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Jüdisches Volksblatt · 1900-07-06 · 27 (6.7.1900) · p. Seite 2

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Journal
Jüdisches Volksblatt
Volume
2 (1900)
Issue
27 (6.7.1900)
Date
1900-07-06
Page
Seite 2 (sequence 2)
Language
German
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Seite 2 Wien, Freitag Jüdisches Volksblatt 6. Juli 1900 Nr. 27 Nr, officiell anerkannt, so muss auch die Heimstätte in Palästina, der Zionismus, officiell zur Sprache kommen, und der Hinweis auf die Massen des Ostens muss eine befriedigende Lösung der Frage bringen. Resümieren wir also: Wir Juden Oesterreichs streben an: Innere Organisation: Demokratisierung der Cultusgemeinde, nationale Erziehung der Jugend, intensive Pflege der hebräischen Sprache und der jüdischen Geschichte, Errichtung jüdischer Vorschussbanken, Einkaufs-Genossenschaften, Warenlager, gewerkschaftliche Organisation der Arbeiter in Galizien, politische Organisation aller österreichischen Staatsbürger jüdischer Nationalität zwecks Ausnützung des Wahlrechtes der Juden für die Juden, einestheils durch Aufstellung jüdischer Candidaturen, anderntheils um jüdische Stimmen anderen Parteien nur gegen Zugeständnisse zukommen zu lassen, energische Abwehr des Antisemitismus durch möglichst gute Ausnützung der jüdischen Stimmzettel, Massen-Deputationen, Berichtigungen und Klagen. Und endlich Schaffung einer öffentlich-rechtlich gesicherten Heimstätte für die recht- und heimatlosen Massen des Ostens. Das ist unsere jüdische Politik. Unsere österreichische Politik wollen wir gemeinsam mit den Fortgeschrittenen der anderen Nationen treiben und mit ihnen zusammen die nationale Autonomie für Oesterreich anstreben. Treiben wir österreichischen Juden politischen Zionismus für die jüdische Gesammtheit und die Gegenwartspolitik der „Jüdischen Volkspartei" für uns ö st erreich i s ch e Juden. Ein Lügen-Dementi. Die vielgelesenen Sonntags-Nummern der Wiener Tagesblätter hat sich das böse Gewissen der rumänischen Regierung ausgesucht, um folgendes lächerliche und angesichts der thatsächlichen Vorgänge durch seine Verlogenheit empörende Dementi in die Welt zu setzen: „Die „Agence Roumaine" meldet: Die Blätter dementieren in kategorischer Weise „aus guter Quelle" die Behauptung ausländischer Journale von angeblichen Verfolgungen der Israeliten in Rumänien. Es sei weder ein Fall von Verfolgung noch von schlechter Behandlung von Israeliten zu verzeichnen, noch irgendeine derartige Klage vorgebracht worden. Die Behörden hätten von den israelitischen Auswanderern, deren Zahl übrigens eine nicht große ist, niemals irgendein Schriftstück verlangt, in dem sie sich als Vagabunden erklären. Das Verlangen, den Besitz einer gewissen bescheidenen Summe Geldes nachzuweisen, sei nur in ihrem eigenen Interesse gestellt worden, damit sie ihre Reise bis an den Bestimmungsort fortsetzen können. Die rumänischen Behörden seien sogar geneigt, den Auswanderern freie Fahrt auf Staatsschiffen bis nach Rotterdam anzubieten." Fast wie ein schlechter Scherz sehen sich die paar Zeilen än, die aus dem Lande stammen, aus dem jetzt auch die Exilierten wandern. Und was da gesagt wird, ist vielleicht nicht einmal deshalb so arg, weil es eine große Lüge ist, als darum, weil es eine dumme Lüge ist. „Ein Lügner muss ein Gedächtnis haben", sagt ein gutes jüdisches Sprichwort — und ein Lügner darf nicht im zweiten Satze leugnen, was er im ersten behauptet hat. Schauen wir uns einmal die Compagnie an, die das Dementi gebraut Hai. Wertst das, die „Agence Roumaine"? Das langt haben — und den allweisen Theoretikern das Nachsehen ließen. Es wiederholte sich dasselbe Spiel, wie auf anderen Gebieten. In alten Schmöckern, welche weise und gelehrte Männer, die alles besser wussten, in der ersten Hälfte unseres Jahrhunderts verfasst haben, kann man den kategorischen Lehrsatz finden, dass kein Jude je die Fähigkeit besitzen könne, die Geschicke eines großen Staates zu lenken. Da kam Benjamin D'Jsraeli und lieferte den glänzendsten Gegenbeweis hierzu. Es hieß auch, dass von allen Arten der Poesie dem Juden allein die Lyrik eigne, zur epischen und dramatischen Gattung fehle ihm die Begabung. Nun, wer dies heutzutage behaupten wollte, wäre ein Narr. Richard Wagner, der ebenso ein großer Künstler, wie ein kleiner Mensch gewesen ist, verbrach seinerzeit eine Broschüre, in welcher er, verblendet durch persönliche Gehässigkeit, den „Nachweis" zu führen unternahm, dass die Juden in der Musik nicht nur zu keiner schöpferischen Leistung sich eignen, sondern dass ihnen sogar die Fähigkeit abgehe, die höchsten Blüten dieser Kunst, als welche natürlich Richard Wagner seine eigenen Opern ansah. zu würdigen und zu genießen. Es war eine blutige Ironie des Schicksals, dass der Meister es noch selber erleben musste, als die größten und erfolgreichsten Interpreten und Verfechter seiner eigenen Kunst Juden zu sehen. Und heute würde eine Unfähigkeit der Juden zur Musik nur einer von jener Sorte behaupten, die sich bei der Aufstellung ihrer Lehren von anderen als wissenschaftlichen Motiven leiten lässt. Vor etwa 150 Jahren gab es ein Polen kaum nur Anfänge einer einheimischen bildenden Kunst. Alles, was bis dahin in Polep.an Kunstschätzen seit Jahrhunderten angehäuft wurde, stammte zum allergrößten Theile von fremden Künstlern, oder war von fremdem Geiste durchdrungen. Ein Rassenschnüffler aus jener Zeit hätte sehr wohl die Behauptung aufstellen können, dass den Polen die Befähigung zur bildenden Kunst ermangle, und keiner hätte positive Beweise in Händen gehabt, um ihn zu widerlegen. Schon 70 Jahre nachher würde man einen solchen Theoretiker verlacht haben, und heute nimmt die polnische Kunst einen ersten Rang in der Welt ein, ja sie ist bisher das einzige Culturgebret, in dem dre Polen mit den anderen Nationen Europas Schritt halten. Was wohl am besten beweist, wie skeptisch man die dreisten Beist ein Bureau für telegraphische Nachrichten, das die Aufgabe haben sollte, die Welt über die Vorgänge in seiner Berichterstattungssphäre mit wahrheitsgetreuen Meldungen zu versorgen. In der ganzen Welt gibt es solche Bureaus, und überall haben sich die Regierungen einen maßgebenden Einfluss auf die Berichterstattung dieser Agenturen gesichert. In manchen Staaten aber besorgt die Regierung selbst durch ihre Organe dieser Geschäft der Berichterstattung, und die Berichte tragen dann — offen oder mit einer Heimlichkeit, die jedermann durchschaut — amtlichen oder halbamtlichen Charakter. Die „Agence Roumaine". das ist also die rumänische Regierung, genau so wie die „Agence Bonlgare" die bulgarische Regierung, die „Agence de Constantinople" die türkische Regierung ist. Was aber Oesterreich betrifft, so kann jedermann aus dem Staatshandbuche oder gar aus dem „Lehmann" ersehen, dass das „Correspondenz-Bureau" offen und ehrlich als ein Departement des „Ministerraths-Präsidiums" mit amtlichem Charakter ausgewiesen erscheint. Es ist nicht unwichtig, das festzustellen. Und nun möge man doch bloß den ersten Satz des „Dementi"' lesen. Man weiß dann wahrlich nicht, aus der wievielten Hand die Lüge kommt, und man wird gestatten müssen, dass ich es in Kürze genau feststelle: Die Zeitungen sagen: „Das österreichische Correspondenz- Bureau sagt —". Das „Correspondenz-Bureau" sagt: „Die „Agence Roumaine", d. h. die rumänische Regierung sagt" — die rumänische Regierung aber sagt: „Ich sage nicht — sondern: „Die Blätter" sagen." — Die Blätter wiederum (sagt die rumänische Regierung) sagen eigentlich auch nicht, sondern sie sagen „aus guter Quelle", d. h. im officiösen Jargon gesprochen: „auf Grund authentischer Informationen", oder noch officiöser gesprochen: „auf Grund einer amtlichen Auskunft", oder deutlicher: „über amtlichen Befehl". Jetzt wäre nun freilich die Frage offen, warum man denn nicht einfach sagt: „Die rumänische Regierung erklärt" — wenn sie doch nun einmal so geflissentlich und so eindeutig feftstellen lässt, dass sie und niemand anderer es sei, von dem die Nachricht stammt. Die Frage beantwortet sich mit einem neuen Charakterzuge der Nachricht selbst: Sie ist nicht bloß eine Lüge und eine dumme Lüge, sondern auch eine anowyme Lüge, anonym, aber so, dass man den Anonymus gar leicht errathen kann, weil er ja selber will, dass man weiß,, aber nicht b eweisen kann, wer er ist. Und just das ist,, gleich wie der anonymen Briefen, das Gemeinste an ihr. Unddabei ist der Ungenannte in einem beständigen Zwiespalte mit jkt) : Soll ich sagen, dass ich's bin? Oder soll ich's lieber nicht? Und dann entschließt er sich abguwarten, was die Leute sagen, werden. Was soll man alsovon einer Aussage halten,, deren der Erzähler selbst sich schämt? Wenn man auf die- Art, wie er sie vorbringt, näher eingehen wollte, käme man überhaupt nie zu ihrem Inhalte. Jede« Augenblick stolperte man über eine andere lauernde Schling,ewurzel, die der Lügenbaum in diesen verdächtigen Boden gesenkt hat. „Die Blätter" dementiereui — welche Blätter dementieren? Natürlich: die Blätter, die „aus guter Quelle"' schöpfen. Sie dementieren! die Behauptung „ausländischer Journale". Und was ist's denn, möd den Be» Hauptungen inländischer Journale? Haben di«- nichts vow Judenverfolgungen erzählt? Und dann kam» man ja schließlich „die WlÄrter", wen« man sie nur nicht näher bezeichnet, sagen lassenwas mauwill. Es wäre freilich nicht übel, wenn „die Blätter"' Hetzt untereinander anffeirgen, einander das DemenLn zrizuschLLrbeu, dass schon durch so viele Hände gegangen ist,. Häuptlingen übenveiser Gelehrter aufnehmen, muss,, iwelche eine durch Zeit und Unstände bedingte Erscheinung, im geschichtlichen Leben einer Nation zu einer generellen iWdbeherrschenden stempeln wollen. Nun ist es höchste Zeit an die Erffs-rschung der wenn auch bescheidenen, so doch merkwürdigen Denkmäler jüdischer Kunstthätigkeit vergangener Jahrhunderte zu schreiten. Man kann diese Kunst füglich die synagoga!» nennen, da sie sich hauptsächlich an das synagogale Leben und Weben anlehnt und dem Gottesdienste in seinen verschieden» Aeußerungen dient. Die ersten Schritte sind schon getha». Zunächst gilt es das Material herbeizuschaffen, was wohl der schwierigste Theit der ganzen Arbeit ist. Darum muss jegliche dahinzielende Leistung mit Freuden begrüßt werden. Eine solche haben wir zu verzeichnen in den ersten zwei Heften eines groß angelegten Werkes über die Synagogen in Polen, von Mathias Versöhn in Warschau*). Der Verfasser hat sich zur Ausgabe gestellt, die zahlreichen noch vorhandenen alterthümlichsten Synagogen in Polen, ihr Aeußeres und Inneres, wie auch die in ihnen verwahrten cultlichen Geräthe zu erfrischen und zu beschreiben, und hat seine Aufmerksamkeit zunächst den Holzbauten zugewendet, was sehr tvohlgethan ist, nicht nur, weil diese einen besonders merkwürdigen und eigenartigen, für den Kunsthistoriker äußerst interessanten Typus darstellen. sondern auch, weil diese aus wenig dauerhaftem Materiale aufgesührteu Gotteshäuser immer zahlreicher vom Erdboden verschwinden; theils werden sie ein Raub der Flammen, welche alljährlich die kleinen Städtchen Polens heimsuchen, theils müffen sie als baufällig abgetragen werden. Es sind außerordentlich interessante und lehrreiche Dinge, welche wir aus diesen zwei hübsch ausgestatteten, im Berlage der Krakauer Akademie der Wissenherausgegebeneu zwei Heften erfahren. Der Verfasser beschreibt ausführlich drei alte Holzsynagogen, in Zabludow (Litthauen), in Pohrebyszez (unweit Berdyczow) und in L u {u m i e x 11 (Pivtrkower Gouvernement). Er schildert an der Hand erläuternder, sehr gefällig und anschaulich ausgeführter Illustrationen die bauliche Struktur, ') Ueber die alten Holzsynagogen in Polen. Krakau. Heft l. 1805. Hdft II. 1900. iJn polnischer Sprache.) Und noch eines Gedankens kann man sich nicht erwehren : „D«e Blätter", das ist am Ende gar nur ei« euphemistischer Plural, der eigentlich bloß das Blatt, natürlich das Amtsblatt, bedeuten würde, von dem ja dann immerhin mehrere Exemplare — „die Blätter"—dasselbe kategorische Dementi aus der gleichen „guten Quelle" enthalten müssten. Man muss nun freilich den Wert derartiger Dementis kennen, und man muss wissen, dass aus dem Balkan eigentlich politische Nachrichten bloß mit Bewilligung der Regierung nach Mitteleuropa dringen dürften — wenn das eben allemal so möglich wäre. Gegen Nachrichten aber, die unangenehm sind, we»l sie der Wahrheit zu sehr entsprechen, hilft man sich durch Dementis. Der Historiker dieser Staaten wird immerhin aus der Umkehrung der Dementis der Wahrheit sehr nahe kommen. Was sich aber diesmal die rumänische Regierung leistete, das übersteigt — man muss das zur Ehre der anderen sagen — das gewohnte Maß um ein sehr Beträchtliches. Die Häfen von Europa sind voll der Elenden, die das Land verlassen mussten. Und die „gute Quelle" murmelt, dass die Zahl der Auswanderer eine nicht große ist! Und wenn man hört „es sei weder ein Fall von Verfolgung, noch von schlechter Behandlung zu verzeichnen — ja nicht einmal eine derartige Klage vorgebracht worden", so wird man abwkhrend beide Hände erheben und sagen: Zu viel, zu viel des Guten! Erdrückt uns doch nur nicht mit den Beweisen Eures Wohlwollens — und lasst auch davon ab, von den Wanderern „in ihrem eigenen Interesse" den Besitz „einer gewissen bescheidenen Summe Geldes" zu verlangen, damit sie ihren Bestimmungsort erreichen könnten. Denn es sieht doch verzweifelt darnach aus, als ob Ihr Euch bloß gegen ihre Rückkehr sichersteUen wolltet. Und gar diese „freie Fahrt auf Staatsschrfstn bis nach Rotterdam"! Ja, die Slaatsschiffe! Die können eben nicht über Budapest und über Wien und über Berlin fahren, wo die Fußgänger Euren Gönnern erzählen könnten,, „.dass kern Fall von Verfolgung, «nd schlechter Behandlung von Juden zu verzeichnen sei". „Die Behörden" haben den Wmk verstanden : sie verzeichnen wirklich kernen solchen Fall.. Rumänische Staatsacten werden von Jadenverfolgungen nichts erzählen — und auf der freien Fahrt auf Staatsschiffen nach Rotterdam werden sich die Thränerr der Emigranten mit der Salzflut des Meeres vermischen-, und keiner wird die Spur, der Thränen sehen. Die Juden in Rumänien find Ausländer. Sie sind Desterrercher, Ruffen, Reichsdeutsihe oder Franzosen. Und Deutschland, Oesterreich u. s. w. würdensich, ja auch schämen, ihre „Staatsbürger" aus Rumänien alsf-u-ßwandrrnde Emigranten, zu empfangen. Nur dass.- fiaesschließltch nicht hindern, könnten. Wre aber, wenn sich, auch, rumänische Staatsangehörige miteinschmuggeln wolltenWan will sie nicht einlassen — und man will sie auch Ntcht. zurückweisen! Das letztere,, weck's eine Schande, für Rumänien wäre. And man Willi sich, doch um „meinen Juden, Deinen Inden"' mit dem Freunde nicht zerschlagen. Und da ist's doch ein gutes Auskunftsmittel». wen» er seine Juden nicht weg-- Usst und meine Juden au.fr einem Umwege wert wegiexpedrerl- Hier aber erlässt man gpgen Leute, die keinen „Nachweis des. Besitzes" haben und> diösich, deshalb länger als nüthlg hjeu aufhalten könnten, das Grarrzperbot, und zum Tröste der arideren — veröffentlicht man ein Dementi der „Agence Roumaine" durch das eigene CorrespondenzMureau. Die Auguren selbst, aber lachen. Es ist eine große Schande. das äußere Aussehen naibdie Ornamentation dieser Gotteshäuser, dann, aber auch, die wichtigsten inneren Bestandtheile- und Geräthe-, Alle diesedrei Synagogen, wie auch die meisten: ihrer Art stammen auS dem 16. und 17. Jahrhundert,, sind aber zum Theile später vielfach, ruid zwar leider nicht immerzu ihrem künstlerische«! Bortheile, restauriert worden.. Die erst-- genannte Synagoge iu Zabludow besteht theils ans- Lärchen-» theils aus EichenhÄz, bildet ein großes, geräumiges Mittels schiff, mit hohem, spitzzulaufendem Dache, von einem schönen First Ikschmückt, umgeben von kleinerett. Baulichkeiten, welche sich enge an den Hauptbau schmiegen. Rings oben, unter dem Dache, läuft ein mit Schnitzereien versehener Fries, die Vorsprünge an der Front sind von Särttchen getragen, welche auf einen die beiden Nebengebäude verbindenden Balkon sich stützen. Im Innern weist diese Synagoge keiiierlei ornamentalen Schmuck auf, dagegen ist der iu einem der Nebenbaulichkeiten befindliche Sitzungssaal für die Gemeindeältesten reich gemalt in Wachsfarben; bic Malereien stellen originelle Pflanzenornamente untermengt mit phantastischen Thierfigureu und Bibelversen, dar, die jedoch keinen besonderen Kunstwert beanspruchen. Ein edles Kunstwerk der Schnitzerei ist dagegen die heilige Lade in derselben Synagoge, mit ihren schlichten und feinen Formen, die eine Meisterhand verrathen. Sehr hübsch ist auch das Almemor, das von einem kioskartigen Zelte umgeben ist, das Dach von drei niedlichen Thürmchen geschmückt. Einen fkffelndeii Anblick gewährt die Synagoge in Pohrebyszez. welche iti den Grundformen mit der erstgeriannten Aehnlrchkeit aufweist, jedoch im einzelnen von ihr abweicht. Imponierend sieht das Dach mit dem Giebel aus, bestehend aus drei sich übereinander erhebenden Theilen. Rechts und links erhebt sich je ein Vorbau, mit einem spitzen Dache versehen, von dem einen zum anderen läuft eine Balustrade. Das Ganze ist aus Eichenholz gefertigt. Diese Synagoge hat böse Zeiten gesehen. Ein Steindenkmal, welches sich an die Wand der Synagoge von außen lehnt, kür.det in verwitterter hebräischer Inschrift, dass im Jahre 1648 die Horden des Kosakenhäuptlings Chmielnicki die Stadt unversehens überfielen und sowohl die polnischen Magnaten als die Juden hinmordeten, welche sich in „unserer uralten Synagoge" befanden, gerade als man ein junges Paar traute. Das das e Thate Aeuß« bereit Stud< folgen deutsc den c körper der l Reaui Resol zarte des § zu er! bezich einen sich d königl Fleisc zimni! aus ' rumä nicht« darin gestat in B Persc Circo lichke rvaltr nager nisser Hand selber nicht scheir sie n würd sind „Der Wä Geld noch seine gesai gebil nur zu b< Re; H u Circ verst schm nicht Fall „Der Pro? Frei Got! als erba wüsi verö resto geke! erwi Per wel, hat. verc B e jedo Kur Der reid Täs letze beid dies ball Arr die» besr aufi lieh wei abzi Btt und gro mit) trej der

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