Jüdisches Volksblatt
- Journal
- Jüdisches Volksblatt
- Volume
- 1 (1899)
- Issue
- 23 (21.7.1899)
- Date
- 1899-07-21
- Page
- Seite 4 (sequence 4)
- Language
- German
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Seite 4 Jüdisches Volksblatt 21. Juli 1899 Nr. 23 Wien, Freitag Ausland Berlin Zu den wohlthätigsten Eiurichtuttgen der Neuzeit gehören unzweifelhaft die Feriencolonien, mit deren Einrichtung die Möglichkeit geboten wurde, einer Anzahl armer Kinder die nöthige Erholung während der Ferien zu bieten. Der Wohlthätigkeitssinn unserer jüdischen Mitbürger hat sich dieser Einrichtung gegenüber trefflich bewährt, und die namhaften Mittel, die dafür zusammengeflossen sind, ermöglichen es, alljährlich 300—400 jüdische Kinder in die Erholungsstätten zu senden. Aber freilich bleiben noch viele Hunderte zurück, denen die Erholung kaum weniger noththut. Auch diesen armen Kindern ein wenig zu bieten, hat sich ein kleines Comito aus einigen Damen zusammengefunden, das allwöchentlich während der Ferien Partien nach den schönsten Plätzen der Umgebung Berlins veranstaltet. Tie armen Kinder werden in das Freie geführt, mit Bahn oder Dampfer, erhalten Kaffee und Kuchen, sowie Abendbrot und werden mit angemessenen Spielen unterhalten. Die Damen des Comitos haben selbst und mit Hilfe einiger Freunde in diesem Jahre die Mittel aufgebracht, um 50 armen Kindern allwöchentlich diese Erfrischung zu schaffen. Die Erfahrungen mit der verhältnismäßig neuen Einrichtung, dieselbe besteht seit vorigem Jahre, ist eine ausgezeichnete. Die Kinder, die schon in ihrer Jugend so viele Entbehrungen erfahren müssen, sind wenigstens einigemale im Sommer in der Lage, es so gut zu haben, wie bessergestellte Altersgenossen, und wer die strahlenden Gesichter der Kleinen auf diesen Ausflügen gesehen hat, wird es verstehen, dass die Damen des Comites sich für ihre mühevolle Thätigkeit durch die Freude, die sie den Kindern machen, reich belohnt finden. Wie wir hören, soll diese Einrichtung im nächsten Sommer noch erheblich erweitert werden. Leipzig. In seinen deutsch-socialen Blättern schreibt Lieber mann von Sonnenberg unter anderem folgenden Passus: „Es unterliegt keinem Zweifel, und wäre eS thöricht, wenn man sich in unseren Parteikreisen darüber einer Selbsttäuschung hingeben wollte, dass die große nationale antisemitische Bewegung im Deutschen Reiche augenblicklich auf einem todten Punkte angekommen ist, der überwunden werden muss. Die Werbekraft des antisemitischen Gedankens ist gegenwärtig nicht geringer geworden, als sie es früher war, aber die Zahl der Männer, die für seine Ausbreitung mit Erfolg gearbeitet und geschafft haben, schmilzt zusammen. Viele ,sind todt, andere sind in dem Kampfe persönlich so geschädigt worden, dass sie aus der vordersten Linie zurücktreten mussten und die ältesten Streiter fangen an, müde zu werden. Die planmäßige und zielbewusste Agitation ist ins Stocken geraden." Amsterdam. Bei den letzten Wahlen sind vier Juden in den Stadtrath unserer Stadt neu gewählt worden. — Professor Dr. B. I. Stockvis, einer der ersten Aerzte von Amsterdam, hat das Commandeurkreuz des Nassau Oranienordens erhalten. London. Am Montag 9. Juli fand die alljährliche Generalversammlung der Anglo-jewish Association statt, die von dem Präsidenten Claude G. Montefiore mit einer ausgezeichneten Ansprache über die Situation der Gesellschaft und die Lage der Juden im allgemeinen eröffnet wurde. Aus derselben heben wir hervor, daß die Gesellschaft jetzt 36 Zweigvereine hat, welche im Ganzen 11.000 Mark Einnahme hatten. Von sehr großem Nutzen hat sich die gemeinsame Arbeit mit der Alliance israelite universelle in Persien erwiesen, wo die Anwesenheit der europäischen Lehrer, speeiell des Director Cazes in Teheran, die Wirkung gehabt hat, die Lage der Juden wesentlich zu bessern. Das Werk der Jewish Golonisation Association, bei dem die Anglo-jewish Association ja auch engagiert sei, entwickle sich langsam, aber gerade diese Langsamkeit gebe die besten Hoffnungen für die Zukunft. London. Der „Palestine Exploration Fund“ hielt am 11. Juli seine jährliche Generalversammlung ab, bei der Bericht erstattet wurde über das Resultat der Ausgrabungen in Tell-es-Safi und in Tell Fatnariya. Bei den ersteren glauble man, eine der Festungen gefunden zu haben, die König Rehabeam hat bauen lassen. General Wilson erstattete Bericht über seine Reise nach Palästina und Moab. Bei dieser Gelegenheit erwähnte er auch die außerordentlichen Leistungen der jüdischen Colonisten, welche ans Wüsteneien blühende Gärten und Felder geschaffen hätten. Besonders in Ebron haben dieselben ganz Außerordentliches geleistet. General Wilson stellt nach dem, was er selbst gesehen, den jüdischen Colonisten in die erste Reihe aller Colonisationselemente, die gegenwärtig existieren. London. Am Freitag den 7. Juli verstarb nach schwerer Krankheit Lady Simon, die Witwe des vor zwei Jahren verstorbenen Sir John Simon. An der Seite ihres Gemahls spielte sie in der jüdischen Gemeinde Londons eine große Rolle und war auch literarisch mit Erfolg thätig. Mit Vorliebe schrieb sie über jüdisch-religiöse Themata, und ihr Buch über die Psalmen „Jenseits der ruhigen Gewässer" hat viel Anerkennung gefunden. Ihre Beerdigung, die am Montag stattfand, versammelte alles, was von den Spitzen der Gemeinde zur Zeit in London anwesend ist. Birmingham. Der hiesige Zweigvereiu der „Chowewi Zion" veranstaltete am Sonntag, 9. Juli, eine große Versammlung, in der Oberst G o l d s m i d und Mr. Prag über die Erfolge der Colonisation sprachen. Beide Redner forderten zu Beiträgen für die neue Colonie der Galizianer in Machnaim auf und rühmten die Leistungen des Vereines „Zion" in dieser Thätigkeit der Selbsthilfe. Erfreulicherweise fand dieser Appell kräftigen Wtederhall und es fanden namhafte Zeichnungen für Machnaim statt. Paris. Vor einiger Zeit berichteten wir über einen seltsamen Process in Montbeliard, dem folgender Fall zugrunde lag. Eine Gesellschaft I. Edouard Per not hatte als Agenten für Malz einen Juden namens T a b e t engagiert, denselben aber bei Ausbruch der antisemitischen Unruhen entlassen, ohne ihn nach den contractlichen Bedingungen zu entschädigen. Als er darauf Klage gegen Pernot erhob, schützte die Gesellschaft Forceniajeure vor, weil infolge des Antisemitismus sie nicht in der Lage gewesen sei, einen jüdischen Agenten zu verwenden, und das Gericht zu Montbeliard gab merkwürdigerweise diesem Einspruch statt. Tabet appellierte, und in einer Verhandlung vom 5. Juli hob das Gericht auf Antrag von Narzis Lewen das erstinstanzliche Urtheil auf und sprach Leon Tabet 3000 Frcs. Schadenersatz zu, und verurtheilte Pernot zu den Kosten aller Instanzen. Es gibt in Frankreich auch noch Richter. Paris. (Tod der Baronin NathanielNoths ch i l d.) Baronin Nathaniel Rothschild starb unvermnthet am 20. Juli in ihrem Pariser Hotel im Faubourg St. Honore. Sie war in letzter Zeit leidend gewesen, jetzt aber, wie man glaubte, wieder ziemlich hergestellt. Sie erreichte ein Alter von 74 Jahren und war die Schwester von Alphonse, Gustave und Edmond, sowie die Großmutter von Dr. Henri de Rothschild. Bayonne. Der Preis Lourigues, der für diejenigen Personen bestimmt ist, welche sich um den Unterricht das größte Verdienst erworben hat, ist diesmal an den Doctor Camille D e l v a i l l e, des Präsidenten des israelitischen Consistoriums gefallen. Bei der Verleihung wurden die Verdienste des Empfängers sowohl um die jüdischen, wie um die öffentlichen Schulen rühmend anerkannt. St. Petersburg. Der Senat hat endlich die den Juden günstige Entscheidung getroffen, dass die privilegierten Juden auch in Sibirien freies Wohnrecht haben. Noch eine zweite günstige Entscheidung hat endlich nach zehnjähriger Dauer der Processe der Senat getroffen, die nicht unwichtig ist. Im Jahre 1888 hat Stadthauptmann Grösser den jüdischen Ladenbesitzern befohlen, auf ihren Schildern Namen und Vornamen, sowie den Namen ihrer Väter voll ausgeschrieben in russischen Buchstaben auszuschreiben, damit jedermann sehen könnte, dass die Besitzer Juden sind. Die Ladeninhaber appellierten an den Senat, und dieser hat nun entschieden, dass jene Ordre gesetzwidrig sei und nicht befolgt zu werden brauchte. — Leider kommen aus den jüdischen Colonien des Gouvernements Cherson schlechte Nachrichten. Infolge der Missernte sind die Colonisten nicht in der Lage, ihr Vieh zu erhalten, und müssen dasselbe zu Schleuderpreisen verkaufen, so ein Pferd zu 6 Rubel, .und Kühe zu 10—15 Rubel das Stück. Die Aussichten der Colonien für die Zukunft sind infolge dessen recht trübe, da für die kommenden Feldarbeiten das Vieh fehlen wird. Witebsk. (Folter in Russland.) Wie der „Vorwärts" meldet, wurde vor einigen Tagen in Witebsk auf die Anzeige eines Spions ein jüdischer Arbeiter auf der Straße verhaftet. Im Gefängnisse wurde er einer schrecklichen Folter unterworfen und starb an den Qualen nach zwei Tagen. Die jüdischen Arbeiter und Arbeiterinnen veranstalteten eine Demonstration, zertrümmerten ein Haus, in welchem der Spion wohnte und geriethen in heftige Zusammenstöße mit der Polizei. Die Einwohner der Stadt sind durch dieses Ereignis sehr aufgeregt. Vermuthlich werden sich die Demonstrationen wiederholen. Der Verstorbene hinterließ einen Vater, einen alten Arbeiter, der bei der Nachricht über den Tod des Sohnes den Verstand verloren hat. Algier. Die feste Haltung der Behörden hat hier schon merklichen Erfolg gehabt, denn die eingeschüchterten Antisemiten wagen nicht mehr wie bisher zu Straßendemonstrationen und Krawallen zu schreiten. Am 8. Juli sollte eine antisemitische Riesenversammlung im Velodrom von Mustapha stattfinden, in der alle Antisemitenführer sprechen sollten, allein die Negierung hat dieselbe verboten und die Feinde der jüdischen Bürger haben sich diesmal ruhig zufriedengegeben, während sie in früheren Tagen sofort große Krawalle arrangiert hätten. Auch die Processe gegen die Antisemitenführer gehen ruhig weiter und die Gerichte, nicht mehr durch die Massendemonstrationen eingeschüchtert, kommen jetzt regelmäßig zu mehr oder weniger empfindlichen Vernrtheilnngen. Die Juden ihrerseits haben sich wieder friedlicher Arbeit gewidmet und sie nehmen jetzt ihrerseits eine Revanche, indem sie an allen Schulen und an der Universität die meisten Preise erobern. New-Aork. Hier soll im nächsten Jahre eine Neligionsconferenz tagen, zu der alle im Staate New-Aork vorhandenen Religionen und Secten eingeladen werden sollen. Dem vorbereitenden Comito gehören von jüdischen Persönlichkeiten an Rev. Dr. G. Gottheil und Rev. S. S. Wise. Die Conferenz ist aber nicht dazu bestimmt, Religionsgespräche zu führen, sondern Dinge zu erörtern, die alle Religionsgesellschaften gleichmäßig angehen. Bttluwayo. Die Medaillen für die Soldaten, welche in dem Aufstande der Matabele im Jahre 1896 gefochten haben, sind jetzt zur Vertheilung gelaugt. Unter Miseren Glaubensgenossen in der hiesigen Gemeinde sind mit diesen Medaillen ausgezeichnet worden: Lieutenant H i r s ch b e r g, Sergeant Harry M. Zeffert, Sergeant A. Tayfild, Corpora! M. D. Löwe n st a r k, die Reiter M. I. Löwenst a r k, R. D. H a n s e n, H. R o s e n b e r g, Samuels, D. B u t t, Berger Lewis und die Kanoniere Salomon I a c.o b s und N. P l a t n a u e r. Interessant ist, dass in dem ersten Matabelekrieg im Jahre 1893 ein Jude, der Reiter Walters, das erste Opfer des Krieges war. Die Judenschaft aus der Erde. Von Dr. E. H. V. In der eingehaltenen Reihenfolge ist der nächste deutsche Bundesstaat das Großherzogthum Oldenburg mit einer Bevölkerung von 354.908 Köpfen, von welcher 1552 (5 pro mille) jüdischer Nationalität sind. Die Vertheilung der Confessionen in den drei Landestheileu veranschaulicht folgende Tabelle: Protestanten Katholiken Sonstige Christen Juden Ändere Oldenburg Lübeck Birkenfeld 207.601 34.418 32.391 69.460 262 8.044 972 12 224 947 22 583 28 4 — Im Königreiche Preuße n, für desseu Gesammtbevölkerung die Zahl von 29,959.388 Köpfen eruiert wurde, stellte mau bezüglich der consessionellen Zugehörigkeit im Jahre 1885 folgende Ziffern fest: Zahl pro mille Protestanten 18,244.405 644-3 Katholiken 9,620.326 539-8 Sonstige Christen 83.467 2-9 Juden 366.575 12-9 Andere 3.697 0-1 Die Stärke der jüdischen Bevölkerung der einzelnen Provinzen des Königreiches kann für dasselbe Jahr aus folgender Zusammenstellung ersehen werden: Ostpreußen Zahl Io 667 pro mille 8 Westpreußen 24.654 18 Brandenburg 76.547 18-21 Pommern 13.291 9 Posen 50.866 30 Schlesien 51.181 12 Sachsen *) 7.373 3 Schleswig-Holstein 3.544 3 Hannover 15.009 7 Westphalen 18.935 8 Hessen-Nassau 43.145 27 Nheinprovinz 45.405 10 Hohenzollern 688 10 Die ungleiche Dichtigkeit der jüdischen Bevölkerung in den culturell ziemlich gleichmäßig entwickelten preußischen Provinzen lässt sich auf historische und wirtschaftliche Gründe zurückführen. Dabei sind erhebliche Verschiebungen innerhalb dieser Gebiete zu cvnstatieren. Die Zahl unserer in Berlin sesshaften Glaubensgenossen stieg in dem Lustrum 1880—1885 von 53.949 auf 64.383 Seelen, also um fast 20"/o- Der jüdische Theil der Eimvohnerschaft der deutschen Reichshauptstadt, welche am 1. December 1890 1,579.244 Personen zählte, machte bereits im Jahre 1885 48 pro mille derselben aus. Dagegen hat sich beispielsweise die Zahl der der mvsaiischen Confession Angehörigen in Posen während derselben fünf Jahre, 1880—1885, um 0 3 pro mille verringert. — Von den beiden kleinen Fürstenthümern R e u ß hat das von der älteren Linie beherrschte eine Einwohnerschaft von 62.754 Seelen, deren 49 (1 pro mille) dem Judenthume angehören, das der jüngeren Linie 119.811 Einwohner, davon 129 (1 pro mille) jüdische. Das Königreich Sachsen bewohnen 3,500.513 Menschen, von welchen 7755 (2 pro mille) Glaubensgenossen sind. Im Jahre 1885 wurden in den vier Keishauptmannschaften des Landes unterschieden: Bauhen Dresden Leipzig Zwickau Protestanten 324.689 825.985 755.256 1,170.081 Katholiken 29.886 28.529 12.368 16.422 Sonstige Christen 1.727 3.412 2.386 3.295 Juden 251 (Ip.m.) 2.597 (3 p. m.) 3.928 (5 p. m.) 979(1 p. in.) Andere 7 85 98 72 Die Statistik der sächsischen Herzogthümer ergibt nachstehendes Resultat. In S a ch s e n - A l t e n b u r g leben im Ganzen 170.864 Personen, wovon nur 39 Juden sind. Sachsen-Coburg-Gotha mit einerGesammtbevölkerung von 206.513 Köpfen beherbergt 549 (2-66 pro mille) Glaubensgenossen. Sachsen - Meiningen wird von 223.832 Menschen bewohnt, von welchen 1560 (7 pro mille) auf die jüdische Nationalität entfallen. In Sachse n- Wei mar-Eise nach gibt es 326.091 Bewohner; Juden sind darunter 1252 (4 pro mille). Von den 39.103 Bewohnern des Fürstenthumes Schaumburg-Lippe bekennen sich 366 (8-1 pro mille) zum Judenthume. Das Fürstenthum Schwarzburg-Rudolstadt zählt 85.803 Einwohner, davon 45 (0\5 pro mille) jüdische, während das Fürstenthum Schwarzburg-Svudershausen unter 75.510 Bewohner 237 (3 pro mille) jüdische hat. Im Fürstenthume Wald eck leben 57.283 Menschen, deren 804 (14 pro mille) der jüdischen Nationalität angehören. Als letzter deutscher Bundesstaat in der beobachteten Reihenfolge ist das Königreich W ü r t t e m b e r g zu erwähnen, welches eine Gesammtbevölkerung von 2,035.443 Köpfen zählt. Die 13.171 (0 pro mille) Juden dieses Staates finden sich in folgender Weise in den vier Landestheileu: ' pro mille Zahl der Gesammtbevölkerung Neckarkreis 5515 Schwarzwaldkreis 14-0(5 3 Jagstkreis 3768 9 Donaukreis 2123 5 Es sei mir gestattet, dem Bilde, welches soeben von den heutigen Verhältnissen, beziehungsweise jenen des Jahres 1885 entrollt wurde, jenes gegenüberzustellen, welches sich für die Zeit unmittelbar vor dem Zusammenschlüsse der deutschen Bnttdesstaaten zum heutigen Deutschen Reiche dem Statistiker darbietet. Wir wählen das Jahr 1867, jene Zeit, wo mit Ausnahme von Elsass-Lvthringen — dessen jüdische Bevölkerung, wie bereits gezeigt wurde, damals zahlreicher war als heute, was eben mit der späteren Annexion dieses Landes znsammenhängt — der Gebietscvmplex, den die deutschen Bundesstaaten umfassten, dein heutigen entsprach, da Oestereich bereits aus dem Bunde geschieden, Schleswig, Holstein und Lauenburg dem *) Selbstverständlich die preußische Provinz.