Jüdisches Volksblatt
- Journal
- Jüdisches Volksblatt
- Volume
- 2 (1900)
- Issue
- 20 (18.5.1900)
- Date
- 1900-05-18
- Page
- Seite 2 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 2 Wien, Freitag •Jüdisches Volksbia*\ 18. Mai 1000 Nr. 20 „j üdis ch" schreiben zu dürfen. Wir glauben, die Ersprießliche keit und Nützlichkeit, die die Consequenzen dieser Einführung nach sich ziehen würden, in den früheren Artikeln zur Genüge nachgewiesen zu haben. Wir haben die Bortheile, die dadurch speciell der Judenschaft Galiziens sowohl in politischer, als auch in ökonomischer Beziehung entstehen würden, ausführlich auseinandergesetzt. Wir 'oermissten bloß die juridische Person, die befugt gewesen wäre, diesbezüglich beim Ministerpräsidenten, beziehungsweise bei der Statthalterei Schritte zu unternehmen. Nun hat sich in Lemberg der jüdische Gemeindetag constitniert, der eine „ständige Commission" für die lanfenden Angelegenheiten wählte. Bei diesem Gemeindetage ist die j ü d i s chnationale Idee präcise ausgesprochen worden, und die Majorität der Delegierten hat sich für dieselbe erklärt. Ja, selbst der Reichsraths-Abgeordnete Dr. Rappaport betonte die Nothwendigkeit einer jüdischen Politik und erklärte öffentlich, dass seine Meinung dahin gehe, dass die Juden ihre eigene Politik haben und diese selbst vertreten müssten. Ja, noch mehr, der jüdisch-nationale Gedanke war auf dem Gemeindetage so vorherrschend, dass in die „ständige Commission" sogar vier ausgesprochene Zionisten gewählt worden sind. Gibt es nun etwas Natürlicheres, als dass diese Commission sich bestreben soll, die jüdische Nationalität als solche officiell registrieren und sauetionieren zu lassen! Es handelt sich uns hierbei darum, dass die jüdische Bevölkerung Oesterreich sich einmal officiell als Nation erkläre. Wir glauben, dass die Ereignisse der jüngsten Zeit derartige gewesen sind, dass den assimilatorischen Juden denn doch endlich die Schuppen von den Augen fallen dürften und sie zur Erkenntnis gelangt sein werden dass die Inden überall nur als Nation verfolgt werden, und demnach auch nur als solche sich wehren können. Die Idee der jüdischen Nationalität hat fast alle Kreise bereits derart durchdrungen, dass wir gar nicht daran glauben können, dass von irgendeiner Seite an der Bezeichnung „jüdisch" in der Rubrik „Nationalität" bei der Volkszählung Anstoß genommen werden könnte. Und nun kommen wir zum zweiten Punkte, und zwar „Umgangssprache''. Der Beschluss des Gemeindetages, die polnische Sprache als Amtssprache in den jüdischen Cultusgemeinden Galiziens einzusühren, bildet durchaus kein Hindernis, dass der einzelne Jude in der Rubrik „Umgangssprache" der Wahrheit gemäß „jüdisch" angebe. Den positiven ökonomischen Nutzen dieser Einführung haben wir bereits in dem vorletzten Artikel auseinandergesetzt. Hier wollen wir bloß sagen, dass die „ständige Commission" davor nicht zurückschrecken darf, dass ein Theil der Juden Galiziens, besonders die der Provinzstädte, als Umgangssprache „jüdisch" angeben. Schon der Wahrheit wegen, da wir ja alle wissen, dass der größte Theil der Juden, besonders die des flachen Landes, sich sowohl im mündlichen, als auch im schriftlichen Privat- und auch Geschäftsverkehre der jüdischen Mundart bedienen. Wir wissen nicht, weshalb wir uns dieser Schwäche schämen sollten, während so manches obscure Natiönchen mit Stolz auf seine Sprache weist. Wir sind demnach der Ansicht, dass die Erstrebung des in Rede stehenden Zieles nicht bloß in den Rahmen der Thätigkeit der „ständigen Commission" passt, sondern glauben, dass es Pflicht und Schuldigkeit derselben sei, diese Angelegenheit in Angriff zu nehmen und ihr möglichstes zur Realisierung derselben zu thnn. B. Vom Tage. Eine jüdische Turn-Zeitung. Das ist die neueste Errungenschaft der nationalen Bewegung unter den Inden. Sie liegt vor uns, noch klein, etwas unansehnlich in der äußeren Ausstattung, aber sie ist da und diese Thatsache lässt Cypern und die Judenfrage. Wir brachten in der letzten Nummer des „Jüdischen Volksblatt" einen Aufsatz aus dem „Jewish Chronicle" über die Cypern-Frage. Nun kommt uns von dem Leiter der Cypern-Angelegenheit ein Aufsatz zu, den wir, ohne jede weitere Verantwortung für die Angelegenheit selbst, hier wiedergeben wollen. Der Artikel lautet: „Man kann darüber streiten, ob die Judenfrage eine Consequenz der Judenwanderung ist. oder ob die Judenwanderung eine Folge der Judenfrage ist — zur Lösung der Schwierigkeit wird dieser Streit kaum führen können. Ich möchte daher vorschlagen, zu sagen: Die Judenfrage ist dasProblem der Judenwanderung und werde versuchen, hiervon ausgehend, einen Weg zur Lösung zu zeigen. Damit aber nicht schon niein erster Satz für unzutreffend gehalten werde, will ich hier ein wenig bei der Definition des Wortes „Wanderung" verweilen. Die deutlichste und wichtigste Form der Judenwanderung ist die aus dem Osten Europas übers Wasser nach Amerika und nach England. Dann ist da die Wanderung von einem Lande des europäischen Continents nach dem anderen. Viel weniger sichtbar ist der fortwährende Zustrom der Juden von den kleineren Orten zu den Handelscentren und von den Provinzen in die Hauptstadt rc. in jedem Lande. Nun existiert noch eine ganze Anzahl von Juden, besonders in West-Europa und in den Vereinigten Staaten, auf welche sich der Ausdruck „Wanderjude" nicht so leicht anwenden lässt, aber zum mindesten wird man finden, dass die meisten unter diesen viel eher geneigt sind, an einen Wechsel ihres Aufenthaltsortes zu denken, als ihre christlichen Nachbarn; — und sollte es auch davon vereinzelte Ausnahmen geben — nun, so bleibt noch dieses zu berücksichtigen : ein Fremder ist nicht nur der. welcher selbst sich als solchen betrachtet, sondern auch jeder, der von den anderen dafür gehalten wird, und zu dem jeden Augenüber die Mängel leicht hinwegsehen. Seit Jahren wühlt man in der deutschen Tnrnerschaft gegen die Juden, will sie hinausweisen, macht ihnen das Vereinsleben zur Qual. Also hinaus mit uns! Wir können die Pflege des Leibes selbständig vollziehen, wir brauchen keine Anlehnung an andere! Wie gut das möglich ist. beweist der jüdische Turnverein „Bar Kochba" in Berlin, der in einem Jahre 2497 Mitglieder zum Turnen stellte. Die neue Zeitung hat ein schönes Programm: Die einseitige Ausbildung d e s G e i st e s, die unsere Nervosität und geistige Abspannung hervorgerufen hat, bekämpfen wir! Wir wollen dem schlaffen jüdischen Leibe die verlorene Spannkraft wiedergeben, ihn frisch und kräftig, gewandt und stark machen. Wir wollen dies aber in einem jüdischen Vereine, damit wir in ihm gleichzeitig das schwindende Gefühl unserer Zusammengehörigkeit stärken und das sinkende Selbstbewusstsein heben können. Wir wollen die alten jüdischen Ideale, für die unsere Jugend fast ganz das Verständnis verloren zu haben scheint, wieder zur Geltung und zu Ehren bringen. Wir wollendem Antisemitismus, der heute seine lärmende Form zwar abgestreift, aber an Intensität gewonnen hat, muthig und mit Energie entgegentreten.. Wir wollen ein edles Nationalgefühl pflegen, das frei von jeder Ueberhebung ist und die Arbeit für die gesaminte Menschheit keineswegs ausschließt. Offen vor aller Welt bekennen wir uns zu unserer Nationalität, der wir Treue bewahren, wie wir gewissenhaft und treu unsere staatsbürgerlichen Pflichten erfüllen! Das sind unsere Ziele! Wacker! Wenn dieses Programm durchgeführt wird, ist wieder ein großer Schritt auf dem Wege der nationalen Selbsthilfe gethan. Mögen alle Turusreunde das Blatt in seinem Bemühen unterstützen; es kostet jährlich 2 Mk. und ist zu beziehen durch H. Jalowicz, N., Schönhauser-Atlee 182a. Die demokratischen Nadicalnationalen, die geschworenen Feinde alles Schwarzgelben, können selbst auf den verhassten Patriotismus eifersüchtig sein, wenn er von Juden geübt wird. Von den Auszeichnungen, welche unser Kaiser in Berlin verliehen hat, fiel bekanntlich eine auf einen Juden, und nun kann sich das Organ des Herrn Wolf nicht enthalten, folgende Glosse dazu zu machen: „Wie man sieht, ist das „Oesterreicherthum" in Berlin prächtig vertreten und bei der Kaiserreise auch auf seine Kosten gekommen. In Oesterreich selbst dürfte jetzt ein Jude vom Ministerium nicht mehr so leicht für den Adelsstand in Vorschlag gebracht werden. Herr v. Goluchowski scheint aber eiue besondere Neigung für die „Oesterreicher" außerhalb des Landes zu besitzen." Das ist der Führer derer, mit denen Herr H o f b a u e r Hand in Hand gehen möchte; selhst den verachteten Adel halten sie für den Juden für zu gut... Ein netter Abgeordneter. Der Herr Dr. W e i sk i r ch n e r, Leuchte der christlich-socialen Partei, hat sich in einer der letzten Wählerversammlungen über die Deutschnationalen also geäußert: „Zuerst haben sie „Los von Rom" gerufen, dann wurden sie Protestanten, jetzt befinden sie sich in Gesellschaft des Lucian Brunner und dann werden sie sich beschneiden lassen; das ist die Geschichte der radicalnationalen Bewegung in Oesterreich." Leider sagt der Bericht nicht, ob diese erziehliche Aeußerung des Herrn Abgeordneten auch von Damen gehört wurden; die christlich-socialen Amazonen des Dr. Lueger könnten, wenn sie in der Versammlung anwesend waren, in ihren keuschen Sittlichkeitsgefühlen angenehm berührt worden sein, wenn sie über die tiefsinnige Betrachtung des Weiskirchner'schen Ausspruches nachgedacht haben. blick sein „Hotelier" kommen kann und sagen: „Ich habe Dir bis jetzt dieses Zimmer vermietet, aber ich habe von nun an eine andere Verwendung dafür, und ich bedaure sehr" u. s. w.-Es wird dem Gaste wenig helfen, zu sagen, dass er sich „wie zuhause" gefühlt hat. Die Ereignisse der allerletzten Zeit dürften es über jeden Zweifel hinaus dargethan haben, dass kaum irgendwo ein Jude existiert, auf den der Ausdruck „Wanderer" in diesem weiteren Sinne des Wortes nicht mit Recht anaewendet werden kann. O # * * Wohin immer Juden in größerer Anzahl giengen, da tauchte auch die Judenfrage auf, und sie wird ihnen folgen, wohin sie auch in der Zukunft gehen werden. Mit einer Ausnahme — und diese.Ausnahme zeigt uns deutlich, was zu thun ist. Im türkischen Orient sind Länder, die einst zu den am dichtesten bewohnten der Erde gehörten und von deren Fruchtbarkeit wundervolle Berichte auf uns gekommen sind. Diese Länder liegen heute öde und verlassen da, und es besteht keine Hoffnung auf eine radicale Aenderung dieses Zustandes — ebenfalls mit nur einer Ausnahme. Eine radicale Aenderung kann durch keine der bisher versuchten Methoden herbeigesührt werden — weder durch eine bessere Volkserziehung, noch durch Verbesserung der Ackerbau- und Jndustriemethoden. Allenfalls könnte durch Fortsetzung dieser Versuche ein sehr, sehr langsamer Entwicklungsprocess in die Wege geleitet werden — auf mehr ist bei der conservativen Denkweise der Orientalen nicht zu rechnen. Und doch gibt es ein Mittel, diese radicale Aenderung hervorzubringen, und dieses Mittel ist die Schaffung einer neuen Bevölkerung. Darunter ist natürlich nicht eine Vertreibung oder gar Ausrottung der gegenwärtigen Bewohner zu verstehen, sondern die Hinlenkung und Einwanderung eines neuen und thatkräftigen Elementes, welches zahlreich genug sein müsste, um die Zusammensetzung der Bevölkerung sichtlich und wirksam zu verändern. Chronik des Judenlhums. Inland. Wie». (Der Componist Carl Goldmark) feiert am 18. d. M., fern dem Weltgetriebe, um allen Ovationen zu entgehen, seinen 70. Geburtstag in voller Geistes- und Körperfrische. G o l d m a r k ist der Sohn eines Calitors ans Keszthely in Ungarn. Für einen anderen Berns bestimmt, folgte er dem Drange seines Herzens und wurde Musiker. Seine berühmtesten Werke: „Die Königin von Saba", „Merlin", „Heimchen am Herd" sind allbekannt und trugen den Ruhm Gold marks in alle Weltgegenden; von classischen Werken ist seine „Sakuntala" musikalisch schön und formvollendet.! G o l d m a r k ist nicht nur als Componist ein Meister. Er ist ein vollendeter Violinspieler und gereichte als Mitglied beu Hofopern-Orchestern von Budapest und Wien zur Zierde. Er lebt glücklich seiner Familie und seiner ewigen Liebe, der Frau Musica. W. i Wie». (Eine jüdisch-konfessionelle Realschule.) Die am 1* *'. d. M. vom Bethausvereine „Marpe Lanefesch" im „Cafü Adria" einberufene Versammlung behufs Gründung einer confessionellen Realschule nahm einen glänzenden Verlauf. Se. Ehrwürdigen Herr Rabbiner Dr. M. Jung aus'' Ung.-Brod hielt vor einem zahlreich erschienenen Auditorium, worunter auch Delegierte mehrerer conservativer Vereine sich befanden, eine der Sache entsprechend wohldurchdackte Ansprache, welche mit ungetheilten Beifall ausgenommen wurde. Der geistvolle Redner schilderte an der Hand passender Midraschim den gegenwärtigen Zeitpunkt als besonders dafür geeignet,' den schwindenden jüdischen Geist neu zu beleben. Hierzu gehöre die Errichtung confessioneller Schulen, die der Heranwachsenden Jugend Gelegenheit geben, Thora mit profanem Wissen sich anzuergnen. Der folgende Redner, Herr Wilhelm M o r g e n st e r n, stellte den Antrag, man möge aus sämmtlichen conservativen Vereinen heraus ein engeres Comitö bilden, das dann alle nöthigen Schritte zur Realisierung dieser hochwichtigen Sache zu unternehmen hätte. Herr Rabbiner S 6 r gieng von der Ansicht1 aus, man solle sich mit dem Vorstande der Cultusgemeinde ins Einvernehmen setzen, deren Unterstützung mit Sicherheit zu erwarten sei. Demgegenüber replicierten die Herren B u x b a n m, F. Kohn, Morgenstern, Fleisch mann, Rabbiner Spiegel und R o s n e r in entschieden ablehnender Weise. Ferner sprachen noch die Herren Skutetzki und Singer, dann wurde ein Ausarbeitungs-Tomitö gewählt. Zum Schüsse wurde von der ganzen, Versammlung auf Antrag des Herrn , Braun dem Vorstände des Vereines „Marpe Lanefesch" für dessen thatkräftiges Eingreifen in dieser Angelegenheit der Dank votiert. Netz. (I tt s p e c t i o n d e s j ü d i s ch e n Religionsunterrichtes.) Am 10. d. M. um 3 Uhr nachmittags erschien während des Religionsunterrichtes der Bürgerscküler j ganz unverhofft der i k. Bezirksbauptmann von Oberhollabrunn, Herr Baron Hohenbruch in der Classe. Er begehrte sofort, dass von den einzelnen Schülern, sowohl Knaben als Mädchen, auf der Tafel hebräisch zu schreiben sei, dictierte selbst und sprach sich über die Form der Buchstaben sehr zufrieden aus. Hierauf prüfte er selbst die zehn Gebote, die Erklärung der einzelnen Gebote, die Bedeutung des fliyOE? und nDS Festes, ließ einzelne Gebetstücke übersetzen und sich "pttDi ptf Vorsingen. Mit dem Ausdrucke der größten Zufriedenheit über die Leistungen und dem Bedauern, nicht länger verweilen zu können, verabschiedete er sich um 4 Uhr mit einem warmen ■ Appell cm die Kinder, der Religion treu zu beiden. n. Prag (Der Process Hülsner.) Der Process gegen Leopold Hülsner, welcher am 12. Juli vor dem Kreisgerichte Pisek beginnt, wird eine noch längere Dauer haben als der Kuttenberger Process. Es sind zur Durchführung vorläufig zehn Tage in Aussicht genommen, da dies- - mal gegen hundert Zeugen geführt werden. Das neue Zengenmaterial wurde durch den Untersuchungsrichter Gerichtssecretär Dr. Glossauer in Kuttenberg, der nach dem Gerichts- Wir mögen es betrachten, als was wir wollen, als eine Bestimmung von oben oder als die historische Entwicklung — die Thatsache ist, dass unseraltes Land unserer harrt. Vergeblich haben wir in allen Richtungen der Windrose eine neue Heimat, eine sichere Zufluchtsstätte gesucht — der Westen verschließt sich uns — der Osten wird uns wieder aufuehmen. Land und Volk, für einander bestimmt, werden wieder vereint sein und wieder einer dem anderen leisten, was sie in allen Zeiten einander waren. Das Land ist: P a l ä st i n a u n d s e i n e N a ch b a rländer — „Greater Palestine“, das größere Palästina, wie ich es nenne. Und die Nation für dieses Land sind „diejenigen Juden, denen anderwärts das Leben unmöglich gemacht wird". Oder, um möglichen Meinungsverschiedenheiten über dieses „unmöglich" vorzubeügen: bie ©erfolgten, die unterdrückten Juden. Ich habe oben eine weitgehende Definition für Judemvanderung gegeben — wenigstens eine weitergehende als die übliche Auffassung. Ich will auch unter „Verfolgung und Unterdrückung" nicht nur die allersichtbarste nnd allerfühlbarste verstanden wissen. Ich erinnere mich einer Stelle aus einem Briefe von Ludwig Bamberger, die ungefähr so lautet: „Den Lohn an Würden soll mir einer zeigen, der uns für unser rastloses Streben und Bemühen winkte, der uns heute noch winkt-Entsagung, Verz i ch tl e istung a u f das höchste Gut des Mannes — d ie Entfaltung u u b Ausübung der eigenen Kraft — das war unser Antheil." Ob Bamberger hier von der stattlichen Anzahl von Juden spricht, die an der modernen Entwicklung einen so glänzenden Antheil nahmen — ich weiß es nicht, aber das Wort passt auf sie und passt auch auf die viel größere Zahl derer, denen selbst die theil weise „Ent§