Jüdisches Volksblatt
- Journal
- Jüdisches Volksblatt
- Volume
- 1 (1899)
- Issue
- 4 (10.3.1899)
- Date
- 1899-03-10
- Page
- Seite 4 (sequence 4)
- Language
- German
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y; *v" Seite i Wien, Freitag Jüdisches Volksblatt 10. März 1 »1)0 Nr. 4 Wird man in Oesterreich etwa weniger rauchen, weil „der Tabak nicht gerathen ist"? Oder wird ein hohes Aerar etwa w e n i g e r am Tabak-Monopol verdienen, weil „der Tabak nicht gerathen ist"? Eine hohe Regierung scheint sich — gewohntermaßen allerdings — nicht der Gefahren bewussten sein, die ein solches Vorgehen heraufbeschwört. Doch das ist ihre Sache, das hat sie mit sich auszumachen. Doch e in e s möge sie sicher glauben: Die Zeiten sind vorbei, in denen man so ohneweiters ans dem Juden hernmtrampeln konnte. Das jüdische Volk erwacht und erhebt seine Stimme für sein Recht, so kräftig, dass noch manchen die Ohren gellen werden. Roch ist Oesterreich nicht Russland, und wir werden die Weile, die es bis dahin hat, wahrlich auszunützen verstehen. Czechen und Inden. Mau schreibt uns unter dem 0. d. M. aus B u d w e i s: Gestern nachmittags hielt der Landtagsabgeordnete Dr. Zütka hier einen Bortrag über den Fortschritt der czechisch-nationalen Arbeit im Süden Böhmens. Von besonderem Interesse in eine Stelle dieser Rede, die deutlich zeigt, wie stark schon der Antisemitismus auch in der juugczechischen Partei herangewachsen ist. Dr. Zütka meinte: „Eine dritte Stütze des Dentschthnms tu Bndwcis sind die Juden. N o ch i m Jahre 1848 wurde i n einem B u d w e i s e r Hotel e i u n ä cb 11gender I ir d e v o n der Polizei g e w e ck t n n d zum sofortigen B e rlassen der Stadt g e z w n n g e u, H e u t z n t a g e haben j e d v ch d i e I n d c n d i e L e i d e n d e r B erfolg u n g längst uo r g esse n. I in I a h r e 1880 wurden in B n d rv e i s 000, im Jabre 1890 1088 Juden gezählt. Der H a n d e l u n d die I n d u st r i e s r n d in ihren H ä n d e u, desglei ch e n eine große Anzahl von Hä u s e r u. Bon 12 A dv o c a t e n sind 8 Inden, die A e r z t e sind d u r chw e g s jüdisch .bis ans einen Deuts chnationalen, und dieser heißt — Svobvda! D i e Juden schlossen sich nicht der unterdrückte n P a v t e i a n, s e l b st dan n nicht, als a n 400 K a n s l e u t e der Umgebung mit i h n e n die H a u d e l s b e z i e h n n g en z u u n t e r b r ech e n drohten, wählten sie b i s a n f e i n i g e ehrenv o l l e A u s nahmen nt i t den Deutsche n." Was Dr. Zütka über die starke wirtschaftliche Stellung der Juden faselt^. ist natürlich zum größten Theile entstellt und unrichtig. Sind es doch gerade die Czechen, die in den letzten Jahren ganz bedeutende Handels- und Industrie-Unternehmungen creierten und mit vollstem Erfolge weiterführen. Doch was Dr. Zütka über die Juden als Stütze des Deutschthums sprach, hat leider seine Richtigkeit. Wie gewöhnlich, haben sich die Juden, selbst mit Aufopferung ihrer wirtschaftlichen Vortheile, für das Deutschthum eingesetzt, was selbst Dr. Zütka eingesteht. Was haben sie nun davon? In unserer. Stadt gibt es unter den Deutschen drei Parteien: Liberale, Deutschnationale und Christlich-Sociale. Die wenigen arischen Liberalen liebäugeln mit dem Antisemitismus, die Deutschnationalen und Cristlich-Socialen, so heftig sie untereinander sich bekämpfen, in puncto Antisemitismus sind sie einig. Und trotz alledem gibt es auch bei uns noch Juden, die sich „ihr Deutschthum nicht rauben lassen", die all ihre geistigen und materiellen Kräfte aufbieten, um den verfahrenen Karren der deutschliberalen Partei aus dem Kothe zu zerren, statt sie zu Nutz und Frommen des eigenen Volkes zu verwenden. Ein Pyrrhns-Sieg. Man schreibt uns aus Teplitz unter dem 6. d. M.: Die Liberalen unserer Stadt sind recht schlafmützige Herren. Während die Radical-Nationalen seit Wochen, ja seit Monaten mit allem Eifer und Geschick das Felo für die am 4. d. M. stattgefundene Hauptversammlung des deutschen Turnvereines bearbeiteten, damit der hiesige Turnverein „jndenrein" werde, rührten die Deutschfortschrittlicbeu nicht einmal die Hand. Der wichtigste Punkt der Tagesordnung war der Antrag auf „Austritt aus dem nordwestböhunschen Turngau", welcher am letzten Gauturntage seine Stn'uten dahin geändert hatte, dass nur „Deutsche arischer Abstimmung" Aufnahme finden. Bei der Generalversammlung belichtete Herr Lehrer Türmer in gründlicher Weise den Standpunkt des stets liberalen Vereines, indem er auf das bisherige friedliche Einvernehmen hinwies. An der hierauf fol.;-' iden stürmischen Debatte betheiligten sich meist die Radical- Nm analen. Tie namentliche Abstimmung wurde mit der Motivierung abgelehnt, es seien viele r a d i c a l - n a t i o n a l gesinnte Turner in jüdischen Geschäften t h ä t i g und könnten daher ihrer Meinung nicht unbeeinflusst Älusoruck geben; der Antrag des Vorstandes wurde sodann mit 62 gegen 61 Stimmen abgelehnt, worauf der größte Theil des Vorstandes auf eine Wiederwahl verzichtete. Soweit ist es also mit der Thermenstadt, „der Hochburg des Liberalismus", gekommen. Gerade Juden waren seit Bestand des Turnvereines die eifrigsten Förderer desselben in turnerischer und rn materieller Hinsicht, und daher musste ' schon die Discussivn des Antrages ein Faustschlag für die jüdischen Turner sein. Dass der seit 1862 bestehende und von dem jüngst verstorbenen Adolf Perntz im Vereine mit andere» Juden gegründete Turnverein seine jüdischen Mitglieder hinausgeorängt hat, bietet keine Ueberraschnng; es siegte eben der numerisch stärkere Theil. Für die jüdischen Mitglieder aber inöge dieser Antrag als Appell gelten, sich auf jüdisch-nationaler Basi t zu organisieren, aus dein Vereine sofort auszutreten und ihm jede fernere Leistung zu versagen. S- Der König wird binnen kurzem, wie uns aus Budapest berichtet wird, den gelehrten Oberrabiner Dr. Samuel o b n in Anerkennung seiner hervorragenden Verdienste znnl M a g n a t e n h a u s - M i t g l i e d e ernennen. Der König hat deal hiesigen öffentlichen ordentlichen Universitäts-Professor Tr. Gustav Schwarz, dem einzigen jüdischen ordentlichen Professor an der Bndapester Universität für Jurisprudenz und Staatswissenschaft, ferner dem Reichstags-Abgeordneten und ordentlichen Universitäts-Professor, Präsidenten des israelitischen Ackerbauvereincs Dr. Armin N e u m a n n in Anerkennung ihrer auf dem Gebiete der Gesetzesvorbereituug geleisteten hervorragenden Dienste den kön. ung. H o f r a t h s t i t e l verliehen. Ausland Justiz überin Petersburg Das russische Ministerium der sandte dem Senate der juridischen Facultät einen Gesetzentwurf zur Begutachtung, betreffend die Ausübung der Advocatie. Der Paragraph 4 bestimmt, dass die Zahl der nichtchristlichen Advocaten möglichst zu beschränken ist; „Weslnik Pruva", ein juristisches Fachblatt, bemerkt hierzu, dass diese Bestimmung sich ausschließlich gegen Juden richtet. Aus dem Berichte der Petersburger Universität über das verflossene Studienjahr entnehmen wir nachstehende Daten: Bon 3867 Hörern an sämmtlichen Facnltäten waren nur 158 Juden, also genau 4'18 Percent, da nach dem bekannten Gesetze die Zahl der an einer Universität studierenden Juden 5 Percent der Gesammt-Hörerschaft nicht überschreiten darf. Im ganzen erhielten 30 Hörer Auszeichnungen >c., von welchen 22, also Nichtjuden, dagegen 8 oder Inden waren. ' Ein Jude, Salomon Frankfurt, ist als Privakdocent' an der Universität thätig. Unter den Stipendien befindet sich als das höchste mit 6000 Rubeln jenes aus dem Nachlasse David Nafilowitsch'. Ans Rumänien. In der rumänischen Deputiertcnkammer spielte sich vorige Woche eine Scene ab. die zwar zu keinem Resilltate führte, aber schon an und für sich charakteristisch war. Der Abgeordnete K o g o l u i s ch a n u führte Beschwerde gegen einige Präfccten, die circa 200 eingeborene rumänische Juden als „Fremde" ansgewiesen hatten, unter welchen sich Kinder befanden, die das 15. Lebensjahr noch nicht erreicht hatten. Der bekannte Antisemit P o l i t i m u s erwiderte, dass sämmtliche Juden Anarchisten seien und zum Unwillen der übrigen Bewohnerschaft sich im Lande aufh«ltcn. Daran knüpfte sich sodann die nachstehende Debatte: Kogolnischamt sagte, dass sich in der Zwangsarbeitsanstalt Okna 350 Mörder gegenwärtig befinden, unter denselben nur ein einziger Jude, worauf Politimus bemerkte, dass dieser Umstand nur die Feig heit der Juden beweise. „Jawohl," erwiderte schlagfertig Kogoluischauu, „die Heldenthaten der Rmnäneu bestehen also aus Raub ltub Mord." Hier unterbrach der Vorsitzende diese Debatte, um rasch zur Tagesordnung überzugehen. Eine andere interessante Scene spielte sich in Piatra ab. Es ist in Rumänien Gesetz, dass die jüdischen Recruten den Schwur der Treue für König und Vaterland in die Hände des Rabbiners abzulegen haben. Bei der diesjährigen Recrntierung verweigerte der Rabbiner von Piatra, C'h'aim Lenil, die Entgegennahme des Schwures mit der Motivierung, dass der dortige Oberst seiner Bitte um Dienstbefreiung der jüdischen Soldaten an den hohen Festtagen nicht willfahrt habe; da nun der besagte Oberst der jüdischen Religion eine solche Missachtung entgegengebracht habe, könne der Rabbiner unmöglich die Recruten zur Achtung der militärischen Vorschriften auffordern. Ans die diesbezügliche Meldung des Obersten an das Kriegsministerium beauftragte der Kriegsminister den Stadtpräfecien, zwischen Oberst und Rabbiner zu intervenieren. Erst nach langem, hartnäckigem Widerstande gab der Rabbiner seinen Standpunkt auf, nachdem der^Oberst die bestimmte Zusage abgegeben hatte, für künftighin die jüdischen Soldaten an den hohen Feiertagen vom Dienste zu befreien. Zangwill über das Chieagoer Ghetto. In einer Unterredung mit einem Vertreter des „Jnterocean" äußerte sich der berühmte jüdisch: Novellist über das, was er im jüdischen Viertel der westlichen Handelsmetropole der Vereinigten Staaten gesehen: „Einen großen Unterschied zwischen dem Chieagoer und dem Londoner Ghetto habe ich nicht gefunden", sagte Zangwill. „Die hiesigen Straßen sind allerdings etwas breiter, aber der Schmutz ist der gleiche, wie in London. Die gleiche dumpfe, demoralisierende Atmosphäre, die gleiche schmutzige Umgebung. Der Straßenkoth soll — wie meine Bekannten mich versichern —■ nur eines jener localen Charakteristiken sein, woran die Stadtverwaltung die Schuld trägt und nicht die Inden. Ist das in der That der Fall, dann find meine hiesigen Glanbeusgenosfen im Vortheile gegen ihre Londoner Brüder. Doch ich glaube, dass ich die schmutzigsten Gassen noch nicht einmal gesehen habe, jene Gänge, welche die wahrenGebrechen der Großstadt sind, der übergrvßeuArmnt nnd Verzweiflung entsprossen. Mein Gang in dieses Quartier war durch einen Besuch veranlasst, um eine alte Bekanntschaft zu erneuern. Seit 20 Jahren hatte ich meinen Freund nicht gesehen — seit er die alle Welt verlassen. Ich fand ihn noch in genau denselben Verhältnissen, wie vor langen Jahren in London. Während ich mit der Welt fortgeschritten, war er stehen geblieben. Er stellt den Durchschiüttstypns dar aller derer, die im Chieagoer Judenviertel wohnen. Sie alle leben in der größtmöglichsten! Beschränkung, nur das Allernothwendigste besitzend, nur dasi Allernvthwendigste znm leben verdienend — und oft das nicht einmal. Sie wohnen in elenden Hütten, denn ihr Kampf ums Dasein ist ein sehr harter. Sie werden uiedergehalten von Ber-! hältnissen, auf die sie einen Einfluss nicht zu üben vermögen.! Ihre Umgebung ist die denkbar unsauberste. Große Familien in. zwei Räninen, wo durch Allhäufung von Schmutz Miasmen erzencst werden und Krankheiten entstehen. Und ich sah gewiss noch nicht einnlal das Schlirnnrste. Aber ich fand auch Gutes, A»-f zeichen, die mir die erfreuliche Gewissheit gaben für eiste! bessere Zukunft. Ich sah — ich weiß nicht mehr, in welcher Straße —• eine Handarbeitsschnle. Dort ruht die HosfnujjH der jüdischen Jugend des Chieagoer Ghettos. Chicago ist eisiö kosmopolitische Stadt, jnng, energisch und prosperierend. *”‘7 jin Was m ..män^rn London vergeblich versucht — dort wird es ausgeführt. Löncwn gehts mit seinem alten Schlendrian, wie einem alten Körper, der unfähig, weil er entkräftet ist. Und die anatomischen Verhältnisse alter Städte haben viel Gleiches mit jenen alter Leute? Unser Volk leidet daran, dass es in der Vergangenheit zuv^l mit dem Kopfe gearbeitet; dem Verstände wurde zuviel chigemuthet und dem Körper zu wenig; und gerade in der Thätigkeit des Körpers und der Hände liegt die Zukunft, die Verjüngung Israels. Diese Art, Geld zu verdienen, dazu fehlte nnß ms heute die Gelegenheit und wo es einmal der Fall, da mar es mehr dllrch Geistesarbeit. Darin ist auch der Grund zü suchen, warum unsere Nation sich hauptsächlich dem Bankfache und dem Kanfttrannsstande zuwandte. Die viele Jahrhundkvte andauernde Verdrängung ans dem Handwerke haben dcm'J'lstinct znm Handeln entwickelt und ist es ja thatsächlich der -Änzig: Weg geblieben, auf dem wir uns ernähre,! konnten. Jetztnaber ist eine neue Aera in Sicht. Die Handwerksschulcn werden unseren Kindern eine andere Erwecbsrichtung geben tutfr.;;fie werden es in Zukunft ebenso zu etwas bringen, wie bta Vergangenheit in den kaufmännischen Gewerben. nr/'i "Wey Schulsragen. AitHnsere Stammesand Rettgionsgenosten in allen österreichischen Landen! Mol Ein großer Schatz unerschöpflicher Lebensweisheit und rvissenschaftlicher Einsichten einerseits, eure unendlicheFülle schöner Dichtung voll großer, herzveredelnder Gefühle und poetischer Lebenspnschauungen andererseits sind in der Literatur unserer altehtUui^digen hebräischen Sprache enthalten, deren Pflege in den sogechannten civilisierten Ländern leider Gottes von Tag zu Tag zu imlster größerem Schaden des Judenthums und unserer Jugend abiiistlMt. Man kann es nicht leugnen, dass jene tiefe Pietät, welche in'Ä,st Zeiten vor der sogenannten Einancipation i,n Herzen der Knipd'r' gegen ihre Eltern und gegen die Alten überhaupt den weichsten Raum einnahin, immer inehr im Schwinden begriffen istziig/s aber auch das Selbstbewusstsein, welches in der Kenntnis der Geschicke großer Vorfahren und heldenhafter Geister der eigenen Nation seine unversiegbare Kraft schöpft, dass — das nationale Bewusstsein infolge Mangels der Kenntnis der eigenen Stagnm'esgeschichte einer erschreckenden Muthlosigkeit und einem öden'igndifferentismus Platz gemacht hat. 'Indem man einerseits die Köpfe der Jugend mit viel sogenanntem classischem Wissen füllt, lässt manihre Herzen leer voh st>er Begeisterung für die Großthaten des eigenen Stammes, der Aufopferungen und Siege, wovon die jüdische Geschicyte so reich/.an glänzenden Beispielen ist. Ist st'Da man der Jugend nicht die geeigneten geistigen Waffen zrw Mrtheidigung ihres Stammesbewusstseins gibt, so muss man sich. .'Ä)t wundern, wenn sie, ungerüstet den abscheulichen Verleumdungen des Judenstammes und der Verachtung Uebelwollender ausgesetzt, sich selbst des Judenthums schämt, das auch si^nicht kennt und worauf sie stolz iväre, wenn ihr seine Geschichte nicht,fremd wäre. Das soll anders werden! stJstDer vom hohen k. k. Ministerium des Innern für ganz Oesterreich genehmigte „Allgemeine hebräische Sprachverein", hat sich-zstr Aufgabe gesetzt, möglichst unentgeltlich Lehrcurse nach praktischen Methoden zur Erlernung der hebräischen Sprache zu errichten, nach Thunlichkeit die Herausgabe von geeigneten Lehrunst^Lesebüchern zu veranstalten, wobei durch ein besseres, weniger zeitraubendes System günstige Lehrerfolge erzielt werden sollen. Der'./Allgemeine hebräische Sprachverein" hat auch die Errichtung einmLehrerbildungsanstalt ins Auge gefasst, um den überall sich-'geltend machenden Abgang geeigneter zielbewusster Fachlehrer zu,beheben. st , Man braucht in nichts der allgemeinen Bildung zu vergebenf man braucht durchaus nicht auf die Errungenschaften der CipMsation zu verzichten und man kann doch seinem Stamme unhpseiner Geschichte treu bleiben und die edlen Geistesfrüchte gxqßser eigener Denker und Dichter in der schönen Form, in der stammeseigenen wohllautenden Sprache genießen. •...rr.r Der „Allgemeine hebräische Sprachverein" untersteht der Aufsicht ches Vereines „Erez Israel" in Wien, der sich seiner um so Liebevoller anninunt, als er in demselben ein die Einigkeit der gesMunten Volksglieder kräftigendes Band erblickt.;i Verehrte Stammes- und Glaubensgenossen! Wer inuner Nüch. unter Euch ein Fünkchen von jenem verklärten alten Hebräergeiste in sich hat, wird zu diesem wahrhaft großen uud nutzbringenden Ziele beizutragen sich als eine gute That anrechnen, chje, «jedermann eine edle Genugthuung verschafft. Man kann sich an mit einem Mindestbetrage von t Krone jährlich Mitglied dO genannten Vereines werden, der bei,veitem nicht die offieiellen Kreise zu stören und den etiva von Cultusgemeinden besorgten Unterricht lahmzulegen vorhat, sondern im Gegentheile MOcite Kreise zum Studium der hebräischen Sprache und damit ggch natürlich der jüdischen Geschichte und Literatur heranzu- Hljen und jene coinmunalen Einrichtungen höchstens durch Förderung und wohlwollendes Mitarbeiten zu stärkett beabsichtigt. ' .. und Förderung Zielen und der Nation Ach nothwendig dazu gehört. Wer sich diesem Vereine als Mitglied anschließen will, hat mw inittelst einer Correspondenzkarte seine genaue Adresse und ,yen Betrag in Kronen, mit welchem er sich an der Realisierung '^ser Bestrebungen betheiligen will, anzugeben und diese Karten sifi einen der untenstehenden Vereinsgründer zu richten. Jedes beitretende Mitglied crhält noch im Laufe dieses onates die deutsch und hebräisch abgefassten Statuten und *r-! ■ » /v**> ■ ,MJwV*y .... •*0 >. 'T:■' Mr ' Ist