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Jüdisches Volksblatt · 1899-06-23 · 19 (23.6.1899) · p. Seite 2

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Journal
Jüdisches Volksblatt
Volume
1 (1899)
Issue
19 (23.6.1899)
Date
1899-06-23
Page
Seite 2 (sequence 2)
Language
German
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Seite 2 Wien. Freilaar Jüdisches Vo!ksb!a<i 23. Juni!899 Nr. 19 sie den Keim zu jenem furchtbaren politischen Antisemitismus. der beute alle Völker Oesterreichs gleichmäßig beseelt. Denn die Verfassung, welche die deutsch-liberale Partei Oesterreich gab, ist nicht aufgebaut auf der Gleichberechtigung aller Völker, sondern aus der Vorherrschaft je eines einzigen und der Unterdrückung aller anderen Volker. Die politische Präponderanz der Deutschen in VGnren und Böhmen, der polnischen Schlachla in GVJien war lediglich mit Hilfe der Juden ausrechtuu'rhalten. Wenn dieser Theil der Juden sich als selbstständige politische Partei constituierte und lediglich i b r Interesse verfolgte, dann zerfiel die Uebermacht vor allem der Deutschen in Mähren in ein leeres Nichts. Aber die liberale Presse wollte von der Freiheit der anderen Volker n i ch t s miss e n. sie wurde von Tag zu Tag deutscher, sie unterstützte immer nachdrücklicher die 3 ch lacht a in Galizien. Und die Juden glaubten ihr: denn sie hatten keinen anderen Führer, als diese Presse , und höchstens solche Personen, welche derselben genehm waren. So wurden die Juden, ohne es zu wollen, mitschuldig an der Unterdrückung der Czechen in Mähren und Böhmen, mitschuldig an der des armen polnischen und ruthenischen Volkes in Galizien. Und umso tragischer ist dieses Geschick, als gerade in Galizien mehr denn die H ä l f t e der j ü d i s ch e n B e v o l k e r u n g selb st zu den Aermsten der Armen gebärt, im beispiclosesten moralischen und materiellen Elend dahinsiecht und degeneriert. Und danu kam der Antisemitismus. Zuerst der gefühlsmäßige, dann der politische. Die Deutschen hassten die Juden als Fremdlinge, die Czechen und Polen überdies noch als die Helfershelfer ihrer Unterdrücker. Wohl mochten die Juden schon fühlen, dass ihre Haltung veriehlt, ihre Stellung unglücklich sei. Schon nuivben auch hie und da Stimmen laut, welche die Judeuschast ans diesen; unglückseligen Zwiespalt retten, ihr Vernunft und Einsicht predigen wollten. Die Juden hätten wohl auch gerne zugehört und den guten Rath befolgt. Denn unter dem erbitterten Kampfe, der in Wien und in ben Provinzen zum Ausbruche kam, hatten sie am schwersten zu leiden. Allein die liberale Presse wollte nichts davon wissen. Und '.o furchtbar war ihr Druck nab ihr Einfluss aus die Judmi, dass unter T a a f s e drei o f f i c i e l l e „Vertreter" der Judenschast, denen der Ministerpräsident die Unterdrückung des Antisemitismus gegen die Counitniernng Juer j u b t f ch e n Partei a n b o t, antworteten : Die Juden seien deutsch und würden niemals von ihrem Teulschthum lassen. Der Dank für diese Gesinnungstreue wurde den Herren von den Deutschen mit den gröblichsten und widerlichsten Beschimpfungen heimgezahlt. Und heute? Von dem kleineren Theile abgesehen, der?eine politische Gesinnung an die jeweilige Regierung verkauft hat, steht die Judenpresse auf demselben Standv.mkte wie vor mehr denn zwanzig Jahren, bat sie aus der blutigen Geschichte der Juden in dieser Zeit nichts gelernt, äo ist sie zur abscheulichen Caricatur einer verschwindenden Zeitepoche geworden, in deren Spalten 'politische Haltlosigkeit und moralische Corruption die niedersten Orgien feiern. Gibt es ein hässlicheres Schaniviel als jenes, das die Judenpresse, die doch in Oesterreich roahrhaflig nur von Hofräthen und Juden gelesen wird, aufführt? Ten Fußtritt, den die Juden, im „Deutschen Schulverein" empfie.ngen, nennt sie „einen wichtigen Schritt weiter zum Ziele der (deutsch-) nationalen'Bewegung", und das Programm der Deutschen Oesterreichs, das den Stempel des Schönerer'schen Antisemitismus aus der Älirne trägt, feiert sie, die von Juden geschriebene Presse, als „eine bedeutsame That des deutschen Volkes''. Heute geht sie Hand in Hand mit den Deutschnationalen, die sie nicht minder beschimpfen wie alle Juden, und morgen weint sie, die bezahlte Dienerin aller volksfeindlichen Großbanken, Verbrüderungsthränen mit der Socialdemokratie. Doch wozu dieses trostlose Bild in seiner gänzlichen Niedrigkeit ausrollen? Diese Presse, die soviel au den Ja! Der gute Saladiu ließ sich das gefallen, um keinen Anlass zu haben, gegen seinen Willen bei dem reichen Juden Nathan Geld zu erpressen, und er freut sich, tveun dcr Reiche und Weise genug ist, sich durch Geschichten, durch Mutterwitz aus denn Netz erretten zu können. Aber eine wahre Antwort auf die religiöse Frage ist das noch lange nicht. Wie Du siehst, lieber Freund, bin ich schon wieder in die unleidliche Kritik gefallen. Ich unterbreche sie. So viel konnte ich Dir beiheuern, die Empfindungen, die mir an diesem Abend im Burgtheater aufstiegen, werden bei mir nicht schnell verwischt werden. Nicht nur wir Nationatjuden, auch die Assimilauten, glaube ich, finden im Nathan feine Losung ihrer Ideen. Das Wort: Mensch anstatt Volk ist ins Wörterbuch der Gesellschaft noch nicht gesetzt worden, und ich zweifle, ob es einst gesetzt werden wird. Der wahre Ring ist noch nicht gesunden worden, und ich zweifle, ob er einst gesunden werden wird. Seine Eigenschaft. Liebe und Eintracht zu schaffen, wirkt nicht einmal im Theater, und mit Verleugnung der Rationalität und Profanierung der Religion hat der Judenhass noch lange nicht aufgehört. Rein! Ralhan ist kein Stück, das uns befriedigen kann, zum z lv e i t e n m a l e gehe ich nicht ins Burglhecuer, um es zu sehen, und rathe Dir, dasselbe schon beim erstenmale zu thnn. Dein Freund E . . . S . . . . (Aus der Straße gefunden und in Druck gebracht von R. A. Brande?.)" Juden verbrochen und noch immer nicht besser wird, hat längst aufgehört, ein Spiegelbild des öffentlichen Lebens zu sein. Sie ist sich Selbstzweck geworden, und bloß für die Erhaltung ihres schädlichen Lebens kämpft sie mit der sinnlosen Kraft des Verzweifelnden, mit der wahnsinnigen Taktik der DpsjM'rncins : 9! a ch uns die Sündflut. Doch ihre Tage sind gezählt. Liberal ist sie nicht, denn die liberale Partei hat aufgehört zu sein. Mit den; Judenthum hat sie nie etivas zu thnn gehabt, und mit der Judenschast wird sie ihr Spiel baldigst geendet haben. Tenn jene neue, kräftige Bewegung im Judenthum, die ruck der vollen Kraft ihres erwachten Bewusstseins für die moralische und materielle Unabhängigkeit des jüdischen Volkes kämpft, diese Bewegung, die voit Tag zu Tag, einer Lawine gleich, an Stärke nnd Intensität zunimmt, sie kämpft auch unter dem Schlagworte: Los von der „ I u ö e li p r e s s e"! Vom Tage. Die Länderbank und die hohe k. k. Negierung icheineu ein Cempaguiegeschäft eiugegangeu zu sein. Znnnndest in Hinsicht ans dm 3 c a it l> a i v v n B v r tj * { a tu. Gestern brachte die amtliche „Wiener Zeitung" die Nachricht, dass der „privilegierten" Lander bank die Cvneessivn zur Errichtung einer Aetiengesellschast „Bvryslaw" ertheilt wurde. Diese Gesellschaft soll sich mit der Gewinnung von Erdwachs, Petroleum ec. beschäftigen und die dazu geeigneten Terrains aittansen. Bor einigen Tagen aber erklärten Herr Hofrath Z e ch u e r und bev Minister für Gal;Sen einer Deputation jüdischer Kleinvrvdncenten, der Staat ivürde ihnen anlässlich der durch die neuen Bergpolizeivorschriften bewirkten Einstellung ihrer Gruben, eine „nicht rückzahlbare kleine Subvention" gewähren. Die Geschichte ist nicht übel. Sie ist schlau, diese Länderbank, tim den Erdivachsabb.nl vollständig zu monopolisieren nnd sich alle Eouenrrenten vom Halse zu schassen, lässt sie sich zuerst vom Staate Bergvolizeiuorschriften verschreiben, die sümmtliche kleinere Grubenbesitzer zivingen, den Betrieb emzustcklen. Diese humanen Vorschriften wurden zum „Schuh des Lebens und der Sicherheit der Arbeiter" heransgegeben. Der „Schutz des Lebens" der Arbeiter besteht darin, dass man über Viii A v beiter f a Milieu ihr Brod raubt, sie brutal und gewissenlos dem nackten Hunger ausliefert. — Aber die Länderbank ist noch nicht zufrieden. Sie will! nicht nur die Concurrenten los fe.u, sondern auch bereit wachshältigen Grund haben, natürlich möglichst billig. Wie sie das vorerst mit den Auftheilungsklagen machte, ist ja in unserem Blatte erzählt worden. Das hat nun dieser Ehren- Bank nicht ganz in den Kram gepasst. Darum ist sie jetzt auf einen Answeg verfallen, der noch besser ist, weil er sie überhaupt nichts kostet. Sie erklärt, dass sie vom jetzt ab beim Ankauf von Terrain anständig Vorgehen und sonst übliche Preise bezahlen werde/ nur müsse sie 'vorher die Sachlage genau prüfen. Nun, sie wird auch prüfen, die verehrliche Länderbank, bis zum 21. Februar 1.900, an welchem Tage alle anderen Gruben in Bvryslaw stillstehen werden. Dann werden die Terrains vollständig „wertlos" sein, die Länderbank wird imstande sein, dieselben um jeden beliebigen Preis zu erwerben. Um sich aber das gute Geschäft nicht zu verderben und Ruhe zu haben, lässt sie die kleinen Grubenbesitzer aus dem Staats s ä ck e l, mit d e m G e l d e all e r Steuerzahler O e st e r r e i ch s, bezahle n. Aber sie ist noch immer nicht zufrieden, die Länderbank. Um auch ihre früheren Verluste hereiuzubringen, gründet sie geschwinde eine Actiengesellschast. Schon im nächsten Jahre wird die E r d w a ch s p r o d u e t i o n der g e s a m m t e n Erde in ihren Händen monopolisiert sein. Sie wird natürlich den Preis gehörig in die Höhe schrauben. Das wirft erstens fette Dividenden ab und bewirkt, dass der Wert des Terrains stetig steigt. Die Actiengesellschast „Bvryslaw" wird bald zu den besten Oesterreichs gehören. Dann w i r d d i e L ä n d e r b a n k e i n e n T h e i l der Actien „ 0 e g e be u" it tt b schmunzelnd einen netten „B egebungs"- und einen noch netteren Cvursgewinn einst reichen. Hub derlei öffentliche Scandale spielen sich in Oesterreich nicht nur unter den Augen der Regierung, nein, sogar mit deren Hilfe ab, und die gesammte Presse, die spaltenlange Berichte über einen Blumencorso bringt, rührt keine Feder. Nur der Lemberger „Monitor", und der muss Galizien kennen, stellt die bezeichnende Frage, m i t wieviel P e r c e it t der „Staat s f ch a tz" an diese m galizischeu Geschäft betheiligt sei. Die „Ostdeutsche Rundschau" beschäftigt sich in der Nummer vom verflossenen Dienstag zweimal mit uns Juden. Das einemal meint sie anlässlich eines Processes der preußischen Eultusgemeinde R v g a s e u gegen Entfernung der „Gebets"- Drähre ebenso weise wie ehrlich, diese Drähte hätten den Zweck, die „eonfessionell vvrgeschriebeue Absonderung der Inden von den Ungläubigen zu markieren". Nun ist es ja möglich, dass die „Ostdeutsche Rundschau" nicht weiß, dass die Drähte lediglich den Zweck habe», jene Grenze anzuzeigen, bis zu welcher man am Samstag gehen darf, ohne eine Arbeit zu verrichten, da nach orthodoxer Anschauung jede, wie immer geartete Arbeit unterlassen werden soll. Aber wenn dieses Blatt daraus den Schluss zieht, die Inden hätten überhaupt das Bestreben, „Grenzen" zn ziehen, weshalb sie auch so gerne auf Inseln wohnten — siehe Leopoldstadt — und wenn es ferner an einer anderen Stelle bei der Besprechung des Mordes in Polna meint, nun werde es sich ja zeigen, ob ein Ritnalmord vvrliege — so ist das beiderseits ebenso dumm wie gemein, und wird nicht besser, dass die „ 0 st b e u t f ch e R u u ds ch a u" überdies noch eine geschichiliche Fälschung begeht. Und dieses Blatt nennt sich das Organ der deutschen Intelligenz, und die deutsche Intelligenz lässt sich das so ruhig gefallen. Sollte denn wirklich die ganze deutsch: Intelligenz reif — für Biedermannsdorf sein'? Bon dee deutschen Intelligenz glauben wir das nicht, wohl aber von der „Ostdeutschen Rundschau". Mil vereinten Kräften. Wir erhalten folgende Zuschrift: „In der Roth, erkennt inan den Freund" und in der Judennoth — die jüdisch-nationale Angehörigkeit. Solange es den Juden gut ergeht, die Zustände normal sind und ihre politischen und ökonomischen Verhältnisse von sich nicht reden machen, ist jeder Jude Bürger des Landes in welchem er lebt, ohne sich um die anderwärts wohnenden Juden zu kümmern. Kaum erschallt ein Rothruf von irgendeinem Orte, kaum ertönt ein Schrei um Hilfe vom entferntesten Punkte der Erde, da erwacht das jüdische Herz, da erwachen die nationalen Gefühle und alles, was nur Jude heißt, ist bestrebt zn helfen, an der Hilfsaction für seine unglücklichen Brüder nach Möglichkeit lheilzunehmen. — Wir waren es gewöhnt, den Rothschrei aus der Ferne zu vernehmen, ans Marokko, Persien, manchmal auch aus Russland und Rumänien. Run ruft die Roth aus unseren e i g e n e n Behausungen. Aus einem Landstrich u n s e r e t Monarchie, einer Provinz Oesterreichs, aus Galizien, erschallen Schreckensrufe. Der Schrei nach Brod der jüdischen Arbeiter in Boryslaw, hat das jüdische Mitgefühl im In- und Auslande wachgerufen und sind größere Hilfsactionen deshalb unternommen worden. Die j. 0. A, in London, die Onei Brilit, öie „Alliance“ in Wien, endlich ein LocalcomiG in Galizien selbst wollen jedes nach seiner Art und Auffassung, der Judennoth in Galizien znhilfe kommen. Hierin liegt eben der Fehler, dass jeder nach seiner Art Hilfe leisten will, „Rieht derjenige, der dem Armen Hilfe leistet, sondern der, der es versteht, wie ihm zu Helsen sei, wird gepriesen", lautet ein Ausspruch unserer alten Weisen. Man muss das Nebel au der Wurzel fassen, muss Land und Leute gründlich studiert haben, um erfolgreich helfen zu können. Das kann aber nur geschehen, wenn alle sich zu einer Hilssaction vereinen, wenn nicht London, Paris, Wien rc. jedes für sich eine Hilssaction unternimmt. — Mit vereinten Kräften ließe sich vieles erreichen, während in der Sonderung die Kraft sich zersplittert, die Mitte! sich verringern nnd die Hilfe somit nicht ausgiebic wirken kann. Ein Mahnruf zur Vereinigung alter Hilfskräfte für unsere Brüder in Galizien ist jetzt att der Zeit Möge sich baldigst ein vereinigtes Comitö bilden ein Comitö, in welchem auch Sachverständige unk Kenner der Verhältnisse im Lande im allgemeinen und der Lage der Inden insbesondere sitzen sollen, ein Somit«/ welches eine große Action, eine ganze Actio v ins Leben ruft. Nicht nur „Wer deu Dichter will verstehen", auch wer den Armen will verstehen, muss ins Land der Armut gehen. — Demgemäß muss man die Hilfsbedürftigen persönlich kennen lernen, ihnen selbst in die Augen schauen, um etwas Wirkliches, Ganzes zu schassen. Die Herren in London, Paris, Wien rc. könnten im Vereine mit dem Localcomitö in Galizien Ersprießliches wirken, wenn alle nach eine m Plan zu Werke gehen, und nach eingehendem Studium im Laude die Actiou beginnen. Darum, vereinigt Euch alle und mit vereinten Kräften wird es Euch gelingen, etivas Großes, etwas Ganzes zu schassen. Inland. Wien, 18. Juni. (I n d e n r c t n c S v tu m e r frische n.) Die „Ostdeutsche Rundschau"' schreibt in ihrer heutigen Nummer: „Als Ergänzung des vom „Jüdischen Bolksblatt" dankenswerter Weise veröffentlichten Verzeichnisses jitbenreiiter Sommerfrischen wird uns mitgetheilt, dass auck Karl N e y's „Pension Luitpold" in B e r ch t e s g a d e u „judenrein" ist. Hoffentlich melden sich auch andere Sommerfrischen, die ans die orientalischen Gäste verzichten". A u ch wir hoffen es, und werden nicht ermangeln, davon gevnrend Notiz zu nehmen. Wien. (Nekrolog.) In seinem 69. Lebensjahre verschied hier im Kraukeuhause der in Galizien bestbekannle tat mudische Gelehrte Herr Moses B e r n f e l d. Sein ganze-: Leben war stets der Wissenschaft geweiht und war er einer bet ersten und tüchtigsten Pionniere für Verbreitung der Haskala Linz. (Rückgang der ch r i st l i ch - s v c i a l e i Parte i.) Die kürzlich vollzogene Wahl eines Landtags-Ab geordneten für beit Schärdinger Landesgemeindebezirk beweis ebenso wie die letzte Reichsrathswahl in der V. Curie einet Rückgang des Cleriealistnns in Oberösterreich. Der clerical Candidat erhielt von 117 Stimmen 89, während auf den u« abhängigen Batierucandidaten 92 entfielen. Noch bei dei allgemeinen Landtagswahlen war D o b l h a tu tu er fast mi Sllinlneneinhelligkeit gewählt worden. <Kraz, 2<>. Juni. (Wir unter uns.) Wenn zwei siä zanken, so kann der Dritte etwas lernen, so ungefähr sollt man das bekannte Sprichwort variieren, wenn , man von de» häuslichen Ztviste der jHtnclo Judenhass in rührender Ueber eiustimmnng sich befindenden Deutich-Nationalen und Christlich Socialen hört. Das ist, tvie man weiß, in Graz der Fall Letzten Sonntag war hier eine große christlich-sociale Volks versammlnug mtd da kam dann einmal wieder etwas zutage das sonst nur den Inden und Jndensvci in die Schuhe ge tvdt. Gemei schckdei der C, gewöhl Die 'i überflti Verga spricht iiche l des B Polna Wucher Staat Klage wird Jude einem H ü l; sofort dürste k.age gcscnn schreit Ü nt 1 Herr tvetii in d u nt genv mite

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