Jüdisches Volksblatt
- Journal
- Jüdisches Volksblatt
- Volume
- 2 (1900)
- Issue
- 27 (6.7.1900)
- Date
- 1900-07-06
- Page
- Seite 3 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 96% known words query
- IRI
…/2432763-2432811-2432838--0594-2434260- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
Nr. 27 Wien, Freitag Jüdisches Volksblatt 6. Juli 1900 Seite 3 Vom Tage. „Zwei Seelen wohnen, ach, in meiner Brust" — klagt das clericale Vaterland. Die eine treibt es zu antisemitischen Thaten, die zweite zwingt es zuweilen zu merkwürdig gerechten Aenßerungen in der Judenlage. So glossiert sie die von uns bereits mitgetheilte Resolution der Innsbrucker deutschnationalen Studentenschaft gegen die Berufung jüdischer Professoren olgendermasien: Diese Resolution ist überaus merkwürdig, weil sie die deutschnationalen Studenten in einer neuen Rolle zeigt: sie geben den competenten Stellen strenge Vorschriften, wie sie den Lehrkörper zusammenzusetzen haben. Merkwürdig ist auch die Haltung der liberalen Presse in Wien. Sie, die sonst jede antisemitische Regung aus das schärfste „brandmarkt", hat bis jetzt die obige Resolution todtgeschwiegen. Geschieht dies aus Rücksicht auf das zarte Bündnis mit K. H. Wolf? Sollte die, wenn auch „rein persönliche" Enunciation des Herausgebers der „Reichswehr" au diesen ihren Früchten zu erkennen sein? Die rumänische Negierung wurde von Ernst Schneider bezichtigt, ihm anlässlich seiner „Studienreise" nach Bukarest einen besonders höflichen Empfang bereitet zu haben. Wie er diesen vorstellt, entnehmen wir rumänischen Blättern: „Der königliche Domänenminister, mit welchem Herr Schneider in der Fleischfrage conferieren wollte, ließ ihn zwei Stunden im Vorzimmer warten, um ihn dann nicht zu empfangen. Wir lernen aus diesem Vorfälle, dass der „höfische" Antisemitismus der rumänischen Regierung mit dem urbanen des Herrn Schneider nichts zu thun haben wolle, und dass Herr Schneider schon darin den Ausdruck freundlicher Gesinnung sieht, dass man ihm gestattet — das Vorzimmer Seiner Excellenz zu betreten. * Die „Corr. Hun g." schreibt: „Seit einiger Zeit werden in Budapest und in ganz Ungarn tausende und abertausende Personen, zumeist den gebildeten Ständen angehörend, mit einem Circular der in Wien — so ziemlich mit Ausschluss der Oeffentlichkeit — erscheinenden „Deutschen Zeitung" belästigt. Die „Verwaltung" dieses antisemitischen, ungarfeindlichen, am Hungertuche nagenden Blättchens, welches zu jener Sorte von Presserzeugnissen gehört, welche man entweder gar nicht oder nur mit Handschuhen anfassen soll, da schon die einfache Berührung desselben einen Schmutzfleck zurücklässt, kann wohl wieder einmal nicht weiter, und da ihr unter ihren Gesinnungsgenossen wahrscheinlich niemand mehr aus dem — Koth helfen will, überflutet sie nun das ihr so sehr verhasste Ungarn mit einer ganz merkwürdigen Sorte von — Bettelbriefen, denn nichts anderes sind diese Circulace. Es liegt uns gewiss nichts ferner, als die „Deutsche Zeitung", diese Spottgeburt von Dr. Theodor W ä h n e r und Consorten, in ihren Bestrebungen, für ungarisches Geld ihr elendes, kümmerliches Dasein weiter fristen zu wollen, noch zu unterstützen. Wenn wir trotzdem das famose Circular in seinem Wortlaute bringen, so thun wir dies um einerseits der gesummten europäischen Presse und auf diesem Wege der ganzen gebildeten Welt die grenzenlose Niedertracht dieses Blattes, welche nur durch dessen Dummheit höchstens überboten wird, ad oculos zu demonstrieren, andererseits aber möchten wir die ungarische Regierung auf diese Umtriebe dieses mit dem H ungertode ringenden Blattes aufmerksam machen. Die Circulare werden in offenen Couverts als Drucksorten versendet. Ob die Postverwaltung das Recht hat, solche schmähliche, verhetzende Schriftstücke zu inhibiren, wollen wir hier nicht erörtern. Aber die Negierung hat das Recht und in diesem Falle sogar die Pflicht, einem Blatte von dem Caliber der „Deutschen Zeitung", welches mit solchen Circularen in Ungarn Propaganda macht — den Postdedil z u entziehen. Freilich, viel ist damit der „Deutschen Zeitung" nicht geschadet. denn man hat in Ungarn Gottlob genügend guten Geschmack, um Blätter, welche höchstens von einem Dutzend bösartigen Narren gelesen, im übrigen selbst für den Käsehändler unbrauchbar sind, wie die „Deutsche Zeitung", überhaupt nicht zu abonnieren, selbst wenn sie ihre geistigen (sie!) Excremente zu dem billigen Preise von zwei Kronen monatlich anbieten. Dabei ist den dunklen Ehrenmännern von der „Deutschen Zeitnng" auch noch etwas Menschliches passiert. Das Gros ihrer Circulare gelangte nämlich in die Hände unserer Mitbürger jüdischer Confession. Es ist wirklich schade, dass das Franklin'sche Budapester Adressbuch bei jedem Arzte, Advoeaten oder Kaufmann nicht auch dessen Confession verzeichnet. Es wäre der „Deutschen Zeitung" erspart geblieben, zu ihrer mit Dummheit gepaarten Niedertracht auch noch das Odium der Lächerlichkeit auf sich zu laden. Das erwähnte famose Circular hat folgenden Wortlaut: Wien, Datum des Poststempels. Euer Wohlgeboren! Die „Deutsche Zeitung" führt seit Jahren den schweren Kampf gegen die mächtige jüdische Presse durch. Getreu ihrem Programme, für die nationalen und wirtschaftlichen Interessen des deutschen christlichen Volkes einzutreten, hat sie sich doch auch inhaltlich immer mehr entwickelt und kann heute getrost behaupten, für alle Stände mindestens in gleicher Weise den Zweck eines Tagblattes zu erfüllen, als es die sogenannte Weltpresse (richtiger Jndenpresse) thut; ja, sie bietet infolge der Sorgfalt ihrer Redaction in vielen Fällen mehr als jene, unter allen Umständen aber ist sie der jüdischen Presse durch ihre wahrheitsgetreuen Berichte überlegen. Tagtäglich kann man Fälle beobachten, aus welchen klar hervorgeht, dass die gesummte jüdische Presse das Interesse einzelner Juden, jüdischer Cliquen oder des Judenthums überhaupt über das Wohl der arischen Völker stellt, unter denen sie thätig ist, und erst jüngst wieder haben die Fälle D r e y f u s und P o l n a in erschreckender Weise gezeigt, dass sie zu diesem Zwecke kein Mittel der Verdrehung und Entstellung scheut. Leider ist in vielen Kreisen unseres Volkes das Bewusstsein der Pflicht noch nicht rege, die deutsche christliche Presse in dem schweren Kampfe, welchen sie führt, zu unterstützen, und bei aller Verabscheuung des verderblichen Treibens des internationalen Judenthums unterstützt man dasselbe durch den Bezug der jüdischen Blätter und sieht auf diese Weise bei aller antisemitischen Gesinnung immer noch die Welt durch die Brille des Judenthums an. Darin muss Wandel geschaffen werden, wenn es mit den nationalen und wirtschaftlichen Interessen unseres Volkes vorwärts gehen soll. Wir haben uns entschlossen, um den weitesten Kreisen die Erprobung unseres Blattes zu ermöglichen, uns bereit zu erklären, jedem neuen Abnehmer auf die Dauer eines Vierteljahres die „Deutsche Zeitung" um den Bezugspreis von monatlich zwei Kronen zustellen zu lassen. Wir bitten Hochwohlgeborem uns durch die beigeschlossene Karte mitzutheilen, ob Sie unter dieser Bedingung die Zustellung der „Deutschen Zeitung" wünschen, und ersuchen, im bejahenden Falle den hierfür entfallenden Betrag an unsere Verwaltung einzusenden. Hochachtungsvoll Die Verwaltung der „Deutschen Zeitung" Wien, VIII., Piaristengasse 1. So das Circular, die freundliche Einladung zur Pränumeration aus die „Deutsche Zeitung". Demselben liegt eine Postkarte, adressiert an die „Verwaltung" des Blattes, bei, welche die P. T. Abonnenten benützen sollen, um dem Blatte bekanntzugeben, ob sie dasselbe abonnieren. Wäre die Sache nicht so verflucht lächerlich und schlecht, man wäre versucht, sie herzlich dumm zu nennen." Gotteshaus, welches um die Mitte des 17. Jahrhunderts als „uralt" galt, muss also mindestens 100 Jahre vordem erbaut worden sein. Damals wurde die Synagoge arg verwüstet, die Gemeinde flüchtete, das Gotteshaus blieb jahrelang verödet, erst nach eingetretener Ruhe wurde der Bau restauriert, nachdem die Flüchtlinge in ihre Heimat zurückgekehrt waren. Von den in dieser Synagoge verwahrten Kunstwerken erwähnt Herr Versöhn ein handschriftliches Gebetbuch auf Pergament, mit schönen Arabesken und Verzierungen geschmückt, welches der Schreiber im Jahre 1735 der Synagoge gewidmet hat. Von ungewöhnlicher Schönheit ist eine aus zum Theile vergoldetem Silber gefertigte Thora-Krone, von der Herr Versöhn eine Abbildilng beifügt. Die meiste Aufmerksamkeit jedoch verdienen zwei Leuchter aus Messing, welche wahre Kunstwerke im edelsten Sinne genanirt zu werden verdienen. Der eine bildet eine spiegelförmige, auf fester Basis aufragende reichgefchmückte Tafel, deren oberen Rand ein kleineres Täfelchen und eine Krvlie schmücken, ersteres von Hirschen, letzeres von Löwen gehalten. Je zwei schlanke Stäbe ragen zu beiden Seiten der Tafel, in zwei Theile gegliedert, und aus diesen Stäben, die oben in hübsche Vasen, auf einem Querbalken aufruhend, auslaufen, zweigen sich seitwärts je drei Armpaare übereinander ab, die zur Aufnahme von Lichtern dienen. Der zweite ist ein Chanukaleuchter, achtarmig, mit einem besonderen drehbaren Arme, der den sogenannten „Schames" aufnahm. Hier ist die traditionelle Form der „Menorah" beibehalteu, in der aus einen« Mutelstocke die Arme sich paarweise nach entgegengesetzten Seiten in die Höhe steigend, abzweigen. Das Ganze hat in den mlteren Partien mit einer Blumen-Etagöre große Aehnlichkeit, ist außerdem reich, fein und zierlich gearbeitet, verräth einen erlesenen Geschmack, eine große Leichtigkeit in der Handhabung des schweren Materiales und in der Darstellung der zahlreichen Thierfigureu, eine treffende Beobachtung der Natur und einen lebhafteu Schwung, der eines großen Meisters würdig ist. (Schluss folgt.) Reise-Erinnerung. Bon W. Korolenko. Ich befahl dem Kutscher zu halten, und wir wurden von einem rothbäckigen Dorfhändler eingeholt. Er rauchte sich sein Pfeifchen an, präsentierte mir das Zündholz und sah mir ins Gesicht. „Sind Sie nicht Juden?" „Nein, wir sind keine Juden." „Wie schade! Und ich dachte, ob mir nicht der Herrgott wieder 'mal meinen Juden schicken wird." „Wozu braucht Ihr denn den Juden?" „Hrn ja," versetzte er schmunzelnd und sich im Nacken kratzend — „ich Hab' hier mit einem Juden öfter Geschäfte gemacht und 'neu guten Preis bekommen. Aber man hat ihn kalt gestellt, dass er überhaupt nicht mehr in Pawlow handeln darf. Jetzt muss man sogar schon 'nem Juden nachweinen!" „Weshalb hat man ihn denn weggebracht?" „Wer weiß das! Man sagt, sie bedrückten das Volk zu sehr. Aber nach Miner Meinung kann für 'nen Dorfhändler von einer Unterdrückung keine Rede sein. Mag sein, dass es anderwärts so ist — zu uns kam er, kaufte, zahlte Geld und empfahl sich wieder. Die Aufkäufer waren ihm freilich nicht grün; das stimmt!" „Warum denn das?" „Na, wissen Sie, der Jude läuft Ihnen ja zehn Werst weit zu Fuß. wenn er zwei Percent verdienen kann, und den anderen musst Du fünfzehn Percent geben, tveil die nämlich mit Trabern fahren." „Sagt doch einmal," fragte ich ernsthaft, „sind denn wirklich die Preise niedriger geworden, seit die Juden vertrieben worden sind?" „Wer weiß es, weshalb sie fallen mögen! Einer sagt, Moskau habe die Preise verdorben. Kann auch sein, natürlich. Bei uns sagt man: „Wen..'s in Moskau zu viel wird, wird's bei uns zu wenig" ... Na, um wiederdarauf zurückzukommen: früher hat der Jude die Ware von mir oder von 'neu, anderen Luegers Gegenfüßler. Wir erhalten folgende Zuschrift: An die verehrlichte Redaction der Zeitschrift „Jüdisches Bolksblatt"! In dem Leitartikel mit der Ueberschrift „Luegers Gegenfüßler" der Nummer 24 vom 15. Juni 1900 behaupten Sie, dass ich bei den letzten Wahlen alle Mittel des ServiliSmuS angewendet habe, um in den Cultusvorstand zu kommen. Diese Behauptung ist eine völlig irrige, den Thatsachen nicht entsprechende. Mich um eine Vorstandsstelle zu bewerben, ist mir überhaupt nie eingefallen. Eines Tages kurz vor den Wahlen erhielt ich den Besuch des Herrn Dr. Marcell H o f f m a n u, der mich in Vertretung des Politischen Volksvereines ersuchte, meine Candidatur aufstellen zu dürfen. Ich ersuchte um vierundzwanzigstündige Bedenkzeit und gab nach Ablauf derselben ihm bei einem neuerlichen Besuche meine Zustimmung zur Aufstellung dieser Candidatur, bemerkte aber ausdrücklich, dass ich mich auf ein bestimmtes Programm nicht einschwören lasse, und dass ich eine gebundene Marschroute ablehnen müsse. Herr Dr. Marcell H o f f m a n n erklärte sich damit einverstanden. Ein oder zwei Tage später erhielt ich den Besuch der Herren kaiserl. Rath A n n i n g e r nnd Sigmund M a i e r, die mir namens des Vereines „Oesterreichische israelitische Union" die Candidatur anboten. Ich erklärte diesen Herren, dass ich dagegen nichts einzuwenden hätte, da ich bereits dem Herrn Dr. Marcell H o f f m a n n als Abgesandten des Politischen Bolksvereines meine Zustimmung gegeben habe, machte aber auch diese Herren darauf aufmerksam, dass ich für meine Thätigkeit vollständig freie Bahn haben müsse, daher nicht in der Lage wäre, mich für irgendein Programm zu verpflichten. Auch die Abgeordneten der „Oesterr. isr. Union" waren mit der von mir geforderten bedingungslosen Candidatur einverstanden. Alles das, was ich den genannten Abgesandten der beiden Vereine gesagt habe, wiederholte ich auch in der am 24. November 1898 im Hotel Continental abgehaltenen Wählerversammlung des Wahlcomitos des Politischen Volksvereines und der Tempelvereine, auch hier verlangte ich freie Bahn, auch hier versprach ich nichts, als dass ich, soweit es mit meinen Berufspflichten vereinbar ist, meine Kraft in den Dienst der Cultusgemeinde stellen werde. Ich glaube mein Versprechen gehalten zu haben. Diese den Thatsachen vollständig entsprechende Darlegung meiner Candidatur zeigt zur Genüge, dass ich weder irgendein Mittel angewendet habe, um in den Cultusvorstand zu kommen, noch dass ich mich irgendeines Mittels des Servilismus dazu bedient habe. Nicht ich habe candidiert, sondern ich wurde candidiert, und so lag es auch außerhalb meines Interesses, irgendetwas für das Gelingen meiner Wahl zu thun. Und thatsächlich habe ich auch nicht das Geringste dafür gethan. Ich hoffe, dass Sie, verehrter Herr Redacteur, dieser meiner « Richtigstellung die Aufnahme in Ihr Blatt nicht versagen werden, und indem ich voraus dafür danke, zeichne ich Hochachtungsvoll Dr. R a p p a p v r t, k. k. Ober-Finanzrath. Wien den 3. Juli 1900. Diese Darstellung des Sachverhaltes gelegentlich der Wahl des Herrn Ober-Finanzrathes in den Gemeindevorstand, welche den Herrn Ober-Finanzrath in seiner angeblich angetasteten persönlichen Ehre rehabilitieren soll, ist uns ganz willkommen. Schon darum, um einmal erklären zu können, was wir unter „persönlich" und sachlich verstehen. Wenn wir den Herrn Ober-Finanzrath ebenso bezogen. Jetzt stellt sie ihn« der Aufkäufer zu. Nun, der Jude muss verdienen, und der Aufkäufer muss verdienen, und so bleibt dem Dorfhändler nicht die Hälfte von dem, was er früher hatte." . . . Ich war gezwungen, ein Unterkommen im Gasthofe „Zur Stadt London und Paris" zu suchen .. . Nach längerem Suchen kam ich in ein ziemlich großes Zimmer, aber überall, auf den Bänken, auf dem Sopha, auf den« Boden lagen bereits menschliche Gestalten in ganzen Reihen mnher. . . Ich stand ein paar Secunden unentschlossen da und machte dann Kehrt, da hier doch keine Möglichkeit vorhanden war, ein Unterkommen zu finden. „Hören Sie, es ist ja kein Platz da." sprach ich schüchtern in das Dunkel hinein, aus dem «nich jemand zum Dableiben aufforderte. „He? Was? Es sind ja Fuhrleute." „Nun, und wenn's a««ch Fuhrleute sind, so ist doch immer noch kein Platz da," versetzte ich, indem ich möglichst viel Nachdruck in meinen Ton legte. „Sie werden bald wegfahren. Wer sind Sie denn, ein Jude? Legen Sie sich vorläufig dahin!" Ich sah, wie sich eine gespenstische, unheimlich lange Gestalt auf einem der Betten aufrichtete. Sie saß eine Weile da, gähnte und erhob sich dann, als ob sie eine» endgiltigen Entschluss gefasst hätte, indem sie bei dem düsteren Scheine, der aus den« benachbarten Zimmer hereindrang, meine Züge zu unterscheiden suchte. „Sind Sie ein Jude? Nun, legen Sie sich, legen Sie sich «nit Gott auf «neinen Platz." Ich hielt es nicht für angebracht, den Jrrthum zu zerstören, der «nir dazu verhalf, dass ich e««dlich mein müdes Haupt irgendwo niederlegen konnte... „Wer ist denn das?" fragte ein Mann mit verbundenen« Gesichte, indem er nach «nir, hin den Kopf neigte. . „Ein Jude." „Hat man sie «vieder hereingelassen?" „Hab' nichts gehört."-