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Jüdisches Volksblatt · 1900-01-12 · 2 (12.1.1900) · p. Seite 2

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Journal
Jüdisches Volksblatt
Volume
2 (1900)
Issue
2 (12.1.1900)
Date
1900-01-12
Page
Seite 2 (sequence 2)
Language
German
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Wien. Frei tag Jüdisches VolLsblaft 12. Jiinnor 1900 Nr. S Seife 2 -'inen billigen Credit zu verschaffen. Der „Jüdische Volks- Verein" nahm diese Forderung sofort auf und, am 11. Mai 1897 .erlesen beide Vereine gemeinsam eine Versammlung in den Saal „Zum goldenen Widder" ein, die von mehreren lausend jüdischen Gewerbetreibenden besucht war. Unter begeisterter Zustimmung der Versammlung wurde beschlossen, ein Comitc, bestehend aus drei Vertrauensmännern des Volksvereines, aus drei des Gewerbevereines und drei der Versammlung, mit der Einleitung aller nothwendigen Schritte zu' betrauen. DaS Comitc, das sich schon zwei Tage nach der Versammlung constituierte und zum Vorsitzenden Herrn H. E l t b o 'g e n, zum Referenten Herrn I. Holl lt scher wählte, machten sich sofort an die Arbeit. Als Princip wurde ausgestellt: Es müsse eine Torrn gefunden 'werden, die auf socialer Basis beruhe und fv that'sächlic!, die Gewähr dafür biete, den jüdischen Gewerbetreibenden die Arbeitsbedingungen möglichst zu erleichtern. Zwei Pläne wurden nach diesem Principe ausgearbeitet und wieder verworfen, weil sich bald die Unmöglichkeit ergab, innerhalb des beschränkten gesetzlichen Rahmens diese Pläne zu realisieren. Rach langen Berathungen endlich glaubte das Comitc dem ersehnten Principe in Form einer Genossenschaft mit beschrärkter Haftung Rechnung getragen zu haben. Die Statuten wurden ausgearbeitet und zu Proponenten die Herren H. Eltbogen. Richard Rappaport und I. H o l l i t s ch e r bestimmt. Drei Bestimmungen sind es, durch die das Comitc die sociale Basis der Genossenschaft gefunden zu haben glaubt. Es kann nach den Bestimmungen des Statutes jeder Jude Mitglied der Genossenschaft werden. Den Credit i n Ansp r u ch nehmen können jedoch nur Gewerbetreibende. Neber die V e r w e nd u n g des Reingewinnes entscheide! ferner die G e ne r a l v e r s a m m l u n g. Diese Bestimmung ist so gedacht, dass von einem eventuellen Reingewinne wiederum nützliche Institutionen für Gewerbetreibende, wie Werkzeug-, Magazin-, Verkaufs- und Rohmaterial-Genossenschaften errrichtet oder unterstützt werden. Das wichtigste Moment im Statut ist jedoch folgendes: Punkt d im § 3 lautet: § 3. Der Fonds der Genossenschaft wird gebildet: 6) Aus freiwilligen, nicht rückzahlbaren, einmaligen Beiträgen, welche der Genossenschaft, von welcher Seile immer, zur Verfügung gestellt werden. Personen oder Gesellschaften, welche solche Beiträge leisten, sind nicht Mitglieder der Genossenschaft und besitzen weder Rechte noch Pflichten in derselben. Diese Bestimmung ist, entsprechend dem Geiste des Judenthums, vollkommeu socialer, wenn man will, sogar frei- 'ocialistischer Natur. Wir Juden können uns rühmen, im Mosaismus nicht nur die erste sittliche, sondern auch die erste und bislang unerreichte socialifi i s ch e Gesetzgebung hervorgebracht zu haben. Das jüdische Gesetz war das erste, welches nicht nur Pflichten für den Besitz stipulierte, sondern dieselben auch nach der Richtung hin auslegte, dass durch ihre Erfüllung der Verarmung und Bettelei einerseits oorgebeugt, anderseits Existenzen geschaffen und deren Erhaltung ermöglicht würden. Wohl war eS den Juden unmöglich, während der Diaspora nach ihren eigenen Gesetzen zu leben. Aber trotzdem ist unser ''ociales Gefühl noch nicht erloschen. Es hat ein System der Privatwohlthäligkeit geschaffen, wie sich ein ähnliches — mit Stolz können wir es sagen — kein anderes Volk besitzt. Allein die Pflicht jeder nationalen Politik ist es. durch Schaffung von Arbeitsgelegenheit und Erleichterung der Arbeitsbedingungen die Armut zu verringern und so langsam, aber stetig der Bettelei vorzubeugen. Und dieser Pflicht glaubt das Comitc nachgekommen zu sein. Wenn nur ^tzige Politik ist nicht einen Heller wert, lesen Sie im übrigen „die Leuchte" und die gesammelten Werken Hansens, bestehend m einigen Pamphleten und Recensionen moderner Werke. — Was nun sonst das äußere Leben Hansens anlangt. so lässt tx es sich weiter sehr gut gehen. Er kleidet sich mit vornehmem secessionistischen Geschmacke. Er schläft gerne bis in den lieben Tag hinein. Das ist er seiner decadenten Gesundheit schuldig. Tafelfreuden ist er nicht abgeneigt. Er speist gut und viel. Austern und Champagner sind sein Lieblingsgericht und Lieblingsgetränk. Er arbeitet nicht, schreibt aber für die Proletarier. Er verkehrt mit Vorliebe in sehr vornehmen Häusern. Selbst bei einem Minister ist er ein oft gesehener Gast. Aber die Politik des Ministers verurtheilt er gründlich. Er würde sie sicherlich besser machen; denn er weiß ja clles besser. Er glaubt natürlich nicht an die Unfehlbarkeit, höchstens an die eigene. Seitdem die feurigrothe „Leuchte" erscheint, ist Hans eine „Macht" geworden. Von den Zinnen der „Leuchte" herab schaut er auf das Getriebe da unten, kritisiert, beschimpfiert alles Bestehende. Secessiouistische Buben sind seine Mitarbeiter. Buben, die mit den Lehrern des Griechischen, der Religion, mit dem Bestände der menschlichen Gesellschaft, mit dieser Börsen- und Geldwelt nnzufrieden sind. Aber gründlich unzufrieden. In der „Leuchte" finden sie alle Gehör. Da ertönell die Schmerzensschreie der vergewaltigten Gymnasiasten, der verkannten Schauspieler, der ungerecht beurtheillen Schulbuben, der verkrachten Journalisten. „Kommet zu mir alle, die Ihr schnlerzensreich seid und beladen durch die Laster dieser Welt, hier in der „Leuchte" fiiibet Ihr eine Ablagerungsstätte für Euren Schmerz, hier werdet Ihr erhört." ~ Die „Leuchte" wird viel gelesen. Ihre feurigrothen Hefte finden reißendetl Absatz. Hans ist berühmt geworden. Man spricht von ihm in den Cafes, auch in den Salons. Hans hat auch bewiesen, dass er Muth hat. Er hat sich ohrfeigen laffeit. ein Theil des Geldes, das u n s e r e S t a m messen o s s e tt jährlich für w o h l t h ä t i g e Z w e ck e opfern, ohne d a m i t d o ch m e h r als momentane H i l f e g e l e i st e t z u h a b e n, d e m (£ v e ö i t i n ft i t« 11 auf Grund der angeführten B e st i m m u n g zu ge wendet wird, dann i st begründete Hoffnung v o r h a ti d e n, v i e l e u tausenden u n s e r e r n o t h l e i d e nd e n G e w e r b e t re i b e nd e n dauernd und genügend zu helfen. Dann ist begründete Hoffnung vorhanden, dass so mancher jüdische Gewerbetreibende, der heute schweren Herzens und s ch a m r o t h seine Kinder von Wohlthätigkeitsvereinen bekleiden und speisen lassen muss, dies nunmehr freudig und dankbar aus Eigenem wird thun können. In allernächster Zeit schon wird das Creditinstitut für jüdische Gewerbetreibende an die große Oeffentllchkeit herantreten. Es wird der Ruf ergehen an unsere wohlhabenden Stammesgenoffen, die noch Herz und Gefühl für Juden und Judenthum haben, nach Kräften beizusteuer zur Gründung des ersten Werkes jüdisch-socialen Geistes und jüdisch-nationaler Politik in Oesterreich. Mögen sie der schweren Zeiten gedenken, in denen wir leben, der Zeiten, da wir Juden, von allen Seiten verlassen und verstoßen, den Weg zu uns selbst gefunden haben. Mögen sie eingedenk sein der goldenen Worte: Du s o l l st lieben — Dein Volk mit ganzer S e e l e, m i t ganzem Herzen und mit ganzem Vermögen. Vom Tage. Kundgebungen der chriftlich-soeialen Arbeiterschaft gegen das „Deutsche Bolksblatt". Unter diesem Titel veröffentlicht die clericale „Reichspost" vom 11. d. M. nachstebende Kundgebungen: Die christliche Bezirks-Organisation von Margarethen hat in ihrer am 28. December 1899 stattgefundenen Vertrauensmänner - Versammlung folgende Resolution einstimmig augenomme»: „Die Donnerstag den 28. December 1899 in Esselbauers Gasthaus versammelten Vertrauensmänner der „C h r i stlichen Bezirksorgunisation Margarethen" sprechen dem „Deutschen Volksblatt" wegen seiner höchst sonderbaren Berichterstattung über den III. Parteitag der christlichsocialen Arbeiterschaft, sowie insbesondere wegen des Artikels in der Nr. 3957 vom 28. December 1899 die tiefste Entrüstung aus. In Bezug auf letzteren Artikel weisen die versammelten Vertrauensmänner die in demselben zum Ausdrucke gebrachte Anschauung, dass sie und die von ihnen gewählte Partei- Vertretung eist Werkzeug »nd die Beschlüste derselben eine Mache des Hr-rrn Kuckschük mit aller Entschiedenheit zurück. Die von Seite des „Deutschen Volksblattes" durch diesen Artikel neuerliche und öffentliche Beschimpfung der christlich-socialen Arbeiterschaft, in welchem sie als Drahtpuppen einer einzelnen Person hingestellt werden, zwingt die christliche Bezirksorganisation „Margarethen", auch ihrerseits öffentlich den Kampf mitt diesem Blatte aufzunehmen. Die versammelten Vertrauensmänner erklären infolge dessen, dass sie, sowie sie es seinerzeit zustande brachten, durch Organisation von Verein zu Verein, von Zahlstelle zu Zahlstelle die Agitation in Tabak-Trafiken, Gast- und Kaffeehäusern, sowie in Bekanntenkreisen so zu betreiben, dass dadurch der Bestand des damals in tristen Verbältniffen sich befindlichen „Deutschen Volksblattes" gesichert wurde, auch jetzt wieder durch ra st lose Agitation im stände sein werden, den frechen Uebermnth dieses, durch das einmüthige Zusammenwirken aller christlichen Stände groß gewordenen Unternehmens zu brechen und dadurch den Beweis zu erbringen, dass das christliche Volk von Wien, sei es Bürger oder Arbeiter, sich weder von einer einzelnen Das ist der Muth der Decadenten. Von den Ohrfeigen spricht man in der ganzen Stadt, und ihr Klang und Schall erfüllt die duftigen Räume der Cafes . .. Nun reißt man sich noch mehr um die „Leuchte" und liest mit besonderem Behagen ihren „Briefkasten". Hier spricht Hans zu seiner Welt. Hier ertönt sein prophetisches Wort. Selbst Knaben, die oft noch nicht einmal durch vollkommene Zimmerreinheit sich hervorthnn, finden hier einen Platz für das, was sie auf dem Gemüthe haben. Und eitle Mütter rühmen das Genie ihrer Schulbuben, das in der „Leuchte" eine Ablagerungsstätte hat . . . Hans ist im wahren Sinne des Wortes modern, er stürzt alles, er demoliert den ganzen Bau der Gesellschaftsordnung. In mancher Beziehung scheinen sich freilich seine Ansichten geändert zu hchen. Er hat wirklich geheiratet. Nämlich den Geldhanfen. „Das süße Mädel" hat er freilich nicht abgeschafft. Denn er schwärmt weiter für das weibliche Proletariat. Sein Proletarierdrama ist dnrchgesallen. Das Publicum, welches die „Leuchte" nicht abonniert, hat aber auch wenig Verstäudins. Mehr oder weniger lauter Dummköpfe. Wer kann sich auch zu Hansens Höhe emporheben! Auch ist die Gesellschaft nach Hansens Meinung zuviel „verjudet". Nach seiner Ansicht sollte man sich weniger mit den „Nitualmordmachern" abgeben. Mehr die „Leuchte" lesen, für die Proletarier schwärmen, Hansens Werke studieren, dessen Ruhm verkünden, auf die Inden schimpfen — dies alles ist des modernen Menschen Aufgabe. So lebt er prächtig in die Welt hinein, unser moderner Jüngling. Es ist doch so schön mtb löblich, der Weltverbesserer sein zu wollen, gut zu esten und prächtig zu leben, nicht zu arbeiten und über fremdes Elend zu jammern, neue Romane zu lesen und „verrenkte" Recensionen zu schreiben. — Und Hans ist modern. g. Person, noch von einem Unternehmen beschimpfen oder dictieren lass t." * * Wir werden ferner um Beröffentlichnng folgender Resolution ersucht: „Die am Samstag den Jänner 1900 in Thn ns Gasthaus versammelten Vertrauensmänner der christlich-socialen Arbeiter-Bezirksvrganisation „Mariahilf" haben mit tiefst er Entrüstung das ganz nnqualificierbare Vorgehen des „Deutschen Volksblatt" gegen die gesammte christlich-sociale Arbeiterschaft und gegen das Centralorgan derselben, die „Frei beit", wahrgenoimne» und bedauert, dass der Antrag der Bezirksorganisation „Mariahilf" vom „Deutschen Volksblatt" als willkommener Anlass zur maßlosen Beschimpfung der christlich-socialen Arbeiterschaft missbraucht wurde." Die Watschen, um uns volksthümlich anszndrücken, die da der edle Ehrenbürger von Mühldorf, genannt Ernst Bergani, bekommt, sitzt anständig. Und man kann gerade nicht sagen, dass er sie etwa unverdient erhält. Uebrigens werden sich die christlich socialen Arbeiter nur den Dank aller gesitteten Menschen, gleich' giltig, ob Juden oder Nichtjuden, erwerben, wenn sie dieses Saublatt vom Erdboden verschwinden machen. Zeit wär's schon! * * Schneider als Delegierter. Schneider der Judenfresser — sein dicker Bauch soll allerdings nicht vom Jndenfreffen kommen — ist Heuer zum erstenmale von seiner Partei in die Delegationen geschickt worden. Und Schneider hat auch in den Delegationen gethan, was er nicht laffen konnte. Er hat Juden gefressen. Die Kunde meldet nicht, ob zum Gabelsrühstück statt eines echten, rechten „Gollasch" oder zu sonst einer Mahlzeit. Aber gleichgiltig. Er hat gefressen. Zuerst ein paar Inden, dann alle. Auch ihm ergeht es, wie manchem anderen Feinschmecker: Der Appetit wächst ihm unter dem Essen. Schade, dass wir Inden eine gar so zähe Speise sind. Der Mann frisst uns schon seit undenklichen Zeiten, er ist darüber alt und grau geworden, den Magen aber scheint er sich noch immer nicht verdorben zu haben. Allein — wer kann wissen, was kommt? Eine Probe, wie Schneider speist, können wir ans Heiterkeitsgründen nicht verschweigen. Er hat bei Besprechung des Militär-Budgets irgend etwas von einer Judenfirma erzählt und erwähnt damit im Zusammenhänge noch eine andere Firma, die einen arischen Namen hat. Ein Delegierter ruft dazwischen: „Etwa auch ein. Jude °?" Und prompt antwortet Schneiderlein: „Nein, das s i n d keine Inden, das sind — Mensche Schneider hat diesmal auch citiert, nämlich Lord Byron. Sicherem Vernehmen nach soll sich Schneiderlein ans „gut wienerisch" ausgedrückt und den armen, unschuldigen Dichter „Biehron" gesprochen haben. Er ist eben ein echter Wiener, und Wien ist bekanntlich ein klein Paris und — bildet seine Leute. Die „Nestroy-Säle". Wir erhalten folgende Zuschrift: Geehrte Redactivn! Auf Grund des § 19 unseres Pressgesetzes ersuchen wir Sie höflichst, nachstehender Berichtigung bezüglich des in der Nummer 46 Ihres geschätzten Blattes erschienenen „Eingesendet" mit A. Z. gezeichnet, gefälligst Raum geben zu wollen. Erstens ist es unwahr, dass unsere Vorstellungen jemals Ekel erregten. Wahr dagegen ist: dass unsere Vorstellungen bei unserem distinguiertem Publicum stets das größte Wohlgefallen Hervorrufen. Zweitens ist es unwahr, dass die Einleitung der Vorstellung zotig und patricierten Inhaltes ist. Wahr dagegen ist: dass die Einleitung unserer Vorstellung nur aus seriösen Bor» trägen besteht. Drittens ist es unwahr, dass das Judenthum verhöhnt und glossiert wird. Wahr dagegen ist: dass sämmtliche zum Vortrage gelangenden Vorträge die pressbehöcdliche Genehmigung erhielten, welche eine Verhöhnung des Jndenthums nicht zulasten würde. Viertens ist es unwahr, das die Couplets des Komikers Fleisch mann antisemitischer Art sind und Vergani oder Schneider zum Verfasser haben. Wahr dagegen ist: dass dessen Borträge in Wien, wie auch in allen Theilen der Monarchie niemals Anstoß, sondern nur Gefallen erregten und einen anerkannten Philojemiten zum Autor haben. Fünftens ist es unwahr, dass unter unserem verehrten Publicum charakterlose Juden sind, die sich nicht entblöde«, dem Vortragenden Komiker deshalb rauschenden Beifall zu spenden, weil die Couplets antisemitischer Art sind. Wahr dagegen ist: dass unser verehrtes Publicum, dessen größter Theil den feinsten israelitischen Kreisen entstammt, keine Couplets antisemitischer Art noch charakterlose Juden im Auditorium dulden würde. Hochachtungsvoll ergebenst C. S t e i d l e r, F. A d l e r, Director. Besitzer des Etablissements „Nestroy-Säle". * ch -p Man muss zugeben: Die Herren S t e i d l e r und Adler besitzen Humor. Die Berichtigung, die sie uns einsandten, ist doch königlich, zumal der Passus, dass im Auditorium der verehrlichen „Nestroy-Säle" sich keine charakterlosen Inden befiuven. Das „verehrte Publicum" in Ehren — aber üben beim die Herren Steidler und Adler bei ihren zahlenden Gästen wirklich Detectivdienste? Allein, wir wollen von den Herren absehen und die Frage an sich ein wenig beleuchten. Es ist eine leider nur zu bekannte Thatsache, dass gerade in den Chantants, die nahezu ausschließlich von Juden besucht werden und deren Kräfte gleichfalls ausschließlich ans Juden bestehen, die e k e l h a f t e st e n C a r i c a t u r e n des söge» nannten Judendeutsch, die sch mutzig st en Verhöhnungen

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