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Jüdisches Volksblatt · 1899-12-01 · 42 (1.12.1899) · p. Seite 2

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Journal
Jüdisches Volksblatt
Volume
1 (1899)
Issue
42 (1.12.1899)
Date
1899-12-01
Page
Seite 2 (sequence 2)
Language
German
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Seite 2 Wien, Freitag Jüdisches Volksblatt 1. December 1899 N’. 42 Ehren Gottes an, als Hilfe von oben kam, nicht nur C h a n a h mit ihren / Kindern und viele andere Frauen waren es, die ihr Leben für unseren Glauben, für ihr Volk einsetzten, die keine Furcht vor qualvollem Tode, kein Zurückbeben vor den fürchterlichsten Torturen abhielt, offen und muthig und vor aller Welt Märtyrerinnen zu werden; nein! nicht nur solche Frauen allein haben wir aufzuweisen: wir haben auch eine Iael gehabt, mir hatten auch eine Judith. Wie die größten Helden traten sie auf, als es galt, das ganze Volk zu retten, Hilfe zu bringen dem Gesammtjudenthum. Und sie haben ihre sich selbst gestellte Aufgabe gelöst, glänzend gelöst! Die laufende Woche ist die „Channka-Woche, und auch die Frauen müssen sich betheiligen, da sie auch dabei gewesen sind — Chanah und Judith. Leset nur, o jüdische Frauen! die Geschichte dieser beiden, leset und ziehet die Consequenzen. Leset und sehet und wisset, wie eine „jüdische" Frau sein soll! — Die arme Chanah lebte zu einer Zeit in Palästina, als das unterdrückte Land Schauplatz größter Wirren war. In Jerusalem, der heiligen Stadt, herrschte ein tyrannischer Fremdling. Die Juden wurden nicht nur körperlich mit Füßen getreten, sondern auch ihr Seelenleben, ihr Glaube wurde auf das Härteste unterdrückt. Ein großer Götze wurde in Jerusalem aufgestellt, und man zwang die Juden, diesem Abgotte zu huldigen und ihn anzubeten. Da kommt Chanah mit ihren 7 Kindern, „eines kleiner als das andere", und hat gezeigt, was eine wahrhafte „jüdische Frau", eine wahrhafte „jüdische Mutter" heißt. Sie verstand es, ihren Kindern eine solch gute Erziehung angedeihen zu lassen, dass dieselben imstande waren, ihr junges Blut für den Glauben, für ihr Volk verspritzen zu lasten. Der Tyrann mordete, schlachtete ein Kind nach dem anderen ab, versuchte es dann, mit heuchlerischer, wohlwollender Ueberredung sie dahin zu bringen, sich seinem Gebote zu fügen und den Götzen anzubeten, und schloss mit dem grausamsten Mittel: er appellierte an das Mutter- Herz, sich doch threr Kinder zu erbarmen. Alles hals nichts. Chanah und ihre 7 Kinder, „sie waren dabei"! Sie ließen sich dahinschlachten, ohne einen Augenblick Untreue auch nur heucheln zu wollen, dem Friedensgebote auch nur scheinbar sich zu fügen. Das ist eine Mutter! Und so erzieht man Kinder, die Treue bis zum Tode wahren, bereit, ihr Leben für den Glauben, für ihre Nation hinzugeben! Und da entsteht eine Judith. Sie wagt es, allein ins si'kndliche^Lager .sich zu begeben, setzt ihr Leben aufs Spiel, um den Tyrannen zu verlocken. Sie benützt ihre Schönheit, nicht um dem fremden Feldherrn zu gefallen, nicht um mit den nichtjüdischen Officieren aus Bällen zu tanzen und dabei mit genusssüchtigem, gierigem Ohre ihre Complimente und Schmeicheleien einzusaugen, — nein! all das liegt ihr nicht im entferntesten im Gedanken. Ihr Herz hat nur Empfinden für ihre Nation, für ihre unterdrückten Volks- und Glaubensgenossen, und ihre Schönheit soll das Mittel für die Rettung der unglücklichen Brüder sein. Sie will an dem Tyrannen ihr Volk rächen, ihn, den^.Unhold in ihrem Netz sangen, .um ihm den Garaus zu machen und so Israel seinen blutigen Händen zu entziehen. Sie lässt sich in eine lebensgefährliche Unternehmung ein, gibt ihre Person preis, will nicht wissen, was mit ihr später sein wird. Eines nur führt sie im Sinne, bloß ein Gedanke beherrscht ihr Herz, regiert ihre Seele: Sie will ihr Volk retten. . . Und sie rettet es! Sie vollbringt, was sie sich vorgenommen, ermordet den Mörder, vergießt das Blut, des Blutvergießers und bereitet dem den Garaus, der dies den Juden zudachte. — Ja, wahrlich! „Judith war auch dabei gewesen". Und solcher Heloeufrauen gab es damals viele, sehr viele. Echte jüdische Mütter, echte jüdische Patriotinnen! Gedichte sind nicht Tendenzpvesie, sie sind Vas Werk eines gottbegnadeten Poeten, dem seine Umgebung mit Sen kleinen und großen Sorgen des Alltags, mit aller Pein und Qual zur dichterischen Vision wird. Air der Spitze der Sammlung ist das prächtige Gedicht: „In der Werkstatt". „In der Werkstatt sausen so wild die Maschinen, Dass oft, wie betäubt, ich nicht weiß, wo ich bin. Im Getos' und Tumult geht mein Ich mir verloren, Im Getrieb' der Maschinen werd' ich selbst zur Maschin'! Ich arbeite, arbeite, fort, ohne Ende, Ich schasse und schasse, ohu' Raste, ohne Ruh'. — Wofür und für wen? Ich weiß nicht, ich frag' nicht. — Kommt einer Maschine denn Denken auch zu'?" Ja, zur Maschine wird er! Die blutige Arbeit ertödtet efühl, Gedanken, Versiaüo, entblößt das Leben von allem, was tief, schön und edel ist. Und in diesem qnallvvllen Einerlei gehen und vergehen die Zeiten, verschwindet das Leben. Die Uhr in der Werkstatt — mitten im bedeutungslosen Thun fällt der Blick aus die Uhr. Was will sie mit ihrem ewigen Weisen und Mahnen '? Der Arbeiter sinnt — einst hörte er sagen, es liege in ihr ein tiefer, tiefer Siuu, er erinnert sich wie im Traum — die Uhr, sie bedeutet — doch was'? Das hat er vergessen — „fragt mich nicht, ich weiß nicht, bin ich nicht Maschin'?" Doch diese selbe Uhr, Über die er sv denkt und sinnt, über sie wird ihm manchmal eine klare, aber bittere Deutung: Da hört er sie, wie sie ihn treibt, wie sie ihn jagt, wie sie ihm zuruft: Arbeite, arbeite Maschine, das bist Du! „Wird endlich dann stiller das wilde Getümmel, Der Meister hinweg und der Aufseher Tross, Nehmet doch die jüdische Geschichte zur Hand, leset sie aufmerksam, und Ihr werdet darin finden eine große, eine sehr große Anzahl „jüdischer" Frauen echt jüdischen Herzens. Herzen, die von Liebe zu ihrem Volke voll sind, voll der Bereitwilligkeit, ihr Leben für ihre Nation in die Schanze zu schlagen, so dass füglich auf sie der Spruch „All mein Gebein bezeugt es" Anwendung findet. Alle Glieder, alle Körpertheile, alle Sinne, alle, alle stehen ihrer Nation zur Verfügung, O! wie herrlich erscheint Mirjam, die Schwester Moses', mit ihrer Pauke, die biblische Chanah, die Mutter des Propheten Samuel, mit ihrem weihevollen Lobliede und die Prophetin Chulda mit ihren Weissagungen. Und wie entsetzlich prächtig, wie heldenmüthig, wie groß und erhaben stehen da eine Iael, eine Judith, mit verborgenem Dolche, mit Nagel und Hammer, mi Schwert und Spieß die Tyrannen erschlagend! . . . Das waren die damaligen jüdischen Frauen, jüdischen Heldinnen und Patriotinnen — damals in der alten Zeit. Ja, ja. In der alten Zeit! Und wie ist es jetzt bei uns? Wie schauen unsere jetzigen Frauen aus, unsere frommen Weiber, unsere „aufgeklärten" Danren'? Sind sie wirklich und wahrhaftig Enkelinnen jener herrlichen Frauen, die „auch dabei waren"? Kann ihr Thun und Gehaben den Vergleich mit den Thaten und Handlungen der letzteren, die wir früher skizziert, aushalten? Wir wollen jetzt in der Festeswoche keine Moralprediger sein, wollen nicht jetzt Bedauernswertes zur Darstellung bringen, — wir wollen bloß unsere „Weiber" und „Frauen", unsere „Mädchen" und „Fräuleins" daran erinnern, sie einst „auch dabei waren", dass sie in unserer Geschichte finden können den goldechten Begriff einer „jüdischen" Frau. Es wäre nur recht und billig, dass sie, die feinfühligen, wenigstens ein bisschen von unserer Geschichte zu erfahren bestrebt sein sollen. Es soll ihnen bekannt sein, was für eine Bedeutung Chanuka für sie selbst hat. Es soll ihnen zum Bewusstsein kommen, dass wir einst, einst auch „jüdische" Weiber und Frauen, Mädchen und Fräuleins halten, die waschechte Patriotinnen waren. Einst, einst nahmen sie an allen jüdischen Angelegenheiten, an allen Vorgängen hervorragenden Antheil. Im Guten sowohl, wie im Bösen „waren sie dabei". Ja, immer noch waren die jüdischen Frauen „auch dabei". Vom Tage. Das Boryslawer Gespenst. Der Hunger von Boryslaw spukt wieder in Wien. Bor uns liegt eine Bittschrift sämmtlicher Boryslawer jüdischen und arischen Grubenarbeiter an das A ck e r b a u m i u i st e r i u in, den Termin des Inkrafttretens der neuen Bergbangesetze hinauszuschieben. 1200 Familien sind derzeit vollkommen existeiz'^ und brotlos in Boryslaw. Am 20. Februar 1900 sollen durch die Errungenschaften der Länderbank weitere 300 Familien brotlos werden. Eine Deputation dieser armen gehetzten Leute ist seit zwei Wochen in Wien und bemüht sich, irgend jemanden für diese entsetzliche Affaire zu interessieren. Von den vielen Abgeordneten, welche die Leute ausgesucht, haben alle leere Ausflüchte in Menge zur Verfügung gehabt, auch viel tröstliche Worte, aber gethan hat nur einer etwas. Und das ist wenig oder nichts. Die Leute werden dem Ministerpräsidenten ihre Bittschrift überreichen dürfen, dann dürfen sie in ihre Heimat znrnckkehren und dort ruhig weiter hungern. Sie können die trostreiche Beruhigung mitbringen, dass es in Wien keine Partei, kein Tagesjournal gibt, die es gewagt hätten, sich einer Masse hungernder Grubenarbeiter, die unter der erbarmungslosen Peitsche der Länderbank verelenden, anzunehmen. Die gescherte „Arbeiter-Zeitung". Die „Arbeiter- Zeitung" ist gescheit geworden. Zur Beruhigung ängstlicher Gemüther, die ob dieser unglaublichen Meldung vor Staunen Beginnt es im Haupte mir mählich zu tagen, Im Herzen zu brennen: O, schmähliches Los! — Und bittere Thränen, und glühende Thränen Benetzen die kärgliche Kost mir, das Brot, Es würgt mich, ich kann nicht mehr essen, ich kann nicht! O schreckliche Arbeit, o bittere Roth! Die Werkstatt erscheint mir zur Mittagzeitstunde Wie ein blutiges Schlachtfeld, auf dem man mm ruht; Ringsum und ringsum seh' die Opfer ich liegen, Es schreit von der Erde vergossenes Blut. Ein Weilchen noch, bald schon erschallt die Trompete, Die Tobten erwachen, es lebt auf die Schlacht. Die Truppen kämpfen für Fremde, für Fremde! — Sie streiten und fallen und sinken in Nacht. — Ich blick' ans den'Kampfplatz mit Kummer und Schmerzen, Mit Schrecken, mit Hass, mit höllischer Pein. Die Uhr, jetzt hör' ich sie richtig, sie ruft mir: Ein Ende der Knechtschaft! Ein Ende muss sein! Sie weckt in mir wieder Verstand und Gefühle, Sie zeigt mir, wie Stunden und Jahre emstieh'n; Ein Elender bleib' ich in schweigendem Dulden, Verloren, sv lange ich bleib', was ich bin! Der Mensch in mir schlummert, jetzt will er erwachen, Der knechtische Sinn, er schlummert mm ein — Die richtige Stund' ist gekonimea. gekommen: Ein Ende der Kuechtschast! Ein Ende muss sein! — Doch Nützlich — ein Pfiff — ein Alarm, „An die Arbeit!" — Wo ist mein Verstand, mein Gefühl und mein Sinn? — Es sausen die Räder — mein Ich ist verloren - Maschine mm wieder — und bleibe Maschin'!"- krank werden könnten, theilen wir mit, dass die „Arbeiter- Zeitung" wahrscheinlich selbst nicht daran glaubt. Denn ihr Manöver anlässlich der Mariahilfer Wahl war denn doch zn dumm. Der socialdemokratische Candidat hat bei der Wahl durch die politische Naivetät der Inden einen überraschenden Erfolg anfzmveisen gehabt. Da wäre ja im Grunde genommen nichts daran. Aber die „Arbeiter-Zeitung" kommt mit ihrem großen Korbe hochtrabender Redensarten und feiert mit einer solennen Phraseologie das befriedigende Ergebnis der Wahl. Dieselbe „Arbeiter-Zeitung", die im Octvber d. I. die Rede des Oberrabbiners Dr. G n d e m a n n „P f a f f e n g e w ä s ck" nannte, die sich über die P r o t c st v e r s a m nt lnng im M u s i k v c r e i n s s a a l e in den ekelhaftesten A u sdr ücken lustig machte, dieselbe „Arbeiter-Zeitung", die die Rede des getauften Juden Berner, in der die Inden aufs Aergste beschimpft wurden, vertheidigte, dieselbe „Arbeiter-Zeitung" prostituiert sich heilte mit den jüdischen Stimmen und benützt die Dummheit der Juden, um scheinheilig von einem Erfolg ihrer Werbekraft im Bürgerthum;n sprechen. Denn was ein echter Socialdemokrat ist, mag kr me fcechen Inden leiden, doch ihre Stimmen nimmt er gerne. Organisation und Führerschaft. In der durch den Artikel des Herrn Dr. Pollach angeregten Discussion tritt die F'.age der Führerschaft der Organisation in den Bodergrnnd, oder richtiger die Frage des Verbleibens der bisherigen Führer in ihren Stellungen. Mit dem von der Redaction in der letzten Nummer Herrn Dr. Pollach Gesagten wird sich jeder „Nene", jeder Nationaljnde ideittisiciereii. Es ist uns ans der Seele gesprochen. Die Sachlage ist folgende: Das bisher unter Führung der Jüdisch-Liberalen befolgte System hat uollständigen Schifsbrnch gelitten. Der bisher eingeschlagene Weg hat nach Polna und Holleschau geführt. Das Schweigen und die Ohnmacht der jüdischen Führer zeigen jedem Sehenden und Hörenden klar und deutlich, dass man zu der Erkenntnis gelangt ist, dass dieser Weg ein falscher war. Und nun fragen wir uns: Sind die bisherigen Führer imstande, uns den neuen, anderen Weg zu führen'? Ist es im Interesse des Jildenthums gelegen, ihnen die Führerschaft, falls sie sich ihrer bemächtigen, zn belassen? Es gibt darauf nur eine Antwort: R e i n!; Es ist die Geschichte der Auswanderung ans Aegypten. Die Generation der jüdischen Machthaber ist die, auf welcher der Fluch lastet, dass sie erst aussterben muss, damit sich ein freies Judcnthum entwickeln kann. Es ist die Generation, die, solange sie lebt, rückwärts schauen lvird nach den Fleischtöpfen der Assimilation. Es ist eine Generation, in der der Sinn für lebendiges Jndenthum auf ewig erstorben ist, die nicht fähig ist für ideale Güter zu kämpfen, die nicht fähig ist einer Sache wirkliche Opfer zn bringen, die außer ihrer Bequemlichkeit und ihrem Geldsacke überhaupt kein Ideal hat. Wenn heute die liberale Partei in vergangener Herrlichkeit anferstehen würde; Polna und Holleschan wären vergessen, ein Moses würde sie nicht halten, dass sie nach Mizraim mit seinem Frohndienste und seinen Fleischtöpfen znrückkehrten. Und die, für die es keinen Führer gibt, weil sie neue Wege nicht mehr wandeln können, sollen uns führen, ans einem Wege, wie ihn Inda seit vielen Jahrhunderten nicht mehr gegangen ist? — Was wollen wir denn? Wollen wir vielleicht ausziepen, den Antisemitismus zn tobten, um dann in die Sumpfluft der Assimilation znrnckzukehren? Nein, mir wollen wieder ein lebendiges Volk sein wie einstmals, und wir ganz Jungen sehnen uns, da es einmal ein Volk ohne Vaterland nicht gibt, auch nach unserer örtlichen Heimat zurück. Ein neuer Weg! Dürfen wir denn von einem Wege überhaupt sprechen? Wir sind in einen tiefen, hässlichen Sumpf gerathen und müssen große Anstrengungen machen, uut überhaupt auf festen, sicheren Boden zn gelangen, wo wir dann Man könnte dieses Gedicht den classischen. den symbolischen Ansdruck des Prvletarierelends nennen, in diesem einen ist das Schicksal aller gezeichnet. Bon ganz anderer Schönheit und schmerzlich süßer Stimmung ist das in deutschen und jüdischen Blättern schon des öfteren abgedruckte Gedicht: „Mein Jüngele". Leid und Liebe, Vaterliebe, Mutter- und Kindesliebe ist wohl selten in so wenigen und schlichten Worten mit mehr Kunst und Innigkeit geschildert worden. Dass unser Dichter unter Thränen auch lachen kann, beweist sein humorvolles Gedicht: „Was ist die Welt?" In immer kühneren Bildern variiert er die Frage von Freiheit, Glück und Lust, bis er znm Schlüsse ausruft: „Ist aber die Welt ein Schlachtengefild, *« Wo die Starken den Schwachen bezwingen, Dann hält mich nicht Weib, dann hält mich nicht Kind, Ich gehe nicht feige von hinnen. Ins Treffen stürz' ich mich, wie ein Held, Wie ein Len kämpf' ich für den Schlvachen — Und trifft mich das Blei, stürz' ich tobt auf das Feld, So kann ich sterbend noch — lachen!" — Ein tiefes Empfinden und Sichversenken kennzeichnet seine Beziehung zur Natur. Die Gedichte: Der „Kanarienvogel", „Herbstgesänge", „Blumen im Herbst" sind Perlen der Sammlung; das letzte namentlich überrascht durch die höchst vriginelle Auffassung: Die Natur, die im Neichthum schwelgt, ist ihm einmal die Verbündete der Neichen. Mit ihren liebsten Kindern, den Blumen, gesellt sie sich dem Neichthum, seine Freuden ztt erhöhen, und darum — als der Herbst kommt und sie nun selbst mit den ihren dem Untergange entgegenblickt — ruft er den Blumen zn:

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