Jüdisches Volksblatt
- Journal
- Jüdisches Volksblatt
- Volume
- 1 (1899)
- Issue
- 15 (26.5.1899)
- Date
- 1899-05-26
- Page
- Seite 4 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 1 Wien, Freitag Jüdisches Volksblatt 26. Mai 1899 Nr. 15 Ni Fräulein Charlotte Ullmann, zur Cassierin Fräulein Irma Ornstein und zur Controlorin Fräulein Leoutine Baumhor gewählt. —■ Die Ofener i s r a e l i t i s ch e C u l t ns g e m e i n d e batte sich ern ten bauptstädtischen Magistrat mit der Bitte gewendet, dir Oentvharsgasse in guten Zustand setzen und dadurch den in dieser Gasse liegenden Tempel zugänglich machen zu lassen. Der Magistrat ordnete an, dass die genannte Gasse schleunigst in guten Zustand zu setzen sei und hat damit sein Entgegenkommen aufs Nene bewiesen. — Seit kurzem ist die nächst S. - A - Ujhely gelegene Gemeinde Kovacsvägüs der Sammelplatz frommer jüdischer Pilger, die sich vom dortigen hochbetagten Rabbiner allerlei Rathschläge ertheilen lassen. Da guter Rath aber bekanntlich theuer ist, verdienen die dortigen jüdischen Familien durch die Bewirtung der Fremden ziemlich viel Geld. Wie es scheint, hat hiervon auch ein reisender Gauner Kenntnis erhalten, denn vorige Woche wurde in Kovacsvägüs einem jüdischen Wirte seine ganze Barschaft im Betrage von 600 fl. entwendet. Der Thäter war ein unbekannter Gast des bestohlenen Wirtes. ' Budapest (Ein jüdischer Friedhof). In der Gemeinde Jgaz im Weißenbnrger Comitate wohnen insgesammt drei jüdische Familien; diese besitzen weder ein Bethans, noch eine Schule, da die Mittel der kleinen Gemeinde hierzu nicht aus reichen, noch aber auch einen Friedhof, da ein solcher bisher noch gar nicht nothwendig war. Bor einigen Tagen starb jedoch das Oberhaupt der einen Familie und die armen trauernden Angehörigen kamen in nicht geringe Verlegenheit, da der Leichnam in eine Ortschaft mit jüdischem Friedhofe hätte transportiert werden müssen. Die Borstehung der Gemeinde machte aber bald diesen Sorgen ein Ende, indem sie vom Grundbesitze der Gemeinde ein kleines Gebiet den jüdischen Familien zur Benützung als Friedhof anwies. Erwähnenswert ist auch, dass bei der ersten Bestattung in diesem Friedhofe der Pfarrer der reformierten Gemeinde die Grabrede hielt. Vukovar. (I n st a l lati o n eines O b erg esp a ns.) Unter der großartigsten Betheiligung und mit seltenem Glanze wurde die Installation des im ganzen Comitate Syrmien hochverehrten und allbeliebten Obergespans, G. Peter von Jurkovics, am 17. d. M. in der Comitatsstadt Vukovar begangen. Der überaus imposanten Jnstallationsfeier muss auch an diesem Orte gedacht werden, weil der neuinstallierte Obergespan auch diesmal bewiesen hat, dass er zwischen den Confessionen gar keinen Unterschied macht, ein sehr edles, aber leider äußerst seltenes Princip, dem er jedoch auch während seiner 7jährigen Wirksamkeit als Vicegespan unseres schönen Comitates bei allen Gelegenheiten und zu jeder Zeit gehuldigt hat. Anlässlich seiner Installation sollte seinem Wunsche gemäß auch im israelitischen Tempel ein Gottesdienst stattfinden. Der Gemeinde gereichte die Erfüllung dieses Wunsches zur aufrichtigen Freude. Für die Aufrechterhaltung der Ordnung und die passende Ausschmückung unseres schönen Gotteshauses sorgte unter Leitung unseres verehrten Cultuspräses Victor Baum, ein rühriges Comite. Dem feierlichen Gottesdienste wohnte eine sehr illustre Gesellschaft bei. Außer dem neuinstallierten Obergespan erschienen im Tempel sein Amtsvorgünger, Se. Excellenz der Minister Erwin von C s e h, Geheimrath Graf E l tz, die Obergespäne Dr. Graf Theodor Pejacsevics, Dr. Nicolaus von Jurkovics und und Svetozar von Kussevich, Landtags - Präsident B. Gjurgyavics viele Reichstags- und Landtags-Abgeordnete, die Deputationen vieler Städte rc. Der verstärkte Synagogenchor trug unter Leitung des Obercantor Schwarz einige Psalmen in musterhafter Weise vor, worauf Oberrabbiner Dr. Diamant ein stimmungsvolles Gebet dige Weib ereilen, spiegelt sich das Leitmotiv, welches dem in kräftigen vierfüßigen Trochäen geschriebenen Epos zugrunde liegt. Es ist das hohe Lied des zu allen Zeiten und vollends in dem Jahrhunderte der Technik und Naturwissenschaft mit dem Materialismus um die Palme ringenden Idealismus. Es deckt die hohen, schalen, fühllosen Bestrebungen der modernen Zeit schonungslos in ihrer ganzen, widerwärtigen Nacktheit auf, mit sprühendem Witze und schäumender Satire reißt es ihnen das angelegte Feigenblatt herab, um sie durch ein liebliches Bild der Natürlichkeit und Einfalt, der Unschuld und Keuschheit all absurdum zu führen. Großartig und zeitgemäß ist der aus dem vollen Leben der Gegewart geschöpfte, oder eigentlich den wesentlichen Inhalt der Gegenwart erschöpfende Entwurf, kühn und phantasiereich, nichtsdestoweniger aber innerlich zusammenhängend die Ausführung, markig und gedankentief die Sprache, von der Kraft eines Ambosses, und ab und zu in lieblichem Wechsel in arabeskenartigem Spiele sich schlingend, die zündende Ironie. Robert Hamerling führt in seinem vorletzten Werke wieder einmal den glänzenden Nachweis, dass er Geist genug für sein Herz und Herz genug für seinen Geist besitzt, dass ihm das Gleichmaß der Kräfte, die Harmonie des Lebens den Stempel aufdrückt. Wie hätte doch an dem „Homunculus" Börne seine Freude gehabt, welcher die wahre Kunst für ein Kind der Zeit erklärt, das sich nicht etwa in dem unmittelbaren Bewusstsein der Gegenwart entrückten Zuständen, in der von der realen Welt abgeschiedenen idealen Sphäre heimisch fühlt, sondern von dieser sicheren, behaglichen Höhe in die Tiefe des wirren, krausen Lebens der Gegenwart sich stürzt und nächst den Musen dem Vaterlande und allen großen Zeitbestrebungen sich zu eigen gibt! Umso schmerzlicher muss es uns berühren, dass der Dichter bei aller Geißelung der Antisemiten eine unverkennbare Animosität gegen das Judenthum und seine Bekenner an den Tag legt. Auch einem Dichterphilosophen von dem Range eines Hamerling haftet die Schmach des Jahrhunderts an! J. B. Prödlitz. sprach. Die zahlreichen illustren Gäste waren voll des Lobes über die gottesdienstliche Feier im israelitischen Tempel. Ausland Berlin. Die „Kattowitzer Zeitung" veröffentlicht einen Brief, der auf die Verhältnisse in Oberschlesien ein grelles Licht wirft. Der Pfarrer des großen Ablassortes Bogutschütz hatte einen jüdischen Geschäftsmann in öffentlicher Versammlung beleidigt, und als der Gekränkte sich über die ihm widerfahrene Behandlung beschwerte, antwortete der Diener der Kirche, die die Liebe und der Friede sein soll: „Ich bitte, mich mit der Redensart „Deutscher Staatsbürger und e ch t e r P a t r i o t" zu verschonen. Sie sind I n d e, dessen Hauptbeschäftigung es ist, die Groschen der polnischen Leute iu Schnaps umzuwandeln. Ergebenst Skowronnek, Pfarrer. — Die Juden sind sonst bei den vberschlesischen Katholiken nicht schlecht angeschriebeu. Das Ceutrum hat auch Ursache, mit ihnen zufrieden zu sein, denn die Juden haben es verstanden, sich den Bräuchen der Kirche und den Gewohnheiten des Volkes anzupassen, und dazu sind sie auf dem glatten Lande — so unglaublich es klingen mag — die wirksamsten Agitatoren, über die das Ceutrum zur Wahlcampagne verfügt. Deswegen sind auch alle Versuche, den Antisemitismus nach Oberschlesien zu verpflanzen, bisher kläglich gescheitert. Die oberschlesischen Juden bekennen sich aber ausnahmslos zum Deutschthum und das ist der Grund, warum sie die Freunde des Herrn von Bogutschütz nicht sind. Denn nennt man iu Oberschlesien die Namen der polnischen Demagogen im priesterlicheu Gewände, so wird überall der des Pfarrers von Bogutschütz zuerst genannt. Der brennende nationale Eifer des Herrn Skowronnek achtet selbst die Ruhe der Todten nicht, und deshalb schon ist es begreiflich, warum dieser edle Herr von „Deutschen Staatsbürgern" und „echten Patrioten" schon verbleiben will. Machtlos stetht der Staat diesem Zerstörer des nationalen und konfessionellen Friedens gegenüber, machtlos anscheinend auch der Fürstbischof von Breslau, Cardinal Kopp. Berlin. Das Verhältnis der B uud es lei tu n g zu den A n t i s e m i t e n und der c o n s e r v a t i v e n Partei charakterisieren drei Auslassungen, die innerhalb einer Woche einander gefolgt sind. Aus Gotha war bekanntlich berichtet worden, das Oberhaupt des Bundes der Landwirte, Abgeordneter Freiherr von Wangenheim, habe dort über die kleine deutschsociale Reformpartei erklärt, er bedaure offen, dass sie gegründet worden sei. Das Organ der konservativen Parteiführung bemerkte hierauf, es sei sehr dankenswert, dass der Freiherr von Wangenheim einmal Gelegenheit genommen habe, sich in dieser Weise offen auszusprechen. „Die kleine antisemitische Partei habe in der That keine Existenzberechtigung." Diese Befriedigung hat aber'nicht lange gewährt; jetzt erklärt das Organ der Bundesleitung, eine gelegentliche, überdies persönliche Aeußerung des Freiherrn von Wangenheim sei nnbegreifticherweise als eine Absage an die antisemitische Partei aufgefasst worden. Für jeden, der sehen wolle, liege auf der Hand, dass es sich hier um nichts weniger, als um eine Absage handeln könne; die führenden Herren in der deutsch-socialen Reformpartei hätten die Aeußerung des Abgeordneten richtig aufgefasst. Es bleibt also beim alten und der Zanck innerhalb der antisemitischen Parteien kann zur Belustigung der anderen noch eine Weile fortdauern. — Ein Privat-Telegramm aus G l o g a u meldet, dass die Staatsanwaltschaft gegen das Urtheil, durch welches der Antisemit Graf P ü ck l e r-Kl. Tschirne von der Beschuldigung der Aufreizung zum Classenhasse freigesprochen wurde, Berufung eingelegt. Die „Staatsbürger-Zeitung" ist darüber recht ungehalten und tröstet sich mit der Aussicht, dass der Revision keine Folge gegeben werde. — In der „Schlesischen Zeitung" wird gemeldet, dass im Ministerium Erörterungen darüber im Gange sein sollen, ob nicht die grundsätzliche Abwehr ausländischer Juden von den östlichen Landestheilen auf die Zuzügler polnischer, mährischer und czechischer Abstammung beschränkt werden kann. Man scheint demnach eine Milderung der betreffenden Vorschriften für angezeigt zu halten. Aus welche Thatsachen sich diese Auffassung gründet, ist bisher nicht bekannt geworden. München. (Begnadigung eines Antisemit e n.) Der Bildhauer B a y r e r, der mit einem jüdischen Künstler in einem Kaffeehanse in Streit gerathen und in dessen Verlaufe ihm Nase und Ohren schwer verletzte, war zu einer mehrmonatlichen Kerkerstrafe vernrtheilt worden, wurde aber vom Priuzregenteu zu Festungshaft begnadigt. Einen Tag zuvor wurde gemeldet, dass Bayrer ein von ihm angefertigtes Original- Pvrtrait-Relief des Priuzregenten dem Verbände der Prinzregent Luitpold-Kanoniere zum Geschenke gemacht hatte. Paris. (Max Negis — Antisemitische Excesse). Das Schwurgericht in Grenoble hat den Antisemitenhäuptling mtb früheren Maire von Algier, den jugendlichen Max R 6 g i s, von der Anklage wegen Aufreizung zum Mord und zur Plünderung frei gesprochen. Der abgesetzte Maire von Algier, dessen Leibgarde der Generalstab der Pariser Antisemiten bildet, trat vor dem Gerichte sehr keck und frech auf und rühmte sich seiner jndenfeindlichen Bestrebungen. Nur behauptete er, wenn er rufe oder rufen lasse: „Nieder mit den Juden!" so wolle das noch keineswegs bedeuten: „Tod den Inden!" folglich werde er ungerechterweise gerichtlich verfolgt und einmal um das anderemal vernrtheilt. Die Aeußerung: „Wir werden unseren Freiheitsbanm mit Jude nblut begießen", die ihm nach dem Meeting in der Pariser Vorstadt La Vilette zngeschrieben wurde, will er nicht gethan haben. Der Pariser Polizeicommissär Martin, welcher dem Meeting beiwohnte, glaubte sich aber dieser Worte genau erinnern zu können. Zwei andere Polizeicommissäre, die aus Algerien herübergekonunen, drückten sich ebenso ungünstig über Max Regis aus und maßen ihm alle Schuld an den wüsten Vorgängen und schleichenden Unruhen bei. Der eine fing an über das Privatleben des „schönen Max" solche Geschichten zu erzählen, dass der Gerichtspräsident ihm das Wort entziehen musste. Trotzdem wurde Monsieur Negis, wohl unter dem Eindrücke d e r z n s e i n e n G u n st e n veranstalteten antisemitischen S t r a ß e n d e m o nst r a t i o n e n, freigesprochen. Gewissermaßen als Gegendemonstration begab sich ein Haufe von etwa 300 Personen vor dem Clercle militaire und brachte Hochrufe auf Dreyfus und Picquart aus, saug die Carmagnole und warf mit Steinen auf die Officiere, von welchen drei verletzt wurden. Diese Demonstrationett standen unter dem Eindrücke der Reden des Socialistenführers Iaures, der zwei Tage vor dem Processe in Grönoble gewesen war und die Menge über den Fall D r e y f u s aufgeklärt hatte. Als die Nachricht von der Freisprechung des Max Negis und des Zeitungsherausgebers P h i l i p p i mit großer Schnelligkeit sich in Algier verbreitete, versammelten sich zahlreiche Gruppen auf der Place de la Itepublique und riefen: Hoch die Freigesprocheneu. nieder mit den Juden! Die Ruhestörer begaben sich nach der Place du Gouvernement vor ein von Juden besuchtes Cafe und wollten die auf der Terasse sitzenden Gäste verjagen, letztere zogen sich ins Innere des Cafes zurück. Das Cafe wurde von der Polizei geschlossen und bewacht. Die Antisemiten gaben sich in ihrer Freude allerlei geräuschvollen Auslassungen hin. Einige Verhaftungen wurden vorgenommen, ernste Zwischenfälle ereigneten sich jedoch nicht. Man versuchte den Präfecten Luthaud zu belästigen; infolge des Einschreitens der Polizei gelang es ihm jedoch, unbehelligt seine Wohnung zu erreichen. — Infolge mehrerer Zwischenfälle, die in einer Formfrage wegen der hiesigen landwirtschaftlichen Ausstellung ihren Grund hatten, hat ferner der Präfect auch den jetzigen Bürgermeister vorläufig seines Amtes enthoben. Ein antisemitisches Mitglied des Generalrathes wurde wegen Beschimpfung des Präfecten verhaftet. In der Kammer kamen durch den Deputierten Millevoge diese Vorgänge zur Sprache und gaben auch hier Anlass zu lärmenden Sceuen. Nachdem der Ministerpräsident Dupuy erklärte, es seien mehrere Individuen verhaftet worden und Vertagung der Discussion verlangte, wurde wohl diese bewilligt und die Berathung über die Interpellationen wegen Algier eingegangen. Deputierter R o u a n e t (Socialist) griff die Antisemiten heftig an, worauf ihn Deputierter M o r i m a u d (Algier) einen Feigling nannte. Nachdem der lebhafte Lärm sich gelegt, wiederholte ein anderer Antisemit diese Beschimpfung — es war dies ein Journalist — worauf der Präsident die Räumung der Tribüne anordnen musste. Erst nach diesen lebhaften Scenen trat Ruhe ein und konnte in die Berathung eingegangen werden. Die Zustände in der Wiener Cultusgemeinde. i. Bei der Gründung des „Jüdischen Volksblattes" waren wohl die meisten unserer Parteigenossen und Freunde, namentlich die Wiener Leser, der Meinung, einer der Hauptzwecke unseres Blattes sei nicht zumindest die rückhaltlose Besprechung der Wiener israelitischen Cultusgemeinde. Mehr als einmal wurden Stimmen in dieser Richtung laut, die uns veranlassen wollten, jenen uns so nahe berührenden Vorgängen eine erhöhte Aufmerksamkeit zu schenken, und reichliches Material wurde uns zur Verfügung gestellt, um dem tvohllöblichen Vorstände eine „böse halbe Stunde" — vielleicht auch mehrere — zu bereiten. Wir verhielten uns all dem gegenüber völlig ablehnend. Getreu dem alten Worte, wollten wir den reconstruierten Vorstand „an seinen Früchten erkennen". Wir wollten ihm Zeit geben, den verfahrenen Karren ins richtige Geleise zu bringen, mit dem alten, verrotteten System zu brechen. Sechs Monate sind ins Land gezogen; die neu-, resp. wiedergewählten Mitglieder hatten mehr wie genügend Zeit, sich mit den Vorstandsagenden bekannt zu machen; mehr wie einmal war ihnen Gelegenheit geboten, zu zeigen, dass sie den schönen in den Wahlversammlungen gesprochenen Worten auch Thaten folgen lassen werden, dass es ihnen hoher, heiliger Ernst sei, das Programm, auf das hin sie gewählt worden und das zu erfüllen sie ihr Manneswort verpfändet, ausznführen. Und jetzt, nach sechs Monaten, dürfen wir es getrost anssprechen: Die mit d e m „j ü d i s ch e n V o l k s v e r ei n" v e r b ü nd e t e n T e m p e l v e r e i n e, deren C a n d i d a t c n beim e r st e n A n l a u f u n d t r o tz w e n i g e r T a g e A g i t ation von 2200 abgegebenen Stimmen es auf 900 brachten — wir sagen: diese gewiss starke Minorität hatte ein Recht, als sie die ihnen geradezu a u f g e d r u n g e n e n o f f i c i e l l e n C a n d i d a t u r e n bekämpfte, denn die Beweise sind bereits vorhanden, dass wohl einige andere Personen in den Cultnsvorstand gewählt wurden, dass aber das alte, unhaltbare, »veil verrottete S y st e m das Gleiche geblieben ist! Die neue n Mitglieder habeil sich bereits als „würdige" Nachfolger der ansgeschiedeneu erwiesen, der ges ch loss enen Ph a lanx der Majorität ist die aus wenigen f ü n f Männern b e st e h e n d e Minorität und damit das Gros der Gemeinde wehr- und machtlos p r e i s g e g e b e u! Wir gehören durchaus nicht zu jenen, die da vermeinen, es ließe sich eine radikale Verbesserung fauler, seit langer Zeit eingewurzelter Zustände im Handumdrehen erreichen. Wir gestehen offen und ehrlich: Wir würden uns gefreut und es frei vor aller Welt verkündet haben, wenn wir nur den guten Willen sähen, dais man ehrlich an eine Reform v o m Grunde heraus h e r a n z u t r e t e n w e n i g st e n s gezeigt. Wer sich aber . um mir Eines zu erwähnen — die 9 sagen das am nchm stette, hat d mit l hiesic Stau drnn b ez l seiter sei» b e a dann objec — r Versi von mit Posti unter der 6 und Wien dem, dran dient Zeit besch e i n a n e Kos I Jahr diese bank stank ä 9 n i t f i (1 f 11 s t ii 'S s i £ f 1 c i h s f M f 1