund, sind aber auch die Nord-