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Die Stimme · 1966-09-01 · Heft 130 (September 1966) · page 2

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Journal
Die Stimme
Volume
1966
Issue
Heft 130 (September 1966)
Date
1966-09-01
Page
– (sequence 2)
Language
German
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SEITE 2 DIE STIMME NUMMER 130 Leser auf: Schreiben Sie uns Ihre Probleme und Ihre Sorgen, von denen Sie glauben, daß ein anderer vielleicht einen Rat dafür weiß, daß ein anderer seine Erfahrungen mit Ihnen tauschen kann oder auch, daß Ihre Erfahrungen dem Mitmenschen niitzen können. Wir werden es auf Wunsch veröffentlichen und schriftlich eine Diskussion eröffnen. Für uns alle aber haben wir für diesen Herbst eine Reihe von interessanten Vorträgen vorbereitet, zu denen Ihnen noch besondere Einladungen zugehen werden. Session der Konföderation der Allgemeinen Zionisten in Brüssel Unsere Zentrale, die Konföderation der ן den Erfahrungen über die zionistische Tä- Allgemeinen Zionisten, hielt in diesem Som-; tigkeit in den einzelnen Ländern Europas mer ihre Session für Europa und Afrika ausgetauscht, wobei im Hinblick auf unsere ab. Es war ein guter Gedanke, die Session . Bewegung das Problem der jüdischen Juim Anschluß an die Konferenz des Jüdij gend in der Diaspora im Mittelpunkt der sehen Weltkongresses abzuhalten. I Betrachtungen stand. Auf jeden Fall aber bitten wir Sie, zu unserer Generalversammlung, die diesen Herbst stattfinden wird, und zu der Sie ebenfalls noch eingeladen werden, zu verlässig zu erscheinen. Jeder kann etwas- Produktives bringen, jeder schöpferische Mensch ist wichtig und wir hoffen mit Ihrer aller Hilfe unsere kleine Gemeinschaff zu festigen, so daß das Leben eines jeden Einzelnen von uns durch unser Zu sammenwirken bereichert werden kann. Mit diesem Wunsch und diesem Vorsatz grüßen wir herzlichst mit לשנה טובה תכתבו Die Konferenz begann am 29. Juli in Brüssel unter Vorsitz des Präsidenten Doktor J. Sagal aus London. Mit einer Begrüßungsansprache des Präsidenten des Jticlischen Weltkongresses, Dr. Nahum Goldmann, wurde die Tagung eingeleitet. An dieser Tagung nahmen unter anderen Persönlichkeiten der Botschafter des Staa tes Israel in Belgien, der Vizepräsident des , Jüdischen Weltkongresses Dr. Israel Goldstein, Mrs. Ros Halperin, die Präsidentin j der Hadassa Charlotte Jacobson, Präsident-: J. Topiol, Ing. Toronczyk, J. Warszawski. Sir Barnett Jänner, L. Bakschtanski und j W. Perry teil. In feierlicher Stimmung wur- Die Delegierten aus England und Frankreich berichteten über erzielte Erfolge auf | dem Gebiet von Shnat Sherut, wobei hervorgehoben wurde, daß im Rahmen dieser Aktion Jugendliche ab dem 18. Lebensjahr für ein Jahr nach Israel geleitet werden. Shnat Sherut befleißigt sich seit 18 Jahren in England und seit länger als einem Jahr in Frankreich mit sehr ergiebigem Resultat. Die Tagung appellierte an die Bruder- Organisationen in den Ländern Europas, die Institution Shnat Sherut mit Fleiß zu aktivieren. An der Session nahmen teil die Delegierten aus Eelgien, England, Frankreich, Italien, Deutschland, Griechenland, Österreich und Schweden. Nach Beendi- (Fortsetzung von Seite 1) Rosch Haschanah 5727 gung dieser Tagung lud die aktive Jugend• gruppe in Brüssel ״Darkenu“ die Delegieri ten in ihr prachtvolles Heim zu einem un-; gezwungenen Beisammensein. das jüdische Volk der Ruhe, des Friedens und des endlichen Gedeihens des Staates Israel teilhaftig werde. Wir Juden wollen keine Ausnahmsstel- Jung in der Völkerfamilie, wir wünschen vielmehr als Gleiche unter Gleichen zu leben, wir wünschen, daß der Haß, der uns bis in die jüngste Zeit umbrandete, verdämmt wird und es nicht mehr dazu führen soll, daß eine Gemeinschaft, die sich das Volk der Dichter und Denker bezeichnet, sich für Untaten mißbrauchen läßt. Wir müssen allerdings bei dieser Gelegenheit hervorheben, daß der beste Teil des deutsehen Volkes das Werk der Versöhnung mit dem jüdischen Volk bereits eingeleitet hat und wir sind in Übereinstimmung mit dem israelischen Botschafter in Deutschland, Ben Nathan, davon überzeugt, daß die Gesetze des Guten in Deutschland und in Österreich den Volkskörper ethisch zu erneuern imstande sind. Wir Juden werden dann in Ruhe leben, unsere Fähigkeiten entfalten und der Gesellschaft Nutzen bringen können, was wir, bis zu unserer Katastrophe, überall, wo wir siedelten, vollbracht haben. Der Wille und die Kraft, Gerechtigkeit zu üben, hebt des Menschen Würde, bewahrt ihn vor Sinnlosigkeit und Vereinsamung und bannt die finsteren Gewalten, welche in die Untiefe führen, wie es im Dritten Reich geschah. Zu Rosch Haschanah beten wir um Gottes Weltenrecht, das den innigen Ausdruck auch im Schofarblaser. findet. Unter dem Klang des Schofar wur den am Berge Sinai die zehn Gebote verkündet, die die Grundlage aller heutigen, menschlichen Gesetze der zivilisierten Votker bilden und wir lauschen heute wieder andächtig dieser erhabenen Verkündung. Von unserem persönlichen Schicksal weg richten wir besonders in diesen Tagen unsere Augen nach Israel. Ehre dem israelisehen Jischuw, E׳hre den Juden in der Diaspora, die zum Werke, das Israel heißt, beitragen. Ruhm bedecke die Häupter der Pioniere des jüdischen Landes, Freude allen Menschen, die das alt-neue Land Israel mit ihrer Liebe umgeben. Schanah Towah dem israelischen Präsidenten Salman Schasar, dem Ministerpräsidenten Levi Eshkol, seinem Kabinett und den Mitgliedern der Knesseth. Bernhard Braver Tel Aviver Internationale Messe i Die Tel Aviver Internationale Messe 1966, die vom 22. Juni bis zum 9. Juli 1966 ge-! öffnet war, konnte mit ca. einer halben Million Besucher einen neuen Rekord verzeichnen. Die Verkäufe wurden als ״mäßig bis befriedigend“ definiert. Insgesamt be- J teiligten sich ca. 1200 Aussteller aus 45 Staaten, darunter 87 Staaten mit offiziellen Pavillons. Unter den Staaten, die sich zum ersten Male offiziell an der Tel Aviver Messe beteiligten, waren Westdeutschland und die Schweiz. Osteuropa war sehr schwach vertreten — nur inoffizielle Aus• steiler aus Polen und Jugoslawien. Während der Messe kamen 24 offizielle Handels delegationen nach Israel, die in vielen Fällen von Ministern oder Vizeministern geleitet wurden. ORT Vereinigung Wien und World ORT Union XIX, Ruthgasse 21 — Telefon 36 46 91 ENTBIETET ALLEN SCHÜLERN UND FREUNDEN die besten Wünsche zum Neuen Jahr

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