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Die Stimme · 1964-05-01 · Heft 122 (Mai 1964) · page 6

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Die Stimme
Volume
1964
Issue
Heft 122 (Mai 1964)
Date
1964-05-01
Page
– (sequence 6)
Language
German
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;':!TE 6 im S T I M M Fi N U M M F R 1 . ' nachrichten aus israel - nachrichten aus Israel - nachrichten aus israel Israels Bedeutung für die Entwicklungshilfe an unterentwickelte Länder Wer einmal die israelisrhe Universität m Jerusalem mit ihren modernen Laboralorien und Instituten besucht hat, dürfte u ohl am stärksten von der großen Anzahl .junser Afrikaner beeindruckt worden sein, die einträchtig mit ihren israelischen Studienkollegen bemüht bleiben, alles erdenkliche Wissensgut aufzunehmen und ihrer Heimat nutzbar zu machen; doch nicht diese Erscheinung ist es, auf welche wir hinzielen, um Israels Bedeutung für die r, ü wicklungshilfe voll zu würdigen; wir meinen etwas anderes und um dies zu begründen bedarf es einiger grundsätzlicher Erwägungen. Jedermann weiß, daß Dollarmilliarden die unbedingte Voraussetzung für die Verwirklichung der planmäßigen Entwicklungshilfe bilden; derartige Mammutbeuäge müssen nun in der freien Welt vorerst von den Parlamenten der einzelnen 1 ander bewilligt werden. Die Vereinigten Staaten von Amerika mit ihrem Riesenanteil an den Entwicklungsbeträgen waren es, die in erster Linie dem Kongreß und dem Senat überzeugende Gründe darzulegen hatten. Die Drohung der kommunistischen Ausbreitung in den hilflosen afrikanischen Ländern allein, hätte nicht ausreichend gewirkt, wenn es nicht gleichzeitig möglich gewesen wäre, zu beweisen, daß der Endzweck mit der Entwicklungshilfe tatsächlich erreicht werden könne. Hier bedurfte es eines unwiderlegbaren Beispieles! Nun kommen wir langsam zu jenem Argument, das die volle Bedeutung Israels für das Wirksam werden der Entwicklungshilfe überhaupt, erkennbar werden läßt. Andere Beispiele treffen nicht den Kern der Sache; so ist das deutsche Wirtschaftswunder nichts anderes als die mit modernen Mitteln verbesserte Rekonstruktion der, durch den Krieg zerstörten, früheren Industrie und Volkswirtschaft; ähnliches trifft auch auf Frankreich und Italien zu. Vollkommen anders verhält es sich mit einem Lande, daß aus Sand und Steinen bestand und innerhalb einer Zeitspanne von ungefähr 20 Jahren zu den modernsten Ländern zählt, denn Israel hat auch industriell, volkswirtschaftlich und Wir leben wohl im Zeitalter der Maschine und der Automaten, aber die menschliche Arbeitskraft hat trotz dem außerordentlich zugenommen. In der ORT-VEREINIGUNG, Wien XIX, Ruthg. 21, Telefon 36 46 91, findet laufend Berufsschulung unentgeltlich statt. sozial keinen Vergleich mit einem westlichen Lande zu scheuen. Wir haben nun keinen Grund, Tatsachen zu verschweigen, die offenbar werden lassen, wo dem Weltfortsehritt am besten gedient ist; daran können weder Kriegsgeschrei noch Morddrohungen etwas ändern. Auch die Vereinten Nationen müssen den Maßstab des Weltfortschrittes zu ihrer Richtschnur und zur schließlichen Auflösung dieses einzigartigen moralischen Kristallisationspunktes auf Erden führen. Ingaw TOURISTENBÜRO DES KEREN KAYEMETH IN TEL AVIV ERÖFFNET Im Jahre 1963 allein haben 21.000 Israelis und 38.000 ausländische Touristen Werke des Keren Kayemeth Leisrael in Bodenentwicklung und Aufforstung besichtigt — dies gab Herr Theodor Hatalgui, Leiter der Informationsabteilung des Keren Kayemeth, bei der Eröffnung des neuen Touristenbüros des KKL in der Hajarkonstraße in Tel Aviv bekannt. Unter den wichtigen Persönlichkeiten, die im vergangenen und laufenden Jahr Gäste des Keren Kayemeth waren, befinden sich König Baudouin und Königin Fabiola von Belgien, Lord Mountbatten aus Großbritannien, der Präsident der Elfenbeinküste Herr Houphouet-Boigny, und viele andere aus dem Ausland, sowie Regierungsmitglieder, Knessethabgeordnete etc. aus Israel. UM DAS JORDANWASSER Zum ersten Male hat Israel Jordanwasser aus dem See Genezareth probeweise in das riesige System von Pumpen, Kanälen und Rohrleitungen abgezweigt, um die Wüste Negew zu bewässern. Wie in Jerusalem offiziell mitgeteilt wurde, sollen in den nächsten Wochen noch mehrere Versuche der gleichen Art unternommen werden. Das Projekt, das einen Kostenaufwand von rund 400 Millionen Mark erforderte, sei praktisch fertiggestellt. Falls die Versuche zufriedenstellend ausfallen, soll mit der ständigen Abzweigung von Wasser im Sommer begonnen werden, und zwar in der ersten Phase bis zu 180 Millionen Kubikmeter jährlich. Das Wasser wird am See Genezareth durch riesige Pumpen 250 Meter hoch gehoben und fließt dann in südlicher Richtung durch ein System von offenen Kanälen sowie Rohrleitungen in die Wüste. WAS MAN SO AN EINEM ARBEITS¬ TAG ERLEDIGT Kein Freund von pompösen Feierlichkeiten scheint der derzeitige Ministerpräsident Israels, Levi Eshkol, zu sein. Seine kürzlich erfolgte Vermählung mit der Bibliothekarin Mirjam Selikowitz fand während der Mittagspause eines Arbeitstages statt. Nach erfolgter Trauung begaben sich die Neuvermählten — der 08jährige Ministerpräsident und seine 37jährige Gattin — wieder an ihre beiderseitige Arbeit. Die Familie der Braut erfuhr erst von der vollzogenen Eheschließung. Wir stellen uns mit einem herzlichen Masal Tow ein. BESTES AUFFORSTUNGSJAHR SEIT LANGER ZEIT Reichliche Regenfälle in Israel, nach fünf Jahren Dürre, haben die Pflanzsaison 1963 64 zur besten seit langer Zeit gemacht. Die Forstabteilung des Keren Kayemeth Leisrael konnte so in den letzten Monaten sechs Millionen Setzlinge von Waldbäumen zur Anpflanzung bringen. Von dieser Ziffer kamen 2 Millionen Setzlinge auf neue Forste in Galiläa, 1,6 Millionen auf den Nordmittelbezirk (Karmelberg, Nazarethhügel, Gilboaberg, Ironhügel), 1,5 Millionen auf den Südmittelbezirk (östlicher Rand der Seharonebene, judäisches Hügel- und Bergland), und 0,9 Millionen auf den Süden und Negev. Im Süden insbesondere ging die Zahl der gepflanzten Bäume weit über die ursprünglich geplante Ziffer hinaus. Von den gepflanzten Bäumen waren 65 Prozent Kiefern (vor allem Jerusalemkiefern), 25 Prozent Zypressen und 10 Prozent Eukalyptus- und andere Bäume. KURAUFENTHALTE IN UNGARN Heilbäder gegen Herzkrankheiten (Baiaton l:üred) gegen Rheumatismus (Hevis) Thermabäder in Budapest (St Geliertbad) Billige Hochsaison- und Gruppenpreise Zahlreiche jüdische Gedenkstätten REISEBÜRO „IBUSZ", WIEN I, KÄRNTNER STRASSE 26 Telefon 52 42 08, 52 48 70

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