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Die Stimme · 1965-04-01 · Heft 128 (April 1965) · page 6

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Die Stimme
Volume
1965
Issue
Heft 128 (April 1965)
Date
1965-04-01
Page
– (sequence 6)
Language
German
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SEITE 6 DIE STIMME NUMMER 128 Kunstbilder aus Nazibesitz Ferien vom ich om Balaton Eine siebenköpfige Kommission ist in München in Gegenwart von Bundesschatzminister Dollinger zu ihrer ersten Sitzung zusammengetreten, um über das Schicksal von übriggebliebenen Bildern aus nationalsozialistischem Besitz zu beraten, die 20 Jahre lang im Keller des ehemaligen „Führerbaus" in München lagerten. Die Kommission soll entscheiden, an wen die restlichen 3700 Gemälde und Zeichnungen, 960 Graphiken, 160 Plastiken, 6000 Münzen und 9000 Bücher verteilt werden sollen, die Hitler und Göring einst aus allen Teilen Europas zusammengestohlen und erpreßt haben. Dieser Restbestand ist etwa die Hälfte derjenigen Kunstobjekte, die bisher noch nicht von früheren Besitzern zurückgefordert wurden. Die andere Hälfte ist schon an das Land Bayern ausgehändigt worden. Insgesamt sind aus NS-Besitz 61.561 Kunstgegenstände an ihre früheren Besitzer zurückgegeben worden, davon 48.751 an ausländische Eigentümer. Bei dem Restbestand, unter dem sich; auch Bilder von Rembrandt, Raffael, Ru-1 bens, Cranach, Spitzweg und Tizian befinden, handelt es sich um Kunstwerke, für die sich niemand als rechtmäßiger Besitzer gemeldet hat. Die Bilder, die schon in drei Kategorien eingeteilt wurden, sollen demnächst der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden, soweit sie Museumswert haben. In diese Gruppe gehören hauptsächlich die 890 Gemälde alter Meister der ersten Kategorie. Die weniger wertvollen Bilder der zweiten Kategorie sollen entweder Museen zugeleitet werden oder als Wandschmuck in Regierungsbüros Verwendung finden. Die dritte Kategorie der „Blut und Boden"-Bilder soll einem Institut für Zeitgeschichte zur Verfügung gestellt werden. Eine spätere Ausstellung dieser Bilder ist nicht ausgeschlossen, um dem heutigen Publikum einen Begriff von dieser Art von „Kunst" zu geben. Keines dieser Bilder zeigt jedoch die Hakenkreuzflagge oder sonstige nationalsozialistische Embleme. Bilder jener Art sind gleich nach dem Krieg assortiert und nach Amerika abtransportiert worden, um sie ein für alle Male ver- I schwinden zu lassen. j Österreich ehrt Dr. Nax Brod Der österreichische Botschafter in Israel, Dr. Peinsipp, überreichte bei einem Empfang in der österreichischen Botschaft in Ramat Gan Max Brod den ihm vom österreichischen Staatspräsidenten verliehenen Orden für hervorragende Leistungen auf kulturellem und wissenschaftlichem Gebiet, zugleich mit einer Urkunde, in der die Verdienste des Dichters und Schriftstellers Brod gewürdigt werden. Der Botschafter wies in seiner besonders herzlich gehaltenen Ansprache auf die Verbundenheit Max Brods mit dem mitteleuropäischen Sprachraum hin, da dies in der Ehrung zum Ausdruck kommt, die Wien gleichsam stellvertretend für Prag dem Dichter erweist. Max Brod dankte in bewegten Worten, wobei auch er seine Verbundenheit mit der Sprache seiner Jugend und den Dichtern deutscher Zunge in Prag und Wien unterstrich, eine Verbundenheit, die seiner Loyalität zu seiner neuen Heimat Israel keinen Abbruch tut. Bei der Feier waren Vertreter des Außenministeriums sowie führende Persönlichkeiten des kulturellen Lebens anwesend, die ebenfalls Dr. Max Brod beglückwünschten. ENTSALZUNG Fünf amerikanische Experten der Gesellschaft „Kaiser Engineering“ trafen in Israel ein. Sie sollen hier die Wirtschaftlichkeit der geplanten Entsalzungsanlage unter Verwendung von Atomkraft prüfen. Eigentümer, Herausgeber und Verleger: Zionistischer Landesverband in Österreich, Wien IX, Universitätsstraße 4/4. Chefredakteur: Bernhard Braver. Verantwortlicher Redakteur: Dr. Hansi Berger. Beide Wien IX, Universitätsstraße 4/4. Druck: A. Luigard, Wien VIII, Pfeilgasse 35. Kurze Anreise Unterbringung in modernsten Hotels bei bester Verpflegung mit ungarischen Tisch- und Weinspezialitäten, Zigeunermusik Schwimmen und Segeln im warmen See Reiten — Angeln — Minigolf Besonders günstige Preise in der Vorsaison Es beratet Sie das ungarische Reisebüro IBUSZ Wien l( Kärntner Straße 26 Tel. 52 42 08, 52 48 70, 52 78 79 -Betriebe laden ein SPEISEN SIE WELTMÄNNISCH im neugestalteten, eleganten „Kursalon Stadtpark" BLICKEN SIE AUF WIEN vom „Bellevue". Restaurant, Cafe, Selbstbedienung zu volkstümlichen Preisen WOHNEN SIE FEUDAL im renommierten „Parkhotel", Hietzing, mit allem Komfort Zur lause im „Splendid" und abends Tanz in der Bar MIT BESTEN OSTERWUNSCHEN Hübner-Betriebe Pension C0SM0P0LITE HAUS ERSTEN RANGES MÄSSIGE PREISE ZENTRALE LAGE WIEN VIII, ALSER STRASSE 23 TELEPHON 42 62 71 m EUROPA MÖBEL. WIEN VII BREITEG. 5/6 cfa<r gt'pfle EinrirPitunqsßtaus Mn0 neueste Mö&ef-Alcrcfeffe 9

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