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Die Stimme · 1966-09-01 · Heft 130 (September 1966) · page 7

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Journal
Die Stimme
Volume
1966
Issue
Heft 130 (September 1966)
Date
1966-09-01
Page
– (sequence 7)
Language
German
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NUMMER 130 DIE STIMME SEITE 7 Der Negew harrt der Entwicklung Nicht, weniger als 120.000 Menschen bewohnen heute den Negew und die Aravah. Wenn wir dabei in Betracht ziehen, daß Beer Schewa allein 70.000 Einwohner zählt und zwei andere Städte, Dimona und Ejlath, weitere je 25.000, so bleibt für den Rest des Negew eine sehr geringe Einwohnerzahl übrig. Im Grunde ist auch die Entwicklung Ejlaths, die in den ersten Jahren nach dem Sinai-Feldzug sehr dynamisch war, letzthin stark abgefallen, und nur Beer Schewa selbst zeigt noch eine Aufwärtsbewegung. Nicht selten versuchen die für den Negew Verantwortlichen die Schuld an dieser bedauerlichen Stagnation den Einwohnern des Landes selbst zuzuschieben. Es ist kaum zu bestreiten, daß die vorübergehende Wohlstandswelle in den dicht besiedelten Teilen des Landes viele Familien davon abgehalten hat, ihren ursprünglichen Plan, in den Süden des Landes zu ziehen, zu verwirklichen. Mit Ausnahme von zwei großen Werken ist die Überführung von Industrien in den Negew außerhab Beer Sehe was nicht gelungen. Der Mangel an Arbeitsplätzen trägt natürlich die Hauptschuld daran, daß es nicht gelingen kann, den Negew so zu entwikkeln, wie man es ursprünglich geplant hatte. Dabei beweist das Beispiel Beer Schewa, daß eine solche Besiedlung möglich ist. Auch die kulturellen Einrichtungen haben sich in der Hauptstadt des Negew so entwickelt, daß aus diesem Grunde niemand ablehnen könnte, in diese Stadt zu ziehen. Bereits 1912 gab es Siedlungsversuche im Negew, und 1882 schon beschäftigten sich jüdische Stellen mit Bodenkauf im Negew. Im Grunde aber kam es erst 1941 zu der ersten wirklichen und dauerhaften jüdischen Besiedlung dieses Landesteiles. Die dringende Notwendigkeit, daß 60 Prozent unseres Staatsgebietes, die den Süden des Landes bilden, aufzubauen und zu besiedeln, besteht heute noch in genau demselben Maße wie in den Jahren nach Staatsgründung. Es ist unbedingt nötig, daß die zuständigen Behörden alles Gewicht darauf legen, Industrien in diesen Landesteil zu überführen, Arbeitsplätze zu schaffen und damit gerade die im Lande geborene Jugend dazu anzuregen, sich selbst ein neues Leben im Negew aufzubauen. Feststehende Tatsachen nimmt man meist hin, ohne sie eindeutig zu analysieren. Wir wissen, daß der Negew und die Aravah, der Südteil Israels also, fast 12.000 der insgesamt 20.000 qkm Israels umfassen. Das bedeutet also, in Zahlen ausgedrückt, daß diese beiden Gebiete zusammen 60 Prozent des gesamten Territoriums Israels ausmachen. Bei Staatsgründung lebten in diesem Gebiet nur etwa 20.000 Beduinen. Die arabische Bevölkerung Beer Schewas war geflohen, und Juden gab es nur in der Kette der Siedlungen nördlich und westlich Beer Schewas. Sogleich nach Staatsgründung nahm die damalige Regierung die Planung der Besiedlung und Urbarmachung der großen Steppe im Landessüden mit Begeisterung auf. Das erste Jahr zeigte auch einen recht erheblichen Aufschwung dieses Gebietes, obwohl Experten immer wieder warnend darauf hinwiesen, daß das Übergewicht eines großen Stadtzentrums, Beer Schewas nämlich, zu stark sei und alle anderen Bemühungen in den Schatten stellen würde. Dennoch wurde viel getan. Die Pottasch- Werke am Toten Meer wurden aufgebaut und erreichten nach einem anfänglichen Defizit vernünftige Verdienstspannen, die Phosphat-Werke in Oron entwickelten sich zufriedenstellend, und trotz aller Krisen und Schwierigkeiten stellt auch das Kupferbergwerk in Timna einen Aktivposten des Negew dar. In begrenztem Maße gelang es, landwirtschaftlichen Boden aus der Wüste zu gewinnen; die Jarkon-Wasserleilung und später die Landeswasserleitung hatten daran entscheidenden Anteil. Aber schon vorher war eine Kette blühender Siedlungen von Kastina bis Beer Schewa entstanden, eine zweite solche Kette legte sich von Aschkelon aus entlang der Grenze mit der Gaza-Zone bis an die Südgrenze des Landes. Allerdings blieb der Süden und der Osten dieses verhältnismäßig großen Gebietes im Grunde unbesiedelt. Einzelne Stadtgründungen zeigten gewisse Erfolge, so Dimona, während andere, Kfar Jerucham und Mizpeh Ramon, stagnierten. Auch Dimona, das in den ersten Jahren seines Bestehens zu einer lebendigen und verhältnismäßig großen Stadt heranwuchs, zeigte schon seit zwei Jahren „Ruhepunkte“ in seiner Entwicklung, die von vielen seiner Einwohner als Gefahrenmomente und Rückschritt angesehen werden. Kleinere Entwicklungsstädte wie Sderoth und Ofakim haben bescheidene Erfolge erzielen können. Arad, vor einigen Jahren auf dem Wege zwischen Beer Schewa und dem Toten Meer im Nordosten des Negew gegründet, entwiklcelte sich vielversprechend. SKANDINAVISCHE MÖBELAUSSTELLUNG EUROPA MÖBEL WEISS

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