Jüdisches Volksblatt
- Journal
- Jüdisches Volksblatt
- Volume
- 1 (1899)
- Issue
- 12 (5.5.1899)
- Date
- 1899-05-05
- Page
- Seite 2 (sequence 2)
- Language
- German
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11; ')' '!■ reite 2 Wien, Freitag Jüdisches Volksblaft 5. Mai 1899 Nr. 12 schwer den ge s a m m t e n fl eine n Mittelstand: Bauern. Kleingewerbetreibende, Beamte privaten wie öffentlichen Charakters — in allen Völkern. Diese Schichten, die wirtschaftlich schwer leiden und selbst ihre kleinsten Forderungen derzeit nicht einmal zur Beachtung bringen können, werden endlich, gezwungen durch die Roth, Front machen gegen die chauvinistische Hetze und laut neue Zustände fordern. Allein zu schwach, den Kampf allein im eigenen Volke aufzunehmen und auszukämpfen, werden sich diese Schichten aller Völker vereinigen müssen. Und weil auch sie mit der Thatsache, dass sie aus ihrer Haut nicht herauskönnen, das heißt, dass sie einem Volke angehören, rechnen müssen, und weil historische Qualitäten sich nicht so einfach aus der Entwicklung ausscheiden lassen, werden sie gezwungen sein, eine Form zu finden, in der sie ihre nationalen Interessen in friedlicher Art wahren können. Und diese Form ist gegeben, die s o c i a l d e m o k r a t i s ch e Partei hat sie seit zwei Jahren bereits mit bestem Erfolge durchgeführt : Es ist die Form der national-autonomen O r g a n i s a t i o n. Das Verhältnis der volklichen Judenpartei zur großen Volkspartei wird ungefähr dasselbe sein, wie etwa das der czechischen Arbeiter-Organisation zur großen socialdemokratischen Partei. Und dieses bekannte Verhältnis bildet auch den wesentlichen Inhalt des Begriffes der nationalen A u t o n o m i e. Das sind nun allerdings Dinge, die jeder vernünftige Mensch in Oesterreich kommen sieht. Wenn nun gerade Herr Dr. K r o n a w e t t e r davon nichts sehen will, so ist das schließlich und endlich begreiflich. Gesteht er doch selbst indirect zu, ein Ideologe zu sein, einer von jenen Menschen zu sein, die es sich merkwürdigerweise als ein Verdienst anrechnen, nichts von alledem zu sehen und zu hören, was hier auf Erden vorgeht. So ist übrigens auch der letzte Einwurf des geehrten Rerrn Reichsraths-Abgeordneten erklärlich, da er triumphierend fragt, wie wir durch eine gesunde Mittelstandspolitik die „fortschreitende Zersetzung" des Mittelstandes hemmen wollten. Herr Dr. Krona wett er scheint wahrhaftig die allerneueste Zeit aber schon ganz verschlafen zu haben. Sonst müsste er doch aus den Untersuchungen von Ient sch und Bernstein wissen, dass ein großer Theil der Theorie von der „fortschreitenden Zersetzung" des Mittelstandes einfach unrichtig ist. Gewiss sind einzelne Zweige des Kleingewerbes dem Untergange geweiht. Aber weiß denn Herr Dr. Kronawetter nicht, dass statt dieser ganz neue, früher unbekannte Gewerbezweige entstanden sind? Und was will denn Herr Dr. Kronaweiter mit jener Schichte des Mittelstandes anfangen, die mit der fortschreitenden Cultur sich stetig vergrößert — dem Privatbeamtenstand? Und ferner: Wieviel von den erst in der allerjüngsten Zeit aufgetauchten modernen Mittelstandsforderungen den Productiv- und Consumassociationen aller Art sind denn schon durchgeführt worden, wie lange steht denn überhaupt schon die moderne Mittelstandsfrage in Discussion, dass Herr Doctor K r o n a w e t t e r sich gestattet, so leichten Sinnes darüber hinwegzugehen? Man möge doch nur erst einige dieser Forderungen durchführen, und man wird finden, dass ein neuer, blühender Mittelstand sich entwickeln kann, der alles andere denn die Keime einer fortschreitenden Mittelstandspolitik in sich birgt. Und dieses Ziel durch die gleichmäßige Anwendung der vorhandenen Mittel für alle ' betheiligten Factoren zu erreichen, das ist gesunde Mittelstandspolitik. Was Herr Dr. Kronawetter schließlich an unserer Forderung rücksichtlich des Minoritätenschutzes bekämpft, ist rächt recht ersichtlich. Er wendet sich nur gegen die von uns vertretene Form des Minoritätenschutzes, gegen die Wahl durch das Listenscrutinium. Wir empfehlen Herrn Dr. Kronawetter die belgische Wahlordnung zur Einsichtnahme. Er dürfte sich dann überzeugen, dass ein verständiger Wahlmodus mit dem Listenscrutinium vorläufig als die beste Form zur Wahrung des Rechtes der Minoritäten erscheint. Damit wäre vorläufig die Meinungsäußerung des Herrn Dr. K ro na w ete r abgethan. Es ist selbstverständlich, dass in einer Entgegnung alle unsere Programmpunkte nicht ausführlich besprochen werden können. Die eingehende, gründliche Discussion der einzelnen Punkte ihn, wie fein er es ausgeklügelt hatte, sich dem Schulzwange zu entziehen. Oft an besonders schönen Tagen stahl sich mancher hinaus und kam nicht wieder; er schlich dem Hengste nach. Dann machten sie Jagd auf Käfer, Blindschleichen rc., durchstreiften die tiefen Waldungen und kamen später völlig erschöpft nachhause. — Im Freien . fand der „Hengst" sein Lebenselement. Seine Trägheit, die er in der Schule nie ablegte, wich einer quecksilbernen Agilität. Wenn ihn der Hauch der Waldluft berührte, schien das einen Sturm in seinem Inneren heraufzubeschwören; sein Blut kam ihn Wallung und er riss alle anderen in den wilden Taumel mit. Der Tannenduft wirkte bei ihm, wie bei Erwachsenen die Glut des Champagners. Er stürmte dann die steilen Bergabhänge hinauf und herunter, wie ein Fohlen, das sich der Stange entrissen hat. Wenn ein toller Streich ausgeführt war, so hatte er gewiss seine Hand im Spiele. Er schwang sich daher bald zu einem gewissen Ansehen empor und war der erlesene Häuptling seiner Altersgenossen. In schwierigen Fragen war seine Ansicht ein Machtwort, und in den Fehden und Kämpfen sein Schlachtruf das unverletzbare Commando, wie etwa die Trompete in der Feldschlacht. Auf dem Bergabhange, der sich ohne Uebergang vom dichtesten Föhrenwald zum fruchtbaren Ackerland verflachte, fanden gewöhnlich die entscheidendsten Kämpfe statt. Die eine Truppe stürmte in wilder Jagd der Ausbau des gesummten Programmes muss stetig fortgesetzt werden, wenn unsere Partei auf festem Boden fußen soll. Koheleth. Die Affaire Boryslaw. Das Arbeiter-Elend. II—r. Inmitten dieser Einvernahme erschien plötzlich das von den christlichen Arbeitslosen gewählte Comite! Dasselbe wurde von dem verantwortlichen Redactenr nnseres Blattes, Herrn Golden berg, welcher der polnischen Sprache vollkommen mächtig ist, einvernommen. Die Uebersetzung der zn Protokoll gegebenen Angaben wurde zu Drohobycz von Herrn I. Goldenberg allein in meiner Gegenwart besorgt. Der Wortführer dieses Comites — den Namen will ich wieder ans den früher angeführten Rücksichten verschweigen — erklärte, sie seien gekonunen, trotzdem sie Socialdemokraten seien, damit auch über i h r Elend etwas in die Welt dringe. Ich ließ diesem Comite vorerst dieselben Fragen vorlegen, wie dem der jüdischen Arbeiter. Auch das christliche Comite führte als Ursache des beispiellosen Elends, von dem eine ausführliche Schilderung entworfen wurde, auf die „neuen Gesetze" zurück. Ich ließ sie fragen, wie es sich heute rücksichtlich des Cassierersystems und der Cantinenwirtschaft verhalte. Es wurde geantwortet, dass diese Dinge bei den Privatgruben sich längst aufgehört, dass aber die Lände rbank indirect wieder die Arbeiter zur Cantinenwirtschaft verhalte. Diesen Punkt werde ich später berühren. Auf meine Frage, wie die christlichen Arbeiter bei den j ü di sche n Unternehmern behandelt worden seien, kam die Antwort: Immer besser als bei der galizischen Creditbank und der Länderbank. ^Wie man bei der Länder bank gegen die Arbeiter vorgeht, möge aus Nachstehendem ersichtlich sein. In dem Comite der jüdischen Aufseher befand sich einer, der durch volle elf Jahre ans den Gruben der Compagnie Commeroial irancaise beschäftigt war. Seit dem Jahre 1889 zahlte dieser Mann Zl/% kr. vom Gulden in die Bruderlade, seit 1891 41/2 kr., in den Jahren 1897 und 1898 1 fl. 66 kr. per Monat Pensionsbeitrag, ferner erst 2 kr., dann 4 kr. per Gulden und Kopf als Kranken-Versicherungsbeitrag für seine Familie, bestehend aus Weib und fünf Kindern. Dieser Mann, der während seiner ganzen Dienstzeit nicht krank war und auch in seiner Familie weder einen Krankheitsnoch Todesfall zu verzeichnen hatte, wurde plötzlich ohneKündigung entlassen und erhielt als einmalige Abfertigung den Betrag von sage eimmdnemrzig Gulden 5« kr. Wie mir sowohl von den beiden Arbeitercomites, sowie von privater Seite mitgetheilt wurde, sollen viele der entlassenen Arbeiter und Aufseher von ihren eingezahlten Beträgen überhaupt nichts zurückerhalten haben. Eine Schilderung des unter diesen Armen herrschenden Elendes zn geben, dazu reicht meine Feder nicht aus. Die Leute leben nur mehr davon, dass sie Stück für Stück ihrer Habe für trockenes Brot eintauschen. Viele haben überhaupt nichts mehr zu verkaufen; die müssen sich und ihre Kinder von aufgelesenen Abfällen ernähren. Wie lange das noch dauern kann, ist klar; was dann kommen wird, lässt sich heute nicht voraus bestimmen. Antisemitisches. Die Gebieter in Boryslaw sind die Herren: S ch u m s k i, Muck und Weber. Herr Schumski ist eiu ehemalig preußischer Bergrath, Herr Muck ■ kommt von einer österreichischen Hochschule, und Herr Weber ist — ein getaufter Jude. Diese Thatsachen allein würden genügen, um von vorneherein festzustellen, dass von diesen Qualitäten in punkto Antisemitismus alles erwartet werden könne. Thatsächlich ist auch ein nicht kleiner Theil des gesammten Jammers in Boryslaw auf den Antisemitismus der genannten Herren zurückzuführen. Es sind mir so viele Details darüber mitgetheilt worden, dass ich den mir zur Verfügung stehenden Ramn weit überschreiten müsste, wollte ich alles anführen. Thatsache ist: Bon den Gruben der galizischen Creditbank und der Länderbank werden jüdische Arbeiter und Aussetzer, die jahrelang zur vollsten Zufriedenheit gearbeitet haben, unter den nichtigsten Vorwänden, vom Ackerland hinauf, während die Gegner, geschützt durch die Bäume, den Weg vor dem Walde zu vertheidigen hatten. Tannenzapfen bildeten laut eines völkerrechtlichen Vertrages die Geschosse. Allen voran, die seinen wie ein homerischer Held durch Zuruf anfeuernd, stürmte der „Hengst", mit strategischem Blicke die Schwächen des Feindes benützend, und stets heftete sich der Sieg an seine Fersen. Dann wurden sämmtliche Feinde zu Gefangenen gemacht; es wurden ihnen die Hände gebunden, und unter Bedeckung wurden sie in einen entlegenen Ort transportiert, wo sie durch einige Stunden gefangen gehalten wurden. Inzwischen beriethen die beiden Heerführer die Friedensbedingungen; die Besiegten mussten ein Stück ihres Territoriums abtreten, Geißeln stellen und zur Anlange einer Festung Frohndienste leisten. — Diese Kämpfe fanden nie ihr Ende; sie dauerten länger als der dreißigjährige Krieg und wurden mit großer Erbitterung geführt. Der gefährlichste Dienst war der eines Kundschafters, er bedurfte einer raffinierten Schlauheit und Vorsicht. Er musste den Feind erlauschen und erspähen, seine Pläne erforschen, seinen Streifzügen folgen wie ein Schatten. Wenn er sich aber erwischen ließ, harrte seiner die Strafe des Spießruthenlaufens. Es kamen da dünne Weidenruthen in Anwendung, die unbarmherzig auf den Rücken sausten. oft ohne dieselben, plötzlich entlassen. Ein Aufseher kam zn mir und erzählte mir folgende GeschichteAuf seiner Grube habe sich eines N a ch t s ein Unfall ereignet. Der verunglückte Arbeiter gab zn Protokoll, „der Aufseher habe ihn mit Schnaps tractiert". Trotzdem der erwähnte Aufseher Tagaufseher war, der doch nur tagsüber auf der Grube beschäftigt ist und mit dem Nachtarbeiter gar nicht in Berübrnng kommt, und trotz der Betheuernng seiner Unschuld wurde er für den Unfall verantwortlich gemacht und schonnngslos entlassen. Die früher erwähnte Verordnung über die neuerliche Prüfung der Aufseher ist ganz direct gegen die Inden gerichtet, da die meisten Aufseher Juden sind. Der getaufte Jude Weber, der selbstverständlich sich nicht genug christlich geberden kann, soll sich geäußert haben, er werde nicht eher ruhen, bis nicht der letzte Jude von seinen Gruben verschwunden sei. Herr S ch u m s k i errichtete ans der Wolanka, allwo sich früher eine Anzahl jüdischer Greißlereien, Trafiken rc. befunden hatten, einen christlichen Laden, der alle möglichen Concessionen in sich vereinigt, und zwingt die Arbeiter, in diesem Laden zn kaufen. Der Arbeiter, der nicht in dem christlichen Laden seine Einkäufe besorgt, erhält entweder gar keine oder nur selten eine Schicht. Uebrigens ein Vorgehen, das derzeit in ganz Galizien beliebt ist und mit beiträgt zur entsetzlichen, Verarmung dieses Landes. Hofrath Zechner. Hofrath Zechner ist Chef des Departements für Bergbauangelegenbeiten und als solcher eigentlich einzig und allein die maßgebende Stelle für diese jammervolle Affaire. Hofrath Zechner ist heute den Boryslawer Arbeitern und Kleimmternehmern die Verkörperung des teuflischen Geistes, des bösen Principes. Es fällt mir selbstverständlich nicht ein, diesen Standpunkt zu theilen; ich bringe hier nur Thatsachen vor, und was ich hinzustige, soll ruhig und sachlich von dem schlecht unterrichteten an den besser zu unterrichtenden Hofrath gerichtet sein. Ich nehme an, das Herr Hofrath Zechner, um dem Raubbau in Boryslaw einfür allemal ein Ende zu bereiten, und besorgt um das Wohl der Grubenarbeiter, die erwähnten Verordnungen herausgebcn ließ, dass er sozusagen ans social-politischem Pflichtgefühl handelte. Allein es scheint, dass der Herr Hofrath Zechner das Kind mit dem Bade verschüttete. Was wollte er? Das Leben und die Gesnudheit der Arbeiter möglichst schützen. Und was erreichte er? Dass Hunderte von Arbeiterfamilien hungern. Oder meint Herr Hofrath Z e ch n e r, dass diesen armen Teufeln, die ein halbes Leben in den Gruben ehrlich gerobvtet haben, geholfen ist, wenn man sie jetzt als Landstreicher abstraft und in ihre Heimat, die sie seit Jahren nicht gesehen, abschiebt? D a s heißt doch wohl nicht: Socialpolitik betreiben! Selbst zugegeben, dass diese so mit einemmale verschärften Vorschriften unbedingt nothwendig waren — wäre es nicht bedeutend socialpolitischer, für ihre Durchführung wenigstens einen längeren Zeitraum von einigen Jahren zu bestimmen, so dass es den Arbeitern mit anderer Hilfe leicht möglich gewesen wäre, nach und nach Boryslaw zu verlassen und anderswo Arbeit zu suchen? Was soll man denn heute anfangen, wo mit einem Schlage hunderte von Arbeitern brotlos wurden? Schließlich und endlich kann man doch nicht ruhig warten, bis diese Leute verhungert sind! Herr Hofrath Zechner möge unseren Standpunkt nicht verkennen. Uns handelt es sich vor allem und im erster Linie nm die Arbeiter. Heute sind gegen 600 Arbeiter brotlos, am 21. Februar 1900 werden ihrer hunderte dazu kommen, nahezu durchwegs Leute, deren Arbeitsbücher eine Dienstzeit von 10—30 Jahren anfweisen. Es ist doch fürwahr in Galizien so viel Elend, dass jeder vernünftige Socialpolitiker alles daran setzen muss, die Schar der Hungerleider nicht noch um einige taufeub zn vermehren. Es steht unbedingt fest, dass ein Theil der Arbeitslosen keinesfalls mehr Arbeit finden kann. Von denen soll jetzt auch gar nicht gesprochen werden. Aber m u s s man denn auch den anderen die Möglichkeit entziehen, das einzige Gewerbe, das sie gelernt haben, auszuüben? Herr Hofrath Zechner möge sich doch vor Augen halten, dass es sich wesentlich gar nicht um A r b e i t e r s ch u tz g e s e tz e handelt, sondern lediglich um eine M i l d e r n n g der Bestimmung rücksichtlich der 6 0 M e t e r - S ch achte n t f e r n n n g. Die Herabsetzung der Entfernung ans 20 Meter, sogar ein Aufschub der Durchführung ans einige Jahre, würde die Möglichkeit gewähren, den Betrieb der noch nicht geschlossenen l Gruben aufrecht zn erhalten und so eine große Anzahl zwar armer, aber ehrlicher, arbeitsamer Arbeiter von unsagbarem Elend zu bewahren. Und nur darum handelt e s s i ch. Aber vielleicht ist der Hofrath von seinen eigenen Untergebenen über die Nothwendigkeit der nenen Vorschriften schlecht unterrichtet. Dem wäre durch einige Thatsachen gewiss leicht abzuhelfen. Ich will einige anführen: Im December 1897 legten die Boryslawer Erdwachsproducenten im galizischen Landtage Beschwerde gegen die neuen Vorschriften ein. In der Bergcommission sprachen damals die galizischen Abgeordneten Weigel und Sczepanvwski ihre höchste Entrüstung über dieses Vorgehen offen ans. Doch die Mehrzahl der Mitglieder dieser Cvnunissivn, mit Herrn Wisniewski an der Spitze erklärte, dass die Petenten nur s o c i a l i st i s ch e Z w e ck e i m S ch i l d e führten, w es halb die Besch w erde auch erfolglos blieb. Nun weiß man in Galizien ganz genau, dass Herr Wisniewski eigentlich M a r ch w i c t i bedeutet. Und das genügt, ferner! Der Vorstand des Revierbergamtes in Stanislau, Ober-Bergcommmissär Pv d g o r s ki, äußerte sich offen, die neuen Vorschriften seien übertrieben und ungerecht. Diese seine Meinung veranlasste ihn, die nenen Vorschriften nicht mit der von oben geforderten Strenge durchzttführen, weshalb er bald von seinem Posten enthoben wurde. Herr Podgorski soll immer als sehr strenger Beamter gegolten haben, .Ich ■ könnte das Urtheil eines christlichen akadeuüsch gebildeten Betriebsleiters, von dem ich mir technische Informationen einholte,