Mannheim
Compact Memory

Jüdisches Volksblatt · 1899-06-16 · 18 (16.6.1899) · p. Seite 2

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdisches Volksblatt
Volume
1 (1899)
Issue
18 (16.6.1899)
Date
1899-06-16
Page
Seite 2 (sequence 2)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
97% known words query
IRI
…/2432763-2432764-2432782--0162-2433678
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

Seite 2 Wien, Freitag Jüdisches Volksblatt 16. Juni 1899 Nr. 18 Derartige Aeußerungen haben wir bisnun bloß von Galizien vernommen, und zwar vom Statthalter Grafen Badeni und später vom jüdischen Abgeordneten Dr. Emil Byk, die beide wiederholt öffentlich erklärten: „In Galizien gibt es keinen Antisemitismus, und wenn dort die Judenverfolgungen in Excesse ausarten, so ist das bloß auf politische Agitationen zurückzuführen. Nun erfahren wir, dass es auch in Rumänien keinen Antisemitismus gibt, und dass Judenplünderungen einzig und allein infolge politischer Agitationen Vorkommen. — Wohl wird der Jude allenfalls beraubt und misshandelt, aber Antisemitismus? Gott bewahre! — Das brächte die Schamröthe ins Gesicht Galiziens wie Rumäniens. — Und die jüngsten Judenplünderungen in Jassy haben wirklich das Maß alles dagewesenen bedeutend übertroffen, so dass die Bukarester Pöbelkrawalle vom 5. December 1897 dagegen zu vollständiger Unbedeutendheit zusammenschrumpften. Sie kamen nicht unvorbereitet. Denn drei Tage vorher haben an den Straßenecken von Jassy riesige Placate die Judenmetzeleieu verkündet und die Rädelsführer haben es offen herausgesagt, dass sie am Sonntag, nach der Versammlung, die Juden wie Lämmer hinschlachten und deren Vermögen der rumänischen Volksmenge preisgeben würden. Die Polizei musste darauf aufmerksam werden, wenn sie gegen diese „politische Agitation'' ehrlich und energisch hätte auftreten wollen. — D i e Behörde kannte ganz genau den Zweck dieser Sonntagsversammlung und hat dieselbe dennoch nicht verboten. Das aufgebotene Militär kam-wie gewöhnlich — zu spät, das heißt, nachdem bereits alles ausgeraubt und ausgeplündert und nichts mehr zum verwüsten war. Und doch heißt es im inspirierten Briefe der „Politischen Corresp." wörtlich: „Die Vorgänge in Jassy hatten den G l a u b e n erwecken können, dass der Antisemitismus in Ru mänienzu neuem Leben erwacht se i." Wahrlich! Es muss einem die Schamröthe ins Gesicht steigen, wenn man diese Zeilen liest . . . Im Briefe wird versichert, „dass man in jenen Vorgängen nicht Anzeichen einer religiösen Unduldsamkeit oder Rassenhasses zu erblicken hat. Und die Regierung selbst, die alle Juden als „Fremde" betrachtet, selbstredend nur dort, wo es sich um Rechte handelt — dagegen sind ihnen Pflichten in Geld und Blut in gleichem Maße wie den „Einheimischen" auferlegt — wie will sie denn diesen Zustand nennen?! Ist er nicht auch als „Anzeichen religiöser Unduldsamkeit und Rassenhass" zu bezeichnen? Und die Excesse in Bukarest und Jassy, sind sie nicht von der Regierung, wenn auch nicht bestellt, doch zum Mindesten toleriert? Die gegenwärtige conservative Regierung sucht vergebens der liberalen Partei die Schuld in die Schuhe zu schieben. Denn Thatsachen sprechen laut dafür, dass Männer wie Filipescu, der in der conservativen Partei eine leitende Rolle spielt, gerade wie D r. I st r a t i, der sogar Mitglied der jetzigen Regierung ist, an der Spitze der antisemitischen Bewegung im Lande, stehen. — In puncto „Judenhass" und „Judenverfolgung" haben diese zwei größten Parteien niemals gestritten und die jeweilig aus Ruder gelangte suchte die andere in dieser Beziehung zu übertreffen. — Der Curs rücksichtlich der aus allen Weltgegenden Jünger herbeieilten, um später, gestärkt von Glauben und Wissen, überall als Prediger und Seelsorger willige Aufnahme zu finden. — Zu der Religiosität und Gelehrsamkeit des Rabbiners und Seminarrectors traten noch erzieherisch hinzu die edle Persönlichkeit des Menschen, das fühlende Herz des Juden! Wer sich nicht dem persönlichen Zauber dieses unermüdlich von früh morgens bis zur Mitternacht arbeitenden Mannes willkürlich entzogen, der war gefeit gegen die Verlockungen der Großstadt, die Versuchungen der Jugend, die Ablenkungen einer falschen Bildung, der fand auch bald für sich selber die Richtschnur, nach der er später im praktischen Leben als Rabbiner und Seelsorger zu handeln vermochte. Nichts Jüdisches war ihm fremd! Ueber den Kreis seiner Gemeinde und seines Seminars, für dessen finanzielle Erhaltung er auch Sorge tragen musste, drang oft sein liebevoller Blick und umfasste die Interessen der Inden und des Judenthums! ' Zu einer Zeit, da in jüdischen Streifen jede Solidarität negiert und verpönt wurde, veranstaltete er Hilfsactionen für die Juden Persiens, Russlands, Rumäniens, und während man von mancher Seite darangieng, aus dem Gebetbuch „Zion" und „Jerusalem" auszumerzen, wirkte er unermüdlich für das Heilige Land und half den Verein „Leman Zion" schaffen, dessen Thätigkeit keine marktschreierische, aber umso intensivere ist. Dieser jüdische universelle Geist war es aber auch, der ihn von den Fesseln einseitiger Parteidoctrinen freihielt. Als man vor wenigen Jahren in Deutschland unter der Aegide Dr. Ungerleiders daran schritt, zum Heil des bedrängten Judenthums einen allgemeinen Rabbinerverband zu begründen, war es Dr. Israel Hildesheimer. der im Gegensätze zu der Frankfurter Orthodoxie, ja mancher seiner eigenen Schüler darauf drang, das Interesse des Judenthums dem Parteidogma voranzustellen, und seinem Muthe ist es zuzuschreiben, wenn alle Rabbiner Deutschlands zur Verathung und Meinungsäußerung sich zusammenfanden, ein Ereignis, das erst unlängst bei der Schechitasrage seine weittragende, segensreiche Bedeutung erwiesen. Judenbeschränkung ist immer der gleiche in etwas verschärfter Form geblieben. In Rumänien wie in Galizien gibt es also keinen Antisemitismus! Der Antisemitismus ist auf deutschem Boden großgezogen und die slavischen, wie die rumänischen Völker, nehmen nur ungern etwas von den Deutschen. Viel lieber greifen sie zu den alten Spaniern hinüber, um sich dort die Methode zur Judenverfolgung zu holen. Die Inquisition in Spanien hat freilich auch dort zu „politischen Agitationen" gedient, und ist der Antisemitismus bei uns etwas anderes als „politische Agitation" geworden? Der „Katheder-Antisemitismus", der rein auf dem Boden der Rassen- und Nationalitätenverschiedenheit steht, ist im Praktischen auf ein ganz anderes Geleise gerathen, wo er in der Roheit des Volkes seine Unterstützung gefunden hat. Ob unter derselben Firma, oder durch Annahme anderer Namen und Signale, bleibt uns gegenüber ganz egal. — Der Jude wird allenfalls verbrannt. Interessant ist es und es soll hier besonders hervorgehoben werden: Die Judenkrawalle in Jassy haben Rumänien die Schamröthe ins Gesicht getrieben, und dieses hat auf einmal der ganzen Welt gegenüber ausgerufen : „Bei uns im Lande gibt es keinen Antisemitismus. — Au ch w i r könnten darüber lachen, wenn es nur uns nicht soviel Leid bereitete. Vom Tage. Ueber Boryslaw brachte die gestrige Nummer der „Arbeiter-Zeitung" eine Notiz so offenkundig verlogenen Inhaltes, dass man sich wundern muss, wie ein angeblich anständiges Blatt sich nicht schämt, dergleichen aufznnehmen. In dieser Notiz schreibt die „Arbeiter-Zeitung", einige jüdische Gemeinderüthe von Boryslaw, die in dem Hilfscomite für die unglücklichen Arbeiter functionierten, hätten die gesammelten Beträge nicht thatsächlich an die nothleidenden Arbeiter abgesührt, sondern dieselben benützt, um einige abgekrachte Producenten und ihre eigenen Verwandten zu betheiligen. Das ist eine schwere Verdächtigung, nicht nur der Personen selbst, sondern auch jener, welche die Betheiligung leiteten. Wer nun diese Männer kennt, Männer, deren Ruf über jeden Zweifel erhaben ist, die für ihr wohl stilles, aber urnso anfopferungsvolleres Wirken im jahrelangen Dienste jüdischer Barmherzigkeit nicht viel mehr Lohn hatten, als ihren geachteten Namen, der musste von Vorneherein wissen, dass diese ganze Geschichte von Anfang bis zu Ende entstellt und verlogen sei. Wir werden der verehrlichen „Arbeiter-Zeitung" die gehörige Antwort geben, nicht ans Grund entstellter, tendenziöser Berichte, sondern auf Grund von Thatsachen. Nur um die ganze Abgeschmacktheit und Lächerlichkeit dieser Patentprotzerei mit Volksfreundlichkeit und Wahrheit zu kennzeichnen, sei folgendes erwähnt: Die erwähnte Notiz stammt sicher von einem jüdischen Advocatnrs-Concipienten in Droh ob y c z, namens Dr. F r i e d m a n n. Diesem Herrn, einer echten Frucht moderner decadenter Assimilationscheuchelei, glaubt die „Arbeiter-Zeitung" auf's Wort, ohne jede Information. Warum? Weil dieser Herr, der sich des Samstags noch ganz gesund und wohlgemuth zu Bett gelegt haben mochte, des Sonntags früh aus unerklärlichen Gründen gerufen haben dürfte: Hoch die internationale Socialdemokratie! Des Sonntags früh ist Herr Dr. Friedmann Socialdemokrat und halb unfehlbar, ehrlich, wahr und wacker, ein rechter Engel, Die Lebensarbeit, die Dr. Israel Hildesheimer geleistet, ist in ihren Folgen schier unübersehbar. So manche Gemeinde in Europa, Amerika oder Afrika trägt, ihr selber unbewusst, den Geistesstempel, den er in seiner Werkstätte geprägt, so manche jüdische Z e i t strömung führt Goldkörner, die i h m entstammen, und noch manches spätere Geschlecht, das der idealen Vereinigung von Cultur und Religion zustreben wird, wird ihm, dem Pfadweiser, dankbar zurufen: „Mein Vater, mein Vater, Israels Wagen und Reiter!" Profestvr Heyliiaim Steinthal. Tiefe Trauer ist in Israel eingezogen, denn einer seiner bedeutendsten Denker und besten Söhne ist nicht mehr. Eon Steinthals reicher Geistesarbeit, welche weite und disparate Gebiete der Wissenschaft umfasste, ist allezeit ein glänzender Strahl auf das Judenthum zurückgefallen, dem er entsprossen, das er kannte und mit ganzem Herzen und ganzer Seele liebte und dem er vor allem jene Kraft und Freiheit wiedergeben wollte, der es bedarf, die es entbehrt und begehrt. Wie einer jener alten Propheten, stand er selbst seit Jahren auf der hohen Warte der Zeit und sprach in begeisterter Rede, in Zorn und Liebe, mit Kraft und Muth, erhabene Mahnungen, hochgestimmte Tröstungen, Worte der Wahrheit und des Friedens zu seinen armen, bedrängten Glaubensgenossen. Und er ward nicht müde, ihnen eindringlich zuzurufen: „Vergessen wir nicht die Bedeutung unseres Namens Israel: G o t t e s k ä m p f e r, und lasset uns unsere Kinder erziehen zum Gotteskampfe, d. h. zum Kampfe für Geistesfreiheit." Steinthals Leben ist bald erzählt, freilich nur in seinen äußeren Umrissen. Er wurde am 16. Mai 1823 zu Gröbzig in Anhalt-Dessau geboren; er studierte in Berlin 1843 Philologie und Philosophie und habilitierte sich 1850 an der dortigen Universität, wo er überSprachder sich erlauben darf, Männer, die hoch über ihm stehen, mit den schmählichsten Anwürfen zu überhäufen. Denn diese Männer sind zufällig keine Socialdemokraten, und solche Bürgerliche sind nach der Eintheilung der „Arbeiter-Zeitung" entweder Idioten oder Unmenschen. Des Samstags abends aber, da Herr Dr. Friedmann noch nicht der geheiligten Partei angehören mochte, da gehörte er selbst zu diesen „Bürgerlichen" und war natürlich ein Idiot oder ein Unmensch. Ueber Nacht ist er, wie mancher anderer, zum Engel avanciert, denn er wurde Socialdemokrat. Wahrlich, ein billig Recept für die Rehabilitierung von Verbrechern und solcher, die es werden wollen. * * Die Christlich-Socialen sind doch wahre Genies. Was d i e Leute alles zusammenbringen, das ist wahrhaftig unglaublich. Jetzt haben sie mit ihrer unglückseligen Wahlreform sogar den „Donauclnb" zu neuem, wenn auch nur einabendlichem Leben erweckt. Diese Wahlreforiu hat dem „Donauclnb" Math und Gelegenheit gegeben, eine Versammlung im großen Saale des „Hotel Continental" abzuhalten. Man bedenke! Eine wirkliche Versammlung in einem wirklichen Saale mit vielen Thüren und einem eigenen Eingang. Wie mag dieser wahrhaft göttliche Umstand die Herzen derer vom „Donauclub" mit tiefer, inniger Freude erfüllt haben. Alle sah man sie beisammen in diesem Saal, von den Führern, den Angehörigen der ehemaligen liberalen Partei im Wiener Gemeinderathe und den jetzigen „Vertretern" der Juden, bis zu jenen merkwürdigen, im Dienste ergrauten Soldaten, die seit nunmehr zwanzig Jahren in jedem Winter mindestens zehnmal „mit der Fahne des Freisinnes siegen oder fallen". Es war ein wahrhaft rührendes Bild. Aber doch ganz fin de siede. Die Todten werden wieder lebendig. Der „Donauclnb" .hält eine Versammlung ab, und vor dem Ronachersaal sollen einige Alt-Liberale vorsichtig geschrieen haben: „Pfui Lueger, Cnriose Zeit, in der wir leben!" * -i: * Die „Nene Freie Presse" freut sich kindlich darüber, dass in der Versammlung in den Drei-Engel-Sälen den Christlich-Socialen einmal am eigenen Leibe gezeigt wurde, dass sie nicht mehr die Herren spielen können. Die Freude ist begreiflich; die „N. F. P." freut sich ja ganz unpersönlich, aus dem Parteiherzen, weil sie ja, nach ihrem „altbewährten Programm", vor dem „Economisten" nur ein solches haben darf. Weniger begreiflich erscheint es, dass das „vornehmste Weltblatt" der Monarchie — oder des Continents? — an der Prügelei solches Wohlgefallen findet, dass sie in den bewundernden Ruf ausbricht: „Aber wie sahen die verwegenen Hetzer nun aus!" und sich so schier der Wunden freut, welche die Christlich-Socialen erhalten haben. Dieser Theil der Freude wäre begreiflich, wenn damit der Partei der „N. F. P." eine Siegesfanfare zugeeignet würde; am Ende kann man sich auch der Wunden des Gegners freuen, wenn man sie selber geschlagen hat. Aber sich über die Stärke eines Feindes freuen, der einen anderen geschlagen hat, und von dem man morgen schon selber eine -Ohrfeige kriegen kann, das ist doch entschieden unvorsichtig. Was wird denn die „N. F. P." schreiben, wenn die Dentschnationalen s i e und ihre Getreuen — mit Fußtritten tradieren?? * * * Der Humor stirbt doch nie aus auf dieser armen Erde. Die traurige D r e y f u s - A f f a i r e hat in Wien ein Nachspiel gezeitigt, das einer heiteren Seite nicht entbehrt. Das „Wiener Tagblatt" hat es versucht, an der Hand Wissenschaft und Mythologie Vorlesungen hielt. In den Jahren 1852—1855 lebte er in Paris dem Studium der chinesischen Sprache und Literatur, das ihm zwei große Preise der französischen Akademie eintrug. 1855 wurde er Professor der allgemeinen Sprachwissenschaft in Berlin, wo er seit 1872 auch an der Lehranstalt für die Wissenschaft des Judenthums Neligionsgeschichte und Religionsphilosophie lehrte. Sein eigentliches Gebiet war und blieb die allgemeine Sprachwissenschaft, deren Aufgabe die Erforschung der Sprache im weitesten Sinne ist, also die Beantwortung der Fragen nach dem Ursprünge der Sprache, nach dem Verhältnisse des Sprechens zum Denken, nach dem inneren Zusammenhänge der Sprachen untereinander und der geschichtlichen Veränderung derselben. Die Beschäftigung mit dieser Wissenschaft ist zwar sehr alt, aber sie ist immer einseitig geblieben. Bis in das vorige Jahrhundert hinein beschäftigte man sich allgemein mit der Frage, ob die Sprache menschlichen oder göttlichen Ursprungs sei. Herder und Humboldt, wie auch Grimm, Heyse und Renan wollten nur die Lage des menschlichen Bewusstseins zeichnen, bei welcher die Sprache entstand und entstehen musste, oder den Weg entdecken, auf welchem sich der Mensch Sprache schuf und schaffen musste. Es handelte sich um ein Eapitel der M e t a p h y s i k. Dabei blieb der Ursprung als h i st o r i s ch e T h a t s a ch e ganz unberührt. Lazarus Geiger, der sich schon vcr Darwin eine Deseendenztheorie gebildet hatte, gestaltete die Frage völlig um, indem er sie als Gegenstand einer vorgeschichtlichen Untersuchung fasste und darin überhaupt die Entwicklung der menschlichen Vorstellungen und Begriffe erkannte. Hat Humboldt gezeigt, dass der Ursprung der Sprache ihr Wesen selbst ist, so will Geiger das Werden der Sprache vom Uranfange bis jetzt verfolgen; Ursprung der Sprache ist ihre gesammte Geschichte. Dagegen ist für Steinthal der rein psychologische Gesichtspunkt maßgebend. Seine Sprachphilosophie ist nicht nur eine psychologische Einleitung in die historische Sprachwissenschaft, sondern zugleich etne Einleitung in die Psychologie unb gerade darum auch in die Sprachwissenschaft; denn für unsere Denker ist die Sprache ein psychisches Organ. Die Er-

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.