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Die Stimme · 1964-08-01 · Heft 123 (August 1964) · page 2

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Journal
Die Stimme
Volume
1964
Issue
Heft 123 (August 1964)
Date
1964-08-01
Page
– (sequence 2)
Language
German
Belongs to
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SEITE 2 DIE STIMME NUMMER 123 ■ _ mm* mm m mm m u m mm ■■■ | j _ ■■■ Das wichtigste' israelische, außenpolineswegs, daß die französisch-israelische Ftic'rIiehkt'itt'ta war der russische' Botusehe Lreignis des Sommers waren die Reisen des Ministerpräsidenten nach den USA und Frankreich. „Die Freundschaft zwischen beiden Staaten und beiden Völkern hat die Prüfung schwerer Zeiten bestanden und findet ihre Fortsetzung im heutigen täglichen Geschehen. Ich sah während meines Besuches, daß diese Freundschaft tief verwurzelt ist in weitesten Kreisen des französischen Volkes“, berichtete Israels Premierminister Levi Eshkol in der Knesset nach seiner Rückkehr aus Frankreich. Präsident de Gaulle, der mehrmals von Israel als „unserm Freund und Verbündeten“ sprach, zeigte sich auffallend gut informiert über alle Details des israelischen Aufbauwerkes, sowie über die ver-! schiedenen Phasen der Zusammenarbeit) mit den in jüngster Zeit selbständig gewordenen Nationen der Entwicklungsj länder.; Die gemeinsame Arbeit zur Erforj schung des Ozeans und der Wüste, woran beide Länder ein Interesse haben — das Wort „Oceanographie“, vor Eshkols Reise nur in wissenschaftlichen Kreisen geläufig, gehört seit damals schon zum allgemeinen Sprachgebrauch — dürfte bereits in naher Zukunft zum Austausch und zur Begegnung von Wissenschaftlerteams beider Länder führen. „Wir sind ein kleines Land“, sagte Eshkol, „arm an natürlichen Quellen für unsere Erhaltung und wir leben an der See. Unter diesen Umständen müssen wir unseren Lebensunterhalt aus dem Meer und seinen verborgenen Schätzen so gut, wie aus anderen Quellen beziehen. Deshalb war das Meer und seine wissenschaftliche Eroberung ein vorherrschender Faktor unserer Gespräche in den USA und in Frankreich.“ Israel ist nicht allein in seinen Anstrengungen, dies war das Ergebnis, welches der Ministerpräsident als Resultat seiner Reise heimbrachte. Die französische Regierung nahm zum Besuch Eshkols in Paris in einem offiziellen Kommunique Stellung. Darin heißt es, daß der Privatbesuch des israelischen Regierungschefs Gelegenheit zur Erörterung aller Probleme des Mittleren Ostens geboten habe. Unter Hinweis auf die in letzter Zeit wesentlich verbesserten Beziehungen Frankreichs zu den arabischen Staaten wird in der Erklärung betont, diese Entwicklung bedeute keit‘ reundschalt nun in irgendeine'!' Weise geschwächt werden würde-. Diefranzösische Regierung sei im Gegemteil davon überzeugt, daß das Vorhandensein guter Beziehungen mit beidem Seiten einen nützlichen Beitrag zur Erhaltung des Friedens und des Status quo im Nahen Osten darstelle. Ein auffallender Gast im Zuge der neues jüdisches L Das bewegteste jüdische Geschehen in Europa spielt sich derzeit in Frankreich ab. Die französische, jüdische Bevölkerung, vor dem zweiten Weltkrieg 250.000 Seelen, nach dem Krieg auf die Hälfte dezimiert, umfaßt heute 500.000 Menschen. Dieser durch die algerische Einwanderung geschaffene Zuwachs ist nur dem Wachsen der jüdischen Bevölkerung in Israel vergleichbar. i Der Präsident der europäischen Seki tion unserer Konföderation, unser Freund i Topiol aus Paris, hat in der letzten; Aktionskomiteesitzung zum Kongreß in | Jerusalem über die durch die neue Situaj tion geschaffenen neuen jüdischen Le- - bensformen in Frankreich gesprochen! und betonte besonders die in der Diaspora I der Zeit nach 1945 erstmalige Tatsache, daß es eine fünfstellige Zahl jüdischer I Jugendlicher zu betreuen gibt. i „Voilä, hier wäre eine Gelegenheit für zionistische Arbeit in der Diaspora“ — I rief er aus, hier braucht man sie nicht I erst mit krampfhaften Ideologien zu suchen, hier sind 50.000 bis 60,000 Jugendliche, die dem Judentum verloren gehen werden, wenn wir nicht verstehen werden, sie zu schulen und mit jüdischem Bewußtsein zu erfüllen. Mit den drei bis vier jüdischen Schulen, die wir besitzen, wird das aber schwer möglich sein. Hebräischer Lehrstuhl an der Sorbonne An der berühmten Universität der! französischen Hauptstadt, der Sorbonne, j wurde vor kurzem in Anwesenheit des israelischen Botschafters, von Vertretern , des französischen Erziehungsministeriums und der Academie Francaise ein hebrüischaftor Winogradow. der gegen seine' Gewohnheit persönlich erschien, statt sich, wie« sonst, durch ('in Mitglied der Botschaft vertreten zu lassen. Die rus-; sischen Zeitungen haben die Anwesen- , heit ihres Botschafters in ihren Berichten über das Treffen des französischen und ■ israelischen Regierungschefs nicht erwähnt. fflen in FranMch scher Lehrstuhl offiziell inauguriert. Professor Itzhak Rabin. der erste Inhaber des Lehrstuhls, hielt seine Eröffnungs- Vorlesung über hebräische Philologie und modernen hebräischen Sprachgebrauch. Zwei Gefahren Israels Außenminister, Frau Golda Meir, sprach vor 200 Delegierten einer Konferenz, die 20.000 Jugendliche aus 20 Ländern repräsentierten. „Zwei Gefahren“, so sagte sie, „existieren für uns in der Zeit, in der wir leben. Wenn dem Staat Israel etwas geschehen würde, ist es zweifelhaft, ob eine Hoffnung für die weitere Existenz der Juden in der Diaspora vorhanden wäre. Das ist die eine Gefahr. Die andere wirkt in entgegengesetzter Richtung. Wenn in der Diaspora der Prozeß der Assimilation sich ausbreitet und die Zahl der Juden als deren Resultat kleiner wird, wird Israels Existenz schwer bedroht. Regierungsspenden für den Bau des internationalen Denkmals in Auschwitz Bis jetzt sind folgende Spenden seitens der Regierungen für den Bau des internationalen Denkmals in Auschwitz-Birkenau eingegangen: Albanien 5000 Zloty, Österreich 100.000 Schilling, Belgien 250.000 Belg. Francs, Tschechoslowakei 200.000 Zloty, Volksrepublik China (Spendedes Allgemeinchinesischen Friedenskomitocs) 200.000 Zloty, Italien 1,000.000 Lire, Sowjetunion 500.000 Zloty, Rumänien 200.000 Zloty. [n Polen wurde bis jetzt vom Allgemeinpolnischen Komitee für den Bau des Denkmals die Summe von 1.200.3(50 Zloty gesammelt. 533130532331235331315323533248232348

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