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Jüdisches Volksblatt · 1899-04-21 · 10 (21.4.1899) · p. Seite 3

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Journal
Jüdisches Volksblatt
Volume
1 (1899)
Issue
10 (21.4.1899)
Date
1899-04-21
Page
Seite 3 (sequence 3)
Language
German
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Nr. 10 Wien, Freitag Jüdisches. Volksblait 21. April 1899 Seite 3 bleiben. Welcher Ausdruck ist wohl stark genug, um diese Art von Proselytemnacherei zu bezeichnen? Wenn die Clericaleu das Schwert, das sie gebraucht, nun gegen sich selbst gekehrt sehen, dann mögen sie sich nicht beklagen. Besser wäre es, daraus eine gute Lehre zu ziehen. Die „Arbeiter-Zeitung" hat sich in dieser Woche der Juden „angenommen". Das erstemal war es anlässlich der am vorigen Donnerstag abgehaltenen Protesiversammlung der jüdischen Lehrer. Die „Arbeiter-Zeitung" meint dazu, es könne den Lehrern wenig nützen, wenn sie sich den Zionisten in die Arme würfen. Das ist doch merkwürdig! Man sollte doch meinen, dass in der „Arbeiter-Zeitung" auch genug Juden sind, welche genügend Auskunft geben könnten, über die Strömungen im Judenthnme! Nur zur Beruhigung der „Arbeiter-Zeitung" constatieren wir der Wahrheit gemäß, dass die Versammlung nicht voll „den Zionisten", sondern vom „jüdischen Volksverein" einbernfeu wurde, dass daselbst kein Wort vom Zionismus und auch keins von einer jüdischen Schule gesprochen wurde, und dass alle diesbezüglichen Berichte auf Jrrthum beruhen oder erlogen sind. Doch nicht genug damit. Die „Arbeiter-Zeitung" fährt überdies fort:.. „Trotz alledem muss constatiert werden, dass es ebenso ungerecht ist, jüdische Lehrkräfte vom Avancement ausznschließen, wie es eine christlich-sociale Niederträchtigkeit ist, Socialdemokrateu und „Schönererianer nicht zu ernennen." Zu freundlich! Wenn ein Jude nicht ernannt wird, so ist das nur ungerecht. Doch wenn dasselbe einem Socialdemokraten oder Schönererianer passiert, so ist das eine „christlich-sociale" Niederträchtigkeit". Der Mensch beginnt nach dieser Stufenleiter sozilsagen erst beim Socialdemokrateu oder Schönererianer. Wieder ein Beweis mehr, dass wir Inden von keiner Partei etwas erhoffen dürfen, dass nur lvir s e l b st uns helfen können, wenn wir uns eng aneinander schließen, uns fest und strainm organisieren. Unser Mitarbeiter und Parteigenosse Dr. D. Neumark, Rabbiner zu Rakonitz in Böhmen, wird nächsten Donnerstag, den 27. d. im großen Saale des „Hotel Continental" einen Vortrag über das Thema halten: Ethik n n d Nationalismus i nt Iud enthu m e. Eine kritische Betrachtung. Wir halten es für unnöthig, dem Vortrage irgendwelche lobhudelnde Bemerkungen voransznschicken. Der Name Dr. Neumarks ist als Name eines der gründlichsten Kenner Galiziens und als eines der wenigen Seelsorger, die voll und ganz mit unserem Volke fühlen und leben, zur Genüge bekannt. Nur eines wollen lvir zur Aufklärung bemerken: Die Parteileitung hat sich bestimmt gefunden, das Referat unseres Parteigenossen als Vortrag anzusetzen, weil es sich bei diesem Referate um eine Ergänzung und Ausbildung des theoretischen Theiles unseres Programmes handelt. Die nationale Pflege des Iudenthums auf Grund der Religion desselben. Wir erhalten von geschätzter Seite folgende Zuschrift : Die Geschichte ist die Lehrmeisterin der Menschheit. Da beim Judenthum Confession und Nation sich decken. für uns verständlich, über Politik, über sociale Zustände, Wissenschaftliches, speciell über jüdisches Wissen, dass mein Vater voll Bewunderung auf ihn blickte. Nach aufgehobener Tafel forderte mein Vater ihn auf, auch die anderen Familien des Verbandes zu besuchen, um das Verhältnis mit ihnen inniger zu knüpfen. Nach seinem Weggehen sprach mein Vater seine Befriedigung über diese Aequisition aus und meinte, es müsse irgendein Geheimnis im Leben dieses Mannes sein, denn mit einem solchen Bildungsgrade wird man nicht Kinderlehrer, man müsse aber dieses Geheimnis schonen und dürfe seine Privatverhältnisse niemals berühren. Man erfuhr auch wirklich nicht, woher er kam und wie er hieß. Er wurde schlechtweg Herr Lehrer angesprochen, in dritter Person der „Kinderlehrer" und von dem Milamdim und ihrem Anhänge der „Meschumed" genannt. Er begann seine Lehrthätigkeit gleich am Sonntag nach seiner Aufnahme. Die Lehrstube war ein einzelnstehendes, seit dem Tode seiner letzten Bewohnerin, einer alten Frau, verlassenes Häuschen, aus Zimmer und Küche bestehend, das mit all seinem armseligen Mobilare von den Erben zu dem nunmehrigen Zwecke vermiethet wurde. Zwei Bretter auf Stühle gelegt, bildeten die Bänke, zwei aneinandergerückte Tische die Pulte und ein wackeliger, wurmstichiger Lehnsessel an einer der Schmalseiten das Chateder, welches unser Lehrer indes nur wenig benützte, denn er unterrichtete im Auf- und Abgehen oder in Umkreisen des Tisches und machte dabei eine wunderliche Figur mit der langen Tabakspfeife im Munde, in Hemdärmeln und den Cylinderhut stets auf dem Kopfe, weil er kein Käppchen hatte und doch nicht barhäuptig sein durfte. Dies schon deswegen nicht, weil seine ganze Unterrichtsweise das Hebräische als Unterlage hatte. Chumesch, die Psalmen, Jesaias und die kleinen Propheten, bildeten den eigentlichen Lehrstoff und nur all den Bibelvers knüpfte er gelegentlich gramnlatikalische Regeln, allgemeine Geschichte, Geografie und Naturwissenschaftliches. Er zeichnete vor unseren Augen mit Kreide auf den Tisch den alten Continent, von Palästina als Mittelpunkt ausgehend, um den sich alle anderell Länder Asiens, Afrikas und Europas als Appendixe in näherer oder weiterer Berührung gruppieren. Nachdem wir keine deutschen Fibeln hatten, musste er so kann eine nationale Pflege bei diesem nur auf der Basis seiner Religion erfolgen. In Mizrajim hatten die Juden wohl eine gemeinsame Sprache, eine gemeinsame Geschichte der Vergangenheit, ein gemeinsames Hoffen in die Zukunft, und waren daher ein Volk; aber ein jüdisches Volk wurden sie erst im Angesichte des Sinai und der Berge Ebal und Garisim. Da Moses hieraus sagte: „An diesem Tage bist Du ein jüdisches Volk geworden (Exod 19, Deutr 20). Von einer nationalen Pflege bei dem Hebräervolke in Mizrajim konnte keine Rede sein. Außer den Berichten im Pentateuch findet sich kein Sprachdenkmal aus jener Epoche vor. Dieser farblosen Generation konnte keine nationale Begeisterung beigebracht werden, obgleich sie für die Lehre des Judenthums empfänglich war. Es musste daher auf das Aussterben derselben gewartet werden. Erst die nächste Generation sollte Palästina besiegen. Diese Besitzergreifer Palästinas waren ein jüdisches Volk. Die nationale Pflege stand bei diesem, insbesondere bei den späteren Generationen, im Lande in der vollsten Blüte. Herrliche Sprachdenkmäler, wie sie kein Volk aufzuweisen vermag, geben Zeugnis davon. Die erhabenen Lehren der Religion standen nicht blos auf dem Papiere, sondern fanden auch praktische Anwendung. So die Behandlung der Fremden, welche in Palästina Gastrecht suchten (Geschichte von Grätz), das humane Benehmen gegen Proselyten (Sch'majah und Abtalion im Talmud) u. s. w. Diesen Umständen hatte Israel es zu verdanken, dass es 1340 Jahre im Besitze Palästinas war. Ein Bild des Verfalls zeigt uns die Epoche in der Diaspora durch den Aufstand unter Bar Kochba. Eine mächtige nationale Strömung hatte das jüdische Volk dazumal erfasst. Es galt das nicht lange vorher verloren gegangene Zion zu erobern! Weil aber diese nationale Begeisterung keine jüdische war, so hatte diese Bewegung die Schriftgelehrten, Rabbi Akiba und seine Schule zu Gegnern. Der Einfluss der letzteren auf das Volk war jedoch ein geringer. Den traurigen Ausgang dieser Bewegung verspüren wir noch heute. Ein Gemetzel ohnegleichen fand statt, dem kleinen Ueberreste des Volkes wurde Palästina verwiesen, und man zerstreute es in alle Welt, ja die „Cedern des Libanon", die Blüte des jüdischen Volkes wurden in ganz unmenschlicher Weise barbarisch gemordet! (rvo?& wn rroy) Durch die Jahrhunderte des Mittelalters und der Neuzeit förderten die Juden das Wohl der Völker, in deren Mitte sie lebten, nach Kräften, liebten dieselben trotz Verfolgungen mit allen Fasern ihres Herzens, wie erst jüngst der Reichsrathsabgeordnete Dr. Kronawetter sagte, standen auch in der Opferbringung für das Wohl des Vaterlandes den Mitbürgern anderer Confeffionen nicht nach, daher wurden ihneff auch die gleichen Rechte wie diesen verliehen. Dabei blieb der Jude im allgemeinen seiner angestammten Religion treu. Nebst der Pflege anderer Wissenschaften und Künste erhielt das jüdische Schristthum Erweiterung und Vertiefung. Der Jndifferentismus gegen die Religion, der schon seit Langem, insbesondere in derGegenwart bei denJuden besteht, hat den nationalen Verfall derselben zur Folge. Kol m’wasser. uns die Buchstaben in Druck- und Schreibform vorzeichnen und auch da nahm er die Parodigmen und später ganze Sätze aus dem Bibelstoffe. Selbst die Hauptpartien der Weltgeschichte in der nachgebildeten Zeit, brachte er uns als jüdische Geschichte bei. So erzählte er uns z. B. anlässlich der Sephira-Trauer, der jüdischen Maien zeit, über die Geseroth vom Jahre 850 (— 1090, dem Jahre des ersten Kreuzzuges) und sprach dabei über die zweihundert Jahre der sieben Kreuzzüge. Dieser streng nationale Unterricht machte mich, den 7 bis 8jährigen Knirps, schon zum Weltschmerzler. Es kamen Tage über mich, an denen ich träumerisch und unaufmerksam war, manchmal sogar Unlust zum Lernen zeigte und schwänzte, noch begünstigt durch die Zärtlichkeit meiner Mutter, die bei meiner geringsten Unpässlichkeit mich mit den Worten zuhause behielt: „Wirst Du um einen Tag später Row werden!" Dann kam aber gewiss d5r Lehrer abends nach den allgemeinen Lehrstunden zu uns und brachte mir in erzählender Form bei, was ich an dem Tage versäumte. Er gieng ganz in seinem Berufe auf und außer seinen Schülern schien alles für ihn todt. Er erhielt niemals einen Brief und schickte auch keinen ab; er gieng zu niemanden, außer zu seinen Kostgebern zur Essenszeit, wie man eben in ein Gasthaus geht, und empfieng niemanden. Bei vielen Feinden hatte er keinen einzigen Freund, selbst nicht unter den Vätern der Kinder, die er unterrichtete, bei aller Anerkennung, dass er in einwandfreier Weise seinen Beruf ausfülle. Er war allen zu abgesonderten und vornehmen Wesens. Die Synagoge besuchte er nur an Sabbathen und Feiertagen, und das immer erst nach dem „Leinen", damit er nicht aufgerufen werde, und stand da niemals anderswo, als in der untersten Reihe unter den Aermsten und Schnorrern, und entfernte sich noch vor Beendigung des Gottesdienstes, um von keinem gegrüßt zu werden und keinen grüßen zu müssen. In seinem Aeußeren zeigte er sich niemals vernachlässigt. Er trug zwar immer einen und denselben Rock, der war jedoch stets aufs Reinlichste gebürstet, die Stiefel gewichst und das Gesicht glatt rasiert. Ausgaben machte er keine, außer auf Tabak, Wäscheputzen und Stiefelwichsen, und er hätte selbst bei seinem geringen Einkommen noch einiges zurücklegen können, wenn er nicht den letzten Wir möchten dieser Zuschrift nur Folgendes hinzufügen: Es ist Thatsache, dass einerseits ein großer Theil der religiös nicht indifferenten Judenschaft das volkliche Moment negiert, während anderseits ursprünglich religiös ganz indifferente Juden aus nationalen Griinden unsere religiösen Gebräuche, soweit dieselben ein nationales Moment enthalten, befolgen. Das wäre denn doch auch in Betracht zu ziehen. " - ■ -— Inland. Wien. (Von der isr. theoll; Lehranstalt.) Sang- und klanglos wie im Vorjahre fiiidtn' in dieser Woche die Rabbinerprüfungen statt, welche im Organisationsstatnt der Anstalt ausdrücklich als „öffentliche" bezeichnet werden. Doch diese Oeffentlichkeit ist sehr beschränkt üMllimn kann nicht recht sagen, wen die Schuld trifft. Während ^ästderswo, z. B. in Budapest, die ganze gebildete Judenschaft die Rabbiner-Examina mit regstem Interesse verfolgt, ist bei nüs in Wien der Pflicht gegen das große Publicum Genüge gethan, wenn der Paragraph erfüllt wird, dass zwei im Amte befindliche Rabbiner und zivel Mitglieder des Curatoriums anwesend sind. Wann wird sich endlich diese Anstalt das Ansehen zu verschaffen wissen, dessen die erste und einzige jüdische Hochschule in Oesterreich keineswegs entbehren kann'? Unter den Prüfungscandidaten ist Herr Rabbiner Dr. Julius Max Bach (Ottakring), ferner der nach Mährisch-Schöuberg berufene Herr Dr. Moritz E. Proßnitz/der durch seine schriftstellerische Thätigkeit bekannte Herr Dr. L. Landau und Herr Dr. I. Bergmann, deis auch unsere Leser bereits kennen. Wir dürften im Laufender nächsten Wochen noch auf die an der isr. thcol. Lehranstalt herrschenden Verhältnisse ausführlicher zurückkommen. Intimus. Wien. Mittwoch den 19. April wurde Herr Berthold Rosenberg, der seit mehr als 40 Jahren als Bethaus- und Beth-Hamidrasch-Vereiusdiener der hiesigen Cultusgemeinde diente, zu Grabe getragen. Wir bringen diese Nachricht deshalb, weil es charakteristisch ist, dass ein Mann . in so bescheidener Stellung von den hervorragendsten Persönlichkeiten der Wiener Cultusgemeinde in solcher Weise geehrt würde. Zum Leichenbegängnisse dieses, wegen seiner Pflichttreue und großer Bescheidenheit allseits beliebten Mannes hatten sich eingefunden: Vicepräsident Dr. Alfred Stern, die Herren David R. v. Guttmann, Cultusvorsteher Dr. Markus Spitzer, die Bethausvorstände Teltscher Kohnberger und Wasservogel, kaiserlicher Rath Dr. Lieben, Amtsvorstand Gustav Wiener, sämmtliche Bethausdiener u. a. In der Ceremonienhalle hielt Rabbiner Dr. Schmiedt einen warmempfundenen Nachruf, worauf Herr Cantor Blatt mit dem Tempelchore die Trauergesänge executierte. Am offenen Grabe sprach dann noch Lector Friedmann, indem er noch die Tugenden des Dahingeschiedenen hries. Wien. (Eine schwankend e>. S t ü tz e der christlich-socialen Parte i.) Der antisemitische Gemeinderath und Bürgerschul-Director Ferdinand Rauscher wurde seinerzeit wegen eines in einem Kaffeehause im Zustande der Volltrunkenheit verübten Excesses vom Bezirksgerichte zu einer Geldstrafe von 50 Gulden verurtheilt, wobei die Volltrunkenheit als mildernd angenommen wurde, umsomehr, als das Parere Rauscher als habituellen Alkoholiker erklärte. Der Bezirksschulrath, dem diese Angelegenheit im Disciplinarwege vorlag, ließ es, wiewohl er bei seiner fast ausschließlich Kreuzer, den er besaß, verschenkt hätte. - Die Frauen der Melamdim waren seine Hausarmen. Nach zwei Jahren war er des Kosttagessens überdrüssig. Um sich selbst Verköstigen zu können, wurde ihm gestattet, einige Kinder mehr aufnehmen zu dürfen. - Nun lebte er nur von Milch und Brot und wurde außer von seinen Schülern fast von niemandem mehr gesehen, denen es allerdings gar nicht auffiel, dass er von Tag zu Tag schwächer und kränklicher wurde, denn er hatte ihnen keine Stunde Abbruch gethan, und immer mit der gleichen Wärme und Freudigkeit unterrichtet. Eines Tages jedoch musste er wegen Unwohlseins sie nachhause schicken. Dies fiel den Eltern nicht zu sehr auf, weil man von den Melamdim her an solche Ferialtage gewohnt war, die zum Gaudium der Kinder außer den kalendarischen Ferien eintraten, wenn eine Hochzeit in der Gasse stattfand, und der Melamed mit einem Theile des Brautpaares auch nur wie des Vetters-Fuhrmanns- Peitschenstiel verwandt war, oder wenn sein Weib in die Wochen kam und bei anderen freudigen und traurigen Gelegenheiten. Als wir aber am nächsten Morgen wieder kamen, war die Küche, durch die wir gehen mussten, und die solange kein Feuer gesehen, von Rauch erfüllt, und ein brunzeliger Geruch verbrannter Papiere und Siegellack schlug uns entgegen. Im Lehrzimmer selbst fanden wir den Lehrer noch im Bette, wie schlafend, es war jedoch der ewige Schlaf — er war todt. Er musste mit Bewusstsein gestorben sein und alle seine Documente früher dem Feuer überantwortet haben, um sein Geheimnis in das Grab mitzunehmen. Noch an deinselben Tage trug man ihn hinaus auf den guten Ort. Nur wenige begleiteten die Leiche, aber wir Kinder vollzählig und wahrhaft vom Schmerze ergriffen. Auf dem Rückwege konnte ich es trotz des Grauens nicht unterlassen, durch das offene Fenster hineinzuschauen in die schaurig stille Lehrstube. Mir war, als sähe ich den Geist des guten Lehrers. Ich wankte nachhause und musste zu Bette gebracht werden. Ich genas vvn dieser Spukvorstellung, doch bewahre ich meinen ersten Lehrer ein dankbares Gedenken bis heute. L. N—n. *

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